Archiv

Lac de Pont

Heute in aller Herrgottsfr?h, es war 7 Uhr und tats?chlich schon fast hell, hab ich Hasi beim Fr?hst?cken geholfen, falls sie nicht alles allein schafft und hab mich dann in meine Laufschuhe geschmissen.
Heute sollte es wieder ein langer Lauf werden. Kerstin hat mir den heissen Tipp gegeben, dass ich doch aus Semur hinaus zum Lac de Pont und dort 2 Runden aussen rum laufen k?nnte. Anschliessend k?nnte ich den Weg wieder zur?ck laufen und *ZACK* hab ich die 32 Km im Sack.
Na klar, guter Vorschlag, nat?rlich finde ich den Weg dahin, was f?r eine Frage?!
Also los in die strahlende Morgensonne, hinaus aus Semur und einen Berg hinauf. Das hab ich auch noch nie gesehen: Auf der rechten Seite ist der gekieste Fu?weg, daneben ist der zweispurige!! Radweg, dort daneben verl?uft die normale Stra?e. So ist an alle gedacht.
Ich hab noch Kerstins Stimme im Ohr, dass es nur 5 Km bis zum See sind, dort in Pont gehts rechts weg und schon bald bist du da. So in etwa bin ich auch gelaufen, nach 5 Km stand ich nicht am See, sondern im Wald. Hier h?rte der Weg auf, vor mir gings nur mit Machete weiter, aber ich hatte gerade keine dabei. Also hat sich der Charly mal wieder verfranst. Gut, ich lauf den Weg zur?ck und seh so nach 1 Km R?ckweg ein Schild mit der Aufschrift LAC de PONT Wo bitte hat sich das Mistst?ck vorhin versteckt? Ich kam demnach nicht nach 5, sondern nach 7 Km zum See, aber jetzt ist es ja pillepalle, um den 'Lac' herum kann man sich nicht verlaufen. Ich lief wohlgemut dem Weg entlang.
Der Lac de Pont ist nicht so eine runde oder ovale Pf?tze, wie man sich vielleicht einen See so allgemein vorstellt, sondern ein wild verwinkelter langl?ufiger See, der (Wie Kerstin mir sp?ter sagte) k?nstlich angelegt wurde und ein sch?nes Biotop geworden ist. Der Weg um den See ist nicht einfach, aber sch?n. Man muss sehr gut aufpassen, wo man hintritt, denn ?berall ragten Steine und Wurzeln heraus, es ging mal hoch, in Wellen wieder runter, es war anstrengend aber es machte Spa?. Nach mittlerweile 13 Km hatte ich die Spitze des Sees erreicht und federte ?ber eine gr?ne Br?cke, rechts von der Br?cke f?hrte eine Treppe nach oben, eine innere Stimme warnte mich, aber ich pfiff auf diese Stimme. Daaaaaaaa gehts bestimmt lang. Ich also die Treppe hoch, einen schmalen Weg entlang und pl?tzlich stand ich in einem Dorf. Macht nix, mal gucken wo ich hier so bin, ich bin ja in der N?he des Sees. Ich lief irgendeine Stra?e entlang und wollte wissen, wo die hinf?hrt. Als ich nach 4 Km umdrehte, war ich so schlau wie vorher. Sicher, es standen Schilder herum, wie die D?rfer hiessen, aber die h?tten auch ?qasrei?q?er oder vmadsf?asd hinschreiben k?nnen. Ich hatte nun 21 Km hinter mir und war auf der 'Hauptstrasse' bei der ich Wegweiser fand. Zu meinem Entsetzen stand da nix von Semur, sondern nur v???aeru, oder f?ivpoiaewr. Wat nu? Ich fragte einen Herrn im Garten in flie?endem franz?sisch und zeigte fragend in eine Richtung S??m???rrrr???
Antwort: No no Semur, qoirerw? Lac und zeigte in eine andere Richtung.
Nun bekam ich richtig gro?e Augen und auch Panik, weil ich nicht wusste, wie weit ich noch laufen musste. Ich guckte meine Wasserflasche an, prima, sie war noch halb voll. Ich schlappte zur?ck zum See, fand die Stelle, an der ich vorhin hoch kam und fand bald den See und die Br?cke wieder. Ich setzte meine unterbrochene Seenrunde fort...... Beziehungsweise...... ich drehte nach 300 Metern um, weil ich in die falsche Richtung lief. Nun aber schaffte ich es, meinen Weg richtig fort zu setzen und habe nach knapp 26 Km den See geschafft. Vorher musste ich mich aber noch ein paar mal in Wurzeln und Steine verkrallen, weil meine Beine schon etwas m?de waren.
Nun hoffte ich, dass ich den Weg nach Semur auf Anhieb finden w?rde und tats?chlich kam ich bald zu der Steigung, die in Richtung Semur f?hrte. Der Anstieg ist nicht so steil, aber eine Stimme sagte mir st?ndig, dass es doch ganz nett w?re, wenn ich eine Gehpause einlegen w?rde, aber denkste, ich lief durch. Ausserdem hab ich eh beschlossen, nicht mehr auf die inneren Stimmen zu h?ren, die bringen einen nur in Teufels K?che oder nach ?er?lk?lkj. Oben angekommen, breitete sich vor und unter mir Semur aus mit seiner beeindruckenden Kulisse. Sieht es hier schon untertags imposant aus, sollte man sich diesen Anblick unbedingt auch am Abend g?nnen. Man kann wunderbar auf einer Parkbank am Bach sitzen, mit einem lieben Hasen im Arm und den Ausblick geniessen. Das ist romantik in Vollendung.
Ich schweife ab, ich erreiche also Semur, beeile mich mit der Dusche, da ja schon bald die Kerstin auf die Mittagspause wartet.

3 Stunden
30,5 Km

2.9.05 22:00, kommentieren



Alles ist gut

Ich bin also wieder Zuhause und hab auch schon wieder eine Nachtschicht hinter mir.
Heute war wieder so ein Tag, an dem man einfach raus gehen muss um zu laufen. Es hatte 22? und einen leichten Wind. Was ich aber absolut nicht verstehe ist, dass kaum Leute draussen waren. Ab und zu kamen mir in der Gemeinde ein paar Fu?g?nger entgegen, hier und da ein oder zwei Radler, da noch jemand mit Hund, aber insgesamt traf ich nicht mehr als 20 Personen auf meiner ausgedehnten Hausrunde. Ich frag mich, was diese Leute den lieben langen Tag machen? Vor der Glotze abh?ngen, im Auto durch die Gegend b?geln, damit man sich am n?chsten Tag in der Arbeit ?ber die hohen Benzinpreise auslassen kann? Geht doch lieber mal zu Fu? oder mit dem Fahrrad zum Kaffee trinken, dann habt ihr euch auch das St?ck Kuchen verdient, will ich den Leuten zurufen. Wir haben jetzt September, es wird mit der Zeit k?lter werden, es muss doch ein innerer Zwang sein noch die warme Sonne zu geniessen?!
Ist ja nicht mein Problem, ich hab reichlich Platz auf der Strecke gehabt. Es lief wunderbar, in Gedanken war ich immer bei Hasi. Je l?nger ich lief, umso schneller wurde ich und es f?hlte sich gut an. Leider musste ich um 6 schon in der Arbeit sein, sonst h?tt ich schon noch ein paar Kilometer angeh?ngt.
Ich hab diese Woche 5 Laufeinheiten gemacht, das hab ich, glaub ich, erst das zweite Mal gemacht. Dabei bin ich auch ganz entspannt auf ?ber 80 Wochenkilometer gekommen.

1:10 h
13 Km

4.9.05 18:31, kommentieren

Dann lauf ich eben nochmal!

