Archiv

Wieder da

Hallo verehrte Leserschaft.
Dann schreib ich nach 3 Wochen mal wieder was.
Irgendwie fehlte mir die Muse dazu. Sowas kommt vor.
Tja, wo fang ich denn an?
Am kommenden Sonntag ist Halbmarathon hier im Burgund. Der soll richtig vermessen sein. Aber ob das so stimmt? Naja, wir sind da recht skeptisch, was die Streckenlängen in Frankreich angeht und das aus gutem Grund. Da kommts schon mal vor, dass ein Halbmarathon mal eben über 22 km lang ist. Die Zeit ist natürlich für die Katz. Wir waren ja vor eineinhalb Jahren stinksauer deswegen in Dijon. Wir waren ja soooo fit und dann ist dieser HM über einen Kilometer zu lang. Irre, waren wir angepisst.
Aber das juckt uns alles nicht mehr, wenn wir am Sonntag einfach mal ne neue Bestzeit raus hauen, nicht wahr? Obs hinhaut, weiss ich nicht. Denn der HM soll auch nicht unbedingt der Flachste der Welt sein. Wir werden sehen. Auf jeden Fall sind wir topfit, Hase und ich.
Meine Trainings krieg ich prima hin. Alles läuft Bestens. Schön zu sehen, wie wir immer fitter und schneller werden im Training.
Die langen Läufe über 30 km kriegen wir auch prima gebacken.
Am vergangenen Donnerstag hab ich einen prima Lauf von Montbard nach Semur gehabt. Das waren auch 30 km. Die ganze Zeit bin ich mit Rückenwind und Sonne im Gesicht gelaufen. Ich hab schon befürchtet, dass ich Anfang März einen Sonnenbrand bekomme. Aber ich hab keinen. Wenn man jetzt denkt, das ist ja nett mit Rückenwind. Naja, vielleicht. Aber es ist auch so, dass man dabei ganz schön ins schwitzen kommt, wenn kein Lüftchen mich abkühlt. Soooo einfach ist das dann doch nicht.
Es ist einfach eine schöne Strecke so hintenrum auf der Landstraße, mit wenig Verkehr. Die Wiesen hier im Burgund sind so richtig kitschig grün, wie in der Kerrygold Werbung. Alles wächst und blüht schon. Hier ist eindeutig schon der Frühling eingezogen.
Ich hab gehört, dass im Allgäu Schnee liegt. Na sowas. Brauchen wir nicht hier.
Einfach zu laufen ist der 30 km Lauf auch nicht, weil es kaum mal 100 Meter gibt, die flach sind. Immerzu gehts hoch, wieder runter, wieder hoch. Immer schön in Wellen auf und nieder. Das letzte Stück in Semur ist dann noch richtig heftig. Da sind dann noch ein paar richtige Steigungen drin, die einem noch die letzten Körner raus ziehen. Aber schließlich kommt man zufrieden am Hasenstall an.

Die Intervalle und Tempoläufe gehen mir auch ganz gut von der Hand. Kürzlich musste ich einen 11 km Tempolauf machen in einer 4:40er Zeit. Fiel mir recht leicht, dabei hab ich es verpasst nach 11 km aufzuhören. Naja, dann wurden es eben 12 km. Es fühlte sich auch noch gut an. Das sollte theoretisch auch mein Marathontempo sein, aber das lass ich lieber bleiben. 12 km in dem Tempo laufen ist eine Sache, aber 42 km? Ne, darauf will ich es nicht ankommen lassen. Das hört sich nicht sehr lustig an.

