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Gebt mir Berge zum Ausreissen

Nanana Charly, was willst denn noch alles ausreissen? Tust dir doch schon bei L?wenzahn schwer.

Ich hab heute ne schwere Strecke ausgesucht. Mal probieren, wie das so mit den H?geln funktioniert, vielleicht meld ich mich dann f?r den Tegelberglauf an am Sonntag.
Zum heutigen Lauf hab ich sogar meinen Pulsmesser rausgekramt.
Ich stand im Garten und wartete, bis mein GPS Empfang bekam, da meinte meine Nachbarin, wo es denn hingehe. Ich sagte ihr, dass ich nach Wenglingen laufe.
Pause und grosse Augen
Und dann? L?ufst ?ber Aitrang zur?ck?
N?, sagte ich, dann dreh ich um.
Nun dachte sich wohl Frau Nachbarin, dass ich total meschugge bin
Ich lief also los, sch?n gem?chlich und nach einer Weile kam der Holdersberg. Hier gibts einen recht netten Anstieg mit so 40 H?henmetern. Danach geht es Topfeben nach Apfeltrang, dort geht es das Dorf hoch, mit etwa noch mal 50 H?henmetern. Hinter dem Dorf kommt dann die Wenglinger Steige, da d?rften nochmal so um die 100 HM dazu kommen. Ich hab darauf geachtet, dass ich den Berg laufender Weise hoch komme und nicht ?berpace. Hin und wieder hab ich auf den Pulsmesser geguckt und konnte meinen Puls auf unter 175 halten. Oben angekommen, f?hrt die Strecke wieder bergab bis nach Wenglingen. Ziemlich doof eigentlich, da rennt man den Berg hoch, um auf der anderen Seite wieder runter zu laufen. 2 Km gehts bergab, dann erreiche ich Wenglingen. Unten angekommen, drehe ich gleich um und laufe den Berg wieder hoch. Wie doof ist das denn nun? Wieder hab ich sch?n auf den Puls geachtet und kleine Schritte gemacht. Ich lief locker den Berg hoch und wundere mich nach einer Weile, wieso ich schon oben bin, ich war noch ?berhaupt nicht angestrengt. Ich hab doch tats?chlich ?berlegt, ob ich nicht nochmal den Berg runter laufe, um erneut den Berg zu erklimmen, aber so krank bin ich dann doch nicht. Also lief ich wieder in Richtung Heimat und bretterte den Berg nach Apfeltrang hinab. Das bergab Laufen geht ganz sch?n auf die Knochen, das sp?rte ich auch, als ich unten war. Nach 18 Km hab ich mein Training beendet und musste fest stellen, dass mich diese Berge nicht sonderlich gefordert haben.
Ich sch?tze mal, das waren heute so um die 300 - 350 HM.
Da kann ich mich ja jetzt beruhigt f?r den Tegelberglauf anmelden, wobei das ?berhaupt kein Vergleich zu diesem Training sein wird.

1.8.05 23:00, kommentieren



Auweia

Sodale, nun hab ich mich f?r den Tegelberglauf angemeldet. Wenn ich so die Starterliste anguck, dann sind da irgendwie fast nur Vereinsmitglieder dabei.
Egal, wird schon werden.
Ausserdem kann ich dann rumprotzen, dass ich bei der bayrischen Berglaufmeisterschaft mitgemacht hab

2.8.05 20:50, kommentieren

Diese Hundstage

Kennt ihr ein anderes Wort f?r Arschkalt?
Aufl?sung kommt sp?ter
Jaja, diese Hundstage. Es sind die heissesten Tage des Jahres, man kann kaum aus dem Haus gehen, den ganzen Tag sind die Roll?den herunten und das Leben kommt abseits des Baggersees nahezu zum Erliegen.
Nicht so in diesem August, bei sagenhaften 14? hab ich mein langes Shirt raus gekramt, dazu meine Jacke, die ich doch erst im Oktober wieder raus holen wollte und hab mich vorsichtig vor die T?r getraut. Ich denk mir, ich lauf doch lieber heute als morgen, wer wei?, vielleicht schneits ja morgen?
Also hinaus mit Hurra in den Schn?rchenregen. Die M?tze, die ich aufgesetzt hatte, war schon nach 2 Km durchweicht.
Das Laufen selbst war nicht unangenehm, nach einer Weile merkt man es eh kaum noch, dass es regnet. Also lief ich recht flott durch die Gemeinde und steuerte den Dachserberg an. Diesen Berg lief ich auch recht flott hoch, hinten wieder runter, nach Marktoberdorf. Das wurde auch durchlaufen und schon war ich wieder auf dem Heimweg. Unterwegs sah ich dann einen Lastwagen, der mich auf die eigentliche Idee mit dem Synonym f?r Arschkalt brachte.



Geschmeidige 14,5 Km bin ich gelaufen, in 1:18 h



Achja, die Aufl?sung




Auf dem Lastwagen stand Bofrost
Na, ist das ein Schenkelklopfer?

3.8.05 17:29, kommentieren

Mahlzeit

Das nenn ich doch heute mal einen Etappenlauf.
Ich lief die 3 Km zu meinen Eltern, weil Muttern gestern Geburtstag hatte und krallte mit Kaffee und Kuchen. Nach einer Weile bekam ich mit, dass es sp?ter noch Leberk?se gibt Der war aber noch nicht fertig, also lief ich schnell noch eine 5,5 Km Schleife. Und siehste, kaum war ich da, stand der Leberk?se schon auf dem Tisch.
Gut hats gschmeckt, das leichte Weizen aber auch
Da ich heute noch arbeiten musste, hab ich mich auch bald wieder von der Geburtstagsrunde verabschieden m?ssen und lief den Rest nach Hause.
Das Laufen f?hlte sich heute so richtig gut an, ich dachte stellenweise, dass meine Uhr spinnt, weil ich locker flockig gelaufen bin, aber trotzdem oft unter 5 min/Km lag. Es war ?berhaupt nicht anstrengend, ich f?hlte mich bei dem Tempo super.

