Geocaching

Neuer Eintrag

Nochmal die Erinnerung, dass ich hier bin

Do treib i mi rum



Gibt nen neuen Eintrag
Gruß Charly

20.11.08 22:57, kommentieren

Werbung


Neuer Eintrag

Für die, die noch nicht wissen, dass ich umgezogen bin.
Hier ist mein neues Tagebuch

http://sprintluder.blogspot.com/

4.11.08 17:45, kommentieren

Schnauze voll

Ich zieh mit meinem Tagebuch um nach

Hierher

So viel Störungen, das ist mir zu blöd.
Also man sieht sich hier Hierher

20.10.08 23:05, kommentieren

Ein Jahr

Heute vor einem Jahr hab ich meinen ersten Cache gefunden. Scho so lang her wieder.
Und der war auch so verdammt weit weg. So knapp 300 Meter von mir Daheim. Da konnte man noch gemütlich hinwandern, auch wenns recht steil über die Kuhwiese ging.
Mittlerweile bin ich ja ein altgedienter Geocacher mit 462 gefundenen Dosen.
Hat der Typ eigentlich nix anderes zu tun, als doof Tupper- Film- oder sonstige Dosen zu finden?
Aber wenns doch Spaß macht.
Viele können das ja überhaupt nicht nachvollziehen mit der Sucherei. Wieso geht man jetzt ausgerechnet zu der Stelle, sucht sich einen Wolf, schreibt sich ins Logbuch ein und geht wieder?
Klar kann man das fragen, wenn mans selber noch nicht probiert hat.
Wenn ich aber denke, wieviele interessante Stellen und was für schöne Läufe, Wanderungen, Radtouren und Rätsel ich gemacht habe, dann versteh ich im Gegenzug die Leute nicht, die KEINE Dosen suchen gehn.
Wieviele Orte hätte ich niemals besucht und hätt nie in Erfahrung bekommen, dass es diese Orte überhaupt gibt. Da sind Burgen mitten im Wald, an die nur noch ein Gedenkstein erinnert. Völlig vergessen, aber ein Geocacher kannte diesen Ort und lockt seine Kollegen an den Ort.
Einige Ortschaften und Städte hab ich genauer kennen gelernt, abseits von den typischen Touristenattraktionen. Einheimische Geocacher zeigen, was wirklich interessant ist und nicht im Reiseführer drin steht.
Wenn ich daran denke, wie ich im tiefsten Winter, in der Nacht, im Schneematsch und Eisregen durch den glitschigen, vereisten Wald latsche, ständig auf den Arsch falle, mit einer Taschenlampe, dass du meinst, die Sonne geht auf und dabei Aufgaben löst, die Dose trotzdem nicht gefunden wird und man in der Früh um 4 völlig durchfroren Heim kommt. das ist noch ein Hauch von Abenteuer.
Wenn man in Frankreich ins Wormsatal gelockt wird und ich über riesige Felsblöcke klettere und verwunschene Bergweiher sehe, ach das ist doch herrlich. Oder die Runde in Jungholz. Ein schöner 16 km langer Weg, bergauf, bergab und immer wieder Pause um eine Dose zu suchen.
Natürlich machen mich manche Dosen auch wahnsinnig. Ich sag mir zwar immer wieder, dass ich höchstens 15 Minuten nach einer Dose suche, aber wie oft hab ich mich schon erwischt, dass ich 45 Minuten gesucht habe und nix gefunden habe. Oder wenn ich die gleiche Stelle 5x durchsucht habe und beim sechsten Mal ist die Dose plötzlich in meiner Hand, da kommt schon mal ein Kopfschüttler vor. Allerdings ist das Glücksgefühl dann auch größer. Kann man sich so ungefähr vorstellen, wie wenn man im Lottoladen Lose kauft. Man rollt das Los auf und bekommt zu sehen, dass man 50 Euro gewonnen hat. So ähnlich fühlt es sich dann an. Gerade auch bei Multicaches, die aus mehreren Aufgaben bestehen und man nicht so recht weiß, ob alles richtig gerechnet wurde. Ich sondiere das Final und such und such und zweifel ob alles richtig ist und auf einmal blitzt der Deckel der Tupperdose hervor. Schon oft ist mir dabei ein quiekender Ton entfleucht. Heureka oder sonstwas. Manche Dose nannte ich aber auch schon liebevoll 'Miststück'. Manchen Dosenverstecker nannte ich auch schon 'Du Sack', wenn er sich ein extrafieses Versteck ausgedacht hat. Aber das ist natürlich nicht böse gemeint und sollte eigentlich den Respekt zollen.
Schön sind auch die Themenrunden, wie das in Cacherkreisen berühmte Frankenmemory in der Nähe von Stadtlauringen, also bei meinen 'Schwiegereltern'. Durch das Buch von Bernhard Hoecker, Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers, ist das Frankenmemory ein Highlight eines Cacherdaseins. 16 Dosen gilt es im Wald zu finden. Schön im Quadrat angeordnet und ohne Rücksicht aufs Terrain. Manche schaffen es in 8 Stunden. Ich brauch mindestens 8 Monate dafür. 4 Dosen fehlen mir noch. Aber es gibt mittlerweile eine Kopie, das Schwabenmemory bei Memmingen. 16 Dosen und 10 Zecken Rekord.
Nun gibt es in meiner Gegend so gut wie keinen Cache mehr, den ich machen könnte und planen ist angesagt. So muss ich mir immer eine Gegend aussuchen und diese unsicher machen. Wegen einem doofen Cache muss ich keine 40 km fahren.... Obwohl...... Wenns eine neue Dose ist, kanns schon mal sein, dass die Jagd auf den 'First to find' eröffnet ist und sich die Cacherkarawane in Bewegung setzt um der Erste im Logbuch zu sein. So kanns schon mal vorkommen, dass sich drei oder mehr Leute vor Ort finden und ein Kampf um den ersten Log entbrennt. Einer grinst dann natürlich am Breitesten.
So, dann schauen wir mal, was das zweite Cacherjahr bringt. Es gibt noch viel zu suchen, schließlich gibts weltweit mittlerweile über 668.000 Geocaches. Packen wirs an

10 Kommentare 15.10.08 07:01, kommentieren

Neulich auf den Bäumen

Naja, dann Geocaching mit dem Forerunner.
Aber von der Orientierung her brauchte ich nicht viele Koordinaten, denn diesmal gings in die Bäume.


Martin und ich verabredeten uns für einen T5 Cache. T5 heisst Terrain 5 und ist die schwerste Terrainwertung für einen Cache. Ein T1 ist zum Beispiel für Rollstuhlfahrer geeignet. Ein T3 ist schon sehr anspruchsvoll. Bei T4 überlegt man sich 3x ob man den Cache sucht und bei T5 ist der Respekt sehr groß.
Schon lange nervte mich der Cache in der Anzeige. Denn immer wenn ich die geocaching.com Seite aufmachte, guckte mich der 'Stabru@night' an. So heisst der Cache. Also diesmal sollte er gemacht werden.

So traf ich mich mit Martin um 20 Uhr in Kaufbeuren und dann waren wir bald an den Startkoordinaten. Von hier aus brauchten wir 'nur noch' eine Taschenlampe und eine Kletterausrüstung. Das GPS konnte im Rucksack verschwinden.
Da ich ja überhaupt keine Erfahrung im Seilklettern hatte, sollte der Martin mal vormachen, wie sowas funktioniert.
Ich suchte einen Stein im Wald, dieser wurde in eine Socke gestopft, ein dünnes Seil wurde dran gemacht und über einen dicken Ast geworfen, an dem ein Reflektor hing. Der erste Baum wurde gut getroffen, der Stein flog über den Ast und schon hatte ich ihn in der Hand.

Dann wurde ein Kletterseil an das dünne Seil gebunden und über den Ast gezogen. Als das Seil wieder da war, wurde das dünne Seil abgemacht und das dicke Seil um den Baum gewickelt und mit einem Karabinerhaken fest gezurrt. Martin hat dann so Klammern an das Seil gemacht und eine Fußschlaufe. Damit konnte er sich Huberbuammäßig nach oben ziehen. ich durfte das Seil auf Spannung halten. Ratzfatz war Martin oben und fand das Schild und rief mir zu 'A=4' Woraufhin ich das Seil abmachte, dass sich Martin abseilen konnte. Kurz zuvor kamen noch ein paar Radler vorbei und interessierten sich nicht die Bohne dafür, was wir da machten. Es ist wohl ganz normal, dass in der dunklen Nacht Leute in die Bäume klettern und mit Taschenlampen in dieselben hineinleuchteten.
Wir packten den Kram zusammen und machten uns mit der Taschenlampe auf dem Weg zum nächsten Baum. Schnell fanden wir diesen und schon war das Equipment wieder ausgebreitet. Socke über den Ast geworfen. Seil drüber, Seil spannen. Martin hoch in den Baum, Schild ablesen und wieder runter.

Ich ging schon mal vor und suchte den nächsten Baum. Wieder das gleiche Spielchen und diesmal war das nicht so leicht mit dem Werfen der Socke. Diesmal erwischte Martin voll den Baum und der Socke mitsamt Stein sauste in meine Richtung. Ich drehte mich schnell ab und knapp neben mir schlug die Socke auf dem Boden auf. Nix passiert. Nochmal den Stein geworfen und diesmal klappte es. Da die Bäume alles andere als leicht zu klettern waren und ich eben keine Ahnung von Ackerbau, Viehzucht und Klettern hatte und eine Blitzausbildung in der Nacht ein bisschen kompliziert ist, musste eben der Martin wieder hoch.
Beim vierten Baum brauchte es aber kein Seil, schnell wurde auf den Baum geklettert um die nächsten Infos zu holen.

Baum 5 und 6 waren auch kein großes Hindernis, nur der siebte Baum machte wieder ein bisschen Sperenzchen. Martin versuchte mehrere male den Steinsocken über einen bestimmten Ast zu werfen, aber das haute nicht so recht hin. Einmal wurde noch geworfen und ich hatte plötzlich den Stein nicht mehr im Taschenlampenlicht. Wo isser denn? Und dann wusste ich sehr plötzlich, wo er wir, er hatte sich doch über den Ast gewagt und ist auf der andern Seite wieder runter gekommen und schwang im großen Bogen herum und zwar genau auf mein Gesicht zu. Ich tipp mal, so 1 Meter neben meinem Nasenbein schwang die Socke an mir vorbei. Ich ging trotzdem in Deckung, ich wusste ja nicht, was der blöde Stein hinter meinem Rücken für eine Taktik ausheckte um mich zu treffen. Der Stein schwang zurück und dann war die Gefahr gebannt. Hoppla, das war knapp. Naja, das Cachen ist ja kein Zuckerschlecken manchmal.

Nach dem siebten Baum hatten wir unsere Informationen zusammen und nun durften die Finalkoordinaten errechnet werden. Das hatten wir schnell zusammen. GPS wurde aus dem Rucksack gepackt und losmarschiert. Der Hinweis zum Final war auch sehr sinnig und hieß 'Nicht am Boden'. Ach tatsächlich? Wir waren nicht sonderlich überrascht. Wir fanden den Baum, der sehr anstrengend aussah. Naja, zuwas hab ich Martin? Ich leuchtete nach oben und erkannte auch gleich, dass die Dose dort oben mit einer Kette fest gemacht war. Bestimmt 10 Meter weit oben. Also wieder Kletterausrüstung fertig gemacht und den Martin nach oben gejagt. Oben angekommen, ließ er mir die Dose am Seil nach unten, damit ich mich ins Logbuch eintragen konnte. Anschließend wurde sie wieder nach oben geholt. Martin trug sich ein und schon war die Dose wieder im Baum verstaut.
Nachdem sich der Martin abgeseilt hatte, mussten wir natürlich noch ein Bier auf den Erfolg öffnen.

Gut, für Martin wars wirklich ein T5 für mich eher ein T3, aber dafür kam ich mit mehr Schrammen aus dem Wald, das gilt doch auch, oder? Denn am zweiten Baum schon, als ich das Seil um den Baum wickelte, bin ich an der Böschung weggerutscht und bin wie Hackel Schorsch denselben hinuntergesaust. Naja, was ist schon ein Cache, ohne Schmerzen hinterher?
Anschließend machten wir uns zurück auf den Weg zum Auto.

6 Kommentare 9.9.08 00:06, kommentieren

Mein Freund das GPS ist tooooot




Ich wollt’ dich längst schon wieder seh’n,
mein alter Freund aus Cachertagen,
ich hatte manches dir zu sagen
und wusste, du wirst mich verstehn.
Als kleiner Junge kam ich schon zu dir mit all den Cachersorgen;
Ich fühlte mich bei dir geborgen, und aller Kummer flog davon.
Hab ich in deine Karten geweint,
strichst du mit deinen Satelliten mir übers Haar,
mein alter Freund.

Refrain:
Mein Freund das GPS ist tot, es fiel im frühen Morgenrot.

Du fielst heut’ früh, ich kam zu spät, du wirst dich nie im Wind mehr
wiegen, du musst ohne Strom am Schreibtisch liegen, und mancher der vorüber geht, der
achtet nicht den Rest von Leben und reißt an deinen schwarzen Knöpfen, die
labberig sich zur Erde neigen. Wer wird mir von nun die Ruhe geben, die ich
in deinem Display fand? Mein bester Freund ist mir verloren, der mit der Cacherzeit mich verband.

Refrain:
Mein Freund das GPS ist tot, es fiel im frühen Morgenrot.

