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Einigkeit? Und Recht und Freiheit

Armes Deutschland.
Die Nationalhymne sollte geändert werden, denn 'Einigkeit' gehört in 'Chaos' geändert.
Schon gehört? Sicher! Das Bundesverfassungsgericht hat das Rauchverbot in zwei Bundesländern gekippt.
Es darf jetzt wieder in kleinen Kneipen bis 75m² geraucht werden, wenn keine zubereitete Speisen angeboten werden und nur Erwachsene Zutritt haben.
Wie LÄCHERLICH ist denn das? Was ist das bitte für ein blödes Geäffe? Das halt ich doch im Kopf nicht aus.
Es war ja schon zu blöd, als vor, hm, knapp 3 Jahren beschlossen wurde, dass ein Rauchverbot kommen solle. Was war? Nach ein paar Monaten fällt so einem Schlaubischlumpf ein, dass das ja gar nicht Bundessache ist und die Länder selbst entscheiden müssen. Europa lacht sich schlapp.
Nun kam das 'Jawohl, machma,' möglichst einheitlich solle das Rauchverbot und ganz, ganz schnell durchgesetzt werden. Die Ärmel wurden hochgekrempelt und jedes Bundesland hatte ihr eigenes Gesetz vorliegen, wann wo nicht mehr geraucht werden darf, oder wo doch, oder auch nicht. Die eventuellen Strafen sind natürlich auch völlig unterschiedlich. Das hat eine Spannbreite von ein paar Euro bis zu tausenden von Euros. Naja, Einigkeit eben.
Nun hat jedes Land natürlich auch seinen eigenen Termin zur Umsetzung fest gelegt. Denn der Fasching, der muss schon noch raucherfreundlich gestaltet werden.
Mittlerweile greift aber das Gesetz in ganz einig Deutschland..... Obwohl...... es wär ja nicht Deutschland, wenns nix zu klagen gäbe. Denn wenn man bescheuerte Wenn und Achs zulässt und jeden Hundsfurz eine Ausnahmeregelung gemacht wird, dann kommen sie hinterm Ofen vorgehopst und schon wird geklagt. So wie jetzt die Gastronomen in Berlin und Saarland. Sie bekamen Recht und jetzt wirds erst so richtig spassig. Ich sehe eine Flut von Klagen kommen von Gastronomen, weil ja jetzt jeder eine Ausnahme will.
Da wirds nicht langweilig auf den Gerichten.
Aber ich habs mir schon in dem Moment gedacht, als klar war, dass die Länder selbst ihr Gesetz zusammen schustern müssen.
Ich frag mich echt, warum zum Geier man Ausnahmen machen muss? Wieso ist in anderen Ländern nicht so ein Gescheiß? In Frankreich, Italien, Irland undundund wird ein Gesetz verabschiedet: So Leute, jetzt ist Feierabend mit Rauchen in allen öffentlichen Gebäuden und sämtlichen Kneipen, Gaststätten, Hotels. PUNKT Es wird nicht gemurrt, es wird nicht geknurrt, es wird die Zigarettenpackung genommen und vor der Tür geraucht. PUNKT Aber nö, das geht ja in Deutschland nicht, Deutschland muss sich mal wieder in Europa lächerlich machen.
Stell dir mal vor, du bist Ausländer und guckst dir Deutschland an. Gehst nach Bayern, kriegst die Schaufel auf die Birne, wenn du die Zigaretten auspackst. Ausnahme: Bierzelt. HAAA Na gut, geh ich halt nach Baden Württemberg, da gibts ja abgetrennte Räume für Raucher. Stimmt doch?! Nicht immer? Wie oder was?
Er reist weiter ins nächste Bundesland und muss neben der Speisekarte erstmal das Gesetzbuch studieren, ob er in der Wirtschaft rauchen darf. Ist der Urlaub vorbei, hat er was zu erzählen Zuhause. Kopfschüttelnde Zuhörer sind das Ergebnis.
Ach ist das herrlich doof. Auch im schwarzverseuchten Bayern.
Da wird mal eben rumgeheult, dass auf der Wiesn doch kein Rauchverbot gemacht werden kann, weil das geht doch net. Winsel.
Gut, gibts halt ne Ausnahme.... für 2008. Achnöööö, dann nehmen wir doch 2009 auch noch mit. Nicht dass ich auch nur annähernd in Betracht ziehen würde einen Fuß aufs Oktoberfest zu setzen.
Ich wette hier und jetzt 5 Euro, dass auch 2010 in Bierzelten in Bayern gequalmt werden darf.
Ach, dann gibts ja noch die Raucherclubs. Supererfindung. Ich find das ja eher lustig mit den Raucherclubs. Da können sie sich ein Schild an die Tür pappen, dass das hier ein Club ist. Man kriegt einen Ausweis und schon ist die Fluppe an. Im blauen Dunst wird sich dann gegenseitig auf die Schulter gehauen, dass sie es dem Bundesland mit ihrer Genialität jetzt so richtig gezeigt haben.
In Kaufbeuren ist so ein Raucherclub, (Natürlich sinds vieleviele Clubs) jetzt im Sommer sind draussen aber Stühle und Tische aufgebaut. Soooo, jetzt frag ich mich aber, wie die rechtliche Situation nun ist. Darf man dort jeden bedienen? Auch Nichtraucher? Man würde sagen, klar, man muss ja nicht in die Kneipe rein gehen.
Dem entgegne ich, dass, wenn ich eine Gastronomie nutze, ich womöglich nach dem dritten Bier aufs Klo muss. Und wo ist die Toilette? Richtig: IN der Kneipe. Muss ich jetzt erst Mitglied im Raucherclub werden, damit ich auf die Toilette gehen darf? Und wieso wird mir dann zugemutet durch den Krebsduft zu waten? Müsste dann nicht eine seperate Toilette für Nichtraucher ausserhalb des Raucherclubs angeboten werden? Ich frag mich mal bei der Stadt durch, denn schließlich bin ich auch ein Deutscher.

