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Sodale

So, ich war jetzt eine Woche im Hasenland.
Das war eine schöne Woche mit meinem Schatz.
Ich hatte gar nicht wirklich viel Zeit um einen Eintrag zu schreiben, ich hab viel am Hasencomputer herum gefummelt. Dateien spazieren geschoben. Bilder und Lieder auf eine externe Festplatte gepackt. Das hat Zeit gekostet ohne Ende.
*schwitz*
So, was ist denn alles passiert? Wo fang ich denn an? Beim Wetter? Bei den Läufen? Was sonst noch so war?
Ich fang erstmal damit an, dass Hase endlich geschieden ist. Letzten Dienstag sind wir nach Dijon gefahren. Ein bisschen scheiden gehn. Das war ja ein Theater. Um halb 11 war Termin, aber bis Frau Richter sich bequemt hat den Fall aufzurufen gingen fast 1 1/2 Stunden ins Land. Das war so eine Richterin, die es mal so richtig raushängen lässt, dass sie die Allmacht hat. Blöde Kuh. Naja, egal. Hauptsache geschieden.

So, dann komm ich doch gleich zum Wetter zu sprechen. Das kriegen wir ja alle mit, dass es unglaublich mild ist. Gesund ist das nicht für die Natur, das ist sicher. Es hat zwar nicht unbedingt was mit der globalen Erwärmung zu tun, aber es macht nix, wenn sich der geneigte Bürger trotzdem jetzt ein bisschen mehr Gedanken über die Klimazukunft macht. Wird aber nicht lange anhalten, denn der Mensch ist ein Kurzdenktier. Ruckzuck ist alles wieder vergessen.
Aber ich will mich jetzt auch nicht als Grünensprecher aufspielen.

Dann erzähl ich doch mal, wie es mit dem Laufen ist.
Letzte Woche liefs mal nicht so gut am Dienstag. Da hatte ich zu lange meine MBT- Schuhe an, das geht ganz schön auf die Muskulatur. Da haben uns, der Kerstin und mir die 6 km aber gereicht. Am nächsten Tag liefs auch schon wieder besser.
Hase hat immer noch Scherereien mit ihrem Knöchel. Damit ist sie doch vor über 2 Monaten umgeknickt. Er tut immer wieder weh. Dann ist der Schmerz mal weg, sie kann laufen, aber am nächsten Tag meckert der Fuß wieder. Hoffentlich wird das jetzt besser, denn seit ein paar Tagen ist der Fuß recht ruhig, trotz laufen. Wenn Kerstin wieder richtig schön laufen kann, dann strahlt sie auch noch ein bisschen mehr.
Ich bin den Rest der Woche recht viel unterwegs gewesen. Meine Wochenkilometer schwirren immer so zwischen 82 und 107 km herum. Nicht gerade wenig. Aber es läuft und läuft und nix hindert mich daran. Weils so schön ist, bin ich auch letzten Freitag ein bisschen länger gelaufen. Nach der Mittagspause mit Kerstin bin ich in den Hasenstall und dann hab ich mich auf den Weg über Villenotte, in die Nähe von Massingy gemacht. Dann gehts 4 km den Berg hinab. Das war geil, denn die Straße ist gesperrt. Nur ich auf einer so langen kerzengeraden Straße, die scheinbar unendlich nach unten führt. Keine einzige Kurve kommt, bis ich am Kanal von Burgund bin. Von hier aus bin ich dann am Kanal entlang gelaufen. Man sollte meinen, es ist langweilig und eintönig. Find ich aber gar nicht, auch auf monotonen Strecken gibts zu gucken. Einige schick hergerichtete Ausflugsschiffe hab ich gesehen, aber gefahren ist keines.
Mit der Zeit wurde es auch kälter. Und ich wollt erst nur in kurzen Klamotten laufen. Gut entschieden
Mit IPod auf den Ohren vergeht die Zeit auch wie im Flug.
Einige Kilometer waren ziemlich schwierig zu laufen. Da haben Arbeiter ganz schön gewütet und eine Menge Bäume umgelegt. Die waren teilweise zerlegt, die Äste lagen auf dem Weg herum. Immer wieder musste ich darüber hinwegsteigen, bis ich genug hatte und auf die Straße wechselte. Von hier aus bin ich dann bis nach Montbard gelaufen und pünktlich um 17 Uhr und knapp 30 km war ich dann auch bei Kerstins Firma um sie abzuholen und ins Wochenende zu verschwinden.
Am Abend gabs noch Pizza bei Klod Eckel. Nein, er heisst nicht so, nur Claude, aber ich find das Wortspiel so geil.
Wir hatten am Wochenende auch Besuch von unsern Nachbarn, dafür haben wir was Indisches gekocht. Superlecker das Zeuch. Süß, mit Curry und auch ein bisschen scharf. Wir haben soviel gemacht, dass es am Sonntag noch reichte und sogar noch zur Mittagspause am Montag. Schmeckt auch kalt
Den Montag haben wir dann noch zusammen genossen, denn gestern, am Dienstag musste ich schon wieder Heim fahren. Das heisst, wieder 3 Wochen ohne Hasenarme

