Neuer Eintrag

Nochmal die Erinnerung, dass ich hier bin

Do treib i mi rum



Gibt nen neuen Eintrag
Gruß Charly

20.11.08 22:57, kommentieren

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Neuer Eintrag

Für die, die noch nicht wissen, dass ich umgezogen bin.
Hier ist mein neues Tagebuch

http://sprintluder.blogspot.com/

4.11.08 17:45, kommentieren

Schnauze voll

Ich zieh mit meinem Tagebuch um nach

Hierher

So viel Störungen, das ist mir zu blöd.
Also man sieht sich hier Hierher

20.10.08 23:05, kommentieren

Ein Jahr

Heute vor einem Jahr hab ich meinen ersten Cache gefunden. Scho so lang her wieder.
Und der war auch so verdammt weit weg. So knapp 300 Meter von mir Daheim. Da konnte man noch gemütlich hinwandern, auch wenns recht steil über die Kuhwiese ging.
Mittlerweile bin ich ja ein altgedienter Geocacher mit 462 gefundenen Dosen.
Hat der Typ eigentlich nix anderes zu tun, als doof Tupper- Film- oder sonstige Dosen zu finden?
Aber wenns doch Spaß macht.
Viele können das ja überhaupt nicht nachvollziehen mit der Sucherei. Wieso geht man jetzt ausgerechnet zu der Stelle, sucht sich einen Wolf, schreibt sich ins Logbuch ein und geht wieder?
Klar kann man das fragen, wenn mans selber noch nicht probiert hat.
Wenn ich aber denke, wieviele interessante Stellen und was für schöne Läufe, Wanderungen, Radtouren und Rätsel ich gemacht habe, dann versteh ich im Gegenzug die Leute nicht, die KEINE Dosen suchen gehn.
Wieviele Orte hätte ich niemals besucht und hätt nie in Erfahrung bekommen, dass es diese Orte überhaupt gibt. Da sind Burgen mitten im Wald, an die nur noch ein Gedenkstein erinnert. Völlig vergessen, aber ein Geocacher kannte diesen Ort und lockt seine Kollegen an den Ort.
Einige Ortschaften und Städte hab ich genauer kennen gelernt, abseits von den typischen Touristenattraktionen. Einheimische Geocacher zeigen, was wirklich interessant ist und nicht im Reiseführer drin steht.
Wenn ich daran denke, wie ich im tiefsten Winter, in der Nacht, im Schneematsch und Eisregen durch den glitschigen, vereisten Wald latsche, ständig auf den Arsch falle, mit einer Taschenlampe, dass du meinst, die Sonne geht auf und dabei Aufgaben löst, die Dose trotzdem nicht gefunden wird und man in der Früh um 4 völlig durchfroren Heim kommt. das ist noch ein Hauch von Abenteuer.
Wenn man in Frankreich ins Wormsatal gelockt wird und ich über riesige Felsblöcke klettere und verwunschene Bergweiher sehe, ach das ist doch herrlich. Oder die Runde in Jungholz. Ein schöner 16 km langer Weg, bergauf, bergab und immer wieder Pause um eine Dose zu suchen.
Natürlich machen mich manche Dosen auch wahnsinnig. Ich sag mir zwar immer wieder, dass ich höchstens 15 Minuten nach einer Dose suche, aber wie oft hab ich mich schon erwischt, dass ich 45 Minuten gesucht habe und nix gefunden habe. Oder wenn ich die gleiche Stelle 5x durchsucht habe und beim sechsten Mal ist die Dose plötzlich in meiner Hand, da kommt schon mal ein Kopfschüttler vor. Allerdings ist das Glücksgefühl dann auch größer. Kann man sich so ungefähr vorstellen, wie wenn man im Lottoladen Lose kauft. Man rollt das Los auf und bekommt zu sehen, dass man 50 Euro gewonnen hat. So ähnlich fühlt es sich dann an. Gerade auch bei Multicaches, die aus mehreren Aufgaben bestehen und man nicht so recht weiß, ob alles richtig gerechnet wurde. Ich sondiere das Final und such und such und zweifel ob alles richtig ist und auf einmal blitzt der Deckel der Tupperdose hervor. Schon oft ist mir dabei ein quiekender Ton entfleucht. Heureka oder sonstwas. Manche Dose nannte ich aber auch schon liebevoll 'Miststück'. Manchen Dosenverstecker nannte ich auch schon 'Du Sack', wenn er sich ein extrafieses Versteck ausgedacht hat. Aber das ist natürlich nicht böse gemeint und sollte eigentlich den Respekt zollen.
Schön sind auch die Themenrunden, wie das in Cacherkreisen berühmte Frankenmemory in der Nähe von Stadtlauringen, also bei meinen 'Schwiegereltern'. Durch das Buch von Bernhard Hoecker, Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers, ist das Frankenmemory ein Highlight eines Cacherdaseins. 16 Dosen gilt es im Wald zu finden. Schön im Quadrat angeordnet und ohne Rücksicht aufs Terrain. Manche schaffen es in 8 Stunden. Ich brauch mindestens 8 Monate dafür. 4 Dosen fehlen mir noch. Aber es gibt mittlerweile eine Kopie, das Schwabenmemory bei Memmingen. 16 Dosen und 10 Zecken Rekord.
Nun gibt es in meiner Gegend so gut wie keinen Cache mehr, den ich machen könnte und planen ist angesagt. So muss ich mir immer eine Gegend aussuchen und diese unsicher machen. Wegen einem doofen Cache muss ich keine 40 km fahren.... Obwohl...... Wenns eine neue Dose ist, kanns schon mal sein, dass die Jagd auf den 'First to find' eröffnet ist und sich die Cacherkarawane in Bewegung setzt um der Erste im Logbuch zu sein. So kanns schon mal vorkommen, dass sich drei oder mehr Leute vor Ort finden und ein Kampf um den ersten Log entbrennt. Einer grinst dann natürlich am Breitesten.
So, dann schauen wir mal, was das zweite Cacherjahr bringt. Es gibt noch viel zu suchen, schließlich gibts weltweit mittlerweile über 668.000 Geocaches. Packen wirs an

10 Kommentare 15.10.08 07:01, kommentieren

Kollaps

Wer vielleicht noch über meine Nostradamusvorhersagung müde gegrinst hat, wird jetzt wohl selbst schon etwas unruhig.
Die Finanzkrise lässt jetzt mit Sicherheit niemanden mehr kalt.
Die USA haben ihr Hilfspaket ja gebacken bekommen. Ja zum Glück, möchte man sagen. Denn wie würde es sonst aussehen? Letzte Woche war es noch ein Rekordverlust am Dow Jones mit 700 Punkten. Schnee von gestern. Gestern warens nämlich 800 Punkte Verlust und jetzt ist der Dow unter 10.000 Punkte gerutscht. In Japan der Index übrigens auch. Und die Angie bürgt für die deutschen Sparbücher. Na also. Sollte es jetzt aber wirklich soweit kommen, dass das Angesparte in die Grütze geht, dann kann die Bundesregierung kaum 1,4 Billion Euro unters Volk hauen. Woher soll das Geld bitte kommen?
Es bleibt zu hoffen, dass die Normalsparer nicht ihr Sparbuch plündern und ihre Kohle unters Kopfkissen stülpen. Denn dann ist endgültig Feierabend. Dann sind alle Banken Pleite.
Und warum der ganze Kack? Weil die Amerikaner so ein beknacktes System haben und den Zockern so ziemlich alle Möglichkeiten bekommen haben um ihren Reichtum anzuhäufen. Die Zocker haben auf dem Papier immer noch mehr und noch mehr verdient. Auf der einen Seite Aktien gekauft, um am Kurs zu verdienen. Auf der andern Seite Leerkäufe um am sinkenden Kurs zu verdienen. Aber wo kommt denn das Geld her? Es gibt ja keinen Dukatenesel, der die Kohlen scheisst, hab ich mal gehört.
Naja, nun ist die Blase geplatzt und jetzt haben wir den Salat. Wir dürfen den Schlamassel von einer gierigen Minderheit ausbaden und wie weit wir dann im Schlamassel stecken, das ist noch überhaupt nicht abzusehen. Das könnte einen weltweiten Kollaps bedeuten. Und dabei kann man jetzt nichtmal mehr der CSU die Schuld geben.
Vielleicht sollten wir schon mal mit den restlichen Kohlen einen Flug in den brasilianischen Regenwald buchen und dort ein neues Leben anfangen, mit Feuersteinen und Bambusblasrohr.
Achja, der DAX ist mal wieder im Minus heute.
Der Dow wird heute leicht nach oben gehen, vielleicht 200 Punkte. Und wer ist so mutig? Die Zocker!!! Es wird auch diesmal nix gelernt.
Und weils grad spannend ist, steht Island vor dem Staatsbankrott.
Fortsetzung wird folgen.

2 Kommentare 7.10.08 13:23, kommentieren

Debakel

Meine Güte, ich dachte gestern um 18:05 ich seh schlecht, als ich die erste Hochrechnung sah. Ich hab ja fast gebetet, aber nur fast, dass die CSU unter 50 Prozent kommt, aber dass die Stotter Edes Erben so ein Desaster abbekommen, das hätt ich nicht zu träumen gewagt.
Gerademal 43,4% gabs für die CSU.
Ist das jetzt eigentlich ein schwarzer Tag gewesen? Schwer zu sagen, oder?
Es ist auf jeden Fall herrlich, dass wir zum ersten mal eine Demokratie erleben dürfen in Bayern.
Und morgen, wenn ich aufstehe, sehe ich auf den Videotext und werde lesen, dass Huber als Parteivorsitzender zurück tritt. Dazu noch die Generalsekräterin Haderthauer, die hat ihren Job auch die längste Zeit gehabt. Der Günthi hat nur einmal beim Oktoberfest das erste Faß anstechen dürfen. Nächstes Jahr wird das der Seehofer machen. Das kleinste Übel in der CSU und das als Ehebrecher. So weit isses schon in der 'Großen bayrischen Partei'. Schade, dass das der FJS nicht mehr erlebt, er wird sich auch so schon als Ventilator verdingen, wenn er sich so schnell im Grab umdreht.
Ach ist das eine schöne Wahl gewesen.
Und wenn die bayrische Bevölkerung sieht, dass ihr Land auch mit einer Koalition hervorragend, bzw. besser funktioniert, wird auch in Zukunft die 50% für den arroganten schwarzen Haufen in weiter Ferne bleiben.
Schon lustig, dass die SPD mit einem Dauergrinsen durch die Gegend läuft, obwohl sie das schlechteste Ergebnis in der bayrischen Geschichte hat. Hauptsache die CSU ist nicht mehr alleine an der Macht, sagen sie.
Nein, die SPD hab ich auch nicht gewählt. Wenig überraschend, nicht wahr?

