Archiv

Geocaching as hard as it can

Ich geh ja seit ein paar Monaten dem Hobby des Geocachens nach. Infos gibts hier, wie das funktioniert.

Klickerdiklick

Es ist ja interessant, dass man entweder Geocachingfetischist wird, oder damit überhaupt nix am Hut hat.
Ich gehör zu Ersterem, Hase zur anderen Clientel. Sie ist eher gelangweilt davon, findet es aber toll, dass mir das so Spaß macht. Und Spaß macht es, auch wenns manchmal ganz schön happig ist.

So auch am Mittwoch Abend.
Ein Cachekollege kommt von mir im Ort. Ich kannte ihn auch schon vom Sehen her, weil er ein spezielles Geschäft in Biessenhofen führt.
Wir hatten schon ein paar E Mail Kontakte und haben uns schließlich für einen Cache verabredet, den man lieber nicht alleine angeht.
Das Teil ist ein Nachtcache und kann unmöglich bei Tageslicht gemacht werden. Ich erklär gleich warum.
Wir verabredeten uns für 19 Uhr und es sollte auch ganz schön kalt werden. Schon beim Hinfahren nach Kaufbeuren hatte es läppische Minus 10°. Aber das war zum Glück auch der Tiefpunkt. Der Cache heisst 'Highway to hell' und es heisst, dass man für diesen Cache etwa 3 Stunden einplanen sollte.

Da stehts drin

In Kaufbeuren holte ich Martin an einer Tankstelle ab und dann gings mit Rucksack, Schaufel und drei Taschenlampen hinüber nach Bickenried. Das ist ein Kaff hinter Irsee, bestehend aus einem Gutshof und...... nix mehr. Also voll die Pampa.
Nun schön die Mütze auf die Birne und hinaus in die Kälte.
Wir peilten den ersten Punkt an und marschierten auf einem Pilgerweg, der sich D'Höll oder so nennt. Daher stammt auch der Name des Caches.
Nach ein paar hundert Metern erreichten wir den ersten Punkt und leuchteten nun mitten im Wald in der Gegend herum. Irgendwo muss ein Reflektor befestigt sein. Wir suchten und suchten und dann sahen wir in 50 Metern Entfernung die Reflektion. Freudig stapften wir durchs Gehölz und erreichten den Baum, an dem ein kleiner Reflektor angeschraubt war. Aha, so sieht das also aus. Unten an dem Baum war ein Zettel mit einer Schnur befestigt, worauf ein Buchstabe, eine Zahl und eine Rechnung drauf stand. Das muss man nun ausrechnen und hat damit die nächsten Koordinaten.
Wir stellten unser GPS ein und latschten weiter über Stock und Stein den direktesten Weg zum nächsten Punkt. Der Schnee und das Eis macht es nicht unbedingt leichter und trotz der Kälte wurde es uns recht warm.
Wir fanden wieder den Reflektor, sollten uns umsehen und fanden auch schon den nächsten. Wieder das gleiche Spiel. Buchstabe und Zahl von dem Kärtchen ablesen, Kärtchen wieder verstecken, Rechnung ausführen, Koordinaten eingeben und den nächsten Punkt ansteuern. Zunächst kamen wir recht gut voran. Manchmal staunten wir auch über die Dreistigkeit des Cacheowners. (Owner ist Derjenige, der den Cache ausgetüftelt hat) Einen Reflektor hat er direkt hinter einen Jägerstand angebracht. Der Jäger müsste sich am Tag nur umdrehen und fände den Reflektor und würde rätseln, was das denn wohl zu bedeuten habe. Aber die Reflektoren sind nicht sehr groß und der Jäger hat keinen Grund sich umzudrehen.
Wir suchten den nächsten Punkt auf und standen nun mindestens 20 Minuten mitten auf einer schneebedeckten Wiese und suchten den nächsten Reflektor. Wir waren schon recht verzweifelt, weil wir ihn nicht fanden. Martin ist dann auf einen weiteren Jägerstand gestiegen und hat in der Gegend rumgeleuchtet und tatsächlich, etwa 100 Meter entfernt leuchtete uns der Reflektor entgegen. Aber dieser war auch schwer zu finden, weil der Owner den Reflektor noch verkleinert hat. Boah, das wird ja immer schwerer.
Durch das lange Suchen bekam ich dann doch ganz schön kalte Füße und das Reden fiel auch schwer, weil das Gesicht langsam einzufrieren drohte, aber wir hatten die nächste Rechnung geschafft.
Auf zur siebten Station. Wieder wurde von uns geleuchtet. Aber jetzt konnten wir kein Leuchten erkennen. Ewig leuchteten wir die Bäume an, doch nix war zu finden. Wir gingen um die Lichtung herum, leuchteten alles aus, aber ne. Nix zu finden. Die siebte Station blieb uns verwehrt.
Zufällig trafen wir dann aber auf einen andern Reflektor, der die achte Station war. Dort fanden wir wieder eine Rechnung, allerdings fehlte uns jetzt der Buchstabe der vorigen Station.
Was tun? Wir versuchten ein paar Optionen auszurechnen. Der vorige Buchstabe konnte nur 0, 1 oder 2 sein und damit rechneten wir auch. Wir steuerten alle ausgerechneten Punkte an und leuchteten wieder durch den Wald. Doch trotz intensiver Suche konnten wir keinen weiteren Reflektor finden. Wars das? Sollen wir echt aufgeben? Wir waren jetzt schon 2 1/2 Stunden unterwegs, uns fehlte eine Station, uns war kalt und wir wussten nicht mal, ob wir an den richtigen Stellen sind. So beschlossen wir dann auch wirklich, dass wir zurück gehen. Vielleicht finden wir durch Zufall noch Reflektoren, dann könnte es weiter gehen. Doch obwohl wir auf dem Rückweg alles ausgeleuchtet haben, konnten wir nichts mehr leuchten sehen. So kamen wir am Auto an und merkten erst jetzt, dass es wirklich lausig kalt da draussen ist. Ein bisschen enttäuscht waren wir natürlich. Wir suchten uns so einen schweren Cache aus und sind gescheitert. Aber wir werden nicht aufgeben und ein andermal wieder versuchen das Geheimnis des Caches zu entlocken.
Aber zur Belohnung fuhren wir nach Kaufbeuren zurück und machten noch gemeinsam einen weiteren Cache, den der Martin aber schon geloggt hatte. Er hat mich also nur begleitet und nur einmal einen kleinen Hinweis gegeben, weil uns ein Teleskopspiegel fehlte. Und der wäre nötig gewesen.
Aber ich fand dann ganz schnell den Cache in einem Schild an der Wertach versteckt. Dort hab ich meinen Namen reingeschrieben und so kam ich dann doch noch zu einem Erfolgserlebnis an diesem Tag.
Dann fuhr ich den Martin nach Hause und mich anschließend auch, wo ich mir erstmal einen heißen Tee gönnte. Boah, war das kalt.

