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Und weg

Heute Nacht gehts noch ins Burgund in die Hasenarme.
Das wird aber auch höchste Eisenbahn. Das ist schon 1 Monat her, seit wir uns das letzte mal gesehen haben.
Da freuen wir uns doch drauf. So viel Verkehr wird Freitag Nacht nicht sein. Das flutscht in einem durch.
Hoff ich doch.

So, der 6 Stunden Lauf ist mittlerweile auch verdaut, jetzt heisst es in 9 Tagen schon wieder Marathon. Diesmal ist es aber ein besonderer, weil Kerstin ihre Marathonpremiere abgibt. Das wird schön und das Wetter passt bestimmt auch.
Jetzt darf ich noch den Nervendoktor spielen. Ist doch klar, dass Kerstin aufgeregter und aufgeregter wird, je näher der große Tag kommt. Ich kenn das schon noch von meinem ersten Marathon. Plötzlich tut einem alles weh, da tut doch was weh, wieso stichts in der Wade? Hab ich ne Zerrung im Oberschenkel? Die Hüfte tut weh, der Oberschenkel zwickt, die Achillesehne, da ist doch was. Und immer wieder nagen die Gedanken, dass man kurz vorher noch den Marathon sausen lassen muss, weil eine gravierende Verletzung vorliegt. Aber das ist nur im Kopf, man horcht extrem in sich hinein und jede Muskelfaser, die man sonst gar nicht wahr nimmt, wird nun intensiv beobachtet.
Aber am Tag des Marathons ist alles vergessen, dann steht man am Start und läuft los. Und nix tut weh. Zumindest die nächsten 32 km
Ich freu mich drauf, dass ich mit Hase ihren ersten Marathon machen darf. Für mich ist es ja dann schon das 12. mal, dass ich die Marathondistanz oder mehr laufe. Und der 13. ist auch schon geplant, am 13.5. in Würzburg.
Für Berlin sind Hase und ich auch schon angemeldet.
Und dann kommt ja noch der original Marathon von Marathon nach Athen an meinem 40. Geburtstag. Gut, die Strecke muss ja sowas von öde sein und supertrostlos, aber man wandelt auf DER legendären Marathonsstraße ins Olympiastadion ein.
Mal gucken, was ich sonst noch so laufe. Im Sommer siehts eher schlecht aus mit dem Füssen Marathon, da muss ich wohl arbeiten. Naja, wir werden sehen.
So, der Frühling hat jetzt auch sein hübsches Kleidchen angezogen. Alles fängt zu blühen an und es wird immer wärmer und wärmer. Die Klamotten werden wieder kürzer und das grinsen beim Laufen breiter. Man darf wieder ordentlich schwitzen und ich freu mich, wenn der Schweiß in den Augen brennt. Nana, nicht übertreiben.
Jeden Tag kann man die Natur beobachten, wie sie anfängt zu wachsen, zu blühen und zu gedeihen. Schön.
Mir ist schon längere Zeit mal was aufgefallen, woran man Hardcorespaziergänger und heute ist Sonne, da gemma mit die Blagen an die Wertach Spaziergänger unterscheiden kann.
Erstens mal schauen einen die Spaziergänger an, die öfters unterwegs sind und grüßen auch. Das machen die '3x im Jahr weil grad Ostern oder Pfingsten ist und das Wetter passt Fußgänger' eben nicht. Die schauen in den Boden, machen ein Gesicht wie Regenwetter.
Die 'Alle Jahre wieder mal Spaziergänger' stehen auch ganz gern im Weg rum, da ist die ganze Family unterwegs, Mutti, Papi und zwei Kinder aufm Rad und machen sich ordentlich breit. Da kommst von hinten angetrabt und musst dir eine Taktik zurecht legen, wie du die umherirrenden überholst. Vorallem wechseln die auch immer unmotiviert und plötzlich die Straßenseite. Ich scharr dann immer mal wieder mit den Füßen am Boden, meist geht das, manchmal glotzen die nur und denken gar nicht dran auf die Seite zu gehen.
Das kann auch vorkommen, wenn 5 Leute nebeneinander dahin latschen und dir entgegen kommen. Die sehen dich schon 500 Meter vorher, schauen dich an wie ein doofes Reh auf der B12 im Lichtkegel und gehen ihren Weg weiter.
Hier gibts auch eine Taktik, bevor man in die Wertach kugeln muss. Statt ganz an den Abgrund zu laufen, mach ich mich selber breit und lauf in Richtung Wegmitte. Das funktioniert, es wird ein Weg frei gemacht. Geht doch.
Ich mag auch ganz gern die Fußgänger, die mit dem Auto irgendwo in der Umgebung hinfahren, gern an einen See, aussteigen, 300 Meter gehen, 12 Steine in den See schmeissen und dann wieder zurück ins Auto. Soooo, das war dann der Ausflug wieder für dieses Jahr. Nu aber Heim, den Kuchen haben wir uns aber verdient.
Diese Spaziergänger haben auch ganz gern mal einen Hund dabei, der aufs Wort folgt. Hasso komm her oder nicht und Hasso kommt her oder nicht.
Ich bin da immer leicht angespannt, man hört es ja schon an der Stimme des Hundebesitzers, da brauch ich den Hund gar nicht zu sehen. Es ist diese leichte Panik des Hundehalters in der Stimme, der leicht panische Blick zwischen Läufer und Hund. Und dann das unvermeidliche 'Hasssssooo, komm her, hierher komm Hassoooo, komm jetzt her, los' Ne, entspannend ist das nicht. Da ist es mir lieber, wenn ein 10 jähriges Mädchen mit einem riesen Schäferhund spazieren geht und nur kurz pfeift oder sonstwas macht und der Hund folgt. Da lauf ich völlig entspannt dran vorbei. Aber die Hundepaniker, da bin ich schon bei so nem fiesen kleinen Terrier angespannt.