5 Kommentare 1.8.08 06:09, kommentieren



Huber, Beavis and Butthead

Ist die Ähnlichkeit nicht verblüffend?

3 Kommentare 3.8.08 19:37, kommentieren

Sensationell

Der Hammer
Heute in deutschlands dümmster Prollzeitung
Ihr wisst schon
Angst, Hass, Titten und der Wetterbericht

Angelina Jolie stillt mit beiden Brüsten

Ausserdem fragt Blöd.de: Cremt hier Carla Bruni dem Sarky die Nase ein?

Ist doch stark oder? Ich wollt schon immer mal ein Foto sehn, wie eine Frau einem Mann die Nase mit Sonnencreme einschmiert.
Merke: Auch Präsidenten können sich die Nase verbrennen

7 Kommentare 5.8.08 23:17, kommentieren

Jungholz

Wieder ein schöner Cachetag geht zur Neige.
Diesmal war ich in Jungholz. Da hat einer eine schöne Serie gelegt mit 13 Caches auf einem Rundweg um Jungholz.
Das Wetter war super mit 24 Grad, da geht was. Also gegen halb 11 in der Früh ins Auto und nach Österreich rüber jemacht.
Lustig find ich das ja schon, dass Jungholz zu Österreich gehört, wo es doch völlig abgeschnitten ist von Restösterreich und nur an einem Punkt das Festland berührt. Wir haben Helgoland, Österreich hat Jungholz.
Bald war ich dort angelangt und hab das Auto abgestellt. 50 m vom ersten Cache entfernt. Und schon hier war ich 600 Meter bergauf gefahren. Also Sonnenbrille auf die Nase und ins Gehölz gelatscht. Ich fand die Dose, die war verschraubt in einer Holzscheibe. Raffiniert, gell? Das geht ja gut los und so machte ich mich nun auf den Rundweg um Jungholz.
Nach 600 Metern war ich bei der zweiten Stelle und da fiel das Suchen komplett aus. Denn auf der Bank, vor einer Hütte, wo der Cache liegt, saßen zwei Leute. Mist. Aber als sie mich sahen, mit GPS in der Hand, haben sie mir die Dose grinsend entgegen gestreckt. Die beiden, ein Paar aus Schaffhausen in der Schweiz stammenden, waren ebenfalls auf der Runde zum cachen. Wir trugen uns zu dritt ein und schon lief ich nun den Berg hinauf. Ich kann doch net ein Marathonhemd anhaben und dann normal gehen?! So trabte ich eben vor mich hin zur dritten Dose. Tja. Nu such mal schön Charly. Die Koordinaten machten mich irre, ständig hüpfte das Signal. War ich mal 10 Meter weg, warens im nächsten Moment schon 25 Meter. So ein Käse. Mittlerweile waren die Schweizer eingetroffen und zu dritt suchten wir in dem sumpfigen Gelände nach der Dose. Ich fand sie schließlich auch, an einer kleinen Tasche hängend an einer Wurzel. Alle loggten wir uns ein und schon lief ich wieder voraus.
Bei der vierten Dose hab ich die Grenze nach Österreich überschritten. Das hieß auch, dass ich keine Karte mehr aufm GPS hatte. Aber das machte mir eigentlich kaum Schwierigkeiten.
An der vierten Dose angekommen, suchte ich erstmal den Boden ab. Nix. Der Cache hieß 'Baumkraxeln' Die Schweizer waren schon wieder da und ich legte alles auf den Boden um den Baum zu erklimmen. Die Schweizer suchten vorsichtshalber noch die Bäume ab. Und tatsächlich war die Dose in Brusthöhe baumelnd am Baum. Also nix mit klettern.
Wieder trugen wir uns ein und schon verschwand ich weiter.
Die fünfte Dose fand ich sofort und schrieb einen Gruß an die Schweizer rein, denn wenn ich die so schnell find, dann wart ich jetzt nicht mehr ab. Weiter auf zur sechsten Dose, die ich auch schnell fand, ich musste mich aber mit Loggen beeilen, weil ich kurz zuvor zwei Wanderer überholt hab. Und die sollen ja nicht sehn, was ich da mach. Ich habs knapp geschafft und bin zur siebten Dose. Kein Problem. Die Achte war schon schwieriger. Die Filmdose war in einem Baumabschnitt eingeschraubt. Da kannst dich auch totsuchen. Aber ich hab das gleich erkannt.
