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Halbmarathon in Kempten

Ja so ein Stress aber auch. Aber mir hat ja keiner befohlen mir so einen Stress zu machen.
Gestern kam ich aus Frankreich an, musste dann direkt in die Nachtschicht bis in der Früh um 6, schnell ins Bett gelegt und um 12 Uhr läutet auch schon wieder der Wecker. Schnell das Müsli ins Gesicht geworfen und den Kaffee in meinem Thermobecher für 500 € (Dafür gabs die Räder vom Auto kostenlos dazu) auf der Fahrt nach Kempten getrunken.
Um 13 Uhr war ich schon da und bekam auch gleich einen Parkplatz. Hoch zu unserem ausgemachten Treffpunkt und was sehen meine entzündeten Augen? Sitzen da meine Eltern auf der Bank und lassen sich sonnen. Freut mich, dass sie da waren. Anfeuerungen kann man nie genug haben.
Später kamen Erich und Volkmar auch noch dazu. Keiner wusste so recht, wie es mit der Wettkampfform aussieht. Erich wollte schon ganz gerne seine Bestzeit von 1:51 knacken, Volkmar nahm sich nicht viel vor. Er konnte auch kaum laufen in diesem Jahr. Was wollte ich laufen? Mir wars egal, einfach treiben lassen, dachte ich.
Um 14 Uhr war dann der Start und wir liefen los. Gemächlich zockelten wir durch das Kempten und trieben 1000 Leute vor uns her. Nach 2 km meinte Volkmar, dass ich doch zum Erich vorlaufen könnte und ihm helfen, bei seiner Bestzeit. Er drohte mir noch, dass ich ein Essen mitsamt Getränken zahlen müsse, wenn Erich nicht unter 1:50 laufen würde. Klar, das schaffen wir doch, ich willigte ein und forcierte mein Tempo.
Nun versuchte ich mich durch den Pulk vor mir durchzuwurschteln. Aber ich bin ja noch jung, ich hab Zeit. Ab und zu, wenn ich eine Lücke sah, sprang ich schnell durch. So kam ich dem Erich nach und nach näher und schon bald konnte ich ihn in der Ferne erkennen. Die km lief ich so in einem Schnitt von etwa 4:30, das machte Spaß so an den langsamen Läufern vorbei zu rennen.
Nach etwas über 4 km kam ich dann bei Erich an und grüsste ihn. Volkmar schickt mich, wir laufen jetzt eine Bestzeit für dich, sagte ich, sonst muss ich ein Essen ausgeben.
So lief ich jetzt als Pacemaker für den Erich, versuchte immer schön unter 5 Minuten zu bleiben und passte schön auf, dass Erich immer in meiner Nähe blieb.
Nach 5 km kamen wir das erste mal in den langen Zielbereich, der von vielen Leuten gesäumt war. Dieses Spalier ist schon immer für eine Gänsehaut gut.
Auf gings in die zweite Runde, uns gings gut, wir liefen die Kilometer etwas unter 5 min. Bei der Verpflegungsstation schnappte ich mir im vorbei rennen einen Becher Wasser und einen Tee. Alpi machts da lieber in der gemütlichen Variante, nimmt im gehen ein Wasser, sagt schön danke und läuft dann wieder los. Gut, kostet ein paar Sekunden, aber was juckts, wir sind doch prächtig in der Zeit.
Nach 10 km sagte ich Erich, dass wir die Strecke knapp unter 50 Minuten gelaufen sind, also knapp seine 10er Bestzeit, da freute er sich. In dem Moment lief auch der Schiessl Helmut an uns vorbei, der Berglaufweltmeister aus unserem Allgäu. Ich lief etwas schneller, denn dort vorne waren meine Eltern und ich hoffte, sie machten ein Bild von mir mit dem Helmut zusammen. Muss ja nicht jeder wissen, dass er gerade am überrunden ist Davor machte es aber schon ein paar mal *wusch wusch* weil ein paar Kenianer an uns vorbei liefen. Schon ein irrer Anblick, wie die an uns vorbei schweben und wieder am Horizont verschwinden.
Schon war die zweite Runde zu Ende, auf gehts in die dritte Runde. Ich erkundigte mich immer wieder mal bei Erich, obs ihm gut geht, ob noch mehr geht, ob wir drosseln sollen, aber wir liefen schön regelmäßig weiter.
An einem Haus schaute aus dem 4. Stock ein älteres Ehepaar heraus, ich sah sie und winkte nach oben, sie winkten lachend zurück.
Bald kamen wir wieder an der Versorgungsstelle vorbei, ich wieder im vorbei rennen Wasser und Tee geschnappt, aber wieso so schnell? Erich geniesst ja eh wieder und bezeichnet mich dann als Säufer.
Wieder liefen wir der Innenstadt entgegen, bogen zum dritten mal in das Zuschauerspalier ein und hatten jetzt noch etwas über 5 km vor uns. Ich sagte Alpi, dass wir etwas langsamer geworden sind, sein Kommentar dazu war ein Schulterzucken und die Ansage, dann geben wir halt noch ein bisschen was drauf.
Bald kamen wir wieder an dem Haus mit dem älteren Ehepaar im 4. Stock vorbei und wieder winkte ich hoch. Haben sie auf mich gewartet? Denn jetzt winkten Beide mit beiden Armen zurück. Wir mussten lachen.
Aber Erich hatte dann doch nix mehr zuzulegen, wir pendelten bei Zeiten knapp über 5 Minuten, aber die Bestzeit wird auf jeden Fall deutlich fallen, da müssten wir den Rest schon rückwärts laufen. Ich versuchte trotzdem noch ein paar mal Erich zu ziehen und anzufeuern, dass da noch ein bisschen was geht, aber lassen wir es gut sein, das passt schon so. Nun waren wir auf dem letzten Kilometer, hörten schon den Zielsprecher und bogen zum letzten mal auf die Zielgerade ein. Ein bisschen hab ich noch die Zuschauer animiert zu jubeln, bei ein paar Leuten funktioniert das auch. So ein Zieleinlauf ist schon immer was Besonderes. Erich war knapp hinter mir und mit etwa 1:46:30 kamen wir ins Ziel. Erich hat seine Bestzeit um 5 Minuten verbessert, er war superstolz auf sich und bedankte sich herzlich bei mir, dass ich für ihn der Paceläufer war. Hab ich doch gern gemacht
Wir warteten im Zielbereich, vielleicht kommt ja der Volkmar bald und tatsächlich tauchte er auch ein paar Minuten später auf und lief mit 1:52:40 ins Ziel. Auch eine sehr gute Zeit, wenn man bedenkt, dass er kaum zum Laufen kam.
Nun machten wir uns auf den Weg zur Labungsstelle, zogen uns einen Affenschübling rein und gingen Zielorientiert zum Clausthalerstand. Schmeckt gut, wenn man schön geschwitzt hat. Wir erzählten gegenseitig von unseren Eindrücken, aber schon bald mussten wir uns voneinander verabschieden, denn schließlich musste ich um 18 Uhr schon wieder in der Arbeit sein. Ich sags ja, Stress.
Aber vorher musste ich mir unbedingt noch eine Bratwurst kaufen und dachte an den Sinnlosthread bei laufen-aktuell.de. Und deshalb biss ich so richtig herzhaft in die Wurst, dass links und rechts der Senf über meine Finger lief. Meine letzte Bratwurst ist schon Jahre her, aber diese hier war geil.

