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Immenstadt Halbmarathon

Heute hab ich wieder an einem Halbmarathon Teil genommen. H?tt ich ja gleich in der Gegend bleiben k?nnen, weil der gerade mal so 20 Km von Oberstdorf entfernt, in Immenstadt statt fand.
Um 6 musste ich schon aufstehen, weil die Wahnsinnigen den Start schon um 8:15 machten.
Ich hab mir gedacht, ich lauf heute mal eben eine neue Bestzeit, w?r doch gelacht, im Gel?ndeprofil steht zwar ein Berg drin, der 60 H?henmeter hat, der Rest ist ja wohl eher leicht h?gelig, dat geht schon, die paar Sekunden, die ich da am Berg verlier, die hol ich bergab wieder auf, jawohl.
Also dann um 8:15 der Start und schon gings leicht bergauf. Nach einer Minute hatte ich irgendwie keine Lust mehr, war mir zu anstrengend, aber pah, ich lauf heut Bestzeit. Ich muss jeden Kilometer unter 4:50 laufen, dann klappt das. Nach einem Km stand sogar 4:47 auf der Uhr, aber ich will euch nicht mit Kilometerzeiten nerven, nur kurz, bis Km 8 kam ich noch klar mit dem Rechnen, dann war ich verwirrt
Tja, flache Passagen waren in Immenstadt die Ausnahme, st?ndig gings hoch, runter, hoch, runter, weit hoch, weit runter, a bissal hoch, a weng runter. Bei Km 7 bekam man an der Wende ein Band, das man sich um den Hals h?ngen musste, zur Not kann man sich auch an einen Baum hinh?ngen, wenn man keine Lust mehr hat
Ich gucke immer ganz gern die Leute an, die mir entgegen kommen, die gucken immer ganz neidisch, weil man schon auf dem Weg zur?ck ist
Die Strecke f?hrte den ganzen Weg wieder zur?ck, das hiess, hochrunterhochrunterhochhochrunterrunter usw. aber bis KM 12 nix zu sehen, von dem steilen Berg. Ja wo isser denn? Ich hatte immer ein M?del in 10 Sekunden Entfernung vor mir, das wurde nicht mehr und nicht weniger, dann pl?tzlich war der Berg vor mir ?hm, jo, schon steil Das M?del lief stur den Berg hoch, ich bin gegangen und h?tte sie fast ?berholt, manchmal kommt man mit gehen schneller voran, als mit laufen. Oben angekommen gabs aufmunternde Spr?che, dass es jetzt bergab geht. GOTTSEIDANK. Aber dass es nach 100 Metern gleich wieder hoch geht, das hat man uns verschwiegen Also Z?hne zusammenbeissen und hoch den Berg. Das M?del war immer noch knapp vor mir, ich hab sie einfach im Geiste als Pacemakerin auserkoren
Hurra, wir haben den 15. Kilometer, es geht bergab und das mit Schwung, weils diesmal steil dahin ging. So, meinswegen kanns nach der Bergabtour flach bis ins Ziel weitergehen, aber n????, nun lief man noch durch ein paar K?ffer, st?ndig gings 30 Meter hoch, hinten wieder runter, n?chstes Kaff hoch, hinten wieder runter. Noch ein Kaff, nochmal hoch und runter. Boah, ich hab mir gedacht, beim n?chsten Berg bleib ich stehen und heul und mach diesen . Ich hatte ja noch den Strick um den Hals aber dann gibts ja keine Medaille im Ziel
Naja, nach 18 Km roch es schon nach Ziel, das M?del hab ich schon seit einer geraumen Weile abgeh?ngt, sie war fertig. Nochmal mussten ein paar enge Kurven und ein paar Unterf?hrungen hoch und runter gelaufen werden, eine Gerade mit einem stetigen Anstieg (hatte ich schon erw?hnt, dass ich die Schnauze voll hatte von Anstiegen?) dann oben endlich das Gr?bste geschafft. Runter ging es nach Immenstadt, quer ?ber ein schotteriges Betriebsgel?nde, an der Iller entlang und dann zum Gl?ck nur noch ein Km. Vor mir waren noch zwei L?ufer, bei dem einen dacht ich an schwul, beim andern an einen Solarium gebr?untem Popper aus den 80ern. Dass ich die noch ?berholen musste, versteht sich von selbst. ?ber die Br?cke leierte ein Helfer immer 'noch 700 Meter' vor sich hin, ich konnte endlich das Stadion h?ren, kurz darauf sehen. Die Zuschauermassen (circa 12 Leute) tobten (ma?los ?bertreib) und endlich war ich im Ziel. Es gab die Medaille, ich gab meinen Strick ab, den ich dann doch nicht brauchte und sch?ttete erstmal ein paar Iso und Tee in die Birne.
Meine Pacel?uferin kam 5 Minuten nach mir fix und fertig ins Ziel.
Achja, von wegen Bestzeit, 1:44:20 bin ich gelaufen. Die hab ich somit um 2:23 verpasst, aber bei dem Profil kann ich das locker verkraften.
Puh war das schwer heute.

Es fand noch eine Tombola statt, bei der es so um die 100 Preise gab, also jeder Dritte kriegt was. Funktionssocken und so Zeug gabs und wer hat nix bekommen? Na? Jawohl, ich.

H?rt sich jetzt etwas negativ an, was ich da ?ber Immenstadt schreib, aber die Veranstalter haben alles bestens im Griff, die k?nnen ja nix daf?r, dass Immenstadt auf der Strecke mal eben ne Baustelle hat und man die dr?ber balancieren muss. Die Streckenhelfer waren ?bertrieben pr?zise, mit klaren Handzeichen und Instruktionen in welche Richtung man muss. Manchmal echt witzig anzusehen, erinnerte an Flugbegleiterinnen, die Schwimmwesten erkl?ren und zu den Notausg?ngen zeigen. Die Verpflegung war gut, f?r alle war ausreichend gesorgt.
Ich bin ja froh, dass es heut nicht so heiss war, wie letzte Woche in Oberstdorf, das h?tte mir noch gefehlt
Es wurde auch ein Marathon angeboten, aber ne, den werd ich dort garantiert nie laufen. Der Halbe reicht mir vollkommen.

