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Wetter

Wenn dem Bauern nix mehr einfällt, dann redet er vom Wetter
Aber ich glaub, momentan reden alle davon.
Da kam doch am Dienstag im Radio die Verkehrsdurchsage, dass bei Füssen schon ein paar Unfälle passiert sind. Was war? Es hat geschneit. So richtig dicke Flocken. Bald ist ja eh Weihnachten Bei uns im flachen Allgäu blieb er nicht lang liegen, aber im Oberallgäu, die kamen sogar im Fernsehen, weil da 15 cm Schnee rumlagen. Kann schon mal vorkommen so Ende Mai. Vor einem Jahr hatten wir um diese Zeit 28°.
Ich zog also ein langes Shirt an, später dachte ich tatsächlich an Handschuhe, aber es hat dann doch gereicht, dass ich das Shirt über die Hände gezogen hab. Ist doch das schon kurios genug.
Ich hab diese Woche mal meinem Vater geholfen Leitungen zu verlegen, anschließend lief ich nach Hause, das waren 2,5 km, eigentlich sollte das mal reichen, aber ich saß dann die ganze Zeit hippelig auf dem Sofa rum und fühlte mich einfach nicht wohl, weil ich nur so kurz gelaufen bin. Irgendwann war mir das zu blöd, schlüpfte in meine Laufklamotten und lief los, gerade als es anfing zu hageln. Bei Sonne kann ja Jeder
Das tat aber ganz schön weh, vorallem auf den Ohren, wenn die Hagelkörner dort aufschlugen. Wind ging auch noch zünftig, war mir aber auch egal, Hauptsache mir gings nach 25 Minuten laufen besser. Als ich Daheim war, spitzelte die Sonne durch. War klar

Gestern kam mein neues Spielzeug. Jawohl, jetzt hab ich ihn gekauft den Forerunner. Das war auch vogelwild, ich hab ihn bestellt und nach nicht mal 2 Tagen lag das Teil vor der Haustüre. Hat etwas über 250 € gekostet. Nun hab ich wieder was Neues zum spielen.
Gleich mal in die Materie rein gearbeitet und geguckt, wie das so funktionieren könnte. Dann bin ich hinaus und hab einen Lauf mit meinem neuen Forerunner 205 gemacht. Lustige Sachen zeigt er mir. Kann alles ausser Kaffee kochen, aber da gibts doch bestimmt bald ein Update, oder?
Ich lief meine Dachserbergrunde und stellte fest, dass das Teil sehr genau ist und gute Daten liefert. Aussetzer hatte er keine, wunderbarer Satellitenempfang.
Sieht auch superchic aus, ist leicht und gar nicht so klobig. Bei meinem alten GPS Teil war der Empfänger am Oberarm schon wesentlich größer.
Daheim konnte ich dann am PC gucken, wo ich gelaufen bin, falls ich es vergessen hätte. Da konnte ich auch sonstige Daten nachgucken. Faszinierend das Teil. Mir gefällts.

Ach, ein Hundeerlebnis könnt ich noch beitragen, aber das wird ja mit der Zeit auch langweilig
Ich lief da so gemütlich, da sah ich vor mir ein Herrchen mit Hund, Herrchen drehte sich um, sah mich und nahm die Leine sehr straff in die Hand und redete auf seinen Hund energisch ein. Sowas mag ich ja besonders gerne. Klar, als ich an ihm vorbei lief, wollte sich der Hund plötzlich losreissen und bellte und geiferte mich an. Herrchen hatte richtig Mühe den Hund zu halten. Da freu ich mir doch schon wieder ein Loch in den Kittel.
Ich verstehs nicht, ich verstehs nicht, ich verstehs einfach nicht. Du kannst doch so einen Hund darauf trainieren, dass er gefälligst die Läufer in Ruhe lässt und die am Besten überhaupt nicht zur Kenntnis nimmt. Wieso machen die das dann nicht? Am liebsten sind mir die Hunde von Läufern, deren Hunde interessiert das einfach nicht, ob da einer läuft oder nicht, die sinds gewohnt.
Bloss net aufregen.

