Archiv

Mein Freund das GPS ist tooooot




Ich wollt’ dich längst schon wieder seh’n,
mein alter Freund aus Cachertagen,
ich hatte manches dir zu sagen
und wusste, du wirst mich verstehn.
Als kleiner Junge kam ich schon zu dir mit all den Cachersorgen;
Ich fühlte mich bei dir geborgen, und aller Kummer flog davon.
Hab ich in deine Karten geweint,
strichst du mit deinen Satelliten mir übers Haar,
mein alter Freund.

Refrain:
Mein Freund das GPS ist tot, es fiel im frühen Morgenrot.

Du fielst heut’ früh, ich kam zu spät, du wirst dich nie im Wind mehr
wiegen, du musst ohne Strom am Schreibtisch liegen, und mancher der vorüber geht, der
achtet nicht den Rest von Leben und reißt an deinen schwarzen Knöpfen, die
labberig sich zur Erde neigen. Wer wird mir von nun die Ruhe geben, die ich
in deinem Display fand? Mein bester Freund ist mir verloren, der mit der Cacherzeit mich verband.

Refrain:
Mein Freund das GPS ist tot, es fiel im frühen Morgenrot.

Bald wächst ein Haus aus Glas und Stein dort, wo man den Cache hat einst gelegt, bald werden graue Mauern ragen, dort, wo er liegt im Sonnenschein.
Vielleicht wird es ein Wunder geben; ich werde heimlich
Darauf warten, vielleicht wird GARMIN es schnell starten und es erwacht zu
Neuem Leben. Doch wird es zurück vom Service sein, und wenn auch
Viele Tage gehen, es wird dann wieder Meines sein.

Refrain:
Mein Freund das GPS ist tot, es fiel im frühen Morgenrot.


Tja, gestern hat meinem GPS, dem guten Garmin Etrex Vista HTX der Schlag getroffen.
Ich hab da a bissal was ausprobiert mit Zigarettenanzünder und Kabel und so und ZACK!!! Feierabend, dunkel ward alles und Nacht. Kein Funken Leben mehr in ihm. Ich hab ihm den Rest gegeben.
Nun beginnt eine grausame Leidenszeit. Mindestens 14 Tage muss ich ohne ihn zurecht kommen. Solange dauert es, bis es auferstehen wird von den Toten, sitzen wird zur Rechten des Charly...
Aus Asche wird er neu entstehen. Usw. usw.
Aber dann isser wieder wie neu.
Und meine Karriere als GPS Defibrillator kann ich auch gleich an den Nagel hängen. Niieee mehr probier ich irgendwelche Faxen aus, die dem Vista nicht gut tun.
Isch schwör.

8 Kommentare 3.9.08 21:19, kommentieren



Neulich auf den Bäumen

Naja, dann Geocaching mit dem Forerunner.
Aber von der Orientierung her brauchte ich nicht viele Koordinaten, denn diesmal gings in die Bäume.


Martin und ich verabredeten uns für einen T5 Cache. T5 heisst Terrain 5 und ist die schwerste Terrainwertung für einen Cache. Ein T1 ist zum Beispiel für Rollstuhlfahrer geeignet. Ein T3 ist schon sehr anspruchsvoll. Bei T4 überlegt man sich 3x ob man den Cache sucht und bei T5 ist der Respekt sehr groß.
Schon lange nervte mich der Cache in der Anzeige. Denn immer wenn ich die geocaching.com Seite aufmachte, guckte mich der 'Stabru@night' an. So heisst der Cache. Also diesmal sollte er gemacht werden.

So traf ich mich mit Martin um 20 Uhr in Kaufbeuren und dann waren wir bald an den Startkoordinaten. Von hier aus brauchten wir 'nur noch' eine Taschenlampe und eine Kletterausrüstung. Das GPS konnte im Rucksack verschwinden.
Da ich ja überhaupt keine Erfahrung im Seilklettern hatte, sollte der Martin mal vormachen, wie sowas funktioniert.
Ich suchte einen Stein im Wald, dieser wurde in eine Socke gestopft, ein dünnes Seil wurde dran gemacht und über einen dicken Ast geworfen, an dem ein Reflektor hing. Der erste Baum wurde gut getroffen, der Stein flog über den Ast und schon hatte ich ihn in der Hand.