So und nachdem ich mich schon mal als Nostradamus hinstell, sei noch gesagt, dass sich bald die Welt nach dem Jahr 1923 zurück sehnt.
Heute hat die USA das Hilfspaket von 700 Millarden gekippt. Tja, ist Wahlkampf. Allerdings wird es ohne Regierungshilfe der USA in der Finanzwelt sehr düster aussehen. Ob am Donnerstag ein neuer Plan kommt? Es darf gehofft werden.
Das Finanzsystem steht vor dem Kollaps, das führt zu einer Weltwirtschaftskrise, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat.
Der Dow Jones hat sich schon mal warm gemacht und ist innerhalb kürzester Zeit um 700 Punkte abgestürzt. So ein Punktemäßiger Kurssturz war noch nie da. Nichtmal am 11.9.2001
Man darf gespannt sein. Wir werden erschüttert sein.
Also horten wir schon mal Nudeln, Konserven und Zigaretten um etwas zu tauschen zu haben.

7 Kommentare 30.9.08 00:36, kommentieren

Tegernsee

Sodale, mal wieder einen Wettkampfbericht schreiben. Na zumindest zum Teil. Denn wenn der Charly eine Reise tut, dann hat er was zu suchen In der Früh gings los, auf freien Straßen gings mit Hurra nach Peißenberg. Dort zwei Brezen gekauft und nen Kaffee zum mitnehmen. Weiter gings nach Peißenberg. Öhm. Ja, auf dem Kreisverkehr war die Lorelei. Ne, es war nur eine Kohlenlore. Denn in Peißenberg gabs ja viele Jahre Steinkohleabbau. Gut, dass es so früh war, dann waren net so viel Autos unterwegs. Man kommt sich halt blöd vor auf einer Verkehrsinsel. Die Dose ward gefunden und als ich diese mit dem Magnet wieder hinmachen wollte, war ich ganz schön erstaunt, dass Steine am Magnet hängen blieben. So viel Eisen ist in den Steinen.

Ohne weitere Erlebnisse kam ich in Gmund am Tegernsee an. Schlau wie ich war, hab ich mein Fahrrad mitgenommen und bin zur Nachmeldung geradelt. Dass Nachmelden sinnvoll war, sah ich, als ich die Schlangen an den Voranmeldungen sah. An der Nachmeldung war kaum ein Mensch. Ätsch.

Als ich meine Startnummer hatte, musste ich erstmal einen Berg hoch. Naja, Cache suchen. Von dort oben konnte ich schön über den Tegernsee blicken und das Gewusel beim Startbereich.
5 Minuten vor dem Start war ich auch schon im Startblock und wartete auf den Start. Der Herr Wessinghage war da. Ihr wisst schon, der Europameister über 5000 Meter im Jahre 1982.
Dann war Start und los gings.
Ich hatte keine Zeitvorstellungen und lief halt mal so vor mich hin. Ich hatte eigentlich immer das Gefühl, dass es bergab ging. Vielleicht wars ja auch so. Kalt wars aber mit 10°. Der Wind hat sein Übriges dazu getan.
Wir liefen nach Tegernsee. So stellt man sich Oberbayern vor. Lederhosen, Dirndl und eine Art Rübezahl, der von einem Wahlplaket grinste.


Alle paar Kilometer gabs Iso und Wasser. Nach etwa 10 km auf der komplett gesperrten Bundesstraße gings auf der andern Seite des Sees zurück. Aber hier war nix mehr mit flach oder Straße. In Rottach Egern gings noch. Aber dann kam schon die eine oder andere Steigung.
Nach 16 km musste man noch über einen Kilometer bergauf laufen. Nach weiteren Hügeln war das aber überstanden. Dafür wurde man am Schluß mit einem Spurt bergab belohnt. Über einen Kilometer gings bergab und die letzten 1100 Meter lief ich noch in knapp 4:30 und so schaffte ich es doch noch unter 1:50 Stunden.
Ich ging direkt zu den Beweiseisen, die man seperat kaufen musste und bewaffnete mich mit zwei Wurstsemmeln und schon war ich wieder verschwunden. Keine Lust auf Zielgeplänkel. War auch zu kalt im Laufhääs.
Also zurück zum Auto und umgezogen. Dann gings zum Soldatenfriedhof von Gmund. Warum? Klar, weil da ein Cache liegen sollte. Aber denkste, es war nur ein Loch in der Wand. Dose geklaut. Aber ich hab ja meist eine Reservedose dabei und hab die dort deponiert. Der Besitzer der Dose hat sich auch schon bedankt via Mail.
Dann fuhr ich nach Bad Tölz. Dort steht eine alte Dampfwalze. Ich stellte bergan mein Auto ab und ging zu der Walze. Die Dose war schnell gefunden. Deckel runter und dann hör ich Tuck tuck tuck tuck, das langsam näher kam. Irgendwann sah ich hoch und sah einen blauen Corolla auf mich zurollen. Lustig was man innerhalb von einer Sekunde alles denken kann.

So ein Auto hab ich auch
Das IST mein Auto

Wieso kommt jetzt mein Auto auf mich zu? Und wieso macht es Tuck, tuck, tuck? Wie auch immer, ich machte einen Satz auf das Auto zu, riss die Tür auf und zog die Handbremse.
Ich hab statt dem ersten Gang den dritten oder fünften genommen. So passierte es, dass das Getriebe das Auto nicht halten konnte und mir der
Corolla plötzlich entgegen kam.
Obwohl ich mich ganz schön erschrocken hab, musste ich dann doch lachen. Das Auto hätt ja auch in Bad Tölz landen können oder in der Isar. Das wär doch ein Klassiker gewesen, wenn ich hinter meinem Auto herrenn, das sich rückwärts vom Acker macht.

Nach ein paar weiteren Dosen auf dem Heimweg war ich wieder pünktlich Zuhause um den verdienten Sieg von Hoffenheim gegen Dortmund anzusehen.

 

11 Kommentare 21.9.08 20:17, kommentieren

Beckstein, Huber, Glos

Immer wenn ich einen von den Gestalten sehe, bin ich selbst überrascht, was ich für eine Wut bekomme. Abgesehen davon, dass keiner von denen noch einen Schönheitspreis gewinnen wird, weil Schweinsäugleingegucke einfach megaout ist, wirds auch noch recht peinlich, wenn einer von denen das Maul aufmacht.
Heut im Bundestag wurde der Hubeeeer aufgerufen.
Das war sehr interessant, weil schon Gelächter laut wurde, als nur sein Name genannt wurde. Und als er auch noch bemüht hochdeutsch redeeen wollteeeee, war der Ofen total aus. Der Huberbua durfte nicht mal mehr ausreden, lag wohl auch daran, dass er nur Sülzeeee von sich gab. Regierung doof, Bayeeern toll, so toll wie Bayeeern isses nirgends, auch nicht in Beeerlin. Ausserdem die Keeernkraft, ganz toll. Müssma weiter laufen lassen. Ole ole Superkernkraft. Saubere Energie, billiger Strom, das übliche Gesabber eben. Blender vor dem Herrn, Lügner vor dem Wähler. Der Atomstrom ist weder sauber, weder sicher, weder billig, sondern einfach nur gefährlicher, hochsubventionierter Dreck, der die Taschen der Konzerne füllt und die Subventionen aus dem Steuerzahler zieht, der sich brav weiter ausnehmen lässt und den Strompreis zahlt. Glaubt denn wirklich einer ernsthaft, dass der Strom auch nur um einen Cent fallen würde, wenn die Laufzeiten verlängert würden? Dieser Glaube ist wohl mehr als Naiv. Und dann noch diese Panikmache, dass wir ein Stromdefizit hätten, wenn man keine Atomkraftwerke mehr hätte, ich kanns nicht mehr hören Michi Glosi. Mach einfach mal den Kopf zu, wenn nur Blödsinn raus kommt. Es ist einfach gelogen. Noch so eine schwarze Lüge. Wird schon hin und wieder ein 'Dankeschön' rüber kommen von den Konzernen, wenn sich die Schwarzen so vehement für die Atomscheiße einsetzen. Schließlich könnten so 85 Milliarden!!!! mehr an Gewinn in die Konzernkassen rein gespült werden.
Das Stromdefizit gibts nicht, im Gegenteil, wir verkaufen Unmengen an Strom ins Ausland. Das wird sich auch nicht ändern, wenn die Atombomben in Lauerstellung abgeschalten werden. Ausserdem würde man eine Riesenchance verpassen, wenn man die Atomdinger länger laufen lässt, dann wird das Forcieren der erneuerbaren Energien abgeschwächt werden, pressiert ja net.
Deutschland produziert jetzt schon mehr Strom durch Wind und Solar, als durch Atomstrom. Wir sind mit Riesenabstand Weltmeister in alternativer Energie, gefolgt von USA und Japan. Und mit dem Know How das sich Deutschland aneignet kann in der Zukunft eine gigantische Nachfrage nach deutschen Alternativenergielösungen entstehen. Aber sowas will Michi Glos nicht hören. Vielleicht ist ihm das auch zu hoch.
Da wäre ja noch mein Oberschatzi, der Beckstein. Den sieht man ja nur noch auf Bildern jovial mit dem Maßkrug wedeln. Ist ja bald Wahl, nicht wahr? UND Oktoberfest. Da muss man sich schon volksnah und völlig verblödet zeigen. Wie sonst ist die Aussage zu verstehen, dass man mit 2 Maß Bier noch Auto fahren kann? Wie er den Satz jetzt gemeint hat, ist ja scheißegal. So was geht einfach nicht. Jetzt zieht das Volk fröhlich ins Wiesnzelt, haut sich 2 Maß Bier ins Hirn und fährt grinsend in die Polizeikontrolle. Aber der Beckstein hat doch gesagt?!?!?! Die Verwirrung ist groß. Na, ich bin ja gespannt auf die Wahl. Ich wünsche mir ja so, dass die CSU unter 50% kommt. Vielleicht gibts ja dann erstmals in Bayern auch ne Demokratie? Aber ich befürchte, die schaffen es wieder. Wo die Gründe liegen, ist mir eigentlich klar.
Es wird CSU in Bayern gewählt
1. Weil Papi auch schon immer CSU gewählt hat
2. Papi den Hof nicht überschreibt, wenn der Bub nicht CSU wählt
3. Weil man einfach keine Ahnung hat und CSU als erstes aufm Wahlzettel steht
4. Weil Beckstein so schön den Maßkrug halten kann
5. Weil auf der Wiesn geraucht werden darf
6. Weil Atomstrom sooooo billig und soooo sicher ist
7. Weil der CSU Wähler lieber nix hinterfragt
8. Weil der CSU Wähler sich gern anlügen lässt
9. Lieber Kreuze als Moscheen haben will

Naja, es gibt viele Gründe, aber keiner ist nachvollziehbar.

