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Es kann nicht immer nur

die Sonne scheinen, es muss auch ab und zu, der Himmel weinen.
Von wem war jetzt nochmal das Lied? F?llt mir nicht mehr ein.
Egal!
Nur meine 10 Km Runde hab ich heute absolviert. Als ich gerade loslaufen wollte, hat es wie aus K?beln gegossen. Gut, dann hab ich eben 15 Minuten gewartet. Genauso pl?tzlich h?rte der Regen wieder auf. Nun aber flott raus aus dem Haus. 4 Kilometer lang hielt der Regen inne, es spitzelte die Sonne raus, aber in der Ferne konnte ich schon die n?chsten dunklen Wolken sehen. Kurz darauf regnete es wieder, aber schlau, wie der Charly ist, hat er die Kilometer gegen den Wind zu Anfang gemacht, so, dass er jetzt fast nur R?ckenregen abbekam.
Hin und wieder h?rte es zu regnen auf, um sp?ter um so heftiger abzusch?tten. Ich fand das lustig

Heut war in der Zeitung ein Bericht ?ber den Sonnwendlauf. Dort stand, dass 44 L?ufer den Halbmarathon abbrechen mussten.

10,35 Km
57 Min

1.7.05 17:47, kommentieren



Halbmarathon in Issing

Um 8:30 Uhr kam ich in Issing an. Gerade als der 10 Km Lauf gestartet wurde. So hab ich meine Lauffreunde aus M?nchen leider knapp verpasst.
Gegen 9:40 Uhr waren alle zur?ck, wobei ich Uschi noch auf den letzten 2 Km begleitet habe, sie hat mich gleich zusammengestaucht, weil ich behauptet habe, der Kurs w?re flach. Im Ziel wurde gegr??t und schon bald musste ich mich f?r den Halbmarathon Start anstellen.
Um 10 Uhr kam kein Schuss sondern ein M???HHH aus einer Sirene und los ging es auf meinen 16. Halbmarathon.
Die ersten Kilometer war ich ziemlich flott unterwegs mit Kilometerzeiten von 4:30 bis 4:45. Wenn ich so weiter lief, w?rde es f?r eine Zeit unter 1:40 reichen, aber so ein Halbmarathon ist lang, da kommen noch H?gel, die bew?ltigt werden m?ssen und das nicht zu knapp.
Ich war bereits vor 2 Jahren in Issing beim HM, damals mit der ?berragenden Zeit von 2:07 h. Das m?sste zu schaffen sein J, auch wenn die Streckenf?hrung diesmal v?llig anders war. Der alte Kurs war ziemlich flach, dieser hier sollte sich als doch recht wellig, wenn nicht bergig darstellen. Nach 3 Km ging es dann auch schon einen netten H?gel hinauf, der jedoch so am Anfang des Laufes noch locker ?berlaufen wird. Nun lief man in den Wald hinein, stetig bergab und alles im Schatten. Bei den sonnigen 28? heute, wusste man die Passage sehr zu sch?tzen. Die Issinger denken mit, sie haben sehr viele Getr?nkestationen aufgebaut, es gab auch Bananen und M?sliriegel zur Verpflegung, die ich aber abgelehnt habe. Bei jeder Stelle schnappte ich mir im vorbei rennen einen Becher, trank einen Schluck und sch?ttete mir den Rest ?ber den Kopf.
Die Regel sagt, dass, wenn man l?nger bergab l?uft, wird es irgendwann wieder bergauf gehen und nat?rlich war im Wald auch schon die Steigung, die zwar auch nicht steil war, aber dennoch musste ich Zeit liegen lassen. Nach 7 Km war der Wald zu Ende, ich lief wieder im Freien auf der Stra?e, dort wartete der Ort auf mich. In Issing selbst biegt man nach 8 Km in eine Stra?e ein und sieht pl?tzlich das Verderben. Hier haben sie einfach einen Berg hingestellt, der lang, fies und nicht flach war. Auch dieser musste ?berlaufen werden, in der ersten Runde noch nicht so schlimm, ich hab noch Kraft. Danach hat es sich aber erledigt mit den Anstiegen f?r diese Runde. Nach 10 Km durchlief ich das sch?ne Issinger Stadion und wurde von meinen Lauffreunden begr??t und aufgemuntert.
Auf geht?s in die zweite Runde. Nach 12 Km sah ich vor mir eine Frau laufen, bei der der Schuhb?ndel offen war, ich wollte sie darauf hinweisen, hatte aber nicht unbedingt die Luft dazu und ausserdem wird sie es bestimmt selber bemerkt haben. Sie lief auch tats?chlich bis ins Ziel mit dem offenen Schuh und kam auch vor mir an.
Nachdem ich zum 2. mal den ersten Anstieg erklommen habe, merkte ich, dass die Kr?fte langsam zu schwinden begannen. Ich lief nicht mehr so locker ?ber den H?gel. Wieder kam die Passage durch den Wald, anschlie?end die Steigung, die ich recht z?h hoch kam. Danach war der Wald wieder zu Ende, ich musste wieder auf der Stra?e laufen, in Richtung Issing. Dort angekommen, ?freute? ich mich schon auf den Berg, der noch kommen wird. Ich bog rechts ab und da stand er nun vor mir, kann mich aber nicht erinnern, dass der so Steil war in der ersten Runde. Haben die in den letzten 50 Minuten noch eine Schippe drauf gelegt? Sauerei so was. Ich ?berholte etliche Nordic Walker, die auch mitmachten und eine 10 Km Runde absolvierten. Einige guckten mich komisch an, wie ich da japsend den Berg erklomm. Endlich, endlich hatte ich den Berg hinter mir, die Kr?fte gingen zur Neige, noch 3 Km.
Nach 19,5 Km h?rte ich schon den Zielbereich, ich lag noch in der Zeit. Ich hegte die Hoffnung, dass eine Runde aus 10,5 Km bestand, das w?re ja eine Spitzenzeit, aber ich traute dem Braten nicht und so bekam ich leider recht. Waren es vorhin nur noch ein paar hundert Meter bis ins Ziel, wurde man auf der 2. Runde ?ber Feldwege, an Weizenfeldern vorbei geschickt. Es war niederschmetternd f?r meine Moral, hatte ich das Ziel doch schon vor Augen, entfernte ich mich jetzt wieder davon. Nach 20 Km bekam ich kaum noch die F??e hoch vom Boden. Ich musste mir selbst sagen, dass in ein paar Minuten alles geschafft ist. Dort vor mir lief noch ein Mann vor mir her, den k?nnte ich doch noch ?berholen?! Aber ich hatte die Kraft nicht mehr, obwohl, als ich ins Stadion einbog, kam mir der Mann schnell n?her, also habe ich noch mal das Tempo angezogen und konnte ihn tats?chlich 50 Meter vor dem Ziel noch schnappen. Vor mir liefen jetzt noch 3 Nordic Walker/innen auf das Ziel zu, die, wie sie es gewohnt sind, mitten auf dem Weg liefen und nat?rlich nebeneinander. Ich wollte mich noch durch rufen bemerkbar machen, aber dann war ich schon an der Zielmatte und musste einen Nordic Walker resolut auf die Seite schieben, schlie?lich ging es um Sekunden. Ich stoppte meine Zeit und stellte fest, dass ich eine neue Bestzeit aufgestellt hatte, mit 1:41:53. Nach jubeln war mir nicht zumute, bis Uschi kam und ziemlich begeistert von mir war. Nach und nach, als ich wieder bei Atem war, konnte ich mich dann doch ?ber die Zeit freuen. Ich ging noch kurz an den Versorgungsstand, worauf ich mich schlie?lich zu den anderen Lauffreunden begab, wo mir sofort ein Weizen vor die Nase gehalten wurde. Nat?rlich nahm ich dieses dankbar an. Schmeckt wunderbar nach so einem Lauf.
Wir erz?hlten uns von unseren Eindr?cken des Laufes und fanden alle, dass dieser Lauf perfekt organisiert war. F?r 14 ? bekam man ein Funktionsshirt, ein Baguette, die Verpflegung nat?rlich, Massagen, wer wollte und eine sch?ne Urkunde. Da wir gerade von Urkunden sprechen, als ich auf die Ergebnisliste schaute, fiel ich von meinem gedachten Hocker. Wurde ich doch tats?chlich 36. von 162 Teilnehmern des Halbmarathons. Da bin ich sprachlos und happy.
Um 14 Uhr verabschiedeten wir uns voneinander, nach einem sch?nen Sommerlauf.