So, jetzt gucken wir mal, obs am Gr?ntensee mit der Bestzeit klappt, da hats ja nur den l?ppischen Staudamm zweimal, ich bin nu ger?stet

6.6.05 10:27, kommentieren



Mix-Marathon- MOD


Gestern fand in Marktoberdorf/ Ostallg?u zum 2. mal nach 2003 der Staffel-Mix-Marathon statt.

3 Sportler bildeten ein Team, das aus einem Inliner, einem Fahrradfahrer und einem L?ufer bestand. Der Inlineskater fuhr 11,7 Km, der Radler musste um die 22 Km fahren und der L?ufer noch 9,4 Km absolvieren. Mein Team bestand aus Simon auf den Inlinern, Michael auf dem Rad und mir als L?ufer.

274 Teams gingen an den Start, der bei Supersportwetter, teils heiterem, teils bedecktem Wetter statt fand. Um 11 war der Start der Inliner, allerdings gab es keinen Startschu?, es wurde hinter einem Polizeifahrzeug eine Runde gefahren um das Sturzrisiko zu minimieren. Erst nach etwa 500 Metern lief die Zeit, das Rennen begann. Sofort bildeten die Cracks eine Reihe und fuhren Windschatten, wie Perlen an einer Schnur. Find ich nicht sonderlich fair, weil die meisten Skater eben nicht im Windschatten fahren und schon hier einen Nachteil haben.

Nun fuhr ich mit dem bereit gestellten Bus in den Ortsteil, wo dann die Radler das Staffelband an die L?ufer ?bergeben m?ssen. Dort angekommen hatte man nun genug Zeit sich warm zu laufen. Gem?chlich haben sich die L?ufer dann in die Startbl?cke einsortiert und warteten auf die Fahrradfahrer. Irgendwann kam der F?hrende angerast, schaffte es noch sein Rad ?ber den Balken zu lupfen, der aufgestellt wurde, damit von hier an das Rad geschoben werden muss, ?bergab das Band und legte sich fix und fertig an die Bande. Es dauerte 5 Minuten bis erst der zweite Radfahrer kam. Langsam wurde es spannend, immer mehr Radler kamen und jeder der L?ufer wollte sehen, wann sein Radler kommt, was zur Folge hatte, dass sich die Leute immer mehr auf die Wechselstelle hineinbeugten. Mir war das egal, ich stand auf einem Poller und konnte die ganze Menge locker ?berblicken.

Als circa die H?lfte ihr Band ?bergeben haben, kam dann auch der Michael, der mir das Band ?bergab und mir Gl?ck w?nschte.

Kurioses spielte sich ab, die L?ufer rasten los, als h?tte die Strecke nur 200 Meter. In Endspurtmanier wurde gebr?llt, dass die Leute den Weg frei machen sollten, die noch auf ihren Radler warteten. Ich lief ?ber die Zeitmatte und dr?ckte auf den Start meiner Stoppuhr.

Die 5 L?ufer, die mich noch im Anfangsstadium ?berholt haben, sammelte ich schnell wieder ein, war mir schon klar, dass die viel zu schnell losgesaust sind. Ich hab jetzt eine nette Verfolgungsjagd gemacht und die L?ufer gez?hlt, die ich ?berholt habe. Die Kilometer lief ich recht flott, aber kontinuierlich in einem Schnitt von etwa 4:33 min/Km. Nach 2 Km liefen wir einen Berg hoch, hier konnte ich auch gleich noch ein paar L?ufer ?berholen. Danach ging es wieder bergab. Ich orientierte mich an einem M?del mit blonden Z?pfen, die 100 Meter vor mir war und bis zu dem Zeitpunkt, bei Km 4 nur etwas langsamer war als ich. Nach 5 Km war ich schon an ihr dran, aber als sie mich hinter sich h?rte, hat sie das Tempo etwas angezogen und wehrte sich gegen das ?berholen. Gemeinsam ?berholten wir noch ein paar L?ufer, aber nach 6 Km konnte das M?del mein Tempo nicht mehr halten und nun konnte ich sie ?berholen. Mittlerweile waren schon etwa 8 Km absolviert, als wir wieder in die Stadt kamen. Die Zuschauer wurden mehr, man wurde angefeuert, was nochmal Kr?fte mobilisierte. Vor mir war noch ein Gr?ppchen mit 6 L?ufern, die eine Br?cke hochliefen. Diese Gruppe konnte ich locker ?berholen und freute mich ?ber die Nummern 36 bis 41, die ich bisher schnappen konnte.

Jetzt hie? es anschnallen zum Endspurt, es sind nur noch ein paar hundert Meter bis ins Ziel, ich werde aber noch von einem L?ufer ?berholt, der mit einem Affenzahn an mir vorbei lief. Schon komisch, dass die Leute 8,5 Km aus dem letzten Loch pfeifen, aber dann am Schlu? so ein Tempo hinlegen. Da sind die Kr?fte doch wohl falsch eingeteilt worden. Nach der letzten Kurve sehe ich schon in der Ferne den Zielbereich und irre viele Leute, die links und rechts die Stra?e s?umten und Stimmung machten und die L?ufer ins Ziel klatschten. Mit einer Zeit von 42:41 kam ich ins Ziel, zwar schwer atmend, aber nicht fix und fertig. Nach ein paar Bechern Wasser begab ich mich direkt zum Bierstand und musste ein leckeres Weizen trinken. Nach so einem Lauf schmeckt es besonders lecker.