Ich staune immer wieder, wie kreativ die Leute sind, mit ihren gelegten Caches. Die Aufgaben, die gestellt werden, sind oft so unglaublich durchdacht, da merkt man, dass die Leute sich wahrscheinlich wochenlang Gedanken darüber machen, was sie den Geocachern für Aufgaben stellen sollen.
Auf meinen Cache in Ebenhofen
Den da

bin ich auch ganz schön stolz, das war auch ein bisschen Arbeit, bis er gelegt war und die Aufgaben ausgetüftelt. Aber der Lohn der Arbeit ist, dass schon 6 Leute meinen Cache in dem Dorf gefunden haben.
Lustig fand ich auch. Als Kerstin und ich bei meinen Eltern waren, sagte mein Vater, dass da einer am ehemaligen Wasserschloß war und da rumwerkelte, mit Block und Stift bewaffnet und sich was notierte. Das war wahrscheinlich der 'Oskar zu Fuß' der meinen Cache im dritten Anlauf gefunden hat. Na, meiner ist wohl auch nicht allzuleicht.

22 Kommentare 4.1.08 09:14, kommentieren



Geocaching even harder as can be

Erzählte ich noch großspurig, wie hart das Leben des Geocachers sein kann, wurden wir gestern Nacht eines besseren belehrt und nicht mal da glaub ich, dass das das Ende der Fahnenstange war, da geht noch was. Uff
Gestern um 20 Uhr hab ich den Martin in Kaufbeuren abgeholt und wir fuhren nach Kleinkemnat um den Nachtcache nochmal in Angriff zu nehmen, den wir nicht vollendet hatten.
Rucksack zusammen gepackt und dann doch wieder zurück nach Kaufbeuren gefahren. Martin hatte sein GPS vergessen. Und ohne GPS geocachen ist blöd, gell?
Also zurück, GPS eingepackt, wieder nach Kleinkemnat. Wir haben ja Zeit.
Nun peilten wir uns ein und suchten uns den Weg an die Stelle, an der wir letzte Woche aufgeben mussten.
Es dauerte nicht lange, da fanden wir die verpasste Station, lasen den Hinweis von der achten Station und freuten uns, dass es uns so leicht fiel. Schön auch, dass es diesmal keine -7° hatte, sondern 'nur' -1°. Leicht frostig war der Boden, aber das war nicht unbedingt ein Nachteil. Ansonsten wär der Boden doch recht matschig gewesen.
Achja, hatte ich schon erwähnt, dass ich jetzt mit Brille unterwegs bin? Unglaublich, ich seh jetzt nicht nur Schemen beim Auto fahren und vor allem seh ich Reflektoren im Wald, die ich mit der Taschenlampe anleuchte.
So fand ich schnell die Station 9 und richtig schnell auch die 10. Mönsch, das lief aber heute wie geschmiert. Wir hatten richtig gute Laune. Nach der 11. Station sollten wir uns umsehen und sahen zwei Reflektoren. Freude durchstrahlte uns, denn es hieß, sollte man zwei Reflektoren gleichzeitig finden, dann hat man das Ziel erreicht und damit den Cache.
Super.
Dort an dem Baum war ein Hinweis: Oben wirst du nichts finden, also denk nach'
Wir befanden uns an einem Hang an einem Bach und ich glaubte nicht, dass wir da runter müssten, das wär zu offensichtlich. Und der Hinweis 'Denk nach' sagte mir, dass der Cache hier an der Stelle am Boden sein muss. Wir suchten die beiden Bäume ringsherum ab, gruben ein bisschen, wir klopften und suchten. Dann kehrte ich mit den Händen eine Stelle frei und fand ein Holzbrett. Ja ist klar, Holzbretter kommen nicht so einfach in den Wald. Ich zerrte an dem Brett, das fest gefroren war und darunter lag der Cache. Ich rief Martin zu mir und gemeinsam leuchteten wir voller Ehrfurcht in das Cache Versteck. Wir hatten es geschafft und hoben die Kiste aus ihrem Verließ.
Freudig machten wir die Box auf und guckten was drin ist.
Wir machten unser Tauschgeschäft mit dem Cache und verewigten uns im Logbuch. Danach mussten wir das aber auch standesgemäß begießen. Martin hatte zwei Bier mitgebracht. Wir setzten uns auf den Boden und tranken grinsend vor uns hin, stolz auf unser Werk.
So, was nun? Die Nacht war noch jung und das ging ja schneller als gedacht. So entschlossen wir uns, den nächsten Nachtcache in Angriff zu nehmen. Diesen konnte man aber nur machen, wenn man den ersten Cache geschafft hat, weil darin ein Code eingetragen war, den man für den zweiten Cache benötigte.
Wir notierten den Code und liefen zum Auto zurück um zum nächsten Startpunkt zu fahren.
Rrrrrein in den nächsten Wald und schon fanden wir auch den ersten Reflektor. Die Hinweise notiert und weiter gings.
Hier befanden wir uns in einem Schießgebiet. Überall standen Scheiben herum. Kann sein, dass hier die Jägerlehrlinge das Ballern lernen. Einmal hab ich mich ganz schön erschreckt, als ich 3 Meter vor meiner Nase plötzlich einen Hirsch anleuchtete.
Aber der Hirsch war nicht echt, er war aus Kunststoff und diente den Jungjägern als Zielscheibe. Auch ein kleiner Dachs war total durchlöchert.