Bald wächst ein Haus aus Glas und Stein dort, wo man den Cache hat einst gelegt, bald werden graue Mauern ragen, dort, wo er liegt im Sonnenschein.
Vielleicht wird es ein Wunder geben; ich werde heimlich
Darauf warten, vielleicht wird GARMIN es schnell starten und es erwacht zu
Neuem Leben. Doch wird es zurück vom Service sein, und wenn auch
Viele Tage gehen, es wird dann wieder Meines sein.

Refrain:
Mein Freund das GPS ist tot, es fiel im frühen Morgenrot.


Tja, gestern hat meinem GPS, dem guten Garmin Etrex Vista HTX der Schlag getroffen.
Ich hab da a bissal was ausprobiert mit Zigarettenanzünder und Kabel und so und ZACK!!! Feierabend, dunkel ward alles und Nacht. Kein Funken Leben mehr in ihm. Ich hab ihm den Rest gegeben.
Nun beginnt eine grausame Leidenszeit. Mindestens 14 Tage muss ich ohne ihn zurecht kommen. Solange dauert es, bis es auferstehen wird von den Toten, sitzen wird zur Rechten des Charly...
Aus Asche wird er neu entstehen. Usw. usw.
Aber dann isser wieder wie neu.
Und meine Karriere als GPS Defibrillator kann ich auch gleich an den Nagel hängen. Niieee mehr probier ich irgendwelche Faxen aus, die dem Vista nicht gut tun.
Isch schwör.

8 Kommentare 3.9.08 21:19, kommentieren

Mei da machsch was mit

Hallo ausm Elsass. (Das scharfe S gibts heut net)

So als Urlaubshasenmann kann man wunderbar auf Geocachingsession gehen, was ich auch ausgiebig mache.
Ich hab dadurch jetzt auch gut 30 Dosen gefunden in ein paar Tagen. Da geht was. Und Flecken im Elsass entdeckt man da, das ist schon äusserst beeindruckend.
Am Dienstag hab ich mich auf den Weg ins Wormsatal gemacht.
Dort gibts eine Serie von 13 Caches und die Dauer der Runde war mit bis zu 8 Stunden angegeben. Pah, alles Schattenparker und Sitzpinkler, iiiich mach die Runde in 4 Stunden, lächerlich.
Also rüber hinter Munster und das Auto abgestellt. Es ging sofort sanft bergauf, nach 500 Metern kam ich bei der Dose mit der Nummer 12 raus...... Ähm. Schon verbockt, gleich am Parkplatz den falschen Weg genommen. Naja, dann hab ich eben die 12. Dose als erstes gemacht und damit ich nicht umdrehen muss, hab ich mich durch den Wald gekeilt um auf den andern Weg zu kommen. Dabei musste ich auch noch einen Zaun überklettern. Das ging ja gut los.
Nun fiel mir auch noch auf, dass ich die Koordinaten für die erste Dose nicht auf dem GPS hatte. Super. Pfff. Geht ja gleich noch besser los. Naja, kann mir Kerstin später übers Telefon nachreichen, dachte ich.
Also marschierte ich mit Rucksack wie ein Wandersmann durch die Prärie. Laufschritte waren auf dem Terrain eh nicht möglich. Zu holperig war der Weg.
Schnell war ich bei der Dose Nummer 2. Schnell gefunden und schon gings weiter. Na das flutscht doch. Ich revidierte meine Zielzeit auf 3 1/2 Stunden. Das wär doch gelacht.
Es ging nun bergauf und das Gelände wurde immer unebener. Der Weg bestand aus Felsbrocken von etwa 15 cm Durchmesser. Darauf turnte ich herum und ging immer höher in diesem Tal hoch.
Die Nummer 3 fand ich auch noch recht schnell. Nur 3 Minuten Suche und an einem steilen Hang leuchtete mir die Dose entgegen. Hochgekraxelt und den Log gemacht.
Schaff ich locker in 3 1/2 Stunden.
Nun kam ich in eine unglaublich schöne Gegend, richtig wild mit Wasserfall und Holzbrücken, Riesenfelsen, Serpentinen, Wald und verheerendem Satellitenempfang. An einer Quelle machte ich eine Trinkpause, legte meinen Rucksack ab, dazu noch das GPS und meine Brille daneben. Ich trank aus dem klaren Back und schüttete mir Wasser über den Kopf. Es war warm, weisch?
Danach suchte ich mein Zeug wieder zusammen und genau in dem Moment wo ich denke, wo denn wohl meine Brille ist, hörte ich es auch schon knirschen unter meinem Fuss. Ah, da isse ja schon. Ich fluchte auf mich und schimpfte mich einen Volldeppen, der doch gar nicht so blöd sein kann. Ein Brillenglas hab ich aus dem Rahmen getreten, aber o Glück, ich konnte es wieder in die Fassung drücken. Alles wieder gut. Und schon machte ich mich weiter auf die Suche der vierten Dose. Nach 200 Metern durch das Gelände meinte mein Gerät, ich solle doch bitte wieder 25 Meter zurück. Immer wieder narrte mich das Teil, so schlecht war der Empfang. Hoch und runter lief ich und dann, als sich der Empfang endlich beruhigt hatte, konnte ich auch ausmachen, wo die Dose sein könnte. Dazu musste ich auf einen hohen Felsen klettern und dort in einer Felsspalte mit einem dort liegenden Stock die Dose herzitieren. Ich machte ein unglaublich blödes Gestell auf dem Felsen und wie es nunmal sein muss, kamen auch zu dem Zeitpunkt einige Muggels vorbei und sahen mich komisch an. Was der da oben macht? Ich glaub, die rätseln heute noch. Mit viel Gleichgewichtssinn hab ich den Log hinbekommen und bin wieder vom Felsen runter gehopst. Puh. Aber ich schaffs bestimmt in 4 Stunden. So in etwa wie der junge Herr musste es bei mir auch ausgesehen haben. Das ist ein Bild von einem Vorlogger.
Weiter wanderte ich dem Weg entlang, immer noch stetig bergauf und kam nun an einer Art Gebirgssee vorbei. Mei war das schön da. Ringsum waren Wälder und auf einer Seite eine Felswand aus riesigen Felsen, die 300 Höhenmeter nach oben ging. Ich umrundete den See und musste nun in den Felsen nach der Dose suchen. Der Hinweis hiess 'Unter einem grossen Felsen' Haaaaaaaa haaaa ich lach mich tot. Es waren etwa 17000 grosse Felsen. Naja, alle abklappern könnte Zeit kosten. Auch der GPS Empfang machte mir Sorgen. Kaum war ich in der Nähe der vermeintlichen Stelle, wurde mir gesagt, dass ich 20 Meter weg bin und so ging das ständig. An dem See waren auch einige Muggels, die schön beobachteten, wie ich über die Felsen kletterte und in Felsspalten schielte. Hin und wieder, wenn ich zurück blickte, sah ich einen schüttelnden Kopf.
Ich suchte gut 1 Stunde und fand nix. Das hat mich doch a bissal frustriert und hab mich von dem See verabschiedet. Kann man hier ganz gut erahnen, dass es a bissal schwer ist mit Suchen.
Weiter ging der Weg in Serpentinen hoch in den Wald und nun gab der Satellitenempfang in dem Wald völlig den Geist auf. So kam ich irgendwann am Stausee oben an und wurde erstmal von einem laut plärrenden Kind empfangen, bei dem sich mir die Fussnägel aufrollten. Und über den Stausee hallte es auch so schön. Wunderbar. Hier stellte ich auch fest, dass ich an der letzten Dose 200 Meter vorbei gelaufen bin. Denn nun hatte ich wieder Empfang. Ich konnte aber zwischenzeitlich die Dose Nummer 7 loggen, während ich von der anderen Seeseite vom Kind angeplärrt wurde.
Ich ging nun zurück zur Nummer 6 und suchte mir auch hier einen Wolf. Auch diese Dose konnte ich nicht finden. Nochmal Frust. Nochmal zurück. Das hiess ja auch, dass etwa 2 1/2 Stunden für diese 2 Nichtfinddosen draufgegangen sind. Klar, dass ich so die Runde nicht in 4 Stunden schaffen würde.
Ich kam nun wieder am Stausee an und wurde von einem plärrenden Kind empfangen.... Ach das hatten wir ja schon, aber es kam mir nunmal wie ein Déjà vu vor. Ich machte mich auf den Weg zur Nummer 8 und hörte noch lange dieses langanhaltende Plärren.
Zum Glück hatte ich hier auch die höchste Stelle der Runde erreicht und von nun an gings eigentlich nur noch bergab. Das fand ich nicht schlimm, sozusagen. Auch die Wege waren hier auch um ein vielfaches besser. Das Gröbste war wohl überstanden und ich hatte schon über 4 Stunden auf dem Buckel.
Ich fand die Nummer 8 erfreulich schnell und nun hatte ich auch nach 3 Stunden wieder Handyempfang, was ich daran merkte, dass es aus dem Rucksack dudelte. Hase hat mir geschrieben. Ein Anruf an der Dose Nummer 9, die wieder mal im steilen Gelände war verlief ohne Ergebnis, die Verbindung war schnell wieder weg. Schade.
Bald war es geschafft, hoffte ich. Ich war nur noch 3km vom Parkplatz entfernt. Aaaaber, 3 km Luftlinie heisst nicht 3 km auf den Wegen, vorallem nicht in den Vosgesen. Serpentinen heisst das Stichwort. Und auf der Suche nach der Dose Nummer 10 hörte ich auch schon wieder ein altbekanntes Geräusch. Richtig, das Plärrkind kam näher mit der Familie, es brüllte immer noch wie am Spiess, nix hatte sich geändert, ausser dass das Kind auf dem Rücken von Mutti fest geschnallt war, die es jetzt in Stereo und Dolby Sorround in beide Ohren abbekam.
Mich machte dieses Geschrei ja schon als Aussenstehender fertig. Manoman.
Ich suchte eifrig die Nummer 10, das mir schwerer fiel, als es sein müsste. Ich kletterte einen steilen Hang hoch, hielt mich immer wieder an Ästen fest und Wurzeln und zog mich hoch. Als ich fast da war, stellte ich fest, dass ich eine Serpentine zuviel gelaufen bin. Diese Erklimmung hätte ich mir sparen können, aber der Empfang, der Empfang.
Nun weiter mit mir, es lag jetzt nur noch die Dose mit der Nummer 11 vor mir und auch hier musste ich nochmal, wie in den Felsen von Nummer 5 wie eine Gemse über grosse Felsbrocken balanzieren. Doch hier fand ich die Dose sofort.
Ich gönnte mir einen Blick nach unten und war überrascht wie hoch ich war und wie angstlos ich da über die Felsen kletterte. Respekt und vorsicht ja, aber die Düse sollte einem da nicht gehen.
Zurück wurde geklettert und als ich unten war konnte ich auf dem Weg sogar Laufschritte machen und das sogar für 2 km. Mir reichte es nämlich jetzt schon lange und ich wollte nur noch schnell ins Auto, schliesslich wartete ja auch Hase Daheim auf mich und rechnete nicht damit, dass ich so lange brauchen würde, ich übrigens auch nicht.
So lief ich nun dem Tal entgegen und wanderte den letzten Kilometer, auf dem auch wieder kein Laufen möglich war. Und nach gut 6 1/2 Stunden kam ich mit schmerzenden Gliedern, vorallem an den Fussgelenken am Auto an. Ich suchte nicht mal mehr den Bonuscache und holte auch nicht mehr die Infos von der ersten Dose. Einfach nur noch Heim. Die anderen Dosen mach ich ein andermal.
9 Stunden nachdem ich mich von Kerstin verabschiedet hatte, kam ich wieder Zuhause an und klagte mit leuchtenden Augen mein Leid.
Obwohl die ganze Runde irre anstrengend war, das Tal war ja so schön, das kann ich nur jedem empfehlen.
Nebenbei warens auch noch gut 22 km.
Hier noch ein paar Eindrücke und das Höhenprofil
Gestern machte ich dann Geocaching light. Ich suchte mir eine Runde aus, die ich meist mit dem Auto anfahren konnte. Das hiess Fahrten in die Weinberge und wieder hoch in die Vosgesen. Und da überall in diesen Bergen Schlösser stehen, die zum Teil superrestauriert sind, gibts auch Unmengen von Touristen. So wars auch am Schloss Königsburg so. Eine Riesenschlange von parkenden Autos und ich auf der Suche nach der goldenen Dose. Während alle INS Schloss gingen, lief ich aussen rum und suchte die Mauer ab. Und so sieht das Schloss aus.
Dann noch schnell die gewaltige Aussicht genossen. Boah, war ich weit oben, man konnte ewig weit sehen und die Dörfer und die Städte vom Elsass waren so winzig klein. Relativ kalt war es zudem auch noch dort oben. Schliesslich wieder den Berg runter
gefahren und an einem alten Pavillon halt gemacht. Dort war 'im Herzen einer Eiche' ein Cache. Ich fand die Eiche auch und ein grosses Loch darin. Ich fasste zunächst vorsichtig in das Loch, in der Hoffnung, dass mich nix in die Finger biss. Nachdem nix nach mir schnappte, fasste ich forscher in das Loch, erkundete es und war bald bis zum Oberarm im Loch verschwunden. Hmm, keine Dose. Was tun? Ich ging zum Auto und holte meine Taschenlampe. Erstmal reinleuchten. Brachte mich auch nicht weiter. Nochmal zum Auto, Handy geholt, auf Kamera geschaltet und nach einigen Verrenkungen mit Lampe und Handy ein Foto geschossen. Hmmmm, nix zu sehen.
Der Boden war auch recht erdig in dem Loch, also grub ich mit einer Hand im Boden herum, bis es plötzlich anfing auf meinem Unterarm zu kribbeln. Ich zog den Arm aus dem Loch und stellte fest, dass ich einen Ameisenhaufen gestört hatte. Die Ameisen machten einen wohlgenährten Eindruck und waren gut 15 mm lang. Ich streifte die schwarzen Tierchen ab und liess sie beruhigen. Da gings nun turbulent zu, man konnte ihnen ihre Krise anmerken.
Ich wollte es nun gut sein lassen und leuchtete nochmal um den Baum herum, dabei fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Neben dem grossen Loch war auf der andern Seite ein viel kleineres Loch und das war mit einem flachen Stein geschützt und natürlich war da die Dose drin. Tja, nicht immer ist die Dose da, wo sie scheint zu sein. Wieder was gelernt und meinen Logeintrag gemacht.
Ich fand dann noch ein paar Dosen in den Weinbergen und nahm noch ein paar von den schon fast reifen Früchten mit. Vorallem die Roten sind ganz schön lecker.
Das war dann ein relativ einfacher Cachetag mit 8 gefundenen Dosen.