Unser Team belegte Gesamt den 124. Platz von 274 Teams in 1:51:01 Stunden. In der L?uferwertung war ich 107. Damit kann ich ziemlich zufrieden sein. Allerdings ?rgert es mich auch, dass die Strecke nicht 10 Km lang war, weil ich diesmal eine neue Pers?nliche Bestzeit aufgestellt h?tte. Wahrscheinlich w?re es auf eine 45:20 hinaus gelaufen. Naja, schade, aber nicht zu ?ndern.

Danach war noch Party auf dem Marktplatz. Bei der Siegerehrung waren auch noch sehr viele Zuschauer da und machten aus der ganzen Veranstaltung ein gro?es Volksfest.



3 Kommentare 12.6.05 10:53, kommentieren

Kilometer müssen her

Keine Atempause, Kilometer werden gemacht, es geht voran.



In 5 Wochen ist der K?nig Luggi Longjog in F?ssen schon vorbei. Da heisst es jetzt zwischen den Wettk?mpfen Kilometer bolzen.

Eigentlich erz?hlte der Wetterbericht mal wieder was von Gewitter und ab und zu Regen, aber nix wars, der Himmel war blau, als ich um 17 Uhr loslief. Dass ich 32 Km laufe, war mir schon klar, aber ich wusste noch gar nicht, wohin mit mir. Na egal, einfach mal von den F??en leiten lassen, mal gucken, wo die hinwollen.

Nach dem Wettkampf am Samstag hatte ich doch ein etwas schweres Gel?uf. Nach 5 Kilometern haben sich meine F??e dann doch mal f?r eine Richtung entschieden, ich peilte den Elbsee an, der etwa 10 Km von mir daheim weg ist und ein Naherholungsgebiet f?r uns und ein Fernerholungsgebite f?r die Preissn ist. Am Elbsee angekommen, kann man einem Radweg folgen, der schlie?lich abbiegend ?ber einen Kiesweg zur Seealpe f?hrt. Dort ist eine Gastst?tte, die gern von Radlern und zu Fu? angepeilt wird. Dort herrscht v?llige Ruhe, liegt die Seealpe doch mitten in der Pampa, fernab von jedem Verkehr. See sieht man hier keinen, aber der Boden ist ziemlich moorig.

Dort war schlie?lich mein Wendepunkt. Eigentlich hatte ich ja vor, ?ber Aitrang, Wenglingen, einen 2 Kilometer langen Berg hoch und hinten wieder runter, nach Apfeltrang zu laufen, aber das hab ich bleiben lassen, meine Haxen hatten was dagegen. Also bin ich die ganze Strecke wieder auf gleichem Weg zur?ck, was mir etliche H?henmeter ersparte, flach ist es trotzdem nicht.

Ich war so in Gedanken, als mir pl?tzlich auffiel, dass ich die Gegend, in der ich nach 18 Kilometern angekommen bin, ?berhaupt nicht kenne und guckte mich verwirrt um. Neben mir war ein Minigolfplatz, den ich gar nicht kannte. Ich drehte um und stellte fest, dass ich erst vor 500 Metern falsch abgebogen bin. Klar, dass ich mich selber auslachte.



Mittlerweile hatte ich 24 Km hinter mir und ich ?berlegte, ob ich noch auf einen Sprung bei meinen Eltern vorbei schaue, aber es war schon weit nach 19 Uhr und ich musste ja noch kochen und duschen w?r vielleicht nicht schlecht. Also weiter in Richtung Heimat, aber wenn ich auf direktem Weg heim laufe, dann w?re die geplante Distanz zu kurz. Also musste ich noch einen Umweg laufen, auch wenn es doch recht verlockend war, schon jetzt heim zu kommen. Nach 29 Km hatte ich echt keine Lust mehr, mir taten die Beine weh und immer noch musste ich 3 Km laufen. Auch wenn ich mich jetzt anstrengte, ich war kaum schneller als 6o min/Km. Nach 31 Km kam ich an meiner Haust?r vorbei, aber ich lief stur noch 500 Meter daran vorbei, drehte um und machte die 32 Km voll. Als ich ankam, legte ich mich in den Garten, warf die Sonnebrille und meinen Trinkrucksack von mir und versuchte vorsichtig die Knie einzubiegen. Nach ein paar Dehnungen hab ich mir ein Erdinger Alkoholfrei geg?nnt und hab noch Spaghetti in Spinatso?e mit Scampis drin gekocht.



Fazit: Was mich nicht umbringt, macht mich nur h?rter und das kann im Hinblick auf den Luggijog nicht schaden

1 Kommentar 14.6.05 08:10, kommentieren

Willkommen in meinem Weblog!
Hallo, es gr??t euch der Charly. Sch?n, dass du rein schaust. Darfst du gern regelm??ig.
Ich bin f?r jeden Kommentar dankbar, ausgenommen sind dummges?lzte Kommentare

14.6.05 10:50, kommentieren

Aua?

Ich war mir heute gar nicht sicher, ob ich laufen sollte. Was war los? Ich bin heute in der Arbeit auf eine Leiter gestiegen, worauf es mir pl?tzlich einen Stich in der H?fte gab. Hab ich mich erschrocken. Eine halbe Stunde lang bin ich durch die Gegend getapert und ein paar mal wenn ich Stufen hoch gehen wollte, stach es mir wieder in die H?fte. Scheisse dacht ich mir, nix gut. Irgendwann war dieses Stechen wieder weg.

Am Nachmittag hab ich dann vorsichtshalber meine Laufklamotten angezogen, ich hab aber schwer damit gerechnet, dass die H?fte wieder meckert, wenn ich loslaufe. V?llig verkrampft und langsam bin ich losgetrabt, immer damit rechnend, dass es mir einen stechenden Schmerz in die H?fte jagt.

Nach 2 Km ist immer noch nix passiert, also bin ich nach und nach lockerer und schneller geworden. Immer wieder hab ich auf die H?fte gehorcht, ob was weh tut, aber es war nichts zu sp?ren.