Zuhause angekommen hab ich auch gleich wieder die Schuhe geschnürt und bin laufen gegangen. Es hatte 14° und strahlend blauen Himmel. Da bot sich schon das eine oder andere kuriose Bild. Ich lief an blühendem Löwenzahn vorbei, mit der Nase in die untergehende Sonne und immer mehr Weihnachtsdeko flammte an den Häusern auf. Da komm ich mir doch vor wie Christmas in Kalifornien, mit kurzer Hose und T-Shirt. Das Bild kann ich noch toppen, indem ich in Altdorf den Nikolaus in voller Montur angetroffen hab. Dem wirds wohl auch nicht zu kalt gewesen sein in seinem Häß.
Später lief ich noch an ein paar Bäumen vorbei, die im strahlenden Rosa erblühen. Wie im Mai. Kurios.

Ich hab mir auch vor 2 Wochen vorgenommen, dass ich dieses Jahr noch die 4000 km voll machen will. Kommt mir jetzt aber ein bisschen zu einfach vor. Bei einem Tagesschnitt von 12 km kann es sein, dass ich die 4000 voll hab und noch ein paar Tage übrig. Es fehlen nur noch 280 km.
Vor einem Jahr hab ich ganz knapp die 3000 km geschafft. Aber nö, nächstes Jahr nehm ich mir bestimmt nicht 5000 Jahreskilometer vor. hmm... Wahrscheinlich erst 2008
Wettkämpfe stehen bei mir gerade gar nicht an, ich lauf brav nach Gefühl und Laune. Das ist schön, so ohne Trainingsplan Kilometer zu sammeln. Für nächstes Jahr bin ich für einen 6 Stunden Lauf in Ottobrunn gemeldet. Das ist mal was ganz Neues. Da wird auf einer 1442 Meter langen Strecke immer im Kreis gelaufen. Das ist eine mentale Herausforderung, hat aber auch den Vorteil, dass man sich selbst ganz prima versorgen kann. Das wird bestimmt nett. Mal sehn, die 60 km sollte ich doch dann schaffen.
So, jetzt hab ich aber genug erzählt für heute.

10 Kommentare 6.12.06 08:47, kommentieren



Also doch

Na also, ich kann jetzt doch beim Nikolauslauf nächste Woche am Sonntag mitmachen. Ich hab mich mit einem Arbeitskollegen arrangiert, das wir die Schichten tauschen. So muss ich halt 3x für ihn die Frühschicht machen, er für mich 3x die Spätschicht.
Dann lauf ich doch in Marktoberdorf mit, prima.
Das kam dann doch ein bisschen überraschend und ich hab auch überhaupt nicht darauf hintrainiert. Also gibts auch keine gute Zeit. Dann wirds eben ein zügiger, netter Lauf ohne auf der letzten Rille daher zu kommen.