4 Kommentare 1.6.06 10:24, kommentieren



Es läuft

Das Wetter wird langsam besser. Irgendwie hat mich die Kälte jetzt nicht so gestört. Seht es doch mal so, wenn es so kalt ist, dann muss ich weniger Mücken und Fliegen futtern. Es kommt immer wieder mal vor, dass sich so eine Mücke oder ähnliches in meinem Hals verirrt. Manchmal kann ich sie noch hochkröchzen, aber manche Mücke musste schon als 2. Frühstück herhalten. Nimm 2, gesunde Proteine naschen
Am Liebsten mag ich ja die Fliegen, die von Pferdeäpfeln aufstauben und blöd in der Luft rumfliegen. Da heisst es hoffen, dass nix in den Rachen fliegt, oder kurz auf Nasenatmung umstellen.
Trotzdem, es darf wieder warm werden, meine schöne angelaufene Sonnebräune ist schon wieder ziemlich verschwunden.
Das Laufen ist gerade wieder ziemlich schön. Ich lauf locker vor mich hin, mit neuem Spielzeug und bin auch in diesem lockeren Tempo recht flott unterwegs. Ich bin jetzt dreimal hintereinander bei der 10 km Zwischenzeit bei etwa 53 - 54 Minuten gewesen.
Achja, am kommenden Montag ist ein 10 km Lauf. Das hab ich total vergessen, da hab ich mich ja längst angemeldet.
Der Lauf ist in Mindelheim, 5 Runden durch die Altstadt. Mal sehen, was der Charly so drauf hat. Bestzeit wirds aber wohl keine werden, aber ich hab mich ja schon öfters selbst überrascht.

1 Kommentar 3.6.06 12:45, kommentieren

10 km Lauf in Mindelheim

Heute gabs einen Wettkampf in Mindelheim. 5 Runden durch die Altstadt, jeweils 2 km.
Am Nachmittag bin ich dorthin gefahren. Irgendwie war das komisch, so nach der Frühschicht am Montag zu einem Wettkampf fahren, denn auf Feiertag bin ich überhaupt nicht eigestellt.
Pünktlich, ohne mich zu verfahren hab ichs zur Anmeldung geschafft.
Ich holte meine Startnummer ab und lief mich noch ein bisschen warm. Nö, lief beim Aufwärmen nicht unbedingt gut.
Um 16 Uhr war ich dann in der Stadt drinnen und lief noch ein bisschen vor mich hin. Da lief ich auf eine Frau auf, worauf sich ein kleiner Dialog entspann.
Wieviel Runden muss ich denn laufen? Fragt sie mich.
Ich sag, das sind 5 Runden, worauf sie mich komisch anguckt. Ich sage, dass das ja klar ist, weil ja 5x2 km 10 km sind.
Guckt sie mich nochmal an, die hatte echt einen recht roten Kopf.
Sie meinte den 4 km Lauf, wieviel Runden sind das?
Ich frag, wann denn der 4 km Lauf sein soll?!
Ja um 15:45 Uhr!!!
Worauf ich auf die Uhr guck und sag, dass es doch schon nach 16 Uhr ist???
Irgendwie redeten wir aneinander vorbei, bis ich raffte, dass sich die Dame nicht warm lief, sondern beim 4 km Rennen mitlief. Ich machte mich dann dünne.