5 Kommentare 29.8.08 15:36, kommentieren

Raus ausm Quark

Seit dem Marathon in Freiburg, auf den ich so richtig hintrainiert hab, ist nix mehr Trainingstechnisch mit mir passiert. Ich hab die letzten 4 Monate zwar noch 3 Marathons gemacht, aber drauf hintrainiert hab ich nicht. Ich hatte auch keine Lust dazu. Das Ende vom Lied war, dass ich in Füssen in 4:25 ins Ziel kam. Gut, die 25 hat mir noch gefehlt, hätt ich eh irgendwann gemacht.
Hat mich auch nicht sonderlich fertig gemacht. Ich denk mir halt, ich will nicht immer nur trainieren und trainieren, ich will auch mal ein paar Monate im Jahr blöd vor mich hinlaufen, grad so wie ich eben Lust hab. Das hab ich ja jetzt zur Genüge getan und mal ehrlich. Wie geil ist denn das, wenn man bei 30° Intervalltraining macht? Ungeil, genau. Und nachdem nun abzusehen ist, dass das Wetter immer kühler wird, packt es mich wieder. Im Herbst wird ein schneller Halbmarathon gelaufen. Jawohl. Und so wie es aussieht am 26. Oktober in Basel. Und ich versprech auch, dass ich unterwegs keinen Cache such. Mach ich erst nach der Ziellinie
So, nun wird auf diesen HM hingebolzt. Mein Trainingsplan lag auch auf Eis, aber die Zielzeiten stehen noch drin, dementsprechend hart wäre das Training. Aber das Training kann ich jetzt gar nicht machen. Ich wär ja nur am kotzen.
Also vor 3 Tagen aufgerafft. Ich wollte einen Tempolauf machen über 6800 Meter in 4:35 er Pace. Mein Plan sagte was von 4:21er Pace. Haha. Losgesaust und nach schon 2 km in 4:33 er Pace musste ich keuchend stehen bleiben und eine Gehpause einlegen. Boah, das war zu schnell. Nach ein paar Sekunden hab ich mich wieder aufgerafft und musste nach einem weiteren Kilometer wieder stehen bleiben. Kurz pausiert und wieder losgesaust. Wieder 1 km später Gehpause. Gottogott, bin ich schlecht. Ich bin der Abfall der Läufergilde. Ich bin Ausschuß. Ich bin so schlecht. Aber ich raffte mich immer wieder auf, jeden Kilometer machte ich kurz Gehpause, bis ich 7 km zusammen hatte. Die letzte Pace war auch noch die Krönung mit einer 4:52 er Pace. Boah, ich lach mich tot..... Wenn ich wieder Luft dafür hab.
Halbwegs unzufrieden watschelte ich Heim. Am nächsten Tag tat mir die Hüfte und der Oberschenkel weh, fühlte sich wie eine Zerrung an. Aber am nächsten Tag gings schon besser. Aber statt gemütlichen 11 km machte ich gleich mal Laufpause und verschob meinen Plan entsprechend.
Heute durfte ich Intervalle machen. Plan sagt 3x3600 Meter in 4:33er Pace. Mein im Kopf umgestellter Plan sagt aber, dass ich in 4:45er Pace laufe und guck, ob ich das überhaupt gebacken krieg. Ich hatte Glück, denn ich traf genau das Zeitfenster, wo es nicht geregnet hat. Den Rest des Tages war bonjour Tristesse.
1500 Meter einlaufen, erster Intervall in 4:42 er Pace. Ist ok, passt doch, sogar a bissal schneller als geplant. Trabpause für 1200 Meter und wieder losgesockt. Diesmal hatten die Satelliten mit mir ein Problem und weigerten sich, mir Daten anzuzeigen. So musste ich nach 1000 Metern meine Pace schätzen, aber ich müsste sie hingekriegt haben, wahrscheinlich war ich sogar unter 4:40. Geht doch auch, oder? Wieder 1200 Meter getrabt und den Forerunner nebenbei neu gestartet, damit die Satelliten wieder mit mir waren.
Die Beine waren auch schon recht schwer, ich sag ja, nix mehr gewohnt der Bub. Wurscht, ich lief wieder an zum dritten Intervall. Fiel mir natürlich leidlich schwer, aber auch hier hatte ich eine Pace von 4:40. Zufrieden mit mir, dass ich nicht auf die Strecke gereiert habe, lief ich zum Sportplatz und zog meine Schuhe aus um im wieder anfangenden Regen noch ein paar Runden barfuß zu laufen.
Die Dorfjugend war auch zugegen.
Ein paar Wortfetzen fing ich auf.
Dorfjugendlicher: Ich hab ey letztens auch son Jogger gesehn, der hat son Pulsmesser angehabt, ich hab gedacht, der hat nen BH an, oder so, das hat voll krass ausgesehen.
Ich lief weiter, auf der nächsten Runde wurde die Jugend mutig und rief mir ein Hopphopp entgegen.
Ich blieb stehen und hab gefragt, warum sie nicht mitlaufen?
Wegen Faulheit, war die Antwort.
Achso
Weiter lief ich und dann sah ich, wie zwei Typen die Schuhe ausgezogen hatten und ebenfalls um den Sportplatz liefen. Einer machte nach 250 Metern schlapp, der andere machte aber 3 Runden mit. Geht doch
Danach lief ich barfuß Heim und war doch recht zufrieden mit dem Lauf. Es wird wieder und Ende Oktober hau ich meine Bestzeit zu Klump.
Aber dafür sollte ich auch noch mental besser werden und mich quälen wollen. Daran haperts auch noch a bissal. Aber das krieg ich hin.

10 Kommentare 15.8.08 21:43, kommentieren

Aufklärung

Tja, nachdem die halbe Welt, die täglich bei mir im Blog vorbei schaut, verzweifelt gegrübelt hat, was es mit dem komischen Dingens auf sich hat, kommt jetzt die Aufklärung.

Es handelt sich hier um einen QR-Code.
Häääh?
In Japan ist QR Code schon sehr häufig anzutreffen. Das wurde von einer schweizer Firma entwickelt und funktioniert im Prinzip ähnlich, wie der allgemein bekannte Code, den die nette Verkäuferin braucht um die Waren über den Scanner zu ziehen.
So ist es auch mit dem QR Code. Allerdings braucht man dazu keine Aldi-Kasse, sondern ein Handy. Erst wird eine Software aufs Handy geladen und dann kann man den Code fotografieren und weiß, was es damit auf sich hat.
Eigentlich könnte man so einen Code überall hinpappen. So könnte man sich in einer Stadt orientieren.
Man sieht an einem Gebäude so einen QR-Code, scant ihn mit dem Handy und kann direkt am Handy ablesen, dass es im Jahre 1348 erbaut wurde.
So kann man sich auch gegenseitig Codes schicken.
Wer es haben will, kann sich hier informieren
QR-Code


Wie ich drauf gekommen bin ist ja eh klar. Wieder mal Geocaching dran schuld. Ein Freund von mir hat einen Cache versteckt und einfach nur so ein komisches Muster eingegeben. Kein Hinweis, nix. Nur dieses Dingens. Da saß ich auch erst mal blöd rum und starrte das Bild an und kam net drauf. Ich fuhr dann an die angegeben Koordinaten und fand ein weiteres solches Bildchen. Half mir nicht unbedingt weiter, ausser dass ich fest gestellt hab, dass beide Bilder verschieden aussehen. Hmmm. Könnte ein Code sein. Also mal bissal gegoogelt und schon hatte ich die Antwort. Schnell die Software runter geladen und die Bilder fotografiert. Schon wusste ich, an welche Koordinaten ich gehen musste.
Ich fuhr dann am Abend nach Kaufbeuren und als ich so vor mich hinsuchte, kam auch schon mein Freund angeradelt und beobachtete mich grinsend. Nach dem Fund gings noch zu ihm auf die Terrasse auf ein Bierchen. Man kann sich anschließend einen Code ausdrucken und dem Ehegatten/Gattin auf den Tisch legen mit den Worten

qrcode

2 Kommentare 12.8.08 06:34, kommentieren

Grins


Was zu grübeln.

qrcode

5 Kommentare 8.8.08 23:49, kommentieren

Jungholz

Wieder ein schöner Cachetag geht zur Neige.
Diesmal war ich in Jungholz. Da hat einer eine schöne Serie gelegt mit 13 Caches auf einem Rundweg um Jungholz.
Das Wetter war super mit 24 Grad, da geht was. Also gegen halb 11 in der Früh ins Auto und nach Österreich rüber jemacht.
Lustig find ich das ja schon, dass Jungholz zu Österreich gehört, wo es doch völlig abgeschnitten ist von Restösterreich und nur an einem Punkt das Festland berührt. Wir haben Helgoland, Österreich hat Jungholz.
Bald war ich dort angelangt und hab das Auto abgestellt. 50 m vom ersten Cache entfernt. Und schon hier war ich 600 Meter bergauf gefahren. Also Sonnenbrille auf die Nase und ins Gehölz gelatscht. Ich fand die Dose, die war verschraubt in einer Holzscheibe. Raffiniert, gell? Das geht ja gut los und so machte ich mich nun auf den Rundweg um Jungholz.
Nach 600 Metern war ich bei der zweiten Stelle und da fiel das Suchen komplett aus. Denn auf der Bank, vor einer Hütte, wo der Cache liegt, saßen zwei Leute. Mist. Aber als sie mich sahen, mit GPS in der Hand, haben sie mir die Dose grinsend entgegen gestreckt. Die beiden, ein Paar aus Schaffhausen in der Schweiz stammenden, waren ebenfalls auf der Runde zum cachen. Wir trugen uns zu dritt ein und schon lief ich nun den Berg hinauf. Ich kann doch net ein Marathonhemd anhaben und dann normal gehen?! So trabte ich eben vor mich hin zur dritten Dose. Tja. Nu such mal schön Charly. Die Koordinaten machten mich irre, ständig hüpfte das Signal. War ich mal 10 Meter weg, warens im nächsten Moment schon 25 Meter. So ein Käse. Mittlerweile waren die Schweizer eingetroffen und zu dritt suchten wir in dem sumpfigen Gelände nach der Dose. Ich fand sie schließlich auch, an einer kleinen Tasche hängend an einer Wurzel. Alle loggten wir uns ein und schon lief ich wieder voraus.
Bei der vierten Dose hab ich die Grenze nach Österreich überschritten. Das hieß auch, dass ich keine Karte mehr aufm GPS hatte. Aber das machte mir eigentlich kaum Schwierigkeiten.
An der vierten Dose angekommen, suchte ich erstmal den Boden ab. Nix. Der Cache hieß 'Baumkraxeln' Die Schweizer waren schon wieder da und ich legte alles auf den Boden um den Baum zu erklimmen. Die Schweizer suchten vorsichtshalber noch die Bäume ab. Und tatsächlich war die Dose in Brusthöhe baumelnd am Baum. Also nix mit klettern.
Wieder trugen wir uns ein und schon verschwand ich weiter.
Die fünfte Dose fand ich sofort und schrieb einen Gruß an die Schweizer rein, denn wenn ich die so schnell find, dann wart ich jetzt nicht mehr ab. Weiter auf zur sechsten Dose, die ich auch schnell fand, ich musste mich aber mit Loggen beeilen, weil ich kurz zuvor zwei Wanderer überholt hab. Und die sollen ja nicht sehn, was ich da mach. Ich habs knapp geschafft und bin zur siebten Dose. Kein Problem. Die Achte war schon schwieriger. Die Filmdose war in einem Baumabschnitt eingeschraubt. Da kannst dich auch totsuchen. Aber ich hab das gleich erkannt.
Nun weiter zur Nummer 9. Das flutscht aber auch. Ich loggte die schnell gefundene Dose und machte mich auf den Weg zur Nummer 9....... Öhm. Hoppla, da hab ich mich doch tatsächlich verfranst und bin von der 8 direkt zur 10 gelaufen.
Vielleicht sollte ich auch mal was von der Gegend erzählen, nicht dass wieder mal vermutet wird, dass ich nur einen Blick fürs GPS und die Dosen habe. Neeeee, die Gegend war traumhaft. Dieses Jungholz ist eingekesselt von lauter Bergen. Schönen, grünen Wiesen und viel Wald. Eine herrliche Ruhe ist da, denn was sollte denn auch Krach machen, ausser die Jungholzer selber? Ausserdem gibts hin und wieder einen Brunnen, aus dem eiskaltes, herrliches Wasser raus kommt. So was gibts in keinem Laden zu kaufen. Und gegrüsst wird man auch von Jedermann mit einem herzlichen Servas.
Kann ich jedem nur empfehlen mal ein ruhiges WE dort zu machen, oder gleich ein paar Wochen.
Aber ich bin ja bei der zehnten Dose stehen geblieben und es roch doch schon nach Ziel. Ich musste also zurück und einen andern Weg nehmen um die Nummer 9 endlich zu finden. Aber dieses Endlich dauerte endlos.
Bei dem Baum, der die Dose verbarg, suchte ich mir echt einen Wolf. Die Dose war irgendwo im Moos an dem Baum versteckt und ich fand die nicht ums verrecken. Ich hab keine Ahnung, wie oft ich am Rand der Wertach um den Baum gefetzt bin. Alles suchte ich doppelt und dreifach ab, aber nix. Der letzte Logeintrag war auch schon vom 25.7. in der Zwischenzeit hat keiner die Dose gefunden. Weg? Ich hab nicht aufgegeben und spähte in viele tiefe Löcher hinein, ob sich dort etwas versteckte. Fehlte nur noch, dass mir was ins Gesicht hüpfte oder in die Finger biss, wenn ich so in die Löcher langte. 2 mal wollte ich schon aufgeben, hatte schon wieder die Sonnenbrille auf der Nase und war reisebereit und starrte den Baum an. Gibts net, nochmal alles abgelegt und weiter gesucht und schließlich hab ich doch die Dose gefunden. Nach über einer halben Stunde Suche an diesem doofen Baum. Die Dose ist in der Wurzel ein gutes Stück nach unten gerutscht und war echt furchtbar schwer zu finden. Ich stopfte nach dem Logg die Wurzel etwas aus, dass die Dose nicht wieder nach ganz unten rutschen konnte und machte mich endlich weiter auf den Weg zur Nummer 11. Hier war die Dose in einem präparierten Ast verklebt. Aber ich hab den Ast gleich gefunden. Irgendwie kriegt man halt doch ein Auge für die Cacheverstecke. Da fällt mir ein, mit der Nummer 11 hab ich insgesamt die 350. Dose gefunden. Jubel, auf gehts
Weiter nun zur 12. Dose und hier überquerte ich auch wieder die Grenze nach Deutschland. Schön, wenn man dann die restlichen Dosen so schnell findet.
Es ging weiter zur letzten Dose an einer Brücke und dort bedankte ich mich für die tolle Runde, die mir der Owner beschert hat und ich war happy, dass ich sogar alle Dosen gefunden hab. Jetzt musste ich aber noch zum Auto, dazu musste ich aber auch einen ziemlich weiten Weg noch bergauf laufen und das fiel nach knapp 15 km nicht mehr so leicht.
Tropfend kam ich beim Auto an und trank erstmal die 2 - Literflasche im Auto fast leer.
Und nach 3 1/2 Stunden machte ich mich auf den Weg nach Hause.
Schön wars. Die nächste Tour wartet schon auf mich.