11,2 Km
1 Stunde

1 Kommentar 5.8.05 21:58, kommentieren

Die Wand ruft

Heute war mein erster Berglauf. Das ist doch mal eine ganz neue Herausforderung. Es sollte der Tegelberglauf bei Schwangau sein. Die Distanz lag bei 5 Km, aber dabei muss man 900 H?henmeter bew?ltigen.
Von Weitem sah ich schon den Tegelberg und fasste mir selbst an den Kopf und murmelte vor mich hin: Bist du nicht ganz echt im Kopf?
1 Stunde vor dem Start bin ich an der Talstation der Tegelbergbahn angekommen, hab meine Unterlagen geholt und mir das Beweisshirt geholt.
Nun musste ich warten und hab nebenbei dem Start der Nordic-Walker zugesehen. 15 davon haben sich daf?r angemeldet, darunter ?berraschender Weise auch ein Arbeitskollege von mir. ?berrascht guckten wir uns an, worauf die absolut sinnvolle Frage gestellt wurde: Was machst DU denn da? ?hm, Geschirr sp?len oder so was.
Nun waren die NW-ler verschwunden, ich ging zum Auto zur?ck und ?berlegte, was ich denn wohl anziehe? Es ist Hochsommer, also zieh man doch bei 13? die 3/4 Hose an, dazu ein langes Shirt. Windbreakerjacke? Regenjacke? Beides? M?tze? Was weiss denn ich, vielleicht schneits ja dort oben? Irgendwann entschied ich mich nur f?r die l?ngere Hose und das lange Shirt, das muss reichen, l?ufst halt schneller, dann wird?s dir auch warm.
Kurz vor dem Start wurde noch aufgez?hlt, wer da von den Whos Who da waren. Die ganzen wichtigen L?ufer aus ganz Bayern waren vertreten, ausser unser frischgebackener Berglaufweltmeister, Helmut Schiessl, der hier auch den Streckenrekord h?lt, mit 33:40 um den Dreh herum. Warum soviel wichtige Leute da waren, lag daran, weil nebenbei die bayrische Berglaufmeisterschaft statt fand.
Um 10 Uhr war der Start und losgesaust wurde. Zun?chst war es noch flach, aber nur 100 Meter lang, dann bog man in Richtung Berg ab und st?rzte sich ins Verderben.
Nach 300 Metern wurde es schon richtig steil und hurra, ich hatte schon einen Puls von 180. Lang konnte ich nicht mehr laufen, hatte auch gar keinen Zweck, weil ich gehend sogar schneller voran kam. Bald kam schon das Schild mit der 0,5 Km-Marke und die normale Stra?e h?rte auf, es ging weiter auf Naturpfaden. Auch wenn ich immer noch ging, der Puls lag immer noch bei, oder ?ber 180, na das ist aber lustig. Ich machte weiterhin einen auf Hardcorewanderer und bewunderte ein h?bsches M?del, die stur mit winzigen Schrittchen weiter lief. Eine ganze Weile hab ich sie dabei beobachtet, auf ihr Rosenheimhemdchen geguckt, aber bald hab ich sie gehenderweise ?berholt. Nach gef?hlten 2 Stunden kam schon das 1,5 Km-Schild und irgendwann dachte ich mir, das d?rfte aber auch mal etwas flacher werden, von wegen, die Strecke f?hrte in steilen Serpentinen weiterhin steil den Berg hinauf. Es gab mal ein kurzes St?ck von 50 Metern, bei dem ich den Laufschritt wieder aufnehmen konnte, bis es wieder hoch ging. Also weiter latschen. Es gab Stellen, bei denen ich zus?tzlich mit den H?nden die Oberschenkel st?tzte um hoch zu kommen. Neben dem Trailpfad waren auch immer wieder Stufen zu ?berwinden. Ich krabbelte am 2 Km Schild vorbei und triefte vor mich hin. Der Puls war nur noch bei 176, tut auch Not, etwas herunter zu kommen. Weiter ging es in Serpentinen immer weiter hinauf, nat?rlich keine Laufschritte m?glich, alle um mich herum liefen, bis auf Miss Rosenheim. Stakselte die doch tats?chlich in aller Seelenruhe mit noch winzigeren Schrittchen im Laufschritt an mir vorbei. Na da kannste staunen. Ich latschte eine Weile hinter ihrer s??en Statur hinter her, konnte aber ihren Trippelschrittchen irgendwann nicht mehr folgen. Was hatte ich f?r einen Respekt.
Nach 3 Km kam die einzige Versorgungsstelle, es war der einzige flache Teil und wenn man nun nach rechts guckte, wurde man desillusioniert. Ich blickte so etwa 250 H?henmeter nach oben, die Strecke wurde tats?chlich noch steiler. In den Serpentinen sah man keinen einzigen L?ufer, wie an der Perlenschnur mutierten alle zu Gehern. Ich dachte nur, was hab ich bittesch?n verbrochen, trank ein paar Schlucke eiskaltes Wasser, das mir halb im Magen stecken blieb und r?stete mich f?r diesen Horrortrip. Auch das Gehen war f?rchterlich anstrengend, K?he glotzten bl?d, wahrscheinlich haben sie uns alle ausgelacht, weil die M?dels von der Weide die Wege mit ihren Fladen bedeckt hatten. Es regnete drauf und das Mu? lief so den Berg hinunter. Weiter oben liefen wir ?ber eine breite Wiese, aber nicht auf direktem Weg, wir erfanden auf dieser Wiese Serpentinen, weil der direkte Weg einfach zu steil war und so sparte man doch etwas Kraft.
N?, das war noch nicht alles, mittlerweile sind knapp 4 Km absolviert. Nun kam das schwierigste St?ck. Es hie? nun Berg steigen, ?ber schroffe Felsen mussten wir uns den Weg suchen. Ich ?berholte einen Geher, der kurz darauf mit einem 'Umpf' auf die Nase fiel. ?ber und ?ber voll Dreck rappelte er sich wieder hoch und grinste zu mir hoch. Nix passiert, gut.
Nach dem Felsst?ck war immer noch nichts von Erholung zu sehen, es mussten jetzt noch 300 Stufen ?berwunden werden. Allerdings ist es schwer in den Berg regelm??ige Stufen zu bauen, daher war jede dieser Stufen unterschiedlich hoch und tief. Es kam doch tats?chlich danach das Schild mit der 4,5 Km-Marke und nun konnte ich mich doch langsam auf das Ziel freuen. Der Weg wurde breiter und war gut ausgebaut. Nur noch m??ig ging es hinauf und ich konnte die letzten paar hundert Meter noch ein paar mal in den Laufschritt fallen. ?ber mir schwebte gerade die Tegelbergbahn vorbei und das letzte Schild kam, auf dem die letzten 150 Meter verk?ndet wurden. Ich ?berholte noch auf den letzten Metern eine L?uferin und kam schlie?lich endlich nach 59:20 Minuten ins Ziel.
War das jetzt gut? War das schlecht? Ich hab keine Ahnung, auf jeden Fall war ich wohl nicht sehr weit vorne.
Es war saukalt hier oben, und der Regen ging hier ganz knapp in Schnee ?ber. Aber was will man schon erwarten vom Hochsommer?
Ich ging in den Bergbahnbereich hinein und trank noch ein paar Isos. Etwas eng war es hier oben und 100 verschwitzte, dampfende L?ufer dr?ngelten sich in dem Raum. Wer will auch schon bei diesem Wetter drau?en stehen bleiben?
Ich suchte dann schlie?lich meine Tasche heraus, die von der Seilbahn hoch gefahren wurde und zog mich im Freien um. Lang hielt ich mich nicht mehr dort oben auf und nahm schon bald eine Seilbahn um ins Tal zu fahren. Ein paar L?ufer erz?hlten, dass sie vor 2 Wochen bei irgend so einem Berglauf mitgemacht haben, der hie? glaub ich Zugspitzextremlauf. Da war der Tegelberglauf ein Witz dagegen, meinten sie. *?hm*

