Archiv

Berlin, Berlin, wir waren in Berlin

So, zurück aus dem Berlin Marathon Wochenende.
Da war ja einiges los. Nix für Klaustrophobe Menschen.
Entspannt fuhren wir am Freitag mit der Bahn in der ersten Klasse nach Berlin.
Dann erstmal zu Markus, zu einem Freund von Kerstin und jetzt auch von mir.
Sofort danach schauten wir, dass wir zur Messe kommen, um unseren Startkrempel zu holen. Es war einiges los. Ich will nicht wissen wie es am Samstag zugegangen ist.
Wieder Heim und lecker Nudeln gemümmelt.
Am Samstag war Shopping in Berlin angesagt. Am Alexanderplatz hats ein gigantisches Einkaufszentrum. Aber da gings auch so zu. Nix für Klaustrophobe Menschen.
Am Nachmittag Heim. Am Abend trafen wir uns mit Uli und Familie. Die Manu haben wir leider nicht angetroffen. Die Innenstadt war gesperrt, wegen dem Inlinermarathon und so konnte sie nicht über die Straße zu unserem Lokal.
Es war ein Italiener in Kreuzberg, indem noch richtig geraucht werden darf. (Kreuzberger Nächte sind lang, schalalaaaa) *Nerv, stör, wann kommt denn endlich das Rauchverbot auch nach Berlin?* Die Pizza war echt riesig, hing weit über den Tellerrand hinaus. Es gab auch scharfes Öl dazu. Und wer kann da nie nein sagen? Ich! Also druff mit dem Öl. Nix für Warmduscher. Ich kippte ordentlich Öl drauf und beim Finger ablecken dacht ich UPS, scharf!!!! Die Schärfe des Öls wurde von mir allgemein unterschätzt. Oh man. Aber da musste ich durch. Die Pizza war jetzt echt sauscharf und ich dachte mir nur immer, ich bin ein Trottel, das muss ich büßen. Aber mein Magen hat sich dann doch relativ ruhig verhalten. Ein bisschen hat er schon rebelliert, aber es ging.

Nun kam der Marathonsonntag, bei dem wir Haile Gebrselassie zum Weltrekord jagen wollten. Haben wir ja auch geschafft in 2:04:26.
Wir mussten aber bis wir wirklich an der Startlinie waren mindestens 4 km latschen. Von Zuhause zur Straßenbahn, zur S-Bahn, zum Startgelände. Das läppert sich. Wir warteten also vor uns hin und stellten uns irgendwann in Block H. Viele Menschen, nix für Klaustrophobiker übrigens.
Kurz vor 9 kam über die Lautsprecher 'Chariots of fire' aber nur für eine Minute, dann ein anderes Lied, das auch abgebrochen wurde, ersetzt durch ein anderes Lied, das auch abgebrochen wurde, dann wieder Chariots of Fire, das auch abgebrochen wurde, gefolgt von einem andern Lied, das auch abgebrochen wurde, gefolgt von Chariots of Fire, naja, wieder abgebrochen usw. Das nervte scho a bissal, ausserdem hatten die Lautsprecher einen Wackelkontakt. Es flogen zuvor die Luftballone in den Himmel. Aha, war wohl der Startschuß schon, geballert von Berlins Bürgermeister Wowereit. So weit hinten kriegste nix mit. Nur viele Leute um einen herum. Nix für klaustro..........
Soooooo, dann warten wir mal, bis der wilde Lauf voran geht. Aber es dauerte 25 Minuten bis wir über die Startlinie kamen.
Aber endlich durften wir uns auch auf die Reise durch Berlin machen. Da hatte der Haile schon 8 km hinter sich gebracht.
Gleich nach 600 Meter kam die Siegessäule. Das Tempo war bei 7 Minuten pro km. Ging nicht schneller, egal. Es dauerte doch 4 km bis wir schön unser Tempo laufen konnten, dann war die Menge auseinandergezogen. Nach 7 km meinte Kerstin 'Ich glaub, der Hammermann war gerade da' Hmmmmm????? Jetzt erst? Es war nicht Kerstins Tag, meiner eigentlich auch nicht. So richtig fit fühlte ich mich auch nicht. Ich hätte an diesem Tag keine Bestzeit machen wollen. Nene.
Das Wetter war prächtig, schön bedeckt, etwas Wind. Ideal zu laufen.
Nach 12 km fragte mich Kerstin, obs noch weit ist? Hmmmm??? Oha, ihr gehts heut nicht so dolle. Ab da hab ich mich auch immer bei Hase erkundigt, wie es ihr geht und schon nach 17 km meinte sie 'muss ja, muss ja'
Alle 5 km gabs Verpflegung. Ich würde sagen, funktionell eingerichtet. Es gab Wasser, ekelhaft chemisch schmeckendes Basica in leuchtend gelb und Tee. Dazu auch immer Bananen und Äpfel. Das wars dann auch. Wer Basica nicht trinken mag, hat bei isotonischen Getränken Pech gehabt. Kerstin konnte das Kontrastmittel auf jeden Fall nicht trinken. Ich zwang mich wenigstens dazu.
Nach 21 km war die Halbmarathonmarke erreicht. Keine Spur von Freude oder Hurra wir haben die Hälfte Euphorie bei Kerstin. Ich sah ihr an, dass sie es nicht glauben konnte, dass nochmal 21 km vor uns lagen. Dass hier schon einige Leute gehen mussten und die Laternen abstützten, machte es für sie auch nicht unbedingt leichter. Ich richtete sie auf, dass wir bei 28 km am wilden Eber vorbei kommen, da gehts immer voll ab, sagen die Leute. Also hangelten wir uns Kilometerweise voran. Dann kam auch der wilde Eber. Auf 200 Metern ein unglaublicher Lärm, aber das wars auch schon wieder. Eigentlich enttäuschend, wenn man doch schon so viel davon gehört hat, wie hier am wilden Eber die Sau raus gelassen wird. Naja. Ich konnte auf dem ganzen Lauf nicht umhin an meinen dritten Marathon in Hamburg zu denken, wie emotional mich die Zuschauer mitgenommen haben. Das war in Berlin längst nicht so. Von der Stimmung her am Streckenrand konnte Berlin absolut nicht mithalten, lediglich beim Zieleinlauf war Berlin heftiger. Aber soweit sind wir ja noch nicht.
Berlin ist aber dafür umso imposanter, größer, wuchtiger, eindrucksvoller von den Bauten her. Auch die Geschichte wird einem hier sehr nahe gebracht. Auf unserem Lauf konnten wir natürlich alles sehen, was man bei einer Sightseeingtour einfach sehen muss.
Schon öfters sagte Kerstin zu mir, dass sie nicht mehr kann, dass sie keine Kraft mehr hat und kaputt ist. Aber wir hatten doch noch 12 km vor uns nach 30 km. Ihr gings nicht gut. Ich hätte ihr gern ein bisschen Kraft von mir gegeben, aber das ging ja nicht. Es fiel ihr immer wieder so schwer anzulaufen nach einer Getränkestelle.
An einer Labestation wars ja 'superlecker'. Von der Organisation bekam der Stand 15.000 Becher zu wenig. Was hieß, dass die Becher mehrmals verwendet wurden. Sie wurden vom Boden aufgehoben und wieder verwendet. Das war nicht sehr appetitlich und hatte schon etwas skurilles, dass uns diese mehrmals gebrauchten labberigen Becher mit hygienebehandschuhten Händen gereicht wurde.
Nach 36 km waren wir wieder an einer Versorgungsstelle und da war es dann auch mit Hase geschehen. Sie schluchzte laut auf und weinte 'Ich kann nicht mehr, das sind noch über 6 km, ich bin fertig, ich kann nicht mehr' sie tat mir so leid, dass ich am liebsten mitgeweint hätte mit ihr. Ein Mädchen an der Getränkestation schaute erschrocken und mitleidig zu uns herüber.
Ich nahm meinen Hasen in die Arme und schlug vor, dass wir doch einfach gehen könnten ein Stück und wenns wieder geht, dann laufen wir weiter. Da riss sie sich los und lief weiter. Hase ist schon sehr zäh und kann kämpfen. Die Blöße des Gehens wollte sie sich nicht antun und so liefen wir auch die letzten 6 km weiter. Ich wieß ein paar mal darauf hin, dass wir gar nicht überholt werden und wir nur die ganze Zeit selbst am überholen sind, es läuft doch ganz gut, aber Kerstin interessierte das nicht sehr, sie wollte ins Ziel, egal wer überholt oder überholt wird.
Als wir am Potsdamer Platz ankamen, hatten wir nur noch 3 km zu bewältigen, sogar der Ku'Damm war schon hinter uns. Die Straße war breit und gut zu laufen. Dann kam eine Biegung nach links und in der Ferne sahen wir das Brandenburger Tor.
'Schau Hase, da vorne ist das Ziel, wenn wir da durch sind, sind wir gleich im Ziel' Aber es ist nunmal noch 2 km entfernt. Die Zuschauer wurden hier immer mehr und das Brandenburger Tor kam immer näher. Irgendwann konnte man die Quadriga gut erkennen, das Tor wurde größer und größer und da waren sie dann doch, die Emotionen, die ich bis dahin vermisst habe. Wir zwei liefen gemeinsam durch das Brandenburger Tor, an dem sich schon so viele Geschichten und Dramen abspielten. Ich berührte im vorbei laufen das Tor und hatten nun noch 300 Meter zu laufen. Hand in Hand liefen wir das letzte Stück. Die Tribünen waren voll mit Leuten die von den Seiten herunter jubelten, dann kam der Zielbogen und wir hatten es endlich in 4:44:55 geschafft.
Ich nahm meine Kerstin in die Arme und führte sie zu den Damen mit den Medaillen, wo wir eine umgehängt bekamen. Kerstin lächelte. Na also, geschafft.
Wir hielten uns auch nicht mehr lange dort auf, bekamen unseren Versorgungsbeutel und dann holte ich für meinen Schatz den Kleiderbeutel, anschließend meinen eigenen, worauf ich mich auf der Wiese vor dem Reichstag umzog. Das war auch so eine Kulisse. Im Hintergrund der Reichstag mit den wehenden Fahnen und auf der Wiese überall Verhau, Abfall, abgekämpfte Helden und gelbe Folien in die man sich wickeln konnte.
Dann verließen wir unseren Marathon und machten uns auf den langen Weg zurück zu Markus und die wunderbare Dusche danach.
Dass es Kerstin nicht so gut ging, das hat wohl viele Gründe.
Sie hat den Marathon wohl ein bisschen auf die leichte Schulter genommen, nachdem die ersten Beiden so leicht für sie waren.
Wir sind eindeutig in der Woche zuvor zuviel beim Shoppen gewesen. Den ganzen Tag auf den Beinen, das kostet einfach so richtig Kraft.
Das Training für den Marathon konnten wir einfach nicht so machen, wie es eigentlich notwwendig gewesen wäre.
Und dann war eben noch die Tagesform mit entscheidend.
Was solls. Beim nächsten mal läufts dafür umso besser.