Nun wurden wir nach unten geschickt. Vorsichtig dackelten wir den Abhang hinunter bis wir unseren Peilpunkt erreichten. Dort leuchteten wir mit den Lampen durch den Wald und logisch, wir fluchten auf Martin (Der Owner des Caches) er hatte den Reflektor dort oben angebracht, wo wir gerade vom Berg herunter kamen. Ganz schön fies, oder? Also wieder den Berg hoch gegrattelt und den Hinweis gefunden. Martin rechnete die Koordinaten aus und schon gings weiter. Natürlich mussten wir wieder den Berg hinab und das war echt steil. Nach einer Weile erreichten wir den nächsten Punkt und nun leuchteten wir die Bäume an. Aber wir fanden nix, wir fanden nix und wir fanden nix. Eine Stunde haben wir die Bäume abgeklappert und haben doch nix gefunden. Verdammt. Der Hinweis im Internet hieß, dass, wenn man keinen Reflektor findet, solle man einen weiteren Reflektor suchen, wenn man keinen Reflektor findet, soll man die Lampe ausschalten und sich auf andere Sinne verlassen. Das machten wir auch und ich hörte einen Bach rauschen. Hmmm, wenn wir richtig kombinieren, dann müssen wir uns wohl auf die Ohren verlassen und zum Bach gehen. Das machten wir auch, dazu mussten wir uns wieder einen Berg runter wuchten. Der Boden war stellenweise recht eisig, was die Gleichgewichtssinne schulte. Oft musste ich mich wild rudernd auf den Beinen halten.
Wir kamen am Bach an und leuchteten in alle Himmelsrichtungen. Guck mal da vorne, da leuchtet etwas. Also bin ich dort hingetapert, über Stock und über Stein und Wurzeln, Pfützen und umgestürzte Bäume. Doch an der Stelle angekommen, war hier nur ein Schießstand, der zufällig reflektierte. Also wieder zurück und weiter überlegt. Irgendwann kam Martin auf die Idee die Koordinaten nochmal zu kontrollieren und tatsächlich, er hatte sich verrechnet. Das gibts ja nicht. Woraufhin er mir zur Entschuldigung ein weiteres Bier versprach. Macht nix. In der Ferne hörten wir eine Kirchturmuhr Mitternacht läuten.
Nun hatten wir die richtigen Koordinaten, keilten uns wieder den Berg hoch und fanden neue Bäume, neues Glück. Aber klar, auch hier fanden wir nix. Die Verzweiflung war groß. Doch nun standen wir wenigstens an einem Weg. Ich erinnerte mich an den Hinweis, dass, wenn man keinen Reflektor findet, einfach den nächsten suchen soll. Und was liegt näher, als dem Weg nachzugehen? Das machte ich und nach 200 Meter strahlte ich direkt auf einen Reflektor. Ich rief Martin her und es gab Schulterklopfer. Super.
Den Hinweis gelesen, Koordinaten eingeben und schnell auch den nächsten Reflektor gefunden. Doch hier war kein Hinweisschild.
Wir standen im dichter werdenden Wald und nun hieß es, dass man den direkten Weg nehmen sollte. 109 Meter in fast nördlicher Richtung.
Wir leuchteten in die Richtung und schauten uns an. Öhm, wie jetzt, wir sollen uns da durchs Gehölz keilen? Die Bäume standen dicht an dicht, da sollen wir durch? Naja, nützt ja nix. Befehl ist Befehl. Also haben wir das Gesicht geschützt, dass uns nicht die Äste aufs Antlitz schnalzen. Wir waren dem Punkt ganz nah, den wir erreichen wollten und mit etwas Gewalt, drückte ich mich durch noch ein paar Bäume.
Wir suchten, suchten eine ganze Weile und Martin fand dann auf einer Wurzel stehend in 150 Metern, unten an einem Abhang einen Reflektor. Also sollten wir wohl den Abhang da runter?!
Ich ging voraus........ aber nicht lange, denn mir zog es schon beim ersten Schritt die Füße weg, ich setzte mich auf den Hintern und dann gings HUUUUIIIIIIII auf dem Hintern den Abhang hinunter. Ich war nur noch Passagier und wartete, bis ich unten angekommen bin. Irgendwann war ich unten und fand halt und rief hoch, dass Martin besser aufpasst, wenn er hier runter will. Aber andererseits war ich auch um einiges schneller auf meine Art.
So, nun standen wir da. Grübelnd. Kopf kratzend. Hier war definitiv kein Durchkommen, beim besten Willen nicht.
Martin sah auf sein GPS und besah sich die Karte und meinte, wenn wir wieder hoch gehen, dann kämen wir mit ein bisschen guten Willen auf einen Weg, der uns vielleicht zu den Bäumen führen würde. Ich sah ihn an und meinte: 'Dann hab ich mich ja ganz umsonst auf den Arsch gelegt'
Tja. *Schultern zuck*
Gut, also wieder den Abhang hoch. An Bäumen zog ich mich hoch und schon standen wir wieder im Dickicht.
Zurück wurde gekeilt und tatsächlich fanden wir einen Weg, der einigermaßen als solcher einzustufen war.
Wir erreichten den Baum und erblickten sogar 3 Reflektoren. Jedoch fehlte uns jetzt ein Hinweis. Wir wussten nicht, was wir hier machen sollten. An den Bäumen waren keine Schilder. Wir rätselten und überlegten, aber wir kamen auf keinen grünen Zweig. Noch 20 Minuten haben wir gesucht und überlegt. Dann fanden wir jedoch noch ein paar Bäume, die jeweils einen Minireflektor hatten. Doch was sollten wir damit? Das war ein klares Zeichen, aber wir kamen nicht dahinter.
So beschlossen wir, dass wir an der Stelle abbrachen. Schließlich wars auch schon fast 2 Uhr in der Früh.
So suchten wir uns einen Weg durch den Wald und erreichten irgenwann das Auto.
Etwas gerädert ließen wir uns fallen und überlegten uns einen Termin für ein erneutes Angreifen des Nachtcaches. Wir geben doch bei sowas nicht auf, soweit kommts noch.
So fuhren wir schließlich nach Hause und jeder machte seine Notiz im Internet um der Welt zu verkünden, dass wir wenigstens den ersten Nachtcache geschafft haben.