Nun weiter zur Nummer 9. Das flutscht aber auch. Ich loggte die schnell gefundene Dose und machte mich auf den Weg zur Nummer 9....... Öhm. Hoppla, da hab ich mich doch tatsächlich verfranst und bin von der 8 direkt zur 10 gelaufen.
Vielleicht sollte ich auch mal was von der Gegend erzählen, nicht dass wieder mal vermutet wird, dass ich nur einen Blick fürs GPS und die Dosen habe. Neeeee, die Gegend war traumhaft. Dieses Jungholz ist eingekesselt von lauter Bergen. Schönen, grünen Wiesen und viel Wald. Eine herrliche Ruhe ist da, denn was sollte denn auch Krach machen, ausser die Jungholzer selber? Ausserdem gibts hin und wieder einen Brunnen, aus dem eiskaltes, herrliches Wasser raus kommt. So was gibts in keinem Laden zu kaufen. Und gegrüsst wird man auch von Jedermann mit einem herzlichen Servas.
Kann ich jedem nur empfehlen mal ein ruhiges WE dort zu machen, oder gleich ein paar Wochen.
Aber ich bin ja bei der zehnten Dose stehen geblieben und es roch doch schon nach Ziel. Ich musste also zurück und einen andern Weg nehmen um die Nummer 9 endlich zu finden. Aber dieses Endlich dauerte endlos.
Bei dem Baum, der die Dose verbarg, suchte ich mir echt einen Wolf. Die Dose war irgendwo im Moos an dem Baum versteckt und ich fand die nicht ums verrecken. Ich hab keine Ahnung, wie oft ich am Rand der Wertach um den Baum gefetzt bin. Alles suchte ich doppelt und dreifach ab, aber nix. Der letzte Logeintrag war auch schon vom 25.7. in der Zwischenzeit hat keiner die Dose gefunden. Weg? Ich hab nicht aufgegeben und spähte in viele tiefe Löcher hinein, ob sich dort etwas versteckte. Fehlte nur noch, dass mir was ins Gesicht hüpfte oder in die Finger biss, wenn ich so in die Löcher langte. 2 mal wollte ich schon aufgeben, hatte schon wieder die Sonnenbrille auf der Nase und war reisebereit und starrte den Baum an. Gibts net, nochmal alles abgelegt und weiter gesucht und schließlich hab ich doch die Dose gefunden. Nach über einer halben Stunde Suche an diesem doofen Baum. Die Dose ist in der Wurzel ein gutes Stück nach unten gerutscht und war echt furchtbar schwer zu finden. Ich stopfte nach dem Logg die Wurzel etwas aus, dass die Dose nicht wieder nach ganz unten rutschen konnte und machte mich endlich weiter auf den Weg zur Nummer 11. Hier war die Dose in einem präparierten Ast verklebt. Aber ich hab den Ast gleich gefunden. Irgendwie kriegt man halt doch ein Auge für die Cacheverstecke. Da fällt mir ein, mit der Nummer 11 hab ich insgesamt die 350. Dose gefunden. Jubel, auf gehts
Weiter nun zur 12. Dose und hier überquerte ich auch wieder die Grenze nach Deutschland. Schön, wenn man dann die restlichen Dosen so schnell findet.
Es ging weiter zur letzten Dose an einer Brücke und dort bedankte ich mich für die tolle Runde, die mir der Owner beschert hat und ich war happy, dass ich sogar alle Dosen gefunden hab. Jetzt musste ich aber noch zum Auto, dazu musste ich aber auch einen ziemlich weiten Weg noch bergauf laufen und das fiel nach knapp 15 km nicht mehr so leicht.
Tropfend kam ich beim Auto an und trank erstmal die 2 - Literflasche im Auto fast leer.
Und nach 3 1/2 Stunden machte ich mich auf den Weg nach Hause.
Schön wars. Die nächste Tour wartet schon auf mich.