1:46:24
21,1 km
DS-Trainer
heiter bis wolkig 13°

Ein- und auslaufen 2 km

4 Kommentare 2.4.06 19:08, kommentieren



Überlegungen

Ich hab mich heut so richtig gut gefühlt, so gut wie schon lange nicht mehr. Den HM vom Sonntag, den hab ich wunderbar weg gesteckt.
Das Wetter war auch prima, 11° leichter Wind und Sonne. Da läuft es sich wie von alleine.
Ich bin zunächst bei meinen Eltern vorbei und hab ihnen einen Besuch abgestattet.
Danach bin ich weiter gelaufen und da fiel mir dann doch so einiges auf.
Der Schnee ist auch jetzt hier im Allgäu weg (Bis Morgen)
Und was fördert die Umwelt Zutage? Den Unrat des ganzen Winters. Ich sah mir so den Wegesrand an, als ich an der Auffahrt zur B12 entlang lief. 'Toll' was es da alles zu entdecken gibt. Es gab keine 3 Meter, an denen nicht ein Gegenstand lag. Hier eine Wodkaflasche, dort eine Schnupftabakgroßschachtel, ein Reifen, ein Eimer, eine Becks-Flasche, wieder eine Wodkaflasche, noch ein paar Bierflaschen, Bierdosen, Jägermeisterflasche. Ja fährt denn hier jeder besoffen in der Gegend rum und schmeisst dann die Flasche aus dem Fenster? Muss wohl so sein. Ich schüttelte immer mehr den Kopf darüber, die Straßengräben sind eine Müllhalde.
Was geht in so einem Autofahrer vor, der seinen Müll aus dem Fenster entsorgt? Nichts wahrscheinlich. Völlig unsensibel wird die Natur versaut. Nicht zu vergessen die allgegenwärtigen MC Donalds Verpackungen. Es gibt keinen Kilometer ohne MC Donalds Dreck.
Der Müll wurde nicht weniger, schön regelmäßig lag der Abfall herum und ich stellte mir die Frage, ob solche Menschen wirklich vom Affen abstammen oder doch eher vom Schwein? Wobei ich ja den Schweinen eher unrecht tue, hat denn schon jemals jemand gesehen, dass ein besoffenes Schwein (ich mein das Tier) seinen Müll in der Gegend rumwirft? Ich nicht!
Immer noch Kopf schüttelnd lief ich weiter und regte mich ziemlich darüber auf. Was hab ich schon alles gesehen? Die Leute schrauben tatsächlich Daheim die Kloschüssel ab und stellen sie mitten in die Botanik. Dass Leute ihre Altreifen in der Pampa entsorgen, das ist ja schon eher Volkssport, sieht ja keiner. Die gleichen Typen klauen dann wohl auch den Weihnachtsbaum aus dem Wald.
Eine Autobatterie durfte ich ja schon der Polizei melden, Farbeimer, die halb voll waren, wurden in den Graben geschmissen, der Deckel ging natürlich auf, alles wurde neongrün gesprenkelt.
Achja, Schuhe hab ich auch gefunden heute, erst den linken, dann den rechten Schuh. Jetzt fährt wohl einer barfuß durch die Gegend.
Naja, ich hör ich jetzt auf, sonst steiger ich mich noch mehr da rein. Wählt mich zum Umweltminister und nächste Woche wird das Verpackungspfand auf Bonbonpapier eingeführt, mal sehen, ob wir die Dreckspatzen nicht klein kriegen
Aber ehrlich, auf MC Donalds Verpackungen würd ich tatsächlich so ein Pfand beaufschlagen. Ich hab das selber schon erlebt, dass ich mit Bekannten beim MC Doof war und dann wurde im Parkhaus die Tüte mit den leeren Verpackungen durch die Gegend geschossen. Ich fungierte als Spielverderber und räumte den ganzen Mist in die Tonne.
Möööööhhhh, du verstehst keine Spaaaaaß. Nö, versteh ich in der Beziehung wirklich nicht.
Ich werfe überhaupt nichts in die Gegend, ich trage auch meine leere Trinkflasche 15 km durch die Gegend, wenn ich keine Tonne finde. Etwas mehr sensibilität unserer Umwelt gegenüber wär nicht zuviel verlangt.
Da fällt mir noch ein Spruch ein, hab ich irgendwo mal gelesen

Wir gehen mit unserer Welt so um, als hätten wir noch eine Zweite übrig.