1 Kommentar 6.8.08 21:08, kommentieren

Nerv

Ich nerv mal wieder mit Geocaching.
Mittlerweile hab ich über 300 Finds. 314 um genau zu sein.
Letzte Woche war ich in Strasbourg beim Statistikcachen
Hat nicht so recht hingehauen, denn auch in Strassbourg gibts Touristen und die Caches sind oft übel gut versteckt.
Ich hab 6 Stück hintereinander NICHT gefunden.
Das ist fei nicht nett. Da zweifelst du an dir selber, was denn da los ist. Mit Blindheit geschlagen? Zu doof zum suchen?
Kurios. Aber dann flutscht es wieder. An der Universität hab ich alle gefunden. Geht doch.
Insgesamt hab ich 14 Caches in Strassbourg gefunden.
Wie kam ich da eigentlich hin? Ein Freund von der Kerstin, der Markus war ein paar Tage bei ihr und er wollt sich die Stadt anschauen. Also sind wir zusammen dort hingefahren und sind dann getrennte Wege gegangen.
Ich bin ja nu wieder für ein paar Tage im Allgäu und hab auch hier noch ein paar Caches zu machen. Nur die Distanzen werden immer länger. Aber in Kempten gibts noch was und noch ziemlich geile Serien in den Bergen. Muss ich machen.
Aber zunächst gings heute Richtung Oberbayern.
Erstmal hoch auf den Auerberg und rein in die Kirche und hoch auf den Turm.
Aber das war auch nicht so leicht, weil ein paar Rentner nicht so schnell konnten. Nebenbei wollte noch eine Frau von oben runter, traute sich aber nicht. Mit guten Ratschlägen von den Rentnern gings dann mit vereinten Kräften.
Also hoch auf den Turm und gewartet bis ich unbeobachtet bin und nach der Dose gesucht und auch gleich gefunden. Ich mach die Dose auf, gehts auch schon los
DONGDONGDONG 12x. Es war genau 12 Uhr Mittags.
Ich also mich eingetragen und dann kam das Mittagsläuten. DONGDENGELDIDONG. Ein Höllenlärm. Ich war ja nur 2 Meter von der Glocke weg.
Wurscht. Ich ging den Turm runter, wieder durch die Kirche und weiter zur nächsten Dose, einen Trampelpfad entlang.
Den auch bald gefunden und dann gings nach Burggen.
Dort musste ich eine Aufgabe lösen, lief in den Wald hinein, ins Naturschutzgebiet und fand die Dose nicht. Meiomei. Ich hab nachgerechnet und eine andere Option probiert, wieder gesucht. Nix gefunden. Mist. Der letzte Eintrag ist von März. Vielleicht isse verschwunden? Denn so schwer war die Rechnung auch wieder nicht.
Nun fuhr ich nach Altenstadt. Da hats Fallschirmspringer und eine Kapelle. Schnell die Dose geloggt und weiter nach Peiting. Da gabs einen netten Multi zu machen. Ich also das Rad ausm Kofferraum und erstmal steil den Berg hoch ein paar hundert Meter. Dort gibts einen Arche Noah Weg. Auf dem ganzen Weg ist aus Schrott die Familie gemacht und alle Viecher, die mit in die Arche kamen. Immer zu zweit. Wissen wir ja alle, gell?
Welche Tiere kamen übrigens nicht in die Arche?
Richtig: Fische
Das war ein hübscher Multi. Die Dose fand ich auch ganz schnell. Da die Strecke fast nur bergauf führte, gings nun SAUS die ganze Strecke zurück bergab.
Nun kam noch Schongau dran. da kommt man ja nicht mehr vorbei, seit die Umgehungsstraße steht.
Ich kann mich kurioserweise an etwas erinnern. 1980 bei den olympischen Winterspielen wurde beim Skilanglauf im Radio gerufen: WO IST BEHLE. Kultkommentar, kennt jeder. Und ich weiß noch genau, wo wir damals mit Eltern standen. Wir waren in Schongau am Bahnhof und Vatta hat irgendwas im Bahnhof gemacht. Und eben da kam der Spruch im Radio vom Behle. Gut, Behle hats verbockt. Nix Medaille. Und an dem Bahnhof kam ich eben vorbei.
Diese Dose war auch ein Multi und ich durfte die Altstadt abklappert. Zunächst gabs aber nen Leberkässemmel und einen Kaffee zum mitnehmen bei der Lidl Bäckerei. Ich weigere mich übrigens Coffee to go zu sagen. Ich bestell auch immer einen Kaffee, mit dem man spazieren gehen kann. Irgendwie müssen die Verkäuferinnen dann immer grinsen.
Wie auch immer. Also mit Leberkäse und Kaffee in Laufklamotten hoch zur Stadtmauer, Türme gesucht und aussen um die Stadtmauer gelatscht. Dann rein in die Altstadt, die äusserst putzig und schön ist und die restlichen Aufgaben gemacht. Es dauerte knapp 40 Minuten, dann stand ich am Final und hab dank Hasengrill sofort die Dose erspäht.
Den Weg zurück fand ich fast nicht mehr. Ich irrte planlos umher, bis ich irgendwo den Berg runter gelaufen bin. Dann warens nur noch 1,5 km bis zum Lidl und damit zum Auto. Und weil ich schon mal da war, gings noch einkaufen. Kühlschrank leer.
Das war wieder ein netter Cachetag und alles war dabei. Von einigen Laufkilometern bis zur kleinen Radtour. Das macht Laune und bald mach ich auch die Serien in den Bergen.
So, jetzt hab ich euch wieder genug gelangweilt