Ich will nicht vers?umen von der Aussicht zu schw?rmen. Schlie?lich hat man sich doch deshalb hier nach oben gequ?lt. Vor mir sah ich die ganzen Seen, die ich vor 3 Wochen beim KL-Marathon umlaufen haben. Sch?n lag der Bannwaldsee vor mir, daneben der Forggensee. Von hier oben sehen die Seen recht klein aus, nicht zu glauben, dass z.B. der Forggensee 32 Km Umfang hat. Dahinter sieht man F?ssen und die anderen umliegenden D?rfer. ?berall sind weitere Seen, die ich alle schon in meiner L?uferkarriere erblickt habe.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich jetzt zum Hobbybergl?ufer werde, obwohl mir das Grinsen vergangen ist, es war ein sch?nes Erlebnis.

Und Miss Rosenheim hab ich auch noch ab und zu beim Gehen erwischt

1 Kommentar 7.8.05 14:11, kommentieren

Wieder unterwegs

Neue Trainingswoche, neues Gl?ck.
Das Bl?de an der Nachmittagsschicht ist, dass man so verdammt fr?h aufstehen muss. Um 8:30 bin ich aufgestanden und um 9:30 hab ich mich auf die Stra?e gest?rzt. Obwohl die Sonne schien, wars gerade mal 15? kalt.
Auf dem Weg durch die Gemeinde gibts auch am Vormittag nicht viel zu sehen, ein paar Hausfrauen auf dem Weg zum 'Spar' konnte ich gr?ssen und den einen oder anderen Landwirt auf dem Traktor zunicken, die auf dem Weg zu ihrem Feld waren. Das wars dann eigentlich schon.
Heute hab ich die 'Dachserbergrunde' von hinten in Angriff genommen, weil er von hier aus steiler ist, aber nach dem Tegelberg kann mich nix mehr schocken und so war ich schon bald ?berm Berg, bevor ich mich auch nur f?r eine Anstrengung r?sten konnte.
Ein paar ereignislose Kilometer weiter kam ich wieder in meinem Heimatdorf an, gr?sste ein paar Hausfrauen, die vom 'Spar' kamen, oder nickte Landwirten zu, die mit ihrem Traktor von ihrem Feld kamen.

14,4 Km
1:19 h

Achja:

Ey Mann, wo ist mein Auto?

Eigentlich sollte heute mein neues Auto ankommen, aber n?, bisher ist nix passiert.