Eigentlich hatte ich es ja ?berhaupt nich vor, heute wieder zu laufen, aber es war so sch?ner Sonnenschein bei 23?. Ich hatte auch die n?tige Zeit dazu. Bis zur Arbeit waren es noch 2 1/2 Stunden, es gab sonst nix zu tun, also bin ich eben laufen gegangen.
Ich hab mich f?r meine Holdersbergrunde entschieden. Es geht durch den Wald nach Kaufbeuren, mit 2 Bergen, danach geht es ?ber den normalen Radweg von Kaufbeuren direkt zur?ck nach Hause. Unterwegs ?berholte ich einen Anf?nger, gr?sste ihn recht freundlich und dachte dar?ber nach, dass ich vor fast drei Jahren ebenfalls das Laufen angefangen habe. Ich hatte bei diesem Herrn ein gutes Gef?hl, dass er bei seinem neuen Hobby bleibt. Ich hab auch dar?ber nachgedacht, was ich auf ihn f?r einen Eindruck machen w?rde. Beneidet er mich, weil ich scheinbar so locker flockig in einem z?gigen Tempo an ihm vorbei gezogen bin? So in etwa hab zumindest ich gedacht, als mir die L?ufer in meinem Anf?ngerdasein links und rechts um die Ohren geflogen sind. Lang ists her.... Zum Gl?ck
Um 18:30 Uhr war ich wieder Zuhause, genau richtig um Nachrichten zu gucken, zu kochen und nebenbei auch noch zu duschen. Reine Organisationssache
11,5 Km
1:01 h
Heute Nachmittag bin ich auch noch zu meinem Hausarzt geradelt. Ich brauchte schlie?lich noch eine Unbedenklichkeitsbescheinigung f?r den kommenden Samstag in Dijon in Frankreich, dass ich in der Lage bin, einen Halbmarathon zu schaffen. Klar, dass Frau Doktor mich nicht untersucht hat, schlie?lich weiss sie ja, dass ich bereits ein paar Marathons hinter mir hab. Wir kamen dann noch ins Plaudern, was unsere n?chsten Ziele w?ren. Frau Doktor hat von ihrem Gatten, dem Herrn Doktor einen Startplatz f?r den New York Marathon geschenkt bekommen. Das sind doch mal Geschenke
Sie hat sich auch die M?he gemacht, die Bescheinigung in franz?sisch zu schreiben. Gekostet hat mich dieser Zettel nix, ausgenommen nat?rlich die Praxisgeb?hr. Das find ich doch nett, oder?

5.9.05 21:05, kommentieren

Locker flockig

Und noch ein sch?ner sonniger Sp?tsommertag. Ich hab seit gestern leichte Schmerzen in der Wade. Keine Ahnung woher das kommt. Kann sein, dass ich die Wade irgendwann bl?d gedehnt hab. F?hlt sich irgendwie so an, als bek?m ich gleich einen Krampf. Das 'Beste' ist, als ich das Kerstin geschrieben habe, sagt sie zu mir, dass sie genau das gleiche Problem auch hat. St?rt nicht unbedingt, ist aber unangenehm.
Beim Laufen heute hat mich die Wade ?berhaupt nicht behindert. Da denk ich mir doch, dass ich mir die Schmerzen nicht beim Laufen geholt hab, sondern im Alltag.
Ich bin also losgelaufen, kaum unterwegs, hat mein GPS Empf?nger schlapp gemacht. Nene, die Batterien sind auf jeden Fall voll. Trotzdem bin ich nochmal heim und hab andere Batterien rein. Das Ergebnis war, dass auch mit den neuen Batterien schon nach ein paar Schritten Feierabend war. Also das Teil heim gebracht und ohne GPS losgelaufen.
Ich drehte eine nette lockere Runde durch die Gemeinde, grinste wieder mal breit vor mich hin und dachte an mein Hasi, das ich schon ?bermorgen wieder im Arm halten darf.
Meinetwegen kann das Wetter so wie jetzt bis zum Januar sein und dann freuen wir uns auf den Fr?hling
Den Fehler vom GPS hab ich wohl gefunden. Eine Batterie verliert immer den Kontakt, wenn man dran r?ttelt. Ich hab dann etwas Alufolie rein gestopft, dann gings eigentlich. Werd ich morgen mal ausprobieren, ob ich so schlau war.
1:10 h
12,5 Km

3 Kommentare 7.9.05 20:35, kommentieren

Und täglich scheint die Sonne

Und noch ein sch?ner Tag. Jetzt passt der Spruch aber nicht mehr 'Der Sommer fiel dieses Jahr auf einen Donnerstag' Am Wochenende wirds hier schlechter Wetter, aber das juckt mich jetzt ?berhaupt nicht, morgen bin ich wieder in Frankreich.
Ich hab heut nur ein paar lockere Kilometer gemacht, weil ja am Samstag der HM in Dijon ist. Ich f?hl mich gut, die Wade muckt auch kaum noch.
Ich bin heute die Wertach entlang gelaufen. Vom Hochwasser wurde da schon ganz sch?n Schaden verursacht. Teilweise war der Weg voll von Sand und Kies von der Wertach. In einer Kurve hat es eine ganze Kante weg geschwemmt. Dort ist eine Bank, die untersp?lt wurde und nun auf der Nase liegt. Sieht eigentlich witzig aus.
Da ich ja nicht lang unterwegs war, kann ich auch gar nicht viel erz?hlen.