13,9 km
1:18:30
2.Kayano X
11° Sonne

2 Kommentare 4.4.06 20:55, kommentieren

Schuhkauf

Ich bin heut direkt nach der Nachtschicht um 4 Uhr gelaufen. Denn wenn man so den Wetterbericht angehört hat, dann wurde für den Tag Schneefall gemeldet. Na, ihr mich auch, um 4 war noch alles trocken. Ätsch.
So bin ich 8 km gelaufen und hatte meine Tat für heute vollbracht.
Als ich Mittags aufstand war alles weiß. Ich gähnte und grinste.
Da hatte ich am Nachmittag ordentlich Zeit Schuhe zu kaufen. Langsam komm ich mir wie eine Frau vor, Schuhe kann man nie genug haben, erst recht keine Laufschuhe. Und Mutti hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es bei Sport Hofmann (Nicht Getränke Hoffmann) Schuhe gibt. Vati meinte zwar, bestimmt a rechts Klump, aber von wegen, genau solche Schuhe hab ich schon und die sind gut, da kann ich noch ein Paar davon Vertragen
Also los nach Neugablonz und dem Fachhandel einen Besuch abgestattet. Naja, die absolute Ahnung haben die da drin nicht, aber dazu komm ich gleich.
Ich schlender so durch den Laden und wie ich es befürchtet habe, im Regal standen nur die aktuellen Modelle für 110€, nix Auslaufmodell für 72€, die Fahrt umsonst, dachte ich. Aber was erblickte ich? (Ihr stellt euch jetzt Gralsfindemusik im Kopf vor und ein Leuchten auf diese Schuhe)
Es waren die Asics Racer in neongrün. Na, da zieh ich doch die Dinger mal an, die die Spitzenathleten tragen. Kaum drin gestanden, fühlten sie sich geil an. Kaum Dämpfung, aber schön anliegend am Fuß. Vielleicht kauf ich mir auch mal so Geräte. In dem Moment kommt ein Fachverkäufer des Weges.
Dialog:
'Hallo, kann ich ihnen helfen?' (Unter Läufern wird normal grundsätzlich geduzt)
'Ja, äh, habt ihr denn keine Asics GT-2100 mehr da, die da im Prospekt für 72 € stehen?'
'Doch, doch, da drüben, Hunderte davon.'
'Ah, prima, guck ich gleich mal hin'
Er guckt auf die Racer an meinen Füßen und meint:
'Ja, die Trainer von Asics sind auch gut, schön leicht und so.'
Ich sag ihm, dass das keine Trainer sind, sondern die Racer, die sind noch leichter.
'Öhm, ähm, aja genau, der Racer.'
'Den Trainer habt ihr wohl gar nicht im Sortiment?!'
'Ähm, (guck, guck, such) ähm, nö glaub nicht, aber ich kann mich ja erkundigen.'
'Nene, passt scho, brauch ja keine, hab ich schon, aber der Racer hier ist geil.'
'Ja, die sind gut für Marathon und so, superschnelle Schuhe und so.'
'Nö, auf die Marathondistanz würd ich den jetzt nicht anziehn, da würde ich mir die Füße zu Matsch laufen, höchstens bis HM-Distanz, auf den M würd ich lieber mit dem GT-2100 oder dem Kayano laufen, der ist mir da lieber und besser gedämpft.'
'Ähm, ja, äh, ich denk auch, dass man dann wohl lieber einen gedämpfteren Schuh anzieht und meinetwegen 5 Minuten später ins Ziel kommt, aber schön ist er auch, kann man auch als Lifestyle-Schuh tragen, so mit dem Grün.'
'Ne danke, ich glaub, so hip bin ich nicht mehr. Ich geh jetzt mal zu die GT-2100 und schau ob für mich was dabei ist.'
Erleichtert verabschiedet sich der Fachmann und zieht davon.
Ich geh zu den Kartons und such mir meine Größe raus, da kommt die nächste Fachkraft daher.
'Hallo, kann ich ihnen helfen?' (In Läuferkreisen wird Grundsätzlich geduzt)
'Nö, geht scho, ich such meine Größe, 10,5.'
Ich such weiter und finde ganz unten meine Größe. Mit einem beherzten 'RATSCH' zieh ich den untersten Karton heraus, ohne dass der Stapel umfällt. Der Verkäufer guckt.
Ich nehm den Karton mit und zieh den Schuh vorsichtshalber nochmal an. Häh? Wieso ist der so groß? Ich guck auf den Hauseigenen Aufkleber, da steht 10,5, im Schuh selbst aber 11,5. Häh? Ich geh zum Fachmann des Schuhs und sag ihm, dass da wohl was net ganz hinkommt. Er erklärt mir dann irgendwas, das ich bis jetzt nicht kapiert hab, ich muss halt die 9,5 probieren, die sind dann 10,5, also 44,5. Ich such die Reihe ab und find fast ganz unten die Größe 9,5. Mit einem beherzten RATSCH, reisse ich den Karton heraus, ohne dass der Stapel einstürzt. Ich schau nach und stelle fest, dass die Schuhe in 9,5 tatsächlich 10,5 sind, also 44,5. (Ihr könnt mir folgen?)
Ich frag den Herrn, ob sie den nicht auch in schwarz haben? Denn in graugrün, da hab ich den schon.
Nö, hamma net, bloss die, die da sind. Der GT-2100 ist ein sehr guter Schuh von Asics, schwadroniert er auf mich ein und will mir die Vorzüge des Schuhes erläutern. Ich mach den Karton auf, zieh die Schuhe an, mach schnell zu, mach wieder auf, stell die Schuhe zurück in den Karton und lass den Verkäufer wissen, dass ich die Schuhe jetzt mitnehm.
Da guckt er aber und wollte wissen, ob ich nicht ein paar Schritte damit gehen will? Nö, die passen, das weiß ich und bedanke mich artig für die Hilfe.
So komm ich ziemlich günstig für 72€ zu neuen Asics GT-2100. Macht ja nix, wenn ich haargenau die Gleichen Daheim stehen hab, ich erkenn die Älteren an den Löchern im Zehenbereich

8,2 km
48:10
bedeckt 4°

2 Kommentare 5.4.06 21:38, kommentieren

Gar net so warm

Eigentlich sah es wärmer aus, als es dann tatsächlich war. Aber ich ging vom Offensichtichen aus. Aus dem Küchenfenster geguckt und beschlossen, dass es einigermaßen warm ist, dementsprechend hab ich mich Lauffein gemacht. Kurze Hose, T-Shirt und auch nen MP3 Player hab ich mitgenommen. Dazu noch die Sonnenbrille, weil der Schnee blendete. Eigentlich wärs ja wohl logisch, dass es kalt ist, wenn Schnee liegt?!?!?!
Draussen vor der Tür drehte ich nochmal um und zog Handschuhe an. Nun war es perfekt, das Julio Rey Gedächtnis outfit (Julio Rey hat 3x den Hamburg Marathon gewonnen und läuft in kurzen Klamotten mit Handschuhen)
So lief ich in die Sonne hinein. Ich lief direkt nach Marktoberdorf, drehte dort einen Kreis und lief über Altdorf und Hörmanshofen zurück.
Es lief gut heute, aber ich dachte wehmütig an die folgenden zwei Tage, an denen ich nur 2 -3 km laufen werde. Am Sonntag is ja schließlich Ultralauf.
Aber heute hab ich noch ein paar Kilometer hingelegt. Genau gesagt 14,3 km.
Die Spaziergänger sahen mich schon teilweise komisch an, weil ich so luftig angezogen war, ein paar bewegten auch die Lippen, aber ich hab nix gehört, wegen dem MP3-Player.
War wieder ein schöner Lauf heute.

14,3 km
1:20:30
5° Ostwind
NB 856

2 Kommentare 6.4.06 21:17, kommentieren

Ritterschlag zum Ultraläufer

Heute hätte ich sowieso einen Wettkampf bzw. Volkslauf mitgemacht.
Der erste Gedanke war der Paris Marathon, aber bevor ich den Gedanken zu Ende gedacht hab, war der auch schon im Oktober ausgebucht. Na gut, dann eben der Zürich Marathon. Aber ich seh es absolut nicht ein, dass ich für diesen Marathon 68€ hinleg. Alles was recht ist, aber so lass ich mich nicht abzocken.
Ja was denn dann? Ich wollte zum Forstenrieder Lauf fahren, einen Halbmarathon machen, aber dann fand ich die Ausschreibung zum Graf Zeppelin Gedächtnislauf. Das ist ein Etappenlauf von Kißlegg, dort steht das Denkmal, nach Friedrichshafen. 5 Etappen kann man dort laufen, wenn man alle Etappen läuft, wären das 60 km. Aber soviel will ich wohl nicht unbedingt machen. Irgendwie gefiel mir die Idee, so zum ersten Mal mehr als die Marathondistanz zu laufen. Was mir auch gefiel war, dass keine Zeit genommen wird, es handelt sich um einen Abenteuerlauf und dass es abenteuerlich war, das kann ich auch gleich berichten.
Ich beschloss, dass ich ab der 2. Etappe laufe. Meine Eltern haben mich begleitet und sollten die einzelnen Etappenziele ansteuern, damit ich mich versorgen kann.
Am Morgen fuhren wir los und da noch etwas Zeit war, bildete ich mir plötzlich ein, dass ich doch ab der 1. Etappe laufe, ich kann ja immer noch früher aufhören, wenn ich nicht mehr will oder kann. Das Problem war, wir fanden den Start nicht, etliche Leute wurden gefragt, aber es war nicht so einfach den Start am Denkmal zu finden. So lange gurkten wir durch die Prärie, bis es nach 10 Uhr war und schon der Start war. Also nix mit der 1. Etappe, wir fuhren direkt nach Wangen. Dort endlich konnte ich meinen Startkrempel abholen. Es gab einen schönen Rucksack, mit dem Gedächtnislaufemblem drauf. Er war auch nett befüllt, mit Schokolade und Getränken.
Bald kam der erste am Etappenziel an, es war Dr. Thomas Miksch, der so einen 60 km- Lauf mal eben mitnimmt. Er ist eher die 100 km Läufe gewöhnt. Nach 48 Minuten hat er die ersten 11 km erledigt. Da kann ich nur noch staunen.