9 Kommentare 12.1.08 13:39, kommentieren

Harte Woche

Das war jetzt so ziemlich die härteste Trainingswoche, die ich bisher in meiner Läuferkarriere gemacht hab. Und weitere werden folgen. Öhm.
Ich bin ja schön öfters mal über 100 km in der Woche gelaufen, aber damals eben meist so im Wohlfühltempo.
Diese Woche hatte ich 91 km zu bewältigen, aber da war
1. ein langer Lauf dabei mit 30 km im 5:31 er Tempo
Natürlich war ich schneller. Soll ich doch nicht.
2. Ein Intervalltraining mit 3x3600 Metern in 4:32 er Pace.
Das hab ich ziemlich gut hinbekommen, wobei ich da auch eine Spur schneller war. Aber bei Intervall darf ich ja schneller.
3. War gestern noch ein Tempolauf angesagt, im Marathonspezifischen Renntempo.
Zunächst einlaufen, dann 9000 Meter in 4:44 er Pace, schließlich noch eine halbe Stunde auslaufen.
Wieder hab ich das Tempo nicht getroffen, ich war schneller. Den letzten Kilometer hab ich sogar in 4:31 hingekriegt. Wobei ich noch die Luft hatte um einen unangeleinten Hund zu animieren, doch ein Stück mit mir mitzulaufen, nachdem er eh schon von Frauchen abgehauen ist und neben mir herlief. Allerdings hat das Frauchen gar nicht gepasst. Schade, dass der Hund so gut auf sie hört. Ich hätts witzig gefunden, wenn ich mit dem Hund abgehauen wäre.
Nach den 9 km musste ich aber erstmal eine Gehpause machen, bevor ich wieder in leichten Trab gefallen bin um die halbe Stunde noch auszulaufen.
4. War ich ja diese Woche bei diesem Cacheabenteuer, was mich nach dem harten Intervalltraining noch völlig erledigt hat.
Aber summasummarum war die Woche doch ziemlich geil, obwohl sie so hart war. Ich freu mich schon auf die nächste Woche, die wieder hart und geil werden wird. Wahrscheinlich wird die auch noch ein bisschen feucht, weil ein kleiner Wetterumschwung vorausgesagt ist.
Kann mich alles nicht schrecken, ich will die 3:30 in Freiburg unterbieten und wenn es so gut läuft wie jetzt, bin ich doch vollauf zufrieden.

Ich hab übrigens noch ein Duell mit Uli aus Buchloe am Start.
Die Waffen sind gewählt. Die Distanzen heissen 10 km, Halbmarathon und Marathon.
Das ist auch ein Duell der Trainingspläne. Hier das Trainingsplansystem von Victor Röthlin, Spitzensportler und bester deutschsprachiger Marathonläufer aus der Schweiz, auf der anderen Seite ein Plan von einem, der mal einigermaßen schnell war auf die Marathondistanz und jetzt lieber sein Säckel füllt mit allerlei Unsinn, was man sich Oral einführen kann. Ich nenn den Peter Greif nur noch Onlineapotheker.
Unglaublich, was der einem mittlerweile alles andrehen will.
Es gibt Laufklamotten, die sensationell billig sein sollen, es aber nicht sind und Trainingsplänen, die noch nach uralten Mustern angelegt sind. Die Entwicklung im Laufsport geht in seinen Plänen spurlos vorbei. Da gibts seit Jahr und Tag seine 35 km Läufe mit Endbeschleunigung. Egal für welches Niveau man trainiert. Ob für 3 Stunden oder für 4:30, mach die 35 km und jamma nich.
Aber ich kann nicht bestreiten, dass die Pläne von Greif schnell machen. Allerdings landen auch überproportionell viele Läufer anschließend im Krankenstand.
Wir werden sehen

2 Kommentare 14.1.08 07:35, kommentieren

Wat sind wir Mitteilungsbedürftig

Schon wieder ein Eintrag?
Mir ist halt nach plaudern.
Mein gelobter Trainingsplan von vicsystem.com, von einem jungen dynamischen Topathleten. Sagte ich das schon? hat ja die Eigenschaft, dass er sich immer anpasst, wenn man die Vorgaben in den Trainings erfüllt (oder auch nicht)
Krieg ich die Zeiten gebacken, werd ich mit schnelleren Zeiten und Prognosen belohnt. Wenn ich es nicht hinkriege, revidiert sich die Prognose nach unten.
Aber weil ich ja so topfit bin und brav meine Vorgaben übertreffe, krieg ich einen Keks und schnellere Prognosen. Das heisst nicht nur, dass ich die Intervalle schneller erledige, die Tempoläufe und auch die langen Läufe, die nicht LSD heissen beim jungen Victor, sondern auch, dass ich die regenerativen Läufe auch wirklich superlangsam mache. So hab ich es doch tatsächlich geschafft die vorgegebene Pace von 6:30 zu überbieten und bin 11 km in 6:45 gelaufen. Da bin ich fei scho beeindruckt von meiner Langsamkeit.
So, die Belohnung ließ auch nicht lange auf sich warten, denn statt einer Prognose von anfänglich 3:28 über 3:26, letzte Woche bei 3:22, will mir der Vicplan erzählen, dass ich den Marathon im April in 3:20:25 schaffe. Öhm. Scho recht.
Ich werds mit Sicherheit nicht auf die Zeit anlegen, weil mir das einfach utopisch vorkommt. Ich weiß, mit welchem Tempo ich den Lauf angehen will und daran rüttle ich auch nicht. Sollte ich die geplante Pace bis km 28 halten können, dann kann ich ja noch eine Schippe drauf legen..... Aber da läuft noch viel Wasser die Dreisam entlang und grau ist aller Marathons Theorie, die Praxis kann ganz anders aussehen.
Ich hatte schon mal so eine bittere Lehrstunde erlebt. Das war bei meinem zweiten Marathon und ich traf einen gewissen Peter Greif mit seinem Apothekerstand. Ich gesellte mich hinzu und ließ mir den Fettanteil messen und noch eine Prognose stellen für den Marathon. Dafür kassierte er natürlich 3 € von mir. Für was eigentlich? Redete mir ein, dass ich den Marathon in 3:46 schaffe, obwohl ich mir die ganze Zeit vorgenommen habe in 3:55 zu laufen. Du schaffst es, TSCHAKA!!! So nahm das Drama seinen Lauf, ich nahm mir vom Ooo Greif die Zeiten zu Herzen und lief ins Verderben und mit Krämpfen ins Ziel mit 4:25 Stunden. Ziemlich bescheuert von mir, einen Tag vor dem Marathon sich auf sowas einzulassen.
Sagen wir mal so, die 3 € hätte ich mir sparen können.
Hmmm, andererseits spare ich mir dadurch die 120€ die ein Greif Trainingsplan kostet.
Vielleicht hatte ich aber auch nur zuwenig Gelchips genommen, oder in der Vorbereitung kein Panaceo oder Lyprinol oder Greif Müsli oder Ackerschachtelhalmkonzentrat oder Greif Riegel oder Greif Energy Booster oder Guarana oder Amazonas MACAderGeheimtipp oder Performance Riegel oder Recovery Drink oder Proteinplus oder........
Aber bestimmt liegt es daran, dass es damals noch keine 'Der Renner, Kompressionsstrümpfe' gab.