Dann wurde ein Kletterseil an das dünne Seil gebunden und über den Ast gezogen. Als das Seil wieder da war, wurde das dünne Seil abgemacht und das dicke Seil um den Baum gewickelt und mit einem Karabinerhaken fest gezurrt. Martin hat dann so Klammern an das Seil gemacht und eine Fußschlaufe. Damit konnte er sich Huberbuammäßig nach oben ziehen. ich durfte das Seil auf Spannung halten. Ratzfatz war Martin oben und fand das Schild und rief mir zu 'A=4' Woraufhin ich das Seil abmachte, dass sich Martin abseilen konnte. Kurz zuvor kamen noch ein paar Radler vorbei und interessierten sich nicht die Bohne dafür, was wir da machten. Es ist wohl ganz normal, dass in der dunklen Nacht Leute in die Bäume klettern und mit Taschenlampen in dieselben hineinleuchteten.
Wir packten den Kram zusammen und machten uns mit der Taschenlampe auf dem Weg zum nächsten Baum. Schnell fanden wir diesen und schon war das Equipment wieder ausgebreitet. Socke über den Ast geworfen. Seil drüber, Seil spannen. Martin hoch in den Baum, Schild ablesen und wieder runter.

Ich ging schon mal vor und suchte den nächsten Baum. Wieder das gleiche Spielchen und diesmal war das nicht so leicht mit dem Werfen der Socke. Diesmal erwischte Martin voll den Baum und der Socke mitsamt Stein sauste in meine Richtung. Ich drehte mich schnell ab und knapp neben mir schlug die Socke auf dem Boden auf. Nix passiert. Nochmal den Stein geworfen und diesmal klappte es. Da die Bäume alles andere als leicht zu klettern waren und ich eben keine Ahnung von Ackerbau, Viehzucht und Klettern hatte und eine Blitzausbildung in der Nacht ein bisschen kompliziert ist, musste eben der Martin wieder hoch.
Beim vierten Baum brauchte es aber kein Seil, schnell wurde auf den Baum geklettert um die nächsten Infos zu holen.

Baum 5 und 6 waren auch kein großes Hindernis, nur der siebte Baum machte wieder ein bisschen Sperenzchen. Martin versuchte mehrere male den Steinsocken über einen bestimmten Ast zu werfen, aber das haute nicht so recht hin. Einmal wurde noch geworfen und ich hatte plötzlich den Stein nicht mehr im Taschenlampenlicht. Wo isser denn? Und dann wusste ich sehr plötzlich, wo er wir, er hatte sich doch über den Ast gewagt und ist auf der andern Seite wieder runter gekommen und schwang im großen Bogen herum und zwar genau auf mein Gesicht zu. Ich tipp mal, so 1 Meter neben meinem Nasenbein schwang die Socke an mir vorbei. Ich ging trotzdem in Deckung, ich wusste ja nicht, was der blöde Stein hinter meinem Rücken für eine Taktik ausheckte um mich zu treffen. Der Stein schwang zurück und dann war die Gefahr gebannt. Hoppla, das war knapp. Naja, das Cachen ist ja kein Zuckerschlecken manchmal.

Nach dem siebten Baum hatten wir unsere Informationen zusammen und nun durften die Finalkoordinaten errechnet werden. Das hatten wir schnell zusammen. GPS wurde aus dem Rucksack gepackt und losmarschiert. Der Hinweis zum Final war auch sehr sinnig und hieß 'Nicht am Boden'. Ach tatsächlich? Wir waren nicht sonderlich überrascht. Wir fanden den Baum, der sehr anstrengend aussah. Naja, zuwas hab ich Martin? Ich leuchtete nach oben und erkannte auch gleich, dass die Dose dort oben mit einer Kette fest gemacht war. Bestimmt 10 Meter weit oben. Also wieder Kletterausrüstung fertig gemacht und den Martin nach oben gejagt. Oben angekommen, ließ er mir die Dose am Seil nach unten, damit ich mich ins Logbuch eintragen konnte. Anschließend wurde sie wieder nach oben geholt. Martin trug sich ein und schon war die Dose wieder im Baum verstaut.
Nachdem sich der Martin abgeseilt hatte, mussten wir natürlich noch ein Bier auf den Erfolg öffnen.