9.8.05 19:14, kommentieren

Traumwetter

Gut, f?r uns L?ufer ist es heute ein Traumwetter. Am Vormittag hatte es 18? und strahlenden Sonnenschein. Mir ist es doch Banane, ob die Badeseenanbeter meckern, dass es zu kalt ist.
Also machte ich heute wieder den Hausfrauengr?sser. Erst musste ich aber selber zum 'Spar' Semmeln kaufen f?r die Brotzeit in der Arbeit, Zeitung f?r die Arbeit. Ich wollte doch auch nachlesen, was sich Stotterede, alias Ministerpr?si von Bayern, k?rzlich tolles geleistet hat. Wenn es einer geschafft hat, sich gleichzeitig in beide Knie zu schiessen, dann hats Ede geschafft.
Aber genug ?ber Politik geredet. Ich brachte also meine Semmeln nach Hause und bin ?ber die Gemeinde gefedert. Wieder nix zu sehen in und um das Dorf herum. Ein paar Inlinerinnen waren unterwegs.
Schade, dass ich so wenig Zeit hatte, das w?r heut so ein sch?ner Tag gewesen, um ein nettes Marath?nchen zu machen. (Kein Mensch gibt mir ein Beweiseisen, wenn ich im Training nen Marathon mach.) Aber 30 Kilometer h?tt ich schon ganz gern gemacht.
Ich m?sste eh schon wieder im Marathontraining sein. Es sind nur noch 7 Wochen bis zum Bodenseefiasko Teil 2
Ne, diesmal haut das besser hin.

11,2 Km
1 Stunde

12.8.05 15:29, kommentieren

Endlich wieder am schreiben

Na Leute, gehts euch auch so gut wie mir? Ich hoffe es doch!
Ich weiss, ich hab ?ber das vergangene Wochenende nix geschrieben, aber das passt schon so. Nur so viel, es waren 25 Km im Frankenland und es war sch?n.

Diese Woche muss/darf ich wieder am Vormittag laufen, weil ich Mittags zur Arbeit muss. Ich lauf da immer mit einem gewissen Druck und nicht so frei, wie an Tagen, an denen ich schon Feierabend habe, oder gar nicht erst in die Arbeit muss.
Ich lief also bei super Laufwetter bei 16? und Sonne ?ber Altdorf nach Bertoldshofen. Von dort f?hrt ein 2 Km langer Anstieg zu einer sch?nen Allee. Diese Allee ist Naturgesch?tzt und etwa 2 Km lang. Wenn man die Allee sieht, dann versteht man auch, warum diese unter Naturschutz steht. Links und rechts stehen uralte B?ume dicht an dicht, zwischen den B?umen kann man bis zu den Bergen sehen. Nach dem Ende der Allee erreicht man den Schlo?berg. Von dort oben sehe ich die D?cher von der Stadt und laufe die Stra?e hinunter. Ich laufe durch die Stadt bis zum anderen Ende und nehme bald die Route nach Hause. Gut gelaunt kam ich Zuhause an, duschte noch schnell und radelte in die Arbeit.
F?r die n?chsten Tage wurde besseres Wetter versprochen. Hier bietet sich der uralte Witz an, dass der Sommer dieses Jahr auf einen Samstag f?llt

18 Km
1:41 h

:bisou: Hasi

17.8.05 23:23, kommentieren

Hinweis

Ich hab gerade fest gestellt, dass ihr mein Tagebuch mit einem Klick auf 'XML' links oben auf der heimischen Festplatte abspeichern k?nnt.
Gilt vor allem f?r Mutter *winke*

18.8.05 23:32, kommentieren

Auch wieder schön

Gibt es eigentlich nur noch sch?ne Tage? Ja meinetwegen schon.
Heute hab ich wieder eine Strecke gew?hlt, die ich normal nicht laufe. Warum das so ist, weiss ich auch nicht, dabei ist es doch schon, wo ich lang gelaufen bin.
Zun?chst bin ich nach Ebenhofen, am Bahnweg zur?ck in mein Heimatdorf, daran vorbei, dann weiter an der Bundesstra?e, weiter gings an die Wertach. Hier hab ich mein Shirt ausgezogen und in die Hose gesteckt. Gibt nicht viele Tage, wo man das machen kann. Also bin ich dem Wertachdamm entlang gelaufen, das Shirt baumelt herum, da packte mich pl?tzlich die Lust auf einen schnellen Kilometer. Ich hab breit grinsend Vollgas gegeben und mal eben diesen KM in 4:20 Min gemacht. Danach lief ich flott weiter in Richtung H?rmanshofen. Ich war so tief in meinen Gedanken versunken, dass ich gar nicht gemerkt habe, dass ich schon wieder durch das n?chste Dorf durch war. Ich hab den Weg zu meiner 10 Km Hausstrecke weiter eingeschlagen und dachte weiter vor mich hin. Ich kann stundenlang nachdenken momentan. Irgendwann kam Altdorf, von dort wieder nach Ebenhofen, von der anderen Seite den Wertachdamm wieder zur?ck, aber nicht vergessen, dass ich beim Spar noch die Zeitung kauf. Sicher schauen die Kunden etwas komisch, wenn man total verschwitzt im Laden steht, aber der Besitzer kennt das ja, der l?uft den Marathon in 2:50 h
Ich musste mich beeilen, schnell in die Dusche h?pfen und mich dann gleich auf den Weg in die Arbeit machen.
Das Wetter wird in n?chster Zeit schon wieder unbest?ndig und regnerisch, aber was juckts mich? Auch diese Tage werden sch?n sein.


1:36 h
18 Km

19.8.05 17:18, kommentieren

Der Corolla ist tot - Es lebe der Corolla

Nein, tot ist er nicht

Nun ist er weg, mein guter alter roter Corolla 128958 Km haben wir die Strassen sicher gemacht. Wir gingen durch Regen, Schnee und Hagel. Viele sch?ne und weniger sch?ne Geschichten hat er zu erz?hlen, wenn er sein Rentendasein irgendwo geniesst.