8 Kommentare 15.1.08 06:42, kommentieren

Wuuuussscccccccchhhhhh

Ich laufe ja nach dem Traningsplan nach Victor Röthlin
Ja, ich sag ja schon nix mehr
Gestern durfte ich 32 km in 5:29er Pace laufen, nachdem mir die Prognose schon wieder erhöht wurde. Letzte Woche durfte ich noch 30 km in 5:31 er Pace laufen.
Ich sag nur ächz. Aber wat solls, Plan ist Plan und Schnitzel ist Schnitzel.
Also nach der Frühschicht die Schuhe geschnürt und dabei nicht mal die DS-Trainer angezogen, sondern die schweren Kayanos. (Für Nichtexperten, schwere Schuhe, statt leichte Schuhe) Nur wusste ich nicht wohin ich laufe.
So lief ich erstmal nach Bertoldshofen und war eine Spur schneller als vorgegeben. Ich lief so in 5:25er Pace vor mich hin. Charly, Charly du bist zu schnell und du sollst doch die zweite Hälfte schneller laufen, als die erste, wie willst du das denn anstellen? Kommt ja noch hinzu, dass ich erst 2 Tage zuvor einen Tempolauf gemacht hab und vor 6 Tagen den letzten langen Lauf. Aber ich fühlte mich gut. So lief ich eben weiter in dem Tempo.
Nach Bertoldshofen entschied ich mich für den Weg nach Rieder. Da kommt dann auch mal so ein schöner knackiger Berg. Ich lief auf den Berg zu und hörte schon lange hinter mir ein Mofa andackeln. Nicht frisiert mit sturen 25 km/h.
Mööööööö. Er überholte mich kurz vor dem Berg und der Typ schaute mich im Rückspiegel die ganze Zeit an. Hab ihm wohl gefallen. Was weiß ich.
Jetzt waren wir am Berg und das Mofa änderte sein Geräusch vom hohen Mööööööööööö in immer tiefer werdendes Mööööööööö. Das fand ich irgendwie witzig, weil die Karre immer noch langsamer wurde. Einmal konnte sich das Mofa noch berappeln, als der Typ vom zweiten in den ersten Gang schaltete, aber auch in dem Gang wurde es sehr schwer für Supermofa. Dann fing der Besitzer an in die Pedale zu treten und das Mofa machte möö möö möö möö, bei jedem Wipperer. Gerade so mit ach und krach schaffte es das Mofa auf die Bergkuppe und das Möööööööö wurde wieder höher und höher, denn dahinter gings auch leicht bergab. Die Belohung waren dann wohl 32 km/h. Herzlichen Glückwunsch, das hat er sich aber verdient.
Nun war ich also in Rieder und lief auf dem Radweg nach Stötten. Dort wollte ich umdrehen und dann nach MOD laufen. Aber nach 2 km in die Richtung, war der Weg so vereist, dass ich früher umgedreht bin. Also die Richtung nach Marktoberdorf eingeschlagen und schon war ich an der Hälfte. Dank des Berges hatte ich genau eine Durchschnittspace von 5:29 geschafft.
Nun kam die zweite Hälfte, mit dem Weg durch Marktoberdorf und aus Marktoberdorf wieder heraus, nach Altdorf und so weiter bis ich über Umwegen in die Heimat zurück kam.
Das faszinierende war, dass ich auf der zweiten Hälfte tatsächlich schneller war und es sich auch gut anfühlte. Kilometer für Kilometer spulte ich ab, ohne dass ich sonderlich Kräfte verlor. Mir solls recht sein. So legte ich die zweiten 16 km in einer Durchschnittspace von 5:19 zurück.
Puh. Da war ich dann insgesamt pro km 5 Sekunden schneller, als vorgegeben. Ich würde sagen, es läuft nicht schlecht.
Allerdings taten mir am Abend ganz schön die Gräten weh.
In der Nacht schlief ich wie ein Brett und am Morgen sollte ich ja schon wiiiieeeeder laufen. 13 km in 5:58 er Pace. Ich hab echt überlegt, ob ich überhaupt laufen soll, denn mir steckt doch der Lauf von gestern noch in den Knochen?! Aber wenn schon Trainingsplan, dann richtig, nicht wahr? Ich zog aus in die weite Welt und lief meinen Lauf. Und was soll ich sagen? Es lief prima. Schon nach ein paar hundert Metern war es mir, als flöge ich am Edeka vorbei. Das Tempo fühlte sich prima an und genoß es so 'langsam' laufen zu dürfen.
Puh, mir gehts blendend, ich bin erschüttert
So, nu erhol ich mich aber schön, morgen gehts schließlich in den Wald, Cache suchen. Das wird auch wieder so eine Nachtgeschichte, die nicht einfach werden wird.
Apropos Cache. Ich hab jetzt in Hörmanshofen noch einen Cache versteckt. Hier, den da Ihr habt die Möglichkeit der FTF zu sein. Also der First time Finder. Also ranhalten und GPS angeschalten.
Am Freitag krieg ich dann das nächste Intervalltraining aufgebrummt. 17x400 Meter. Da isses dann auch nicht mehr weit bis zur Kotzgrenze

7 Kommentare 16.1.08 15:59, kommentieren

Teufelsküche bei Nacht

Wisst ihr, welches Sprichwort mir gestern Nacht durch den Kopf ging, als ich über den letzten Nachtcache nachsinnierte?