9,3 Km
53 Min

6 Kommentare 8.9.05 20:54, kommentieren

Halbmarathon in Dijon

Jetzt haben wir aber mal wirklich gut auf einen Halbmarathon hintrainiert.
Kerstin und ich haben uns nach einem schoenen entspannten Fr?hst?ck viel zu fr?h auf den Weg nach Dijon gemacht. Nach einer kurzen Suche haben wir auch den Startbereich gefunden. Schnell mal die Startnummer geholt und abgewartet. Irgendwann haben wir uns auf die R?ckbank des Corollas gesetzt und ein Baguette verspachtelt. Und wer darfs aufsaugen? Ich!!!
Eine halbe Stunde vor dem Start haben wir uns gedacht, dass da aber schon wenig L?ufer sind. M?ssten das nicht mehr sein?? Kerstin sollte sich da mal durchfragen, was da los ist, ich kann ja schlecht fragen, ich w?rde nur komisch angeguckt werden.
Ein Herr hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass der Start gar nicht hier ist, sondern ein paar hundert Meter die Strasse runter. Ein Blick auf die Uhr, da haben wir aber Gl?ck gehabt dass wir noch 20 Minuten zeit hatten.
Wir haben den Startplatz noch rechtzeitig gefunden und konnten uns noch gegenseitig einen guten Lauf w?nschen, uns einen guten Lauf w?nschen und uns nebenbei einen guten Lauf w?nschen, schliesslich sollten wir f?r die n?chsten ca. 2 Stunden voneinander getrennt sein.
2 Minuten vor dem Start fiel der Startschuss. Das hab ich auch noch nie erlebt, dass zu fr?h gestartet wird. Los ging der wilde Lauf. Am Anfang ging es gewohnheitsgem?ss etwas z?h voran, aber ich hab das Gef?hl, dass sich die Franzosen disziplinierter verhalten und sich kaum langsame Laeufer nach vorne verirren.
Es wurde zu?chst eine kleine Runde um so eine Art Park gedreht. Nach 3 Kilometern durfte man am einen Kanal entlang laufen. Die Strecke war f?r einen schnellen Lauf optimal, bis auf 2 nicht weiter erw?hnenswerten Steigungen war die Strecke brettflach. Die ersten Kilometer legte ich in je ca. 4:30 min zurueck. Viel zu schnell, ich nahm mir vor unter 4:45 pro Km zu laufen, damit ich es mal schaffe unter die 1:40 h zu kommen. Also k?nnte ich eigentlich etwas Tempo raus nehmen. Ich kenn mich doch, am Anfang wird gebrettert und am Schluss muss man es b?ssen und bricht ein. Auch die n?chsten Kilometer war ich deutlich unter 4:45, ich fuehlte mich (noch) gut. Bald kam ich an der 10 Km Markierung vorbei und kann jetzt mit einer neuen Bestzeit ?ber die 10 Km rumprotzen. 45:39 sind 50 Sekunden unter meiner offiziellen Bestzeit.
Bald schon kam man auf die zweite grosse Runde. Hier stand ?brigens ein gar lustig Verkehrsschild, auf dem steht ?Saufservice? und kurz darauf war auch die Wasserstelle zu finden. Hasi kl?rte mich sp?ter auf, dass mit Saufservice eine Ausnahmeregelung gemeint ist und hat ja mal gar nix mit laufen zu tun.
Nach nun gelaufenen 15 Km gings schon etwas z?her. Ein franz?sischer Laufkollege erz?hlte mir etwas furchtbar wichtiges, ich liess ihn reden, l?chelte ihn an und sagte irgendwann, dass ich nix verstehe und ein Allemagne bin. Darauf kam gar nix mehr von ihm, nur ein entt?uschtes nicken. Dieses Nicken ist franz?sisch und heisst: 'Wieso l?sst mich der Trottel dann erst den Mund fusselig reden???'
Endlich waren wenigstens schon mal 18 Km absolviert, immer wieder riefen mir die Zuschauer ALLEZ ALLEZ? zu, das ist franz?sisch und heisst soviel wie: ?Du siehst zwar schon ziemlich scheisse aus, aber die paar Kilometer schaffste auch noch?.
Nach 19 Km wollte ich nicht mehr, die Beine waren schwer, aber es roch wenigstens schon nach Ziel. Ich erledigte auch den 20. Km, biss nochmal auf die Z?hne und versuchte noch ein paar Sekunden heraus zu holen. Hier im Zielbereich waren viele Zuschauer und klatschten nochmal und riefen ihr ALLEZ ALLEZ. Ich erreichte das Ziel, stoppte die Uhr und erblickte eine unfassbare 1:37:38 h. Das sind ?ber 4 Minuten schneller, als meine alte Bestzeit. Ich konnte es lange nicht glauben, aber es ist tats?chlich so.
Ich st?rkte mich am reichlichen Bufett, das aus Schokolade, Orangen, Bananen, Kuchen und vielen weiteren Leckereien bestand. Als ich endlich mal aufgeh?rt hatte zu triefen, wartete ich auf den Zieleinlauf von Hasi. Aber dar?ber schreibt sie selber was dazu.

In der offiziellen Ergebnisliste steht bei mir eine 1:37:15 h drin. Keine Ahnung, wie das Zustande kommt.

So, nu noch Hasis Bericht dazu:
********************************************

Ach, war das sch???n !!!!

Ich will eigentlich gar nicht mehr gro? was erz?hlen, Charly hat ja mehr oder weniger schon alles aufgeschrieben..... (und ich saug die Br?sel im Auto nicht auf !! )

Ich bin zu diesem HM hin mit einem Gef?hl von, na ja, lauf ich halt mal wieder einen HM - da? ich die 21 km schaffe, wei? ich, und die Zeit ist mir eh wurscht, au?erdem war ich die letzten paar Tage laufm??ig nicht so besonders in Form, und durch das Streaken sind sicher sowieso keine Bestzeiten zu erwarten.

So weit, so gut. Nachdem wir gl?cklicherweise den Start noch irgendwie gerade rechtzeitig gefunden haben und nicht, wie erst vorgehabt, im Ziel losgelaufen sind , liefen wir also los...... ich merkte gleich von Anfang an, da? ich irgendwie schneller dabei war als bei meinen letzten beiden HMs.... aber es lief, und so machte ich mir auch keine Sorgen.

Unterwegs habe ich mich mit einer Franz?sin angefreundet, mit der ich ein ganzes St?ck zusammen lief, und hab ich u.a. von meinem Streak erz?hlt. Ihre Reaktion : "Das ist nicht gut ! Das macht dir alles kaputt ! Den R?cken, die Knie.... du brauchst deine Ruhetage !!!"

-> Ja, klar.

Sie erz?hlte mir auch von ihrer HM-Bestzeit von 1:50, worauf ich sagte, um Gottes Willen, ich bin viiiiel langsamer, ich will dich sicher nicht aufhalten, lauf ruhig vor. Aber sie blieb mir noch eine ganze Zeit erhalten. (Diejenige, die dann am Ende schneller wurde als die andere, war dann ?brigens ich..... )

Bei einer Wasserstelle hab ich mich dann mal richtig ordentlich verhoppelt, will hei?en, ich bin voll hingefallen, aber sowatt von.
Loch in der Hose, Blut am Knie, aber egal, sofort auf und weiter, daf?r l?uft es viel zu gut, als da? ich daf?r wertvolle Sekunden verlieren will !!

Ich lief weiter in einem f?r mich erstaunlich schnellen Tempo, aber es ging nunmal..... Irgendwann ab km 12 - 14 d?mmerte mir, da? ich heute vielleicht eventuell eine neue PB hinlegen k?nnen w?rde.......

(Meine bisherige HM-Bestzeit liegt ?brigens bei 2:13.)

Ich machs jetzt kurz, die letzten km waren hart, ich hab alles gegeben und wollte nur noch ankommen, ich dachte mir immer nur, wo bleibt nur dieses verdammte Ziel und mein lieber Charly, der da hoffentlich schon auf mich wartet ??

Und dann kam es, das Ziel...... das ich genau bei 2 Stunden, 0 Minuten und 28 Sekunden durchlief.

(Und meine neue franz?sische Freundin kam erst einige Minuten nach mir ins Ziel....... )

Da hab ich mich doch glatt mal eben um 13 Minuten verbessert !!!
Ich bin schon ein bi?chen stolz, ehrlich gesagt !!

Charly war auch schon da und erz?hlte mir von seinen unglaublichen 1:37....... ... und so haben wir uns beide ziemlich dolle gefreut......

Fazit :

1) Da? Streaken und gute Wettk?mpfe nicht zusammenpassen oder sich gar ausschlie?en, ist Quatsch. (Nur ganz nebenbei, heute ist ?brigens mein 154. Streaktag.)

2) Charly - du bist schuld !!!!

Ich freu mich ! Es war sooo sch?n !!

3 Kommentare 10.9.05 19:28, kommentieren

Es geht Zäh

Heute sind Hasi und ich wieder zusammen gelaufen. Hasi ist nat?rlich gestern auch gelaufen, schliesslich will sie ihren Streak (Taeglich laufen) nicht unterbrechen. Sie ist jetzt bei 155 Tagen. Mein Rekord liegt bei 3 Tagen am St?ck
Wir liefen rings um Semur herum, es geht nicht gerade leicht. Gerade bergauf haben wir Beide doch etwas vor uns hingest?hnt. Den Halbmarathon sp?ren wir noch gewaltig in den Waden. Was mussten wir auch so rasen?
Hasi hatte das Gef?hl, dass wir gerade mal in einem 9min/Km Schnitt unterwegs waren, aber ich hab ihr versichert, dass wir doch knapp ?ber 6 Min/Km liefen. Sicher kommt einem auch das Tempo recht langsam vor, weil man ja noch das Wettkampftempo im Kopf hat.
Ich setzte nach knapp 50 Minuten mein Hasi Daheim ab und lief selbst noch 20 Minuten weiter. Erst ein St?ck die Allee entlang, dann nach rechts abgebogen und die H?user angeguckt.
Schliesslich bin ich auch zur?ck und praktischerweise war Hasi schon geduscht.
11 Km
1:10 h