11 Kommentare 18.7.08 22:04, kommentieren

Im Holzerwald

Heute war ja ein Traumcachertag.
Es hatte gerade mal 19° und ich hatte zudem auch noch schön Zeit vor der Nachtschicht.
Also auf geocaching.com geguckt und geplant, was ich denn für Caches angehen könnte. Natürlich kenn ich alle Caches, die ich noch machen muss in unserer Gegend auswendig. Ich guck ja jeden Tag drauf.
Diesmal wurden 5 Multicaches auserkoren, die bei Ronsberg in einem superschönen Wald zu machen sind.
Also losgefahren und nach gut 30 km auf einem Parkplatz angekommen.
Bauchtasche angezogen, GPS angeworfen und die Beschreibungszettel eingepackt und schon gings steil nach oben in den Holzerwald.
Es dauerte nicht lang, da musste ich auch schon die Wegpunkte anlaufen und entsprechend Aufgaben lösen.
Ihr kennt doch so Grenzsteine. Werden eigentlich nie beachtet. Die hier schon und das einfach aus dem Grund, dass die inflationär im Wald standen. Alle 20 - 30 Meter stand so ein Grenzstein herum. Links Wald, rechts Abgrund und an der Grenze entlang musste ich einen schönen Weg entlang gehen, der eben markiert war mit uralten Grenzsteinen. Die müssen übrigens schon 200 Jahre oder älter sein, weil die schon 1835 in Geschichtsbüchern erwähnt werden.
Hunderte Meter ging ich so durch den Wald und hatte reichlich gute Laune.
Ich musste so knapp 2 km gehen, löste die letzte Aufgabe und musste nun den ersten Cache suchen. War nicht schwer, denn es war ein 10 Liter Farbeimer, der so offensichtlich getarnt war, dass man ihn gar nicht übersehen konnte.
Also hab ich den Eimer rausgezerrt, mich eingetragen und die Travelbugs getauscht. Ich hatte ein Geländematchboxauto dabei und tauschte es gegen einen kleinen Mini. Wieder ein Mini, ich grinste und tarnte den Eimer wieder.
Sooooo, nun also auf zum zweiten. Ich musste nicht weit gehen und löste nach und nach auf dem Weg die Aufgaben für den nächsten Cache. Keine Probleme und nach einer weiteren Stunde stand ich am zweiten Cache. Aber ich suchte hier schon etwas länger. Plötzlich zwitscherte mein Handy in der Tasche. Hase hat mir eine SMS geschrieben. Ich schrieb zurück und kurz darauf, als brächte mir Kerstin Glück, hab ich den Cache gefunden. Es war ein Zigarrenröhrchen in einer Wurzel versteckt. Name notiert und das Röhrchen wieder zurück gesteckt.
Na geht doch und schon orientierte ich mich zum nächsten Cache.
Das war jetzt eher einer der wilden Sorte.
Es gibt in diesem 400 ha großen Wald eine Stück, das mit Absicht nicht mehr von Förstern oder anderen Arbeitern bearbeitet wird. Der Wald wird so belassen wie er ist und dies wird zu wissenschaftlichen Zwecken beobachtet. Das muss schon ein paar Jahre so gehen, denn über den alten Wegen liegen kreuz und quer schon einige Bäume herum. Riesengroße Buchen, die aus den Latschen gekippt sind. Es sieht manchmal so aus, als würde eine Fichte der Buche erste Hilfe leisten, als läge die Buche mit dem Kopf im Schoße der Fichte. Wilde Bilder. Und ich Depp nehm keinen Fotoapparat mit. Überall auch zerklüftete Felsen, alles wächst zu, wie es grad so vor sich hinwächst. Es sieht einfach wild aus.
Eine Aufgabe war fast schon ein bisschen gruselig. Ich stand mitten in der Wildnis und dann musste ich an eine Stelle und lauschen. Ich hörte aus dem Boden ein BUMP, BUMP, BUMP. Sofort erinnerte mich das an den alten Film 'Die Zeitreise' wo aus dem Boden die Morloks bumperten. Ich musste hier die Pulsschläge zählen, wieviel es pro Minute wären. Ich ging noch näher an die Ursache des Geräusches zu und stand nun genau darüber. Und jetzt fühlte ich auch noch den Puls. Also das war schon etwas unheimlich. Es waren übrigens 73 Schläge pro Minute. BUMP, BUMP, BUMP.
Bald hatte ich alle Aufgaben zusammen und nun konnte ich die nächste Dose suchen. Diesmal eine normale Tupperdose. Nochmal überblickte ich die Gegend und machte mich dann auf den Weg zum vierten Cache. Nochmal vorbei am BUMP, BUMP, BUMP. Ich studierte den Zettel und lief auf guten Wegen und leichten Aufgaben dem Cache entgegen.
Auf dem Weg zur Dose musste ich einen Hang hinauf und dort auf einem schmalen Kamm dem Weg folgen. Auch hier einige Grenzsteine im 25 Meter Rhytmus. Links könnte man wunderbar einen steilen Abhang runter fallen. Rechts gehts nicht ganz so steil runter. Am Ende des Weges hatte ich noch die dritte Option, ich war umgeben von Abgründen. Und hier fand ich an einer viergeteilten Buche den nächsten Cache. Diesmal wars eine Cremedose.
So, nu wieder umdrehen und äusserst konzentriert den Weg zurück verfolgt. Und bald stand ich wieder auf der sicheren Straße.
Dieses war der vierte Streich und 4 Stunden waren mittlerweile auch schon vergangen. Kinders wie die Zeit vergeht, das hab ich gar nicht gemerkt.
Aber es war noch Zeit und so machte ich mich auf den Weg zu den Aufgaben des fünften Caches.
Weil ich hier an einer völlig falschen Stelle war, musste ich die Aufgaben dieses Caches von hinten nach vorne machen.
Ich kam an einer Holzfällerhütte an (Erbaut 1939) und fand einen Brunnen. Ah prima. Durst hab ich ja eh schon lange.
Und das war auch die Ursache für das BUMP, BUMP. Dort unten muss wohl eine Pumpe sein, die das Quellwasser hier hoch pumpte. Also doch nicht so gruselig. Das Wasser war herrlich. Das Haus hatte sogar ein Plumpsklo. Lustig.
Weiter ging die Reise zum Ausgangspunkt und die Aufgaben waren superleicht zu lösen. Als ich an der ersten Aufgabe war, musste ich natürlich wieder umdrehen, nachdem ich die Cachekoordinaten ausgerechnet hatte. Ich kam ja von hinten. Also wieder den ganzen Weg zurück gehoppelt und nach 2 km wieder an der Aufgabe angekommen, die ich doch schon längst gelöst hatte. Nun musste ich nochmal quer durch den Wald und fand mitten im Wald ein Loch. Kreisrund, 15 Meter Durchmesser, 3 Meter tief. Einfach so, zack. Loch. Und mitten in dem Loch stand wieder ein Farbeimer. Also der Cache.
Ich dackelte vorsichtig ins Loch hinunter und konnte den fünften Log des Tages machen.
In dem Cache lag sogar ein Bierkrug. Bloß hatte ich nix entsprechendes zu tauschen dabei. Also hab ich nur meinen Namen ins Logbuch geschrieben.
Auch der Owner rätselt über das Loch, woher das wohl kommt? Meteoriteneinschlag? Hat sich der Boden mal abgesenkt? Fliegerbombe? Ich weiß es auch nicht. Auf jeden Fall ist das vogelwild.
So nun zurück geklettert und jetzt hatte ich Feierabend. Doch ähm, ich muss ja noch zum Auto. Mal aufs GPS gucken, wo das steht. Öha, doch noch 2 km Luftlinie.
Also einen Weg gesucht und losgetrabt.
Irgendwann hörte ich schon Autos, aber ich war noch nicht da. Ich kam an einer Weide raus auf der 25 Teenagerkühe grasten. Ich stieg über den Zaun und ging quer drüber. Eine Teeniekuh erblickte mich und die sind ja furchtbar neugierig. Schlimmer als die Ratschkattl vom Dorf. Also trabte der erste Schumpen auf mich zu. Und was passiert wenn eine losdackelt? Richtig, der Rest schließt sich an, man könnt ja was verpassen. Ich versuchte die Kuhdorfjugend zu ignorieren, aber jetzt fingen die Mädels an zu rennen. Klar, ich war ja auch der einzige Mann auf der Wiese. Alle hatten Glocken um den Hals und kamen auf mich zugesaust. Ja ähm. Ich hab ja weiß Gott keine Angst vor Kühen, aber in dem Fall wurde es mir dann doch anders. Stell dir mal vor es laufen 25 halbhohe Kühe im Schweinsgalopp auf dich zu, alle glotzen dich an und bringen ihre Fliegen mit und du stehst mitten auf der Wiese und kannst nur gucken.
Ich breitete die Arme aus und rief den Kühen zu, dass sie sich schleichen sollen. Aber die waren nicht mal schreckhaft. Die ersten Kühe hatten mich schon erreicht und blieben 50 cm vor mir stehen und schauten mich mit einer irren intelligenz an, die Kühe nunmal so an sich haben. Ich glotzte zurück und wedelte mit den Armen. Keine Reaktion. Hm, ich drehte mich um und lief weiter die Wiese entlang. Drei Schritte später DINGDONGDINGELDIDENGELDONG. Die Kühe schlappten mir nach und eine fing zu traben an, also alle wieder hinterher mit Höllengetöse.
So, jetzt kam ein brillanter Geniestreich von mir, ich lief in die eine Richtung, die Wiese verschwindet hinter Bäumen. Alle Kühe mir hinterher mit DINGELDIDONG. Ein paar überholten mich. Wollten sie mich einkreisen? Dreckspack. Aber nicht mit Charly, dem Kuhflüsterer. Ich drehte abrupt um und lief in die andere Richtung. Die Kühe konnten gar nicht so schnell umdrehen und die meisten haben es eh nicht gepeilt, wo ich hin bin. So stiefelte ich davon und traf..... Einen Wachhund. Eine Bestie. Ein Golden Retrievermischling oder sowas. Er hatte was im Maul. Ein Arm? Nein es war ein dickes Seil. Ist wohl sein Spielzeug. Es war der Wachhund von einem Anwesen, das direkt an der Straße lag, wo ich eigentlich hin wollte. Also näherte ich mich der Bestie und..... streichelte ihn. Ich zog an seinem Seil, er ließ los und ich warf das Seil im hohen Bogen weg. Was macht Hund? Nix. Schaut mich bloß an.
Ich zeig aufs Seil. Nix. Ich zeig nochmal hin, dann watschelte er los und brachte das Seil zurück. Ich wollte es ihm wieder weg nehmen, aber nö, zweimal lässt er das nicht mit sich machen.
Ich unterhielt mich noch ein bisschen mit ihm, auf dem Weg zu dem Anwesen und fragte ihn, ob ich denn durch sein Grundstück laufen dürfe. Er verneinte nicht, also ging ich durch den Garten. Hund hinter mir her und als ich am Zaun ankam, ließ er sich nochmal von mir streicheln. Braver Aufpasshund. Und dann lief ich die restlichen 500 Meter zu meinem Auto.

6 Kommentare 4.7.08 23:12, kommentieren

Mal wieder Geocaching

So, jetzt nerv ich euch mal wieder mit einem Geocaching Eintrag.
Der Martin, der Stefan und ich haben in den letzten 10 Tagen 2 Nachtcaches gemacht. Martin und Stefan kennt ihr nicht. Vielleicht doch, wenn ihr in Biessenhofen hin und wieder in die Apotheke geht.

Das war lustig, der Martin und ich verabredeten uns eigentlich für einen brutalen Nachtcache bei uns. Manche brauchen dafür 6 Nächte um ihn zu schaffen und wir wollten nun die erste Nacht machen.
Aber es kam anders. Um 20:45 Uhr rief der Martin aufgeregt an, ob ich das schon gesehen hab?! Ne, was? In Wildpoldsried bei Kempten wurde vor 10 Minuten ein nagelneuer Nachtcache frei geschaltet. Da müssma hin, ich hol dich um 21:15 ab, bis gleich *klick*
Öhm, ja klar ist ok.
Ich ging an den Compi und sah, dass da ein NEW aufleuchtete. Ich hab mir die Beschreibung durchgelesen und gleich mal die Startkoordinaten ins GPS eingegeben, meine Riesenmaglite eingepackt, alles mögliche an Klamotten und 2 Sätze Ersatzbatterien.
Schon kam der Martin angebraust, ich verabschiedete mich schnell von Kerstin, die verwundert guckte, wie ich aufgeregt hin und her wuselte und im Rekordtempo fuhren wir nach Wildpoldsried. Dort wartete schon der Stefan.
Also Sachlage erkundet, es handelt sich um einen Nachtcache. Ach, echt? HiraBira aufgenommen (Ich hab übrigens keine HiraBira, wenn mir einer eine schenken will, immer her damit) So, nun standen wir am Parkplatz und plötzlich wurde die Nacht zum Tag, als wir gleichzeitig die Lichtschwerter zückten.
Wir leuchteten durch die Gegend und ich fand dann auch schon den ersten Reflektor, weit oben in einer Fichte.
Da ich ja keine HiraBira hatte, schickten wir den Martin auf den Baum, dort war ein Hinweis, wo wir hinsollten.
Martin wieder runter vom Baum und wohlgemut gings auf dem Weg weiter.
2 Stationen später kamen wir an eine Kreuzung. Die Arbeit wurde geteilt, jeder hatte so seine eigene Vermutung, was zu tun sei. Ich hatte aber die Richtige In einem Wegweiser war unter der Schildkappe des Rohres ein Blechstück eingeschraubt, das uns sagte, zu welchen Koordinaten wir sollten. Sauber Charly, Schulterklopfer und weiter gings.
Wir kamen an einem steilen Abhang an und sahen dort unten Reflektoren. Zu dritt liefen wir den Abhang runter, zum Teil schön rutschend und kamen an dem Reflektor an. Unten am Baum ein Schild mit dem Wort NIETE. Aaaaaah du Sack, dachten wir uns. Weiter rechts war noch ein Reflektor, diesmal ging aber nur einer hin und tatsächlich stand auch dort das nette Wort NIETE. Noch ein Baum, noch ein Reflektor. Ich ging hin und schließlich schickten wir auch wieder den Martin auf den Baum.
Ahaaaa, sagte er, nehmt euch mal was zum schreiben ich diktiere. N --- I --- E --- T --- E
Wir schauten wahrscheinlich oberblöd aus der Wäsche und Martin freute sich über unser grenzdebiles Geschau. Haha, war nur Spaß und dann las er die Koordinaten vor, die dort angebracht waren.
Welchen Weg nehmen? Den Direkten am Besten. Also rüber über den Stacheldrahtzaun und dann sagte ich, boah 100 Reflektoren da drüben. Wowowo. Achso, das waren nur die Augen der 50 Schafe, die dort grasten. Haha. Ich kann nämlich auch verarschen
Wir überquerten die Wiese und mussten auf einen Berg hochmarschieren. Dort oben leuchteten wir wieder durch die Gegend und fanden einen Reflektor an einer Hütte. Also runter mit uns und schnell gings auch schon wieder weiter.
Die nächsten Stationen fanden wir alle recht schnell, dann hörten wir auf einmal ein paar Jugendliche. Psssst, leise.
Also schlichen wir durch den Wald, aber irgendwie bekamen die mit, dass es da ständig knackte im Gehölz. Totenstille bei der Dorfjugend. Was könnt denn auch nachts um 11 aus dem Wald kommen?
Dann keilten wir uns aus den Bäumen raus und mit einem dreifachen Mahlzeit schritten wir an den Jugendlichen vorbei.
Immer noch totenstille und schon waren wir wieder im Wald verschwunden mit drei wippenden Taschenlampen.
Nun waren wir an einem Weiher und umrundeten ihn halb. Dort, wo es nicht mehr weiter ging, war ein Riiieessssennbaum. Also Martin, hoppigaloppi, rauf mit dir. Und schon war er im Baum verschwunden, immer höher gings. Und dann fand er auch den Hinweis.
Wir sollten 130 Meter nach 230°. Also wieder zurück.
Als wir an der angegebenen Stelle ankamen, dauerte es nicht mehr lang, bis wir uns bäuchlings auf einen Steg legten und darunter nach einer Tupperdose suchten und zack, hatten wir sie auch schon geschnappt.
Der Jubel war groß. Wir gingen zur Straße hoch und trugen uns als Erstes in das jungfräuliche Logbuch ein. Daraufhin gabs erstmal ein Bier und noch mehr gute Laune.
Doch das war noch nicht alles, denn in dem Logbuch konnte man noch Koordinaten rauslesen, die uns zu einem weiteren, einen Bonuscache führte. Dort mussten wir in ein Ablaufrohr krabbeln und dann hatten wir den Bonuscache auch schon in Händen.
Dann krabbelten wir wieder raus aus dem Rohr und unterhielten uns noch ein bisschen über den Erfolg und dass wir die ersten waren, die den Cache machten.
Denn ein FTF, also ein First To Find ist nämlich was Besonderes.
Etwas langsamer fuhren wir schließlich nach 2 1/2 Stunden Heim.

In der Zwischenzeit hab ich selbst noch 10 Caches gelegt. Das ganze hat ein Thema und zwar Kapellen. Dafür hab ich im Ostallgäu an Kapellen in Dörfern einen Cache gelegt. Dazu noch einen Hinweis, um am Schluß an den finalen, letzten Cache zu kommen.
Kaum hatte ich den ersten Cache veröffentlicht, wurde er auch schon geloggt. Von wem? Von Martin natürlich. Er brauchte genau 32 Minuten vom Zeitpunkt, als der Cache online war, bis zum Finden desselben.
*kopfschüttel*
Nachdem noch einige weitere Caches von mir frei geschaltet waren, kam doch tatsächlich einer aus München angefahren und hat ratzfatz 7 FTFs gemacht. Er kam extra deswegen aus München angekarrt. Unglaublich, oder? Klar sind meine Allgäuer Cacherkollegen da nun schon ein bisschen pikiert deswegen. Püh.
Mittlerweile werden die Caches stark frequentiert und das Problem ist jetzt, dass die Dorfbewohner stutzig werden. Zum Beispiel in Oberzell können die Anwohner es gar nicht fassen, dass da alle 2 Stunden ein Auto vor der Kapelle hält, einmal ums Haus rennt, wieder ins Auto steigt und verschwindet. Und die Zuschauer in dem Dorf werden immer mehr und sie wissen nicht, was das jetzt eigentlich soll. Man darf sich ja auch net erwischen lassen, beim Loggen der Dose.
In Hausen kommts sogar vor, dass einer von einem Bauernhof zuschaut, was da für Gestalten rumwuseln, die Geocacher beobachtet und zum Schluß auch noch ein Foto vom Auto macht. Die haben wohl Angst, dass ihre Kapelle in die Luft gejagt wird.
In Hiemenhofen kams zu dem Eintrag: Ein Cacherkollege stellte sein Auto ab, worauf ein Mädchen sagte: Ooommmaaaa da kommt schon wieder einer zum beten. Worauf die halbe Familie auf die Terrasse kam und den armen Cacher beobachtete, der nicht wusste, was er tun soll. Aber ich hab die Dose in weiser Voraussicht in dem nicht einsehbaren Bereich versteckt. Lediglich Kühe können zugucken, aber die petzen nicht.
Jetzt nach dem ersten Schwung kommen die Cacher spärlicher aber regelmäßig zum bergen der Dose und es fällt hoffentlich nicht mehr so auf, wenn mal jemand vor der Kapelle hält.