6 Kommentare 17.9.08 22:15, kommentieren

3:3

Heute in Schwarz Gelb

 Meine Fresse, war das gestern ein Spiel. Dortmund gegen Herne West. Auch gesehen? Meine Nerven. Wobei ich ja eigentlich noch ganz ruhig war, als es 3:0 für die Gazpromkumpels stand. Tja, mehr als haushoch verlieren kann man ja nicht. Aber dann wurde es plötzlich ganz anders. Erst das 3:1, dann das 3:2, die Blauen wussten gar nicht mehr, was sie tun sollten, also spezialisierten sie sich aufs foulen. Was zur Folge hatte, dass zwei aus Schlacke vom Platz flogen. Wobei sie ja eigentlich nur noch zu 8 hätten spielen dürfen, weil der Rafinha sich zu einer Tätlichkeit verpflichtet fühlte. Aber die Pfeife mit der Pfeife hatte keinen Arsch in der Hose. Schließlich fiel noch das 3:3 und ich war mit den Nerven fertig. Meine Güte, war das ein Kampf. Wir hätten das Spiel noch gewinnen können, wenn der schlechte Schiri noch 3 - 4 Minuten spielen lassen hätte, was eigentlich angebracht gewesen wäre. Aber wir wollen ja nicht meckern, wenn man aussichtslos zurück liegt und dann noch ein Unentschieden holt. Geil. Ich war ja so voller Adrenalin nach dem Spiel, dass ich sofort raus gehen musste, um zu laufen. Grinsend lief ich nach Ebenhofen und machte den ersten KM in 5:08. Dann den nächsten knapp unter 5 Minuten, schließlich verlor ich total die Kontrolle über mich. Der Wind juckte mich nicht, das miese Wetter juckte mich nicht, ich lief einfach wie doof vor mich hin. Den dritten Kilometer machte ich in 4:44 und nach und nach zeigte mir meine Uhr an, dass ich immer schneller werde. Was ich aber nicht so recht glauben wollte. Wahrscheinlich ist wegen den Wolken und dem Wind der GPS Empfang so schlecht, dass mir die Uhr eine Pace von 4:25 anzeigte. Ab und zu sogar 4:18. Ich gab gar nix drauf und lief weiter schnell vor mich hin. Ich achtete auf meine Atmung, zwei Schritte einatmen, zwei Schritte ausatmen, so isses prima, da simma zügig unterwegs. Nachdem ich mich nicht auf mein GPS verlassen konnte, hab ich mich eben nach Atmung orientiert, wird wohl weiter so um die 4:50 sein pro Minute. Fühlte sich gut an. Also genoß ich einfach mal den Lauf, dass ich auch mal wieder so zügig laufen konnte, ohne abzukacken. Jetzt kommt ja auch wieder mein Laufwetter. Den ganzen Sommer über fühlte ich mich beim Laufen eher schlapp als geil und wollte immer wieder mal eine Gehpause einlegen. Jetzt gehts schon viel besser seit ein paar Tagen. Ich wollte eigentlich nur 7 km machen, aber nachdem es doch so gut lief, dachte ich mir, dann lauf ich doch 10 km und guck, wie lang ich brauche. Aber erst musste ich noch gucken, wie schnell ich wirklich war. Ich kannte ja meine Laufstrecken und wusste auch, dass ein bestimmter Bereich genau 2 km lang ist. Den erreichte ich auch nach genau 8 km und stoppte von hier die Zeit ab und siehe da und staune, ich war tatsächlich so schnell, wie es mir die Uhr anzeigte. Ich machte die Kilometer von 8 - 10 in 8:50, also 4:25 pro Kilometer. Ja spinn ich? So schnell kann ich doch gar nicht mehr laufen in meinem Trainingszustand, aber es war einfach so. Dann, nach 10 km sah ich wieder auf die Uhr und hatte die Strecke in 47:07 Minuten geschafft. Dabei waren doch die ersten 2 oder 3 Kilometer noch recht moderat. Ja, das war doch mal ein Lauf, davon träumt man doch. Also merken, vor dem nächsten 10er Wettkampf ein spannendes Fußballspiel des Lieblingsvereins angucken und losbrettern.

5 Kommentare 14.9.08 10:36, kommentieren

Scheiß Atom

Atomkraft ist ein Auslaufmodell. Trotzdem versucht die Atomlobby die Risiko-Technologie wieder hoffähig zu machen. In den nächsten Monaten sollen nach dem Atomkonsens ihre ältesten und gefährlichsten Reaktoren vom Netz gehen. Das wollen die Energiekonzerne mit allen Mitteln verhindern und längere Lauf­zeiten für ihre 17 Reaktoren durchsetzen.

Ihnen winken Milliarden­gewinne. Politik und Bürger/innen wollen sie mit Investitionen eines Teils der Gewinne in Erneuerbare Energien und „Sozialtarifen“ ködern. Jetzt müssen wir Bürger/innen aufstehen: Wir haben nicht so viel Geld und Lobbyeinfluss, aber wir haben die besseren Argumente.



1. Atomkraft macht Strom nicht billiger
Mit abgeschriebenen und hoch subventionierten Atomkraftwerken lässt sich in der Tat Strom billig erzeugen – für unter 2 Cent pro Kilowattstunde. Doch dieser Strom kommt nicht günstig beim Kunden an, sondern wird zu dem Preis verkauft, wie er sich an der Leipziger Strombörse bildet. Den Preis von derzeit etwa 7 bis 8 Cent bestimmen die Kraftwerke mit den höchsten Produktionskosten.

Die Differenz zwischen billig erzeugtem Atomstrom und dem Marktpreis füllt nur weiter die Konzernkassen. Jedes Jahr, in dem die 17 deutschen Atomreaktoren weiterlaufen, bringt den Unternehmen einen zusätzlichen Gewinn von rund 10 Milliarden Euro. Um die Zustimmung der Politik zur Laufzeitverlängerung zu erkaufen, wollen sie einem Teil davon für klimafreundliche Technologien einsetzen. Doch für eine größere Dynamik beim Ausbau Erneuerbarer Energien braucht es nicht in erster Linie mehr Geld, sondern weniger Blockaden durch die Konzerne – etwa beim Netzausbau für Offshore-Windanlagen.

Die Erzeugung von Atomstrom ist nur günstig, da wir Steuerzahler ihn subventionieren. Wir und nicht die Konzerne müssen im Falle eines Super-GAUs für Schäden aufkommen. Auf fünf Billionen Euro beziffert das Bundeswirtschaftsministerium die Kosten eines Unfalls – für den Löwenanteil davon müsste der Staat und damit wir alle aufkommen. Zudem flossen seit Betrieb der Atomkraft in Deutschland etwa 100 Milliarden Euro öffentlicher Geldmittel als Subventionen in die Atomkraft. Einige Beispiele: 20 Milliarden Euro Subventionen gingen in Forschungsreaktoren, 9 Milliarden in gescheiterte Projekte wie die Wiederarbeitungsanlage Wackersdorf und den Schnellen Brüter Kalkar. 23 Milliarden Euro Steuermittel entgingen der öffentlichen Hand, da die Energiekonzerne Gewinne steuerfrei als Rückstellungen für die „Entsorgung“ von alten Reaktoren verbuchen durften.



2. Atomkraft rettet nicht das Klima
Die Stromerzeugung ist alles andere als klimaneutral. Denn die Gewinnung von Uran ist äußerst energieaufwändig. Nach Berechnungen des Öko-Instituts entstehen 126 g CO2 pro Kilowattstunde Strom. Zum Vergleich: Ein modernes Gaskraftwerk mit Wärme-Auskopplung kommt auf 119 g CO2 pro Kilowattstunde, eine Windkraftanlagen auf 22 Gramm, die vor allem bei der Herstellung entstehen.

Auch als „Brückentechnologie“, bis Energie in ausreichendem Maße aus Erneuerbaren Quellen erzeugt wird, scheidet Atomenergie aus. Länger laufende Kraftwerke zementieren nur die Monopolmacht der Energiekonzerne, mit der sie Produzenten Erneuerbarer Energien behindern – etwa mit hohen Hürden beim Netzzugang.

Die ineffiziente und zentralistische Energieerzeugung der Konzerne ist das größte Hindernis, das einer dezentralen und flexiblen Energieerzeugung mit Erneuerbaren Energien entgegensteht. Nach einem Beschluss über eine Laufzeitverlängerung würden die Konzerne mit aller Macht versuchen, die Ausbaudynamik der Erneuerbaren Energien zu stoppen, um Stromüberkapazitäten zu verhindern. Die Energiewende wäre beendet, bevor sie richtig begonnen hat.