Auch nach 13,1 Km, soweit bin ich gelaufen, war alles in Ordnung. Was war das nun heute? Hatte ich mir kurz einen Nerv geklemmt? Ich hab keine Ahnung. Aber ich bin froh, dass sich das Problem hoffentlich erledigt hat.

Es lief heute ?berraschend gut, obwohl ich noch Muskelkater von der letzten 32 Km-Session hatte. Ein Schnitt von 5:35 Min/Km ist doch prima f?r einen lockeren Lauf.



13,1 Km

1:14 h

15.6.05 21:55, kommentieren

Kann ich fliegen?


Ja was war denn heute los? Schw?l war es, nicht unbedingt das optimale Laufwetter.

Wieder stellte ich mir die Frage, wohin ich laufe. Ich stand bl?d vor der Haust?r und wartete, bis mein GPS auf gr?n umgeschaltet hatte. Nach Kaufbeuren bin ich schon l?nger nicht mehr gelaufen, da gibt es eine Runde, die ziemlich genau 10 Km hat. Genau, das mach ich heute.

Also losgelaufen, nach kurzer Zeit an der Bundesstra?e auf dem Radweg entlang, dann dem Weg folgend geradeaus nach Kaufbeuren. Gut lief es, richtig flott war ich unterwegs. Es geht einen Berg hoch, den ich mal eben locker ?berquere. Hinten geht es wieder hinunter und ich gab ziemlich Schub. In Kaufbeuren biege ich links ab und laufe auf einen Wald zu. Da guckt mir ein M?dchen von etwa 7 Jahren zu, die mich an die Ida aus der Serie 'Michel aus L?nnaberga' erinnert. Zwei blonde Z?pfe, fragendes Gesicht und ein Jeanskleid, das etwas zu gro? war. Wenn ihr euch jetzt an die Ida erinnert, genau so sah sie aus

Der Weg f?hrte ?ber einen Kiesweg stetig bergauf, aber auch hier nix zu merken von Anstrengung. Ich war mal wieder so in mich gekehrt, dass ich mich schon wieder verlaufen habe. Pl?tzlich f?hrte der Weg steil bergauf, 300 Meter folgte ich noch dem Weg, bis mir klar war, hier wollte ich garantiert nicht hin. Also wieder bergab getrabt und die andere Abzweigung genommen. Nach 8 Km kam ich am Stolz von Ebenhofen, einer kleinen Kapelle, die am Waldrand steht vorbei. Liebevoll gepflegt, mit einem kleinen G?rtchen steht sie da und wartet auf Besucher. Im Inneren liegt ein G?stebuch, in das man sich eintragen kann.

Nein, ich hab nicht pausiert, ich bin weiter gelaufen und hab beschlossen, noch einen Abstecher bei meinen Erzeugern einzulegen. Geschwitzt hab ich von der Schw?le wie ein Elch, aber macht mich das nicht noch m?nnlicher?

Eltern waren da, ich wurde gefragt ob ich ein Weizen will, was ich bejahte, worauf ich doch erstaunt angeguckt wurde. Trink ich doch normal nur Wasser beim Laufen. Aber bei der W?rme schmeckt ein Weizen einfach genial.

Nach einer Stunde machte ich mich wieder, isotonisch gest?rkt, auf den Weg. Die ersten 500 Meter nach einer Pause sind recht z?h, aber langsam kam ich wieder in Tritt. Als ich wieder warm war, ging ich ab wie ein Z?pfchen. Grinsend wurden meine Zeiten immer schneller und nach mittlerweile 12 Km fiel mir ein, ich bretter jetzt los, was das Zeug h?lt und lief mit unter 4:30 min/Km ?ber den Radweg. Ich grinste bl?de vor mich hin und rannte und rannte. Rein ins n?chste Dorf und weitergerast. Eine ?ltere Frau br?llt mir hinterher, dass sie es gut findet, was ich da mach. Ich rief ihr hinterher 'Ich auch' und grinste weiter. )

Ich glaub, jetzt hatte ich das Gef?hl, dass ich nur noch die Arme ausbreiten musste, damit ich abhebe. Ich habs nicht versucht, ausserdem siehts bl?d aus, bin ja nicht Superman.

Naja, irgendwann muss auch der sch?nste Lauf zu Ende gehen und nach 15,5 Km kam ich nach Hause und stapfte hochzufrieden mit mir under Welt durch den Garten.

Hach, wat war das cool heute, auch wenns noch so schw?l war.



15,5 Km

1:21 h

17.6.05 21:30, kommentieren

Um den Forggensee

Der 2. Versuch



Heute Nachmittag hab ich schon einmal diesen Tagebucheintrag gemacht. Und was passiert? Ich Depp hab beim nochmaligen ?berarbeiten alles gel?scht. Ich hab dann erstmal den Compi ausgeschaltet, mir hats gereicht.

So, dann eben noch mal.

Heute habe ich mir vorgenommen um den Forggensee zu laufen, da war es mir auch ziemlich egal, dass der Wetterbericht sommerliches Wetter voraus sagte, aber im Nachhinein kann ich sagen, es war ertr?glich. Auch wehte immer ein leichter Wind.

Ich parkte also mein Auto um 10 Vormittags am Forggensee, schnallte mir den Trinkrucksack um, stopfte ein paar Zewas in die Tr?ger und nahm auch noch einen Schwamm mit.