Ich bin noch nicht fertig. Denn gestern wurde wieder zum Nachtcache gerufen. Martin hat in den letzten Monaten selbst einen Nachtcache ausgetüftelt und den sollten Stefan und ich als Betatester angehen. Das heisst, der Martin geht mit uns mit, verrät aber nix. Und dabei sollen auch noch Fehler und Schwachstellen gefunden werden.
Also trafen wir uns um 21:30 am Bärensee. Nachdem beim letzten Nachtcache Biermangel war, präsentierten wir diesmal jeder je 3 Flaschen Bier. Ähm, so war das dann auch wieder nicht geplant.
Also ran an die Arbeit und in die Gegend geleuchtet.
Aha, ein Reflektor, da gemma hin. Dann durfte ich diesmal die Baumarbeit leisten, denn Martin war ja der Owner des Caches. Ich lieh mir seine HiraBira aus (Ich wünsch mir zum Geburtstag eine HiraBira, kann sie aber gleich brauchen) und krabbelte auf den Baum. Hinweis schnell gefunden und schon gings 100 Schritte in 210° Richtung.
Dort ne Dose gefunden, alles läuft prima.
Dann gabs eine Aufgabe, bei der man sich trennen sollte. Einer ging mit einem Laserpointer, den man mitnehmen sollte auf den linken Weg, ich auf den rechten Weg. Dort an einem Baum war ein Winkel befestigt, wo man den Laserpointer aufsetzen musste. Der rote Punkt zeigte an einen Baum. Dort musste ich hingehen und die Koordinaten zurufen.
Das geschah drei mal, danach führten wir den Weg zusammen fort.
Die weiteren Aufgaben meisterten wir gut. Einmal war geplant, dass man von einem im Wald stehenden Dixiklo (häh) Reflektoren suchen musste. War knapp daneben.
Weiter gings, indem wir einem Bachlauf folgen sollten. Der Bach war schon sehr urig. Kaum Wasser drin und überall hing das Gras rein. So gings kreuz und quer am Bach entlang, bis wir Reflektoren fänden. Die hab ich auch gefunden.
Dort nun ein Hinweis, dass ich mir mit der Schnur und einem Magneten eine Angel bauen solle um auf der andern Seite zu angeln.
Also rüber mit mir, runter in den Bach und geangelt. Da leuchtete plötzlich eine Filmdose im Wasser auf und daran war ein Hufeisen. Das ging ja zackig.
Den Hinweis gelesen und die 'Angel' wieder aufgeräumt.
Nun hatten wir schon ein gutes Stück geschafft, eigentlich warens nur noch 2 Aufgaben, aber die schwersten.
Mitten im Wald war ein zugemooster Sickerschacht, den schoben wir auf und raus kam ein langes Rohr. Das Rohr wurde zerlegt und wir fanden
1. Eine Strickleiter
2. Eine Socke mit einem Stein darin
3. Eine lange Schnur
4. Einen MP3 Player
Oh, ein MP3 Player. Was kommt denn jetzt?

'Hallo Cacher, ich möchte ein Spiel mit dir spielen' Witzelte ich.
Nun mussten wir 4 Lieder anhören und diese Lieder der Position auf dem dazugehörigen Heavy Metal Album zuordnen. Das dauerte aber eewwig, bis ich das hingekriegt hab. In der Zwischenzeit baute Stefan an der Strickleiter herum.
Doch ich kriegte es irgendwann hin mit den Liedern, wir fanden die Koordinaten und es ging mit Sack und Pack und Strickleiter weiter. Da vorne stand ein äusserst mächtiger Nadelbaum vor uns.
Ach....
du....
Scheisse....
mir...
schwant...
böses...
So, da standen wir an dem Baum und wir legten den Kopf weit in den Nacken. Oooooohhhhh ist das hoch. Der erste greifbare Ast war auch schon in über 4 Metern Höhe.
So, hilft nix. Stefan warf die Socke über einen Ast. Daran war natürlich die lange Schnur, daran war die Strickleiter. Das heisst, er versuchte es, verfehlte den Ast und dann sah ich im Dunkeln den Socken auf mich zufliegen. Gerade noch konnte ich die Arme hoch reissen um ihn abzuwehren.
Gelächter
Also nochmal. Diesmal schaffte es Stefan, den Socken über den Ast zu werfen. Es wurde die Schnur und nun die Strickleiter hochgezogen. Hmmmm. Also mir wars bei der ganzen Sache nicht ganz geheuer.
Ich lieh mir wieder eine HiraBira aus (Wann hab ich Geburtstag?) und versuchte die Strickleiter hoch zu eiern. Gar nicht so einfach, unten hängte sich Stefan rein, dass die Leiter nicht so wackelte. Bald hörte die Strickleiter auf und ich musste mich mit allen Kräften an einem dicken Ast hochziehen, schließlich war ich im Baum. Puh. Hartes Stück Arbeit. Aber das war ja erst der Anfang. Martin wäre nicht Martin, wenn er das nicht ein bisschen schwieriger gestalten würde. Also turnte ich jetzt von Ast zu Ast und kam immer weiter nach oben. Ich schätze, dass es so 12 Meter waren, bis ich letztlich oben am Cache angekommen bin. Schwer pustend machte ich die Dose aus der Halterung und trug mich als erster ins Logbuch ein. Geschafft.
Dann ließ ich an der mitgebrachten Schnur den Cache runter, damit sich Stefan auch eintragen kann. Das dauerte aber auch ewig und ich versauerte auf dem Baum. Die Beiden dort unten hatten eine rege Unterhaltung und haben mich wohl längst vergessen. Pffff.
Irgendwann wurde sich wieder an mich erinnert und ich durfte die Tupperdose wieder hoch ziehen und in ihrer Halterung verstauen.
Nun musste ich aber noch den Weg nach unten angehen. Wieder runter von Ast zu Ast, bis ich nur noch die letzten 4 Meter mit Strickleiter und dem letzten Ast hatte. Das war jetzt auch nicht sooooo einfach den richtigen Halt zu finden und auf die Strickleiter zu kommen, doch schließlich befand ich mich auf der wackeligen Strickleiter und hatte bald sicheren Boden unter den Füßen.
Puh, durchschnaufen.
Martin gratulierte uns zu unserem hervorragend gemachten Betatest und dann mussten wir ja wieder alles zurück bringen. Die Strickleiter und alles um es wieder im Rohr zu verstauen.
Dann war es vollbracht und wir köpften noch ein Bier, das wir uns doch wirklich verdient haben.
Als das Bier zur Neige ging, sind wir zurück zum Auto gegangen und haben auch Martin zu dem Nachtcache gratuliert, was ja wirklich eine Heidenarbeit ist. Nicht umsonst dauerte die Umsetzung gute 2 Monate.
Jetzt dürfte der Nachtcache von Martin bald Online gehen und dann können die Nachtschwärmer loslegen.
Schön wars und spannend natürlich.

7 Kommentare 23.5.08 21:45, kommentieren

Cold Turkey und Wehmut

Nein damit ist weder das gestrige Abendessen gemeint, wo noch etwas Truthahn übrig geblieben ist, noch ein Türke, dem die Kälte in Deutschland langsam aber sicher aufs Gemüt schlägt.
Cold Turkey heissen Entzugssymptome und darunter hab ich die letzten Tage gelitten.

Vorgestern Abend sag ich zu Kerstin: Mein letzter gefundener Cache liegt schon wieder 6 Tage zurück. Das geht doch nicht.
Das ist nunmal so im Burgund. Es gibt kaum Caches hier.
Hase verstand meine Lage und hielt meine zitternden Hände.
Ach Hasenmann, ich kenn da einen und der kann dich heilen, der Weg zum Cache ist weit, bis nach Vézelay. Da brauch ich Sprit, drum werd ich gleich mal tanken.
(Hm, kommt mir bekannt vor. Wers bei dem Video da unten bis 1:36 durchhält ohne Anfall, weiß was ich mein. Aber seid stark)


Sofort fingen meine trüb gewordenen Augen wieder zu leuchten an. Wir planten sofort einen Ausflug nach Vézelay für den gestrigen Tag. Zwei Caches gibts dort. Einen Multi und einen Normalen.
Da wir im Hasenstall keinen Drucker haben, musste ich mir die Beschreibung des Multis mühsam in mein Cachebuch schreiben. Das ist Arbeit.
So, am Nachmittag gings los.
Es ist Frühling und jetzt ist die Zeit, wo das Burgund zum heulen schön ist. Da soll man nicht wehmütig werden. Denn am Donnerstag ziehen wir ja vom Burgund weg ins Elsaß. Klar, dort ist es auch wunderschön und es hat seinen Reiz, aber das Burgund ist nunmal einzigartig.
Wir fuhren an blühenden Bäumen vorbei über sanfte Hügel ging es dahin. Die Wiesen leuchtend grün, dass man sich im nächsten Leben wünscht eine Burgundkuh zu sein, die dieses Paradies wegfressen darf. Gut, die Aussicht, als Schnitzel zu enden ist dann doch nicht so prickelnd.
Kurz vor Avallon fuhren wir eine Umgehungsstraße entlang. Immer am Fluß Cousin entlang. Es ist einfach sagenhaft dort. So richtig kitschig schön wie bei den Hobbits Zuhause in Hobbingen.
Alles grün, alles blüht, der Fluß rauscht, Wälder, Gras, der Naturoverkill für die Augennetzhaut.
In Avallon haben wir noch ein bisschen eingekauft.
Dann fuhren wir weiter in Richtung Vézelay. Aber zunächst musste der erste Cache gefunden werden. Der war in St. Père an einer Kirche. Auto abstellen und zielstrebig hinter die Kirche gelatscht. Dort führte mich das GPS hin. Hase machte nebenbei Fotos von der Kirche und einem hübschen Garten.
Wir standen hinter der Kirche und dann zeigte Kerstin auf einen Stein und meinte: Da is der Cache.
Ich guckte sie an und ich holte den Stein aus der Wand und schon hatte ich die Dose in der Hand.
Grins, grins, breitgrins und rumhüpf. Hase hat ihren ersten Cache gefunden. Aber ich vermute, so richtig infiziert hab ich sie mit dem Cachefieber damit nicht.
Sie machte auch den Logeintrag ins Logbuch.
Wie weggeblasen war der Cold Turkey, ich war voll euphorisiert. Voll auf Cachedroge sozusagen.
Nun fuhren wir aber wirklich nach Vézelay rüber. Dort waren wir schon ein paar mal und diesmal wars wohl für lange Zeit das letzte mal. Da war sie wieder die Wehmut.
Wir schlenderten durch die Stadt und ich genoß die Aussicht auf...... mein GPS. Tja, das findet Kerstin immer so 'toll' am Cachen, dass man in den tollsten Gegenden sein kann, aber der Charly hat nur einen Blick für den Bildschirm des Etrax Vista HCX und dem Pfeil, der mitten durch eine Mauer zeigt.
Guck mal Charly, schön gell?
Hmja schön ja (224 Meter nach Südwest müssen wir)
Aber wirklich, ich hab mir auch das Vézelay angeschaut. Zum Beispiel interessierte mich brennend, wieviel Bretter eine Bank hatte, wieviel Eisenstangen an einem Zaun sind und wie die letzte Ziffer des Todesdatums von 'KeineAhnung' ist. Es erschien mir auch wichtig, mir zu merken, wie die letzte Ziffer der Telefonnummer dieses Hotels war.
Was man eben so ansieht bei einem kulturellen Ausflug...... mit Einbeziehung einer Cacherunde.
Die Aufgaben des Caches haben wir dann aber nicht wirklich gemacht. Auf gut Glück suchte ich die Koordinaten, wo denn wohl der Cache sein könnte. Es war ein Bereich von etwa 100 Quadratmetern, wo der Cache sein könnte. Ich wusste auch, dass er in einer Mauer versteckt war, ein Bild von einem Teil der Mauer hatte wir dabei. Dass das aber nicht so einfach ist, liegt daran, dass überall Mauern sind.
Aber ich fand einen Weg hinaus aus Vézelay? Tapfer ging Kerstin hinter mir her und überlegte mit mir, wo denn der Cache sein könnte. Ständig sahen wir uns die Mauern an, ständig wurde aufs GPS gestarrt.
Eine Stelle kam mir sinnvoll vor, ich suchte und.... fand nix. Also gingen wir den Weg wieder zurück. Kerstin führte mich an der Hand, damit ich besser gucken konnte und nich in einen Abgrund fiel, wie Hans Guckindieluft.
Dann plötzlich blieb ich stehen, fixierte einen der 125.000 Steine, liess meinen Schatz los und keilte mich in Richtung Mauer hoch. Ich hörte noch wie durch einen Nebel 'Charly pass auf deine Beine auf', doch es gab kein Zurück mehr. Ich nahm den Stein heraus und noch einen Stein und hielt triumphierend den Cache in der Hand. Kerstin zückte sofort den Fotoapparat und machte Heldenbilder von mir mit dem Cache.
Wir öffneten die Dose und grinsten hinein. Ich völlig begeistert über diesen, meinen Adlercacherblick, Hase begeistert davon, dass wir nun endlich Cachefeierabend hatten.
Ein Eintrag ins Logbuch, die Dose zurück gebracht und schon war ich wieder an der Hand von Kerstin. Ich blickte auf und sagte 'Tolle Aussicht hier'
Ach tatsächlich? Siehst du das jetzt auch schon?
Wir grinsten und schlenderten suchtbefreit durch das schöne Vézelay.
Da es schon Abend war, gingen wir noch Essen in eine Creperie. Das war mal lecker. Nachdem wir dort schön gespeist haben, sind wir beim Sonnenuntergang wieder nach Hause gefahren.
Noch mehr Kitsch, nicht wahr?