Die Intervalle wurden in letzter Zeit auch immer länger. Letzte Woche 3x2800 Meter, diesen Samstag waren es 3x3600 Meter und das sollte ich in einer 4:28er Pace laufen. Ich hab mir aber gedacht, das lauf ich lieber in 4:30er Pace, das muss reichen.
So liefen Kerstin und ich zunächst ein Stück zusammen und dann bog ich in die Prärie ab. Hase meinte, da is flach. Na gut.
Also gab ich Gas und lief zunächst im flachen meine Pace von 4:30. Dann, öhm, gings bergauf. Ich dachte an Hase und an ihre Definition von flach. Das war auch für einen Allgäuer nicht flach. Es ging so 1,5 km stetig leicht bergauf und aus der 4:30er Pace wurde letztlich eine 4:36er Pace, wobei es ja noch ein kurzes Stück bergab ging.
Ich kam dann in Cernois an. Und dort oben fand ich die Traumstrecke für meine Intervalle. Ziemlich flach gings dahin. Nach meiner Trabpause von 1200 Metern gab ich wieder Zunder und lief in das nächste Kaff rüber. Nach 2 km kam ich dort an und drehte wieder um. Ich hatte nach 2000 Metern eine Durchschnittspace von 4:28, also voll im Soll, aber ich fühlte mich prima, also gab ich noch ein bisschen mehr Stoff und sah, dass sich die Pace verbesserte über 4:27, 4:26 zu 4:25. Aber ich dachte mir, ich will die 4:24 sehen, die ich auch schaffte und ganz am Schluß erreichte ich sogar noch die 4:23.
Aus dem letzten Loch pfeifend fiel ich dann in den Gehschritt und gab wieder komische Geräusche von mir.
Nun trabte ich wieder in Richtung Heimat um schließlich den letzten Intervall zu machen. Auch der lief super. Gut, es ging jetzt etwas bergab, was ich vorher bergauf laufen musste und schaffte diese 3600 Meter in einer 4:21er Pace.
Nu reichte es aber und trabte 2 km zurück in den Hasenstall. Super liefs.
Nun gabs gestern in Flavigny einen Regenerationslauf für mich und einen langen Lauf für Kerstin.
Wie erklär ich denn das Flavigny? Kann man nicht erklären, man muss es einfach sehen. Von weitem schon sieht man auf einem Felsplateau dieses putzige Village. Der Kirchturm sticht genau in der Mitte des Dorfes nach oben. Ringsrum fällt das Terrain ab, überall sieht man die Weite des Burgunds und Wälder soweit das Auge reicht.
Das Dorf ist zurecht eine prima Kulisse gewesen für den Film 'Chocolat' mit Jonny Depp. Ausserdem sind in dem Dorf alle Leute unheimlich freundlich. Statt einfach Bonjour zu sagen, neigen die Leute den Kopf und sagen Bonjouuuur Monsieur und lächeln einen an. Nett hier. Einfach nur putzig.
In Flavigny wird auch der bekannte Anisschnaps hergestellt. Und weil Sonntag war, hatten auch die Mönche in dem hier anwesenden Kloster wohl Ausgang. Ich finds ja immer geil, wie die Mönche ihre Freizeit verbringen. Manche schlendern mit ihrer Kutte einfach durch Flavigny und grinsen selig vor sich hin, andere fahren mit nem klapprigen Fahrrad durch die Gassen, dann gibt es auch tatsächlich laufende Mönche so richtig mit Laufschuhen, aber die Kutte wird dabei natürlich nicht ausgezogen. Ob es sich dabei um eine Adidas-Funktionskutte handelt, das wage ich jetzt mal zu bezweifeln.
Ausserdem wird auf dem naheliegenden Fußballplatz jeden Sonntag Fußball gespielt. Mönche gegen Mönche. Man kann sie gut unterscheiden, denn die Hälfte hat ein grünes Leibchen über der Kutte an. Das sieht so geil aus, wie die hinter dem Ball her sausen und dabei immer leicht die Kutte hoch halten. Echt zum wegschmeissen.
Ich hab gestern auch noch einen Multicache in Flavigny gesucht. Dabei musste ich ein paar Stationen ansteuern und sah dabei natürlich Plätze, die man sonst übersehen würde. So kam ich auch an der Chocolaterie vorbei. Das ist das Gebäude aus dem Film. Man erkannte zwar noch, dass das Schaufenster das Gleiche ist, aber sonst hätt ich das Haus nicht mehr erkannt. Das Schaufenster hatte übrigens 40 kleine Fenster. Wieso ich das weiß? Weils eine Aufgabe des Caches war um die neuen Koordinaten auszurechnen.
Ich hab auch alle Aufgaben gut lösen können und stand am Schluß an einem Abhang, den man nach unten laufen konnte. Ziemlich schnell fand ich dann auch den Cache und verewigte mich in dem Logbuch. Der Cache liegt dort schon seit dem 1.Januar und ich war der Erste der ihn gefunden hat. Diese Franzosen sind einfach noch ein bisschen hinten dran, was das Geocachen angeht, das müssen wir noch ein bisschen üben. Wenn ein Holländer und ich nicht wären, dann gäbs ja im ganzen Burgund kaum Caches. Naja, vielleicht kommts ja noch, das Cachefieber in Frankreich.
Danach bin ich wieder zurück zum Auto gegangen und bin Heim gefahren und gerade 15 Minuten nachdem ich im Ställchen war, kam auch schon Hase Heim von ihren 29 km.