Oje, was bin ich doch für eine Plaudertasche. Aber irgendwie muss ich die Zeit ja noch rumbringen, bis ich um 20 Uhr von der Arbeit heim gehen kann, Taschen ins Auto und dann Abflug in die Hasenarme.

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Der erste Hasenmarathon

Das war doch mal eine Pasta Party, im Charolais, einem Teil des Burgunds.
Ja gut, wir sind ja in Frankreich und der Stil wird dann auch bei der Pasta Party gewahrt.
Zunächst standen natürlich alle rum, um sich einen Aperitiv zu gönnen. Dann wurde sich gesetzt, an den hübsch dekorierten Tisch und die Vorspeise kam. Schinken und Brot. Nach der Vorspeise wurde abgeräumt um Platz für die Nudeln zu machen. Schüsselweise wurden die Spaghetti Bolognese rein gebracht. Man bekam so viele Nudeln nachgeliefert bis auch wirklich alle genug hatten und immer wieder kamen Schüsseln aus der Küche raus, obwohl längst alle den Löffel weg gelegt haben.
Aber das wars noch nicht, es folgte noch ein Dessert und natürlich der Käse. Dann wurde auch noch Obst verteilt. Dass auch wirklich keiner zu kurz kommt.
Ich hab mich mit dem Essen beschäftigt, denn so richtig viel verstanden hab ich nicht in dem Stimmenwirrwarr. Kerstin hat ab und zu übersetzt, was die Läufer für Horrorgeschichten erzählten. Ausschweifend wurde vom hügeligen, bevorstehenden Marathon geredet, der bald alpine Züge bekam. Auch das Wetter änderte sich mit Fortschreiten der Pastaaa Partieeee. Es wurde Viertelstündlich heisser und heisser. Es wird die Hölle.
Tipps gabs von links und rechts, man muss unbedingt Power Gel futtern und es wurde ausgiebig von Krämpfen bei km 28 geredet. Kerstin wurde immer kleiner, ich grinste meist nur, weil das Pre-Marathon-Geschwätz einfach sein muss.
Wir waren die ersten die Heim gingen.
Wir schliefen gut, wir frühstückten gut und das Wetter war gut. Es lag ein hübscher Nebel in der Luft, da wird’s dann wohl eher nix mit den versprochenen 30° die ein Teilnehmer prohezeite.
Wir fuhren mit dem Auto zum Start, bibberten schön vor uns hin und beobachteten amüsiert, dass sich so viele Läufer warm liefen. Scho wichtig bei einem Marathon, dass man sich eine halbe Stunde warm läuft.
Dann war auch bald der Start und los ging unsere Reise auf den ersten Marathon für meinen Hasen.