2 Kommentare 3.7.05 20:58, kommentieren

Immer locker bleiben

Heut hab ich nach 2 Tagen Abstinenz ein lockeres L?ufchen ?ber 11 Km gemacht. Am Anfang gings ganz sch?n z?h, aber nach 3 Km war ich warm.

1:02 h
11 Km

6.7.05 18:38, kommentieren

Wie weit muss ich gehen

Das Lied ist von Apokalyptica und Martha. Find ich super.

Das war der letzte lange Lauf vor dem K?nig Ludwig Marathon in 10 Tagen.
Da ich Sp?tschicht habe, musste ich meinen Wecker auf 7 Uhr stellen, was f?r ein Horror
Erst noch M?sli ins Gesicht, Klamotten angezogen und in das nasskalte Wetter gest?rzt. Haben wir Juli? Ich bin mir da nicht so sicher, ich habe ?berlegt, ob ich meine Windbrakerweste anziehe, aber das hab ich verworfen, ES IST DOCH SOMMER!
Nach ein paar hundert Metern lief ich hinaus aus dem Dorf und wurde mit kr?ftigem Gegenwind begr?sst. Sollte ich nicht doch noch umdrehen, um die Weste zu holen? N?, geht schon, es sind ja immerhin doch 14?. Ich musste stramm ?ber 7 Kilometer in den Wind hineinlaufen, alles Flach bis nach Immenhofen hinein. Dort bekam ich Abwechslung, der Wind pfiff mir jetzt von der Seite ins rechte Ohr hinein. Was solls, solange es nicht regnet, geht?s doch.
Gedacht, gesch?ttet, es fing just bei diesen Gedanken an zu tr?pfeln, aber solange es nicht wirklich regnet. Es begann zu regnen, das macht so richtig Spa?. Ich denke voller Wehmut an meine Weste, die es sich bestimmt ganz bequem gemacht hat auf meinem Sofa und froh ist, nicht bei diesem Sauwetter herum getragen zu werden.
Der Regen wird schlimmer, mein rechtes Ohr wird gef?hllos. Nach 10 Km bin ich endlich einigerma?en Windgesch?tzt, aber auch klatschna?. Ich komme an Geisenried vorbei und entscheide mich f?r eine Kurskorrektur, in gesch?tztere Gefilde mit R?ckenwind und Regen. Kaum, dass ich einen Kilometer so gelaufen bin, h?rt es auch schon auf zu regnen. Na prima, geht doch. Ich laufe den Radweg weiter nach Thalhofen, verfolge die Wettkampfstrecke von vor 4 Wochen und sehe auch noch die Markierungen. Da war das Wetter noch w?rmer und man brauchte auch keine Laufweste. Irgendwann kam ich in Marktoberdorf an und lief die Stadt hindurch. Am Ortsausgang hatte ich bereits 20 Km hinter mir und im Kopf durchdachte ich die Strecke, die ich noch laufen muss, um auf die geplanten 32 Km zu kommen. Ich entschied mich daf?r, die Runde ?ber Bertoldshofen auszudehnen. Zuvor kam aber noch Kreen, das Riesenkaff, das mit Sicherheit mehr Misthaufen, als Einwohner hat. Weiter lief ich nun direkt nach Bertoldshofen hinein, durchquerte das Dorf und lief auf einer anderen Stra?e wieder in die gegengesetzte Richtung nach Hausen. Dort kommt wieder mein Brunnen, von dem ich schon vor ?ber einer Woche berichtet habe. Heute stand eine nette alte Frau an dem Brunnen und wusch ihre frisch geernteten Rettiche. Ich hab sie freundlich begr??t und gefragt, ob ich denn meine Flasche auff?llen d?rfe. Nat?rlich durfte ich. Ich hab mit der Frau noch ein paar S?tze gewechselt und bin weiter gelaufen.
25 Km hatte ich hinter mir, von schweren Beinen keine Spur. Es fing wieder an zu tr?pfeln, das wird aber meine Weste wenig jucken. Zum Gl?ck blieb es bei diesem Tr?pfeln.
Auf dem Weg nach H?rmanshofen musste ich zum 2. mal eine Pinkelpause einlegen. Ja, bei diesem Wetter schwitzt man nicht so viel. Vielleicht ist ja auch der Regen durch die Haut gedrungen? Wer wei?. Mit Weste w?r das nicht passiert.
Da ich in H?rmanshofen noch 3 Km zu laufen hatte, musste ich noch eine Schleife an der Wertach entlang einf?gen. Hier begann ich schneller zu werden, weil ich mich immer noch nicht ausgepowert f?hlte. Ich lief die letzten 3 Km mit 5:15 er Schnitt, ganz sch?n flott nach fast 30 Km. Ja irgendwann muss ich mich doch fix und alle f?hlen? He, ich hatte einen heftigen Halbmarathon am Sonntag hinter mir, gestern lief ich auch noch 11 Km, ich MUSS kaputt sein. Aber n?, ich h?tte noch l?nger weiter laufen k?nnen. Vielleicht h?tte ich es auch gemacht, nur um zu probieren, wann es endlich mit mir in die Gr?tze geht, aber keine Zeit, es war 11:15 Uhr und ich musste um 12 in der Arbeit sein, ein bisschen duschen w?r auch nicht schlecht. Also lief ich heim, grinste doof vor mich hin und erblickte die b?se Laufweste auf dem Sofa. Sch?n trocken lag sie da, das Mistst?ck. Na warte, in 3 Monaten ist Herbst.
So, der Marathon kann kommen.