3 Kommentare 2.10.07 13:45, kommentieren



Urlaub

So, jetzt ist er schon wieder vorbei unser 2-wöchiger Urlaub. So schnell kannst gar nicht gucken, wie die Zeit vergeht.
Aber wir haben viel erlebt und haben nebenbei halb Deutschland leer gekauft.
Überall wo man eine Stadt hingebaut hat, waren Hase und ich beim Shoppen. *übertreib*
Aber zunächst begann der Urlaub damit, dass wir zu einem Familientreffen nach Lauda gefahren sind. Weil Lauda in Baden Württemberg liegt, haben wir mit leuchtenden Augen fest gestellt, dass man da ja in den Gaststätten nicht mehr rauchen darf. Das ist echt super. Wir haben das so richtig genossen, dass keine Rauchschwade durch den Saal zog.
Und die Raucher akzeptieren es auch mehr oder weniger und gehen ohne viel murren an die frische Luft zum Rauchen (Klingt schon kurios, gell?)
Nett wars mit der erweiterten Hasenfamilie in einem schönen Hotel in den tauberfränkischen Weinbergen bei tollem Sonnenschein.

Am Sonntag war Markt in Stadtlauringen. Der Bürgermeister sah meine 'Schwiegermutti' und steuerte schon mit ausgestreckter Hand auf uns zu. Renate ist ja jetzt berühmt in der Heimatstadt, als erfolgreiche Romanautorin. Es wird wohl kaum noch jemand geben, der nicht von ihrem Buch gehört hat, bzw. gelesen hat. Hier in der Schweinfurter Gegend verkauft sich das Buch echt super. Auch in einigen Buchläden konnten wir das Buch immer wieder finden.
In Stadtlauringen kostet die Bratwurst mit Semmel 1,50€

Unter der Woche waren wir in Würzburg: Shoppen.
Wir klapperten die verdächtigen Läden ab und natürlich Buchläden. Buchläden müssen immer angesteuert werden, auch wenn man Daheim noch 25 Bücher hat, die man noch nicht gelesen hat. Ausserdem suchen wir immer das Mutterbuch und freuen uns, wenn wir es entdecken und heimlich ins Bestsellerregal stellen. Ich hab auch mal auf ein Buch Aufkleber drauf gepappt mit 'Unbedingt lesen'.
Tja, muss man ja auch unbedingt lesen, nicht wahr?
Eine Jeans konnte ich noch erstehen vom zahngebleichten, sonnenbankgebräunten Wolfgang Joop. Der Typ ist mir zwar zuwider, aber die Hose ist geil Was sie gekostet hat, sag ich nicht.
Die Bratwurst in Würzburg kostet 1,70€

Am Freitag gings zu unserem Marathonwochenende nach Berlin, aber darüber hab ich ja schon ausführlich geschrieben.
Die lange Thüringer Bratwurst kostet in Berlin 1,70€
Und in der Bahn kosten übrigens 6 Nürnberger Rostbratwürste mit Kartoffelsalat 7,20€

Ich war mit Siegfried, also 'Schwiegerpapi' ein paar mal auf dem Golfplatz. Aber natürlich nicht auf dem großen Platz sondern nur auf dem Kurzplatz. Da darf ich auch drauf. Da kann man schon mal einen Eindruck vom Golfspielen bekommen.
Auf der ersten Runde auf dem 6 Loch Platz liefs nicht so dolle und schon bald hab ich das Zählen aufgehört. Siegfried hat auf einer Bahn einen Birdie gespielt, worauf ich natürlich Beifall spendete.
Aber schon bald bekam ich auch langsam den Dreh raus, wie das so funktionieren könnte. Ich schaffte sogar am fünften Loch ein Par mit 3 Schlägen. Super, oder? Fast hätt ich sogar noch ein zweites Par geschafft. Das war kurios. Ich spielte ausserhalb des Grüns einen Putt und nach 8 Metern schrammte der Ball an der Fahne des Lochs vorbei. Schade.
Insgesamt spielte ich auf der Runde 4 Double Bogeys, 1 Bogey und 1 Par. Das heisst, 4x war ich 2 Schläge über der Lochvorgabe, einmal einen Schlag drüber und einmal eben schaffte ich die Lochvorgabe. Würde man das hochrechnen, hätte ich ein Handicap von 27 gehabt. Is scho recht Charly.
Aber eins hab ich ganz schnell gemerkt auf dem Kurzplatz: Golfspielen ist erstens nicht einfach, zweitens spannend und drittens auch noch anstrengend. Wer meint, das wär bloß ein Altherrensport, für Leute, die keinen mehr hoch kriegen, der hat einfach keine Ahnung.
Auf jeden Fall brauch ich jetzt unbedingt die Platzreife, damit ich auch mal auf die große Golfrunde kann.
Obs dort Bratwürste gibt, weiß ich jetzt gar nicht. Glaubs aber eher nicht.