3. Auch ohne Atomkraft bleibt die Stromversorgung sicher
Für den Fall, dass Deutschland aus der Atomkraft wie beschlossen aussteigt und auf neue Kohlekraftwerke verzichtet, malt die Atomlobby eine „Stromlücke“ an die Wand. Doch eine Studie des Umweltbundesamts (UBA) zeigt: Wenn wir den Stromverbrauch bis 2020 um 11 Prozent senken, Erneuerbare Energien auf knapp 30 Prozent der Stromerzeugung ausbauen und 25 Prozent des Stroms in modernen Kraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung produzieren, ist die Versorgung gesichert. All dies ist zu erreichen, wenn der politische Wille vorhanden ist.

Mit Atomkraft ist die Abhängigkeit von Öl nicht zu bekämpfen – denn dieses wird nicht zur Stromerzeugung verwendet. Und die Abhängigkeit von Gasimporten lässt sich weit sinnvoller mit konsequenten Schritten zur energetischen Sanierung von Gebäuden verringern. Schließlich gehen etwa 85 Prozent unseres Gaskonsums in Wärme und Warmwasserbereitung.

4. Keine Renaissance der Atomenergie
Angeblich erfährt die Atomenergie weltweit eine Renaissance. Deutschland sei als einziges großes Industrieland nicht mit dabei. Doch dies ist nur Propaganda der Atomlobby. Laut der Internationaler Atomenergie Agentur (IAEA) waren 1990 weltweit 83 Atomkraftwerke im Bau, 1998 waren es 36, heute sind es noch 34. Laufend werden mehr Atomkraftwerke stillgelegt als neu in Betrieb genommen. In Europa gibt es eine ganze Reihe von Ländern, die ohne Atomenergie auskommen, wie Italien, Portugal, Dänemark, Norwegen, Polen, Österreich und Irland.

Mit der neuen Diskussion um die Atomkraft sind deren Gefahren kein Stück kleiner geworden:

1. Das Risiko wird größer
Die Atomkraftwerke, die in den nächsten Jahren abgeschaltet werden sollen, wurden in den 1970er Jahren gebaut, ihre Technik ist auf dem Stand der 1960er Jahre. Je älter die Kraftwerke werden, um so mehr häufen sich die Störfälle. Auch hat spätestens seit dem 11. September 2001 die Bedrohung durch Terroranschläge zugenommen. Gegen einen gezielten Flugzeugabsturz sind die Anlagen gar nicht oder nicht ausreichend geschützt.

2. Der Atommüll strahlt weiter
Jedes Jahr fallen in deutschen Atomreaktoren etwa 450 Tonnen radioaktiver Müll an. Für eine sichere Entsorgung über Millionen Jahre kann niemand garantieren. Welche gravierenden Probleme schon nach drei Jahrzehnten auftauchen, zeigen die vor kurzem bekannt gewordenen katastrophalen Zustände im Endlager Asse bei Salzgitter. In das Bergwerk tritt Wasser ein und droht die schwach- und mittelradioaktiven Rückstände ins Grundwasser und schließlich in die Umwelt zu schwemmen.



3. Der Schritt zur Atombombe ist klein
Immer mehr Länder verfügen mittlerweile über das Wissen und die Technik, „zivile“ Kernbrennstoffe oder Rückstände aus den Reaktoren für die Herstellung von Atomwaffen zu verwenden. Bei der Kernspaltung in Atomkraftwerken entsteht atomwaffenfähiges Plutonium und auch die Urananreicherung zur Herstellung von Brennstäben kann zur Erzeugung von waffenfähigem Material verwendet werden.

Die Gefahr eines Einsatzes der Atombomben steigt, je mehr Länder in Krisenregionen über diese Waffe verfügen. Nur wenn wir die Nutzung der Risikotechnik Atomenergie beenden, können wir glaubwürdig weltweit für einen Verzicht auf ihre zivile und militärische Nutzung werben.

Der Atomkonsens
All dies zeigt: Es gibt viele gute Gründe für einen möglichst schnellen Ausstieg aus der Atomkraft. Im Jahr 2000 einigte sich deshalb die rot-grüne Bundesregierung mit den Energiekonzernen auf eine Begrenzung der Laufzeiten der Atomkraftwerke – leider mit einem sehr weiten Zeithorizont. Bisher gingen nur die veralteten Kraftwerke Stade und Obrigheim vom Netz. Jetzt erst beginnt der „Atomkonsens“ zu greifen: Die Kraftwerke Biblis A und B, Neckarwestheim und Brunsbüttel sollen vom Netz gehen, weitere würden bald folgen. Deshalb machen die Energiekonzerne massiv Druck, die Laufzeiten der Anlagen zu verlängern und den Ausstieg auf den Sankt Nimmerleinstag zu verschieben.

Spätestens von einer neuen Bundesregierung erhoffen sich die Unternehmen eine Neu­verhandlung der Laufzeiten. Politik und Bürger/innen wollen sie mit dem Versprechen ködern, einen Teil ihrer Gewinne für Erneuerbare Energien und niedrigere Stromkosten zu verwenden. Während Union und FDP die Position der Konzerne unter­stützen, hält die SPD noch am Atomkonsens fest. Hinter den Kulissen arbeitet die Atom­lobby in der Partei unter Hochdruck an einem Aufweichen dieser Position.



Den Ausstieg aus dem Ausstieg stoppen!
Jetzt müssen wir Bürger/innen aufstehen und deutlich machen, dass wir eine Verlängerung der Laufzeiten oder gar neue Kraftwerke nicht akzeptieren. Der breit getragene Widerstand gegen die Atomenergie hat zum – sicher ungenügenden – Ausstiegsbeschluss geführt. Ob sich die Politik jetzt eine Aufkündigung des Atomkonsenses traut, hängt vor allem vom öffentlichen Druck ab. Es liegt in unserer Hand, eine Renaissance der Atomkraft dauerhaft zu verhindern!



Quelle: Campact.de

3 Kommentare 13.9.08 09:47, kommentieren

Neulich auf den Bäumen

Naja, dann Geocaching mit dem Forerunner.
Aber von der Orientierung her brauchte ich nicht viele Koordinaten, denn diesmal gings in die Bäume.


Martin und ich verabredeten uns für einen T5 Cache. T5 heisst Terrain 5 und ist die schwerste Terrainwertung für einen Cache. Ein T1 ist zum Beispiel für Rollstuhlfahrer geeignet. Ein T3 ist schon sehr anspruchsvoll. Bei T4 überlegt man sich 3x ob man den Cache sucht und bei T5 ist der Respekt sehr groß.
Schon lange nervte mich der Cache in der Anzeige. Denn immer wenn ich die geocaching.com Seite aufmachte, guckte mich der 'Stabru@night' an. So heisst der Cache. Also diesmal sollte er gemacht werden.

So traf ich mich mit Martin um 20 Uhr in Kaufbeuren und dann waren wir bald an den Startkoordinaten. Von hier aus brauchten wir 'nur noch' eine Taschenlampe und eine Kletterausrüstung. Das GPS konnte im Rucksack verschwinden.
Da ich ja überhaupt keine Erfahrung im Seilklettern hatte, sollte der Martin mal vormachen, wie sowas funktioniert.
Ich suchte einen Stein im Wald, dieser wurde in eine Socke gestopft, ein dünnes Seil wurde dran gemacht und über einen dicken Ast geworfen, an dem ein Reflektor hing. Der erste Baum wurde gut getroffen, der Stein flog über den Ast und schon hatte ich ihn in der Hand.

Dann wurde ein Kletterseil an das dünne Seil gebunden und über den Ast gezogen. Als das Seil wieder da war, wurde das dünne Seil abgemacht und das dicke Seil um den Baum gewickelt und mit einem Karabinerhaken fest gezurrt. Martin hat dann so Klammern an das Seil gemacht und eine Fußschlaufe. Damit konnte er sich Huberbuammäßig nach oben ziehen. ich durfte das Seil auf Spannung halten. Ratzfatz war Martin oben und fand das Schild und rief mir zu 'A=4' Woraufhin ich das Seil abmachte, dass sich Martin abseilen konnte. Kurz zuvor kamen noch ein paar Radler vorbei und interessierten sich nicht die Bohne dafür, was wir da machten. Es ist wohl ganz normal, dass in der dunklen Nacht Leute in die Bäume klettern und mit Taschenlampen in dieselben hineinleuchteten.
Wir packten den Kram zusammen und machten uns mit der Taschenlampe auf dem Weg zum nächsten Baum. Schnell fanden wir diesen und schon war das Equipment wieder ausgebreitet. Socke über den Ast geworfen. Seil drüber, Seil spannen. Martin hoch in den Baum, Schild ablesen und wieder runter.

Ich ging schon mal vor und suchte den nächsten Baum. Wieder das gleiche Spielchen und diesmal war das nicht so leicht mit dem Werfen der Socke. Diesmal erwischte Martin voll den Baum und der Socke mitsamt Stein sauste in meine Richtung. Ich drehte mich schnell ab und knapp neben mir schlug die Socke auf dem Boden auf. Nix passiert. Nochmal den Stein geworfen und diesmal klappte es. Da die Bäume alles andere als leicht zu klettern waren und ich eben keine Ahnung von Ackerbau, Viehzucht und Klettern hatte und eine Blitzausbildung in der Nacht ein bisschen kompliziert ist, musste eben der Martin wieder hoch.
Beim vierten Baum brauchte es aber kein Seil, schnell wurde auf den Baum geklettert um die nächsten Infos zu holen.

Baum 5 und 6 waren auch kein großes Hindernis, nur der siebte Baum machte wieder ein bisschen Sperenzchen. Martin versuchte mehrere male den Steinsocken über einen bestimmten Ast zu werfen, aber das haute nicht so recht hin. Einmal wurde noch geworfen und ich hatte plötzlich den Stein nicht mehr im Taschenlampenlicht. Wo isser denn? Und dann wusste ich sehr plötzlich, wo er wir, er hatte sich doch über den Ast gewagt und ist auf der andern Seite wieder runter gekommen und schwang im großen Bogen herum und zwar genau auf mein Gesicht zu. Ich tipp mal, so 1 Meter neben meinem Nasenbein schwang die Socke an mir vorbei. Ich ging trotzdem in Deckung, ich wusste ja nicht, was der blöde Stein hinter meinem Rücken für eine Taktik ausheckte um mich zu treffen. Der Stein schwang zurück und dann war die Gefahr gebannt. Hoppla, das war knapp. Naja, das Cachen ist ja kein Zuckerschlecken manchmal.