12.9.05 22:00, kommentieren

Ein langer Lauf

Hallo und guten Tag aus dem franz?sischen Hasenstall.
Heute musste ich einen langen Lauf unterbringen, zwei St?ck davon will ich noch vor dem Mararthon machen. Erst mal ?berlegen, wie ich das handhaben sollte.
Ich lief wieder zum Lac de Pont, diesmal bei w?rmeren Temperaturen um die 23? und gr?sserer Wasserflasche, man weiss ja nie wo man raus kommt
Ich lief ?ber die Kuppe hinunter nach Pont und hoch zum See, jetzt war mir auch klar, wieso ich mich da verlaufen hab, es geht erst ein kleiner Weg nach Pampa, die nachste Strasse geht aber erst zum See hoch. Ich fand den See und fing an drumrum zu laufen. Diesmal waren auch mehr Leute unterwegs, die ich auf franz?sisch gegr?sst hab. Ich bin mir da nie so sicher, ob ich das auch richtig sag, also probier ich da ein bisschen rum. Boschuuurrrr, Bonschurr, Boschuaarr, Boschua, Booschurr. Gar net so einfach, aber ich glaub Booschurr ist am richtigsten.
Ich lief also so um den See herum, erschreckte zwei Frauen, die so vertieft waren in ihr Gespr?ch, dass sie mich erst von hinten anhoppeln h?rten, als ich fast schon bei ihnen war.
Irgendwann kam ich auch an die Stelle, an der ich mir das letztemal einbildete, dass ich die Treppe hochlaufen m?sste. Ich sch?ttelte den Kopf ?ber meine doofheit, weil da ja ganz klar der Weg weiterging.
Ich hatte mittlerweile 8 Km des Sees umrundet, dachte so an Hasi, als ich mich in eine Bodenwelle einkeilte und mich mit Hurra auf die Fresse legte. Die Wasserflasche flog im hohen Bogen davon, ich im hohen Bogen hinterher. Ich rollte mich souver?n ab und der erste Gedanke den ich hatte war: 'Hoffentlich hats keiner gsehn' und blickte mich hektisch um. Ich stand auf, klopfte mir den Dreck ab und lief, diesmal wieder konzentrierter, weiter. Mir geht das Laufen ?ber das Gel?nde ganz sch?n auf die Gr?ten, was daran liegt, dass ich im Fussgelenk recht verkrampft laufe, wegen meiner Angst vor dem Umknicken. Jetzt fallen langsam die Bl?tter von den B?umen und dann sieht man die Wurzeln und Steine nicht mehr so. Horror.
Der See hat doch eine L?nge von 12,5 Km, nicht wie zun?chst angenommen nur 10 Km. Ich lief danach wieder zur?ck nach Semur und ich musste mich beeilen, denn in 15 Minuten wartet Hasi auf mich. Also hoch den Berg und dabei auch noch etwas Tempo machen. Ich hatte nur 2 Minuten Versp?tung, das hab ich doch gar nicht schlecht hingebracht. 20 Km hatte ich schon fast absolviert.
Hasi und ich strahlten uns an, schliesslich haben wir uns seit ?ber 4 Stunden nicht mehr gesehen und liefen zusammen weiter. Wir liefen die ganze Allee hinunter, am Ende kommt das Dorf Villenotte, noch weiter die Hauptstrasse entlang und schliesslich nach links auf einer recht schmalen Strasse entlang zu einem Dorf hoch. Der Berg dorthin war auch nicht von Pappe. Hasi sp?rt immer noch die Nachwehen des Halbmarathons und auch ich lief nun nicht mehr wirklich rund, die Waden meckerten. Wir kamen oben in dem kleinen Dorf an und mein erster Gedanke war, da haben doch bestimmt Asterix und Obelix gewohnt. Das war so ein idyllisches Dorf, dass es fast schon kitschig wirkte. Abbl?tternde Fassaden, schiefe Fensterl?den, quietschende T?ren, Hunde die uns anbellten, Omi in geb?ckter Haltung im Gem?eg?rtchen und mittendrin ein Rathaus f?r die 100 Einwohner.
Hier liefen wir bis zur 'Stadtmitte' und sind dann den ganzen Weg wieder zur?ck. Jetzt nach 27 Km ging es mir wieder etwas besser, die Wade hat sich beruhigt. Nach 29,5 Km hab ich Hasi wohlbeh?tet nach Hause gebracht und da ich mein Pensum noch nicht voll hatte, drehte ich noch eine Runde durch Semur. Ich versuchte noch etwas schneller zu laufen, aber so richtig gelingen wollte das nicht. Schliesslich hab ich auch meinen Lauf beendet und hatte so einen unglaublichen Kohldampf, dass ich sp?ter zu Hasi gesagt hab, dass ich ein paar Kilometer weiter bestimmt einen Hund gefressen h?tte, der mir ?ber den Weg l?uft. Aber die Hunde hatten diesmal noch Gl?ck.

32,5 Km
3:12 h

14.9.05 22:00, kommentieren

Auf der Suche nach Asterix

Heute liefs wieder super, die 32,5 Km vom Mittwoch hab ich einfach so weg gesteckt. Ich hab mich richtig gut gef?hlt. Das merkt man schon nach ein paar Schritten, obs ein guter Lauf wird.
Ich hab heut auch den Fotoapparat mitgenommen, aber Daheim hab ich dann fest gestellt, dass ich D?del die Kamera auf nahe Aufnahme gestellt hatte. So kann man wunderbar Blumen mit Bienen drauf knipsen, aber doch keine Landschaften. So sind die Bilder alle etwas verschwommen geworden.
Ich bin wieder die Allee hinunter gelaufen, am Ende nach Villenotte und in Richtung Asterixdorf. Hin und wieder bin ich kurz stehen geblieben und hab ein verschwommenes Bild gemacht.
Jetzt f?llt mir gerade der Name des Dorfes ein, Villars heissts.
Ich bin den H?gel nach Villars hoch gelaufen, bis dahin kannte ich die Strecke ja schon. Nun bin ich nach rechts gelaufen und bin einfach mal die Strasse weiter. Irgendwann sah ich links oben noch so ein Dorf und bin zielstrebig darauf zu. Bald kam ich dort oben an, aber fragt mich jetzt bitte nicht, wie das Dorf hiess, auf jeden Fall wars auch sch?n, man hatte auch eine tolle Aussicht in die Ferne. Hier stand ich nun und guckte. Ich hatte schon 8,3 Km hinter mir, da sollte ich doch mal umdrehen, schliesslich sollte es nur ein lockerer Lauf werden. Ich lief die gleiche Strecke zur?ck und machte immer noch verschwommene Bilder. Fast am Ende der Allee waren lauter Sch?lerinnen auf den B?nken links und rechts. Da hab ich wohl gerade den Schulschluss erwischt. Also Charly, Bauch rein, Brust raus und so gucken, als w?rde man mal eben locker die Schallmauer durchbrechen k?nnen. Ich hatte ein richtig flottes Tempo drauf und es mangelte mir nicht an Aufmerksamkeit. Hoffentlich wird jetzt nicht gekichert, hoffentlich stolper ich jetzt nicht. Es ging alles gut, nun konnte ich locker nach Hause laufen.
Es war heut so ein lockerer sch?ner Lauf, dass ich gern noch weiter gelaufen w?re, aber das musste f?r heute reichen.