Am vergangenen Dienstag haben wir noch den Geburtstag von Siegfried nachgefeiert in einem sehr guten Lokal in Schweinfurt.
Bratwurst gabs keine.

Am Donnerstag schlug unsere Stimmung schon in Traurigkeit um, denn bald müssen wir uns schon wieder trennen. Immer diese doofe Trennerei, fürchterlich ist das. Schlimm. Grausam.
Aber an dem Tag haben wir noch einen schönen Ausflug nach Coburg gemacht. Coburg ist auch so eine wunderschöne Stadt. Hat was von Bamberg, aber nicht so ganz. Ausserdem sind da nicht so viel Touristen.
Es schüttete wie aus Kübeln, als wir nach Coburg fuhren. Auf dem Weg ins Parkhaus mussten wir die Scheibenwischer auf ganz schnell stellen. Na toll. Regenschirme mitnehmen, Regenjacken mitnehmen und raus aus dem Parkhaus. Öhm. Es regnete nicht mehr. Kurios. Auch den Rest des Tages regnete es nicht mehr. Das haben wir doch prima gemacht, oder?
Wir gingen in die Fußgängerzone: Shoppen. Buchladen aufsuchen, Mutterbücher finden und leicht findbar drapieren.
Dann hatten wir aber schon wieder Hunger. Ach sieh an, ein Bratwurststand. Eine Omi verkaufte aus einem Wagen auf Holzkohle gebratene Bratwürste. Auch Coburger Bratwürste sind richtig gut. Kostet übrigens 1,50€ Wir entschieden uns für ein Doppelbrötchen und zahlten 10 Cent Aufschlag. Na die haben aber Preise.
Dann nahmen wir das Projekt Feste Coburg unter die Beine. Wenns bergauf geht, kanns net falsch sein, dachten wir und latschten den Berg hoch. Irgendwann fragten wir dann doch mal, ob wir da richtig sind zur Feste. Der Herr meinte: Klar, sie können auch über München zur Feste gehn (Gute Idee, aber was wohl ne Bratwurst auf dem Oktoberfest kostet?) Die lag nämlich in der komplett anderen Richtung. Ups. Naja, dann eben umdrehen und weiter suchen. Dann sahen wir sie auch schon im Dunst. Hmmm, weit weg das Teil. Vielleicht hätten wir noch eine Bratwurst als Wegzehrung mitnehmen sollen.
Nun liefen wir also irgendwann durch den Hofgarten. Da sahen wir auch überall laufende Männchen auf dem Boden gemalt und Schilder mit 'Marathonstrecke' Ahaaaaa. Is da wohl hin und wieder Marathon?! Bei späteren Recherchen hab ich gefunden, dass Coburg eine permanente Marathonstrecke hat, die genau ausgemessen ist und die man laufen kann, wann man eben Lust hat. Einfach ist der auch nicht, weil man da bis zur Feste hochlaufen muss. Aber schööööön ist die Strecke.
Wir kamen oben irgendwann an der Feste an und bildeten uns kulturell und geschichtlich. Genossen die Aussicht und gingen wieder runter nach Coburg. Da kam uns ein amerikanisches Pärchen entgegen, der Herr grinste uns breit an und sagte Gwüßs Gott. Da mussten wir lachen. Hase hat mit Hällou geantwortet, ich aber auch mit Grüß Gott.
Unten angekommen gings in einen Teeladen, daneben war ein Restaurant das uns ansprach, dort wollten wir später noch hin.
Aber erst mal wieder: Shopping. Rein in den Laden und in der Sportabteilung umgeguckt.
Ich sagte zu Hase, da hinten sind Inliner, kannst anziehen und durch den Laden brettern. Fand sie gut. Also Inliner angezogen und dann ist Kerstin etwas hölzern durch den Laden gesaust. Aus der spontanen Anziehaktion wurde nach über einer Stunde probieren ein Schnäppchenkauf. Statt 180 € gabs Inliner für 60 €. Ja das hat sie nicht gedacht, dass sie mit Inlinern aus dem Laden geht.
Grinsend trugen wir die Inliner ins Auto und gingen in das Restaurant, das uns so gefallen hat. Und es war wirklich nett dort. Ausserdem herrschte da Rauchverbot, obwohl Coburg zu Bayern gehört. Aber der Wirt hat den Trend erkannt. Das Restaurant war ziemlich voll.
Irgendwann kamen noch 4 Personen, setzten sich, schauten sich um. Wohl nach einem Aschenbecher. Standen auf und gingen wieder. Die Bedienung strahlte die vier an und verabschiedete die Leute mit einem zuckersüßen 'Tschüss'
Hase fragte aber trotzdem noch vorsichtshalber, ob das wirklich ein Nichtraucherrestaurant ist. Die Bedienung strahlte hier auch und meinte, ist das nicht schööööön? Ja isses. Da waren wir uns einig. Das Essen war auch vom Allerfeinsten.
Und das ohne Bratwürste.
Anschließend fuhren wir zurück in den Hasenelternstall.

Freitag mussten wir natürlich gleich in aller Früh die Inliner anziehen. In weiser Voraussicht hab ich meine ja auch dabei gehabt. Also runter auf den Radweg und Kerstin machte ihre ersten richtigen Schritte auf Inlinern. Zunächst sehr vorsichtig, aber Hase hat ganz schnell gelernt wie das geht. Und schon bald hatte sie 12 km/h drauf.
Wir gingen zum Mittagessen Heim und danach wollte Hase gleich wieder auf die Inliner. Also wieder runter an den Radweg und noch ein paar Runden gedreht. Und jetzt fuhr Hase auch locker mal mit 15 km/h durchs Gelände. Und richtig Spaß hat es ihr auch gemacht.
Ich bin mit meinem jugendlichen Leichtsinn noch einen 2 km langen Berg hoch gefahren und bin oben wieder umgedreht. Allerdings hab ich die Steigung ganz schön unterschätzt. Ich bekam einen richtigen Zahn drauf und bretterte mit knapp 40 Sachen den Berg runter. Hin und wieder legte ich mich voll in den Bremsklotz, weil es mir gar nicht mehr wohl war mit dem Tempo. Das lag zum Einen daran, dass auf der Straße ein paar Dreckklumpen lagen, zum andern daran, dass ich lieber nicht daran denken wollte, dass ich nur spärlich mit Protektoren geschützt war. Wenns mich da auf die Fresse legt, dann seh ich toll aus. Aber es ging alles gut und kam mit äusserst angespannten Beinen unten wieder an. Puh.
Ich zog dann meine Inliner aus und lief noch 5 km. Hase fuhr mit Inlinern neben mir her.
Dann hatten wir aber beide genug. Hase ist schließlich am ersten Tag mit Inlinern direkt 25 km gefahren.

Am gestrigen Samstag war dann wieder Abschied. Blöd, blöd, blöd.
Aber die 2 Wochen waren einfach nur schön mit meinem Schatz.