Nach etwa einem Kilometer gings schon hinaus aus der Stadt und nun mussten wir stetig bergauf laufen. Aber gut, dass der Teil am Anfang ist. Es war wirklich an jeder Seitenstraße und an jedem Feldweg ein Ordner. Und wirklich jeder Ordner wünschte uns Bon Courage. Superfreundliche Leute und wir haben jedem Ordner mit einem lächelnden merci geantwortet. Nett war das. Dafür gabs nicht soviel Zuschauer. Wahrscheinlich wurde jeder Zuschauer zum Ordner vergattert.
Wir waren die Vorletzten, hinter uns waren nur noch 2 Damen, vor uns war auch bald niemand mehr. Es waren ja auch nur 160 Teilnehmer. So liefen wir meist einsam durch die schöne Burgunder Hügelwelt. Hin und wieder wurde die Einsamkeit unterbrochen durch einen Ordner in Leuchtweste, der einen Feldweg bewachte.
Es wurde nach 4 km schon Zeit für die erste Pinkelpause. Ein Zeichen, dass wir ausreichend hydratiert waren. (Hasendeutsch)
Immer noch gings danach bergauf und dann kam der Hammermann bei Kerstin. Plötzlich aus heiterem Himmel fängt sie an zu verzweifeln und meint, dass wir doch jetzt gerade mal 5 km gelaufen sind, dass das noch 37 km sind und dass sie sich überhaupt nicht gut fühlt und dass das doch blöd ist und es ist noch weit, das schafft sie nicht. Scheißidee. Ich war ganz schön perplex. Ich hab mit dem Gemecker bei km 32 gerechnet, aber doch noch nicht bei 5 km. Das ist ja gerade mal eine Früstücksjoggerldistanz. Was sag ich denn da zu Kerstin zur Motivation? Teil dir die Strecke doch in kleine Etappen ein und denk um himmels Willen nicht schon jetzt an das Ziel. Du fühlst dich doch gut oder?
Öhm, hm, nö.
Doch!
Nach der Meckertirade gings weiter in die Hügel hinein.
Bei 10 km sahen wir dann doch mal eine Läuferin, der wir näher kamen, als wir fast ansetzten zum überholen gingen wir aber erst nochmal in die Büsche um überschüssiges Hydrat loszuwerden.
Schön liefen wir weiter über schnuckelige burgunder Dörfer, an vielen Ordnern vorbei und einem Jungen, der uns was auf der Trompete vorspielte. Nachdem wir ihm aplaudiert hatten, hörte er auch schon auf damit. Danke.

Die Versorgungsstellen waren auch der Hit. Ne, eigentlich wars immer ein Buffet. Da gabs Rosinen, Pflaumen, Aprikosen, Bananen, Orangen, Müsliriegel, Schokolade und noch etliches mehr. Und Cola gabs auch schon ab km 15. Kerstin probierte Cola, grinste und fands geil. Also ab jetzt immer Cola. Das war dann auch die Stelle, wo es ihr langsam besser ging und die Verzweiflung vor der Riesendistanz kleiner wurde, bis sie irgendwann ganz verschwand. Ich hielt mich immer ein bisschen länger bei den Versorgungsstellen auf und dinierte. Den Helfern gefiel es immer wunderbar, wenn ich so reichlich ihre Station plünderte. Aber irgendwann ists auch wieder gut mit mampfen und ich rannte Kerstin hinterher.
Bei km 18 hatte Kerstin dann wieder so einen Selbstzweifler. Sie sagte mir, dass ich doch bestimmt schneller laufen wolle und dass sie mich doch bremst. Ich hab dann einfach nur gesagt, mit sowas brauchst du jetzt gar nicht erst anzufangen, lauf einfach und haute ihr auf den Popo. Das half.
Die Gegend in der wir liefen war einfach nur wunderschön, alles übers Land, die schönen Dörfer, die Schlösser die manchmal protzend auftauchten, die weißen Charolais-Kühe und diese Ruhe.
Gegen 11 Uhr kam die Sonne aus dem Nebel heraus, aber dafür liefen wir jetzt auch einige Kilometer durch schattigen Wald. Das Wetter war einfach perfekt für einen Marathon.