So, nun warten wir auf den kommenden Sonntag und unseren Halbmarathon. Morgen noch einen Tempolauf über 6 km in 4:23er Pace und dann heisst es erholen.

5 Kommentare 10.3.08 10:22, kommentieren



Frühling

Hallo Frühling
Lang nicht mehr gesehen. Müsste so 9-10 Monate her sein. Wie gehts denn altes Haus? Uns gehts allen gut.
Ich finds schön, dass du mal wieder vorbei schaust, das ist aber auch bitter nötig nach dem harten Winter. Ja, war ironisch gemeint, du hast mich erwischt. Aber nichtsdestotrotz ist es schön dich wieder zu sehen.
Es ist einfach immer wieder wunderbar, wenn du warme Luft mitbringst, so wie heute die 16°. Das hellt auch sofort die Laune auf.
Ich bin vorhin zu dir raus gegangen, um im Laden noch Butter zu kaufen. Ich mach die Tür auf und schon hast du mich begrüßt. Und du hast auch eine Menge Vögel mitgebracht, die in den Bäumen voller Lebenslust zwitschern. Genau das mag ich so an dir, diese laue Luft, die Vögel, der Sonnenschein und der leichte Wind der mir um die Nase weht. Da eilt man dann nicht durch die Straßen und will möglichst schnell wieder Zuhause sein. Nein, man sieht sich um, schlendert gemütlich die Gassen entlang und schaut sich das alljährliche Wunder der Natur an.
Die Bäume wollen schon grün werden. Zum Teil schaffen sie es schon. War das in Montbard ein Kirschbaum, der in voller rosa Blüte stand und die Tristigkeit der Stadt vergessen lässt, solange man diesen Baum ansieht? Das Gras ist schon am wachsen und sieht nicht mehr so niedergewalzt aus und schmutzig. Nein, ein richtig leuchtendes Grün ist schon zu sehen. Du wirst lachen, aber wir haben heute schon einen Mann den Rasen mähen sehen, vielleicht hat er ja zum Geburtstage einen neuen Rasenmäher bekommen und musste ihn schnell mal ausprobieren.
Was ich noch sehen konnte, das sind lauter verschiedene Blumen, die sich schon aus dem Boden getraut haben. Sogar der Löwenzahn wackelt schon gelbleuchtend im Wind. Und überall hört man schon die Trompetenkäfer.
Ja, jetzt bist du da und wirst den Winter verdrängen. Die Schneeschaufeln werden wieder in der Hütte verstaut und der Wintermantel in den Schrank gestellt.
Heute Mittag waren wir auch in unserem Wald. Es war nämlich das letzte mal dass wir die Mittagspause in diesem Wald bei Montbard machen konnte. Das war das ideale Wetter, dass wir uns schön von unserem Wald und dem Eremiten verabschieden konnten. Noch einmal die Eremitendusche beguckt, seinen Whirlpool, den Garten, den See mit dem überschwemmten Boot darin, der Bach mit dem viel zu klaren Wasser und die hübsche kleine Steinbrücke.
Bitte? Wie? Du bleibst nicht lange? Ja aber warum denn nicht?
Hm, ich weiß dass es dir leid tut, deswegen brauchst du nicht so bedröppelt auf den Boden schauen.
Tja, wieso soll das Wetter denn schlecht werden am Wochenende? Wir wollen doch alle, dass du bleibst. Du weisst aber schon, dass wir am Wochenende einen Halbmarathon laufen wollen? Da können wir keinen Regen und Windböen bis 50km/h gebrauchen?! Aber wenn du meinst, du bist noch etwas zu schwach, dann leg dich ruhig noch ein bisschen hin und komm dann umso kräftiger wieder zurück, wenn der Winter sein Pulver verschossen hat. Wir werden voller Sehnsucht auf dich warten. Aber danke schön, dass du uns schon mal daran erinnert hast, wie schön du bist.
Bis bald