1 Kommentar 6.8.08 21:08, kommentieren

Grins


Was zu grübeln.

qrcode

5 Kommentare 8.8.08 23:49, kommentieren

Aufklärung

Tja, nachdem die halbe Welt, die täglich bei mir im Blog vorbei schaut, verzweifelt gegrübelt hat, was es mit dem komischen Dingens auf sich hat, kommt jetzt die Aufklärung.

Es handelt sich hier um einen QR-Code.
Häääh?
In Japan ist QR Code schon sehr häufig anzutreffen. Das wurde von einer schweizer Firma entwickelt und funktioniert im Prinzip ähnlich, wie der allgemein bekannte Code, den die nette Verkäuferin braucht um die Waren über den Scanner zu ziehen.
So ist es auch mit dem QR Code. Allerdings braucht man dazu keine Aldi-Kasse, sondern ein Handy. Erst wird eine Software aufs Handy geladen und dann kann man den Code fotografieren und weiß, was es damit auf sich hat.
Eigentlich könnte man so einen Code überall hinpappen. So könnte man sich in einer Stadt orientieren.
Man sieht an einem Gebäude so einen QR-Code, scant ihn mit dem Handy und kann direkt am Handy ablesen, dass es im Jahre 1348 erbaut wurde.
So kann man sich auch gegenseitig Codes schicken.
Wer es haben will, kann sich hier informieren
QR-Code


Wie ich drauf gekommen bin ist ja eh klar. Wieder mal Geocaching dran schuld. Ein Freund von mir hat einen Cache versteckt und einfach nur so ein komisches Muster eingegeben. Kein Hinweis, nix. Nur dieses Dingens. Da saß ich auch erst mal blöd rum und starrte das Bild an und kam net drauf. Ich fuhr dann an die angegeben Koordinaten und fand ein weiteres solches Bildchen. Half mir nicht unbedingt weiter, ausser dass ich fest gestellt hab, dass beide Bilder verschieden aussehen. Hmmm. Könnte ein Code sein. Also mal bissal gegoogelt und schon hatte ich die Antwort. Schnell die Software runter geladen und die Bilder fotografiert. Schon wusste ich, an welche Koordinaten ich gehen musste.
Ich fuhr dann am Abend nach Kaufbeuren und als ich so vor mich hinsuchte, kam auch schon mein Freund angeradelt und beobachtete mich grinsend. Nach dem Fund gings noch zu ihm auf die Terrasse auf ein Bierchen. Man kann sich anschließend einen Code ausdrucken und dem Ehegatten/Gattin auf den Tisch legen mit den Worten