Gut, für Martin wars wirklich ein T5 für mich eher ein T3, aber dafür kam ich mit mehr Schrammen aus dem Wald, das gilt doch auch, oder? Denn am zweiten Baum schon, als ich das Seil um den Baum wickelte, bin ich an der Böschung weggerutscht und bin wie Hackel Schorsch denselben hinuntergesaust. Naja, was ist schon ein Cache, ohne Schmerzen hinterher?
Anschließend machten wir uns zurück auf den Weg zum Auto.

6 Kommentare 9.9.08 00:06, kommentieren

Scheiß Atom

Atomkraft ist ein Auslaufmodell. Trotzdem versucht die Atomlobby die Risiko-Technologie wieder hoffähig zu machen. In den nächsten Monaten sollen nach dem Atomkonsens ihre ältesten und gefährlichsten Reaktoren vom Netz gehen. Das wollen die Energiekonzerne mit allen Mitteln verhindern und längere Lauf­zeiten für ihre 17 Reaktoren durchsetzen.

Ihnen winken Milliarden­gewinne. Politik und Bürger/innen wollen sie mit Investitionen eines Teils der Gewinne in Erneuerbare Energien und „Sozialtarifen“ ködern. Jetzt müssen wir Bürger/innen aufstehen: Wir haben nicht so viel Geld und Lobbyeinfluss, aber wir haben die besseren Argumente.



1. Atomkraft macht Strom nicht billiger
Mit abgeschriebenen und hoch subventionierten Atomkraftwerken lässt sich in der Tat Strom billig erzeugen – für unter 2 Cent pro Kilowattstunde. Doch dieser Strom kommt nicht günstig beim Kunden an, sondern wird zu dem Preis verkauft, wie er sich an der Leipziger Strombörse bildet. Den Preis von derzeit etwa 7 bis 8 Cent bestimmen die Kraftwerke mit den höchsten Produktionskosten.

Die Differenz zwischen billig erzeugtem Atomstrom und dem Marktpreis füllt nur weiter die Konzernkassen. Jedes Jahr, in dem die 17 deutschen Atomreaktoren weiterlaufen, bringt den Unternehmen einen zusätzlichen Gewinn von rund 10 Milliarden Euro. Um die Zustimmung der Politik zur Laufzeitverlängerung zu erkaufen, wollen sie einem Teil davon für klimafreundliche Technologien einsetzen. Doch für eine größere Dynamik beim Ausbau Erneuerbarer Energien braucht es nicht in erster Linie mehr Geld, sondern weniger Blockaden durch die Konzerne – etwa beim Netzausbau für Offshore-Windanlagen.

Die Erzeugung von Atomstrom ist nur günstig, da wir Steuerzahler ihn subventionieren. Wir und nicht die Konzerne müssen im Falle eines Super-GAUs für Schäden aufkommen. Auf fünf Billionen Euro beziffert das Bundeswirtschaftsministerium die Kosten eines Unfalls – für den Löwenanteil davon müsste der Staat und damit wir alle aufkommen. Zudem flossen seit Betrieb der Atomkraft in Deutschland etwa 100 Milliarden Euro öffentlicher Geldmittel als Subventionen in die Atomkraft. Einige Beispiele: 20 Milliarden Euro Subventionen gingen in Forschungsreaktoren, 9 Milliarden in gescheiterte Projekte wie die Wiederarbeitungsanlage Wackersdorf und den Schnellen Brüter Kalkar. 23 Milliarden Euro Steuermittel entgingen der öffentlichen Hand, da die Energiekonzerne Gewinne steuerfrei als Rückstellungen für die „Entsorgung“ von alten Reaktoren verbuchen durften.



2. Atomkraft rettet nicht das Klima
Die Stromerzeugung ist alles andere als klimaneutral. Denn die Gewinnung von Uran ist äußerst energieaufwändig. Nach Berechnungen des Öko-Instituts entstehen 126 g CO2 pro Kilowattstunde Strom. Zum Vergleich: Ein modernes Gaskraftwerk mit Wärme-Auskopplung kommt auf 119 g CO2 pro Kilowattstunde, eine Windkraftanlagen auf 22 Gramm, die vor allem bei der Herstellung entstehen.