Das Wetter war gar nicht nett zu uns, es regnete die ganze Zeit, aber was solls.

1. Etappe:
Nun startete auch ich und verschwand hinter einer Bergkuppe.
Zunächst ging es noch recht angenehm durch Wangen, aber kaum draußen aus der Stadt, sollten keine 10 Meter mehr am Stück kommen, die flach waren. Ständig lief ich nach oben, dann wieder nach unten, wieder hoch, runter und das meist auf Feldwegen. Auf den Wegen sammelte sich auch das Wasser, so dass es immer ordentlich patschte, wenn ich durch die Pfützen lief. Ich kam an einsamen Bauernhöfen vorbei, dann lief ich durch einen Wald, der Waldboden war aber sehr durchweicht, man sank ordentlich in dem Boden ein, da hieß es aufpassen, dass es mir nicht den Schuh auszog. Schon nach ein paar Kilometern war ich klatschnaß, von der Mütze tropfte es, durch die Regenjacke drang schon das Wasser und mein Shirt wurde nass. Klar hatte ich auch nasse Füße. Dazu noch der kalte Wind, diese Faktoren machten den Lauf nicht einfacher.
Ich dachte sehr viel an meine liebe Kerstin, die bestimmt auch an mich denkt. Das hilft mir natürlich auch über die Strapazen. Da wird es mir doch auch gleich schön warm, auf jeden Fall ums Herz.
Diese Etappe dauerte 10,5 km und nach einer Stunde war ich in Amtzell beim Etappenziel.
Ich versorgte mich, zog noch meine Laufweste unter die Regenjacke und lief bald weiter.

2. Etappe
Hinaus gings aus Amtzell, wieder wurde nach oben und wieder nach unten gelaufen. Ging es mal ein Stück nach oben, führte die Strecke bald wieder steil nach unten. Was war nun besser? Ich mag doch das bergab laufen nicht.
Jetzt führte die Strecke durch einen Wald, bei dem ich erstmal stehen blieb und verzweifelt die Hände nach oben streckte. In den vergangenen Tagen waren Waldarbeiter tätig, dementsprechen sah auch der Boden aus. Tiefe Furchen von Traktoren gezogen, alles ein Matsch, überall Zweige und in den Rinnen stand das Wasser. Es gab keine Möglichkeit zum Ausweichen, also mitten durch die Plörre. Die Schuhe sahen super aus, die grüne Farbe konnte ich nur noch erraten. Die Sockenfarbe übrigens auch.
Endlich war der Wald vorbei, ich lief entspannt auf Asphalt. Aber nicht lange, denn wieder kam ein Feldweg, wenigstens war dieser Weg nicht vernichtet.
Wieder ging es über Berg und Tal, an Bauernhöfen vorbei und nach 12,5 km gings hinab ins Etappenziel.
Hier warteten auch wieder meine Eltern auf mich und machten Bilder vom nassen Charly.
Ich hielt mich ein paar Minuten an der Versorgung auf, pfiff mir noch ein Powergel rein und lief weiter.

3. Etappe
Jetzt folgte die längste Etappe, aber auch die angenehmste. Es ging vorbei an Hopfenfeldern und an vielen Apfelbäumen. Schließlich war ich schon längst in der Bodenseeregion angelangt. Oft konnte ich auf Radwegen laufen. Ordner sperrten den Verkehr, wenn eine Straße überquert werden musste. Bei allen Ordnern hab ich mich bedankt, schließlich ist es auch kein Zuckerschlecken bei dem Regen herum zu stehen und zu warten, bis die gnädigen Damen und Herren Läufer vorbei gezogen sind. Aber alle waren gut gelaunt und freundlich.
Vor mir war ein Läufer, der mir langsam näher kam. Je näher ich ihm kam, umso fertiger erschien er mir. Was sich auch bestätigte, als er an einem Brunnen stehen blieb, sich abstützte und sich das Gesicht abwusch.
Gleich darauf war ich bei ihm und munterte ihn auf, aber er machte wirklich einen sehr platten Eindruck. Weil mir sein Tempo einen Tick zu langsam war, lief ich in meinem Tempo weiter und verabschiedete mich, klar dass es bergauf ging.
Ansonsten war diese Etappe am angenehmsten zu laufen, auch wenn hin und wieder ein Weg erfunden wurde, über den wir gescheucht wurden.
Nun fing ich an zu rechnen und kam drauf, dass ich bereits 33 km hinter mir hatte, aber mir gings doch noch recht gut. Kein Motivationsloch erreichte mich. Ich hatte ja auch flotte Musik auf den Ohren und die Strecke war ja auch sehr abwechslungsreich.
Nach 14 km (Nach meinem Gefühl eher 14,5 km) kam ich am Etappenziel an. Wieder freuten sich meine Eltern, machten fleißig Bilder. Nun wechselte ich meine Socken und meine Schuhe. Mönsch war das angenehm, mit trockenen Füßen.
Nun hatte ich bereits 37 km hinter mir und meine Mutter fragte, ob ich wirklich noch weiter laufen wolle. Natürlich, warum denn nicht? Mir gehts doch noch super. Also verabschiedete mich und machte mich auf den Weg auf die letzte Etappe von Tettnang nach Friedrichshafen.