qrcode

2 Kommentare 12.8.08 06:34, kommentieren

Raus ausm Quark

Seit dem Marathon in Freiburg, auf den ich so richtig hintrainiert hab, ist nix mehr Trainingstechnisch mit mir passiert. Ich hab die letzten 4 Monate zwar noch 3 Marathons gemacht, aber drauf hintrainiert hab ich nicht. Ich hatte auch keine Lust dazu. Das Ende vom Lied war, dass ich in Füssen in 4:25 ins Ziel kam. Gut, die 25 hat mir noch gefehlt, hätt ich eh irgendwann gemacht.
Hat mich auch nicht sonderlich fertig gemacht. Ich denk mir halt, ich will nicht immer nur trainieren und trainieren, ich will auch mal ein paar Monate im Jahr blöd vor mich hinlaufen, grad so wie ich eben Lust hab. Das hab ich ja jetzt zur Genüge getan und mal ehrlich. Wie geil ist denn das, wenn man bei 30° Intervalltraining macht? Ungeil, genau. Und nachdem nun abzusehen ist, dass das Wetter immer kühler wird, packt es mich wieder. Im Herbst wird ein schneller Halbmarathon gelaufen. Jawohl. Und so wie es aussieht am 26. Oktober in Basel. Und ich versprech auch, dass ich unterwegs keinen Cache such. Mach ich erst nach der Ziellinie
So, nun wird auf diesen HM hingebolzt. Mein Trainingsplan lag auch auf Eis, aber die Zielzeiten stehen noch drin, dementsprechend hart wäre das Training. Aber das Training kann ich jetzt gar nicht machen. Ich wär ja nur am kotzen.
Also vor 3 Tagen aufgerafft. Ich wollte einen Tempolauf machen über 6800 Meter in 4:35 er Pace. Mein Plan sagte was von 4:21er Pace. Haha. Losgesaust und nach schon 2 km in 4:33 er Pace musste ich keuchend stehen bleiben und eine Gehpause einlegen. Boah, das war zu schnell. Nach ein paar Sekunden hab ich mich wieder aufgerafft und musste nach einem weiteren Kilometer wieder stehen bleiben. Kurz pausiert und wieder losgesaust. Wieder 1 km später Gehpause. Gottogott, bin ich schlecht. Ich bin der Abfall der Läufergilde. Ich bin Ausschuß. Ich bin so schlecht. Aber ich raffte mich immer wieder auf, jeden Kilometer machte ich kurz Gehpause, bis ich 7 km zusammen hatte. Die letzte Pace war auch noch die Krönung mit einer 4:52 er Pace. Boah, ich lach mich tot..... Wenn ich wieder Luft dafür hab.
Halbwegs unzufrieden watschelte ich Heim. Am nächsten Tag tat mir die Hüfte und der Oberschenkel weh, fühlte sich wie eine Zerrung an. Aber am nächsten Tag gings schon besser. Aber statt gemütlichen 11 km machte ich gleich mal Laufpause und verschob meinen Plan entsprechend.
Heute durfte ich Intervalle machen. Plan sagt 3x3600 Meter in 4:33er Pace. Mein im Kopf umgestellter Plan sagt aber, dass ich in 4:45er Pace laufe und guck, ob ich das überhaupt gebacken krieg. Ich hatte Glück, denn ich traf genau das Zeitfenster, wo es nicht geregnet hat. Den Rest des Tages war bonjour Tristesse.
1500 Meter einlaufen, erster Intervall in 4:42 er Pace. Ist ok, passt doch, sogar a bissal schneller als geplant. Trabpause für 1200 Meter und wieder losgesockt. Diesmal hatten die Satelliten mit mir ein Problem und weigerten sich, mir Daten anzuzeigen. So musste ich nach 1000 Metern meine Pace schätzen, aber ich müsste sie hingekriegt haben, wahrscheinlich war ich sogar unter 4:40. Geht doch auch, oder? Wieder 1200 Meter getrabt und den Forerunner nebenbei neu gestartet, damit die Satelliten wieder mit mir waren.
Die Beine waren auch schon recht schwer, ich sag ja, nix mehr gewohnt der Bub. Wurscht, ich lief wieder an zum dritten Intervall. Fiel mir natürlich leidlich schwer, aber auch hier hatte ich eine Pace von 4:40. Zufrieden mit mir, dass ich nicht auf die Strecke gereiert habe, lief ich zum Sportplatz und zog meine Schuhe aus um im wieder anfangenden Regen noch ein paar Runden barfuß zu laufen.
Die Dorfjugend war auch zugegen.
Ein paar Wortfetzen fing ich auf.
Dorfjugendlicher: Ich hab ey letztens auch son Jogger gesehn, der hat son Pulsmesser angehabt, ich hab gedacht, der hat nen BH an, oder so, das hat voll krass ausgesehen.
Ich lief weiter, auf der nächsten Runde wurde die Jugend mutig und rief mir ein Hopphopp entgegen.
Ich blieb stehen und hab gefragt, warum sie nicht mitlaufen?
Wegen Faulheit, war die Antwort.
Achso
Weiter lief ich und dann sah ich, wie zwei Typen die Schuhe ausgezogen hatten und ebenfalls um den Sportplatz liefen. Einer machte nach 250 Metern schlapp, der andere machte aber 3 Runden mit. Geht doch
Danach lief ich barfuß Heim und war doch recht zufrieden mit dem Lauf. Es wird wieder und Ende Oktober hau ich meine Bestzeit zu Klump.
Aber dafür sollte ich auch noch mental besser werden und mich quälen wollen. Daran haperts auch noch a bissal. Aber das krieg ich hin.