Ich lief los ?ber eine Liegewiese, auf der um die Uhrzeit noch kaum Leute waren, aber Diejenigen, die da waren, guckten mich schon recht komisch an. Lief da doch ein Freak quer ?ber die Wiese und verschwand auf der anderen Seite im Wald. Nach knapp 2 Kilometern, die ?ber Stock und Stein f?hrten, kam ich am eigentlichen Radweg an und folgte diesem. Nach 5 Km erreichte ich wohl die n?rdliche Spitze des Forggensees, was ich aber nur vermuten konnte, weil kein See zu sehen war. Nun lief ich frohgemut den Radweg entlang und nach 8 Km kam es zu einem Zwischenfall. Ich ?berholte ein lecker M?del, das mit Surfutensilien den Radweg entlang ging. Noch kurz geguckt, wie die von vorn aussieht und weiter gelaufen. Ein paar Sekunden sp?ter dann *Schepper* ein m?chtiges Get?se hinter mir. Ich drehte mich um und sah, dass ein etwa 8-J?hriger Junge dem M?del mit dem Rad in die Beine gefahren ist, wobei das lecker M?dchen alles in den Graben warf. Der Macker (Freund kann man schlecht sagen, ich erkl?r auch warum) sa? die ganze Zeit in seiner Karre und guckte entspannt dem Treiben zu. L?ssig hatte er den Arm auf der Beifahrerkopfst?tze liegen und glotzte. Der Bub hatte eine Sch?rfung am Arm, dem M?del ist soweit nichts passiert, au?er dass sie sich m?chtig erschrocken hatte. Ich erkundigte mich als Kavalier nach dem Wohlbefinden der sch?nen Maid, Macker glotzte cool unter der Sonnenbrille durch. Ich half ihr beim zusammensuchen der Surfsachen, sprach dem Kleinen noch Trost zu und verabschiedete mich. Macker, immer noch den Arm auf dem Beifahrersitz meinte zu dem M?del: ??Gohts mea?? Was im Hochdeutschen soviel hei?t wie, ?Geht es wieder?? und das war dann auch schon alles an Regung von Macker. Ich dachte so bei mir, ?M?dchen, du hast was besseres verdient, als dieses Rind, mich zum Beispiel.

Ich setzte meinen Weg fort und fand es Kurios, dass so unglaublich viele Radfahrer unterwegs waren. Zun?chst habe ich noch freundlich gegr??t, aber schlie?lich hab ich davon abgesehen, ich wollt ja auch mal Luft holen.

Weiter ging es in Richtung S?den, die Sonne stand auch schon recht hoch und bei R?ckenwind, den Rucksack im Kreuz, musste ich ganz sch?n schwitzen.

Die Strecke war bis hierhin, bei Km 18 nie flach, st?ndig ging es hoch und wieder runter, das k?nnte Kraft kosten. Ich stellte mir nun die Frage, wie weit es noch bis zur S?dseite des Sees war und kam dann auch bald an einem Schild vorbei, das mir sagte, dass es noch 4 Km bis zum Staudamm, also das s?dliche Ende waren. Auf dem Westufer konnte ich schon l?nger das Festspielhaus sehen, das das Musical von Ludwig? vortrug.

Ich erreichte nun das S?dende und fand es imposant, wie der Lech unter mir dahin toste. Ich hatte das Gl?ck die richtige Gr??e zu haben, ich war genau auf Augenh?he mit dem Wasserspiegel des gestauten Lechs. Sah merkw?rdig aus. Komisches Gef?hl, wenn man bedenkt, dass diese Stahlwand den ganzen Stausee aufh?lt. Klar stellte ich mir vor, was abgeht, wenn jetzt der Damm bricht.

Weiter geht es unterhalb von F?ssen am Ufer entlang. Hier war viel Tourismus zu sehen, ?berall waren Leute beim Mittagessen, oder schauten auf den See hinaus, machten Fotos oder filmten.

Ich lief weiter und erreichte nach 25 Km das Schauspielhaus. Auch hier etliche Leute die mit Bussen angereist waren, das Geb?ude ansahen und auch hier Fotos machten. Es ist ja auch imposant, dieses Haus und im Hintergrund die Schl?sser Neuschwanstein und Hohenschwangau. Nat?rlich hab ich nicht gehalten, ich wollte meine Umrundung schaffen.

Jetzt kam der Punkt, an dem die Beine schwer werden und ich wusste gar nicht, wie weit es noch bis zu meinem Auto war. Also, lief ich weiter.

Nach 29 Km musste ich noch mal einen lang gezogenen Berg erklimmen, der nicht aufh?ren wollte. Ich nahm mir eine Gehpause und trank meinen Rucksack leer. Oben angekommen war immer noch kein Ziel abzusehen. Mich ?berholten ein paar Radler, die vor mir einen Bogen nach links machten. Ich werde doch wohl nicht auch diese Richtung einschlagen m?ssen? Doch, ich musste.

Ich hatte ?ber 30 Km in den F??en und hatte immer noch keinen Plan wo ich war. Rechts f?hrte eine Stra?e Richtung Ufer, aber der Radweg f?hrte gerade aus. Was tun? Ich lief den Radweg weiter, immer von der Gewissheit getragen, dass ich bestimmt falsch war. Lief ich nun weiter und riskierte einen Umweg, oder sollte ich umdrehen? N?, ich lief weiter, dann muss ich eben noch mehr auf die Z?hne bei?en. Doch siehe da, ich war auf dem richtigen Weg, ich erkannte die Stra?e, die ich mit dem Auto vor ?ber 3 Stunden gefahren bin, ich hatte nur noch ein paar hundert Meter. Endlich erreichte ich das Auto und warf den Rucksack und mich hinein.

Nach ein paar Minuten nahm ich etwas Geld mit und machte mich auf den Weg zur Liegewiese, die nun proppenvoll gef?llt war. Dort war auch ein Kiosk, bei dem ich mir ein leichtes Weizen bestellte. Mit dem Weizen bewaffnet stiefelte ich schnurstracks und schwei?berstr?mt in Richtung See, legte am Strand nur kurz meine Schuhe und die Socken ab und taperte mitsamt dem Bierglas in den See hinein. Wieder waren mir die Blicke sicher, ist es doch nicht ?blich in Laufklamotten und Bier in einen See zu latschen. Ich k?hlte mich mit einer Hand ab und stand wie doof im See herum. Ringsum reges Plantschen. Auf der Wiese beobachteten mich einige Leute auf Liegen und Decken und der eine oder andere hat mir bestimmt innerlich den Vogel gezeigt.