3:02 h
32 Km

1 Kommentar 7.7.05 16:40, kommentieren

Schneckenrennen

Was war das denn f?r ein Wetter heute? Den lieben langen Tag regnet es. Ich bin zwar nicht aus Zucker, aber wenn an solch einem Tag eigentlich kein Lauf auf dem Plan steht und ich will trotzdem laufen, dann will ich gef?lligst anst?ndiges Wetter. *aufdenBodenstampf*
Hin und wieder hab ich aus dem Fenster geschaut, aber immer hat es geregnet. Ich wollte mich damit abfinden, dass ich heute nicht laufe, klappte aber nicht. So gegen 18 Uhr sah ich am Horizont ein helles Fleckchen und ein paar Minuten sp?ter hat es aufgeh?rt zu regnen.
Ich sprang schnell in meine Laufklamotten mit 3/4 Tight mitte Juli und einer gewissen Laufweste, dem Mistst?ck, die ich erst wieder im Oktober sehen wollte.
So lief ich also los und wo normalerweise um diese Jahreszeit Radler, Inliner und Fu?g?nger ohne Ende sein m?ssten, war kein Mensch zu sehen. Lediglich einen einzigen L?ufer kam mir entgegen. Es lief prima, obwohl ich ganz locker laufen wollte, haute ich Zeiten von knapp ?ber 5 Min/ Km raus.
Ich lief in das ausgestorbene Marktoberdorf hinein und steuerte den Dachserberg an. Der Berg hat mich auch nicht weiter gejuckt, ich bin einfach viel zu gut drauf momentan.
Warum ich die ?berschrift 'Schneckenrennen' gew?hlt habe, liegt also nicht etwa daran, dass ich so langsam war, sondern an den Nacktschnecken, die sich heute auf die Stra?e getraut haben. Immer musste ich auf den Boden gucken, damit ich die Schnecken nicht ungespitzt in die Stra?e ramme. Ich kann mit ruhigem Gewissen sagen, dass ich keine einzige Schnecke erledigt habe. Allerdings sah das bestimmt auch reichlich beknackt aus, wie ich da durch die Schneckenleiber getanzt bin. Mal machte ich einen Ausfallschritt zur Seite, dann h?pfte ich wieder ?ber eine Armee Schnecken dr?ber.
Nach knapp 15 Km bin ich wieder Zuhause angekommen und w?hrend ich im Gang noch meine Schuhe auszog, h?rte ich ein verd?chtiges Ger?usch, es regnete wieder in Str?men.
Na, wie hab ich das hinbekommen?

1:19 h
14,8 Km

Von Gestern hab ich keinen Eintrag gemacht, ist ja auch absolut nix geschehen.

58 Min
10,9 Km

10.7.05 23:22, kommentieren

Schwül

Es hatte gerade mal 22? und trotzdem wars recht schw?l heute.
Jetzt ist die schlimmste Woche vor einem Marathon. Du darfst kaum noch laufen und t?glich f?hlt man sich besser. Gut, heut gehts noch, ich durfte noch 12 Km laufen, aber jetzt sinds gerade mal noch 15 Km bis zum Marathon.
Die Schnecken vom Sonntag sind alle verschwunden, aber ein paar von den Nacktschnecken haben sich wohl wegen dem Wetter ein H?uschen gekauft und haben sich damit auf die Wege getraut. Da werden wohl die Immobilienpreise f?r Schneckenh?user leicht angestiegen sein. Wer jetzt noch investieren will, sollte sich beeilen, ich denk mir, wenn es w?rmer wird, werden die Schnecken ihre Wohnungen wieder absto?en. Die Folge ist, dass die Preise wieder fallen. Also vorsicht mit den Investitionen.
Schon plemplem, was einem beim Laufen so alles durch den Kopf geht

1:07 h
12 Km

12.7.05 16:27, kommentieren

Bummel bummel

Sch?nes Wetter, 24?. Ein Traumwetter um zu laufen. Das w?re doch der richtige Tag um 25 Km in sch?ner Gegend zu laufen.
Aber was sagt mein Plan? N?, Charly, du darfst nicht, am Sonntag ist Marathon.
Also bin ich sch?n gem?chlich im Marathontempo 8 Km gelaufen.
Auch wenn es ziemlich schwer fiel, nach eben diesen acht Kilometern bin ich Zuhause angekommen. Null ausgelastet und kaum geschwitzt.
Die Wettervorhersage verspricht nichts Nettes f?r Sonntag. Die Ansagerin im Radio klingt sehr fr?hlich, wenn sie sagt, dass es dann hochsommerlich warm wird.

13.7.05 23:30, kommentieren

So das wars

Heute endete die Marathonvorbereitung. Ich werd am Sonntag daran denken, dass ich 'nur' 5 Km gelaufen bin und dass es sich ja fast nicht gelohnt hat, die Schuhe anzuziehen. Wir sehen uns dann beim 37 Km Schild und dann reden wir nochmal ?ber den Satz 'nur 5 Km'.
So, ich bin jetzt ger?stet.
Ich bin heut gem?chlich zu Muttern gelaufen, hab mir dort gen?sslich ein Weizen eingeworfen und bin dann nach knapp 2 Stunden 'l?stern ?ber die Nachbarn' auf gleichem Weg wieder heimgelaufen.

5 Km
29 Min?tchen

1 Kommentar 15.7.05 21:41, kommentieren

Die Waage

Ich bins nochmal
N?, bin heut nicht gelaufen, aber auf die Waage gestanden. Und was muss ich sehen? Letztes mal, als ich mich gewogen hab, war ich bei 82,2 Kg. Das war aber am Montag. Heute hatte ich sage und schreibe nur noch 80,9 Kg. Ist das nicht geil? Das letzte mal, als ich so wenig gewogen habe, das m?sste 20 Jahre her sein, auf jeden Fall durfte ich da noch nicht Auto fahren

16.7.05 14:22, kommentieren

Füssen Marathon

Der folgende Bericht h?rt sich vielleicht etwas statisch an. Ich hab den Bericht f?r running-pur.de und den Veranstalter des F?ssen Marathons geschrieben. Daher fehlt etwas das Pers?nliche.