Nach dem siebten Baum hatten wir unsere Informationen zusammen und nun durften die Finalkoordinaten errechnet werden. Das hatten wir schnell zusammen. GPS wurde aus dem Rucksack gepackt und losmarschiert. Der Hinweis zum Final war auch sehr sinnig und hieß 'Nicht am Boden'. Ach tatsächlich? Wir waren nicht sonderlich überrascht. Wir fanden den Baum, der sehr anstrengend aussah. Naja, zuwas hab ich Martin? Ich leuchtete nach oben und erkannte auch gleich, dass die Dose dort oben mit einer Kette fest gemacht war. Bestimmt 10 Meter weit oben. Also wieder Kletterausrüstung fertig gemacht und den Martin nach oben gejagt. Oben angekommen, ließ er mir die Dose am Seil nach unten, damit ich mich ins Logbuch eintragen konnte. Anschließend wurde sie wieder nach oben geholt. Martin trug sich ein und schon war die Dose wieder im Baum verstaut.
Nachdem sich der Martin abgeseilt hatte, mussten wir natürlich noch ein Bier auf den Erfolg öffnen.

Gut, für Martin wars wirklich ein T5 für mich eher ein T3, aber dafür kam ich mit mehr Schrammen aus dem Wald, das gilt doch auch, oder? Denn am zweiten Baum schon, als ich das Seil um den Baum wickelte, bin ich an der Böschung weggerutscht und bin wie Hackel Schorsch denselben hinuntergesaust. Naja, was ist schon ein Cache, ohne Schmerzen hinterher?
Anschließend machten wir uns zurück auf den Weg zum Auto.

6 Kommentare 9.9.08 00:06, kommentieren

Mein Freund das GPS ist tooooot




Ich wollt’ dich längst schon wieder seh’n,
mein alter Freund aus Cachertagen,
ich hatte manches dir zu sagen
und wusste, du wirst mich verstehn.
Als kleiner Junge kam ich schon zu dir mit all den Cachersorgen;
Ich fühlte mich bei dir geborgen, und aller Kummer flog davon.
Hab ich in deine Karten geweint,
strichst du mit deinen Satelliten mir übers Haar,
mein alter Freund.

Refrain:
Mein Freund das GPS ist tot, es fiel im frühen Morgenrot.

Du fielst heut’ früh, ich kam zu spät, du wirst dich nie im Wind mehr
wiegen, du musst ohne Strom am Schreibtisch liegen, und mancher der vorüber geht, der
achtet nicht den Rest von Leben und reißt an deinen schwarzen Knöpfen, die
labberig sich zur Erde neigen. Wer wird mir von nun die Ruhe geben, die ich
in deinem Display fand? Mein bester Freund ist mir verloren, der mit der Cacherzeit mich verband.

Refrain:
Mein Freund das GPS ist tot, es fiel im frühen Morgenrot.

Bald wächst ein Haus aus Glas und Stein dort, wo man den Cache hat einst gelegt, bald werden graue Mauern ragen, dort, wo er liegt im Sonnenschein.
Vielleicht wird es ein Wunder geben; ich werde heimlich
Darauf warten, vielleicht wird GARMIN es schnell starten und es erwacht zu
Neuem Leben. Doch wird es zurück vom Service sein, und wenn auch
Viele Tage gehen, es wird dann wieder Meines sein.

Refrain:
Mein Freund das GPS ist tot, es fiel im frühen Morgenrot.


Tja, gestern hat meinem GPS, dem guten Garmin Etrex Vista HTX der Schlag getroffen.
Ich hab da a bissal was ausprobiert mit Zigarettenanzünder und Kabel und so und ZACK!!! Feierabend, dunkel ward alles und Nacht. Kein Funken Leben mehr in ihm. Ich hab ihm den Rest gegeben.
Nun beginnt eine grausame Leidenszeit. Mindestens 14 Tage muss ich ohne ihn zurecht kommen. Solange dauert es, bis es auferstehen wird von den Toten, sitzen wird zur Rechten des Charly...
Aus Asche wird er neu entstehen. Usw. usw.
Aber dann isser wieder wie neu.
Und meine Karriere als GPS Defibrillator kann ich auch gleich an den Nagel hängen. Niieee mehr probier ich irgendwelche Faxen aus, die dem Vista nicht gut tun.
Isch schwör.

8 Kommentare 3.9.08 21:19, kommentieren

Mei da machsch was mit

Hallo ausm Elsass. (Das scharfe S gibts heut net)