7 Kommentare 7.10.07 14:04, kommentieren

Geocaching

Um 13 Uhr klingelte der Wecker....
Ich hab heute was für mich Neues ausprobiert.
Als wir bei den Haseneltern waren, hat die Dr. Julia Treiber von einem Spiel erzählt, das sie mit ihrer Familie gemacht hat. Das nennt sich Geocaching.
Ich hab brav zugehorcht und mir das Prinzip gemerkt und dann jetzt Daheim ein bisschen mehr Infos darüber geholt.
Das Spiel gibts eigentlich schon länger. Wundert mich eigentlich, dass es nicht schon viel populärer ist, weil es echt spannend ist.
Worum gehts denn?
Man such sich die Webseite mit Geocaching.de und erfährt, wie das funktioniert.
In ganz Deutschland (Eigentlich kann man auch weltweit sagen) verstecken Leute wie du und ich Kisten irgendwo. In der Kiste sind Gegenstände. Man nimmt einen Gegenstand raus und tut einen neuen hinein. Schließlich aktualisiert man im Internet die Kiste.
Im Internet wird verschlüsselt gesagt, wo sich die Kiste befindet. Es gibt leicht zu findende und schwerere. Alle möglichen Spielarten gibts da. Die Position muss man mit GPS finden. Ich hab ja den Forerunner, mit dem kann ich ja auch Punkte angeben und ansteuern.
Also hab ich mir ein Rätsel im Schwesternwald ausgesucht.
Das war nicht ganz so einfach für den Anfang.
Zunächst lief ich nach Kaufbeuren zum Startpunkt, von hier gings los.
Ich kopier mal die komplette Aufgabe hier rein.

DREI SCHWESTERN WALD

Wie in alten Sagen nachzulesen ist, gab es hier einst eine Burg, in der drei Schwestern lebten. Eine von ihnen war blind.
Als es an der Zeit war das Erbe aufzuteilen, kamen die zwei sehenden Schwestern überein, die Blinde zu hintergehen. Sie füllten sich je einen Blecheimer gestrichen voll mit Gold und ließen die Schwester fühlen. Dann drehten sie den Eimer um und häuften Gold auf den Boden des Eimers. Sie ließen die blinde Schwester wieder fühlen und erklärten ihr, sie bekäme den Eimer gehäuft gefüllt, da sie ja bedürftig sei. So teilten sie das Gold unter sich auf.
Die Blinde verließ die Märzenburg um ihr Glück zu machen. Im Glauben sie hätte eine große Menge Gold zur Verfügung , ließ sie es sich wohl ergehen.
Als sie den Schwindel bemerkte und arm wie eine Kirchenmaus war, verfluchte sie die beiden Betrügerinnen.
Daraufhin versank die Burg mit den Reichtümern und den bösen Schwestern im Erdboden. Seit der Zeit sagt man sich es spukt in der Gegend. Viele haben das Gold gesucht – manche sind nicht zurückgekehrt. Doch gefunden hat es bis zum heutigen Tag niemand.
Wir haben in Archiven gestöbert und sind der alten Geschichte nachgegangen.


Die Strecke beträgt ca. 5,5 Kilometer - ist in 2,5 bis 3 Stunden zu bewältigen.


START ist bei den Koordinaten

N 47° 51.715
E 10° 37.810

Dort besteht die Möglichkeit zu parken. Allerdings ist die Abfahrt von der Hauptstraße leicht zu verpassen – langsam fahren.

Hier gibt es ein Begrenzungsschild, welches sich auf die maximale Höhe bezieht. Die Zahl vor dem Komma = A

Nächstes Ziel

N 47° 51. A*300-176
E 10° 37. 200*A+142

Begegne dem roten Helfer und frage ihn nach der Telefonnummer seines Arbeitgebers.
Bilde daraus die Quersumme = B

weiter gehts

N 47° 51. (A+B)*13-12
E 10° 37. A*200+18+B

An der Weggabelung lädt eine Bank zum Ausruhen ein – vielleicht ein wenig zu früh ? Also zählt die Bretter = C

Ein Strommast verrät gleich noch eine Zahl, auf weißem Untergrund = D

Cacher gebt acht : ihr betretet das Reich der verfluchten Schwestern.

N 47° 51. C A (D-1)
E 10° 37. 167,5*C+B

Haltet Ausschau nach der Futterkrippe . An wie vielen Bäumen ist sie befestigt ?
= E


Schon geht es weiter

N 47° 51. (925/B)*A+D*E+A+E
E 10° 37. (28+B)*D

Hier angekommen findet ihr eine Eingangstür. Die Anzahl der Längsbretter, aus denen sie besteht = F

Am Punkt

N 47° 51. (22,5+E)*C+3*D+C+A
E 10° 37. (108+F*7)*C

geht es in verschiedene Richtungen, wie viele sind es ? = G

Diese ist Eure

N 47° 51. 0 (B+D+F+C+G+E)
E 10° 37. (C*F+234+B)*A

Hier kann man sich wirklich eine kleine Pause gönnen und sich erfrischen ) .
Auf einem Schild ist ein Tier zu erreimen – wie viele Buchstaben hat das Wort ?
= H

und nun zu

N 47° 50. (C+291)*A+H
E 10° 37. (222+111)*C-212*E

Die Anzahl der Buchstaben des zweiten Wortes auf dem Schild am Baum = J

Bei

N 47° 50. 2*A , F-1 , A+E
E 10° 37. H , C , C

dem Schild mit dem “ N “ folgen, nach ca. 20 m links abbiegen.
N 47° 50. C*F*D+B*C+E+D*F+E/2
E 10° 37. J , D/E , A*A

Hier führen Sprossen nach oben : Anzahl = K

Am nächsten Ziel

N 47° 50. (A*H+E)*B
E 10° 38. 0 , E*D+F+D+A

heißt es : Augen auf und suchen ! Eine gemeißelte Inschrift beschreibt den Ort, an dem ihr euch befindet . Bildet die Quersumme aus der Jahreszahl = L



Und hier ist der Cache :

N 47° 50. (65,5+B)*J+L+B
E 10° 37. B*A-E*K , L/E



V I E L G L Ü C K ! ! !


DreiSchwesternWald – Cache Startinhalt :

- Knicklichter
- Dinosaurier Ausgrabungskit
- Burgfräulein (Playmobil)
- Hundeball
- Clownfigur
- Würfel
- Taschenrechner
- Schlüsselband

Logbuch, Bleistifte, Anspitzer - bitte im Cache lassen



Vom Ziel aus Richtung Start-Koordinaten gehen. Nach ca. 380 Metern trifft man auf eine Teerstraße, die direkt zurückführt.


Ich hab mich ganz gut gemacht. Es ging hinein in den Wald, ich konnte die Rechnungen herausfinden und fand Punkt für Punkt.
Zweimal hab ich mich aber doch verrechnet, aber als ich mitten im Wald stand, dacht ich mir schon, dass das wohl eher nicht stimmt. Also nochmal rechnen und neues Ergebnis ins GPS eingegeben. Dann fand ich auch einen schmalen Pfad. Unten war eine Bank.
Hätt ich ja nie gedacht, was in dem Wald alles rumsteht, dabei dacht ich immer, ich kenn den einigermaßen von meinen Läufen.
Weiter gings und es wurde langsam kalt.
Einmal wars auch lustig. Ich lief mit Zettel und Bleistift in der Hand vor mich hin, vor mir war ein Paar mit 4 Hunden. Klar dass die ihre Hunde zur Seite gebeten haben, aber ich überholte nicht, ich guckte immer auf meine Uhr, machte ein paar Laufschritte, blieb wieder stehen, grüßte die Leute, blieb stehen. Der doofe Punkt musste doch irgendwo sein? Na Ätsch. Ich war 400 Meter daneben. Lustigerweise bin ich an dem eigentlichen Punkt direkt vorbei gelaufen.
Dann lief aber alles glatt, bis zur letzten Aufgabe. Da stand ich auf einer kleinen Lichtung und der Weg war zu Ende. In der Aufgabe hieß es ja, Augen auf. Irgendwo muss ein Stein stehen, wo was eingemeißelt war. Ich fand und fand ihn einfach nicht. Er war nur 5 Meter von mir weg, nix zu sehen. Dann keilte ich mich durch die Büsche und da stand er.
Mir entfuhr ein komisches quietschendes Geräusch, so überrascht war ich, dass der Stein da stand.
Ich las was drauf stand und notierte die Zahl. Es war ein Gedenkstein über die hintere Märzenburg in den Tälern der Wertach und Geltnach, oder so ähnlich.
Nun musste ich die letzte richtige Position eingeben und dort sollte die Kiste stehen. 500 Meter lief ich, dann kam ich an die Stelle.
Das war ja aufregend. Ich guckte in die Büsche, schaute immer wieder auf die Uhr, ob ich näher ran komm, oder ob ich weiter weg bin, ich suchte und suchte und es war schon recht duster. Aber ich fand die Kiste einfach nicht. Nach 20 Minuten ließ ich es bleiben. Vielleicht hab ich mich doch verhauen mit der Rechnung. Aber beim Nachrechnen Zuhause stimmte alles. Ich war am richtigen Platz. Schade, dann werd ich morgen nochmal hinlaufen und die Kiste nochmal suchen. Es war nämlich mittlerweile saukalt und es wurde immer dunkler. Also musste ich Heim.
Ich habs mir ja schon leichter vorgestellt. Aber ich mags lieber kniffelig. Da war das schon echt super. Ich war auch über 3 Stunden unterwegs und das für 12,4 km.