Jetzt ist der 9. Dezember und tatsächlich, es hat zu schneien begonnen. Zwar ist das mehr Matsch als Schnee, aber immerhin. Ich hab heut die Trabucos angezogen, die haben einen besseren Halt und sind auch ein bisschen Wasserdichter. Aber schon nach kurzer Zeit hatte ich nasse Füße. Bei jedem Schritt hab ich mir den Matsch um die Füße gehauen. Die Autofahrer finden auch manchmal, dass mir ein bisschen Matsch auf der Jacke und der Hose gut tun würden. Manche meinens ja auch gut und fahren zur Mitte der Straße, bewirken aber genau das Gegenteil. Fahren sie zur Straßenmitte, sind sie nicht mehr auf der ausgefahrenen Spur sondern fahren genau in den Matsch hinein, den ich natürlich abbekomme. Aber das ärgert mich nicht, wenn ich eh schon total versaut bin. Ist doch dann egal.
Anstrengend wars auch auf dem Schneematsch zu laufen, das spürt man gleich an den Schienbeinen.

Ich hab bei meinen Zusatzseiten hier eine neue Rubrik eingeführt, weil ich fest halten will, mit welchen Idioten ich es als Läufer zu tun bekomme. Aber lesen auf eigene Gefahr, ich drück mich dort nicht unbedingt sehr gewählt aus
Übrigens: Ich klammer mich nicht immer aus, ich bin auch hin und wieder ein kleiner Idiot, wenn ich laufe
Klickt auf die Zusatzseite links: 'Idiotensammlung'

4 Kommentare 9.12.06 13:09, kommentieren

Mal probier

In ein paar Tagen ist der Nikolauslauf. Ich hab ja schon erwähnt, dass ich da nicht drauf hintrainiert hab. Ist ja auch egal, soll ein schöner Jahresabschlußlauf werden, aber trotzdem, ein bisschen darf man doch auch da zeigen, was man drauf hat, oder? Schließlich schauen eine Menge Leute zu, die man kennt. Dass ich keine Bestzeit laufe, das ist klar, aber so um die 45 - 46 Minuten würd ich trotzdem ganz gern laufen.
Ich bin dann heute so vor mich hingelaufen und nach 3 km dacht ich mir, läufst mal schnell, machst mal sowas wie ein Intervalltraining. Mal gucken, ob ich überhaupt noch die Haxen vom Fleck bekomme. Und siehe da, obwohl ich nur lockerschnell gelaufen bin (Lockerschnell??? Was ist das denn für ein Wort?) hab ich den km in 4:16 min gemacht. Nicht schlecht. Dann bin ich langsamer weiter gelaufen, da dachte ich, ich wäre langsam, hatte aber immer noch ein km/schnitt von 5:12. Langsam war das nicht. Dann hab ich wieder einen schnellen Kilometer gemacht, in 4:15. Geht gut
Ich hab noch schnell eine DVD bei meinen Eltern vorbei gebracht und dann bin ich Heim gelaufen. Aber vorher musste ich doch noch einen schnellen km machen, in 4:10.
Das stimmt mich doch optimistisch, dass ich am Sonntag nicht als Letzter ins Ziel komme

Heute hat mein Anzulernendert die letzte Schicht mit mir zusammen, ab Freitag fängt er dann alleine in seiner Schicht an.
Das heisst ja auch, dass ich jetzt alles wieder selber machen muss? *stampf*