Nun war die Zeit des Geniessens gekommen. Der Wald, der Körper, der lief wie eine Maschine, das Traumwetter mit bis zu 23°, der leichte Wind, alles wunderbar. So spulten wir jetzt Kilometer für Kilometer ab. Bei km 29 war eine Verpflegungsstation, an der sich auch Läuferkollegen gütlich taten. Sie waren wohl schon einige Minuten am futtern, wir stärkten uns auch noch reichlich, dann gings weiter. Wir hatten jetzt also schon 4 Leute überholt. Und nun gab es auch die Belohnung für die Erklimmung der Hügel am Anfang der Strecke, wir durften über 2 km bergab laufen, das war super.
Unten angekommen waren wir schon bei km 32. Es sind nur noch 10 km, das ist ja gar nix, das laufen wir doch zu jeder Brotzeit mal eben. So motivierte ich Kerstin. Aber sie brauchte keine große Motivation, denn langsam dämmerte es ihr, dass sie ihren ersten Marathon schaffen wird.
Jetzt sahen wir auch vor uns Läufer, die Gehpausen einlegen mussten, auch das gab Kerstin noch zusätzlich Energie und ich stachelte sie auch an, dass wir doch den da vorne noch kassieren könnten. Und denn da und den davor.
Bei km 34 war wieder eine Verpflegungsstelle, es wurde reichlich gemampft und der junge Mann auf den wir aufgelaufen sind war fix und fertig. Er machte so einen völlig ausgelaugten Eindruck, goss sich mit einer Flasche immer wieder Wasser über den Kopf und war erledigt. Da kam dann auch ein kleines Teufelchen bei mir zum Vorschein und ich klatschte in die Hände, rieb sie aneinander und meinte im jovialen Ton: Pack mas wieder? Worauf wir federnd unseren weiteren Weg einschlugen.
Uns gings ja prächtig und je näher wir dem Ziel kamen, umso besser ging es auch Kerstin. Und jetzt sammelten wir auch immer mehr Läufer ein, die gehen mussten. Wir hingegen wurden immer schneller, je näher das Ziel kam. Hammermann? Was ist das denn? Kennen wir nicht, der liegt noch irgendwo da hinten bei km 5 im Graben. Ach war da was? Total vergessen. Pah, Hammermann, Lä-cher-lich.
Einen Läufer sahen wir, der lief vor und lief wieder zurück, lief vor, lief zurück. Was hat der denn für ein Problem? Darauf angesprochen, was das denn solle, meinte er, er trainiert für einen 48 Stunden Lauf und will heut den Marathon in 6 Stunden laufen, aber weils nicht mehr so weit ist, läuft er eben immer wieder ein Stück zurück. Na, wenn er meint. Wir liefen lieber vorwärts und überholen weiter Läufer. Das war schon interessant, wir waren ja wirklich 25 km alleine auf weiter Flur.
Bei km 36 meinte ich zu Kerstin, jetzt ist doch eh schon alles Egal, denn 6 km können wir zur Not auch noch krabbeln. Das sah sie auch ein und ab da wurde sie immer schneller. Bei km 39 war wieder Verpflegung, aber diesmal gabs kein Mittagsmahl, wir hatten jetzt keine Zeit mehr, wir müssen ins Ziel. Die schnellsten Kilometer lief Kerstin hier und der Allerschnellste war der 42. Kilometer, aber halt, zuvor traf ich noch die Reinkarnation der Paula Radcliffe. Bei km 41 gabs noch eine Wasserstelle, ein Organisateur rief Eau, Hase nickte, rannte auf den Mann zu, schnappte sich im Vorbeilaufen den Becher Wasser aus der Hand, trank ihn profimäsig nur halb aus und ließ ihn so absolut lässig zu Boden fallen, wie man es nur bei Eurosport zu sehen bekommt, der Becher mit einem Stompf auf dem Boden landet und sich der Rest auf der Straße ergiesst. Ich musste so lachen über die Szene, auch Kerstin lachte mir zu. Ist das wirklich mein Häschen, das bei km 5 so ein Häufchen Elend war und völlig verzweifelt war, weil noch 37 km vor ihr lagen? Nun war es nur noch ein Kilometer und Kerstin sprühte nur so von Energie und Freude.
Ich merkte dann, wie sie auf dem letzten Kilometer in sich ging, wie sie ruhig wurde und ich konnte mir sehr gut vorstellen, was in ihr vorging. Wir waren schon in der Stadt, das Ziel ist gleich da. Ich bekam eine Gänsehaut und war so froh, dass ich mit meinem Schatz diesen Augenblick erleben darf. Schließlich ist das Gefühl, zum ersten mal im Leben einen Marathon zu finishen einmalig und kein Zieleinlauf wird mehr so sein, kein Berlin, kein New York, nichts.
Auf den letzten 200 Metern wollte Kerstin einen Endspurt hinlegen, aber ich hab sie gleich eingebremst und gesagt, mach langsam, du musst die letzten Meter geniessen und in dich aufnehmen, schau dir das alles ganz genau an und lauf rein ins Ziel. Dort vorne vor dem Stadtschloß war effektvoll der Zielbogen aufgestellt und so lief meine frischgebackene Marathonheldin vor mir ins Ziel.
Ich folgte ihr nach 1 Meter, dann drehte sie sich um und fiel mir weinend in die Arme. Ich hielt sie einfach nur fest und ließ sie die Wimperntusche auf meinem Shirt verteilen. Minutenlang lagen wir uns in den Armen, viele Leute sahen uns dabei zu, der Sprecher redete lange von uns über diese Szene, wir wurden gefilmt und fotografiert, aber in dem Moment mussten die Gefühle einfach nur raus.
Nach einer ganzen Weile lächelte und strahlte mein Schatz schon wieder. Ja, sie hat es geschafft, mit 5 Stunden hat sie geliebäugelt und es wurde dann eine Zeit von 4:42 Stunden.
Wir setzten uns ins Gras, lächelten, ich war stolz auf sie.
Nun war es aber Zeit, dass wir ins Hotel kamen, schließlich durften wir dort noch duschen, obwohl doch schon Nachmittag war und dann fuhren wir wieder durch das ganze Burgund nach Hause und schmiedeten fleißig Marathonpläne für die Zukunft. Achtung, Hase hat Blut geleckt.