16.9.05 22:06, kommentieren

Mahlzeit

Heute, an einem recht sonnigen Sonntag haben Hasi und ich die Schuhe gegen Mittag geschn?rt. Ein guter Zeitpunkt, wie sich sp?ter fest stellen l?sst.
Wir Beide waren gestern in Dijon in einem v?llig ?berf?llten IKEA und noch in einem Einkaufszentrum. Wir waren da schon eine Weile zu Fuss unterwegs, das bekamen wir heute aber auch zu sp?ren. Wir liefen die ersten drei Schritte und gleichzeitig jammerten wir los: 'Aua, oh, Ah, Hngh' Wir guckten uns an und lachten erstmal. Die ersten Schritte waren echt furchtbar schwer und dann gehts ja auch gleich einen H?gel hoch zur Allee. Nach einer Weile wurden wir doch mal gelenkiger, aber durch die Allee ging ein sehr unangenehmer Gegenwind, es war richtig frisch, trotz Sonne. Sicher lassen wir uns von sowas nicht beeindrucken und halten dem Wind mit erhobenem Haupt die Nase entgegen. Ich philosophierte, dass, wenn wir Gegenwind haben, es irgendwann auch R?ckenwind geben wird. In Villenotte bogen wir nach rechts in einen Feldweg ein, anschliessend gings ?ber D?rfer, deren Namen ich mir nicht merken kann.
Achja, warum es ein guter Einfall war am Mittag zu laufen: Bei den Franzosen geht das Mittagessen, vorallem am Sonntag ?ber alles, da wird stundenlang gefuttert, mit dem Resultat, dass kein Mensch auf den Strassen unterwegs ist, wie ausgestorben. Na uns konnte es recht sein.
Wir liefen nach Pont hin?ber, dort ist ja der See auch dazu, aber den haben wir heute nicht angesteuert, sondern sind den Radweg zur?ck nach Semur.
Da ich heute wieder den Fotoapparat dabei und ich diesmal auch das Teil richtig eingestellt hatte, konnte ich sch?ne Bilder machen. Wir sind in Semur angekommen und haben dort noch ein paar kleinere Schleifen eingebaut, damit ich noch ein paar nette Fotos von der Stadt machen konnte, die auch gut gelungen sind. Danach sind wir nach Hause und haben uns mit einem Salat belohnt, w?hrend die Franzosen wohl noch immer am Mittagstisch sitzen.

14 Km
1:34 h

1 Kommentar 18.9.05 20:04, kommentieren

Ich bin doch nicht blöd!

Heute war der letzte lange Lauf vor dem Bodenseemarathon am 2. Oktober.
Ich hab mir gedacht, ich lauf jeden Kilometer unter 5:30 Min. und guck mal, wie es mir dabei so geht.
Ich nahm an einem herrlichen Sp?tsommertag (Ich weigere mich jetzt schon das Wort Herbst zu verwenden) meine 0,7 Liter Wasserflasche und den Fotoapparat mit und lief los.
Nat?rlich lief ich wieder die Allee entlang, die hat es mir einfach angetan. Wieder musste ich mich erstmal mit Gegenwind herumplagen, aber mein geplantes Tempo konnte ich halten. Ich passierte nach der Allee Villenotte und strebte wieder Villars, alias Obelix- City an. Von dort lief ich diesmal nach links weiter. Hinter Villars gab es einen saftigen Anstieg. Er war nicht nur steil, sondern auch relativ lang. Endlich oben angekommen bin ich auf einer schmalen Strasse weiter gelaufen und hab die n?chste Ortschaft erreicht. Dieser Ort heisst Lantilly.........
........Wieso ich pl?tzlich so ein tolles Ortschaftenged?chtnis hab? Ich hab den Leitspruch des Mediamarktes ja nicht umsonst genommen, ich bin ja nicht bl?d und hab die Ortschilder fotografiert. Bin ich nicht raffiniert?
Hier hab ich auch eine nette Kirche geknipst und bin weitergelaufen. Der n?chste Ort hiess (moment, ich muss gucken) Grignon, ein Kaff mit ein paar H?usern, aber nett gelegen. Ein paar Lastwagen bretterten an mir vorbei, denen war es ziemlich egal, ob da jetzt einer l?uft, da geht keiner vom Gas. Naja, einer hat wenigstens vorher gehupt. Das war schon immer recht kribbelig, ich bin auch immer sch?n ins Feld ausgewichen, wenn mal wieder so ein Laster angebohrt kam.
Ich kam an einer Strassenkreuzung an, an der es nach (Spick) Montigny gehen w?rde, ich lief aber weiter geradeaus. Nach etwas ?ber 16 Km drehte ich an einem Baum um, den ich auch noch schnell fotografieren musste.
Ich lief die ganze Strecke auf dem gleichen Weg zur?ck und hielt immer sch?n das geplante Tempo bei. Die Wasserflasche war heute zu knapp bemessen, nach 24 Km war die leer und ich hatte Durst. Ich h?tt ja an einem Haus anhalten k?nnen und fragen, ob ich Wasser krieg, aber das k?nnte auch schief gehen. Ich stell mir das so vor, ich streck jemandem meine Flasche entgegen und sag ?, worauf ich ein Ei bekomm. Du kriegst nur Wasser, wenn du O willst. Ein kleiner, feiner Unterschied
Ich kam wieder an dem Anstieg vor Villars vorbei und musste meine armen Beinchen den Berg runterjagen. Das scheppert ganz sch?n in den Knien. Danach gabs noch den Berg von Villars hinunter, bei dem sich die Knie auch nicht sonderlich bei mir bedankten.
Jetzt hatte ich 'nur' noch 5 Km vor mir, das Tempo konnte ich immer noch halten, auch wenn jeder Kilometer schwerer ging. Bald kam ich auch wieder bei 'meiner' Allee vorbei. Hier hab ich mich nochmal zusammen gerissen und die letzten 3 Km herunter gespult. Ich kam nach knapp ?ber 32 Km Zuhause an und sch?ttete erstmal zwei grosse Gl?ser Wasser in mich rein und riss die Keksdose auf um meinen Heisshunger etwas zu bes?nftigen. Kekse, Kekse, Kekse
Kurz darauf kam auch schon Hasi vom Arbeiten nach Hause und ich begr?sste sie mit einem grinsenden, br?selnden 'Kekse'!

Abends sind wir dann noch sowas von schick essen gegangen. In dem franz?sischen Lokal mit kalifornischen Einschlag kann man richtig nobel dinnieren. Es g?be dort auch so Sachen wie Froschschenkel, Schnecken, Kaktusbl?tter oder K?nguruhsteak. Wir haben uns ein nettes Men? zusammen gestellt ohne Froschschenkel oder so, und danach noch ein Obstschokifondue gefuttert. Den restlichen Wein der Flasche konnte man Heim nehmen.

32,1 Km
2:56 h

2 Kommentare 20.9.05 23:00, kommentieren

Der Kanal

Der vorerst letzte Tag hier bei Hasi in Frankreich.
Heute hab ich wieder die Mittagspause mit Hasi in Montbard verbracht. Danach hab ich mich im Auto umgezogen und bin den Kanal de Bourgougne (Bestimmt 2 Fehler drin) entlang gelaufen. Am Anfang sieht die Strecke nicht sonderlich prickelnd aus. Montbard ist halt einfach eine kleine Industriestadt.
Hier bei der ersten Schleuse bin ich also losgelaufen und hinaus aus der Stadt. Ich lief an einem Park vorbei, indem wir schon ein paar mal Mittag gemacht haben. Ab hier ist alles wieder mal Neuland f?r mich.
Schon bald kam die n?chste Schleuse. Nervt das die Bootfahrer nicht ungemein, wenn sie alle Nase lang in die Schleuse m?ssen? Ich lief weiter und es war interessant zu sehen, dass die Strecke immer sch?ner wird, je weiter ich den Kanal entlang lief.
Ich find das ziemlich interessant hier entlang zu laufen und ?berhaupt nicht zu wissen, was als n?chstes kommt.
Ich kam irgendwann nach 6 Km an der sch?nen Stadt Buffon vorbei. Eigentlich sollte ich jetzt schon langsam umdrehen, ich soll doch vor dem Marathon nicht mehr soviel machen, aber dort vorn kam mittlerweile die 6. Schleuse und die hab ich als Wendepunkt auserkoren. Diese Schleuse war echt nett, das Haus dazu war liebevoll mit Blumen zugewachsen. An jeder Schleuse steht so ein Haus, wenn sich ein Schiff ank?ndigt, dann kommt jemand aus dem jeweiligen Haus und bedient die Schleuse, danach kann er sich wieder hinein begeben, weiter Fernseh gucken, Brotzeit machen oder die Frau ?rgern
Hier drehte ich also um und lief die gleiche Strecke wieder zur?ck nach Montbard. Die Angler die ich schon auf dem Hinweg sah, sassen immer noch wie angewurzelt vor ihren 3 Angeln. Alle guckten sie konzentriert in das Wasser und bewegten sich keinen Mucks.
Nach etwa 14 Km kam ich wieder bei meinem Auto an und fuhr zur?ck nach Semur.
Wenn mein n?chster Marathon ansteht, dann weiss ich schon wohin ich mal einen langen Lauf machen werde.