14 Kommentare 10.10.07 23:25, kommentieren

@Richard

Hallo Richard
Ich hab deine Mailadresse nicht
Der Immenstadtlauf mit den 10 km ist eigentlich so gut wie flach. Es geht nur 2x den Illerdamm nach oben. Insgesamt werdens wohl höchstens 10 Höhenmeter sein.
Aaaaaber: Als ich den gelaufen bin, hatte er nur 9,6 km.

3 Kommentare 15.10.07 20:32, kommentieren

Geocachingkarriere

Das Geocaching mach süchtig.
Da hab ich ja wieder was angefangen. Schlimm.
Am Samstag hab ich im Internet einen Cache gesehen, der nur 300 Meter von mir Daheim weg war. Also schnell Heim und suchen.
Aber es geht dazu einmal supersteil nach oben. Ich bin über eine besetzte Viehweide gelatscht, über den Elektrozaun gestiegen und hab gehofft, dass ich nicht einen Schlag, öhm, im Schritt bekomme. Aber nix passiert. Weiter nach oben gekrabbelt und durch den Wald gestolpert, über einen Stacheldraht gestiegen und wieder gehofft, dass nix passiert.
Oben angekommen hatte ich eine Superaussicht in die weit entfernten Berge. Schön.
Nu aber suchen. Eine Bank stand rum, ich guckte die ganze Zeit auf meine Uhr und dann müsste ich eigentlich an der Stelle sein. Ich suchte um mich herum und dann entdeckte ich am Fuß eines Baumes meinen ersten gehobenen Cache. Eine kleine Schachtel mit einer Größe von 15x10x8 cm. Das war ja echt ein Kick für mich. Ich machte die Schachtel auf, nahm ein Püppi raus und legte Batterien rein, für die ich selber keine Verwendung hab. Dann schrieb ich noch einen Servus in das beigefügte Logbuch rein und machte die Schachtel wieder zu. Rein wieder in den kleinen Hohlraum und schön mit Moos wieder bedeckt. Das war mal so richtig aufregend. Zurück lief ich dann aussenrum. Statt 300 Meter waren es aber 2,5 km.
Als ich Daheim war, stellte ich fest, dass ich den Kuli aus dem Cache mitgenommen hatte. Mannnn.
Also bin ich am nächsten Tag nochmal rauf, wieder quer am grasenden Vieh vorbei und den Kuli zurück gebracht.
Stolz wie nochwas war ich auf mich.
Gleich wieder ins Internet geguckt, wo es noch einen Cache gibt.
Aha, am Bachtelsee. Die Strecke kennen wir aus den Charlyeinträgen auch als Hasenrunde. Ich kenn mich aus.
Also bin ich bei meinem nächsten Lauf zur Wertach und hab das Rätsel gelöst, das aus 5 Teilen bestand. Ne, gelöst ist so nicht ganz richtig, ich bin nämlich in eine Rätselfalle getappt und wenn man da rein tappt, findet man den Cache in 100 Jahren nicht.
Die Leute schauen schon seltsam, wenn man mit Stift und Zettel durch die Gegend rennt, ab und zu stehen bleibt, etwas auf den Zettel schreibt, auf die Uhr guckt, sich einpeilt und weiter läuft.
Bis zum Bärensee lief ich, löste das letzte Rätsel und konnte die Koordinaten eingeben, wo der Cache liegt. Aber wie gesagt, ich hab ja eine Aufgabe falsch gemacht. Auf jeden Fall fand ich mich mitten auf einer Wiese wieder. Ein Westernclub auf Pferden lief an mir vorbei und überlegte kollektiv, was ich für ein gottverdammtes Problem habe, weil ich mitten auf einer Wiese stand, den Kopf schüttelte und auf die Uhr starrte.
Irgendwas stimmt da nicht. Enttäuscht lief ich Heim. Zuhause las ich mir die Aufgaben nochmal durch und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Haaaaaaaa, reingelegt. Ich besserte den Fehler aus und lief am nächsten Tag wieder am Bachtelsee vorbei. Ich hab die Koordinaaaten, ich hab die Koordinaaaaten. Ich hebe diesen Cache, ich hebe diesen Cache, Trallalaaaa, dudeldum.
Ich kam an der Stelle an und musste 15 Meter in eine Wiese. Aber das sieht doch schon ganz anders aus, überall Bäume und Wurzeln wo man einen Cache verstecken kann.
Ich suchte
und suchte
und suchte
und suchte
und suchte
und suchte
und suchte
NIX
Ich lief weiter zum Bärensee, vielleicht hab ich da einen Fehler gemacht. Ich grübelte und lief und grübelte und lief und dann
ICH TROTTEL
Ich hatte vergessen in der Rechnung 45 abzuziehen. Abrupt bremste ich auf dem Kies, dass es staubte, gab sofort die Koordinaten ein und lief sofort zurück.
Ich lief an der vorigen Stelle vorbei und noch etwa 200 Meter weiter. Aber jetzt stimmt alles, JETZT STIMMT ALLES, IST DAS KLAR?
Ich kam in einem Wäldchen an, suchte und schaute auf die Uhr und suchte wieder ein bisschen und dann blitzte in einer Wurzel etwas rotes auf. Ich nahm das Moos und die Wurzeln zur Seite und HAAAAAAAAA da lag der Cache, schön eingepackt in einer Tüte. Ich breitets den Inhalt vor mir aus, nahm ein Püppchen raus und legte eine Tonvase rein.
Dann wieder meinen Servus ins Logbuch, alles wieder eingetütet und zurück gelegt. Mein zweiter Cache. Das musste ich natürlich sofort meinem Schatz berichten.
Dann kam der gestrige Montag. Der Cache hieß 'Die vergessene Burg'
Hinter dem Bachtelsee irgendwo liegt der Cache an einem Gedenkstein versteckt. Ich hatte schon eine Ahnung, welchen Weg ich nehmen musste. Man kennt sich als Läufer ja aus. Es war eine Gegend, in der ich mich schon mal mit Kerstin aufs Gründlichste verfranst hab. Damals keilten wir uns durch den Wald nach unten, diesmal keilte ich mich durch den Wald nach oben. Ziemlich steil gehts hier nach oben, ich kletterte die Anhöhe nach oben und stand dann direkt an dem Gedenkstein. Meine Güte, ist es zu fassen, was man alles entdeckt, was man sonst niemals im Leben auch nur vermuten würde? Hier wurde im Jahre 930 eine Burg gebaut, aber nicht fertig gestellt. Es handelt sich um eine sogenannte Fluchtburg vom Fürst von Freyberg zu Hirschzell. Noch im Jahr 1780 nannte man die Stelle Freiberg. Allerdings ist die Stelle jetzt nahezu vergessen. Dank Geocaching hab ich diese unglaubliche Stelle gefunden.
Aber es musste ja noch der Cache gefunden werden. In der Nähe des Steins, wieder unter einer Wurzel fand ich den Cache auch. Es war ein Röhrchen von 15cm Länge und 3 cm Durchmesser. Darin lag eine kleine Pergamentrolle und ein Bleistift, in der man sich eintragen konnte. Natürlich machte ich das auch und las auch noch die Einträge von meinen Vorgängern. Wieder so ein aufregender Fund.
Dann suchte ich den Weg durch den Wald, der mich weiter nach Hinten in Richtung Mooshütte bringen würde. (Achja, in der Nähe der Mooshütte gibts auch einen Cache, der wird demnächst gesucht)
Nach einer ausgiebigen Umgehung der Stelle kam ich dann nach 10 km wieder Zuhause an.