-Wir fuhren die erste Fahrt zusammen zu meinem damaligen Arbeitgeber um den Job zu k?ndigen.
-Nicht viel sp?ter fuhr ich mit einer Freundin zusammen durch die Gegend, man hat auch hin und wieder im Auto 'geparkt'.
-Monate sp?ter spielte sich ein Beziehungsdrama mit jener, nun Ex-Freundin, im Corolla ab.
-Der b?se b?se Besitzer ist auch schon mal sturzbesoffen im Corolla gesessen, ich glaub, er hat mich dann doch recht grimmig angeguckt und wollte sagen, dass das jetzt doch ziemlich scheisse von mir ist, aber er hat dennoch seinen Job gemacht.
- Bald zog ich in ein anderes Dorf, mein roter Corolla durfte die ganzen Sachen transportieren.
- Er war auch mal in Urlaub, dort hats ihm sehr gefallen, war zwar nur in S?dtirol, aber er fands sch?n.
- Jahrelang ist er stoisch neben der Stra?e gestanden. Im Winter im Matsch, bei aufgewirbeltem Salzwasser, im Sommer in der sengenden Hitze
- Es kam auch mal vor, dass der schusselige Besitzer das Sonnendach nicht geschlossen hat, worauf ein gro?er Packen Papier auf die Sitze gelegt werden musste, um mit einigerma?en trockenem Hintern irgendwo hinzufahren-
- Wieder ein Drama spielte sich ab, als der Charly ganz unschuldig und vorschriftsm??ig auf der Stra?e dahin fuhr, worauf pl?tzlich so eine b?se Frau mit ihrem Fiesta aus der Seitenstra?e fuhr und mich mit voller Breitseite erwischte. Ich dachte damals wirklich, das wars f?r meinen Corolla, aber er hat schwer verletzt ?berlebt, nach 12.000 Mark Reperaturkosten sah er rechts viel besser aus, als links
- Der dusselige Besitzer schaffte es auch einmal, dass er beim r?ckw?rts fahren vergessen hat, die T?r zu schlie?en. Der Corolla hakte sich bei der Gelegenheit mit der T?r in einem Zaun ein, worauf die T?r ausgerissen wurde. Mit roher Gewalt schaffte ich es die T?r wieder einigerma?en zu schlie?en. Da ich damals nicht unbedingt viel Geld f?r Reperaturen ?brig hatte, musste die T?r eben so halten, es pfiff durch die gro?z?gigen Ritzen und ich bin monatelang auf der Beifahrerseite ein- und ausgestiegen. Mit ein bisschen ?bung ging das echt super.
- Herr Corolla bekam auch meinen Lebenswandel zur Gen?ge mit
Pl?tzlich, von einem Tag auf den anderen warf der Charly die Zigaretten nicht mehr aus dem Auto, der Aschenbecher quoll nicht mehr ?ber, der Corolla roch bald viel viel besser.
- Der Nachteil war, dass er die linken Sto?d?mpfer mehr belasten musste, weil er nach und nach Gewicht ansetzte, gut, wenigstens nicht allzulange, denn
- Irgendwann fing der Besitzer das Laufen an, worauf das ?bersch?ssige Gewicht nicht mehr da war und die Sto?d?mpfer geschont wurden
- Besonders freute sich der Corolla vor 3 1/2 Jahren, weil er da eine kuschelige Garage bekam und nicht mehr so traurig am Stra?enrand stehen musste. Ich glaube, als ich das Garagentor zumachte, h?rte ich
- Vor etwas ?ber einem Jahr durfte mich mein Corolla und mein Vater zu meinem ersten Marathon begleiten. Er gab sein Bestes, der Corolla und der Charly. Corolla schnurrte wie am Schn?rchen die Autobahn entlang, Charly schnurrte wie am Schn?rchen durch Mannheim.
- Dieses Jahr wusste ich schon, dass unser gemeinsamer Weg nicht mehr lange dauern w?rde. Ich ?berlegte sehr, sehr lange, ob ich ihn abgebe, aber nun war die Zeit gekommen, nach ?ber 13 1/2 Jahren.
- Heute war die letzte Fahrt in meinem so zuverl?ssigen alten Corolla. Nein ich hab nicht geweint, aber ich war sehr traurig, ihn nun abgeben zu m?ssen. Ich stellte ihn beim Autoh?ndler im Hof ab, lie? ihn noch eine Weile im Leerlauf vor sich hinbrummen, legte meine Hand an den Z?ndschl?ssel, drehte ihn herum und sagte leise Danke Ich stieg langsam aus und streichelte ihm nochmal ?ber das Lenkrad und das Dach und z?rtlich warf ich die T?r zu.

Ich hab jetzt einen nagelneuen dunkelblauen Corolla, er f?hrt sich echt toll. Technisch hat sich ja soviel getan. Dennoch setzt man sich einfach in einen Corolla hinein und f?hlt sich wohl. Trotzdem werd ich noch oft an meinen alten roten Corolla denken.