1:23 h
14,5 Km

1 Kommentar 22.9.05 19:42, kommentieren

Wieder Daheim

Schon bin ich wieder im Allg?u. Wie schnell doch 2 Wochen vergehen k?nnen?!
Heut hab ich einen Superlauf gehabt. Ich bin ja so irre fit, man glaubt es kaum.
Ich bin bei herrlichstem Wetter, strahlendem Sonnenschein und 20? losgelaufen. Kaum ein Wind wehte. Und wieder versteh ich nicht, wieso ich kaum Leute auf den Strassen antreffe. Kann doch nicht sein, dass sich die Leute den ganzen Tag im Haus oder im Garten verkriechen.
Ich bin also heute erstmal an der Wertach entlang gelaufen, sch?n gem?tlich, bloss kein Stress, in 8 Tagen ist Marathon, also wird sich geschont. So lief ich brav vor mich hin, bog auf den Radweg nach Ebenhofen ein und guckte was die neue Baustelle macht. Hier wird innerhalb von 9 Monaten eine neue Br?cke gebaut. Fu?g?nger und Radler kommen ?ber eine Behelfsbr?cke ?ber den Flu?.
Ich legte im Gro?en und Ganzen meine vertraute 10 Km Runde zur?ck, aber schon mit ein paar Zusatzschleifchen. Nach 7 Km war ich so richtig warm, eine Radlergruppe kam von rechts, kaum schneller als ich und ich dachte so bei mir, dass ich doch die Radler ?berholen k?nnte, wenn ich ordentlich Gas g?be, aber n?, in 8 Tagen ist immer noch Marathon. Also lie? ich die Radler gem?chlich von dannen ziehen und freute mir ein Loch ins Hemd ?ber das herrliche Wetter und meine leichten Schritte und wurde einfach immer schneller. Pfeif drauf, dass in 8 Tagen Marathon ist, heut ist kein Tag um sich zu schonen.
Nach 11 Km kam ich fast wieder in meinem Heimatdorf an und musste doch noch eine Zusatzrunde drehen. Als ich wieder an der Wertach ankam, sah ich 200 Meter vor mir Fu?g?nger. Ich konnte mich nicht mehr beherrschen und nahm Tempo auf, als ginge es um meine Bestzeit bei einem 10 Km Lauf. Mit knapp 14 Km/h ?berholte ich betont locker die Fu?g?nger, bog auf die Br?cke ein, die mit dem Tempo gar nicht so leicht zu nehmen war. Eigentlich k?nnt ich jetzt langsamer machen, aber Oje, da vorne ist die Turnhalle und davor dir Dorfjugend nach einem Training, also nix los mit Tempo raus nehmen, ich bretterte locker weiter, sah hoffentlich unglaublich athletisch und schnell aus und verschwand auch schon wieder aus deren Blickfeld. Wieder dachte ich, dass ich doch wieder langsamer machen k?nnte, aber da vorne waren zwei radelnde Kinder, die ich auch noch ?berholen musste. Dumm nur, dass die Kinder mir nachfuhren, also konnte ich wieder nicht langsamer werden. Mir wars egal, in 8 Tagen ist eh blo? so ein Marathon. Ich lief an meiner Haust?r vorbei, am n?chsten Haus sa?en die Nachbarn beim Kaffee vor der T?r, ich rief ein Hallo hin?ber und hoffte immer noch, dass ich schnell und athletisch aussah Die Radler im R?cken, die Nachbarn beim Kaffee, ich bog in eine Seitenstrasse ein, damit ich mich endlich zwingen konnte langsam zu laufen.
Jetzt konnte ich endlich breit grinsend nach Hause laufen.

....Den Kindern hab ichs aber gezeigt.

14,7 Km
1:19 h

1 Kommentar 24.9.05 20:20, kommentieren

Ich hab eine Ausrede

Jaja, ich wei?, es sind nur noch 6 Tage bis zum Marathon. Ich bin mitten in der Taperingphase. Kr?fte sammeln f?r die 42,195 Km am Bodensee und Nudeln futtern, bis sie bei den Ohren raus kommen.
Heute war wieder sch?nes Laufwetter, es strahlte die Sonne zwar nicht soooo wie in den letzten Tagen, es war bedeckt, leicht windig, aber angenehm zu laufen.
Heute bin ich im geplanten Marathontempo gelaufen. Viel gibts dar?ber eigentlich nicht zu sagen. Ich war in meiner Gemeinde unterwegs, passiert ist ?berhaupt nix. Ich war auch nicht so euphorisch wie an den vergangenen L?ufen, aber keine Sorge, mir gehts pr?chtig.
Achso, warum ich so eine ?berschrift habe? Ich hab heut wieder 13,6 Km gemacht, aber ich hab mir einen speziellen Trainingsplan angeguckt und da stehts schwarz auf wei?, dass f?r den Montag vor dem Marathon ein Lauf im Marathontempo ?ber 14 Km zu machen ist..... Also, passt doch. Ich muss ja nicht jedem verraten, dass es sich um einen Plan f?r 3:30 Stunden Zielzeit handelt.
Aber ich versprechs ganz fest, dass ich jetzt nur noch am Mittwoch und Freitag lauf..........
.........Wahrscheinlich
Das werden noch harte Tage bis Sonntag.

13,6 Km
1:14 h

Hase, f?r dich

3 Kommentare 26.9.05 17:48, kommentieren

Kurz

Heute gabs nur 8 Kilometer zu laufen. Ich f?hl mich so richtig gut und dann darf ich nur sch?n langsam die paar Kilometer laufen. Ich hab nur eine kleine Runde gedreht, war nebenbei noch bei meinen Eltern und bin anschlie?end wieder sch?n Heim gefedert. Viel kann ich nicht erz?hlen, aber daf?r gibts morgen einen sch?nen Eintrag.

8 Km
46 Minuten

28.9.05 21:27, kommentieren

Auf gehts, Jubel

Ja ist denn schon wieder Jubil?um? Was hei?t ?Schon wieder?
Also, ich r?ck dann raus mit der Sprache.
Heute vor genau 3 Jahren hab ich mit dem Laufen angefangen, jawohl. Klar wird man dann melancholisch und denkt an seine Anf?nge zur?ck und wie alles begonnen hat. Dass ich darauf superstolz bin, das ist wohl keine Frage, wenn man mich davor gekannt hat. Nun aber los mit der Erz?hlerei.