Ich ging nun zur?ck an den Kiosk und holte mir gleich das n?chste leichte Weizen, mit dem ich mich hochzufrieden mit mir und der Welt in den Schatten auf eine Bierbank setzte und das rege Treiben beobachtete . Nach einer halben Stunde hab ich mich schlie?lich auf den Heimweg gemacht und freute mich nur noch auf die Dusche.

Sch?ner Lauf war das, in herrlicher Kulisse, bei tollem Wetter.



Nebenbei muss ich unbedingt noch damit protzen, dass ich von Montag bis zum heutigen Sonntag 93 Km gelaufen bin. Die meisten Wochenkilometer waren bisher 80.



32,4 Km

3:12 h

93 Km/Woche

19.6.05 23:55, kommentieren

Auf Inlinern

Neue Woche, neues Laufgl?ck



Gestern musste ich unbedingt noch auf die Inliner stehen und eine langsame Runde drehen. Kann ja nicht sein, dass ich bei dem herrlichen Sommerwetter nichts mache. Aber tses, M?nner. Nat?rlich hab ich es nicht geschafft langsam zu fahren. Eh ich mich umguckte, bretterte ich schon wieder mit 22 - 25 Km/h durch die Gegend. 11 Km bin ich so durch die Gegend gerast. Schlie?lich mu? man ja gut aussehen, wenn die Konkurrenz auf Rollen entgegen kommt, oder vorn am Horizont potenzielle ?berholopfer dahin rollen. Ist doch klar, dass man die unbedingt einholen muss, scheiss auf den Vorsatz.

Ob das jetzt so eine tolle Idee war, sei dahin gestellt, auf jeden Fall tut mir heute der Fu? an der Oberseite etwas weh.

Aber was solls, diesem langsamen Inlinerpack hab ichs gegeben

21.6.05 18:55, kommentieren

Wieder laufen

So, nachdem ich gestern sch?n langsam auf Inlinern meine Kreise gezogen habe, durfte ich heute wieder laufen.

Warum mir die Fu?oberseite weh tut ist mir v?llig schleierhaft. Von dem bisschen bummelnden Inliner fahren kanns doch net kommen, oder? Mir doch egal, wenn vor mir die Konkurrenz auf Rollen unterwegs ist, ich muss die da nicht unbedingt ?berholen.

Aber es geht ja heut ums Laufen.

T?glich wird es w?rmer, heute hatten wir 28? und erst gegen 18:30 Uhr bin ich losgelaufen.

Zun?chst bin ich nach Ebenhofen gesockt, dann in auf die andere Seite des Bahngleises und zur?ck. Dann hab ich meine Stamm- 10 Km Runde in Angriff genommen. Weil ja am Freitag der Halbmarathon am Gr?ntensee ist, wird diese Woche nicht sehr schnell und nicht sehr weit gelaufen. 12 Km m?ssen heute reichen. Das Tempo halte ich moderat, ?hm, dachte ich....

Nach 4 Km war ich auf dem Radweg und blickte mich um. Hinter mir waren 2 Inliner, also lauf ich brav rechts und warte, bis die mich ?berholt haben.

Irgendwann schlichen die Beiden an mir vorbei. Da ich ja heute nicht sonderlich schnell sein soll, hab ich die dahinfahren lassen (dachte ich) hab ich erst nach ein paar hundert Metern die Verfolgung aufgenommen (machte ich). Kann ja nicht sein, dass mich die Hobbyinliner einfach so abh?ngen. Ein paar Kilometer kann ich doch bestimmt schneller machen, sind doch noch 3 Tage bis zum Halbmarathon. Ich also hinterher, aber ich kam nicht n?her. Allerdings konnten die zwei mich auch nicht abh?ngen. Ab und zu blickten sie sich um und f?hlten sich wohl verfolgt. Hatten die ein Gl?ck, dass ich heute langsam unterwegs sein soll, sonst

Dass es heute so warm war, merkte ich eigentlich gar nicht so, kam mir eher angenehm vor.

Nach 12 Km war ich doch schon etwas platt, die letzten Tage forderten ihren Tribut und diesmal lief ich tats?chlich endlich langsamer.

Ich kam an unserem Sportplatz vorbei, dort zog ich meine Schuhe aus und lief noch ein paar Rundern barfu? um den Fu?ballplatz, anschlie?end ging es nach Hause.

Hatte ich schon erw?hnt, dass mir der Fu? weh tut?



14,4 Km

1:20 h

21.6.05 23:38, kommentieren

Langsames Läufchen

Heute gibt es eigentlich nicht viel zu berichten.

Ich bin nur lockere 7,3 Km gelaufen, zwischendrin hab ich noch schnell meinen Eltern das Bier weg getrunken

Morgen ist Halbmarathon und das kann ja was werden, bei der Hitze.



7,3 Km

40 Minuten

23.6.05 20:55, kommentieren

Der Sonnwendlauf um den Grüntensee

Oh mann, bin ich platt

Ich wusste, dass der Halbmarathon am Gr?ntensee hart werden w?rde, aber so brutal hab ich mir das nicht vorgestellt. Die Temperatur lag bei 32?, kaum Wind, aber ich fang von vorne an:

Um 16 Uhr hat mich Ingo (Botti) bei mir in der Gegend mit dem Auto abgeholt. Zusammen sind wir nach Oy/ Mittelberg gefahren. Um 16:40 waren wir schon da und haben gleich mal unsere Startunterlagen geholt. Das T-Shirt, das es dazu gab ist ja so was von gr?n. Ich glaub, wenn ich mit dem Hemd drau?en an einer Weide vorbei laufe, dann rennen mir die K?he nach und knabbern mich an.

Wir zogen uns beim Campingplatz um, Sonnencreme wird aufgetragen, Melkfett auf die Oberschenkelinnenseiten geschmiert, cooles Jamaika- Laufshirt angezogen und Sonnenbrille auf die Nase.