So als Urlaubshasenmann kann man wunderbar auf Geocachingsession gehen, was ich auch ausgiebig mache.
Ich hab dadurch jetzt auch gut 30 Dosen gefunden in ein paar Tagen. Da geht was. Und Flecken im Elsass entdeckt man da, das ist schon äusserst beeindruckend.
Am Dienstag hab ich mich auf den Weg ins Wormsatal gemacht.
Dort gibts eine Serie von 13 Caches und die Dauer der Runde war mit bis zu 8 Stunden angegeben. Pah, alles Schattenparker und Sitzpinkler, iiiich mach die Runde in 4 Stunden, lächerlich.
Also rüber hinter Munster und das Auto abgestellt. Es ging sofort sanft bergauf, nach 500 Metern kam ich bei der Dose mit der Nummer 12 raus...... Ähm. Schon verbockt, gleich am Parkplatz den falschen Weg genommen. Naja, dann hab ich eben die 12. Dose als erstes gemacht und damit ich nicht umdrehen muss, hab ich mich durch den Wald gekeilt um auf den andern Weg zu kommen. Dabei musste ich auch noch einen Zaun überklettern. Das ging ja gut los.
Nun fiel mir auch noch auf, dass ich die Koordinaten für die erste Dose nicht auf dem GPS hatte. Super. Pfff. Geht ja gleich noch besser los. Naja, kann mir Kerstin später übers Telefon nachreichen, dachte ich.
Also marschierte ich mit Rucksack wie ein Wandersmann durch die Prärie. Laufschritte waren auf dem Terrain eh nicht möglich. Zu holperig war der Weg.
Schnell war ich bei der Dose Nummer 2. Schnell gefunden und schon gings weiter. Na das flutscht doch. Ich revidierte meine Zielzeit auf 3 1/2 Stunden. Das wär doch gelacht.
Es ging nun bergauf und das Gelände wurde immer unebener. Der Weg bestand aus Felsbrocken von etwa 15 cm Durchmesser. Darauf turnte ich herum und ging immer höher in diesem Tal hoch.
Die Nummer 3 fand ich auch noch recht schnell. Nur 3 Minuten Suche und an einem steilen Hang leuchtete mir die Dose entgegen. Hochgekraxelt und den Log gemacht.
Schaff ich locker in 3 1/2 Stunden.
Nun kam ich in eine unglaublich schöne Gegend, richtig wild mit Wasserfall und Holzbrücken, Riesenfelsen, Serpentinen, Wald und verheerendem Satellitenempfang. An einer Quelle machte ich eine Trinkpause, legte meinen Rucksack ab, dazu noch das GPS und meine Brille daneben. Ich trank aus dem klaren Back und schüttete mir Wasser über den Kopf. Es war warm, weisch?
Danach suchte ich mein Zeug wieder zusammen und genau in dem Moment wo ich denke, wo denn wohl meine Brille ist, hörte ich es auch schon knirschen unter meinem Fuss. Ah, da isse ja schon. Ich fluchte auf mich und schimpfte mich einen Volldeppen, der doch gar nicht so blöd sein kann. Ein Brillenglas hab ich aus dem Rahmen getreten, aber o Glück, ich konnte es wieder in die Fassung drücken. Alles wieder gut. Und schon machte ich mich weiter auf die Suche der vierten Dose. Nach 200 Metern durch das Gelände meinte mein Gerät, ich solle doch bitte wieder 25 Meter zurück. Immer wieder narrte mich das Teil, so schlecht war der Empfang. Hoch und runter lief ich und dann, als sich der Empfang endlich beruhigt hatte, konnte ich auch ausmachen, wo die Dose sein könnte. Dazu musste ich auf einen hohen Felsen klettern und dort in einer Felsspalte mit einem dort liegenden Stock die Dose herzitieren. Ich machte ein unglaublich blödes Gestell auf dem Felsen und wie es nunmal sein muss, kamen auch zu dem Zeitpunkt einige Muggels vorbei und sahen mich komisch an. Was der da oben macht? Ich glaub, die rätseln heute noch. Mit viel Gleichgewichtssinn hab ich den Log hinbekommen und bin wieder vom Felsen runter gehopst. Puh. Aber ich schaffs bestimmt in 4 Stunden. So in etwa wie der junge Herr musste es bei mir auch ausgesehen haben. Das ist ein Bild von einem Vorlogger.
Weiter wanderte ich dem Weg entlang, immer noch stetig bergauf und kam nun an einer Art Gebirgssee vorbei. Mei war das schön da. Ringsum waren Wälder und auf einer Seite eine Felswand aus riesigen Felsen, die 300 Höhenmeter nach oben ging. Ich umrundete den See und musste nun in den Felsen nach der Dose suchen. Der Hinweis hiess 'Unter einem grossen Felsen' Haaaaaaaa haaaa ich lach mich tot. Es waren etwa 17000 grosse Felsen. Naja, alle abklappern könnte Zeit kosten. Auch der GPS Empfang machte mir Sorgen. Kaum war ich in der Nähe der vermeintlichen Stelle, wurde mir gesagt, dass ich 20 Meter weg bin und so ging das ständig. An dem See waren auch einige Muggels, die schön beobachteten, wie ich über die Felsen kletterte und in Felsspalten schielte. Hin und wieder, wenn ich zurück blickte, sah ich einen schüttelnden Kopf.
Ich suchte gut 1 Stunde und fand nix. Das hat mich doch a bissal frustriert und hab mich von dem See verabschiedet. Kann man hier ganz gut erahnen, dass es a bissal schwer ist mit Suchen.
Weiter ging der Weg in Serpentinen hoch in den Wald und nun gab der Satellitenempfang in dem Wald völlig den Geist auf. So kam ich irgendwann am Stausee oben an und wurde erstmal von einem laut plärrenden Kind empfangen, bei dem sich mir die Fussnägel aufrollten. Und über den Stausee hallte es auch so schön. Wunderbar. Hier stellte ich auch fest, dass ich an der letzten Dose 200 Meter vorbei gelaufen bin. Denn nun hatte ich wieder Empfang. Ich konnte aber zwischenzeitlich die Dose Nummer 7 loggen, während ich von der anderen Seeseite vom Kind angeplärrt wurde.
Ich ging nun zurück zur Nummer 6 und suchte mir auch hier einen Wolf. Auch diese Dose konnte ich nicht finden. Nochmal Frust. Nochmal zurück. Das hiess ja auch, dass etwa 2 1/2 Stunden für diese 2 Nichtfinddosen draufgegangen sind. Klar, dass ich so die Runde nicht in 4 Stunden schaffen würde.
Ich kam nun wieder am Stausee an und wurde von einem plärrenden Kind empfangen.... Ach das hatten wir ja schon, aber es kam mir nunmal wie ein Déjà vu vor. Ich machte mich auf den Weg zur Nummer 8 und hörte noch lange dieses langanhaltende Plärren.
Zum Glück hatte ich hier auch die höchste Stelle der Runde erreicht und von nun an gings eigentlich nur noch bergab. Das fand ich nicht schlimm, sozusagen. Auch die Wege waren hier auch um ein vielfaches besser. Das Gröbste war wohl überstanden und ich hatte schon über 4 Stunden auf dem Buckel.
Ich fand die Nummer 8 erfreulich schnell und nun hatte ich auch nach 3 Stunden wieder Handyempfang, was ich daran merkte, dass es aus dem Rucksack dudelte. Hase hat mir geschrieben. Ein Anruf an der Dose Nummer 9, die wieder mal im steilen Gelände war verlief ohne Ergebnis, die Verbindung war schnell wieder weg. Schade.
Bald war es geschafft, hoffte ich. Ich war nur noch 3km vom Parkplatz entfernt. Aaaaber, 3 km Luftlinie heisst nicht 3 km auf den Wegen, vorallem nicht in den Vosgesen. Serpentinen heisst das Stichwort. Und auf der Suche nach der Dose Nummer 10 hörte ich auch schon wieder ein altbekanntes Geräusch. Richtig, das Plärrkind kam näher mit der Familie, es brüllte immer noch wie am Spiess, nix hatte sich geändert, ausser dass das Kind auf dem Rücken von Mutti fest geschnallt war, die es jetzt in Stereo und Dolby Sorround in beide Ohren abbekam.
Mich machte dieses Geschrei ja schon als Aussenstehender fertig. Manoman.
Ich suchte eifrig die Nummer 10, das mir schwerer fiel, als es sein müsste. Ich kletterte einen steilen Hang hoch, hielt mich immer wieder an Ästen fest und Wurzeln und zog mich hoch. Als ich fast da war, stellte ich fest, dass ich eine Serpentine zuviel gelaufen bin. Diese Erklimmung hätte ich mir sparen können, aber der Empfang, der Empfang.
Nun weiter mit mir, es lag jetzt nur noch die Dose mit der Nummer 11 vor mir und auch hier musste ich nochmal, wie in den Felsen von Nummer 5 wie eine Gemse über grosse Felsbrocken balanzieren. Doch hier fand ich die Dose sofort.
Ich gönnte mir einen Blick nach unten und war überrascht wie hoch ich war und wie angstlos ich da über die Felsen kletterte. Respekt und vorsicht ja, aber die Düse sollte einem da nicht gehen.
Zurück wurde geklettert und als ich unten war konnte ich auf dem Weg sogar Laufschritte machen und das sogar für 2 km. Mir reichte es nämlich jetzt schon lange und ich wollte nur noch schnell ins Auto, schliesslich wartete ja auch Hase Daheim auf mich und rechnete nicht damit, dass ich so lange brauchen würde, ich übrigens auch nicht.
So lief ich nun dem Tal entgegen und wanderte den letzten Kilometer, auf dem auch wieder kein Laufen möglich war. Und nach gut 6 1/2 Stunden kam ich mit schmerzenden Gliedern, vorallem an den Fussgelenken am Auto an. Ich suchte nicht mal mehr den Bonuscache und holte auch nicht mehr die Infos von der ersten Dose. Einfach nur noch Heim. Die anderen Dosen mach ich ein andermal.
9 Stunden nachdem ich mich von Kerstin verabschiedet hatte, kam ich wieder Zuhause an und klagte mit leuchtenden Augen mein Leid.
Obwohl die ganze Runde irre anstrengend war, das Tal war ja so schön, das kann ich nur jedem empfehlen.
Nebenbei warens auch noch gut 22 km.
Hier noch ein paar Eindrücke und das Höhenprofil
Gestern machte ich dann Geocaching light. Ich suchte mir eine Runde aus, die ich meist mit dem Auto anfahren konnte. Das hiess Fahrten in die Weinberge und wieder hoch in die Vosgesen. Und da überall in diesen Bergen Schlösser stehen, die zum Teil superrestauriert sind, gibts auch Unmengen von Touristen. So wars auch am Schloss Königsburg so. Eine Riesenschlange von parkenden Autos und ich auf der Suche nach der goldenen Dose. Während alle INS Schloss gingen, lief ich aussen rum und suchte die Mauer ab. Und so sieht das Schloss aus.
Dann noch schnell die gewaltige Aussicht genossen. Boah, war ich weit oben, man konnte ewig weit sehen und die Dörfer und die Städte vom Elsass waren so winzig klein. Relativ kalt war es zudem auch noch dort oben. Schliesslich wieder den Berg runter
gefahren und an einem alten Pavillon halt gemacht. Dort war 'im Herzen einer Eiche' ein Cache. Ich fand die Eiche auch und ein grosses Loch darin. Ich fasste zunächst vorsichtig in das Loch, in der Hoffnung, dass mich nix in die Finger biss. Nachdem nix nach mir schnappte, fasste ich forscher in das Loch, erkundete es und war bald bis zum Oberarm im Loch verschwunden. Hmm, keine Dose. Was tun? Ich ging zum Auto und holte meine Taschenlampe. Erstmal reinleuchten. Brachte mich auch nicht weiter. Nochmal zum Auto, Handy geholt, auf Kamera geschaltet und nach einigen Verrenkungen mit Lampe und Handy ein Foto geschossen. Hmmmm, nix zu sehen.
Der Boden war auch recht erdig in dem Loch, also grub ich mit einer Hand im Boden herum, bis es plötzlich anfing auf meinem Unterarm zu kribbeln. Ich zog den Arm aus dem Loch und stellte fest, dass ich einen Ameisenhaufen gestört hatte. Die Ameisen machten einen wohlgenährten Eindruck und waren gut 15 mm lang. Ich streifte die schwarzen Tierchen ab und liess sie beruhigen. Da gings nun turbulent zu, man konnte ihnen ihre Krise anmerken.
Ich wollte es nun gut sein lassen und leuchtete nochmal um den Baum herum, dabei fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Neben dem grossen Loch war auf der andern Seite ein viel kleineres Loch und das war mit einem flachen Stein geschützt und natürlich war da die Dose drin. Tja, nicht immer ist die Dose da, wo sie scheint zu sein. Wieder was gelernt und meinen Logeintrag gemacht.
Ich fand dann noch ein paar Dosen in den Weinbergen und nahm noch ein paar von den schon fast reifen Früchten mit. Vorallem die Roten sind ganz schön lecker.
Das war dann ein relativ einfacher Cachetag mit 8 gefundenen Dosen.