4. Etappe
Die Kopfschütteletappe
Mit Hurra ging es nach unten, das tut so richtig 'gut' wenn man gerade wieder anläuft. Jeder Schritt schepperte in meine Beine, es lief noch nicht rund. Unten am Berg angekommen, musste gleich wieder nach rechts in ein Hopfenfeld eingebogen werden. Auch hier kein Weg, es wurde einfach über das Feld gelaufen. Da ja schon ein paar Läuferkollegen vor mir waren, sah es auch dementsprechend aus, aus dem Gras wurde Matsch, es sammelte sich wieder Wasser und die Bein rutschten fröhlich hin und her. Aber das Feld hört ja irgendwann auf, dann kam wieder wohltuender Asphalt. Wie man sich nach Straßen doch sehnen kann?
Klar, dass diese Freude nicht lange währte, wieder über Felder gelaufen, diesmal Apfelbaumfelder, dann doch wieder Asphalt.
Dann hielt mich ein Ordner an und zeigte dort vorn in den Wald.
'Siehst du da die Markierung an dem Baum? Da gehts rein und immer der Markierung folgen'
Ich guckte ihn an, ob er mich veräppeln will, aber er meinte es ernst. Also lief ich hinein in den Wald, das heisst, ich machte im Wald 2 Laufschritte, dann ging nix mehr mit laufen. Ein 40 cm schmaler matschiger, von Wasser überschwemmter Weg musste bewältigt werden, da war es unmöglich zu laufen, also machte ich Schritt für Schritt in den Wald hinein, aber es kam noch viel besser. Plötzlich musste ich eine Serpentine nach unten. Am tiefsten Punkt war eine Schlammpfütze, die voller Wasser stand. Ich guckte mich um, aber es gab keine Möglichkeit auszuweichen. Ich musste dort hinein und sank auch bis über die Socken in dem Matsch ein. Ich zog den Fuß heraus (Mit Schuh) und watete weiter. Nach ein paar Schritten durfte ich wieder nach oben, über kleine Brückchen und Stufen. Noch ein paar hundert Meter ging es durch den Wald und schließlich hab ich diesen endlich hinter mir gelassen, ich konnte wieder Laufschritte mache, obwohl der Weg immer noch recht matschig war. Aber auch diesen Weg konnte ich bald beenden und wieder auf Asphalt laufen, bergauf versteht sich.
Nach 4:17 Minuten beschloss ich für mich, dass ich jetzt ein Ultraläufer bin, dass ich die Marathondistanz überschritten hab. Aber es sind ja noch ein paar Kilometer ins Ziel, aber da nun fast ausschließlich auf Asphalt gelaufen wurde, war das nicht so schlimm. Ich fühlte mich auch immer noch ziemlich gut, ja, die Beine tun weh, aber das wars auch schon, ich könnte noch weiter laufen. Trotzdem war ich froh, als ich eine Markierung am Boden sah, die mir sagte, dass es nur noch 3 km waren. Hier überholte ich auch wieder meinen kaputten Laufkollegen von der vorigen Etappe. Auch er war sehr sehr froh, dass wir bald das Ziel erreicht haben.
Nun musste noch ein bisschen durch Friedrichshafen gelaufen, aber mit jedem Schritt kam ich dem Ziel in der Arena näher.
Nach 4:58 Minuten erreichte ich dann auch das Ziel, bei dem meine Eltern natürlich wieder mit Fotoapparat ausgerüstet auf mich warteten.
Für die Galerie, den Zuschauern die aus der Halle rausguckten hatte ich noch einen übrig, ich winkte den Leuten und fiel im Ziel auf die Knie. Was bin ich doch für ein Showtalent.
Glücklich darüber, dass ich nach etwa 49,5 km im Ziel war, ging ich in die Halle, hab mir ein paar Tee gegönnt und danach noch einen Hopfentee, also ein Bier. Das hab ich mir aber doch verdient, nicht wahr?
Lange hielten wir uns aber nicht mehr in der Halle auf, was der Bürgermeister noch zu erzählen hatte, das interessierte meine Beine und meine nasse Haut überhaupt nicht. Wir gingen zum Auto, dort zog ich mich um und fuhren nach Hause.
Daheim angekommen, konnte ich mich kaum noch bewegen, jeder Schritt tat fürchterlich weh, aber nach einer Weile kam ich dann doch wieder einigermaßen vom Fleck.

So, nun bin ich also ein Ultraläufer, mal sehen, in Zukunft wird bestimmt noch der eine oder andere Ultralauf dazu kommen, vielleicht hab ich jetzt Blut geleckt?

49,5 km
4:58 h
37,5 km GT-2100
12 km Kayano XI
Regen 5°

7 Kommentare 9.4.06 22:31, kommentieren

Muskelkater

Ja wen wunderts denn? Ich hab heut Muskelkater, aber vom Feinsten. Ich glaub, das darf dann auch schon mal sein.
Natürlich musste ich auch wieder laufen, aber die Strecke von der Arbeit nach Hause mit einer kleinen Schleife dazu musste auch reichen, das waren 2,1 km. War ich froh, als die vorbei waren.
Der Veranstalter sagte, dass die Gesamtstrecke nicht 60 km lang war, sondern 62 km. Da der Dr. Miksch schon nach 48 Minuten da war, müsste die erste Etappe noch gestimmt haben. So hat mich mein Gefühl also nicht getrogen, dass die Strecke aber der 2. Etappe länger war. Ich tippe mal, dass meine Strecke damit knapp 51 km lang war. Ich schreib aber 'nur' 50 km auf.
Ich bin jetzt immer noch begeistert davon, dass ich meinen ersten Ultralauf bestritten hab, auch wenn es treppab ganz schön in den Oberschenkeln zieht, aber wie heisst es so schön?
Der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt

Auch heute werde ich nur die 2 km laufen. Ein bisschen Erholung muss schon sein.
Achja, von gestern auf heute hat es hier knapp 50 ckm Schnee hergeschmissen. Ist ja egal, kann schon mal passieren mitten im April
Da können wir ja froh sein, dass am Sonntag nicht so ein Wetter war, sonst hätten sie noch Lawinenhunde als Helfer einsetzen müssen.

Bilder von der ganzen Sache können hier auf diesem Link angesehen werden.
Klickmich!!!

3 Kommentare 11.4.06 16:55, kommentieren

Ausgelutscht

So, jetzt haben wir ausgelutscht.
Von Montag bis Donnerstag bin ich immer nur 2- 3,5 km gelaufen, nu is aber wieder gut.
Heute Morgen bin ich in meine, mittlerweile wieder sauberen Ultralaufschuhe gestiegen und hab mal wieder etwas länger gemacht.
Es war bedeckt, es war windig, aber mir gehts prächtig. Keine Nachwehen mehr vom Sonntag. Dementsprechend bin ich auch durchs Gäu gelaufen.
Ich hab heute meine 10 km Runde gemacht, über Hörmanshofen, nach Altdorf, an der Lorettokapelle vorbei, über Altdorf nach Ebenhofen und zurück in die Heimat. Nach etwa 54 Minuten war ich wieder in Biessenhofen, aber da ich noch ein bisschen Zeit hatte, bis ich zur Arbeit musste, hab ich noch eine Schleife an der Wertach entlang gemacht.
Danach bin ich nach Hause, hab meine Tasche gepackt und bin noch in die Arbeit gelaufen. So kam ich bisher heute auf angenehme 13 km, aber ich muss ja heut abend auch noch Heim laufen.

Ich hab mich gestern in ein GPS-Gerät verguckt, ne, nicht verliebt, verliebt bin ich nur in Hase.
Ganz neu auf dem Markt ist der Forerunner 205, sieht richtig scharf aus und will von mir gekauft werden. Aber 250 € für das Teil?
Seht es euch doch einfach mal an auf diesem Link. Hier isser !!!