Und Gott sprach, lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen.
Und ich lächelte und war froh und es KAM schlimmer.


Tja, soll heissen, in der letzten Nacht war wieder Nachtcache Einsatz.
Nachdem wir den letzten Cache nicht machen konnten, weil die Hasen die Hinweise gefressen haben, wurde ein anderer Cache auserkoren. Dieser liegt bei Obergünzburg in der Teufelsküche.
So heisst ein wunderbares und faszinierendes geologisches Gebiet im Allgäu.
Man geht ja immer vom Besten aus. Zuvor mussten wir schon Recherchen betreiben und verschlüsselte Botschaften decodieren. So erlangten wir die Hinweise.
Aber guckt selber hier
Alles ganz easy, gell?
Es war auch das Leichteste an diesem Cache. Der Rest war höllisch, wie auch die Gegend vermuten lässt.
Also fuhren wir um 21 Uhr nach Obergünzburg und stellten das Auto am Parkplatz ab.
Die erste Station fanden wir schnell, war auch keine Kunst.
Nun strebten wir dem Weg entlang und verschwanden im Wald und befanden uns somit in Teufelsküche.
Ein Stück gingen wir, fanden Reflektoren und kamen bald an einem Baum an. Dem Baum nach oben waren noch ein paar Reflektoren. Das hieß, rauf auf den Baum. Ich hielt die Taschenlampe, der Martin durfte hoch klettern. Dort oben war ein Zettel mit Buchstaben und Zahlen. Sehr gut, weiter gehts.
Das flutscht aber.
Es hieß noch, 30 Meter in Richtung 140° laufen und wenn nix weiter geht, im Umkreis von 10 Metern suchen.
???
Wir fanden sogleich die zweite Station und standen vor einem riesigen Felsen. Ahaaaaa, hier gehts nicht weiter. *blink*
So suchten wir nun den Felsen ab und jeden Baum. Nix. 20 Minuten suchen. Nix. Hmmmm. Frust. Was tun? Wir entschieden uns fürs weiter gehen. Wir folgten den Reflektoren.
Hier ist einer, da vorne ist einer, dort ist einer und hier und da und...... Heee, die Dinger sind ja gelb und hieß es nicht, dass man sich vor gelben Irrlichtern schützen soll? Scheiße, wir sollten hier nicht lang gehen, weil der Weg in die Irre führt. Also den ganzen Käse wieder zurück, bis wir beim letzten weissen Reflektor waren. Von dort suchten wir uns den weiteren Weg. Ich erwähne jetzt nicht oft, dass es ständig steil nach oben ging, steil nach unten, über Bäche, über Stock und Stein, über Wurzeln, über spiegelglatte Wege usw. usw. Mir taten schon nach 1 Stunde die Füße weh. Äusserst anstrengend, kann ich sagen.
Nun kamen wir an eine Station. Eine Steckdose mitten im Wald??? Die ist nicht vom Baum gefallen. Wir untersuchten das Teil und kamen dann drauf, dass man mit einem spitzen Gegenstand reinstechen kann in ein Loch und aus dem andern Loch kommt rotes Licht raus. Strom war übrigens zum Glück keiner drauf.
Toll, rotes Licht. Und nu? Wo ist die Botschaft? Was fangen wir mit der Info an? Wir wussten es nicht so recht.
Die nächste Station hieß, dass wir am oberen Weg nach genau vier Hinweisen suchen sollen, erst dann können wir uns wieder treffen. Ich machs kurz, auch wenns lang war. Wir fanden keine Hinweise. Zumindest nix verwertbares. Wir liefen immer weiter hoch, bis wir ganz oben ankamen. Steiiiilll. Hier wehte nun ein eisiger Wind. Also Mütze auf.
Hier oben gabs nix zu finden, also machten wir uns auf einem Weg. (Hurra ein Weg) nach unten. Aber die Wege waren hoffnungslos vereist, so drängelten wir uns nah an den Rand des Weges, damit wir einigermaßen im Pinguinschritt voran kamen. Allerdings rudern Pinguine nicht mit den Armen, wenn sie ständig aus dem Gleichgewicht kommen. Irgendwie war das schon lustig. Vor mir wedelte der Martin mit den Armen und fing sich gerade noch ab und ich wusste immer gleich, dass ich umgehend auch mit den Armen wedeln werde um das Gleichgewicht zu halten.
So erreichten wir wieder die Station 3.
?????
Ja das war die Steckdose. Wieder darüber nachgedacht, was es denn nu mit der Steckdose auf sich hat. Keine Ahnung. Auf jeden Fall sollten wir jetzt auf keinen Fall in Richtung 300° gehen, weil das saugefährlich werden kann. Darauf wurde mehrmals insistent darauf hingewiesen und extra auch rote Reflektoren angebracht, damit dem leidenden Geocacher nix passiert.
Nun befanden wir uns in flacherer Gegend und durften große Felsen untersuchen. An einem Felsen war ein Schild angebracht, das wir suchten.
Ich geb jetzt mal einen Link ein, damit ihr seht, wie die Gegend am Tag aussieht und das von Gehwegen aus gesehen. Viel Gehwege haben wir aber ja nicht benutzt, wir durften uns meist auf direktem Weg durch den Wald keilen.