10 Kommentare 15.8.08 21:43, kommentieren

Mei da machsch was mit

Hallo ausm Elsass. (Das scharfe S gibts heut net)

So als Urlaubshasenmann kann man wunderbar auf Geocachingsession gehen, was ich auch ausgiebig mache.
Ich hab dadurch jetzt auch gut 30 Dosen gefunden in ein paar Tagen. Da geht was. Und Flecken im Elsass entdeckt man da, das ist schon äusserst beeindruckend.
Am Dienstag hab ich mich auf den Weg ins Wormsatal gemacht.
Dort gibts eine Serie von 13 Caches und die Dauer der Runde war mit bis zu 8 Stunden angegeben. Pah, alles Schattenparker und Sitzpinkler, iiiich mach die Runde in 4 Stunden, lächerlich.
Also rüber hinter Munster und das Auto abgestellt. Es ging sofort sanft bergauf, nach 500 Metern kam ich bei der Dose mit der Nummer 12 raus...... Ähm. Schon verbockt, gleich am Parkplatz den falschen Weg genommen. Naja, dann hab ich eben die 12. Dose als erstes gemacht und damit ich nicht umdrehen muss, hab ich mich durch den Wald gekeilt um auf den andern Weg zu kommen. Dabei musste ich auch noch einen Zaun überklettern. Das ging ja gut los.
Nun fiel mir auch noch auf, dass ich die Koordinaten für die erste Dose nicht auf dem GPS hatte. Super. Pfff. Geht ja gleich noch besser los. Naja, kann mir Kerstin später übers Telefon nachreichen, dachte ich.
Also marschierte ich mit Rucksack wie ein Wandersmann durch die Prärie. Laufschritte waren auf dem Terrain eh nicht möglich. Zu holperig war der Weg.
Schnell war ich bei der Dose Nummer 2. Schnell gefunden und schon gings weiter. Na das flutscht doch. Ich revidierte meine Zielzeit auf 3 1/2 Stunden. Das wär doch gelacht.
Es ging nun bergauf und das Gelände wurde immer unebener. Der Weg bestand aus Felsbrocken von etwa 15 cm Durchmesser. Darauf turnte ich herum und ging immer höher in diesem Tal hoch.
Die Nummer 3 fand ich auch noch recht schnell. Nur 3 Minuten Suche und an einem steilen Hang leuchtete mir die Dose entgegen. Hochgekraxelt und den Log gemacht.
Schaff ich locker in 3 1/2 Stunden.
Nun kam ich in eine unglaublich schöne Gegend, richtig wild mit Wasserfall und Holzbrücken, Riesenfelsen, Serpentinen, Wald und verheerendem Satellitenempfang. An einer Quelle machte ich eine Trinkpause, legte meinen Rucksack ab, dazu noch das GPS und meine Brille daneben. Ich trank aus dem klaren Back und schüttete mir Wasser über den Kopf. Es war warm, weisch?
Danach suchte ich mein Zeug wieder zusammen und genau in dem Moment wo ich denke, wo denn wohl meine Brille ist, hörte ich es auch schon knirschen unter meinem Fuss. Ah, da isse ja schon. Ich fluchte auf mich und schimpfte mich einen Volldeppen, der doch gar nicht so blöd sein kann. Ein Brillenglas hab ich aus dem Rahmen getreten, aber o Glück, ich konnte es wieder in die Fassung drücken. Alles wieder gut. Und schon machte ich mich weiter auf die Suche der vierten Dose. Nach 200 Metern durch das Gelände meinte mein Gerät, ich solle doch bitte wieder 25 Meter zurück. Immer wieder narrte mich das Teil, so schlecht war der Empfang. Hoch und runter lief ich und dann, als sich der Empfang endlich beruhigt hatte, konnte ich auch ausmachen, wo die Dose sein könnte. Dazu musste ich auf einen hohen Felsen klettern und dort in einer Felsspalte mit einem dort liegenden Stock die Dose herzitieren. Ich machte ein unglaublich blödes Gestell auf dem Felsen und wie es nunmal sein muss, kamen auch zu dem Zeitpunkt einige Muggels vorbei und sahen mich komisch an. Was der da oben macht? Ich glaub, die rätseln heute noch. Mit viel Gleichgewichtssinn hab ich den Log hinbekommen und bin wieder vom Felsen runter gehopst. Puh. Aber ich schaffs bestimmt in 4 Stunden. So in etwa wie der junge Herr musste es bei mir auch ausgesehen haben. Das ist ein Bild von einem Vorlogger.