1 Kommentar 14.3.08 14:30, kommentieren

Halbmarathon in Gray

So, nachdem Kerstin von ihrer Superbestzeit geschrieben hat, schreib ich auch noch einen Bericht von Gray.
Naja, wo fang ich denn an?
Am Start, das wär ja logisch, nicht wahr?
Ich hab drauf spekuliert, dass ich meine HM Bestzeit von 1:36:38 unterbieten könnte, wenn alles prima läuft. Wir werden sehen.
Pünktlich zum Start schoß jemand in die Luft, beziehungsweise in den strömenden Regen und die 481 Halbmarathonläufer stoben davon.
Ich stand ziemlich weit vorne, aber es war ok so. Nix Gedrängel. Ich habs gut erwischt diesmal.
Den ersten Kilometer lief ich natürlich viel zu schnell, in 4:12. So gehts ja net. Wobei ich sogar am Anfang ne Pace unter 4 Minuten hatte, aber schnell hab ich mich eingekriegt.
Schon hat es wieder aufgehört zu regnen, aber plötzlich war da ein Berg. Der war so 600 Meter lang. Gar nicht geil, kann ich gar nicht brauchen. Da verhagelts dir dein Vorhaben schon nach 2 km.
Ich musste mich zusammen nehmen um nicht zu schnell hoch zu laufen. Pfeif auf die Pace in dem Moment.
Nun denn, den Kilometer konnt ich nur in 4:52 machen, wobei das auch noch recht flott war für den Berg. Oben angekommen musste ich erstmal durchpusten. Das fiel leichter, weil ich ordentlich Luft bekam von dem starken Gegenwind.
Ich hab mich an zwei Kollegen gehängt und hab mich in den Windschatten gestellt. Das funktionierte einigermaßen und sie hielten mir den Wind ab. So konnte ich schön in 4:32 er Pace laufen. Manchmal 4:28, dann wieder 4:34. Es lief ganz gut soweit. Schließlich bog man ab und hatte Seitenwind. Das war etwas angenehmer.
Nach 5 km schlief mir langsam der linke Fuß ein. Was soll DAS denn jetzt? Ich schnüre meine Schuhe nie zu fest und das war auch heute auf keinen Fall so.
Immer mehr schlief mir der Fuß ein und es gab ein paar Stellen, an denen ich mit der Zeit kein Gefühl mehr hatte. Ich konnte es mir aber auch nicht erlauben da mal stehen zu bleiben und die Beine auszuschütteln.
Mit Rückenwind legte ich die nächsten Kilometer zurück, mit dem Nachteil, dass es furchtbar warm in den Klamotten wurde. Ausserdem schlief mein Fuß immer fester vor sich hin. Ihm war vielleicht langweilig.
Nach 10 km hatte ich 45:23 auf der Uhr stehen. Super, passt. Damit könnts sogar knapp reichen für die Bestzeit. Das fanden meine Füße auch und nach 11 km wachte der linke Fuß auch langsam wieder auf. Schon komisch, oder?
So tingelten wir nun an der Saone entlang, rauf auf eine Brücke, was mir natürlich wieder die Pace verhagelte und den 12. Kilometer lief ich nur in 4:40. Wo soll ich bloß die Sekunden aufholen?
Ich versuchte etwas schneller zu laufen, aber es ging nicht. Ich war haargenau an der Grenze. Lief ich 2 Sekunden schneller auf den Kilometer, merkte ich sofort, wie ich zumachte. Lief ich die 2 Sekunden wieder langsamer, war ich im Soll und konnte das Tempo beibehalten, das immer so bei 4:32 war.