4 Kommentare 12.12.06 21:20, kommentieren

Nikolauslauf in Marktoberdorf

Eigentlich hab ich gar nicht mehr damit gerechnet beim Nikolauslauf in MOD mitlaufen zu können, aber durch raffiniertes Schichtverschieben hab ich es doch noch hingekriegt, dort mitlaufen zu können. Eigentlich schade, dass ich nicht darauf speziell hintrainiert hab. Aber was solls.
Um halb 12 bin ich von der Arbeit heim gelaufen, dann schnell umziehen und nach MOD fahren. Ich traf mich mit Alpi und Botti und dann gingen wir gemütlich in die Stadt rein.
Gerade war der Start der Kinder. Riesengewusel.
Ich hab mich dann noch ein bisschen warm gelaufen. Ganz gemütlich wollt ich ja auch nicht laufen.
Ich kannte einige Leute, überall wurde hingegrüsst und noch ein bisschen geplaudert. Dann kurz vor 13 Uhr hab ich mich zum Start hingestellt. So in der 5. Reihe, das dürfte in etwa hinkommen.
Es folgte der Start, der Schuss fiel aus, der kam erst 25 Sekunden später.
Gleich nach 200 Metern kams zu einem Zwischenfall. Auf der Strecke sind 2 Gußeisenpfeiler, die mitten auf der Strecke sind, dazu noch eine kleine Treppenstufe. Es lief genau vor mir einer in den linken Pfosten hinein, ich weiß nicht, ob er anschließend in der Damenwertung gewertet wurde, ich hoffe aber nicht. Da konnte man sich ganz schön verletzen an empfindlichen Stellen. Zur gleichen Zeit donnerte einer in den rechten Pfosten hinein, er überschlug sich und die Meute dahinter musste aufpassen, um nicht über den Verunfallten zu stürzen.
Darauf muss man die Veranstalter nochmal aufmerksam machen, das ist einfach gefährlich.
Auch in den ersten engen Kurven kams immer wieder zu Behinderungen, aber schon bald konnte man endlich frei laufen.
Den ersten Kilometer lief ich in 4:18, das ist ok so, aber das Tempo halt ich heute nicht, sonst gäbs ja ne Bestzeit. Da machte ich mir keinerlei Illusionen. Wir liefen die Bahnhofstraße entlang, am Lidl vorbei, hinüber zum Schulkomplex, aussenrum, am Bahndamm entlang zurück und wieder in die Stadt. Ich lief an meinen Eltern vorbei und weil Mutter gerade Löcher in die Luft starrte, begrüßte ich sie, als ich längst vorbei war. Mutter meinte, ich soll mich doch umdrehen, damit sie ein Foto machen kann. Genau, mach ich nächstes mal bei knapp 14 km/h.
Nun kam die lange Gerade in den Zielbereich, der aber noch über 6 km entfernt war, da ja noch 2 Runden zu laufen waren. Riesenstimmung, superviele Zuschauer. Links und rechts wurde Charlyyyyy, auf gehts, super Charlyyyyy. Ein paar Leute erkannte ich, andere haben wohl gerufen, weil sie meinen Namen auf meiner Startnummer gelesen haben. Macht nix, das motiviert. Diesmal waren die Gußpfeiler kein Problem, weil man sie ja von Weitem schon sah, das war ja am Anfang gar nicht so, da sah man nur den Vordermann. Hinein in die zweite Runde und nach der Euphorie im Zielbereich gings dann auch schon wieder etwas zäher. Die Kilometer lief ich immer so um die 4:22 - 4:28, so genau hab ich nicht hingesehen, aber es lief ganz gut. Ab der Hälfte meckerte auch mal die linke Wade, da war wohl eine 90° Kurve ein bisschen fies. Aber das Meckern war schnell wieder weg, so gings weiter zu km 6.
Nun wieder am Bahndamm entlang und diesmal sahen mich meine Eltern auch frühzeitig, dass sie ein Bild von vorne machen konnten. Zum grinsen war mir nicht zumute, kostet doch alles Kraft.
Es folgte wieder die lange Gerade, mit den höllisch lärmenden Zuschauern, wieder das Charlyyyy, noch eine Runde, super Charlyyyy. Nett war das
Also auf gehts auf die letzte Runde, das Gröbste haben wir doch schon. Ich lief meine Stiefel weiter, hielt mein Tempo und nach 8,5 km ist doch eh alles egal, da kann man dann ohne Rücksicht noch alles geben und ein paar Leute vor sich anvisieren, die man noch überholen möchte. Meine Mütze hab ich zu Füßen meiner Eltern geworfen, die war mir zu schwer geworden.
Dann kam wieder die Gerade und nochmal alles geben. Mit Schwung gings hinein ins Ziel, mit einer Zeit von 44:10 Minuten. Meine zweitbeste 10 km Zeit.
Also was lernen wir daraus? Vielleicht sollte ich mal richtig ordentlich auf einen 10 km hintrainieren, ich glaub, da ging noch einiges. Aber ob ich das will? Ich mag die längeren Strecken lieber.
Im Ziel fragte ich einige Bekannte, was sie für Zeiten gelaufen sind. Komisch, alle waren schneller als ich, bis mir einfiel dass das ja logisch ist, die langsameren sind ja noch auf der Strecke
Ich traf Richard *Hallo Richard, winke* der konsequent darauf hintrainiert hat und mit einer Zeit von 41 Minuten belohnt wurde. Respekt, respekt. Den Aggi traf ich, der war letztes Jahr 2 Sekunden vor mir und hatte die gleiche Zeit. Ein Arbeitskollege, der eigentlich radelt hatte auch eine 41 er Zeit.
Meine Kumpels Alpi und Botti liefen gemeinsam ihre persönliche Bestzeit von 47:30 oder so. Da haben sie sich gegenseitig zur Bestzeit gezogen. Super, oder?
Ich trank an der schlecht organisierten Verpflegungsstelle noch einen Becher viel zu süßen WasweissichSaftschorle. Das schlug mir sofort auf den Magen, damit hatte ich noch Stunden später Schwierigkeiten. Das war letztes Jahr auch so, aber ich hatte es vergessen. Naja, nächstes mal gibts selber mitgebrachtes Leitungswasser, da weiß man was man hat.
Ich unterhielt mich noch mit ein paar Bekannten. Dann ging ich mit meinem Vater zu meinem Auto um mich schnell umzuziehen, schließlich wars recht kalt und nebenbei so verschwitzt sein, das ist nicht so der Bringer. Ich verabschiedete mich von Alpi und Botti und dann suchten wir Mutter, die sich irgendwo auf dem Gelände herum trieb. Aber wir hatten Glück.
Zur Belohnung machte ich meinen Geldbeutel auf und drückte Mutti einen 10 € Schein in die Hand, mit der Bemerkung 'Da, fürs Zuschauen' Da hat sie aber geguckt und gemeint, das kann sie doch nicht annehmen, (das kann sie doch nicht annehmen, dass das alles ist?) Stimmt, es war noch nicht alles, es fehlten noch 3 €, das war das Geld, das sie für mich wegen dem Friseur ausgelegt hat.
Ich zahl doch nicht für meine Fans weil sie zuschauen
Dann fuhren wir Heim und ich legte mich zur Belohnung in die Badewanne. Das hab ich ja seit Jahren nicht mehr gemacht.