F?ssen Marathon

Um 7 Uhr kam ich in F?ssen an und steuerte das Sportstudio F?ssen an, bei
dem ich meine Startunterlagen f?r den 5. K?nig Ludwig Marathon abholen
konnte. Freundlich wurde ich begr??t und ein erfolgreicher Lauf gew?nscht.
Schon hier hatte ich einen guten Eindruck, musste ich doch keine Wartezeit
in Kauf nehmen. Nebenan stand ein Bierzelt, in welchem sp?ter die Nudelparty
und die Preisverteilung statt finden w?rde, aber soweit ist es noch lange
nicht, es warteten noch 42,195 Kilometer auf mich.
Ich fuhr mit dem Auto in Richtung Start, der leicht zu finden ist, wenn man
nur die Bundesstra?e gerade hinunter f?hrt. Hier konnte ich mein Auto
stressfrei in der Tiefgarage parken und r?stete mich f?r den Marathon auf.
Ich nahm eine Wasserflasche mit und ein kleines T?schen mit meinen Gel
Chips.
Nun hie? es warten und ich traf nach und nach ein paar Bekannte, mit denen
ich mich f?r diesen Marathon verabredet habe. Von meinen Bekannten sind zwei
schon im letzten Jahr mitgelaufen und waren begeistert von F?ssen. Einer
kommt aus dem hohen Norden extra ins Allg?u, der andere ist Niederl?nder und
wohnt im Saarland.
Es war nicht mehr lange bis zum Start und wir sortierten uns unter die
L?ufer, die freudig auf den Startschu? in der Altstadt von F?ssen warteten.
Das Wetter war recht gut um zu laufen. Es war zwar sp?ter mit 28? recht warm, es war auch schw?l, aber dennoch machte mir das Wetter keine Probleme.

Endlich um 8 Uhr fiel nun der Startschu? und der Tross der L?ufer machte
sich auf den Weg.
Etliche Passanten waren schon um diese Uhrzeit auf den Beinen und jubelten
den L?ufern zu.
Wir liefen die Fu?g?ngerzone hoch und durch F?ssen hindurch. Nach 5 Km trafen wir am Schwansee ein und umliefen diesen nahezu. Im Morgendunst h?rte man in der der Ferne die Alphornbl?ser, deren Schall ?ber den See getragen wurde.
Nach der 1. Versorgungsstelle, die wie alle anderen Stationen hervorragend mit Isogetr?nken, Wasser und sp?ter mit Cola best?ckt waren, schwenkte man wieder in Richtung F?ssen. Auf dem Radweg von Schwangau kommend, liefen wir wieder zur?ck, streiften den Ort und am Lech entlang zum Forggensee. Dort am See angekommen, erreicht man das imposante Geb?ude, in welchem das Musical Ludwig? gespielt wird. L?sst man hier den Blick schweifen, kann man am
Musical vorbei die weltber?hmten Schl?sser Hohenschwangau und Neuschwanstein bewundern, die Heimat des Namenspatrons, K?nig Ludwig II., f?r diesen Lauf. In Einbezug des Forggensees, ein erhebender Anblick. Doch ich habe keine Zeit und muss weiter.
Nun ging es schnurstracks auf dem Radweg zum Hopfensee. Manche sagen, dieser Teil der Strecke w?re mit am Schwersten. Noch ist man nach 16 Km ziemlich fit, es geht leicht wellig zu diesem See und eventuell geht man diesen Abschnitt mit zuviel Krafteinsatz an.
Der Hopfensee wurde erreicht und fast zur G?nze umrundet. Hier ist auch ein
guter Punkt um seine Angeh?rigen zu treffen und auch meine Eltern haben sich hier niedergelassen um auf mich zu warten. Ich staunte nicht schlecht, als mir kurz vor der Versorgungsstelle von meinem Vater ein Weizenbier gereicht wurde, aber dankend nahm ich das Bier an und nahm ein paar kleine Schlucke. So gest?rkt setzte ich meinen Weg um den Hopfensee fort.
Sp?ter streift man den Weissensee, ?berquert eine Stra?e und l?uft schlie?lich nach 25 Km den m?glicherweise mental schwersten Abschnitt entlang. Hier wird die Autobahn ausgebaut und wir liefen an der ?den Baustelle entlang. Sch?n, dass hier eine Versorgungsstelle aufgebaut war, das lenkte mich von der tristen Umgebung ab. Im n?chsten Jahr wird diese Strecke bestimmt ausgebaut sein.
Nach etwa 28 Km wurde wieder in Richtung F?ssen gelaufen, allerdings diesmal von der westlichen Richtung kommend. Hier war die Strecke wieder etwas h?gelig, aber meist sch?n im Schatten zu laufen. Waren bisher alle 5 Km Versorgungsstellen, wurde ab dem Km 27 als zus?tzlichen Service weitere Wasserstellen angeboten, die nat?rlich in Anbetracht der stetig steigenden Temperaturen dankend angenommen wurden.
Nun, in Bad Faulenbach angekommen, kommt der k?rperlich schwierigste Teil der Strecke, eine Steigung, die zwar nicht sonderlich steil ist, aber eben sehr lange und immerhin 80 H?henmeter hat. Hier hie? es, nicht zuviel Kraft zu verbrauchen, bis man oben am Alatsee ist. Dieses Bad Faulenbach ist oberhalb von F?ssen gelegen. Eine herrliche Gegend trifft man hier oben. Hier haben Autos R?cksicht zu nehmen, alles ist eine verkehrsberuhigte Zone und Fu?g?nger haben Vorrang.
Zun?chst konnte ich die Steigungen locker hoch laufen, dennoch musste ich an manchen Stellen, die etwas steiler waren, hochgehen.
Endlich oben angekommen, kommt wieder eine Verpflegungsstation und der kleine Alatsee l?dt zum Baden ein. Links und rechts des herrlich anzusehenden Alatsees lagen die Badeg?ste und lie?en sich br?unen, oder lasen in einem Buch.
Im Hintergrund h?rte ich wieder die Alphornbl?ser.
Da es mir noch sehr gut ging, habe ich kein gro?es Bed?rfnis gehabt, mich hier auszuruhen.
Nun ist es bald geschafft, nur noch ein paar Kilometer bis zum Ziel und
nachdem wir den Alatsee umrundet haben, geht es auf einer Schotterstrecke ziemlich steil nach unten. Ich habe mittlerweile 34 Km in den Beinen, daher f?llt es mir schwer, das Tempo auf der absch?ssigen Stra?e heraus zu nehmen, beim Bremsen meckern meine Knie.
Unten angekommen lasse ich weitere Kilometerschilder hinter mir, ich habe immer noch keine Probleme und kann weiter die Strecke genie?en. Nach 40 Km kommt die letzte Versorgungsstation, die Helfer feuern mich an und sprechen mir Mut zu. Die letzten beiden Kilometer sind auch kein Problem mehr, es kommt die allerletzte, jedoch ziemlich heftige Steigung zur Fu?g?ngerzone hoch. Ist diese geschafft, sieht man bergab eine Menge Zuschauer und in 200 Metern Entfernung den Zielbogen. Nat?rlich ist es jetzt leicht, von den jubelnden Zuschauern bejubelt das Ziel zu erreichen. Ein paar Kinder halten mir die Hand entgegen, die ich gerne abklatsche. Ich stoppe meine Zeit bei 4:02 Stunden. Schade, nicht unter 4 Stunden, hatte ich aber eh nicht vor.
Sofort im Ziel wird mir eine Medaille um den Hals geh?ngt, die freundliche Dame
spricht noch ein paar Worte mit mir und freut sich mit mir, nachdem sie sich ?berzeugt hat, dass es mir k?rperlich gut geht.
Im Zielbereich herrscht eine tolle Atmosph?re unter den L?ufern, ein
Wirgef?hl ist zu sp?ren, wir geh?ren alle zusammen, denn wir haben alle
diesen wundersch?nen Marathon geschafft.
Nachdem alle meine Bekannten wieder gl?cklich vereint waren, machten wir uns
auf den Weg zum Sportstudio F?ssen. Klar, dass ich erst unter die Dusche
musste und den Heldenschwei? absp?lte. Anschlie?end ging ich zur
Nudelversorgung. Die Organisatoren haben es richtig erfasst. Wir L?ufer
wollen gerne nach dem Marathon mit Nudeln versorgt werden, schlie?lich hat
man nach so einem Lauf einen B?renhunger.
Oft wird bei Marathonveranstaltungen gen?rgelt, dass die Nudelgerichte nicht
den Geschmack treffen. Hier in F?ssen ist es v?llig anders. Man konnte aus 3
verschiedenen frisch zubereiteten Nudeln, als auch aus 2 verschiedenen,
leckeren Nudelsaucen ausw?hlen, oder einfach mischen. Ich l?ste meinen Gutschein daf?r ein und lie? mir den Teller ?ppig bef?llen.
?berraschend schnell waren die Finisherphotos zu bekommen. Die sehr sch?nen Bilder waren ausgeh?ngt und man konnte sein Bild heraus nehmen und sofort bezahlen.
Nachdem wir alle wieder zu Kr?ften gekommen waren und die Siegerehrung zu Ende war, verlie?en wir diesen gelungenen Marathon und freuen uns auf das n?chste Jahr. Ich reiste weiter, um in ?sterreich ein paar Tage Urlaub zu machen.
Der F?ssener K?nig Ludwig Marathon ist einer der sch?nsten Landschaftsl?ufe der Republik. Die Organisation, die Versorgung der L?ufer, alles verl?uft hervorragend.
Sicher ist dieser Marathon nicht leicht zu laufen mit seinen Steigungen und Mitte Juli k?nnen die Temperaturen sehr hei? werden, aber wie man in den Meldelisten sehen kann, kommen die L?ufer gerne hunderte von Kilometern angereist, um an diesem Lauf jedes Jahr aufs neue Teil zu nehmen.