Ein paar Bilder vom Zeppelinlauf hab ich in noch besserer Qualität bekommen. Also, wer will kann sie ja nochmal angucken Bilda
Kommentare hab ich auch noch dazu geschrieben

13 km
1:12:45
GT-2100 Ultralatschen
10° Wind

3 Kommentare 14.4.06 13:21, kommentieren

Sonne

Heut schien die Sonne am Vormittag. Ich konnt auch in kurzen Klamotten laufen, obwohl es bloß 10° waren, aber es war nicht kalt.
Ich hab jetzt eine neue Sonnenbrille, die musste ich ja gleich mal testen und für gut befinden. Die ist schön leicht und von Adidas. Die alte hat langsam den Geist aufgegeben. Höhepunkt war beim Zeppelinlauf, als ich die Brille auf den Boden warf aus Versehen und sie in ihre Bestandteile zerfiel. 4 Teile warens insgesamt.
Es lief heute wieder sehr angenehm, aber ich konnt keine große Runde machen, ich musste ja schon bald wieder in die Arbeit.
Heute Abend fahr ich noch nach Frankreich

15.4.06 16:59, kommentieren

Flugtag

Frohe Ostern wünsch ich in dir Runde
Ich bin in Franreich bei meinem Hasen.
Was soll ich sagen? Der Frühling ist hier viel viel weiter als bei uns im Allgäu.
Alles blüht und grünt, das Gras ist schon recht hoch und der Löwenzahn blüht. Die Bäume fangen auch schon an grün zu werden. Ist das nich schön. Wir findens schön!!!
Bei leicht bedecktem Himmel, aber schön warmen 14° sind wir durch das Semur gelaufen. Da es der Achillessehne von Kerstin nicht so gut geht, hab ich sie nach 5 km nach Hause gebracht. Ich bin dann noch eine Runde gelaufen und bin runter zum Fluß. Viele Fußgänger waren unterwegs. Aber was mir ein Rätsel ist, wieso waren die Leute fast alle in schwarz angezogen? Das war echt auffällig. Seltsam, Hase wusste auch nix.
Ich lief also unten am Wasser entlang und ich fühlte mich ziemlich super. Ich hatte das Gefühl, dass ich irgendwo abheben könnte. Es lief so herrlich leicht und schnell, das war echt unglaublich. Ich bin dann noch durch die Fußgängerzone, in der jede Menge Leute waren, natürlich in schwarz.
Schließlich bin ich noch ein Stück die Allee hoch und nach Hause gelaufen.

1:03:45
Flugstiefel: Kayano XI
14° leicht bedeckt
11,1 km

1 Kommentar 16.4.06 21:05, kommentieren

St.Euphrône Runde

Was ich gestern nicht erwähnt habe, ich laufe schon ein halbes Jahr lang jeden Tag. Kann man toll finden oder beknackt. Schließlich bin ich ja auch mit kaputten Beinchen gelaufen, bloß dass die Serie nicht reisst.
Hase hört mit ihrem Streak auf, weil die Achillessehne mit der täglichen Lauferei nicht besser wird. Ist vernünftiger so.
Daher bin ich heute alleine gelaufen. Ich hab mich von Kerstin verabschiedet und hab die St. Euphrône Runde gemacht.
Auf der Allee hab ich Joggerjagen gespielt. Vor mir war ein Läufer, der nicht sooo schnell unterwegs war, nach und nach bin ich ihm näher gekommen und hab ihn am Ende der Allee fast eingeholt gehabt. Komisch ist das, viele Läufer drehen am Ende der Allee um und laufen zurück. Als wäre es verboten ausserhalb der Allee zu laufen. Ja gut, hier ist ja auch die einzige Stelle, die flach ist.
Auch dieser Laufkollege ist wohl ein Flachläufer, als er umdrehte sah ich, dass er die total rote Rübe aufhatte und fürchterlich schwitzte. Ja dann zieh dich halt net so warm an?!
Ich bin weiter nach Villenotte und war wieder recht zackig unterwegs, so um die 5:15 min pro km warens. Hat sich auch prima angefühlt dieses Tempo.
Über St. Euphrône kam ich nach Pont und von dort gings über den Berg zurück nach Semur.
Was lustig war; genau als ich an der Haustür war, machte es BLIPP und beim GPS-Gerät von Hase war der Akku leer. Das hab ich doch toll hinbekommen
Schönes Wetter war, naja, relativ gesehen. Klar waren Wolken da, aber auch so ein Wetter ist doch noch schön. Ich finds toll, wie die Landschaft schon grünt und blüht. Am Nachmittag sind wir zwei Hübschen noch durch Semur spazieren gegangen und haben begeistert die Blumen und Bäume bewundert. Komisch was man alles noch zusätzlich sieht, wenn man nicht läuft.
Das Semur ist wirklich schön anzusehen. Immer wieder gibts neues zu entdecken.
Toll, dass wir den Fotoapparat vergessen haben.

1 Stunde
11 km
GT-2100
Bewölkt 12°

1 Kommentar 17.4.06 17:57, kommentieren

2000 Streakkilometer

Nach 185 Tagen des täglichen Laufens hab ich jetzt die 2000 km Marke übersprungen. Das entspricht einem Schnitt von 10,8 km pro Tag. Find ich gar nicht so schlecht
Heute bin ich die Massigny les Semur Runde gelaufen. Dafür musste ich nach der Allee nach Villars, ihr wisst schon, dort wo der chien noir wohnt, der schwarze Hund. Als ich dort oben ankam, hab ich mich erstmal erschreckt, vor der Hofeinfahrt lag ein Hund, aber es war nicht der schwarze, sondern der weiße. Er guckte mir nur hechelnd hinterher und fühlte sich ganz wohl auf dem Boden. So mag ich das. Den Schwarzen hab ich nicht gesehen. Hab ich auch keinen großen Wert darauf gelegt
Weiter lief ich auf einer Straße, auf der gar nix los war, die wurde nur für mich da gebaut, find ich gut. Nach 3 km auf der Straße gings den Berg hoch, hinten wieder runter und ich war im kaputten Massigny. Ich hab ja schon mal erzählt, dass es hier vor Bruchbuden wimmelt, aber die Leute sind sehr freundlich.
Raus gings aus dem Dorf und auf der Hauptstraße zurück über Villenotte, zur Allee und danach zurück in den Hasenstall.
Das Wetter war jetzt heute nicht so warm, aber sehr angenehm zu laufen.
Hatte ich schon erwähnt, dass hier alles wunderbar grünt und blüht?

1:20 h
13,8 km
Kayano XI
Bedeckt 12°

3 Kommentare 18.4.06 18:48, kommentieren

Montigny

Heut bin ich nach der Mittagspause mit Hase nach Montigny gefahren und hab dort die Gegend erkundet.
Hoch gings nach Montigny, ein kleines Dorf und wieder hinaus. Dort fiel mir ein, dass ich meine armen Brüstchen nicht abgeklebt hab. Das dauert nicht lange, dann scheuert das Hemd und es tut weh. Ich bin da ziemlich empfindlich. Was tun? Da es immerhin 14° hatte, hab ich halt einfach das Hemd ausgezogen und bin oben ohne gelaufen.
Auf dieser Straße war gar nix los, insgesamt sah ich nur 3 Autos, da ist die Gefahr gering, dass viele Leute Anstoß nehmen an meiner halben Nacktheit.
Die Straße führte fast 4 km immer nur bergauf, einmal kam ein Teilstück, bei dem es 500 Meter bergab ging, aber danach gings wieder nach oben. Nach 5,5 km kam ich an eine Stelle, die mir bekannt vorkam. Hier kam ich an der Kreuzung letztes Jahr im September vorbei, als ich einen langen Lauf gemacht habe und aus Semur angeschlappt kam. Aha, jetzt kenn ich mich langsam aus.
Vor mir kam das Dorf Boisigney (Keine Ahnung ob ich das jetzt richtig geschrieben hab) hier gings steil den Berg hinab, ein paar hundert Meter hab ich noch dem Weg gefolgt, aber klar, hier würde die Straße ziemlich steil nach unten führen, das spar ich mir, denn sonst müsst ich den Stiefel wieder zurück laufen. Von hier oben hatte ich auch eine gute Aussicht, ich sah den Canal de Bourgogne.
Da werd ich auch mal von Montbard aus entlang laufen.
Nun lief ich die Strecke wieder zurück und nachdem ich ja schon so viel bergauf lief, durfte ich jetzt zur Belohnung schöne 4 km bergab laufen.
Nach genau 12 km war ich wieder am Auto und fuhr nach Hause.