So schlenderten wir wieder auf der Wiese herum und warteten. Kurz vor dem Start kam auch Volkmar vorbei und w?nschte uns einen guten Lauf. 1 Minute vor dem Start hab ich mir noch eine Wasserflasche ?ber den Kopf geleert.

Um 18 Uhr wurde der Halbmarathon gestartet und 250 L?ufer machten sich auf die Expedition Hitzeschlacht. Schon zu Anfang f?hrte der Weg bergauf, durch das Dorf, zwar nicht wirklich steil, aber stetig. Schon hier brach der Schwei? aus. Ich versuchte mein Tempo gef?hlsm??ig auf 4:50 min/ Km einzupendeln. Endlich hatte man die Steigung hinter sich und nun musste wieder bergab gelaufen werden. Die Stra?e f?hrte steil nach unten, man musste sich ganz sch?n bremsen. Wir liefen ?ber den Staudamm und dahinter wieder einen steilen Weg hinab ans Ufer des Gr?ntensees.

Hier hatte sich das L?uferfeld schon etwas entzerrt und ich konnte mich auf mein Lauftempo konzentrieren, weil es endlich auch flach dahin ging. Beim 3,5 Km Schild stellte ich fest, dass ich viel langsamer war, als ich es vom Gef?hl her vermutet hatte. :h?: Ich stoppte die Uhr beim letzten KM bei 5:00 Min. Na bravo, mehr geht auch nicht, trotzdem hab ich es versucht. Der darauffolgende Km wurde auch in 4:53 geschafft, aber das Tempo kann ich nicht durchhalten.

Nach endlosen 5 Km kam die erste Wasserstelle und hier wurde ich vom ersten des 10 Km Laufes ?berholt, der 10 Minuten nach dem HM gestartet wurde. Allerdings mussten die 10 Km Teilnehmer nicht den Umweg ?ber das Dorf machen.

Ich sch?ttete mir zwei Becher Wasser ?ber den Kopf, den K?rper und die Arme und trank dazu noch einen. Es brachte K?hlung, aber nicht lange.

Nun hatte man die s?dliche Seite des Gr?ntensees erreicht und rannte auf der anderen Seite die Strecke zur?ck. Schon nach 8 Km dachte ich mir, dass es ein Graus wird, diese Runde noch einmal zu laufen und beneidete die Kurzstreckler, die hier nur noch 2 Km vor sich hatten. Nach 10,5 Km kam man bei Start und Ziel vorbei und zum ersten mal machte ich mir ernsthaft Gedanken dar?ber einfach aufzugeben und auf diesen Halbmarathon zu pfeifen. Bestzeit kann es nicht werden und meine Km Zeiten wurden auch immer langsamer. Kaum ein Km war dabei, den ich mit 5 Minuten laufen konnte.

Ich lief dennoch am Ziel vorbei, wieder den H?gel hoch durch das Dorf und machte mich auf den Weg zur 2. Runde.

Dort im Dorf hatte die Feuerwehr einen Duschservice eingerichtet, der von mir dankend angenommen wurde. Ein paar Sekunden blieb ich unter dem Schlauch stehen, bis ich von oben bis unten nass war und lief weiter.

Es war mittlerweile 19 Uhr, aber immer noch nicht sank die Temperatur, die Luft war dr?ckend. Wieder lief ich gebremst den Staudamm hinunter und hoffte auf das baldige Ende des Laufes. Obwohl ich immer langsamer wurde, wurde ich nicht ?berholt, ich aber konnte ein paar L?ufer einholen, die fix und fertig waren.

Nach nun 15 Km kam erneut die Wasserstelle, bei der ich ein paar Becher trank und auch eine Gehpause machte, was bei mir bei einem Halbmarathon normalerweise total entf?llt. Die Gehpause ist n?tig und tut auch gut, auch in den paar Sekunden konnten Kr?fte gesammelt werden.

Nach dem neuerlichen Umrunden der S?dspitze wurde ich von Volkmar angefeuert. Ich sei gut unterwegs, was ich aber in Bezug auf meiner Verfassung schwer nachvollziehen konnte.

Ich rief ihm noch zu, dass das Laufen heute eine Katastrophe w?re und ich heim will. *heul doch* {Emotic()}

Das h?rte ein Mitl?ufer, der mir daraufhin sagte, dass er plante, unter 1:30 h zu laufen und er nun froh sei, wenn er wenigstens in 1:50 ins Ziel kommt. Ein totales Fiasko f?r ihn, da kam ich ja noch richtig gut weg.

Es kamen nach 17 und 18 Km noch zwei Steigungen, ich konnte noch 3 L?ufer ?berholen, wurde aber auch noch 2 mal ?berholt. Es roch jetzt langsam nach Ziel, ich lief jetzt tats?chlich wieder Zeiten von knapp unter 5 Minuten. Ich war fertig, aber in 10 Minuten w?re der Halbmarathon geschafft. Es kam das 20 Km Schild, bald ist es vorbei.

Nun endlich konnte ich vor mir das Ziel sehen und relativ viele Zuschauer, die es richtig erfasst haben und f?rmlich die Qualen der L?ufer mitf?hlen konnten. Gro?en Applaus gab es vom Publikum und ehrlichen Respekt vor allen Finishern. Ich lief ?ber die Wiese ?ber die Zeitmessmatte und hatte meinen 15. Halbmarathon und den zugleich H?rtesten geschafft.

Meine Zeit war 1:46:55 nach meiner Uhr, die Ergebnisliste gibt es noch nicht. So schlecht war die Zeit dann doch nicht, wenn ich bedenke, dass das Wetter wahrlich brutal war. Kurz nach meinem Zieleinlauf sagte der Sprecher, dass nun 75 L?ufer im Ziel seien, was mich dann doch recht erstaunte. So weit vorne kann ich doch gar nicht sein?!