Weiter wanderte ich dem Weg entlang, immer noch stetig bergauf und kam nun an einer Art Gebirgssee vorbei. Mei war das schön da. Ringsum waren Wälder und auf einer Seite eine Felswand aus riesigen Felsen, die 300 Höhenmeter nach oben ging. Ich umrundete den See und musste nun in den Felsen nach der Dose suchen. Der Hinweis hiess 'Unter einem grossen Felsen' Haaaaaaaa haaaa ich lach mich tot. Es waren etwa 17000 grosse Felsen. Naja, alle abklappern könnte Zeit kosten. Auch der GPS Empfang machte mir Sorgen. Kaum war ich in der Nähe der vermeintlichen Stelle, wurde mir gesagt, dass ich 20 Meter weg bin und so ging das ständig. An dem See waren auch einige Muggels, die schön beobachteten, wie ich über die Felsen kletterte und in Felsspalten schielte. Hin und wieder, wenn ich zurück blickte, sah ich einen schüttelnden Kopf.
Ich suchte gut 1 Stunde und fand nix. Das hat mich doch a bissal frustriert und hab mich von dem See verabschiedet. Kann man hier ganz gut erahnen, dass es a bissal schwer ist mit Suchen.
Weiter ging der Weg in Serpentinen hoch in den Wald und nun gab der Satellitenempfang in dem Wald völlig den Geist auf. So kam ich irgendwann am Stausee oben an und wurde erstmal von einem laut plärrenden Kind empfangen, bei dem sich mir die Fussnägel aufrollten. Und über den Stausee hallte es auch so schön. Wunderbar. Hier stellte ich auch fest, dass ich an der letzten Dose 200 Meter vorbei gelaufen bin. Denn nun hatte ich wieder Empfang. Ich konnte aber zwischenzeitlich die Dose Nummer 7 loggen, während ich von der anderen Seeseite vom Kind angeplärrt wurde.
Ich ging nun zurück zur Nummer 6 und suchte mir auch hier einen Wolf. Auch diese Dose konnte ich nicht finden. Nochmal Frust. Nochmal zurück. Das hiess ja auch, dass etwa 2 1/2 Stunden für diese 2 Nichtfinddosen draufgegangen sind. Klar, dass ich so die Runde nicht in 4 Stunden schaffen würde.
Ich kam nun wieder am Stausee an und wurde von einem plärrenden Kind empfangen.... Ach das hatten wir ja schon, aber es kam mir nunmal wie ein Déjà vu vor. Ich machte mich auf den Weg zur Nummer 8 und hörte noch lange dieses langanhaltende Plärren.
Zum Glück hatte ich hier auch die höchste Stelle der Runde erreicht und von nun an gings eigentlich nur noch bergab. Das fand ich nicht schlimm, sozusagen. Auch die Wege waren hier auch um ein vielfaches besser. Das Gröbste war wohl überstanden und ich hatte schon über 4 Stunden auf dem Buckel.
Ich fand die Nummer 8 erfreulich schnell und nun hatte ich auch nach 3 Stunden wieder Handyempfang, was ich daran merkte, dass es aus dem Rucksack dudelte. Hase hat mir geschrieben. Ein Anruf an der Dose Nummer 9, die wieder mal im steilen Gelände war verlief ohne Ergebnis, die Verbindung war schnell wieder weg. Schade.
Bald war es geschafft, hoffte ich. Ich war nur noch 3km vom Parkplatz entfernt. Aaaaber, 3 km Luftlinie heisst nicht 3 km auf den Wegen, vorallem nicht in den Vosgesen. Serpentinen heisst das Stichwort. Und auf der Suche nach der Dose Nummer 10 hörte ich auch schon wieder ein altbekanntes Geräusch. Richtig, das Plärrkind kam näher mit der Familie, es brüllte immer noch wie am Spiess, nix hatte sich geändert, ausser dass das Kind auf dem Rücken von Mutti fest geschnallt war, die es jetzt in Stereo und Dolby Sorround in beide Ohren abbekam.
Mich machte dieses Geschrei ja schon als Aussenstehender fertig. Manoman.
Ich suchte eifrig die Nummer 10, das mir schwerer fiel, als es sein müsste. Ich kletterte einen steilen Hang hoch, hielt mich immer wieder an Ästen fest und Wurzeln und zog mich hoch. Als ich fast da war, stellte ich fest, dass ich eine Serpentine zuviel gelaufen bin. Diese Erklimmung hätte ich mir sparen können, aber der Empfang, der Empfang.
Nun weiter mit mir, es lag jetzt nur noch die Dose mit der Nummer 11 vor mir und auch hier musste ich nochmal, wie in den Felsen von Nummer 5 wie eine Gemse über grosse Felsbrocken balanzieren. Doch hier fand ich die Dose sofort.