Ein paar Minuten vor dem Start saß ich auf einer Bank und wollte ins Bett, ich war müde. Na toll, das vor einem 10 km Lauf. Nützt ja nix, raff ich mich zum Start auf.
Man stellte sich auf und um halb 5 fiel der Startschuß.
Los ging der wilde Ritt durch die Altstadt, im 90° Winkel nach links, ein paar hundert Meter geradeaus, dann wieder um ein Haus rennen, über Gehwege gehopst um das nächste Haus gerannt, über Kopfsteinpflaster und schließlich eine Gerade entlang. Schon war der erste Kilometer geschafft. Die Zeit lag bei 4:15. Weiter gings, diesmal wieder über Kopfsteinpflaster, die Altstadtstraße hinab, nach links in eine Gasse, an einem Dönerladen vorbei und durch noch engere Gassen wieder zurück in den Startbereich. 2 km waren vorbei, die Zeit lag bei 8:40. Ich lief mein Tempo, kämpfte mich durch die Straßen, aber schon nach dem 3. km war ich über meiner Durchschnittszeit für eine neue Bestzeit. Das hat mich nicht sonderlich motiviert. Ich wollte immer schneller laufen, aber es ging einfach nicht, wenigstens ein paar Sekunden pro km schneller, das müsste doch zu schaffen sein, aber es war nicht zu schaffen. Ich hatte eigentlich genug Luft um schneller zu laufen, aber die Beine kamen einfach nicht nach, da konnte ich mich auf den Kopf stellen. Aber das hätte ja noch mehr Zeit gekostet und hätte blöd ausgesehen.
Nach 7 km hatte ich mich längst von einer Zielzeit verabschiedet und lief möglichst schnell weiter. Bald kam ich auf die letzte Runde, wollte nochmal versuchen etwas Gas zu geben, aber nö, nix zu machen. Also lief ich die letzte Runde auch noch so vor mich hin, kämpfte mich um die Häuserecken und kam schließlich nach 44:53 Minuten ins Ziel. Das ist meine zweitbeste 10 km Zeit.
Wenn ich mich da an meinen letzten 10er vom Dezember erinnere, bei dem ich meine Bestzeit aufstellte, da hing ich Minutenlang über dem Geländer, bis ich wieder bei Kräften war. Diesmal lief ich ins Ziel und latschte völlig entspannt zur Teeausgabestelle. Ich war nicht sonderlich ausser Atem, auch körperlich gings mir gut, aber schneller gings net. Komisch ist das schon, aber ich erklär mir das so, dass mich die momentane Frühschicht körperlich schon ziemlich auszehrt. Ich hatte auch nicht wirklich vor heute eine Bestzeit hinzulegen, dafür war ich ja auch gar nicht trainiert. Deshalb kann ich durchaus mit dem Ergebnis leben, schließlich wollte ich den Lauf auch nur mal so eben mitnehmen.

4 Kommentare 5.6.06 20:40, kommentieren

Es ist WM

Jetzt hat die WM begonnen. Deutschland hat brav gegen Costa Rica gewonnen. War ja auch zu erwarten.

Nach dem 10km Lauf hatte ich schon recht schwere Beinchen, das lief nicht so flüssig. Am Oberschenkel taten mir ein paar Muskeln weh. Dann eben langsamer laufen. Dienstag hab ich trotzdem 11 km gemacht, der einzige Tag, an dem ich nur 4 km gemacht hab, das war am Donnerstag. Da war ich mit Uschi in München bei einem Casting. Dort castet die Firma Constantin Leute, die für ein neues Spielformat gesucht wurden.
Dort angekommen, wurden wir nett begrüsst, dann mussten wir einen Castingbogen ausfüllen, bei der auch tatsächlich gefragt wurde, welche Körbchengröße man hat. Natürlich freiwillig. Und da ich meine Körbchengröße nicht wusste, hab ich das ausgelassen.
Dann wurden wir in ein Studio geführt, man hat von uns zwei Hübschen Bilder gemacht, dann wurden wir interviewt, was wir so machen, Hobbymäßig und so und eben einfach über uns erzählen. Daraufhin wurden uns je 10 Allgemeinfragen gestellt.
Ich wurde gefragt, welche Zeitung die Alice Schwarzer auf den Markt brachte. Daraufhin kam bei mir die Antwort GALA. Super oder? Es ist eher die Emma.
Naja, ich kann ja nicht alles auf Abruf wissen.
Schließlich mussten wir noch die Regeln für das Spiel erklären. Das haben wir auch gut hinbekommen. Das wars dann auch, wir wurden verabschiedet. Das war schon ein bisschen aufregend das Ganze.

Heute war ein superschöner Lauftag, es hatte 21° und viel Sonne. Schön einschmieren mit Sonnencreme und losgelaufen.
Ich lief über Altdorf nach Bertoldshofen, dann Richtung Marktoberdorf, durch eine schöne alte Allee, nach Marktoberdorf hinein, durch die Stadt durch, dann noch einen Bogen über Altdorf gemacht und schließlich nach Hause getrabt. Es lief echt super und statt einem gemütlichen Lauf war ich doch recht flott unterwegs. Der ganze Lauf hat sich richtig gut angefühlt. Das Wetter genoß ich in großen Zügen. Solche Tage gibt es viel zu wenig. Ein paar Grad mehr und schon wirds wieder unangenehmer und der Schweiß läuft nur so in die Augen, aber heute wars echt traumhaft. Zudem ging noch ein leichter Wind. Schön 18,2 km lief ich grinsend dahin.
Um 15 Uhr kam ich Daheim an, pünktlich zum Spiel England - Paraguay. England hat 1:0 gewonnen.
Abends dann noch die Überraschung, Schweden spielt nur 0:0 gegen Trinidad und Tobago. Dazu kam noch, dass ab der zweiten Halbzeit Trinidad und Tabago nur noch zu zehnt spielen konnte, weil ein Spieler gelbrot sah. Respekt, respekt.