20.8.05 13:39, kommentieren

Nachtlauf

Es ist ja kaum zu glauben. Ich bin heute das erste mal in diesem Jahr im Dunkeln gelaufen. Das fiel mir aber erst so richtig auf, als ich im Dusteren durch die Gegend gefetzt bin. Ich bin jetzt nur noch w?hrend des Tages gelaufen, weil ich so einen Bammel vor dem Umknicken habe. Ich hab das Kunstst?ck ja im Januar fertig gebracht, worauf ich fast 4 Wochen Pause machen durfte. Das war mal frustrierend. Aber Hasi sagte ganz richtig, du bist doch damals Mittags umgeknickt, da wars doch wohl a bissal hell? Recht hat sie
Also bin ich abends nach der Arbeit um 21:30 hinaus in die D?sternis. Der Himmel war bedeckt und die Temperaturen recht angenehm.
Es ist einfach in der Nacht eine andere Atmosph?re. Kaum ein Mensch ist unterwegs, eine Dame kam mir entgegen, die ihren Hund spazieren f?hrte, das wars dann auch.
Ich lief die ganze Strecke auf der Stra?e, haupts?chlich auf meiner wohlvertrauten 10 Km Runde. Und obwohl ich die ganze Strecke auswendig kenne, bin ich doch recht angespannt gelaufen. Der Horror vor dem Umknicken war allgegenw?rtig. Auch schaute ich immer weit nach vorne, ob nicht ein Radler ohne Licht auf mich zukommt, das ist mir alles schon passiert und das kann bl?d ausgehen. Die Radler haben sich aber heute auch schon verdr?ckt.
Ich lief also so durch die Nacht, lie? meinen Gedanken freien Lauf und irgendwann machte ich einen richtigen sch?nen weichen Schritt. Nein, ich hab die Pferde?pfel nicht gesehen, ich bin auch volle Kanne in die Mitte der ?pfel getreten. N?, nicht mit der Fu?spitze, auch nicht nur mit der Ferse, es war ein Volltreffer. In diesen Pferde?pfeln steht nun in Spiegelschrift meine Schuhmarke und die Gr??e drin. Ich blieb kurz stehen und streifte meine Schuhe im Gras ab, aber zum Gl?ck f?llt das Zeug von Pferden leichter ab, als der Schlonz von K?hen, was bin ich doch f?r ein Gl?ckspilz.
Ich lief weiter ?ber die D?rfer, spitzelte in manche Wohnzimmer hinein und kam dann auch bald wieder bei mir Daheim an.
Kurz darauf bin ich in die Dusche gegangen und schlie?lich ins Bett. Ich musste n?mlich um 5:30 schon wieder aufstehen um in die Arbeit zu fahren. .

12,5 Km
1: 09 h

:bisou: Hasi

2 Kommentare 21.8.05 08:00, kommentieren

Weltuntergang

Da brat mir doch einer einen Storch.
Es regnet, es regnet und es regnet. Es wird ein ziemlich heftiges Hochwasser erwartet, das das Pfingsthochwasser von 1999 noch toppen soll und so wie das hier sch?ttet, kann man das ganz gut nachvollziehen.
Aber ist ja kein Grund um nicht zu laufen.
Zuwas gibts die gute alte Aldiregenjacke? Ich hab mich Wetterfest gemacht und bin raus in den str?menden Regen. Ich hab schon zu Anfang erst gar nicht versucht den metergro?en Pf?tzen auszuweichen, das hatte keinen Sinn. Also bin ich mit pr?chtiger Laune durch meine Gemeinde gelaufen. Komisch, hab ich einen Pickel auf der Nase? Auf jeden Fall werde ich von jedem Autofahrer komisch angeguckt. Ist es so ein unglaublicher Anblick, wenn ein pudelnasser L?ufer breit l?chelnd vor sich hinl?uft? Es macht richtig Spa? bei diesem Wetter zu laufen. Ich steuere ein paar Br?cken an um zu sehen, wie sich der Wasserspiegel entwickelt. Aus den ruhigen B?chen sind schon reissende Str?me geworden, aber es wird noch schlimmer kommen.
Ich lief weiter durch die Gemeinde, kam in dem Kaff Kreen vorbei, wo ein Landwirt Mist umdrehte. Er sah mich auf der Stra?e laufen, stellte seine Arbeit ein und sah mir Kopf sch?ttelnd nach, er fands wohl h?chst am?sant, denn er winkte mir mit der Mistgabel.
Weiter ging mein Lauf auf einer Stra?e. Nett, die Autofahrer, die mir entgegen kamen, bremsten ab und machten einen gro?en Bogen um mich um mich nicht nass zu spritzen. Mir w?rs egal gewesen, mehr als nass kann man nicht sein.
Als ich so vor mich hinlief, sah ich in der Ferne eine h?pfende Gestalt auf mich zukommen. Da schau her, noch ein L?ufer unterwegs. Wir sahen uns schon von Weitem. Wir blickten uns an, keiner sprach ein Wort. Wir nickten uns nur leicht zu, mehr war nicht n?tig. Wir hatten uns verstanden, wir genossen Beide dieses sogenannte Sauwetter.
Auf dem letzten Kilometer h?rte der Regen auf, aber ich suchte auf der Stra?e die tiefen Pf?tzen und stapfte wie ein Lausbub durch das Wasser. Links und rechts spritzen die Pf?tzen hoch. Na, wenn das keinen Spa? macht.
H?chstzufrieden bin ich schlie?lich heim, hab Zuhause die Schuhe mit Zeitung ausgestopft, damit sie im Laufe des Monats trocknen k?nnen