Wer Lust hat bei der Sache mitzumachen, ist herzlich eingeladen.
Unter Geocaching.com oder Opencaching.de kann man sich selbst kostenlos anmelden und der Cachesucherei fröhnen.
Das ist natürlich nicht nur für Läufer was, sondern für Wanderer und die ganze Familie.

5 Kommentare 16.10.07 14:14, kommentieren

Sportstress

Oh, was hab ich für einen Stress.
Der Sportstress ist ausgebrochen. Aber das macht nix.
Was is los?
Tja, ich hab vor 3 Wochen mal die Golfclubs in unserer Gegend kontaktiert, damit ich nächstes Jahr die Platzreife machen kann. Aber ups, jetzt rief mich letzte Woche ein Herr an, der mir sagte, dass er mit mir evtl. noch die Platzreife machen kann.
Wasislos? So schnell? Wie jetzt?
Ja, ich kenn mich doch scho a bissal aus, ich könnte ja vorbei kommen, dann sieht er wie ich mich so anstelle, dann könnte das ja vielleicht noch klappen. Nach dieser Woche ist der Golfplatz definitiv Winterfest gemacht.
Ja, öhm, klar. Ich komm mal schnell vorbei.
Also bin ich am vergangenen Samstag im Schneeschauer zum Golfplatz an der Hammerschmiede gefahren und da traf ich mich mit dem Golflehrer, dem Wilfried.
Ja, dann schau ma mal, ob ich was kann.
Der Lehrer hat mir dann zugeguckt, wie ich so putte.
Legte mir ein paar Bälle vor die Löcher, erklärte die Technik und ich solle versuchen die Bälle zu lochen.
Klonk, klonk, klonk, klonk, klonk, klonk. Alle versenkt. Und nu?
Er legt mir die Bälle immer weiter vom Loch weg, ich solle versuchen zu putten, oder bei Bällen die weiter weg sind einen Annäherungsputt machen.
Klonk, klonk, klonk, klonk, Annäher, klonk.
Einen hab ich knapp neben das Loch gelegt.
Und jetzt?
Öhm, super, das klappt ja prima, gemma Pitchen und Chippen.
Beim Chippen klappte das nicht so recht, beim Pitchen schon eher. Aber es gibt 100 Sachen zu beachten an der Technik, ist klar, dass ich das erst mit einiger Erfahrung hinkrieg.
Ich tat mir ziemlich schwer mit der Gewichtsverlagerung. Chippen und dabei das Gewicht auf den linken Fuß. Schwer.
Dann noch ein bisschen Pitchen und versuchen wenigstens den Ball einigermaßen zu treffen. Heidanei, da flogen die Bälle aber wild durch die Gegend. Mir erklärter Technik hab ich in der überdachten Driving Range erstmal dem Wilfried zwei Bälle neben die Ohren geschossen. Mit lautem Knall rein in die Bretterwand, Wilfried zuckte nicht mal zusammen. Und um noch FORE zu rufen, war die Entfernung etwas kurz.
Nach den 2 Stunden hab ich dann selbst noch ein bisschen gepitcht, gechippt und geputtet. Ohne Lehrerdruck kann ich dann selber auf meine Technik achten.

Am nächsten Tag wurde wieder an der Technik geübt und dann versuchten wir auch mal die Bahn 1.
Totaler mentaler Stress. Jetzt kommts drauf an, der Ball muss da vor. Schwing, schwing und raus das Ding.
Naja, ging so. Das Par 3 Loch hab ich mit 5 Schlägen gespielt. Das Putten ist ein bisschen fies, weil jetzt doch noch Schnee stellenweise rumlag (Welcher Irre macht auch die Platzreifeprüfung im Schnee???) Das Puttinggreen auch net im besten Zustand war, aber der Lehrer lobte mich.
Danach noch ein paar Bälle gedroschen und immer öfter dieses befriedigende
KLOCK, WUUUSCH, PFFFT, PFFFT, PFFFT gehört. Man spürt und hört und sieht es, wenn der Schlag geil war. Natürlich noch ein bisschen Chippen üben und kurze Distanzen Pitchen. Es geht schon besser.
Nach mir hatte der Wilfried noch Vater und Sohn zu Belernen.
Papi war der Typ Neureich, kam natürlich aus München daher und hatte bei seiner zweiten Stunde mit Sohnemann die absolute Topausrüstung am Mann. Voller Schlägersatz, Topgekleidet, incl. Golfschuhen, Golfmütze und alles was das Herz begehrt, 9- Jähriger Sohnemann das Gleiche in klein.
Ich bekam es zwangsläufig mit, wie die zwei auf der Driving Range die Bälle kloppten. Bei Papa Neureich flog kein Ball. Jeder Ball wurde entweder verfehlt, oder wurde nur am Nordpol getroffen (Sagt mein Lehrer immer, wenn man ihn oben trifft, du musst Südafrika treffen)
Das Ergebnis war dann, dass der Ball mit Karacho am Boden entlang schleifte, ohne dass er auch nur einen Meter in die Luft stieg. Lustigerweise hat der Sohn öfters mal nen Ball getroffen.

Gestern war der dritte Tag.
Wir übten erst wieder ein bisschen Pitchen aus verschiedenen Distanzen und auch das Pitchen aus dem Bunker. Putten kann ich ja Meine Güte ist das schwer. Musst ja praktisch das Sandkissen mitsamt dem Ball aus dem Bunker kriegen.
Auch mental erklärt mir der Wilfried einiges. Als er mir sagte, ich solle vom Gras über den Bunker spielen. Ich soll den Bunker vergessen, der ist nicht da. Denn sobald du Bunker denkst, spielst du auch in den Bunker rein.
Ich werde es aber nicht vermeiden können und werde hier jetzt ein paar mal in den Bunker spielen. Das ist einfach so.
Ich nahm Ziel und spielte erstmal die ersten 7 Bälle sauber über den Bunker aufs Green, bis ich einen Ball endlich mal in den Bunker segeln ließ. Der Wilfried war schon ganz verzweifelt, weil ich so gut drüber gespielt hab.
Aber ich soll doch den Bunker ausblenden und nur die Fahne im Blick haben. Hab ich auch total umgesetzt und ich hab auch gemerkt, bei dem Ball den ich in den Bunker gespielt habe, hab ich wirklich an den Bunker gedacht und plumps war er drin.
So, nu gings aber wieder auf den Platz, wir spielten verschiedene Löcher und machten noch ein bisschen Regelkunde. Golf besteht ja einfach aus der Regel 'Spiel den Ball so wie er liegt und spiel den Platz, wie du ihn vorfindest' Ganz einfach. Bloß blöd, dass es etwa 500000 Ausnahmeregelungen gibt und die sollte man eigentlich wissen.
Ein Loch spielten wir, da stand vor mir ein Netz, das die Leute von einem andern Abschlag schützt vor meinem Abschlag. Wilfried meint, ich müsste eigentlich über das Netz spielen, danach geht es nach einer Biege nach links weiter.
Aber das Netz???? Da könnt ich doch rein hauen?
Aha, schon wieder vergessen, dass man das Hindernis einfach ausblendet. Denk ich Netz, treff ich Netz. Also ausblenden, Schwung holen und super über das Netz gespielt. Ball liegt auf dem Fairway, Lehrer lobt mich.
Dann sollte ich weiter in Richtung Fahne spielen, am besten vor den Graben da vorne.
Ich sach, der Graben ist doch gar nicht da?! So rein mental mein ich.
Ich hau den Ball mit einem herrlichen KLONK, WUUUSCH zwischen das Baumspalier, Ball fliegt über den Graben und bleibt wunderbar dahinter auf dem Fairway liegen. Mein Lehrer schmeisst seinen Schläger von sich und klatscht begeistert.
Er hat sich gar nicht mehr eingekriegt und mich mit Lob überschüttet. Meine Güte, ich komm gar nicht mehr raus aus dem Rot werden.
Dann noch zwei Schläge bis ich auf dem Grün war und das wars.
Es lief echt prima an dem Tag. Nach den Stunden hab ich dann noch sehr viel gepitcht und die Bälle vom Feld der Driving Range in Richtung Pitching Green gespielt. Normal ist das ja total verboten dort rumzulungern, aber ich hatte die Erlaubnis, weil wirklich niemand auf der Driving Range war und auch nicht kommen würde. Ist ja Winter
Die Technik beim Pitchen hab ich jetzt auch ziemlich gut verinnerlicht. Dann noch an den Abschlag der Driving Range und noch etliche Bälle hinaus gedroschen.
Super war das.
Klock, Wuusch, klock, wuusch, klock, wuusch. Einer nach dem andern mit der richtigen Richtung hinaus damit.
Jetzt hab ich am Freitag noch eine Doppelstunde und am Samstag mach ich dann auch schon die Platzreifeprüfung.
Das geht doch zackig, oder?