1 Kommentar 25.7.05 13:40, kommentieren

Ehrwalder Laufwoche

Ehrwald

Sonntag:

Direkt nach dem F?ssener Marathon fuhr ich mit vielen Laufforis nach Ehrwald/ Tirol, am Fu?e der Zugspitze. Eine Woche war ich dort und habe dabei viel erlebt.
Zun?chst hab ich in meiner Pension das Zimmer bezogen und traf in dem Vermieter einen Dortmundfan an. Nat?rlich mussten wir erstmal gewaltig ?ber den FC Bayern abl?stern.
Gegen 19 Uhr traf man sich beim Mooswirt zum Essen, anschlie?end gings in den Zugsptizsaal zur Begr??ung. Das Programm, das man individuell selbst gestalten konnte, wurde vorgestellt, anschlie?end pilgerten wir wieder zur?ck in den Mooswirt, damit das Weizen nicht schlecht wird.
Die Atmosph?re war entspannter, als zu Beginn des Vorjahres, schlie?lich kannte man sich.
Lustig wars.
Mein Beweiseisen trug ich nat?rlich immer noch um den Hals.

Montag:

Meine Finishermedaille trug ich nat?rlich auch beim Fr?hst?ck um den Hals.
Gegen 10 Uhr fuhren wir zum Heiterwanger See. Dort konnte man sich entscheiden, ob man eine gro?e Runde von 22 Km um den Heiterwanger- und den Plansee machte, oder lediglich die kurze Runde von 7 Km nur um den Heiterwanger See. Ich wollte eigentlich ?berhaupt nicht laufen, aber weil die Gegend ja so sch?n ist, hab ich doch die kleine Runde gemacht. Gem?tlich bin ich mit Sylvia um den See gelaufen. Die ersten Kilometer fielen reichlich schwer, aber dann wurde es leichter. Supersch?n ist die Gegend hier in Tirol. Postkartenidylle w?re wohl das richtige Wort.
Nach dem Lauf traf man sich an der Wirtschaft des Sees und gleich wurde wieder dem Weizen zugesprochen. Ein paar versuchten in den See zu gehen, ich auch, aber der See war mit 16? doch reichlich kalt. Also wieder zur?ck und Weizen trinken. Ist zwar auch kalt, aber ich muss ja nicht mit den Beinen rein stehen.
Am Nachmittag fuhren wir zur?ck und legten faul die Beine in die Luft.
Abends war wieder Abendessen im Mooswirt angesagt. Das Weizen schmeckt immer noch gut.
Das Siegerblech h?ngt immer noch um meinen Hals.

Dienstag:

Heute wollen wir marschieren
Uschi, Stefan, Sylvia und ich haben die Laufstrecke vom kommenden Samstag abgegangen und die Renntaktik besprochen. Von Ehrwald gingen wir ins Moos hinunter, nach Lermoos hinein und weiter bis nach L?hn. Dort haben wir eine Wirtschaft gefunden und eine Pause eingelegt. Danach haben wir ?berlegt, ob wir umdrehen, oder den Rest bis Heiterwang weiter gehen. Wir haben uns f?r den R?ckweg entschieden, was ja auch besser war, weil die Strecke viel interessanter ist und man immer einen sch?nen Blick auf die Zugspitze hat.
Das Gehen wird nie mein richtiger Freund werden, mich strengen solche 16 Km mehr an, als ein Lauf ?ber 25 Km. Als wir in Ehrwald wieder ankamen, mussten wir uns im Cafe Alpi erholen und lecker Kaiserschmarrn und Weizen konsumieren.
Abends w?re eigentlich noch ein Theaterst?ck im Saal gewesen, bei dem Erich mitspielte, aber irgendwie brachten wir die Kraft nicht daf?r auf. Auf der Couch war es doch recht gem?tlich.
Hatte ich schon erw?hnt, dass das Beweiseisen noch um meinen Hals h?ngt?