1:10
13 Km

22.8.05 23:58, kommentieren

Intervall Pi mal Daumen Training

Nix war mit Katastrophensightseeing (Deutsch: Gaffen, wo Katastrophe is)
Das Hochwasser ist schon wieder schwer auf dem R?ckzug. Wir sind noch recht glimplich davon gekommen. *Puh*
So konnte ich mich heute voll und ganz auf h?chstpr?zises Intervalltraining konzentrieren. Ich wei? ?berhaupt nicht, wie ich leistungsm??ig stehe, da sollte der Lauf heute Licht rein bringen.
Ich lief mich in Richtung Ebenhofen warm, bog auf den Landwirtschaftsweg nach Immenhofen ab und machte meinen ersten Intervall ?ber 3 Km in etwa 4:30 pro Km. Man kann hier prima die 3 Km im Karree laufen. Der erste Kilometer war nach 4:20 erledigt, ich konnte also etwas Tempo raus nehmen. Es lief gut, der Atem wurde schneller, aber vom Gef?hl her war ich gut drauf. Mir begegnete eine Omi mit ihren zwei Enekelinnen, die stehen blieben und mir mit offenem Mund nachschauten. Normal interessiert das keinen, ob ich laufe oder nicht, aber wenn man mit knapp 14 Km/h l?uft, dann schaut das wohl recht zackig aus. Mitten im 2. Kilometer sagte meine Uhr *PIEP*
Ich guckte drauf, kein GPS-Empfang mehr. Mist, Mist und nochmal Mist. Ich lief ungebremst weiter, versuchte den Empf?nger wieder zum laufen zu bringen. Ich bekam wieder ein Signal her. Der Kilometer war schon f?r den aber wenigstens hatte ich wieder ein Signal......oder auch nicht. Kaum hab ich mir das gedacht, fiel der Empf?nger wieder aus. Ja wann hab ich bitte die Batterien gewechselt? Ist das schon wieder so lang her? Nun war ich sauer und lief einfach so weiter. Nach 13:30 Minuten h?rte ich auf mit diesem Intervall und ging 100 Meter. Ich holte meine Trinkflasche ab, die ich in den B?schen versteckt habe. Ich probierte nochmal den GPS-Empf?nger und Tatsache, er funktioniert. Ich lief ganz langsam wieder an, noch 200 Meter, dann kommt der n?chste Intervall. Ich lief hinter das Gleis und wollte wieder umdrehen um Schwung aufzunehmen, aber was seh ich? Rote Lampen, es kam ein Zug und ich war auf der falschen Seite. Na toll, sag ich vor mich hin, das l?uft ja wie geschmiert. Es kam der Zug, ich trippelte doof im Kreis herum, bis sich endlich wieder die Schranken ?ffneten. Ich gab wieder Gas und hatte bald wieder mein Tempo aufgenommen. Logisch, dass jetzt nach 200 Metern wieder der Empf?nger streikte, nun hatte ich die Nase voll, ich versuchte nicht mehr den Empf?nger zu ?berreden, dass er doch bitte empfangen soll, ich musste jetzt wohl nach Gef?hl laufen. Nach 500 Metern kam mir eine Omi mit ihren 2 Enkeln entgegen, die mit offenem Mund stehen blieben und mir begeistert nachsahen. Irgendwas murmelte die Omi zu ihren Enkeln. Hasi meint, die hat bestimmt zu ihnen gesagt, dass sie blo? nicht so Verr?ckt sein sollen um irgendwann so durch die Gegend zu rennen.
Wieder nach 13:30 Minuten endete mein zweiter Intervall, ich ging wieder, trabte schlie?lich weiter und machte mich auf zu meinem dritten Intervall. Nach kurzer Strecke kam mir eine Omi.............. aber das kennen wir ja jetzt. Als ich vorbei wetzte, rief sie mir beeindruckt zu, dass es sie umbringen w?rde. Super. Die Kinder hatten immer noch den Mund offen
Ich lief diesen Intervall 15 Minuten lang, das d?rften so 3,5 Km gewesen sein. Auf einen vierten hatte ich keine Lust mehr, nicht ohne mein GPS
Ich griff wieder nach meiner versteckten Flasche und trabte nach Hause.
Ich weiss jetzt nicht so recht, wie weit ich unterwegs war, ich tipp aber mal auf 17 Km , die Intervalle hab ich auch sehr gut vertragen. Da muss demn?chst mal die 1:40 beim Halbmarathon fallen

2 Kommentare 25.8.05 07:00, kommentieren

Der Unkaputtbare

In 5 Wochen ist wieder Marathon. Was heisst das? Genau, lange L?ufe machen.
Heute wusste ich mal wieder nicht wohin ich laufen sollte. Erstmal den Weg in Richtung Westen eingeschlagen und gewartet wo ich hinlaufen will. Ich find das hochinteressant, wenn ich selber gar nicht weiss, wo ich abbiegen werde.
Meine F??e wollten also direkt nach Altdorf, von dort nach Marktoberdorf, hier ganz durch in Richtung Rieder. Pl?tzlich befahlen mir die Beine, dass es jetzt nach rechts zum Kuhstallweiher geht. Der heisst wirklich so. Gut, ich lass mich ?berzeugen und lief dorthin. Pl?tzlich h?r ich sie auch schon wieder. Klackerdiklackklackklack. Eine Nordic Walkerin stelzte durch den Wald und verscheuchte jedes Getier. Ich ?berhol sie und mach einen extra souver?nen Eindruck, als ich die steile Steigung zum Kuhstallweiher hoch federe.
Unten an der Steigung sah ich aber noch den Eisweiher. Warum der so heisst kann jeder gerne selbst ausprobieren. Der Weiher soll sowas von Arschkalt sein. Der liegt direkt im Wald und kein Sonnenstrahl kommt hier durch. Sieht richtig idyllisch aus. So, ich lief also oben herum und da ich noch etliche Kilometer vor mir hatte, st?rzte ich mich auf unbekannte Wege. Zun?chst war der Weg noch ganz passabel zu laufen, aber nach und nach wurde aus dem Weg eine Schlammschlacht. Irgendwann drehte ich wieder um und lief am Kuhstallweiher entlang, in den gerade zwei ?ltere Damen rein gingen um zu schwimmen bei 15? Wassertemperatur, und lief weiter nach Kohlhunden. Von hier gehts zum n?chsten See, dem Ettwieser Weiher. Nix los hier, es ist ja schlie?lich auch nur Sommer
Ich lief zur?ck nach Marktoberdorf, von dort nach Thalhofen. Ich erblickte von oben einen Friedhof, das war die Gelegenheit um meine Wasserflasche aufzuf?llen. Reichlich hydriert lief ich von hier nach Weibletshofen um schlie?lich erneut in MOD zu landen. Wieder lief ich durch die Stadt, verlie? diese und machte mich auf den Weg nach Altdorf. Ich hatte mittlerweile 29 Km hinter mir und weil es mir immer noch hervorragend ging, hab ich das Tempo erh?ht. Statt wie bisher in 5:40 - 5:45 pro Km zu laufen, wurde ich erst mit 5:32 etwas schneller, der 31. Km in 5:22 und weils grad so sch?n war den letzten Kilometer noch in unglaublichen 5:05 Minuten. Ich h?tte jetzt auch weiter laufen k?nnen und wirklich, Vor lauter ?bermut h?tte ich fast den Bl?dsinn gemacht und mal eben im Training einen Marathon gemacht. Ich f?hlte mich unkaputtbar. Ich bin mir sicher, dass ich heute locker unter 4 Stunden gekommen w?re und das bei einem langsamen Trainingslauf, der doch nur den Fettstoffwechsel ankurbeln soll. Die Versuchung war gro?, aber die Vernunft hat gesiegt.