Nebenbei geh ich ja auch noch laufen und geocachen.
Ich hab schon 9 Caches gefunden. In Kaufbeuren sind ein paar versteckt, in Marktoberdorf auch. Es gibt schon noch einige in der Gegend. Aber dann heisst es irgendwann, dass ich mit dem Auto irgendwohin fahren muss um Caches zu suchen. Ist ja auch ok, dann lauf ich eben in einer andern Gegend herum, als auf meinen üblichen Laufstrecken.
Es ist immer wieder spannend einen Cache zu suchen und dann auch zu finden, die Logeinträge zu lesen, selbst den Servus rein schreiben und wieder verstecken.
In Kaufbeuren gibts noch einen lustigen Cache.
Der ist vielleicht so 1,5 cm³ groß. Darin ist nur ein winziger zusammen gerollter Zettel, auf dem man sich einträgt. Der Cache ist mitten in der Fußgängerzone und jeder könnte ihn eigentlich sehen, aber die Muggels sehen in einfach nicht. Witzig.
Ich hab ihn auch gleich entdeckt. Das Problem ist, dass man sich ja völlig unauffällig verhalten muss, um den Cache zu bergen, zu öffnen, rein zu schreiben und an seinen Platz zurück zu bringen. Aber ich bekam es gut hin.
Auch im Kaufbeurer Park kniete ich mich im Matsch hin um einen Cache zu suchen. Ich fand ihn dann auch und genau als ich ihn wieder zurück legte, kamen zwei Muggels daher und schauten mich komisch an, wie ich da wieder zum Vorschein kam. Bestimmt ein Drogendealer oder sowas. Die haben mich schon sehr skeptisch angeguckt. Man, sowas sollte nicht vorkommen. Aber auch wenn die sich vornehmen würden was zu suchen, was ich da gemacht habe, sie würden den Cache nicht entdecken, ätsch. Genauso wie beim Gleis 9 3/4 in Harry Potter. Das finden die Muggels auch nicht.

Ups, ganz schön lang geworden. Ich wollte doch noch schreiben, dass Männer immer noch Jäger sind und sich nicht jagen lassen wollen. Aber das erzähl ich das Nächstemal

9 Kommentare 24.10.07 14:34, kommentieren

Ich beiß gleich in den Schläger

Ja Klock Wuuusscccchhh
Hätt ich gern.
Aber ich bin wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet.
Meine Fresse, morgen ist Platzreifeprüfung und heute war Generalprobe.
Ich sag nur
AUWEIA!!!
Gestern war ich noch sehr optimistisch, dass ich die Prüfung mit Glanz und Gloria schaffe. Jetzt bin ich eher der Meinung, dass der Glanz ein bisschen matter ausfallen wird. Das Gloria sparen wir uns ganz.
Zunächst war ja alles wunderbar, ich hab eine Stunde lang auf der Driving Range und am Putting Green geübt wie blöd.
Ich spielte alle Bälle über den Bunker mit dem Pitching Wedge. Die Abschläge waren vom Feinsten, immer schön KLONK WUUUSCH, das Chippen hat einigermaßen funktioniert.
Dann gings auf den Platz.
Bahn1: Probeschwung neben dem Abschlag, wunderbar.
Ball ansprechen (Hallo Ball, ich bins, der Charly, ich hau dich jetzt da vor zur Fahne, wenns recht ist) Neeeiiin ansprechen heisst es, wenn man seinen Stand einnimmt und den Ball anvisiert.
Also raus mit der Knolle. Passt, schönes Klonk Wuusch. Ha, wär doch gelacht.
Dann weiter gespielt und das Par3 Loch mit 5 Schlägen erledigt. Super, das wären 3 Stapleford Punkte und für die Prüfung brauch ich 12 Punkte. So kanns weiter gehn.
Aber schon auf der nächsten Bahn ging das Drama los.
Der Kopf war kaputt. Ich setzte mich so unter mentalen Druck, dass ich den größten Bockmist veranstaltete. Da haute ich den Ball nach vorne, traf dann natürlich den einzigen Bunker weit und breit. Super. Und weils im Bunker so nett ist, hab ich den nächsten Schlag um sagenhafte 2 Meter weiter geschafft. Ball lag immer noch im Bunker. Hurra. Dann hab ich den Ball irgendwann aufs Grün bekommen und hab dort noch 3 Putts gebraucht. Ein Wahnsinn. Ab da war eh Hopfen und Malz verloren. Ich spielte mal einen Abschlag direkt in ein seitliches Wasserhindernis. Dann spielte ich mal statt aufs Grün ins Aus und fand den Ball zudem nicht mehr.
Bei dem Dogleg, wo mein Lehrer noch so begeistert den Schläger von sich warf am letzten Dienstag, war heut der Hund verreckt. Der erste Schlag ging noch, den zweiten klatschte ich in die Bäume. Zum Glück fiel er nur ins Rough. Dann wieder schön gezielt und den Ball voll getoppt. Ball rutscht 2 Meter von mir weg. Aber jetzt. Jawohl. Ball fliegt 5 Meter. Es geht voran. Dann hat doch mal ein Schlag geklappt, aber dann musste ich noch 3x putten. Meine Güte.
Zum Schluß hin gings dann aber wieder einigermaßen. Ich war einfach die ganze Zeit viel zu verkrampft. Der Probeschwung war gemäß Lehrer vom Feinsten. Einer besser als der Andere. Aber sobald ich auf den Ball zielte, zog ich die Schultern hoch und lehnte mich zurück. Klar, dass man so den Ball nicht ordentlich treffen kann. Zum Mäuse melken, sag ich euch.
Irgendwann waren die Löcher gespielt und ich hab mich wieder auf die Driving Range begeben. Diesmal mit dem Holz Bälle dreschen. Und siehe da?! Die Bälle flogen, dass es eine wahre Freude war. 150 Meter, 175 Meter, soweit weg, dass ich den Ball aus den Augen verlor. Auch mit dem 7er Eisen fliegen wieder die Bälle 125 Meter weit.
Später beim Pitchen, die meisten Schläge passten einigermaßen. Solange ich nicht auf dem Platz bin.
Naja, machen wir uns doch nicht verrückt deswegen. Ich versuch da morgen möglichst locker hinzugehen. Schaffen werd ich die Prüfung eh. Is doch wurscht ob mit 12 oder mit 20 Punkten.
Ich bin trotzdem gespannt wie es ausgeht.
Ihr dürft mir gern die Daumen drücken