hier der Link
Auf einem Bild seht ihr das Schild. Es besteht aus 574 Buchstaben das gehörte zur Aufgabe, dass wir die Buchstaben zählen. Lästig.
Dann suchten wir uns den Weg und eierten auf dem vereisten Weg herum. Ein paar mal rutschten wir einfach so dahin und warteten wo uns die Schuhe hintrugen. Natürlich wild mit den Armen wedelnd.
Ein kurzes Stück später, also etwa eine halbe Stunde, kamen wir wieder an einem beeindruckenden Felsen an. Dort war ein Spalt, in den man rein gehen konnte. Allerdings ohne Rucksack. Dort fanden wir einen Stock, daran hing ein Zettel. Nunja, da stand drauf, welche Farbe der Beerentrank hatte, an dem die Familie, die auf dem Schild stand, dahin gerafft wurde.
NEIN, NEINNEINNEIN, Überleg, überleg. Was für Beeren gibts denn? Blau, Rot? Was noch? Martin rutschte zurück zum Schild und kam wieder. Blau wars. Also vier Buchstaben. Puh. Weiter.
Soooo, nun hatte es bereits zu regnen begonnen. Nett bei 0°. Aber es regnete nicht lange, weil dieser in Schneeregen und dann in Schnee überging. Toll. Traumhaft. Herrlich. Erfrischend.
Es war schon nach 1 Uhr und ich legte mittlerweile den dritten Satz Batterien in die Taschenlampe. Doch jetzt kamen wir recht zügig voran. Ein paar Stationen kamen wir richtig gut voran.
Einmal verhakte ich mich in einem Bach und da zog es mir erstmal den Schuh aus. Ist ja eh scho wurscht, ich war ja schon nass. Der Schneeregen machte uns nun ganz schön zu schaffen. Der glatte Boden wurde noch glatter, den Boden konnte man auch nicht mehr so gut erkennen. Wo sind Wurzeln, wo trete ich am dümmsten hin? Aber wir kamen immer weiter. Die Stimmung bei uns wurde trotzdem schlechter und schlechter. Das liegt auch daran, dass der Martin
1. Am Morgen wieder arbeiten musste
2. Er seiner Frau gesagt hatte, dass sie sich um 3 Uhr in der Früh so richtig Sorgen machen kann. Und es war schon fast 2 Uhr.
Es schneite nun, der Schneeregen hatte somit aufgehört. Der Boden war der Wahnsinn. Wir mussten die Stationen ja auch immer mit den Händen frei schaufeln und nach jedem Baum konnte ich erstmal meine Handschuhe auswinden. Es war leicht feucht im Wald.
Wir rutschten zu einer Baumwurzel, leuchteten hinein und machten AAAAAAAAHHH huiiiii und hohohoho. Da hat der Witzbold in die Wurzel hinein einen kleinen Totenkopf hinein gestellt. Da denkst nix schlimmes und leuchtest 15 cm vor deiner Nase den Totenkopf an. Da haben wir uns leicht erschreckt. Aber den Hinweis fanden wir auch.
Wir glaubten jetzt aber, dass wir nicht mehr weit hatten bis zum Cache. Kann einfach nicht mehr weit sein.
Doch das dauerte noch. Jetzt wurden die Hinweise auch noch schwerer. Wir mussten die Zeichen decodieren, die Buchstaben hatten wir, aber der Zettel war patschnass und riss. Doch mit viel Mühe schafften wir das decodieren.
In Richtung 005° sollten wir 50 Meter gehen.
Ich suchte mit der Lampe, dann plötzlich TIRILIIIII, PFRIEP, PFRIEP.
?????
Wir blickten uns an und jeder meinte, vom andern hat das Handy angesprochen. Aber das wars nicht. Es machte noch 2x TIRILIIIII, PFRIEP, PFRIEP und merkten jetzt, dass wir an einer Art Bewegungsmelder waren. Als wir den durchschritten, piepte über unserem Kopf ein Vogelhäuschen. Achsoooo.
An der Wurzel wieder ein Hinweis, wieder decodieren. Der Zettel war mittlerweile fast nur noch Matsch. Ganz vorsichtig mit erfroreren Fingern hielten wir den Zettel in der Hand. Doch nun hatten wir den letzten Hinweis geschafft. Uns wurde gesagt, dass wir nun gleich am Ziel wären, nur noch 100 Meter in den Wald rein.
Wir waren komischerweise überhaupt nicht euphorisiert, wir hatten einfach die Schnauze voll. Martin ging das nun tierisch auf die Nerven, denn es war nun weit nach 3 Uhr in der Früh und seine Frau sitzt jetzt wohl senkrecht im Bett und macht sich Sorgen.
Lustig fand der Owner wohl auch, dass wir viele Hinweise überhaupt nicht benötigten. Dazu zählte auch das rote Licht in der Steckdose, als auch die 574 Buchstaben auf dem Schild.
Aber ich denk mir, wenn ich mal irgendwann bei Tage vor dem Schild stehe und dort lesen Spaziergänger, dann kann ich die Leute beiläufig damit beeindrucken, wenn ich lässig an ihne vorbei gehe und sage, dass das Schild 574 Buchstaben hat und die Farbe blau 4 Buchstaben hat.