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175 Schritte

Ich bin dank Runners World zu einer ganz neuen Erkenntnis gekommen. Naja, neu isses nicht, aber ich hab mich nie drum gekümmert.
Spitzenathleten, ich nehm mich da mal großzügig aus, laufen zwischen 178 und 186 Schritte pro Minute.
Ich hab das heut mal ausprobiert. Wenn ich normal vor mich hindackel, dann bin ich so bei 158 Schritten.
Ich hab dann heut mal probiert auf die 180 Schritte zu kommen, schaff ich net, mehr als 175 hab ich nicht hinbekommen und ich fürchte auch, dass ich morgen Muskelkater in der Hüfte hab davon.
Schwierig finde ich, das Tempo zu halten, weil mit erhöhter Schrittfrequenz werd ich viel schneller, kost natürlich dann auch mehr Kraft.
Ich werd das jetzt ausprobieren, ob ich meine Schrittfrequenz nicht erhöhen kann und das Tempo dabei unten halten.
Der Hintergrund von dem Training ist, dass man weniger Bodenkontakt hat, denn langer Bodenkontakt bremst. Ausserdem hebt man nicht so hoch ab bei den Schritten, was auch ökonomischer ist.
Mal ausprobieren und gucken.

Mein Häschen ist gerade auf dem Weg nach England, bzw. dürfte sie eigentlich schon dort sein in Birmingham.
Ich vermisse sie schon ganz arg.

Bald ist Marathon.
Da ist mir eingefallen, dass ich seit dem letzten Halbmarathon im September 4x die Marathondistanz gemacht hab, bzw. 2x wars ja ein Ultra. Aber der nächste HM ist ja bald, am 6. Mai in der Liebesstadt Bamberg. Das wird ein schöner Grinselauf mit Kerstin.

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