3:02 h
32,3 Km

26.8.05 23:45, kommentieren

Bonjour aus Semur

Ich gruesse meine vererhrte Leserschaft aus dem schoenen Semur en Auxois in Frankreich.
Ich bin hier um mein Hasi zu besuchen und komm erst am Samstag wieder Heim.
Kerstin und ich haben heute eine Laufrunde um das Staedtchen Semur gemacht. Ich dacht immer das Allgaeu ist huegelig, aber hier gibts schon recht knackige Anstiege. Das erinnter mich fatal an den Tegelberg, aber zum Glueck sinds nicht so viel Hoehenmeter.
Es ist wunderbar bei sommerlichen Temperaturen mit meinem suessen Hasen um die Stadt zu laufen. Ich wusste gar nicht, wo ich ueberall hingucken sollte, soviel gibt es zu beschauen. Semur ist eine recht alte Stadt, man spuert in jeder kleinen Gasse dass das Mittelalter gerade erst zu Ende gegangen ist. Ueberall diese alten Tuerme, die erhaben ueber der Stadt stehen, alte Mauern, bei denen man das Gefuehl hat, dass gleich die Ritter aus einem Torbogen geritten kommen und mit Pfeil und Bogen aufeinander schiessen. Wenn hier etwas renoviert wird, dann wird zum Beispiel die neue Fassade in das allgemeine Stadtbild eingefuegt und sieht auch neu schoen alt aus.
Gemuetlich sind wir also rings um diese Stadt gelaufen, sind steile Anstiege hoch, auf verwinkelten Wegen entlang und an einem schoenen Bach entlang.

Ganz schoen schwer fuer einen Blindschreiber wie mich, auf einer franzoesischen Tastatur zu schreiben. Ich mach mehr falsche Buchstaben, als richtige


9 Km
1 Stunde

29.8.05 22:30, kommentieren

Die Allee

Heute abend haben Hasi und ich einen kurzen Lauf durch eine lange Allee gemacht. Die Allee ist 2,5 Km lang und so um die 10 Meter breit und geht meist bolzengerade dahin. Links und rechts sind jede Menge Baeume, ein Paradies fuer Gassi gehende Hunde . Ist doch prima, die Strecke, so hab ich gleich mal eine super Intervallstrecke fuer morgen gefunden. Wir sind diese Allee bis zum Ende hoch gelaufen und dann wieder zurueck.
Da Hasi morgen in der Frueh um 4 schon wieder laufen geht, hab ich sie nach Hause begleitet und hab allein noch ein bisschen die Aussenbezirke von Semur erkundet.

9 Km
53 Minuten

30.8.05 23:00, kommentieren

Intervall de Semur

Also heute wie geplant das Intervalltraining durch die Allee.
Da es heute sehr sehr warm wird, hab ich den Lauf gleich um 9:30 Uhr angefangen.
Ich lief mich warm, indem ich diese Allee langsam entlanggelaufen bin. Kurz vor dem Ende hab ich meine Wasserflasche deponiert.
Ich startete die ersten 3 Km des Intervalls (diesmal mit vollen Batterien) und fetzte die Allee hinunter. Einige Leute waren mit ihren Hunden unterwegs um den Hunden ihr Paradies auf Erden zu zeigen.
Nach 2,5 Km war die Allee zu Ende und ich musste nochmal umdrehen um die 3 Km voll zu kriegen.
Hier war ein Trupp der Stadt unterwegs, um das schon fallende Laub aufzurechen. Naja, da haben sie noch einiges vor sich, bis sie die Allee Laubfrei gemacht haben. Bis Dezember werden sie schon durch sein.
Dieser erste Intervall lief noch recht gut, mit knapp unter 4:30 pro Km. Ich joggte langsam einen Kilometer und nahm dann wieder das Tempo auf, als ich wieder am oberen Ende ankam, drehte ich wieder um und sah zu meinem Erstaunen, dass kurz hinter mir ein Laeufer war. Ich gruesste ihn und beendete bald den zweiten Intervall. Der andere Laeufer wendete ebenfalls und rannte an mir vorbei. Ich glaub, der war schneller unterwegs als ich waehrend meinen schnellen Kilometern.
O.k. 1:0 fuer Frankreich
Noch zweimal lief ich im schnellen Tempo die Allee wieder hin und zurueck, aber da jetzt um kurz vor 11 die Temperaturen ziemlich anstiegen, musste ich etwas an Tempo einbuessen, der Km Schnitt sank auf etwa 4:40, aber das passt schon.
Ich musste mich jetzt beeilen, weil ich noch nach Montbard fahren wollte um mit Hasi die Mittagspause zu verbringen.
Also schnell Heim, versuchen nicht mehr zu schwitzen, was fast voellig ausgeschlossen war und stieg in die Dusche.
Dann trieb ich mich selbst an, denn jetzt aber flott, Hasi hat gleich Mittag

18,8 Km
1:43 h

1 Kommentar 31.8.05 15:51, kommentieren