Nein, ich fang nicht am 29. September 2002 an, sondern ein ganzes St?ck davor.
Es war im M?rz 2002, ich war mittlerweile seit 10 Monaten Nichtraucher und f?hlte mich seitdem so unglaublich gesund. Ist ja auch verst?ndlich, wenn man zuvor mindestens 2 Schachteln t?glich geraucht hat. Die Nebenwirkung war allerdings, dass ich zu meiner Plauze noch eine Zusatzplauze bekam. Das soll hei?en, dass ich statt ?bergewichtigen 95 Kg eben in jenem M?rz satte 105 Kg hatte. Ich hab es ?berhaupt nicht gemerkt, dass ich so drastisch zugenommen hab. Ich war geschockt und fing von diesem Tag an zu ?berlegen, was ich dagegen tun k?nnte.. Es gab viele Optionen, aber irgendwie sagte mir nichts zu. Ich wollte nicht ins Fitnessstudio, Rad fahren war auch nicht mein Ding, Inliner fahren kann man auch nicht immer, zum Schwimmen war ich zu fett. Ich fand einfach nichts, was mir zusagen sollte, also zogen die Monate ins Land, ohne dass etwas geschah. Ich stellte mich erst wieder im August auf die Waage, vielleicht hatte ich ja etwas abgenommen, schlie?lich fra? ich mich nicht mehr so voll. Was ich auf der Waage sah, schlug dem Fass den Boden aus, ich hatte sage und schreibe 110 Kg zu bestaunen. Ich war fassungslos.
Nun ?berlegte ich wieder fieberhaft, was ich tun solle, so geht?s nicht weiter. Irgendwann in der Nachtschicht kam mir pl?tzlich der Gedanke, dass ich doch Joggen k?nnte?! Der Gedanke gefiel mir gar nicht schlecht. Wenn es mir nicht zusagt, kann ich locker wieder aufh?ren, ich m?sste keinen Vertrag erf?llen, ich brauch keine teure Ausr?stung. Das w?re doch nicht schlecht! Im Laufe der n?chsten Wochen reifte der Gedanke immer mehr heran und Anfang September fuhr ich in einen Sportladen und kaufte mir Laufschuhe. Es waren schneewei?e Asics GT- 2070. Ich hatte keine Ahnung von Fu?fehlstellungen, die Leute im Laden auch nicht, also kaufte ich eben nur zuf?llig die richtigen Schuhe.
Nun hatte ich also Schuhe f?r 99 ?, einen unglaublich ?schicken? Trainingsanzug in XL und Motivation. Mein erster Lauftag sollte auch schon fest stehen, ich hab den 22.09.2005 auserkoren. An diesem Tag war Bundestagswahl, ein guter Tag f?r einen Neuanfang, aber es kam mir etwas dazwischen.
Es war der 21.9. als von unserer Firma ein Betriebsfest veranstaltet wurde. Mit ein paar Kollegen haben wir gefuttert und ein paar dunkle Weizen ged?belt. Irgendwann war mir alles so egal und ich st?lpte Weizen in rauen Massen in mich hinein. Das gute Essen musste ja fl?ssige Gesellschaft haben. Nach 10 Weizen lie? ich mich noch in eine Kneipe fahren, dort gabs auch noch Weizen und t?dlichen Whiskey. Irgendwann, man sprach von 3:30 Uhr, lie? ich mich von einem Kumpel heim fahren, ich war v?llig im Eimer. Als ich Daheim war, musste ich noch meinen Kumpel vollquatschen. Ich streckte meinen Zeigefinger in Richtung seines Gesichts und legte los:

?Haaarrryyy, h?mma su, also ich fang morgen zu schoggen an und weissu was? Weissu? Ich sach dia, ich mach im Fr?hling 2004 nen Ma, nen Mara, *Hicks* Marathon. Harry, weissu, du wei? ja, wenn Scharly sagt, dass er was macht, dann macht Scharly das auch. Is klar, ne? Weissu Harry, ich hab da son Plan, der is gut, ich fang da an und mach dann Marathon. Harry, dir sach ich das, weissu und dir sach ich dann, dass ich den Marathon geschafft hab. Denksu dran, Fr?hling sweitausndvia.?

Ich bin mir nicht so sicher, ob mir Harry geglaubt hat. Er ermunterte mich aber noch, bevor er losfuhr und ich endlich in die Wiese reihern konnte.
Am Tag der Bundestagswahl lag ich ab dem Nachmittag v?llig erledigt auf dem Sofa, starrte hohl vor mich hin und versuchte zu ?berleben. Ich musste noch w?hlen gehen, aber das hatte noch Zeit, die Wahllokale hatten ja bis 18 Uhr ge?ffnet. Um 17:50 w?lzte ich mich vom Sofa, nachdem das mit dem rumsterben anscheinend verschoben ist und wankte in Richtung Wahllokal. Mir war es so egal wie ich aussah. Ich war der Letzte der w?hlte und taumelte wieder auf mein Sofa. Ich war erledigt, der gro?e Laufbeginn wurde verschoben auf n?chste Woche.

Nun kam der 29.09.2005, ich war nerv?s und n?chtern und es war 15:30 Uhr. L?ngst hab ich mir eine einsame Strecke ausgesucht f?r meine gro?artige Laufkarriere, hier oben mitten in der Pampa sind bestimmt keine Leute unterwegs, hier kanns losgehen. Ich hatte meine Nachbarin dabei, die als Einzige wissen sollte, was ich vorhatte. Ich animierte sie noch, dass sie mit mir mitlief, was sie auch meist getan hat. Ich hatte so ein schlaues Laufbuch gelesen, wo mir geraten wurde, in der ersten Woche 2 Minuten laufen und 1 Minute gehen und das 9 mal wiederholen. Das hielt ich auch brav ein, aber ich wusste nicht, dass 2 Minuten so irre lang sein k?nnen. Mir h?mmerte es im Kopf, der Puls raste, das ?berleb ich nicht. Ich schaffte den Plan, packte uns wieder ins Auto und kam mir anschlie?end in der Dusche so irre sportlich vor. Nun war ich unwiderstehlich vom Lauffieber gepackt, ich konnte es von da an nicht mehr erwarten, bis ich die n?chste Einheit machen konnte.
Nach einem Monat kam auch schon der R?ckschlag. Ich hopste vor dem Lauf bl?d im Wohnzimmer rum um mich aufzuw?rmen, worauf es einen Knall in der Wade gab und als Zugabe einen stechenden Schmerz. Ich hatte mir einen Muskel gerissen, der mich 2 Wochen au?er Gefecht setzte. Ich wollte doch wieder laufen, ich war frustriert.
Langsam kam der Winter, aber f?r mich war klar, dass ich auch bei Eis und Schnee laufen w?rde. Mittlerweile, irgendwann im Dezember konnte ich schon stolz darauf verweisen, dass ich eine Stunde durchgelaufen war. Ein Meilenstein in meiner noch jungen Laufkarriere. Mein Gewicht war zu meiner Freude auch schon um einiges geschrumpft. Monatlich nahm ich brav 2 ? bis 3 Kilo ab.
Der Winter kam, der Winter ging und es wurde Fr?hling. Mittlerweile hatte ich mit einigen Zipperlein zu k?mpfen. Oft war es so, dass mir irgendwas weh tat. Mal die H?fte hinunter, mal am Oberschenkel, mal der Unterschenkel, dann schmerzte die rechte Achillessehne, schlie?lich alle Beide, aber ich gab nicht auf. Irgendwann hat sich mein K?rper an die Belastungen gew?hnt, die Schmerzen wurden weniger, dennoch gab es immer wieder etwas an meinem Gestell, das schmerzte. Aber Aufgeben kam f?r mich nie in Frage.
Es kam der M?rz und ich interessierte mich f?r einen Halbmarathon in Kempten. Nein, nicht als L?ufer, nur als Zuschauer. Ich war fasziniert von der Atmosph?re, von den schnellen Kenianern und den langsamen Spa?l?ufern. Ich will das auch machen.
Im Mai hatte ich auch schon meinen ersten Wettkampf, es handelte sich um den Mix- Marathon in Marktoberdorf, bei der ein Team aus einem Skater, einem Radler und einem L?ufer eine Einheit bildeten. Ich war in unserem Team der L?ufer. Allerdings hatte ich mir das etwas anders vorgestellt. Ich wurde von ?ber 100 Leuten ?berholt, ich hingegen konnte lediglich eine Frau ?berholen. Nur 12 L?ufer waren insgesamt langsamer als ich. Trotzdem, es war ein tolles Erlebnis uns sofort hab ich mich f?r den n?chsten Lauf angemeldet, mein erster Halbmarathon am Gr?ntensee, den ich nach knapp 2:08 Stunden schaffte. Ich war stolz auf mich die Strecke geschafft zu haben. Lediglich 6 L?ufer kamen noch hinter mir ins Ziel. Weitere Wettk?mpfe folgten, darunter eine Hitzeschlacht bei 34?, ein HM bei str?mendem Regen und einige weitere Wettk?mpfe. Ich schloss das Jahr mit einer HM Bestzeit von 1:54 Stunden ab.
Es begann das Jahr 2004, mein Gewicht hab ich schon l?ngst verloren, ich wog jetzt nur noch rund 84 Kilo und hatte 26 Kilo abgenommen. Ich war stolz, meine Umgebung staunte Baukl?tze ?ber meinen unglaublichen Lebenswandel. Ich ern?hrte mich gesund und sah auch viel besser aus. Im Fr?hling machte ich meine Drohung war, ihr erinnert euch? Zur Auffrischung noch mal mein Zitat mit Harry:
?Ich sach dia, ich mach im Fr?hling 2004 nen Ma, nen Mara, *Hicks* Marathon. Harry, weissu, du wei? ja, wenn Scharly sagt, dass er was macht, dann macht Scharly das auch. Is klar, ne? Weissu Harry, ich hab da son Plan, der is gut, ich fang da an und mach dann Marathon. Harry, dir sach ich das, weissu und dir sach ich dann, dass ich den Marathon geschafft hab. Denk dran, Fr?hling sweitausndvia.?