Auch als „Brückentechnologie“, bis Energie in ausreichendem Maße aus Erneuerbaren Quellen erzeugt wird, scheidet Atomenergie aus. Länger laufende Kraftwerke zementieren nur die Monopolmacht der Energiekonzerne, mit der sie Produzenten Erneuerbarer Energien behindern – etwa mit hohen Hürden beim Netzzugang.

Die ineffiziente und zentralistische Energieerzeugung der Konzerne ist das größte Hindernis, das einer dezentralen und flexiblen Energieerzeugung mit Erneuerbaren Energien entgegensteht. Nach einem Beschluss über eine Laufzeitverlängerung würden die Konzerne mit aller Macht versuchen, die Ausbaudynamik der Erneuerbaren Energien zu stoppen, um Stromüberkapazitäten zu verhindern. Die Energiewende wäre beendet, bevor sie richtig begonnen hat.



3. Auch ohne Atomkraft bleibt die Stromversorgung sicher
Für den Fall, dass Deutschland aus der Atomkraft wie beschlossen aussteigt und auf neue Kohlekraftwerke verzichtet, malt die Atomlobby eine „Stromlücke“ an die Wand. Doch eine Studie des Umweltbundesamts (UBA) zeigt: Wenn wir den Stromverbrauch bis 2020 um 11 Prozent senken, Erneuerbare Energien auf knapp 30 Prozent der Stromerzeugung ausbauen und 25 Prozent des Stroms in modernen Kraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung produzieren, ist die Versorgung gesichert. All dies ist zu erreichen, wenn der politische Wille vorhanden ist.

Mit Atomkraft ist die Abhängigkeit von Öl nicht zu bekämpfen – denn dieses wird nicht zur Stromerzeugung verwendet. Und die Abhängigkeit von Gasimporten lässt sich weit sinnvoller mit konsequenten Schritten zur energetischen Sanierung von Gebäuden verringern. Schließlich gehen etwa 85 Prozent unseres Gaskonsums in Wärme und Warmwasserbereitung.

4. Keine Renaissance der Atomenergie
Angeblich erfährt die Atomenergie weltweit eine Renaissance. Deutschland sei als einziges großes Industrieland nicht mit dabei. Doch dies ist nur Propaganda der Atomlobby. Laut der Internationaler Atomenergie Agentur (IAEA) waren 1990 weltweit 83 Atomkraftwerke im Bau, 1998 waren es 36, heute sind es noch 34. Laufend werden mehr Atomkraftwerke stillgelegt als neu in Betrieb genommen. In Europa gibt es eine ganze Reihe von Ländern, die ohne Atomenergie auskommen, wie Italien, Portugal, Dänemark, Norwegen, Polen, Österreich und Irland.

Mit der neuen Diskussion um die Atomkraft sind deren Gefahren kein Stück kleiner geworden:

1. Das Risiko wird größer
Die Atomkraftwerke, die in den nächsten Jahren abgeschaltet werden sollen, wurden in den 1970er Jahren gebaut, ihre Technik ist auf dem Stand der 1960er Jahre. Je älter die Kraftwerke werden, um so mehr häufen sich die Störfälle. Auch hat spätestens seit dem 11. September 2001 die Bedrohung durch Terroranschläge zugenommen. Gegen einen gezielten Flugzeugabsturz sind die Anlagen gar nicht oder nicht ausreichend geschützt.

2. Der Atommüll strahlt weiter
Jedes Jahr fallen in deutschen Atomreaktoren etwa 450 Tonnen radioaktiver Müll an. Für eine sichere Entsorgung über Millionen Jahre kann niemand garantieren. Welche gravierenden Probleme schon nach drei Jahrzehnten auftauchen, zeigen die vor kurzem bekannt gewordenen katastrophalen Zustände im Endlager Asse bei Salzgitter. In das Bergwerk tritt Wasser ein und droht die schwach- und mittelradioaktiven Rückstände ins Grundwasser und schließlich in die Umwelt zu schwemmen.