Kerstin hat einige Bilder vom gestrigen Tag gemacht.
Die können sehr bald in Kerstins Tagebuch angeguckt werden

Hasentagebuchbilder

9 Kommentare 22.4.08 12:39, kommentieren

Test

Einfach nicht weiter beachten. Ich hab in HTML ne Testtabelle gebastelt.
Aber wieso ist der Abstand so groß vom Seitenanfang bis zur Tabelle?












---IIIIIIIVVVIVIIVIIIIXXXIXIIXIIIXIV
1ABCDEFGHIJKLMN
2BCDEFGHIJKLMNA
3CDEFGHIJKLMNAB
4DEFGHIJKLMNABC
5EFGHIJKLMNABCD
6FGHIJKLMNABCDE
7GHIJKLMNABCDEF
8HIJKLMNABCDEFG
9IJKLMNABCDEFGH
0JKLMNABCDEFGHI







































































































































































































--- I II III IV V VI VII VIII IX X XI XII XIII XIV
1 A B C D E F G H I J K L M N
2 B C D E F G H I J K L M N A
3 C D E F G H I J K L M N A B
4 D E F G H I J K L M N A B C
5 E F G H I J K L M N A B C D
6 F G H I J K L M N A B C D E
7 G H I J K L M N A B C D E F
8 H I J K L M N A B C D E F G
9 I J K L M N A B C D E F G H
0 J K L M N A B C D E F G H I

4 Kommentare 25.3.08 17:58, kommentieren

HTF

HÄ? HTF? Bahnhof?
Nein, am Bahnhof darf kein Cache gelegt werden. Es müssen mindestens 150 Fuß Abstand zu einem Gleis sein. Wegen Terrorgefahr und so. Es ist schon vorgekommen, dass ein Cache mal eben in die Luft gejagt wurde, weil er versehentlich für ne Bombe gehalten wurde. Deshalb auch der Sicherheitsabstand zu Gleisen.
Aber das wollt ich ja gar nicht sagen, sondern meinen HTF bejubeln.
Jetzt weiß der geneigte Leser immer noch nicht, was ein HTF ist, nicht wahr?
Ich bin am Dienstag schweren Herzens aus Frankreich von meinem Schatz zurück gefahren. Und um der Tristese der Autobahn zu entgehen, bietet es sich an, hin und wieder an Raststätten und Parkplätzen stehen zu bleiben um nach einem Cache zu suchen. In Frankreich in Besancon lag einer herum, das war die Nummer 93 für mich. Dann direkt nach Basel suchte ich den nächsten Cache an der Raststätte Windrose. #94
Weiter gings auf der Autobahn in der Schweiz und hab noch weitere Caches gefunden.
Einmal stand ich recht planlos mitten auf dem Parkplatz und so ein Typ, vielleicht 1,55 Meter groß glotzte mich die ganze Zeit an. Ich hab mich dann sehr unauffällig verhalten, bin mal aufs Klo, wieder zurück, hab aufs GPS geguckt. Das sieht dann so aus, als würd ich SMS schreiben. Und der Typ glotzt mich immer noch an. Dann glotz ich eben zurück.
Holt der doch tatsächlich seinen Felgenreiniger aus dem Auto, spritzt unmotiviert auf einer Felge herum und legt den Reiniger wieder in den Kofferraum.
Kann der sich nicht dünne machen? Meine Güte. Er hat dann noch 4x den Kofferraum aufgemacht und wieder zu und glotzte weiter. Ich stand weiter blöd mit meinem GPS herum und konnte mir auf die angegebene Position keinen Reim machen. Nach 20 Minuten wurde mir das zu dämlich und ich fuhr weiter. Kaum war ich auf dem Beschleunigungsstreifen, fiel mir ein, dass ich zuvor ne Notiz gemacht hab zu dem Rastplatz. Ich hätte eine Aufgabe lösen müssen. Aber auf der Autobahn umdrehen wär wohl nicht sehr schlau, gell?
Ärgerlich bin ich zum nächsten Stopp gefahren und konnte in einer Telefonzelle den nächsten Cache loggen.
In St. Margrethen musste ich noch einen Multi machen, dann gings über die Grenze nach Bregenz zur Pfänderbahn.
Den Cache hab ich schon vor 6 Wochen entdeckt, aber der Vorgänger hat den Cache falsch rum ins Geländer gesteckt, worauf ihn der Owner wieder reparieren musste. So konnte ich diesmal einfach hin, Namen rein schreiben und das Teil wieder zurück legen. Das war die #99.
Ich ging zum nächsten Cache, aber den konnte ich nicht finden. Ich musste einen rutschigen Weg hinauf und ein paar mal wär ich fast im Matsch rein gesemmelt. Mit viel rudern konnte ich mich halten. Dort suchte ich im Wald an den Wurzeln herum, aber der Cache blieb mir verwehrt.
Zurück gerutscht und weiter fuhr ich nach Lindau. Dort an einer evangelischen Kirche konnte ich dann endlich meinen 100. Cache heben. Daher auch die Überschrift: HTF = Hundred to find, weisch?
Danach hatte ich keine Lust mehr weiter zu suchen, weil jetzt auch Feierabendverkehr in Lindau war. So fuhr ich die letzten 100 km Heim und verewigte meine Loggs im Internet.

5 Kommentare 20.3.08 11:43, kommentieren

Hells Bells

So heisst der Nachtcache, den wir gestern fortgesetzt haben, den wir vor einem Monat abbrechen mussten, weil Kerstins bucklige Verwandtschaft die Hinweistäfelchen weggefuttert hat. Die Hasen mögen anscheinend ausser Möhrchen auch Hinweisschilder aus Kunststoff.
Der Owner hat nun alles stabiler gebaut, damit sich die Hasen die Zähne ausbeissen müssten. Ich kann gleich sagen, es sind alle Schilder noch da.
Um 22 Uhr bin ich mit Martin von Kaufbeuren aus in den Wald gefahren um dann an der letzten Station weiter zu machen, an der wir vor einem Monat aufgeben mussten.
Nach einem kleinen Fußmarsch standen wir wieder an der Stelle.
Nun wussten wir auch, wo wir hin mussten, gaben die Koordinaten ins GPS ein und latschten durchs Gehölz, blieben an Dornenranken hängen und stapften über den gut gefrorenen Boden. Minus 5 Grad hatte es. Zur Waldbegehung prima Temperaturen, aber zum rumstehen nicht günstig. Aber noch gingen wir.
Wir mussten einem Weg folgen, der mit Reflektoren gespickt war, wir kamen gut voran, bis wir auf einer Anhöhe waren.
Und nu? Da waren wir auch schon und fanden damals keine Reflektoren mehr. Aber der Martin hat seinen Suchradius ausgeweitet, während ich jeden Baum ableuchtete, ob ich einen Hinweis finde. Irgendwann fand der Martin einen weiteren Reflektor in 200 Metern Entfernung. Super. Also runter mit uns und auf zum Reflektor. Dort fanden wir einen Hinweis und wussten, zu welchen Koordinaten wir mussten.
Es dauerte nicht lange, dann waren wir an der nächsten Station angekommen. Ich bückte mich am Baum und las 'Gehe 40 Schritte nach Nordost und warte auf 0 Uhr und hör genau hin'
Ich las: Gehe 40 Schritte nach Nordost und warte auf 0 Uhr und hör genau hin.
Ich las: Gehe...
Ich las meine Uhr ab: 23:10 Uhr
Ich las zuvor bei meinem Thermometer -5° ab.
So, da standen wir nun und mussten einfach nur warten, bis 50 Minuten vergingen. Wir aßen Studentenfutter und überlegten uns Fiesigkeiten, wenn wir selber mal einen Nachtcache organiseieren würden. Der Sadismus kennt keine Grenzen.
Die Zeit vergeht sehr zäh, wenn man nix zu tun hat, wenn man den Mond angeglotzt hat, wenn alles ruhig ist und man nur in der Kälte rumsteht.
Doch irgendwann wurde es 0 Uhr, wir lauschten und lauschten und hörten nur die Kirchturmuhr von Kaufbeuren und von Kleinkemnat und von wasweißich.
Der Owner wusste das auch und hat den Ohrenhinweis ein paar Minuten danach gestellt. Bis 0:05 rührten wir uns um keinen Millimeter und horchten in die Stille hinein. Dann plötzlich 'Pscht' da ist was. In der Ferne hörten wir ein pieppiep, pieppiep, pieppiep. In uns kam Bewegung, wir fußelten schnell in die ungefähre Richtung, blieben alle paar Schritte stehen um weiter zu lauschen und kamen dem Gepiepe immer näher.
Wir kamen an einem großen Baum an und waren dem Geräusch sehr nah, als dieses aufhörte. Das war knapp, aber wir standen an der Stelle, an die wir gelockt werden sollten.
So was nun? Wir leuchteten wieder die Bäume ab, ob wir einen Hinweis fänden. Den Wecker fanden wir auch, ganz oben am Baum hat der Owner einen elektrischen Wecker installiert, der jeden Tag um 0:05 das Signal gab. Es dauerte aber noch eine Viertelstunde, bis wir beschlossen, dass einer von uns, also Martin auf den Baum klettert um zu gucken. Und tatsächlich, dort oben war die Rechnung für die nächsten Koordinaten angeschraubt. Martin kam wieder runter, wir gaben die Koords ein und keilten uns gut gelaunt und zügig weiter durch den Wald, damit es uns auch wieder warm wurde.
Wir erreichten wieder eine Baumgruppe, aber wir wussten nicht, nach was wir suchten. Wir standen vor einer großen Buche und suchten die ganze Gegend ab. Irgendwann beschlossen wir, dass einer von uns beiden, also Martin auf den Baum klettern sollte um zu gucken, ob da oben was ist. Und tatsächlich, da oben im Baum war ein Melder, der aufleuchtete, wenn man ihn anleuchtete. Er blinkte rot, sobald er Licht abbekam. Aber nu? Kein Hinweis? Suchsuchsuch. Nix zu finden. Was tun? Martin entschloß sich dann, dass er den Owner anruft, als Telefonjoker sozusagen. Er wusste, dass wir im Wald sind und hat sein Ok gegeben, dass wir ihn im Notfall anrufen können. Gesagt, gerufen und Klaus, der Owner sagte, dass da oben aber ein Schild sein müsste. Aha. Wir beschlossen, dass einer von uns beiden auf den Baum klettern müsste, also Martin um das Schild zu suchen. Er hatte zuvor wohl wirklich Tomaten auf den Augen, weil er zuvor tatsächlich fast die Nase davor hatte.
Jubelnd notierten wir uns den Hinweis und sollten nun nur 35 Meter nach 100° gehen.
Aber wie es nunmal so sein muss, wir fanden nix. Wir hatten schon 100 Bäume und Wurzeln abgeklappert, doch unser Telefonjoker meinte, dass wir an einem Weg ankommen müssten. Da konnten wir aber nix dafür, weil der Weg 55 Meter weg war. Man sollte nicht immer so präzise denken. Wir fanden den Weg natürlich dann auch gleich und nun war der Rest eigentlich nur noch Formsache. Wir fanden Reflektoren und noch einen Hinweis, dass wir 110 Meter gehen sollten nach 45° und dann standen wir an einem Ort, an dem 3 Reflektoren an 3 Bäumen angeschraubt waren. Dort auf dem Boden ein völlig offensichtlicher Hasengrill (So nennt man das, wenn die Vorgänger einen Cache so tarnen, dass er eigentlich gar nicht mehr getarnt ist, weil so symetrisch keine Äste runter fallen können, mit Tannenzapfen dazu) Wir starrten auf die Stelle, im Fernsehen würde jetzt ein Engelschor singen, aus dem Himmel würden Leuchtstrahlen kommen und direkt auf den Cache strahlen. Wir hatten es geschafft und wir klopften uns auf die Schulter. Wir schoben den Hasengrill weg und hoben die Schatzkiste hoch. Die Tupperdose machten wir auf und suchten das Logbuch. Dann trugen wir uns in das Buch ein, machten noch unseren Trade und lasen, was die Vorgänger geschrieben haben. Nun gehörten wir dazu, auch wir haben diesen Cache geschafft.
Wir machten dann die Dose wieder zu und machten wieder einen Hasengrill, aber bitte so, dass er etwas natürlicher aussieht und schon keilten wir uns durch den Wald um wieder zurück zum Auto zu gelangen.
Hach ist es abenteuerlich.