5 Kommentare 29.8.08 15:36, kommentieren

Raus ausm Quark

Seit dem Marathon in Freiburg, auf den ich so richtig hintrainiert hab, ist nix mehr Trainingstechnisch mit mir passiert. Ich hab die letzten 4 Monate zwar noch 3 Marathons gemacht, aber drauf hintrainiert hab ich nicht. Ich hatte auch keine Lust dazu. Das Ende vom Lied war, dass ich in Füssen in 4:25 ins Ziel kam. Gut, die 25 hat mir noch gefehlt, hätt ich eh irgendwann gemacht.
Hat mich auch nicht sonderlich fertig gemacht. Ich denk mir halt, ich will nicht immer nur trainieren und trainieren, ich will auch mal ein paar Monate im Jahr blöd vor mich hinlaufen, grad so wie ich eben Lust hab. Das hab ich ja jetzt zur Genüge getan und mal ehrlich. Wie geil ist denn das, wenn man bei 30° Intervalltraining macht? Ungeil, genau. Und nachdem nun abzusehen ist, dass das Wetter immer kühler wird, packt es mich wieder. Im Herbst wird ein schneller Halbmarathon gelaufen. Jawohl. Und so wie es aussieht am 26. Oktober in Basel. Und ich versprech auch, dass ich unterwegs keinen Cache such. Mach ich erst nach der Ziellinie
So, nun wird auf diesen HM hingebolzt. Mein Trainingsplan lag auch auf Eis, aber die Zielzeiten stehen noch drin, dementsprechend hart wäre das Training. Aber das Training kann ich jetzt gar nicht machen. Ich wär ja nur am kotzen.
Also vor 3 Tagen aufgerafft. Ich wollte einen Tempolauf machen über 6800 Meter in 4:35 er Pace. Mein Plan sagte was von 4:21er Pace. Haha. Losgesaust und nach schon 2 km in 4:33 er Pace musste ich keuchend stehen bleiben und eine Gehpause einlegen. Boah, das war zu schnell. Nach ein paar Sekunden hab ich mich wieder aufgerafft und musste nach einem weiteren Kilometer wieder stehen bleiben. Kurz pausiert und wieder losgesaust. Wieder 1 km später Gehpause. Gottogott, bin ich schlecht. Ich bin der Abfall der Läufergilde. Ich bin Ausschuß. Ich bin so schlecht. Aber ich raffte mich immer wieder auf, jeden Kilometer machte ich kurz Gehpause, bis ich 7 km zusammen hatte. Die letzte Pace war auch noch die Krönung mit einer 4:52 er Pace. Boah, ich lach mich tot..... Wenn ich wieder Luft dafür hab.
Halbwegs unzufrieden watschelte ich Heim. Am nächsten Tag tat mir die Hüfte und der Oberschenkel weh, fühlte sich wie eine Zerrung an. Aber am nächsten Tag gings schon besser. Aber statt gemütlichen 11 km machte ich gleich mal Laufpause und verschob meinen Plan entsprechend.
Heute durfte ich Intervalle machen. Plan sagt 3x3600 Meter in 4:33er Pace. Mein im Kopf umgestellter Plan sagt aber, dass ich in 4:45er Pace laufe und guck, ob ich das überhaupt gebacken krieg. Ich hatte Glück, denn ich traf genau das Zeitfenster, wo es nicht geregnet hat. Den Rest des Tages war bonjour Tristesse.
1500 Meter einlaufen, erster Intervall in 4:42 er Pace. Ist ok, passt doch, sogar a bissal schneller als geplant. Trabpause für 1200 Meter und wieder losgesockt. Diesmal hatten die Satelliten mit mir ein Problem und weigerten sich, mir Daten anzuzeigen. So musste ich nach 1000 Metern meine Pace schätzen, aber ich müsste sie hingekriegt haben, wahrscheinlich war ich sogar unter 4:40. Geht doch auch, oder? Wieder 1200 Meter getrabt und den Forerunner nebenbei neu gestartet, damit die Satelliten wieder mit mir waren.
Die Beine waren auch schon recht schwer, ich sag ja, nix mehr gewohnt der Bub. Wurscht, ich lief wieder an zum dritten Intervall. Fiel mir natürlich leidlich schwer, aber auch hier hatte ich eine Pace von 4:40. Zufrieden mit mir, dass ich nicht auf die Strecke gereiert habe, lief ich zum Sportplatz und zog meine Schuhe aus um im wieder anfangenden Regen noch ein paar Runden barfuß zu laufen.
Die Dorfjugend war auch zugegen.
Ein paar Wortfetzen fing ich auf.
Dorfjugendlicher: Ich hab ey letztens auch son Jogger gesehn, der hat son Pulsmesser angehabt, ich hab gedacht, der hat nen BH an, oder so, das hat voll krass ausgesehen.
Ich lief weiter, auf der nächsten Runde wurde die Jugend mutig und rief mir ein Hopphopp entgegen.
Ich blieb stehen und hab gefragt, warum sie nicht mitlaufen?
Wegen Faulheit, war die Antwort.
Achso
Weiter lief ich und dann sah ich, wie zwei Typen die Schuhe ausgezogen hatten und ebenfalls um den Sportplatz liefen. Einer machte nach 250 Metern schlapp, der andere machte aber 3 Runden mit. Geht doch
Danach lief ich barfuß Heim und war doch recht zufrieden mit dem Lauf. Es wird wieder und Ende Oktober hau ich meine Bestzeit zu Klump.
Aber dafür sollte ich auch noch mental besser werden und mich quälen wollen. Daran haperts auch noch a bissal. Aber das krieg ich hin.

10 Kommentare 15.8.08 21:43, kommentieren

Aufklärung

Tja, nachdem die halbe Welt, die täglich bei mir im Blog vorbei schaut, verzweifelt gegrübelt hat, was es mit dem komischen Dingens auf sich hat, kommt jetzt die Aufklärung.

Es handelt sich hier um einen QR-Code.
Häääh?
In Japan ist QR Code schon sehr häufig anzutreffen. Das wurde von einer schweizer Firma entwickelt und funktioniert im Prinzip ähnlich, wie der allgemein bekannte Code, den die nette Verkäuferin braucht um die Waren über den Scanner zu ziehen.
So ist es auch mit dem QR Code. Allerdings braucht man dazu keine Aldi-Kasse, sondern ein Handy. Erst wird eine Software aufs Handy geladen und dann kann man den Code fotografieren und weiß, was es damit auf sich hat.
Eigentlich könnte man so einen Code überall hinpappen. So könnte man sich in einer Stadt orientieren.
Man sieht an einem Gebäude so einen QR-Code, scant ihn mit dem Handy und kann direkt am Handy ablesen, dass es im Jahre 1348 erbaut wurde.
So kann man sich auch gegenseitig Codes schicken.
Wer es haben will, kann sich hier informieren
QR-Code


Wie ich drauf gekommen bin ist ja eh klar. Wieder mal Geocaching dran schuld. Ein Freund von mir hat einen Cache versteckt und einfach nur so ein komisches Muster eingegeben. Kein Hinweis, nix. Nur dieses Dingens. Da saß ich auch erst mal blöd rum und starrte das Bild an und kam net drauf. Ich fuhr dann an die angegeben Koordinaten und fand ein weiteres solches Bildchen. Half mir nicht unbedingt weiter, ausser dass ich fest gestellt hab, dass beide Bilder verschieden aussehen. Hmmm. Könnte ein Code sein. Also mal bissal gegoogelt und schon hatte ich die Antwort. Schnell die Software runter geladen und die Bilder fotografiert. Schon wusste ich, an welche Koordinaten ich gehen musste.
Ich fuhr dann am Abend nach Kaufbeuren und als ich so vor mich hinsuchte, kam auch schon mein Freund angeradelt und beobachtete mich grinsend. Nach dem Fund gings noch zu ihm auf die Terrasse auf ein Bierchen. Man kann sich anschließend einen Code ausdrucken und dem Ehegatten/Gattin auf den Tisch legen mit den Worten

qrcode

2 Kommentare 12.8.08 06:34, kommentieren

Grins


Was zu grübeln.

qrcode

5 Kommentare 8.8.08 23:49, kommentieren

Jungholz

Wieder ein schöner Cachetag geht zur Neige.
Diesmal war ich in Jungholz. Da hat einer eine schöne Serie gelegt mit 13 Caches auf einem Rundweg um Jungholz.
Das Wetter war super mit 24 Grad, da geht was. Also gegen halb 11 in der Früh ins Auto und nach Österreich rüber jemacht.
Lustig find ich das ja schon, dass Jungholz zu Österreich gehört, wo es doch völlig abgeschnitten ist von Restösterreich und nur an einem Punkt das Festland berührt. Wir haben Helgoland, Österreich hat Jungholz.
Bald war ich dort angelangt und hab das Auto abgestellt. 50 m vom ersten Cache entfernt. Und schon hier war ich 600 Meter bergauf gefahren. Also Sonnenbrille auf die Nase und ins Gehölz gelatscht. Ich fand die Dose, die war verschraubt in einer Holzscheibe. Raffiniert, gell? Das geht ja gut los und so machte ich mich nun auf den Rundweg um Jungholz.
Nach 600 Metern war ich bei der zweiten Stelle und da fiel das Suchen komplett aus. Denn auf der Bank, vor einer Hütte, wo der Cache liegt, saßen zwei Leute. Mist. Aber als sie mich sahen, mit GPS in der Hand, haben sie mir die Dose grinsend entgegen gestreckt. Die beiden, ein Paar aus Schaffhausen in der Schweiz stammenden, waren ebenfalls auf der Runde zum cachen. Wir trugen uns zu dritt ein und schon lief ich nun den Berg hinauf. Ich kann doch net ein Marathonhemd anhaben und dann normal gehen?! So trabte ich eben vor mich hin zur dritten Dose. Tja. Nu such mal schön Charly. Die Koordinaten machten mich irre, ständig hüpfte das Signal. War ich mal 10 Meter weg, warens im nächsten Moment schon 25 Meter. So ein Käse. Mittlerweile waren die Schweizer eingetroffen und zu dritt suchten wir in dem sumpfigen Gelände nach der Dose. Ich fand sie schließlich auch, an einer kleinen Tasche hängend an einer Wurzel. Alle loggten wir uns ein und schon lief ich wieder voraus.
Bei der vierten Dose hab ich die Grenze nach Österreich überschritten. Das hieß auch, dass ich keine Karte mehr aufm GPS hatte. Aber das machte mir eigentlich kaum Schwierigkeiten.
An der vierten Dose angekommen, suchte ich erstmal den Boden ab. Nix. Der Cache hieß 'Baumkraxeln' Die Schweizer waren schon wieder da und ich legte alles auf den Boden um den Baum zu erklimmen. Die Schweizer suchten vorsichtshalber noch die Bäume ab. Und tatsächlich war die Dose in Brusthöhe baumelnd am Baum. Also nix mit klettern.
Wieder trugen wir uns ein und schon verschwand ich weiter.
Die fünfte Dose fand ich sofort und schrieb einen Gruß an die Schweizer rein, denn wenn ich die so schnell find, dann wart ich jetzt nicht mehr ab. Weiter auf zur sechsten Dose, die ich auch schnell fand, ich musste mich aber mit Loggen beeilen, weil ich kurz zuvor zwei Wanderer überholt hab. Und die sollen ja nicht sehn, was ich da mach. Ich habs knapp geschafft und bin zur siebten Dose. Kein Problem. Die Achte war schon schwieriger. Die Filmdose war in einem Baumabschnitt eingeschraubt. Da kannst dich auch totsuchen. Aber ich hab das gleich erkannt.
Nun weiter zur Nummer 9. Das flutscht aber auch. Ich loggte die schnell gefundene Dose und machte mich auf den Weg zur Nummer 9....... Öhm. Hoppla, da hab ich mich doch tatsächlich verfranst und bin von der 8 direkt zur 10 gelaufen.
Vielleicht sollte ich auch mal was von der Gegend erzählen, nicht dass wieder mal vermutet wird, dass ich nur einen Blick fürs GPS und die Dosen habe. Neeeee, die Gegend war traumhaft. Dieses Jungholz ist eingekesselt von lauter Bergen. Schönen, grünen Wiesen und viel Wald. Eine herrliche Ruhe ist da, denn was sollte denn auch Krach machen, ausser die Jungholzer selber? Ausserdem gibts hin und wieder einen Brunnen, aus dem eiskaltes, herrliches Wasser raus kommt. So was gibts in keinem Laden zu kaufen. Und gegrüsst wird man auch von Jedermann mit einem herzlichen Servas.
Kann ich jedem nur empfehlen mal ein ruhiges WE dort zu machen, oder gleich ein paar Wochen.
Aber ich bin ja bei der zehnten Dose stehen geblieben und es roch doch schon nach Ziel. Ich musste also zurück und einen andern Weg nehmen um die Nummer 9 endlich zu finden. Aber dieses Endlich dauerte endlos.
Bei dem Baum, der die Dose verbarg, suchte ich mir echt einen Wolf. Die Dose war irgendwo im Moos an dem Baum versteckt und ich fand die nicht ums verrecken. Ich hab keine Ahnung, wie oft ich am Rand der Wertach um den Baum gefetzt bin. Alles suchte ich doppelt und dreifach ab, aber nix. Der letzte Logeintrag war auch schon vom 25.7. in der Zwischenzeit hat keiner die Dose gefunden. Weg? Ich hab nicht aufgegeben und spähte in viele tiefe Löcher hinein, ob sich dort etwas versteckte. Fehlte nur noch, dass mir was ins Gesicht hüpfte oder in die Finger biss, wenn ich so in die Löcher langte. 2 mal wollte ich schon aufgeben, hatte schon wieder die Sonnenbrille auf der Nase und war reisebereit und starrte den Baum an. Gibts net, nochmal alles abgelegt und weiter gesucht und schließlich hab ich doch die Dose gefunden. Nach über einer halben Stunde Suche an diesem doofen Baum. Die Dose ist in der Wurzel ein gutes Stück nach unten gerutscht und war echt furchtbar schwer zu finden. Ich stopfte nach dem Logg die Wurzel etwas aus, dass die Dose nicht wieder nach ganz unten rutschen konnte und machte mich endlich weiter auf den Weg zur Nummer 11. Hier war die Dose in einem präparierten Ast verklebt. Aber ich hab den Ast gleich gefunden. Irgendwie kriegt man halt doch ein Auge für die Cacheverstecke. Da fällt mir ein, mit der Nummer 11 hab ich insgesamt die 350. Dose gefunden. Jubel, auf gehts
Weiter nun zur 12. Dose und hier überquerte ich auch wieder die Grenze nach Deutschland. Schön, wenn man dann die restlichen Dosen so schnell findet.
Es ging weiter zur letzten Dose an einer Brücke und dort bedankte ich mich für die tolle Runde, die mir der Owner beschert hat und ich war happy, dass ich sogar alle Dosen gefunden hab. Jetzt musste ich aber noch zum Auto, dazu musste ich aber auch einen ziemlich weiten Weg noch bergauf laufen und das fiel nach knapp 15 km nicht mehr so leicht.
Tropfend kam ich beim Auto an und trank erstmal die 2 - Literflasche im Auto fast leer.
Und nach 3 1/2 Stunden machte ich mich auf den Weg nach Hause.
Schön wars. Die nächste Tour wartet schon auf mich.