3 Kommentare 10.6.06 21:01, kommentieren

Sommer

Es ist Sommer. Mit 25° war das Wetter einfach optimal. Also raus mit mir und die Hasenrunde in Angriff genommen. Ich stiefelte über das Gleis und lief jenseits der Bahn auf dem Radweg nach Kaufbeuren. Den Lauf geniessen, war die Devise. Deshalb wollte ich auch kaum die Uhr beachten. Das Gefühl sollte das Tempo bestimmen.
Trotzdem, die Kilometer machte ich immer so mit 5:35 min pro km. Wenn das mein Wohlfühltempo sein soll, dann ist mir das Recht.
Ich lief in den Wald hinein über die Steigung und kam in der Sonne in Kaufbeuren an. Dort noch bis zur JET-Tankstelle gelaufen und schnell über die Bundesstrasse geflitzt und schon war ich wieder in der Seitenstrasse verschwunden.
Jetzt kam der schönste Teil der Runde. Hier zog ich auch mein Hemdchen aus, schließlich will der eitle Läufer nahtlos braun werden.
An der Wertach entlang erreicht ich schnell das erste Kraftwerk, erbaut 1956 und damit auch den Bärensee. Ich federte über die Brücke. 53 Schritte waren es, falls es jemand interessiert
Am Bärensee entlang kamen mir immer wieder Radler entgegen oder überholten mich. Einen Pseudonordic Walker hab ich gesehen. Der meint auch, er ist im Trend, wenn er mit zwei Stöcken läuft und die nur hinterherschleift und den Kies ärgert.
Bald kam ich nach dem Trailpfad und einem Wäldchen am nächsten Kraftwerk an und erreichte somit den Bachtelsee. Von hier aus sieht man schon wieder mein Heimatdorf und ganz in der Ferne die Allgäuer Berge, die reichlich mit Schnee bedeckt sind.
Der Bachtelsee wurde wieder zur Wertach und ich lief an meinem Arbeitgeberwerk vorbei. Noch ein Stück durchs Dorf gelaufen und nach 13,2 km kam ich Zuhause an. Schön verschwitzt und durstig.
Schöner Lauf war das, was aber gewaltig dabei fehlte, war die Finderin der Hasenrunde. Gerne hätte ich meine Kerstin dabei gehabt. Aber bald laufen wir die wieder mal zusammen.
Da erinnner ich mich immer dran, dass ich auf der Strecke das Streakrunning angefangen habe, damals im Oktober. Mittlerweile hab ich 240 Tage täglich laufen hinter mir und es macht immer noch Spaß, keine Sehnsucht nach Ruhetagen.

1 Kommentar 12.6.06 22:12, kommentieren

Darf ich das sagen?

Darf ich das sagen, dass das Laufen einfach nur geil war?
Heute hatte es dezenzte 28°, ich wollte nach dem Einkaufen ganz schnell raus, bevor die Temperaturen runter gehen. Ja, das hab ich schon richtig geschrieben.
Ich hab gar nicht erst ein Hemd angezogen, nur die kurze Hose hatte ich an und natürlich auch Schuhe.
Ich hab meine 10 km Hausrunde in Angriff genommen, da gibts auch recht wenig Schatten.
Nach 1 km war ich schon schön am Schwitzen. Die Autofahrer guckten auch ganz komisch. Das ist wohl nicht normal bei der Wärme zu laufen. Komisch, ich beobachte ja immer die Autofahrer, bei normalem Wetter gucken die überhaupt nicht. Wenns regnet schauen die Leute, wenns warm ist schauen sie auch. Es kommt schon mal vor, dass sich ein Autofahrer an den Kopf langt und mir den Vogel zeigt. Ich find das lustig.
Einmal vor 2 Jahren lief ich auch im Sommer im strömenden Regen, ich ließ keine einzige Pfütze aus. Da wartete ich nur drauf, dass einer in den Gegenverkehr knallt vor lauter Glotzen. Ach wenn die wüssten, wie schön das nichtoptimale Wetter ist. Aber was red ich eigentlich über Regen, wenn draussen kein Wölkchen am Himmel ist?
Es strengte mich auch nicht sonderlich an in der Sonne zu laufen, langsam war ich auch nicht, ganz normal.
Nach 11 km war ich wieder Daheim, es kommt schließlich schon wieder Fußball, Les bleus France gegen Hopp Schwiitz 0:0
Wenn das mal nicht ein bisschen wenig ist für die Franzosen.