Mittwoch:

Ich hab einen fr?hlichen Gesellen vom gestrigen Marsch mitgebracht. Als ich heut Morgen geduscht habe und ich dabei etwas seltsames sp?rte am R?cken, guckte ich nach, was mich da nervte. Ich bin reichlich erschrocken, als ich in meiner Haut ein zappelndes Viech entdeckte. So eine Dreckszecke hat sich mir in den R?cken gebohrt. Ich ging noch vor dem Fr?hst?ck zum Arzt, der mir die Zecke mit einer Zange heraus drehte. Das Vieh hat sich ziemlich gewehrt und wollte nicht von mir ablassen. Ich meinte dann zum Doktor, dass die Zecke bestimmt weiblich sei. Hohoho. Letztlich hat die Zecke doch verloren und musste von mir ablassen. Ich sollte die Stelle ein paar Tage beobachten, ob sich der rote Fleck ausdehnt, aber es ist alles gut gegangen.
Ja, seit ich die Zecke nun entdeckt habe, juckte es mich ?berall am K?rper, ich bildete mir ?berall die Viecher ein, die sich in mich hinein bohrten. Es dauerte lange, bis ich dieses imagin?re Jucken nicht mehr f?hlte.
Nach dem Zwischenfall habe ich gem?tlich gefr?hst?ckt, weil ich ja auch die anstehende Kr?uterwanderung verpasst habe.
Gegen Mittag bin ich zu Alpis Cafe gegangen und hab Zeitung gelesen und auf meine Freunde gewartet. Als sie eintrudelten, musste sich gest?rkt werden. Bei der Bedienung hab ich Weizen bestellt.
Abends traf man sich noch im Musiccafe um ein Rudel Weizen zu vernichten. Klappte ganz gut. Allerdings sollte man nach 3 Weizen die Klappe halten. Ich dagegen hab meine ganz sch?n weit aufgerissen und hab herum get?nt, dass ich am Sonntag zus?tzlich den Zugspitzextremlauf laufen w?rde, wenn Uschi und Sylvia sich f?r den Arenalauf am Samstag melden w?rden. Nat?rlich hat dies jeder geh?rt, das hat keiner vergessen. Sylvia und Uschi wurden immer wieder dazu ermuntert sich anzumelden, damit ich am Sonntag mein Versprechen einl?sen musste.

Donnerstag:

Heute stand der Lauf um den wundersch?nen Blindsee an. Wieso Blindsee? Ganz einfach, der See hat keinen Zu- und Ablauf, ist also Blind. Das Wetter war bedeckt, aber der See war w?rmer als der Heiterwanger. Gem?tlich wurde ?ber Stock und Stein, ?ber Stufen, Wurzeln und Ger?ll gelaufen. Man muss bei jedem Schritt aufpassen wohin man l?uft, sonst legt man sich ganz schnell auf die Nase. Die Meinungen ?ber den Lauf sind unterschiedlich, die einen meinen, es ist ganz toll auf diesem Terrain zu laufen, andere k?nnen sich damit ?berhaupt nicht anfreunden und finden das sehr anstrengend. Ich finde die Strecke sehr interessant, aber auch ich werde nie ein Freund von solch unwegsamen Laufgel?nde.
Man konnte so viele Runden laufen wie man wollte und nach jeder Runde konnte man sich bei dem Versorgungsstand mit Banane und Isostar oder Wasser st?rken.
Nachdem jeder genug davon hatte, fuhren wir wieder nach Ehrwald zur?ck. Klar mussten wir erstmal ?At Alpis? einen Besuch abstatten und Cafe Latte, bzw. Weizen trinken.
So gest?rkt trafen wir uns am Nachmittag im Hallenbad, zogen Bahn um Bahn, mindestens 7 davon und legten uns to-tal ersch?pft ins Solebecken, schlie?lich bin ich sagenhafte 175 Meter geschwommen.

Freitag:

Heute gabs Wandern.
Auf dem Panoramaweg liefen wir von Ehrwald nach Bieberwier. Man l?uft durch einen Wald, der irgendwie nach Hobbingen aussieht. Sowas hab ich auch noch nie gesehen. Der ganze Wald war von einer gr?nen saftigen Wiese bedeckt. Auch herrschte nicht die normale D?sternis eines normalen Waldes. Leicht bergauf gingen wir dahin, bis man sich entscheiden konnte, wohin es weiter gehen sollte. Unschl?ssig standen wir herum, es war noch zu fr?h um umzudrehen, aber so einen Gewaltmarsch sollte es dann auch nicht sein. Wir gingen einen Weg hoch, der irgendwann an der Coburger H?tte enden w?rde. Allerdings stellte sich dieser Weg dann doch als recht steil und unwegsam heraus. Stefan und ich wiesen dezent darauf hin, dass wir doch am n?chsten Tag so einen netten Wettkampf h?tten und das Gel?nde nicht unbedingt in die Trainingsplanung passt. Sylvia war wild entschlossen in die ?Wand? zu gehen, aber zum Gl?ck lie? sie davon ab, als nicht auszumachen war, wie der Weg weiter ging. Also gingen wir weiter in Richtung Bieberwier, einen heftig steilen Berg hinab, der meine armen Marathonknie ganz sch?n maltr?tiert hat. Endlich unten angekommen liefen wir von hier aus ?ber das sch?ne Moos an der Loisach entlang, immer die Zugspitze im Blick.
Wir nahmen an, dass wir an dem Tag so um die 12 Km gewandert sind.
Unverz?glich strebten wir Alpis Cafe an, es musste hydriert werden und ich bestellte Weizen.
Nach und nach kamen immer mehr Foris heran und man verabredete sich f?r den Mooswirt um die Glykogenspeicher f?r den Wettkampf am morgigen Samstag zu bef?llen.
Ich wei?, dass Weizen hochisotonisch ist und trank daher reichlich dieses wichtige Getr?nk f?r Sportler.
Ein gewisser Volkmar aus Wertach konnte es den ganzen Abend nicht lassen, noch mal zu versuchen, Sylvia und Uschi zu ?berreden, dass sie beim Arenalauf mitmachten. Er wollte sogar f?r das Startgeld von 59 ? sammeln, das f?r den Extremlauf f?r mich f?llig w?re.

3 Kommentare 26.7.05 21:26, kommentieren

Der Zugspitzarenalauf

Samstag:

Ja ist denn scho wieder Wettkampf?
Ja, heute fand der Zugspitzarenalauf statt. Naja, der Start um 16:30 ist nicht sonderlich gut gew?hlt. So h?ngt man den ganzen Tag herum und weiss nicht so recht, was man tun sollte. Aber wir wussten uns zu helfen, wir trafen uns bei Alpi.
Zun?chst waren wir nur zu viert, aber nach und nach kamen immer mehr Foris aus allen Himmelsrichtungen herbei und immer mehr Tische wurden zusammenger?ckt. Taktisch wurde Apfelschorle und Lattencafe getrunken, in jeweiligen Zeitfenstern Spaghetti Bolognese bestellt und viel gefachsimpelt. Stundenlang sa?en wir so am Cafe, bis wir uns auf den Weg zum Bahnhof machten, um nach Heiterwang, zum Start gebracht zu werden.
Um 15 Uhr dort angekommen, musste Zeit bis zum Start tot geschlagen werden. Irgendwann beschlossen Moori und ich, dass wir runter ins Cafe gehen und noch ein Bier trinken. Ist ja isotonisch.
Der Start w?re eigentlich um 16 Uhr gewesen, aber weil in Ehrwald zum Zieleinlauf eine Beerdigung angesetzt war, w?re es wohl mehr als unangebracht, wenn zwischen den Trauernden die jubelnden L?ufer eintr?fen.
Biergest?rkt liefen wir zum Start und begannen den ersten Zugspitzarenalauf ?ber 15,8 Km.