4 Kommentare 26.10.07 20:31, kommentieren

Veni vidi Golfi

Gestern war also die Platzreifeprüfung
Es ist wohl doch etwas dran, wenn man die Generalprobe verhagelt, dann klappt das mit der Premiere.
Um 13 Uhr klingelte der Wecker......
.... Falscher Text, sorry.
Also um 14 Uhr fuhr ich zum Golfplatz und wurde schon vom Golflehrer erwartet. Heute gibts Platzreife, Charly bist fit?
Hm, ja. Mir tut nur alles weh von den 300 Bällen, die ich gestern raus gedroschen hab.
Ja, das ist schön, also packen wir es an.
Erstmal ein paar Bälle Klonkwuschig von der Driving Range weg geballert, dann rüber zur Bahn 1 und den Ball begrüßt angesprochen. Na, wie gehts Ball? Heut gibts wieder Prügel.
Charly bleib locker. Charly schwingt und haut den Ball auf den Fairway. Waren zwar nur 80 Meter, aber das passt schon. Da war ich aber heilfroh, dass gleich mal der erste Schlag gut gesessen hat. Mein Lehrer plauderte mit mir recht angenehm, wenn wir zum Ball liefen und er stellte mir immer Fragen zu Spielsituationen. Was darfst du machen, wenn der Ball im Aus ist, was machste, wenn der Ball im Bunker liegt, an einem unbeweglichen Hemmnis usw.
Ich weiß es Herr Lehrer
Dann am Ball angekommen, einen relativ guten Pitch gemacht, knapp vor das Grün, einen Chipp und noch 2x für den Putt. 5 Schläge bei einem Par 3 Loch, das sind 3 Stapleford Punkte. 12 brauch ich ja, gell?
Siehste Charly, nu hast du schon 3 Punkte, gar nicht so schlimm oder?.
Er fragte mich dann noch ein bisschen schön aus über die Regeln, ich antwortete meist richtig.
Es lief eigentlich gar nicht schlecht.
Wir kamen an die nächste Bahn, aber nicht Bahn 2. Wir spielten erst die Schwereren, wenn nötig, können wir dann noch die leichten Bahnen nehmen.
Häh? Na gut. Also an ein Par 4 Loch.
Holz raus und Ball losgeschickt. Ich dacht, mir bleibt das Herz stehen. Fliegt der Ball doch tatsächlich in Richtung seitliches Wasserhindernis auf die Bäume zu, aber ole, ole, er blieb 2 Meter vom Wasserhindernis entfernt liegen. Dann brauchte ich noch einen Schlag mit dem 7er Eisen, noch 2x Pitcher, 1x Chippen und noch 2 Putts. Verd..... Sch.....
Ich hab ab da nicht mehr mitgezählt. Aber im Nachhinein ist mir ja klar geworden, dass ich ja 7 Schläge gebraucht habe. Passt doch, wieder 2 Punkte. Aber das fiel mir wie gesagt erst viel später wieder ein. Ich hatte das Gefühl es läuft schlecht.
Dann kam das Dramaloch vom Vortag, wo ich etwa 10 Schläge gebraucht habe. So um den Dreh rum.
Rrrrraus mit dem Holz und rrrrein in den Wald. Vom Abschlag aus gehts theoretisch geradeaus. Das Grün ist etwa 20 Meter höher auf einem großen Hügel zu entdecken. In 80 Metern Entfernung nur eine Schneise von 15 Metern. Links alles voller Bäume, rechts auch.
Also Holz geschwungen und Huuiiiiii ging der Ball Klockerdiklock in die Bäume hinein.
DANKE!!!! Hmpf.
So stellte ich mich auf das Schlimmste ein, aber guckeda, der Ball schaffte es hinter den Bäumen noch 10 Meter weiter. Hei super. Dann noch mal mit dem 7er Eisen drauf gedroschen, recht gut erwischt, aber viiieeeel zu kurz. Nochmal 7er Eisen, 2x Pitchen. Aber dazu kam ja noch der Hügel auf den ich hoch musste. Nicht aufs Grün geschafft, nochmal Chippen, 2x Putten, danke schön. Mal zusammen zählen. 8 Schläge, also gabs nur einen Punkt dafür.
Dann gings wirklich in den Wald hinein. Erstmal den Abschlag erklimmen, der ziemlich hoch lag. Das Loch lag unten, 30 Meter tiefer und 150 Meter weit weg. Da wenn du drauf hämmerst, ist der Ball im Aus. Spielst du zu leicht, liegt der Ball im 2 Meter hohen Farn. Aber ich traf ganz gut, Ball flog 90 Meter. Passt scho. Vorallem, weil links noch ein Teich lag, rechts das Aus lauerte. Ich schaffte es mit 2 weiteren Schlägen aufs grün und hatte noch 3 Schläge übrig zum Putten. Die brauchte ich auch. Das Grün war aber auch saufies, nirgends war es eben und es hatte wirklich noch einen Hügel. Spiel ich bergab, geht der Ball am Loch vorbei und rollt noch 10 Meter. Spiel ich nach oben, wird der Ball bestimmt viel zu kurz. Dann kommt auch noch die Gefahr dazu, dass der Ball direkt wieder zurück gerollt kommt. Aber gut, ich habs mit 3 Putts geschafft, insgesamt 6 Schläge, zwei Pünktchen dazu.
Dann kam noch ein Par4 Loch dazu, an das ich mich gar nicht so recht erinnere, schließlich das Loch 9. Ein Par 4 Loch. Ziemlich lang. Mit Holz und Eisen und Pitch und Chip und Putts hab ich das Loch dann auch schön geschafft. Schwierig war, weil der Fairway zum Ziel hin immer schmaler wurde, deshalb hab ich doch recht kurze Schläge gemacht.
Nach diesem Loch, wir haben 7 Löcher gespielt streckt mir der Wilfried, mein Lehrer die Hand entgegen und gratuliert mir recht herzlich zur bestandenen Platzreifeprüfung.
Wie jetzt? Jetzt schon? Aber da fehlen doch noch 2 Bahnen?
Brauch ma net, ich hab schon die 12 Punkte.
Achsoooo?!?! Das ist ja geil. Na gut, dann danke schön.
Und Theorie? Ja, die hab ich auch geschafft, er hat sich durch die ständige Fragerei ein Bild von meinen theoretischen Kenntnissen verschafft, das waren genauso Fragen aus dem Multiple Choice Test und das hab ich ja hervorragend gewusst.
Aha.
Nebenbei hat er mich auch noch über die Etikette ausgefragt. Hab ich auch gewusst.
Aha.
Dann war das eigentlich recht stressfrei und so nebenbei mitgemacht.
Ich bekam dann einen offiziellen Zettel mit Stempel und so, dass ich jetzt die DGV Platzreife und Handicap 54 hab.
Freuhüpf
Mein Lehrer verabschiedete sich dann in den wohlverdienten Urlaub, der nur 5 Monate dauert. Aha
Ich ging danach nochmal an die Driving Range und haute noch etliche Bälle raus und weil ich ja jetzt die Platzreife hab, ging ich nochmal auf die Bahn 1, ich darf das nämlich

So, jetzt muss ich mich mal nach Schlägern umgucken.
Hm, keinen Dunst hab, was man da nimmt. Komplettset? Halbsatz?
Ich habs, ich hol mir gleich das Superduperkomplettset von Callaway für 2500€
Hm, ähm, lieber doch nicht.
Ich weiß es nicht, ich hab schon stundenlang recherchiert.
Und dann kann es los gehn mit der Jagd auf das niedrige Handicap.

7 Kommentare 28.10.07 21:05, kommentieren