13.6.06 21:29, kommentieren

Alloha from Allgäu

Schönes warmes Wetter. Zwar manchmal recht schwül, aber wat solls. Das Wetter müsst ich jetzt aber am Nachmittag nicht unbedingt haben. Schließlich sitz ich da in der Arbeit und muss schwitzen. Hier bei mir im Raum hats 34°, draussen nur 29°.
Gestern wars ganz schön drückend das Wetter. Abends bin ich gelaufen. Als ich los bin, hab ich schon am Horizont ziemlich dunkle Wolken gesehen. Ich hab mir gedacht, das wird schon noch halten. Ich hab die Dachserbergrunde gemacht, aber so richtig gut lief es nicht, wie gesagt, es war drückend. Ausserdem tun mir jetzt wieder die Adduktoren weh. Immer noch die Nachwehen vom 10 km Lauf in Mindelheim.
Nach 6 km war ich auf dem Dachserberg und konnte bis in die Alpen rüber gucken. Da blitzte es ganz schön heftig. Aber ich schaffs schon noch bis Heim, hoffte ich.
Ich lief durch Marktoberdorf, der Wind wurde stärker, es wurde dunkler, aber die Sonnenbrille hab ich aufgelassen, nicht weil ich deshalb cooler aussehe oder so, sondern weils mir mit dem Wind sonst die Pollen und den Staub in die Augen geworfen hätte.
Die Wolken kamen immer bedrohlicher näher, ich weiß ja nicht, ob ich es jetzt noch schaffe, bevor die Welt untergeht. In Ebenhofen wurde mir noch gesagt, dass ich mich jetzt schon beeilen dürfte und schnell Heim sollte.
Jo, mach ich.
Die letzten 2 km wurde der Wind heftig, die Wolken waren jetzt über mir und es fing an zu tröpfeln.
Ich erreichte den Hof mit Müh und Not. 100 Meter bevor ich Daheim war, war noch recht nah ein Blitz und der Donner ließ mich zusammen zucken. Kaum war ich im sicheren Heim, gings auch schon los mit dem Unwetter. Ein heftiges Gewitter wurde losgelassen und es regnete in Strömen. Grinsend guckte ich aus dem Fenster und dachte mir 'Ätsch'

Ansonsten, diese Woche bin ich 90,4 km gelaufen. Eigentlich liebäugelte ich mit den 100 Wochenkilometern, aber das Wetter und meine Adduktoren waren dagegen.
Macht ja nix.

3 Kommentare 19.6.06 16:43, kommentieren

Jubilääääum - 250 Tage Täglich

Heute war ein besonderer Tag, ich bin jetzt 250 Tage lang jeden Tag gelaufen. 250 Tage jeden Tag die Laufschuhe geschnürt, 250 Tage mit mal mehr mit mal weniger Lust auf die Laufrunde. 250 Tage jedem Wetter getrotzt, dabei war nun wirklich jedes Wetter dabei, vom Schneegestöber, über knackige -20° bist zu 32° Plus war alles dabei. Mal war Wind, mal wars schwül, mal wars glatt, mal lagen 30 cm Schnee auf der Straße, aber nie kam in Frage wegen dem Wetter nicht zu laufen. Das ist halt auch der Vorteil, wenn man jeden Tag läuft, man kann die Trainingstage nicht verlegen, ergo keine Ausreden. Wobei ich die auch nie hatte, als ich nicht jeden Tag gelaufen bin.
In der jetzigen Jahreszeit fällt das Laufen entsprechend leichter, als im vergangenen Winter, da machts auch nix, wenns knalleheiß ist, das find ich gar nicht weiter schlimm. Im Gegenteil ich find es schön, wenn ich so richtig schön schwitzen muss, Probleme bekomm ich eher bei hoher Luftfeuchtigkeit, da läuft sichs schon schwer.
In den vergangenen 250 Tagen bin ich 2713 Kilometer gelaufen, das entspricht einem Tagesschnitt von 10,85 km, oder 76 km pro Woche. Aber da geht noch was