Die Kilometer bis 16 liefen sehr gut und dann plötzlich regnete es wieder. Sehr pünktlich zu dem Zeitpunkt wo man nach 17 km nach rechts abbog und voll in den Gegenwind hinein. Es war fies, es war hart. Mir regnete es voll ins Gesicht rein und der starke Wind erledigte den Rest. Ich versuchte die Pace zu halten, aber es ging halt einfach nicht. So lief ich die folgenden Kilometer alle in 4:40 - 4:42 er Pace und so sah ich auch endgültig die Bestzeit dahin schweben.
Doch irgendwann hört jedes Rennen auf und schließlich kam ich nach 1:38:48 im Ziel an.
Nix Euphorie, nix Hochgefühl. Aber ich war trotzdem nicht unzufrieden mit der Zeit. Geht scho.
Ich frag mich bloß wo ich die 2 Minuten verloren hab. Da war natürlich der Berg und die letzten vier Kilometer. Aber dazwischen war ich eigentlich immer im Soll. Naja und der Lauf war wohl auch ein paar Meter länger.
Ich hängte mich nach dem Zieleinlauf erstmal über ein Gitter und ein besorgter Mitarbeiter kam zu mir und fragte, obs mir gut ging. Ich winkte bloß ab, aber er fragte mich nochmal, obs mir gut geht. Ja, es ging mir ganz gut, wie es einem numal so geht nach nem Halbmarathon.
Auf dem Weg zur Verpflegung gabs noch für jeden einen wunderschönen Pokal, den Hase sofort in den Müll werfen wollte, weil er einfach so prächtig anzusehen ist
Die Versorgung übrigens im Ziel war natürlich wieder tipptopp. Da sind die Franzosen echt der Hammer. Da wirst du versorgt wie ein König.
Aber ich hatte jetzt erstmal nicht viel Zeit um zu futtern, denn ich wollte unbedingt den Zieleinlauf von Kerstin sehen. So zog ich mich schnell am Auto um und trabte vor zum Ziel und siehe da, nach 1:53:19 kam Hase ums Eck gebretzt und hatte noch reichtlich Kraft für einen Schlussspurt. Sofort im Ziel nahm ich sie in die Arme und war mit ihr happy, dass sie so eine Superzeit gelaufen ist. Gleich kam auch wieder der Mitarbeiter an und fragte, ob es Kerstin gut geht. Ca va. Ca va et toi? Grins.
Nun wurde es aber Zeit, dass wir uns aufs Bufett stürzten. Die Lebkuchen, Orangen, Trockenfrüchte etc. warteten auf uns und vorallem der heiße Tee.
Hase kam auf dem Grinsen gar nicht mehr raus und ich grinste mit ihr mit. Schööön.
Ich bin fei scho arg stolz auf meinen Schatz und bin bestimmt auch ein bisschen schuld daran, dass sie so eine Zeit gelaufen ist.
Und dann fuhr ich uns im Regen zurück in den Hasenstall, wo wir gegenseitig unsere Heldenschmerzen klagten, wobei wir nicht vergaßen zu grinsen.
Zuhause angekommen, versuchten wir aus dem Auto zu steigen. Vor uns standen 5 Leute und waren sich gerade einig, dass alles immer schlimmer wird, denn auch hier war Kommunalwahl, als wir unsere lädierten Gräten aus dem Auto wuchteten und gleichzeitig: Aua, au, Aua sagten. Die Leute sahen uns etwas seltsam an, denn wer sagt schon aua und grinst dabei? Die Deutschen sind ja komisch drauf.