4 Kommentare 18.12.06 12:30, kommentieren

Frohes Cross Mas

Hallo liebe Lesergemeinde
Ich wünsch euch allen ein frohes Weihnachtsfest, bleibt sauber.

Ich bin jetzt bei 3931 Jahreskilometern angekommen, also fehlen nach Mister Riese noch 69 km bis zu den 4000 km. Ich glaub, das schaff ich Sind ja noch 8 Tage Zeit.
Das Wetter ist ja momentan wie fest genagelt. Jeden Tag haben wir das gleiche Wetter. Immer sind es -2°, immer scheint die Sonne von einem blauen Himmel, immer haben wir einen kalten Ostwind. Schön ist das. Da läuft es sich einfach prima.
Nachwehen vom 10 km Wettkampf hatte ich eigentlich keine. Ich bin gleich am nächsten Tag wieder 12 km gelaufen. Da könnt man ja sagen, ich hätte mich nicht richtig angestrengt . Doch hab ich.
Auch die folgenden Tage kam ich eigentlich kaum unter 12 km. Naja, wenns läuft und das Wetter passt? Wird schon noch grauslig werden das Wetter, abwarten. Die Schneeschaufeln stehen parat.
Heute wollt ich auch wieder nur so 10 km machen, aber nööööö, es lief so gut, dass ich noch eine Schleife dazu gemacht hab.
Kerstin ist schon im Hasenelternland bei Schweinfurt und ich versauer hier noch 5 Tage, bis ich dann für etwas über 2 Tage zu Besuch hoch kommen kann.

So, dann lasst euch mal ordentlich beschenken.