Der Cache heisst Hells Bells und ist nach Highway to hell der zweite Teil der Serie. Der dritte Teil ist mindestens doppelt so schwer. Ich hab nur eine vage Ahnung, was uns da erwartet, aber der muss alles bisher gewesene um Längen toppen. Manche Leute haben 6 Versuche benötigt und wenn einer nur 2 Tage braucht, dann wird gestaunt.
Nett war auch, dass wir diesen Cache gestern gemacht haben (Alle drei Caches sind nach Titeln von AC DC benannt)
Denn genau vor 28 Jahren starb der damalige Sänger Bon Scott von AC DC
Also Cache heben in memory of Bon Scott.

Und nun: Link anklicken und headbangen
Erst mit Bon Scott in Highway to hell HIGHWAY TO HELLUnd dann mit Brian Johnson HELLS BELLS

8 Kommentare 20.2.08 13:23, kommentieren

Teufelsküche bei Nacht

Wisst ihr, welches Sprichwort mir gestern Nacht durch den Kopf ging, als ich über den letzten Nachtcache nachsinnierte?

Und Gott sprach, lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen.
Und ich lächelte und war froh und es KAM schlimmer.


Tja, soll heissen, in der letzten Nacht war wieder Nachtcache Einsatz.
Nachdem wir den letzten Cache nicht machen konnten, weil die Hasen die Hinweise gefressen haben, wurde ein anderer Cache auserkoren. Dieser liegt bei Obergünzburg in der Teufelsküche.
So heisst ein wunderbares und faszinierendes geologisches Gebiet im Allgäu.
Man geht ja immer vom Besten aus. Zuvor mussten wir schon Recherchen betreiben und verschlüsselte Botschaften decodieren. So erlangten wir die Hinweise.
Aber guckt selber hier
Alles ganz easy, gell?
Es war auch das Leichteste an diesem Cache. Der Rest war höllisch, wie auch die Gegend vermuten lässt.
Also fuhren wir um 21 Uhr nach Obergünzburg und stellten das Auto am Parkplatz ab.
Die erste Station fanden wir schnell, war auch keine Kunst.
Nun strebten wir dem Weg entlang und verschwanden im Wald und befanden uns somit in Teufelsküche.
Ein Stück gingen wir, fanden Reflektoren und kamen bald an einem Baum an. Dem Baum nach oben waren noch ein paar Reflektoren. Das hieß, rauf auf den Baum. Ich hielt die Taschenlampe, der Martin durfte hoch klettern. Dort oben war ein Zettel mit Buchstaben und Zahlen. Sehr gut, weiter gehts.
Das flutscht aber.
Es hieß noch, 30 Meter in Richtung 140° laufen und wenn nix weiter geht, im Umkreis von 10 Metern suchen.
???
Wir fanden sogleich die zweite Station und standen vor einem riesigen Felsen. Ahaaaaa, hier gehts nicht weiter. *blink*
So suchten wir nun den Felsen ab und jeden Baum. Nix. 20 Minuten suchen. Nix. Hmmmm. Frust. Was tun? Wir entschieden uns fürs weiter gehen. Wir folgten den Reflektoren.
Hier ist einer, da vorne ist einer, dort ist einer und hier und da und...... Heee, die Dinger sind ja gelb und hieß es nicht, dass man sich vor gelben Irrlichtern schützen soll? Scheiße, wir sollten hier nicht lang gehen, weil der Weg in die Irre führt. Also den ganzen Käse wieder zurück, bis wir beim letzten weissen Reflektor waren. Von dort suchten wir uns den weiteren Weg. Ich erwähne jetzt nicht oft, dass es ständig steil nach oben ging, steil nach unten, über Bäche, über Stock und Stein, über Wurzeln, über spiegelglatte Wege usw. usw. Mir taten schon nach 1 Stunde die Füße weh. Äusserst anstrengend, kann ich sagen.
Nun kamen wir an eine Station. Eine Steckdose mitten im Wald??? Die ist nicht vom Baum gefallen. Wir untersuchten das Teil und kamen dann drauf, dass man mit einem spitzen Gegenstand reinstechen kann in ein Loch und aus dem andern Loch kommt rotes Licht raus. Strom war übrigens zum Glück keiner drauf.
Toll, rotes Licht. Und nu? Wo ist die Botschaft? Was fangen wir mit der Info an? Wir wussten es nicht so recht.
Die nächste Station hieß, dass wir am oberen Weg nach genau vier Hinweisen suchen sollen, erst dann können wir uns wieder treffen. Ich machs kurz, auch wenns lang war. Wir fanden keine Hinweise. Zumindest nix verwertbares. Wir liefen immer weiter hoch, bis wir ganz oben ankamen. Steiiiilll. Hier wehte nun ein eisiger Wind. Also Mütze auf.
Hier oben gabs nix zu finden, also machten wir uns auf einem Weg. (Hurra ein Weg) nach unten. Aber die Wege waren hoffnungslos vereist, so drängelten wir uns nah an den Rand des Weges, damit wir einigermaßen im Pinguinschritt voran kamen. Allerdings rudern Pinguine nicht mit den Armen, wenn sie ständig aus dem Gleichgewicht kommen. Irgendwie war das schon lustig. Vor mir wedelte der Martin mit den Armen und fing sich gerade noch ab und ich wusste immer gleich, dass ich umgehend auch mit den Armen wedeln werde um das Gleichgewicht zu halten.
So erreichten wir wieder die Station 3.
?????
Ja das war die Steckdose. Wieder darüber nachgedacht, was es denn nu mit der Steckdose auf sich hat. Keine Ahnung. Auf jeden Fall sollten wir jetzt auf keinen Fall in Richtung 300° gehen, weil das saugefährlich werden kann. Darauf wurde mehrmals insistent darauf hingewiesen und extra auch rote Reflektoren angebracht, damit dem leidenden Geocacher nix passiert.
Nun befanden wir uns in flacherer Gegend und durften große Felsen untersuchen. An einem Felsen war ein Schild angebracht, das wir suchten.
Ich geb jetzt mal einen Link ein, damit ihr seht, wie die Gegend am Tag aussieht und das von Gehwegen aus gesehen. Viel Gehwege haben wir aber ja nicht benutzt, wir durften uns meist auf direktem Weg durch den Wald keilen.
hier der Link
Auf einem Bild seht ihr das Schild. Es besteht aus 574 Buchstaben das gehörte zur Aufgabe, dass wir die Buchstaben zählen. Lästig.
Dann suchten wir uns den Weg und eierten auf dem vereisten Weg herum. Ein paar mal rutschten wir einfach so dahin und warteten wo uns die Schuhe hintrugen. Natürlich wild mit den Armen wedelnd.
Ein kurzes Stück später, also etwa eine halbe Stunde, kamen wir wieder an einem beeindruckenden Felsen an. Dort war ein Spalt, in den man rein gehen konnte. Allerdings ohne Rucksack. Dort fanden wir einen Stock, daran hing ein Zettel. Nunja, da stand drauf, welche Farbe der Beerentrank hatte, an dem die Familie, die auf dem Schild stand, dahin gerafft wurde.
NEIN, NEINNEINNEIN, Überleg, überleg. Was für Beeren gibts denn? Blau, Rot? Was noch? Martin rutschte zurück zum Schild und kam wieder. Blau wars. Also vier Buchstaben. Puh. Weiter.
Soooo, nun hatte es bereits zu regnen begonnen. Nett bei 0°. Aber es regnete nicht lange, weil dieser in Schneeregen und dann in Schnee überging. Toll. Traumhaft. Herrlich. Erfrischend.
Es war schon nach 1 Uhr und ich legte mittlerweile den dritten Satz Batterien in die Taschenlampe. Doch jetzt kamen wir recht zügig voran. Ein paar Stationen kamen wir richtig gut voran.
Einmal verhakte ich mich in einem Bach und da zog es mir erstmal den Schuh aus. Ist ja eh scho wurscht, ich war ja schon nass. Der Schneeregen machte uns nun ganz schön zu schaffen. Der glatte Boden wurde noch glatter, den Boden konnte man auch nicht mehr so gut erkennen. Wo sind Wurzeln, wo trete ich am dümmsten hin? Aber wir kamen immer weiter. Die Stimmung bei uns wurde trotzdem schlechter und schlechter. Das liegt auch daran, dass der Martin
1. Am Morgen wieder arbeiten musste
2. Er seiner Frau gesagt hatte, dass sie sich um 3 Uhr in der Früh so richtig Sorgen machen kann. Und es war schon fast 2 Uhr.
Es schneite nun, der Schneeregen hatte somit aufgehört. Der Boden war der Wahnsinn. Wir mussten die Stationen ja auch immer mit den Händen frei schaufeln und nach jedem Baum konnte ich erstmal meine Handschuhe auswinden. Es war leicht feucht im Wald.
Wir rutschten zu einer Baumwurzel, leuchteten hinein und machten AAAAAAAAHHH huiiiii und hohohoho. Da hat der Witzbold in die Wurzel hinein einen kleinen Totenkopf hinein gestellt. Da denkst nix schlimmes und leuchtest 15 cm vor deiner Nase den Totenkopf an. Da haben wir uns leicht erschreckt. Aber den Hinweis fanden wir auch.
Wir glaubten jetzt aber, dass wir nicht mehr weit hatten bis zum Cache. Kann einfach nicht mehr weit sein.
Doch das dauerte noch. Jetzt wurden die Hinweise auch noch schwerer. Wir mussten die Zeichen decodieren, die Buchstaben hatten wir, aber der Zettel war patschnass und riss. Doch mit viel Mühe schafften wir das decodieren.
In Richtung 005° sollten wir 50 Meter gehen.
Ich suchte mit der Lampe, dann plötzlich TIRILIIIII, PFRIEP, PFRIEP.
?????
Wir blickten uns an und jeder meinte, vom andern hat das Handy angesprochen. Aber das wars nicht. Es machte noch 2x TIRILIIIII, PFRIEP, PFRIEP und merkten jetzt, dass wir an einer Art Bewegungsmelder waren. Als wir den durchschritten, piepte über unserem Kopf ein Vogelhäuschen. Achsoooo.
An der Wurzel wieder ein Hinweis, wieder decodieren. Der Zettel war mittlerweile fast nur noch Matsch. Ganz vorsichtig mit erfroreren Fingern hielten wir den Zettel in der Hand. Doch nun hatten wir den letzten Hinweis geschafft. Uns wurde gesagt, dass wir nun gleich am Ziel wären, nur noch 100 Meter in den Wald rein.
Wir waren komischerweise überhaupt nicht euphorisiert, wir hatten einfach die Schnauze voll. Martin ging das nun tierisch auf die Nerven, denn es war nun weit nach 3 Uhr in der Früh und seine Frau sitzt jetzt wohl senkrecht im Bett und macht sich Sorgen.
Lustig fand der Owner wohl auch, dass wir viele Hinweise überhaupt nicht benötigten. Dazu zählte auch das rote Licht in der Steckdose, als auch die 574 Buchstaben auf dem Schild.
Aber ich denk mir, wenn ich mal irgendwann bei Tage vor dem Schild stehe und dort lesen Spaziergänger, dann kann ich die Leute beiläufig damit beeindrucken, wenn ich lässig an ihne vorbei gehe und sage, dass das Schild 574 Buchstaben hat und die Farbe blau 4 Buchstaben hat.

Voller Wut suchten wir jetzt aber die Gegend ab, wir suchten und suchten, wir hatten kein Gefühl mehr in den Händen, ich hatte Eisklötze statt Füße. Meine Jacke wog 25 Kilo, weil sie total vollgesogen war und wir waren erschöpft, fertig und schlecht gelaunt.
Irgendwann sagte Martin: CHARLY ABBRUCH
Es hatte keinen Zweck mehr. Wir standen wahrscheinlich direkt am Cache und konnten ihn nicht finden. Was ja auch daran liegt, dass der Boden nun ziemlich schneebedeckt war.
Dazu kommt noch, dass meine Lampe langsam den Geist aufgab und ich keinen vierten Satz dabei hatte.
So haben wir die Startkoordinaten ins GPS eingegeben und sind stolpernd und halb erfroren zum Auto zurück gegangen.
Wir wollten schnell nach Hause, aber das funktionierte auch nicht, weil auf der Straße 10 cm Schnee lag und um 3:30 Uhr noch kein Schneepflug unterwegs war. Dann kachelten wir eben mit 50 - 60 Sachen in die Heimat und um 4 Uhr war ich mit klappernden Zähnen und durchgeweicht Zuhause.

Nun fragt sich der geneigte Leser:
Was soll der Scheiß eigentlich?
Wieso gibt es dieses Hobby, wieso zum Teufel schlägt man sich als normal denkender Mensch im Januar mit allerhand Gerätschaft mitten in der Nacht mitten durch den Wald, mitten durch die Mitte, wenn man doch auch gemütlich hinterm Ofen hocken könnte?
Wofür bitte soll das gut sein, diese bescheuerten Kisten zu suchen, sie aufzumachen, wenn man sie gefunden hat, einen Eintrag im Logbuch schreibt, ein Plastikauto rein stellt und ein Katzenquartett raus holt um im Internet zu verkünden, dass man es geschafft hat.
Antwort: Im Nachhinein ist es einfach geil, WEIL man es geschafft hat. Wir sind doch schließlich geprägt von der Steinzeit und immer noch Jäger und Sammler, aber nun eben mit GPS. Ausserdem ist man sich sicher, dass ein total fieses Abenteuer erlebt hat.
Ausserdem gibts immer so viel zu erzählen

4 Kommentare 18.1.08 15:21, kommentieren