Morgen fahr ich endlich nach 4 langen langen Wochen zu meinem Schatz nach Frankreich. Das wird aber echt höchste Zeit. Ich freu mich auf meinen Hasen

5 Kommentare 23.6.06 00:29, kommentieren

Erzähl

Da muss ich noch eine Geschichte erzählen.
Letzte Woche bin ich nach der Spätschicht durch das sehr warme Allgäu gelaufen. Mein Weg führte mich am Elternhaus vorbei. Hm, da war aber niemand, nur eine halbvolle Flasche Bier. Ich guckte in die Flasche rein ob Fliegenzeuch drin ist und fühlte die Temperatur. War ok, also kurz angesetzt und schon war die Flasche leer.
Dann streckte mein jüngerer Bruder den Kopf vom Balkon und meinte: 'Seearvus' . Ich erkundigte mich nach dem Verbleib der Eltern. Ein Elternteil war im Schützenheim beim saufen, ein anderer Teil bei den Nachbarn, ebenfalls am saufen. Klar, das musste ich kontrollieren.
Ich also rüber jemacht zu die Nachbarn und tatsächlich saß da Mutter mit den Nachbarn, mit einem vollen Weizenglas vor der Nase. Allerdings war das nicht lange vor ihrer Nase, dann war das Glas nämlich unter meiner Nase und ganz schnell war das halbe Glas leer. Da guckte die Mutter und meinte, ob es mir gut ginge. Das konnte ich natürlich bejahen, hab ja gerade ein Weizen bekommen. Verduzt guckte sie das Glas an, dann mich, dann die Nachbarn, die am grinsen waren und das war die Gelegenheit, dass ich mir das Glas gleich nochmal schnappen konnte und das Glas leer trank. Tja, wär sie mal schneller gewesen.
Ich wurde von den Nachbarn gefragt, ob ich nicht selbst ein Bier will, aber ich hab ja das von Mutter bekommen. Obwohl... Eins geht immer So bekam ich nochmal ein Weizen und das konnte ich jetzt schön geniessen, ohne lauern zu müssen, dass mir jemand das Bier weg schnappt. Viel Zeit hatte ich nicht, deshalb trank ich das Weizen auch recht schnell leer und verabschiedete mich um nach Hause zu rülpsen, ich meinte laufen.
So kann ich mir das gefallen lassen.

Momentan bin ich in Frankreich bei meinem Hasen. Ein schönes langes Wochenende hatten wir zusammen, wir sind zusammen gelaufen und haben in einem Kaffee 2x Fußball geguckt. Einmal haben wir die Franzosen geguckt, aber nachdem die Franzosen das Achtelfinale erreichten, wartete ich auf den hupenden Autokorso, aber war wohl nix. Kaum war das Spiel vorbei, zahlten die paar Gäste und verschwanden ohne Jubel.

Am nächsten Tag sahen wir uns das Achtelfinale Deutschland - Schweden in dem Kaffee an. Hat auch nicht jeden interessiert.
War lustig anzuhören mit dem französischen Kommentator.
Schweinsteigöör, Schneidöör, Beckenbauöör und einmal sagte der Kommentator, was auf den Rängen gesungen wird. 'Berlün, Berlün, wür fahröön nachch Berlün. Das klang schon superwitzig.
Deutschland hat das Spiel gewonnen, aber ich hatte danach auch keine große Lust einen Autokorso alleine zu machen und wild hupend durch Semur zu fahren.
Heute sehen wir uns das Spiel Frankreich - Spanien an.
Allez les bleus!!! Ich drück den Franzosen die Daumen.

1 Kommentar 27.6.06 15:11, kommentieren