Voller Wut suchten wir jetzt aber die Gegend ab, wir suchten und suchten, wir hatten kein Gefühl mehr in den Händen, ich hatte Eisklötze statt Füße. Meine Jacke wog 25 Kilo, weil sie total vollgesogen war und wir waren erschöpft, fertig und schlecht gelaunt.
Irgendwann sagte Martin: CHARLY ABBRUCH
Es hatte keinen Zweck mehr. Wir standen wahrscheinlich direkt am Cache und konnten ihn nicht finden. Was ja auch daran liegt, dass der Boden nun ziemlich schneebedeckt war.
Dazu kommt noch, dass meine Lampe langsam den Geist aufgab und ich keinen vierten Satz dabei hatte.
So haben wir die Startkoordinaten ins GPS eingegeben und sind stolpernd und halb erfroren zum Auto zurück gegangen.
Wir wollten schnell nach Hause, aber das funktionierte auch nicht, weil auf der Straße 10 cm Schnee lag und um 3:30 Uhr noch kein Schneepflug unterwegs war. Dann kachelten wir eben mit 50 - 60 Sachen in die Heimat und um 4 Uhr war ich mit klappernden Zähnen und durchgeweicht Zuhause.

Nun fragt sich der geneigte Leser:
Was soll der Scheiß eigentlich?
Wieso gibt es dieses Hobby, wieso zum Teufel schlägt man sich als normal denkender Mensch im Januar mit allerhand Gerätschaft mitten in der Nacht mitten durch den Wald, mitten durch die Mitte, wenn man doch auch gemütlich hinterm Ofen hocken könnte?
Wofür bitte soll das gut sein, diese bescheuerten Kisten zu suchen, sie aufzumachen, wenn man sie gefunden hat, einen Eintrag im Logbuch schreibt, ein Plastikauto rein stellt und ein Katzenquartett raus holt um im Internet zu verkünden, dass man es geschafft hat.
Antwort: Im Nachhinein ist es einfach geil, WEIL man es geschafft hat. Wir sind doch schließlich geprägt von der Steinzeit und immer noch Jäger und Sammler, aber nun eben mit GPS. Ausserdem ist man sich sicher, dass ein total fieses Abenteuer erlebt hat.
Ausserdem gibts immer so viel zu erzählen

4 Kommentare 18.1.08 15:21, kommentieren

Helau

Helau, Allaaf, mir egal

Lang nix mehr hören lassen, nicht wahr?
Was gibts zu sagen? Ich bin hier seit über einer Woche bei Hase in Frankreich und wir lassen es uns gut gehen. Dabei wird täglich über unsere Traningspläne gefachsimpelt.
Meinen Plan halte ich momentan wunderbar ein und es geht mir auch noch gut dabei. Noch bin ich nicht am Anschlag und soweit will ich es auch nicht kommen lassen.
Gut, die Wochen sind schon nicht soooo einfach mit dem langen Lauf, der gar nicht so langsam gelaufen werden soll, ich aber dennoch noch eine Spur schneller machen.
Dazu kommt noch eine heftige Intervalleinheit und noch ein Wettkampfspezifischer Lauf. Da freust du dich aber, wenn du mal einen lauffreien Tag hast und weisst es auch zu geniessen.
Letzte Woche zum Beispiel:
Ein langer Lauf über 21 km in 5:10 er Pace, hab ich in 5:03 gemacht. Ja mei, lief ja gut.
Dann am Freitag Intervalle am Armancon entlang. 10x800 Meter in 4:02er Pace. Hab ich aber nur im 4:04er Schnitt geschafft. Mir hats echt gereicht. Wahrscheinlich hätt ich die Vorgabe auch geschafft, wenn die Strecke wirklich flach gewesen wäre und nicht bergauf und bergab geführt und dazu der Belag noch besser gewesen wäre. Aber gejammert wird nicht.
Zwei Tage später gabs schon wieder Wettkampfspezifisches Tempo. 10km in 4:42 er Pace. Dafür lief ich die Allee entlang und ich dachte mir, dass das nicht unbedingt mein Tag ist. Es lief nicht wirklich gut. Dann gings nach Juilly rüber, dazu musste noch ein Hügel erklommen werden. Nach dem Hügel gings mir immer noch nicht so toll, aber so nach 4 km wurde es doch besser und von Kilometer zu Kilometer lief es besser. Die Vorgabe hab ich dann doch geschafft.
Am Dienstag hab ich wieder einen langen Lauf gemacht, der richtig schön war. Von Semur aus lief ich 'hintenrum' nach Montbard.
Schöne Straßen, wenig Verkehr, weil dieser 'vornerum' statt fand. Das war richtig schön zu laufen. Was mich auch überhaupt nicht stört ist, wenn eine Straße 3 km lang nur geradeaus geht. Keine Kurve, nur Hügel. Und dazu die Seitenstreifen die ich abspule. Die Aussicht wurde auch immer besser, so eine typisch schöne burgunder Aussicht auf kleine Bäche, große Hügel und mächtige weiße Stiere mit der ganzen Familie. Und noch dazu eine himmlische Ruhe, so dass ich ein Auto schon 2 Minuten vorher hören konnte.
Nach 25 km kam in Montbard an, das war erstens viel zu früh und die Strecke war auch zu kurz. Also lief ich noch am Kanal entlang und machte den 27. Kilometer zum Spaß noch in 4:46 Minuten. Dann umgedreht und nach 29 km kam ich bei Kerstin in der Arbeit an. Zusammen fuhren wir dann nach Hause.

Dann kommt noch das Geocachen dazu. Gestern machte ich eine Cachetour nach Montreal..... Was is? Wohin? Neeeiiiiinnn, nicht das in Kanada. Auch hier gibts ein Montreal.
Dort verstreut gibts 12 Caches, die ich eigentlich finden wollte. 9 davon haben das Thema 'Waschhaus' In jedem Dorf gibts so ein Waschhaus, mal in gutem, mal in schlechtem Zustand.
So klapperte ich ein paar Dörfer ab. Die ersten 2 fand ich einwandfrei, aber den Dritten nicht, ich hab eine halbe Stunde gesucht. Nix.
Dann eben der nächste Cache. Aber das gestaltete sich auch schwierig, weil ich Publikum hatte. Das war kurios. Da stand ein Wagen mit riesengroßen Fässern, darunter ein Feuer und vier Dorfbewohner, die bei der ganzen Sache involviert waren. Ich konnte mir da keinen Reim drauf machen. Sah irgendwie aus wie Schwarzbrennen im großen Stil. Es roch auch nach Alkohol, aber auch irgendwie undefnierbar. Zunächst nahmen die keine Notiz von mir, aber nachdem ich schon 20 Minuten lang eine Wand angestarrt hab, wurde immer öfter zu mir geschaut. Ich starrte weiter an die Wand. Gefunden hab ich aber nix. Bevor ich auch noch zuviel Aufmerksamkeit erregte und womöglich noch gedacht wird, ich bin ein Schwarzbrennpolizist, bin ich wieder verschwunden.
Dieses Waschhaus wurde übrigens im Jahre 2006 in Zusammenarbeit mit Hassfurt in den Hassbergen renoviert. Mal so erwähn.
Dann legte ich noch einen Cachezwischenstopp an einem Zeltplatz ein. Auch nix gefunden, weil ich an der falschen Stelle suchte. Pffff. Ich hab die Serie, oder?
Aber dann konnte ich doch noch zwei schnelle Caches finden. Dazu musste ich eben noch nach Montreal.
Schöne Ortschaft, die müssen wir uns mal genauer ansehen. Durch enge Gassen fuhr ich bis ganz nach oben und im Friedhof fand ich den Cache. Der wurde dort abgelegt, weil man eine Suuuperaussicht hatte. Hach isses schön im Burgund.
Nu bin ich aber schnell nach Hause, schließlich kommt Hase bald von der Arbeit und ich wollte ihr doch noch was schönes mit Fenchel und Möhren kochen.

3 Kommentare 31.1.08 11:20, kommentieren