Ich meldete mich f?r den Marathon in Mannheim an und z?hlte jeden einzelnen Tag mit zunehmender Freude und Nervosit?t.
Zwischendrin nahm ich wieder bei einem Halbmarathon teil und pulverisierte meine alte Bestzeit und konnte mit einer 1:46 angeben.
Was konnte ich doch alles lesen ?ber die Marathons dieser Welt, ?ber die Leiden der L?ufer, ?ber die Euphorie, ?ber dieses einmalige Gef?hl des Zieleinlaufes, es muss ein Wahnsinn sein. Am 17.5.2004 konnte ich mich selbst davon ?berzeugen, ich war mit meinem Vater in Mannheim und startete meinen ersten Marathon. Ich lief locker die ersten 32 Kilometer, es wurde immer schwerer, aber ich finishte meinen ersten Marathon in sehr guter Verfassung. Mein gro?er Wunsch ging um 21:30 in Erf?llung, nach 4:00:50 riss ich die Arme im Ziel in die H?he. Ich war stolz, ich war begeistert, ich war unsterblich. Mein d?mliches grinsen bekam ich im Laufe der n?chsten Tage nicht mehr aus dem Gesicht und meine allererste Marathon Finishermedaille lie? ich drei Tage um den Hals baumeln. Diese Eigenart hab ich auch seitdem bei jedem Marathon beibehalten.

Ich lief ?ber den Sommer ein paar Halbmarathons und andere L?ufe mit und hatte im Oktober schon den zweiten Marathon vor mir. Ich war ja jetzt ein supererfahrener Marathoni und hab ja Ahnung von der Materie. Klar, dass ich meine Bestzeit gleich mal um mindestens 11 Minuten verbessern wollte. Nur ging bei diesem Marathon komplett alles schief. Das Wetter war mit 24? im Oktober zu warm, ich hatte ein paar Kilo mehr, das Training war nicht optimal und in der eigentlichen Taperingwoche schwang ich mich noch mit einer Bekannten durch einen Halbmarathon, dann noch um einen See und schlie?lich noch in die Berge. Meine Achillessehne schmerzte und ich hatte in der Schonungswoche auch ein paar Weizen gekippt. Bei diesem Marathon kam ich erst nach 4:24 Stunden ins Ziel, weil ich nach 32 Km absolut nicht mehr laufen konnte und ich in beiden Waden Kr?mpfe hatte, die sich auch nicht l?sten. Ein frustrierendes Erlebnis, das mir aber auch eine Lehre war.
Wieder verging das Jahr und ich wurde immer fitter. Im April nahm ich beim unglaublich euphorischen Marathon in Hamburg teil. Bei diesem Marathon, den ich so locker lief war ich von meinen Emotionen und der Stimmung einfach erschlagen. Es war gelinde gesagt ein Wahnsinn. Hier h?tte ich auch fast die Finishermedaille vollgeheult.
Im Juli kam auch schon der n?chste Marathon. Diesmal in F?ssen, mitten im Juli. Es war sehr warm, es gab ein paar H?gel zu bew?ltigen, doch auch hier lief ich den Marathon sehr locker und st?ndig mit einem L?cheln im Gesicht. Auch die Landschaft war einfach wunderbar. Aber das Beste war mir bis dahin noch gar nicht bewusst, ich hab an diesem Tag mein Hasi kennen gelernt und sie wurde knapp vier Wochen sp?ter mein Schatz. Nat?rlich l?uft sie auch und das wirklich jeden Tag. Wir haben auch bereits einen Wettkampf zusammen besucht, im franz?sischen Dijon, wobei wir Beide unsere Halbmarathonzeiten erheblich verbessert haben. Hase lief ihren HM 13 Minuten schneller als ihre Bestzeit und ich konnte Meine um ?ber 4 Minuten verbessern auf 1:37:38 Stunden.
Jetzt feiere ich also mein 3-J?hriges L?uferjubil?um und kann auf etwa 6500 gelaufene Kilometer zur?ck blicken. Ich habe bereits 17 Halbmarathons hinter mir, insgesamt 38 Wettk?mpfe und am kommenden Sonntag hab ich mein Minijubil?um mit dem bereits 5. Marathon. Ich habe mich wieder f?r den Bodensee entschieden, aber diesmal bitte ohne Kr?mpfe.

Das Laufen ist wirklich eine Sucht f?r mich, wenn ich ein paar Tage nicht laufe, bekomme ich schlechte Laune und f?hle mich einfach nur dick und unsportlich. Ich wei?, die Zeiten als ich dick und unsportlich war sind l?ngst vorbei, aber meine Angst vor dem Dick sein ist in meinem Kopf geblieben.

7 Kommentare 29.9.05 13:32, kommentieren

So, Training abgeschlossen

So, Training beendet. Heute hab ich noch meine locker flockigen 6 Km absolviert, nun kann der Marathon ja kommen. Ich war wohl in diesem Jahr nur 3 mal so fit wie heute, das war am 23.4. vor dem Hamburg- Marathon, am 16.7. vor dem F?ssener Marathon und heute. Naja, das wird sich Sonntag Nachmittag erledigt haben mit der Fitness, dann ist die Versuchung wieder gro?, die Treppen r?ckw?rts hinab zu gehen
Bedenken hab ich jetzt erstmal von der Fitness her ?berhaupt keine, was mir aber etwas Sorgen macht ist, dass mir k?rzlich eine F?llung ausm Zahn raus ist und bei der Gelegenheit noch ein St?ck vom Zahn verschwunden ist. Nun tut das sauweh, wenn ich kalte Luft einatme. Am Sonntag solls ja zudem auch noch regnen und kalt sein. Na Mahlzeit. Warum ich nicht zum Zahnarzt bin? Weil der ausgerechnet jetzt Urlaub hat, war ja klar.
Naja, wird schon werden.
Ich weiss ja, dass ihr mir die Daumen dr?cken werdet.
Danke daf?r

30.9.05 22:00, kommentieren