1 Kommentar 23.12.06 15:55, kommentieren

Nordic-Walking-Stöcke zu Weihnachten

Zu Weihnachten lagen wohl überall die guten alten Nordic-Walking-Stöcke unterm Christbaum. Oder wie ist es zu erklären, dass die Epidemie oder gar Pandemie (Pandemie kanns nicht sein, weil NW in Frankreich nicht existiert) wieder um sich greift, so knapp nach Weihnachten?
Was dachte sich der Beschenker dabei? Durch die Blume will er ihr vielleicht sagen, 'Frau, du hast nen bissel dicken Hintern, hier haste Stöcke, jetzt tu was dagegen'
Ich dacht, der Hype ums Stöckelschwingen lässt nach. Zumindest war über den Sommer und in den Herbst hinein kaum noch was zu sehen von den NW-Lern. Aber denkste.
Kennt ihr die Szene aus dem Film 'Poltergeist' als das kleine Mädchen in den flimmernden Fernseher guckt, sich umdreht und dann unheilschwanger verkündet 'Sie sind wieder hier'
Der Zuschauer weiß was gespielt wird und bekommt große, angsterfüllte Augen. So kommt es mir jetzt auch vor, wenn die Polter NW-ler wieder hier sind.
Es ist ja eine tolle Sache dieses Nordic-Walking (ernst bleiben Charly) WENN MAN ES RICHTIG MACHT!!! Aber was ich da jetzt die Tage zu sehen bekam, das ist schlimm, das hat nix mit NW zu tun, gar nix. Das ist verheerend.
Da kommt mir eine uralte Frau entgegen, sie kommt kaum vom Fleck, sie ist noch gut 200 Meter von mir entfernt. Ich mache mich schon darauf gefasst zu helfen, wenn die Uroma genau vor meiner Nase darniederliegt und ihren letzten Atemzug aushaucht. Die Oma kommt mir näher, sie kämpft gar fürchterlich mit ihren Stöcken, die ein enormes Gewicht haben müssen. Schriiiiittttt für Schriiiiiiitttttt kommt sie mir näher, die Stöcke werden 12 cm nach vorne gestelzt, um ja nicht den Boden zu verletzen, oder gar die Stöcke zu beschmtzen oder abzunutzen. Nein, die Gummistöpsel müssen halten bis zum St. Nimmerleinstag. Ersatzpfropfen sind zu teuer und bis die bei Aldi wieder im Angebot sind, das dauert bis April, dann heisst es wieder: 'Sie sind wieder daha' Die Rückkehr der Trampelgeister.
Achja, die Oma war mir jetzt schon recht nah und da erkannte ich zu meinem Erstaunen (Entsetzen), dass diese gebrechliche Dame gar nicht so alt war, die war vielleicht 30 Jahre alt und machte ein Gesicht, als hätte sie auch an Sex keinen Spaß. Natürlich stierte sie geradeaus, nahm mich nicht zur Kenntnis. Dann viel Spaß noch. Achne, macht ja kein Spaß. Wenn ich mit 80 mit so einem 'forschen Schritt' daher kommen sollte, dann hol ich mir einen AOK-Chopper und lass mich vom Zivi durch die Gegend fahren.
Aber das war ja nicht die einzige Trampelsuse, wie gesagt, es gibt wieder allerhand davon.
Ich versuch wirklich dem 'Sport' tolerant gegenüber zu stehen, aber der Anblick der erbämlichen Figuren machens einem auch schwer. Ich grüße auch immer recht freundlich, wenn sie nicht geradeaus stieren, da freuen sie sich. Macht sie aber auch nicht dynamischer.
Mensch, schaut doch mal, wie das die Rosi Mittermaier macht und der Neureuther, die stehen im Saft, die nehmen die Stöcke in die Hand und dann gehts ab, dann werden die Stöcke in den Boden gerammt, der Schritt ist weit, der Schwung enorm und es wird breit gegrinst und geschwitzt. (Gut, wenn ich so viel Kohle für die Werbung bekommen würde, dann würd ich auch so blöd grinsen und Stöcke schwingen)
Eine Dame hab ich dann doch noch heute angetroffen, die richtig forsch unterwegs war, Lehrbuchreif staxelte sie dahin und war richtig flott unterwegs. Es geht doch. Und wenn man so walkt, dann geht das auch zünftig in die Waden, dann tut man auch was für die Konfektionsgröße und die Weihnachtsgans wird heraus geschwitzt.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein erfolgreiches und schönes 2007

Morgen mach ich die 4000 Jahreskilometer voll 3991,7 sinds bis zum heutigen Tag.

1 Kommentar 28.12.06 22:39, kommentieren