(Die Seite von myblog.de hat wohl momentan a bissal Schwierigkeiten.)

18 Kommentare 17.3.08 12:17, kommentieren

HTF

HÄ? HTF? Bahnhof?
Nein, am Bahnhof darf kein Cache gelegt werden. Es müssen mindestens 150 Fuß Abstand zu einem Gleis sein. Wegen Terrorgefahr und so. Es ist schon vorgekommen, dass ein Cache mal eben in die Luft gejagt wurde, weil er versehentlich für ne Bombe gehalten wurde. Deshalb auch der Sicherheitsabstand zu Gleisen.
Aber das wollt ich ja gar nicht sagen, sondern meinen HTF bejubeln.
Jetzt weiß der geneigte Leser immer noch nicht, was ein HTF ist, nicht wahr?
Ich bin am Dienstag schweren Herzens aus Frankreich von meinem Schatz zurück gefahren. Und um der Tristese der Autobahn zu entgehen, bietet es sich an, hin und wieder an Raststätten und Parkplätzen stehen zu bleiben um nach einem Cache zu suchen. In Frankreich in Besancon lag einer herum, das war die Nummer 93 für mich. Dann direkt nach Basel suchte ich den nächsten Cache an der Raststätte Windrose. #94
Weiter gings auf der Autobahn in der Schweiz und hab noch weitere Caches gefunden.
Einmal stand ich recht planlos mitten auf dem Parkplatz und so ein Typ, vielleicht 1,55 Meter groß glotzte mich die ganze Zeit an. Ich hab mich dann sehr unauffällig verhalten, bin mal aufs Klo, wieder zurück, hab aufs GPS geguckt. Das sieht dann so aus, als würd ich SMS schreiben. Und der Typ glotzt mich immer noch an. Dann glotz ich eben zurück.
Holt der doch tatsächlich seinen Felgenreiniger aus dem Auto, spritzt unmotiviert auf einer Felge herum und legt den Reiniger wieder in den Kofferraum.
Kann der sich nicht dünne machen? Meine Güte. Er hat dann noch 4x den Kofferraum aufgemacht und wieder zu und glotzte weiter. Ich stand weiter blöd mit meinem GPS herum und konnte mir auf die angegebene Position keinen Reim machen. Nach 20 Minuten wurde mir das zu dämlich und ich fuhr weiter. Kaum war ich auf dem Beschleunigungsstreifen, fiel mir ein, dass ich zuvor ne Notiz gemacht hab zu dem Rastplatz. Ich hätte eine Aufgabe lösen müssen. Aber auf der Autobahn umdrehen wär wohl nicht sehr schlau, gell?
Ärgerlich bin ich zum nächsten Stopp gefahren und konnte in einer Telefonzelle den nächsten Cache loggen.
In St. Margrethen musste ich noch einen Multi machen, dann gings über die Grenze nach Bregenz zur Pfänderbahn.
Den Cache hab ich schon vor 6 Wochen entdeckt, aber der Vorgänger hat den Cache falsch rum ins Geländer gesteckt, worauf ihn der Owner wieder reparieren musste. So konnte ich diesmal einfach hin, Namen rein schreiben und das Teil wieder zurück legen. Das war die #99.
Ich ging zum nächsten Cache, aber den konnte ich nicht finden. Ich musste einen rutschigen Weg hinauf und ein paar mal wär ich fast im Matsch rein gesemmelt. Mit viel rudern konnte ich mich halten. Dort suchte ich im Wald an den Wurzeln herum, aber der Cache blieb mir verwehrt.
Zurück gerutscht und weiter fuhr ich nach Lindau. Dort an einer evangelischen Kirche konnte ich dann endlich meinen 100. Cache heben. Daher auch die Überschrift: HTF = Hundred to find, weisch?
Danach hatte ich keine Lust mehr weiter zu suchen, weil jetzt auch Feierabendverkehr in Lindau war. So fuhr ich die letzten 100 km Heim und verewigte meine Loggs im Internet.

5 Kommentare 20.3.08 11:43, kommentieren

Test

Einfach nicht weiter beachten. Ich hab in HTML ne Testtabelle gebastelt.
Aber wieso ist der Abstand so groß vom Seitenanfang bis zur Tabelle?












---IIIIIIIVVVIVIIVIIIIXXXIXIIXIIIXIV
1ABCDEFGHIJKLMN
2BCDEFGHIJKLMNA
3CDEFGHIJKLMNAB
4DEFGHIJKLMNABC
5EFGHIJKLMNABCD
6FGHIJKLMNABCDE
7GHIJKLMNABCDEF
8HIJKLMNABCDEFG
9IJKLMNABCDEFGH
0JKLMNABCDEFGHI







































































































































































































--- I II III IV V VI VII VIII IX X XI XII XIII XIV
1 A B C D E F G H I J K L M N
2 B C D E F G H I J K L M N A
3 C D E F G H I J K L M N A B
4 D E F G H I J K L M N A B C
5 E F G H I J K L M N A B C D
6 F G H I J K L M N A B C D E
7 G H I J K L M N A B C D E F
8 H I J K L M N A B C D E F G
9 I J K L M N A B C D E F G H
0 J K L M N A B C D E F G H I

4 Kommentare 25.3.08 17:58, kommentieren