Der Zugspitzarenalauf

Um 16:30 fiel kein Startschu?, lediglich ein armseeliges Rauchw?lckchen stieg empor. Kurze Verwirrung, dann wurde eben einfach 3 ? 2 ? 1 gerufen und los gings.
Die ersten Meter fielen mir noch recht gut, bis ich zum ersten Schild kam, das mir verk?ndete, dass es noch 15 Km waren. Die Strecke f?hrt auf der ersten H?lfte eigentlich st?ndig bergauf, aber trotzdem war es nicht so steil, dass ich mich so schlecht f?hlen musste. Bald kam schon das n?chste Schild, mit der Mitteilung, dass es noch 14 Km bis ins Ziel waren. Ich stoppte die Uhr und staunte nicht schlecht, dass ich 5:10 Min f?r den Kilometer brauchte. Gef?hlt hab ich mich wie bei einem 4:30 Min schnellen Km. Nach diesem Lauf lass ich es definitiv langsamer angehen, der Marathon hat sich hier mehr als Bemerkbar gemacht.
Es dauerte nicht lange, bis ich hinter mir eine bekannte Stimme h?rte. Der Alpi kam von hinten und sagte sein ?Servus? zu mir. Ich staunte nicht schlecht, ist doch der Alpi normal immer ein gutes St?ck langsamer als ich. Machte ja nix, wir liefen nun die n?chsten paar Kilometer gemeinsam durch die Zugspitzarena. Die Kilometerzeiten wurden nicht schneller, eher langsamer.
Nach etwa 4 oder 5 Kilometern machte mich Alpi darauf aufmerksam, dass dort links die Niki Hosp, eine alpine erfolgreiche Skifahrerin aus Tirol uns anfeuerte. Ja nicht schlecht, oder?
Ein kurzes St?ck weiter standen unsere Groupies mit Uschi, Sylvia und Sam und feuerten uns ebenfalls an. Ich f?hlte mich f?rchterlich und immer noch stieg die Strecke an. Nach etwa der H?lfte der Strecke war das Gr?bste ?berstanden, wir erreichten L?hn. Ab hier f?hrt die Strecke wieder bergab, allerdings liefen wir ?ber einen steinigen Weg. Ich mag solche Wege nicht, weil ich unglaublich Angst davor habe umzuknicken. Das Ergebnis war, dass ich von 7 L?ufern ?berholt wurde, darunter auch Alpi, der locker flockig ?ber die Steine rannte. Na wartet nur, ich krieg euch schon noch, dachte ich bei mir und holte den K?mpfer aus mir heraus. Ich f?hlte mich jetzt, da noch 7 Km zu laufen waren schon besser, ich war jetzt wirklich warm gelaufen.
Es waren jetzt noch 6 Km zu laufen und ich konnte zu Alpi aufschlie?en und ihn ?berholen. Nur noch 6 Leute wollte ich jetzt ?berholen und visierte die L?ufer vor mir an, bolzte aber nicht und schlo? kontrolliert langsam auf.
Es waren noch 5 Km zu laufen, als ich den n?chsten L?ufer kassierte und ich mir nun immer die ?vier? vorsagte. Kurz darauf ?berholte ich wieder zwei L?ufer und hatte nun die 2 im Kopf. Kurz vor mir war einer, der mich vor 20 Minuten ?berholt hat, er sp?rte, dass ich ihm n?her kam und versuchte das Tempo zu halten. Hat er geschafft, aber nur f?r 500 Meter, dann musste er sein Tempo wieder drosseln. Ich lief locker an ihm vorbei und mein eigenes Tempo wurde immer schneller, je l?nger das Rennen dauerte.
Vor mir hatte ich jetzt wunderbar die Wolkenverhangene Zugspitze, als ich an der Eisenbahn entlang lief und weitere L?ufer vor mir hatte, die ich nun auch noch ?berholen wollte.
Das Gleis wurde ?berquert und man lief einen recht steilen Berg nach Lermoos hinunter. Unten angekommen, kassierte ich schon wieder einen L?ufer. In meiner N?he waren noch 2 L?ufer, die ich eigentlich noch ?berholen k?nnte. Hinter Lermoos lief man ins Ehrwalder Moos hinein und jetzt waren es nur noch 2 Kilometer. Immer noch f?hlte ich mich gut und konnte bald den n?chsten L?ufer ?berholen. Links der Strecke kam man an dem neu angelegten Golfplatz vorbei. Noch ein Kilometer, aber ich kam dem L?ufer vor mir nur unmerklich n?her. Ich konnte vor mir den Anstieg sehen, der noch zu ?berwinden war. Ich spekulierte darauf, dass ich den Berg hoch st?rker w?re, als der Konkurrent und konnte tats?chlich bis zu ihm aufschlie?en. Den Berg hoch h?rte er meinen schweren Atem und jetzt holte er das Letzte aus sich heraus und drehte sich etwas panisch um. Oben angekommen konnte ich nun nichts mehr zusetzen und musste dem anderen L?ufer den Vortritt lassen, aber was solls, mir gings ja vor ?ber einer Stunde noch richtig schlecht. Im Ziel war ich nach 1:18:32 und wurde 59. von 120 L?ufern.
Hier gab es eine h?bsche Finishermedaille. Ich steh auf diese Beweiseisen.
Nach und nach trafen die anderen Foris ein. Dem Alpi konnte ich noch um die 3 Minuten abnehmen.
Wir waren alle der Meinung, dass der Lauf etwas ganz besonderes war, in dieser sch?nen Umgebung. Der Lauf h?tte aber mehr Teilnehmer verdient gehabt.

Abends traf man sich zusammen beim Mooswirt. Jeder hat sich etwas besonderes zu Essen geg?nnt und bei einigen Weizen lie?en wir den Lauf und die Laufwoche ausklingen. Aber einige der Teilnehmer hatten noch etwas vor sich, n?mlich den Zugspitzextremlauf am n?chsten Morgen, der von Ehrwald auf die Zugspitze f?hrte, mit l?ppischen 2400 Hm.

1 Kommentar 26.7.05 21:26, kommentieren

Abschied aus Ehrwald

Nachdem ich am Samstag aus meiner Pension raus musste, ich aber die Pfoten nicht vom Weizen lassen konnte, habe ich Asyl bei Uschi, Stefan und Sylvia bekommen.
So konnten wir zusammen die Irren angucken, die um 8:30 Uhr auf die Zugspitze rannten.
650 L?ufer trauten es sich zu, die Zugspitze mehr oder weniger im Laufschritt zu bew?ltigen. Ich stellte mir vor, wie es w?re, jetzt mitzurennen und war heilfroh, dass ich mir das dieses Jahr noch nicht antat.
Viel gab es nicht zu sehen, jede Menge Leute, der Start und schon waren alle verschwunden.
Als alle weg waren, haben wir noch zusammen gefr?hst?ckt und uns schlie?lich wehm?tig aus dieser wundersch?nen Landschaft voneinander verabschiedet.