12 km
1:07:30
DS-Trainer X
Heiter bis wolkig 14°

2 Kommentare 19.4.06 16:59, kommentieren

Knapp an der Bestzeit vorbei - Aber warum?

Eigentlich ist es überhaupt nicht logisch, dass ich um Haaresbreite eine neue Bestzeit gelaufen bin, aber es ist halt so. Ich wehr mich nicht dagegen.
Aber vielleicht sollt ich mal von Vorne beginnen?
Schönes herrliches Frühlingswetter mit 19°, optimales Klima für mein Jamaica-Outfit.
Ich fuhr zum Halbmarathon nach Ebershausen, eine kleine nette Veranstaltung von einem Dorfsportverein. Gerade mal 89 Leute gingen auf die HM-Strecke. Zuschauer waren natürlich auch Mangelware, aber es herrscht eine superfreundliche Atmosphäre.
Das war mittlerweile schon mein 20. Halbmarathon, hurra Jubiläum.
Mal gucken, was ich heute so laufen werde, ich nahm mir nix besonderes vor, ich wollte nur einen flotten HM laufen. Die Sonne ist verschwunden, statt dessen kamen immer mehr Wolken.
Ich hab mir von meinem Hasen den Forerunner ausgeliehen und hab den Trainingsassisten auf 1:40, dann aber auf 1:42 eingestellt, dann hätte ich in etwa meine zweitbeste Zeit.
Bald stellte man sich zum Start auf und jetzt hat es sich schon richtig gelohnt, dass ich mich mit Sonnencreme eingeschmiert hab, denn so perlt der Regen besser von der Haut. Pünktlich zum Start fing es richtig schön zu regnen an. Hat vielleicht der Mann mit der Startpistole ein Loch in den Himmel geschossen?
Und das üppige Feld setzte sich schon in Bewegung. Bis zur Startlinie vergingen 3 Sekunden, weil ich eher hinten gestartet bin, eigentlich nicht weiter schlimm, die paar Sekunden.
Bald schon hatte ich ein angenehmes Tempo, war aber trotzdem im hinteren Drittel. Ich wusste schon, dass hier die Leistungsdichte ziemlich hoch ist und viele schnelle Läufer da sind, aber weiter vorne wollte ich schon sein. Ich war aber im Plan, die Uhr sagte, dass ich vor meiner Zeit bin und nach und nach überholte ich dann auch einige der Schnellstarter.
Auf dem ersten Viertel gehts immer ein wenig nach oben, zwar nicht viel, aber stetig, hin und wieder galt es auch einen kleinen Hügel zu überqueren, aber alles nicht weiter schlimm.
Den Regen hab ich ignoriert, kannst ja eh nix machen.
Nach 5 km kam eine Wende, die Strecke wurde zurück gelaufen. Nun hatte ich zu dem Regen auch noch Gegenwind, aber ein Läufer überholte mich, an diesen hab ich mich hingehängt. Er nahm mir einen Teil des Windes ab. Aber nach 2 weiteren km wurde er mir zu langsam und ich überholte ihn. Nun gings den ganzen Weg wieder stetig und leicht bergab und der Forerunner sagte mir, dass ich so gut eineinhalb Minuten gut gemacht hab. Wenn ich so weiter laufe, könnte ich ja evtl. unter 1:40 bleiben?! Aber es galt ja noch eine zweite Runde zu laufen, also ruhig in dem Tempo weiter laufen.
Bald war die Hälfte der Strecke geschafft, man lief wieder in den Startbereich und machte sich auf den Weg auf die zweite Runde.
Nun war aber wieder das Teilstück, bei dem es wieder leicht hoch ging, aber ich dachte mir, diese 5 km, da musst du richtig dran bleiben, zurück wirds leichter, also immer schön die Uhr beobachtet und das Tempo gehalten. Mittlerweile hat es aufgehört zu regnen und die Sonne kam raus. Es wurde zwar leicht dampfig, aber das war nicht weiter schlimm. Ich überholte jetzt noch den einen oder anderen Läufer, die sich zwar gegen das Überholen wehrten, aber dann doch hinter mir bleiben mussten.
Die ersten Läufer kamen mir entgegen und ich zählte die Leute, die vor mir waren, es waren 46.
Nach 15,5 km kam ich wieder am Wendepunkt an und machte mich jetzt auf das letzte Viertel.
Ich zählte dann auch die Läufer, die hinter mir kamen, das waren 42, also war ich ziemlich in der Mitte.
Meine Zielzeit hat sich auch geändert, ich machte immer mehr Zeit gut und revidierte auch die 1:40, ich würde es vielleicht auch unter 1:39 schaffen, also hielt ich mich ran und überholte noch zwei Laufkollegen. Immer wieder sah ich jetzt auf die Uhr und schraubte immer mehr an meiner Endzeit, ich war demnach schon gut 3 Minuten unter meiner eingestellten Zeit von 1:42, aber da geht doch noch was?
Ich kam am 18 km Schild vorbei und jetzt hab ich auch das Letzte aus mir raus geholt, die 3 km lief ich auf der letzten Rille und wollte noch mehr Zeit aufholen. Es kam bald das 20 km- Schild, ich war jetzt echt fertig, aber ich dachte mir, in 5 Minuten hast du es überstanden, was sind schon 5 MInuten? Nicht viel, also bloß nicht schlapp machen auf dem letzten Kilometer. Ich hielt mein Tempo und hörte jetzt auch schon den Sprecher im Ziel, 2 kurze Kurven noch und mit entgleisten Gesichtszügen über die Ziellinie.
Ich überprüfte gleich meine Zielzeit und stellte fest, dass ich in 1:37:40 ins Ziel kam. Ich war völlig baff und happy, dass ich so eine Zeit hingelegt hab.
Total fertig und abgekämpft stützte ich mich an einem Häuschen ab und brauchte eine Weile, bis ich wieder Bewegungsfähig war.
Ich wartete dort im Sportheim noch die Ergebnislisten ab, wo meine Zeit bestätigt wurde und fuhr nach Hause.
Daheim musste ich erstmal Kerstin anrufen und sie raten lassen, was ich für eine Zeit gelaufen bin. Da war sie auch ein bisschen baff und stolz auf ihren Hasenmann.
Ich hab dann am Compi auch fest gestellt, dass meine Bestzeit nur 2 Sekunden schneller ist. Wieso hab ich die eigentlich nict im Kopf? Da fielen mir dann die 3 Sekunden vom Start ein, die ich vor der Startlinie war. Das ärgert mich jetzt aber überhaupt nicht, denn ich weiß ja, dass ich die Zeit wesentlich verbessern kann, wenn ich richtig für einen Halbmarathon hintrainiere.
Ich hab jetzt keine Erklärung dafür, warum ich so eine Bombenzeit hingelegt habe, denn viele Faktoren sprechen ja dagegen:

-Zum Einen laufe ich jeden Tag
-Kurze Strecken vor einem Wettkampf fallen mir schwer.
-Ich hab nicht für den Halbmarathon trainiert
-Mein letztes Intervalltraining war anfang Februar
-Ich bin vor 13 Tagen einen Ultramarathon mit 50 km und 500 Höhenmetern gelaufen.
-Ich hab die letzten beiden Tage nur je 5-6 Stunden geschlafen
-Ich hatte gestern Frühschicht und war seit halb 4 Uhr auf den Beinen.
Da bin ich ja mal gespannt was ich laufen kann, wenn ich mich intensiv auf einen Halbmarathon vorbereite. Vielleicht probier ich das im September.

1:37:40
21,1 km
DS-Trainer
15 - 18° Regen und Sonne

3 Kommentare 23.4.06 07:17, kommentieren

Diese Hitze

Nein ich fang nicht an über das Wetter zu stöhnen.
Lang genug haben wir doch auf den Frühling gewartet, nun ist er da und kann zeigen was er drauf hat.
Heute hatte es 24°, so warm war es dieses Jahr noch nicht.
Ich bin auf einer Strecke gelaufen, die ich das letzte mal im Oktober gemacht habt, es war ein Teil der Hasenrunde, bis zum Kraftwerk Bärensee und dann wieder zurück, schnell Zuhause einen Schluck getrunken, dabei noch geguckt wie es im Eishockey steht, da fiel gerade das 7:0 für Deutschland gegen Israel (Bei dem Wetter Eishockey spielen? ) und schon war ich wieder draussen.
Ich lief jetzt zu meinen Eltern runter und hab mich mit Muttern vors Haus gesetzt. Die Männer des Hauses haben einen neuen Zaun geholt und waren nicht da.
Schön ist es, wenn man wieder so richtig schwitzen darf, der Schweiß in die Augen läuft und das brennt auch noch so schön.
Nachwehen vom Halbmarathon hab ich natürlich auch noch, ein bisschen tut mir noch das Gestell weh, aber das ist nicht weiter schlimm, das ist ruckzuck wieder weg.

13,3 km
Kayano XI
1:18 h
Sonneeeee 24°

1 Kommentar 24.4.06 22:00, kommentieren

Langer Intervall

Hallo, ich bins. Ich komm ja kaum nach mit schreiben.
Gestern bin ich einen langen Intervall gelaufen.
Ich hab Hasis Forerunner so eingestellt, dass ich 5 km laufe, dann 5 Minuten pausiere, dann wieder 5 km laufen, wieder Pause und nochmal 5 km. Das Tempo sollte bei 5 min pro km sein. Also nicht sooooo schnell, aber ziemlich sinnvoll im Marathontraining.
Ich find das superpraktisch, dass man das beim Forerunner so einstellen kann.
Ich lief erstmal 1,6 km los, stellte dann den FR ein und fing mit dem Intervall an.
Bei den ersten 5 km war ich nur ein bisschen schneller als die Vorgabe und hatte einen Schnitt von 4:56 pro km. 24:40 für diese 5 km. Dann piepte es kurz vor Marktoberdorf und ich machte 5 Minuten Gehpause, um den Puls runter kommen zu lassen. Das ist ein viel effektiveres Training, als mit diesem Tempo durchzulaufen. Vielleicht erklär ich mal warum
Nach den 5 Minuten piepte ein Countdown herunter und ich lief wieder los. Aber ich schaffte es jetzt nicht mehr, langsamer zu laufen, ich hatte einen Schnitt von 4:50 drauf, 10 Sekunden pro km zu schnell. Die 5 km machte ich in 24:10 min. Na egal, fühlte sich ja trotzdem gut an. Wieder zählte die Uhr die Zeit herunter und ich taperte an einer Baustelle hin und her. Die Bauarbeiter guckten immer her und wussten nicht, was ich da so doof hin und her latsche.
Wieder piepte die Uhr die Sekunden herunter und schon sauste ich wieder los. War ja klar, dass ich wieder mein vorgegebenes Tempo nicht halten konnte und nochmal etwas schneller war. Nach 24:01 hatte ich den dritten 5 km Intervall erledigt. Dann fiel ich wieder in den Gehschritt und latschte grinsend und schwitzend nach Hause.
Ich glaub, bald kauf ich mir wirklich den neuen Forerunner. *lechz*

18,1 km
1:13 h
GT-2100
Bedeckt 13°

5 Kommentare 27.4.06 11:37, kommentieren

Hasenrunde

Endlich nach fast einem halben Jahr bin ich wieder die Hasenrunde gelaufen. Die führt über die Wertach zum Bärensee nach Kaufbeuren, von dort gehts auf dem Radweg zürück nach Biessenhofen. Allerdings bin ich die Strecke andersrum gelaufen.
Bedeckt wars meist und die Luft war recht feucht, schwül würd ich das noch nicht nennen, aber man tut sich schon schwer bei so einem Wetter. Auch das Intervalltraining steckte mir noch in den Beinen, da war nix mit locker flockig laufen, ich fand das schon anstrengend. Zudem haben mir auch die Gräten weh getan.
Hasenrunde ist Hasenrunde, was fehlt also? Genau, Hase.
Ich hab die ganze Zeit an Kerstin gedacht, dass es schön wäre, wenn sie mit mir jetzt hier laufen würde, wir würden uns über den Frühling freuen, auf die knospenden Bäume und unsere Runde, auf der ich ja am 16. Oktober das tägliche Laufen begonnen habe, aber Hase ist weit weit weg, doch heute sehen wir uns ja wieder. Deshalb werd ich vor Montag auch nix mehr von mir hören lassen.
Am Kraftwerk hatte ich keine Lust mehr zu laufen, wieso lauf ich auch nach dem Training vom Vortag auch so lange? Selber schuld. Aber klar bin ich bis nach Hause gelaufen. Wär ja auch zu blöd gewesen, wenn ich mich auf den Boden setze und mitten in der Pampa auf den Bus warte, der nie kommen wird.

Heute fahr ich nach Freiburg, dort treff ich mich mit Kerstin und bleiben dort bis Sonntag. Wir freuen uns drauf. Hier wird Hase auch zum Onkel Doktor gehen, vielleicht weiß er was mit der Hasensehne los ist?

14,4 km
24:30
Kayano XI
Bedeckt 14°

4 Kommentare 28.4.06 10:24, kommentieren