1 Kommentar 6.8.08 21:08, kommentieren

Sensationell

Der Hammer
Heute in deutschlands dümmster Prollzeitung
Ihr wisst schon
Angst, Hass, Titten und der Wetterbericht

Angelina Jolie stillt mit beiden Brüsten

Ausserdem fragt Blöd.de: Cremt hier Carla Bruni dem Sarky die Nase ein?

Ist doch stark oder? Ich wollt schon immer mal ein Foto sehn, wie eine Frau einem Mann die Nase mit Sonnencreme einschmiert.
Merke: Auch Präsidenten können sich die Nase verbrennen

7 Kommentare 5.8.08 23:17, kommentieren

Huber, Beavis and Butthead

Ist die Ähnlichkeit nicht verblüffend?

3 Kommentare 3.8.08 19:37, kommentieren

Einigkeit? Und Recht und Freiheit

Armes Deutschland.
Die Nationalhymne sollte geändert werden, denn 'Einigkeit' gehört in 'Chaos' geändert.
Schon gehört? Sicher! Das Bundesverfassungsgericht hat das Rauchverbot in zwei Bundesländern gekippt.
Es darf jetzt wieder in kleinen Kneipen bis 75m² geraucht werden, wenn keine zubereitete Speisen angeboten werden und nur Erwachsene Zutritt haben.
Wie LÄCHERLICH ist denn das? Was ist das bitte für ein blödes Geäffe? Das halt ich doch im Kopf nicht aus.
Es war ja schon zu blöd, als vor, hm, knapp 3 Jahren beschlossen wurde, dass ein Rauchverbot kommen solle. Was war? Nach ein paar Monaten fällt so einem Schlaubischlumpf ein, dass das ja gar nicht Bundessache ist und die Länder selbst entscheiden müssen. Europa lacht sich schlapp.
Nun kam das 'Jawohl, machma,' möglichst einheitlich solle das Rauchverbot und ganz, ganz schnell durchgesetzt werden. Die Ärmel wurden hochgekrempelt und jedes Bundesland hatte ihr eigenes Gesetz vorliegen, wann wo nicht mehr geraucht werden darf, oder wo doch, oder auch nicht. Die eventuellen Strafen sind natürlich auch völlig unterschiedlich. Das hat eine Spannbreite von ein paar Euro bis zu tausenden von Euros. Naja, Einigkeit eben.
Nun hat jedes Land natürlich auch seinen eigenen Termin zur Umsetzung fest gelegt. Denn der Fasching, der muss schon noch raucherfreundlich gestaltet werden.
Mittlerweile greift aber das Gesetz in ganz einig Deutschland..... Obwohl...... es wär ja nicht Deutschland, wenns nix zu klagen gäbe. Denn wenn man bescheuerte Wenn und Achs zulässt und jeden Hundsfurz eine Ausnahmeregelung gemacht wird, dann kommen sie hinterm Ofen vorgehopst und schon wird geklagt. So wie jetzt die Gastronomen in Berlin und Saarland. Sie bekamen Recht und jetzt wirds erst so richtig spassig. Ich sehe eine Flut von Klagen kommen von Gastronomen, weil ja jetzt jeder eine Ausnahme will.
Da wirds nicht langweilig auf den Gerichten.
Aber ich habs mir schon in dem Moment gedacht, als klar war, dass die Länder selbst ihr Gesetz zusammen schustern müssen.
Ich frag mich echt, warum zum Geier man Ausnahmen machen muss? Wieso ist in anderen Ländern nicht so ein Gescheiß? In Frankreich, Italien, Irland undundund wird ein Gesetz verabschiedet: So Leute, jetzt ist Feierabend mit Rauchen in allen öffentlichen Gebäuden und sämtlichen Kneipen, Gaststätten, Hotels. PUNKT Es wird nicht gemurrt, es wird nicht geknurrt, es wird die Zigarettenpackung genommen und vor der Tür geraucht. PUNKT Aber nö, das geht ja in Deutschland nicht, Deutschland muss sich mal wieder in Europa lächerlich machen.
Stell dir mal vor, du bist Ausländer und guckst dir Deutschland an. Gehst nach Bayern, kriegst die Schaufel auf die Birne, wenn du die Zigaretten auspackst. Ausnahme: Bierzelt. HAAA Na gut, geh ich halt nach Baden Württemberg, da gibts ja abgetrennte Räume für Raucher. Stimmt doch?! Nicht immer? Wie oder was?
Er reist weiter ins nächste Bundesland und muss neben der Speisekarte erstmal das Gesetzbuch studieren, ob er in der Wirtschaft rauchen darf. Ist der Urlaub vorbei, hat er was zu erzählen Zuhause. Kopfschüttelnde Zuhörer sind das Ergebnis.
Ach ist das herrlich doof. Auch im schwarzverseuchten Bayern.
Da wird mal eben rumgeheult, dass auf der Wiesn doch kein Rauchverbot gemacht werden kann, weil das geht doch net. Winsel.
Gut, gibts halt ne Ausnahme.... für 2008. Achnöööö, dann nehmen wir doch 2009 auch noch mit. Nicht dass ich auch nur annähernd in Betracht ziehen würde einen Fuß aufs Oktoberfest zu setzen.
Ich wette hier und jetzt 5 Euro, dass auch 2010 in Bierzelten in Bayern gequalmt werden darf.
Ach, dann gibts ja noch die Raucherclubs. Supererfindung. Ich find das ja eher lustig mit den Raucherclubs. Da können sie sich ein Schild an die Tür pappen, dass das hier ein Club ist. Man kriegt einen Ausweis und schon ist die Fluppe an. Im blauen Dunst wird sich dann gegenseitig auf die Schulter gehauen, dass sie es dem Bundesland mit ihrer Genialität jetzt so richtig gezeigt haben.
In Kaufbeuren ist so ein Raucherclub, (Natürlich sinds vieleviele Clubs) jetzt im Sommer sind draussen aber Stühle und Tische aufgebaut. Soooo, jetzt frag ich mich aber, wie die rechtliche Situation nun ist. Darf man dort jeden bedienen? Auch Nichtraucher? Man würde sagen, klar, man muss ja nicht in die Kneipe rein gehen.
Dem entgegne ich, dass, wenn ich eine Gastronomie nutze, ich womöglich nach dem dritten Bier aufs Klo muss. Und wo ist die Toilette? Richtig: IN der Kneipe. Muss ich jetzt erst Mitglied im Raucherclub werden, damit ich auf die Toilette gehen darf? Und wieso wird mir dann zugemutet durch den Krebsduft zu waten? Müsste dann nicht eine seperate Toilette für Nichtraucher ausserhalb des Raucherclubs angeboten werden? Ich frag mich mal bei der Stadt durch, denn schließlich bin ich auch ein Deutscher.

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