27.7.05 12:37, kommentieren

Wieder daheim

25.7.
Hallo zur?ck in heimatlichen Laufgefilden. Noch schone ich meine Haxen, daher musste es reichen, dass ich sch?ne langsame 11,3 Km gelaufen bin. Sicher k?nnte ich auch eine komplette Pause machen, aber n?, laufen muss schon sein. Ich war heut knapp unter dem 6 Minuten Schnitt, das musste reichen.

11,3 Km
1:06 h

28.7.05 12:38, kommentieren

Duathlon

27.7.
Heute hab ich mal was ganz Neues f?r mich ausprobiert. Ich schwang mich heute auf mein Fahrrad und fuhr ?ber Kaufbeuren eine 10 Km Runde. Endlich war mal wieder ein richtig sch?ner Sommertag mit 32?, so viele hatten wir noch nicht davon dieses Jahr.
Nach dieser Strecke stellte ich das Fahrrad bei meinen Eltern zuhause ab und machte mich per Pedes weiter auf den Weg. 10 Km sollten es hier auch zu Fu? sein. Als ich auch dies gemacht habe, lie? ich mich auf ein Weizen ?berreden. Stundenlang musste auf mich eingeredet werden, man bot mir Unmengen von Geld, damit ich doch bitte, bitte ein Weizen trinke.
Na gut, dann lie? ich mich eben breit schlagen und zwang mich, bei dieser W?rme dieses Zeug zu trinken, das kalt war, im Glas sch?umte, in der Sonne glitzerte und so gelb in der Sonne strahlte. Das Glas beschlug vom kalten Weizen, es war f?rchterlich. Erschwerend kam hinzu, dass ich auch noch durst hatte, wie sollte ich dieses Zeug nur runter bekommen? Ich habs dann doch tats?chlich geschafft, was f?r eine ?berwindung *gg*
So gefoltert, setzte ich mich wieder auf mein Fahrrad und radelte grinsend die restlichen 10 Km nach Hause.

10 Km Radeln, 10 Km Laufen, 1 Weizen trinken, 10 Km Radeln

1:50 h

28.7.05 12:39, kommentieren

Mit Inlinern gebrettert

Endlich bin ich mal wieder Inliner gefahren. Bin dieses Jahr kaum dazu gekommen.
Ganz gem?tlich wollt ich fahren, aber das hat mal wieder nicht funktioniert. Nachdem ich den 1. Radler ?berholt hab, war ich wieder im Geschwinidigkeitsrausch.
Nach 3,5 Km fuhr ich auf ein Dorf zu, aber auf der linken Seite, weil ich auf der Stra?e ganz gerne sehe, wenn mir ein Auto entgegenkommt, damit ich f?r diese Zeit aussetzen kann mit Skateschritten. Klingt logisch, oder?
N?, so ein scheiss Rennradler meinte mich anbl?cken zu m?ssen, ich solle mich auf die rechte Seite verpissen. Ich hab ihm dann hinterhergebr?llt, dass er seine bl?de Fresse halten soll, darauf hat er wieder was gemotzt, worauf ich ihm den Mittelfinger entgegen streckte.
Es geht doch nichts ?ber eine gepflegte Konversation
Ich finds ja geil, dass mich ausgerechnet ein Rennradler schwach anmacht, der mit einem nicht f?r den Stra?enverkehr zugelassenem Fahrrad unterwegs ist und dabei grunds?tzlich die Radwege meidet, weil man als Rennradler ja soooo schnell ist und die armen schmalen Reifen........
Ach was reg ich mich eigentlich auf?
Egal
Weiter bin ich gefahren, mit Wut im Bauch erst recht schnell.
Ich fuhr nie unter 20 Km/h ?ber mehr oder weniger gute Stra?en, fuhr ?ber Bertoldshofen und zur?ck mit 28 Sachen in Richtung H?rmanshofen. Boah, wat bin ich schnell. Ich fands ja nur noch geil, bei dieser Temperatur von 32? volle Pulle durch die Gegend zu flitzen.
Nach 16,5 Km war ich wieder daheim und hab daf?r 45 Minuten gebraucht. Erst als ich gestanden bin, tropfte der Schwei? so richtig von mir runter.
Super

28.7.05 22:48, kommentieren

Gewitter

Ich guckte heute in den Himmel hinauf, der sich langsam zuzog. Also noch schnell die neuen Schuhe geschn?rt und auf den Weg gemacht. Nach 5 Km wurde es immer dunkler und nach 6 Km fing es zu Gewittern an. Heftiger Regen hat eingesetzt, nach Sekunden war ich durchn??t.
Ich lief an ein paar Leuten vorbei, die sich untergestellt hatten und mich ganz entgeistert ansahen, weil ich den Regen ignorierte.
Ich kam nach 7,5 Km patschna? daheim an und was war? Noch an der Hauswand hat es zu regnen aufgeh?rt. Ich zuckte die Schultern, machte die Stoppuhr wieder an und lief weiter. Nat?rlich war ich immer in Dorfn?he, denn das Gewitter war noch nicht vorbei, allerdings hat es in dieser Zeit nicht mehr geregnet.
Sp?ter, als ich l?ngst wieder Zuhause war, hat es so richtig gefetzt. Als ich merkte, dass es zu hageln anf?ngt, bin ich schnell in die Garage gerannt und hab das Auto raus gestellt. W?r doch super gewesen, wenn ich mir jetzt noch schnell einen Hagelschaden anlache, aber n?, nix passiert.

11,2 Km
1:03 h

29.7.05 22:55, kommentieren

Gebt mir Bäume zum ausreissen!!

Ich konnte es nicht lassen, ich musste raus und laufen. Das Wetter hat merklich abgek?hlt, gerade mal 20? hatte es noch. W?rde mich ?rgern, wenn ich bei solch optimalen Wetter nicht laufe.
Also raus in die Landschaft und die Runde gedreht. Wundert mich, es lief besser als gestern, richtig sch?n locker. Nach einer Weile hat es leicht zu regnen begonnen, st?rt aber nicht.
Nach 11 Km war ich wieder in der N?he von Zuhause, ich hab aber dann noch eine weitere kleine Runde gedreht, weil ich mich so gut gef?hlt hab.
Ich hab heute eine Ausschreibung ?ber den Tegelberglauf gefunden. 900 H?henmeter auf 5 Km. Nachdem mir der Zugspitzextremlauf nicht mehr aus dem Kopf geht, w?re das doch die Gelegenheit, dass meine gro?e Klappe einen D?mpfer bekommt. Denn momentan bin ich ja so drauf, dass mir kein Lauf zu schwer und kein Berg zu steil erscheint.
Mal nachgucken, wann der n?chste Marathon des Sables ist.
Gut, DAS war jetzt m?chtig ?bertrieben

4 Kommentare 30.7.05 18:06, kommentieren