Ich holte mir ein paar Becher mit Wasser, Isogetr?nk und Bananen und traf dabei noch 2 Arbeitskollegen von mir, die auch v?llig platt waren, aber gl?cklich, diesen Lauf geschafft zu haben. Erst jetzt, w?hrend man stand, haute es einem den Schwei? nur so aus den Poren, er lief tats?chlich in B?chen den K?rper hinab.

Nach einer Weile lief ich schnurstracks zum Getr?nkestand und holte mir ein Bier. Erstaunt sah ich Ingo mit seinem Kollegen auf einer Bierbank sitzen. Verwirrt guckte ich aus meinem nassen Shirt heraus, wie konnte er vor mir im Ziel sein? Die Aufl?sung lieferte er mir, indem er mir sagte, dass er nach einer Runde, wie noch etliche L?ufer mehr, ausgestiegen ist. Man kann es diesmal keinem verdenken, diese Entscheidung getroffen zu haben.

Nach einer Viertelstunde der Regenerierung und des Schwei? trocknens packten wir unser Zeug zusammen und verlie?en den Gr?ntensee.

Wir fuhren zu Volkmars Familie nach Hause, der uns zum Grillen eingeladen hat. Noch mal vielen Dank. Hier gab es leckere Steaks, W?rstchen und Kartoffelsalat. Da ich dank Ingo nicht fahren musste, fr?hnte ich dem Alkoholkonsum, in Form von ein paar Weizen. Das hab ich mir doch verdient, oder nicht? Es war noch ein sch?ner Abend im Garten, in einer milden Sommernacht, bei Fachgespr?chen ?ber das Laufen. Dass ich ziemlich viel Schwei? verloren habe, kann man auch daran erkennen, dass ich trotz vier Bieren nicht pinkeln musste.

Nachts um 1 traten Ingo und ich die Heimfahrt an.



21,1 Km

1:46:55 h

4 Kommentare 25.6.05 15:49, kommentieren

2 Tage Pause sind vorbei

Heute hab ich mich wieder in die Schuhe gestellt. Der Gr?ntensee ist verarbeitet. Ich wurde in der Ergebnisliste als 64. von 222 angekommenen Halbmarathonl?ufern angegeben. Superergebnis, so weit vorne war ich prozentual gesehen noch nie, das war ja fast im ersten Viertel.
Da ich Nachtschicht habe, muss ich zwangsl?ufig am Nachmittag bei 31? laufen. Alternativ w?re es nat?rlich auch m?glich, nach der Arbeit in der Fr?h um 4 zu laufen, das hatte ich vor 2 Jahren schon mal probiert. Ist alles andere als toll, wenn der K?rper schon ins Bett will, man aber noch schnell ein paar Kilometer l?uft.
Also hab ich mich im Gr?ntenseeoutfit plus Wasserflasche auf den Weg gemacht. Schon nach 2 Kilometern hab ich das Hemd ausgezogen und es mir in die Hose gesteckt. Die Autofahrer sehen einen an wie ein UFO, wenn man bei der Hitze, nachmittags um 3 ?ber den hei?en Asphalt brettert. Sicher hat sich auch mancher an den Kopf getippt.
Ich kam an der Nepomukbr?cke vorbei, eine alte Br?cke, die ?ber einen kleinen Fluss, vielleicht auch gro?en Bach f?hrt. Ich wei? noch, wie wir vor 25 Jahren in diesem Bach badeten, dort war immer m?chtig was los, die halbe Schule war da. Wir sprangen von der Br?cke, tauchten M?dels und fanden alles toll. Heute war nicht ein Kind zu sehen, das hier gebadet hat. Wo zum Geier treiben sich die Kinder heutzutage bei 31? herum?
Ich lief auf Bertoldshofen zu, immer sch?n ohne Schatten, aber doch mit etwas Wind, der von vorne k?hlte, aber bei R?ckenwind ?berhaupt nix bringt.
Nach 6 Km erinnerte ich mich an einen Brunnen, der mir schon in fr?heren L?ufen auffiel, der bei einem Bauernhof jahrein, jahraus in Betrieb ist. Dort steckte ich meine schwitzige Birne unter den d?nnen Strahl und f?llte auch meine Wasserflasche auf, in der Hoffnung, dass das bestimmt Trinkwasser ist. Ich kann beruhigendes Mitteilen, es war tats?chlich trinkbar. Danke lieber Bauernhof, die K?hlung war spitze.
Gut gelaunt lief ich weiter, diesmal mit angenehmen Gegenwind.
Wie weit sollte ich laufen? Ich hatte l?ngst schon beschlossen, dass ich den geplanten langen Lauf diese Woche sausen lasse, es ist doch einfach unmenschlich sich ?ber 32 Kilometer zu robben im Hochsommer. Aber zu kurz will ich nat?rlich auch nicht unterwegs sein, daher legte ich noch die eine oder andere Schleife ein. Bei meinen Eltern wollte ich auch noch vorbei und hab mich dort mit dem Schlauch von oben bis unten abgek?hlt. Wie ein begossener Pudel stand ich im Hof und gr?sste Vatern und Muttern.
Nach einem Pl?uschchen bin ich schlie?lich nach Hause gelaufen.

16,2 Km
1:33 h

27.6.05 20:30, kommentieren

Schwül

Ja, schw?l war es heute. Es waren 28? und die Luftfeuchtigkeit war ganz sch?n hoch.
Eigentlich wollt ich ja so um die 20 Km laufen, aber obwohl mir das schw?le Wetter jetzt gar nicht so viel ausgemacht hat, sind die F??e mit der Zeit ziemlich schwer geworden. Auch taten mir die Haxen langsam weh. Ich glaub, meine ?lteren Kayanos kann ich demn?chst mal in Rente schicken, nach 1250 Km sind die doch schon recht hart.
So wurden es eben nur 18 Km, reicht auch

18 Km
1:41 h

29.6.05 22:41, kommentieren