Ich gönnte mir einen Blick nach unten und war überrascht wie hoch ich war und wie angstlos ich da über die Felsen kletterte. Respekt und vorsicht ja, aber die Düse sollte einem da nicht gehen.
Zurück wurde geklettert und als ich unten war konnte ich auf dem Weg sogar Laufschritte machen und das sogar für 2 km. Mir reichte es nämlich jetzt schon lange und ich wollte nur noch schnell ins Auto, schliesslich wartete ja auch Hase Daheim auf mich und rechnete nicht damit, dass ich so lange brauchen würde, ich übrigens auch nicht.
So lief ich nun dem Tal entgegen und wanderte den letzten Kilometer, auf dem auch wieder kein Laufen möglich war. Und nach gut 6 1/2 Stunden kam ich mit schmerzenden Gliedern, vorallem an den Fussgelenken am Auto an. Ich suchte nicht mal mehr den Bonuscache und holte auch nicht mehr die Infos von der ersten Dose. Einfach nur noch Heim. Die anderen Dosen mach ich ein andermal.
9 Stunden nachdem ich mich von Kerstin verabschiedet hatte, kam ich wieder Zuhause an und klagte mit leuchtenden Augen mein Leid.
Obwohl die ganze Runde irre anstrengend war, das Tal war ja so schön, das kann ich nur jedem empfehlen.
Nebenbei warens auch noch gut 22 km.
Hier noch ein paar Eindrücke und das Höhenprofil
Gestern machte ich dann Geocaching light. Ich suchte mir eine Runde aus, die ich meist mit dem Auto anfahren konnte. Das hiess Fahrten in die Weinberge und wieder hoch in die Vosgesen. Und da überall in diesen Bergen Schlösser stehen, die zum Teil superrestauriert sind, gibts auch Unmengen von Touristen. So wars auch am Schloss Königsburg so. Eine Riesenschlange von parkenden Autos und ich auf der Suche nach der goldenen Dose. Während alle INS Schloss gingen, lief ich aussen rum und suchte die Mauer ab. Und so sieht das Schloss aus.
Dann noch schnell die gewaltige Aussicht genossen. Boah, war ich weit oben, man konnte ewig weit sehen und die Dörfer und die Städte vom Elsass waren so winzig klein. Relativ kalt war es zudem auch noch dort oben. Schliesslich wieder den Berg runter
gefahren und an einem alten Pavillon halt gemacht. Dort war 'im Herzen einer Eiche' ein Cache. Ich fand die Eiche auch und ein grosses Loch darin. Ich fasste zunächst vorsichtig in das Loch, in der Hoffnung, dass mich nix in die Finger biss. Nachdem nix nach mir schnappte, fasste ich forscher in das Loch, erkundete es und war bald bis zum Oberarm im Loch verschwunden. Hmm, keine Dose. Was tun? Ich ging zum Auto und holte meine Taschenlampe. Erstmal reinleuchten. Brachte mich auch nicht weiter. Nochmal zum Auto, Handy geholt, auf Kamera geschaltet und nach einigen Verrenkungen mit Lampe und Handy ein Foto geschossen. Hmmmm, nix zu sehen.
Der Boden war auch recht erdig in dem Loch, also grub ich mit einer Hand im Boden herum, bis es plötzlich anfing auf meinem Unterarm zu kribbeln. Ich zog den Arm aus dem Loch und stellte fest, dass ich einen Ameisenhaufen gestört hatte. Die Ameisen machten einen wohlgenährten Eindruck und waren gut 15 mm lang. Ich streifte die schwarzen Tierchen ab und liess sie beruhigen. Da gings nun turbulent zu, man konnte ihnen ihre Krise anmerken.
Ich wollte es nun gut sein lassen und leuchtete nochmal um den Baum herum, dabei fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Neben dem grossen Loch war auf der andern Seite ein viel kleineres Loch und das war mit einem flachen Stein geschützt und natürlich war da die Dose drin. Tja, nicht immer ist die Dose da, wo sie scheint zu sein. Wieder was gelernt und meinen Logeintrag gemacht.
Ich fand dann noch ein paar Dosen in den Weinbergen und nahm noch ein paar von den schon fast reifen Früchten mit. Vorallem die Roten sind ganz schön lecker.
Das war dann ein relativ einfacher Cachetag mit 8 gefundenen Dosen.

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