3. Der Schritt zur Atombombe ist klein
Immer mehr Länder verfügen mittlerweile über das Wissen und die Technik, „zivile“ Kernbrennstoffe oder Rückstände aus den Reaktoren für die Herstellung von Atomwaffen zu verwenden. Bei der Kernspaltung in Atomkraftwerken entsteht atomwaffenfähiges Plutonium und auch die Urananreicherung zur Herstellung von Brennstäben kann zur Erzeugung von waffenfähigem Material verwendet werden.

Die Gefahr eines Einsatzes der Atombomben steigt, je mehr Länder in Krisenregionen über diese Waffe verfügen. Nur wenn wir die Nutzung der Risikotechnik Atomenergie beenden, können wir glaubwürdig weltweit für einen Verzicht auf ihre zivile und militärische Nutzung werben.

Der Atomkonsens
All dies zeigt: Es gibt viele gute Gründe für einen möglichst schnellen Ausstieg aus der Atomkraft. Im Jahr 2000 einigte sich deshalb die rot-grüne Bundesregierung mit den Energiekonzernen auf eine Begrenzung der Laufzeiten der Atomkraftwerke – leider mit einem sehr weiten Zeithorizont. Bisher gingen nur die veralteten Kraftwerke Stade und Obrigheim vom Netz. Jetzt erst beginnt der „Atomkonsens“ zu greifen: Die Kraftwerke Biblis A und B, Neckarwestheim und Brunsbüttel sollen vom Netz gehen, weitere würden bald folgen. Deshalb machen die Energiekonzerne massiv Druck, die Laufzeiten der Anlagen zu verlängern und den Ausstieg auf den Sankt Nimmerleinstag zu verschieben.

Spätestens von einer neuen Bundesregierung erhoffen sich die Unternehmen eine Neu­verhandlung der Laufzeiten. Politik und Bürger/innen wollen sie mit dem Versprechen ködern, einen Teil ihrer Gewinne für Erneuerbare Energien und niedrigere Stromkosten zu verwenden. Während Union und FDP die Position der Konzerne unter­stützen, hält die SPD noch am Atomkonsens fest. Hinter den Kulissen arbeitet die Atom­lobby in der Partei unter Hochdruck an einem Aufweichen dieser Position.



Den Ausstieg aus dem Ausstieg stoppen!
Jetzt müssen wir Bürger/innen aufstehen und deutlich machen, dass wir eine Verlängerung der Laufzeiten oder gar neue Kraftwerke nicht akzeptieren. Der breit getragene Widerstand gegen die Atomenergie hat zum – sicher ungenügenden – Ausstiegsbeschluss geführt. Ob sich die Politik jetzt eine Aufkündigung des Atomkonsenses traut, hängt vor allem vom öffentlichen Druck ab. Es liegt in unserer Hand, eine Renaissance der Atomkraft dauerhaft zu verhindern!



Quelle: Campact.de

3 Kommentare 13.9.08 09:47, kommentieren

3:3

Heute in Schwarz Gelb

 Meine Fresse, war das gestern ein Spiel. Dortmund gegen Herne West. Auch gesehen? Meine Nerven. Wobei ich ja eigentlich noch ganz ruhig war, als es 3:0 für die Gazpromkumpels stand. Tja, mehr als haushoch verlieren kann man ja nicht. Aber dann wurde es plötzlich ganz anders. Erst das 3:1, dann das 3:2, die Blauen wussten gar nicht mehr, was sie tun sollten, also spezialisierten sie sich aufs foulen. Was zur Folge hatte, dass zwei aus Schlacke vom Platz flogen. Wobei sie ja eigentlich nur noch zu 8 hätten spielen dürfen, weil der Rafinha sich zu einer Tätlichkeit verpflichtet fühlte. Aber die Pfeife mit der Pfeife hatte keinen Arsch in der Hose. Schließlich fiel noch das 3:3 und ich war mit den Nerven fertig. Meine Güte, war das ein Kampf. Wir hätten das Spiel noch gewinnen können, wenn der schlechte Schiri noch 3 - 4 Minuten spielen lassen hätte, was eigentlich angebracht gewesen wäre. Aber wir wollen ja nicht meckern, wenn man aussichtslos zurück liegt und dann noch ein Unentschieden holt. Geil. Ich war ja so voller Adrenalin nach dem Spiel, dass ich sofort raus gehen musste, um zu laufen. Grinsend lief ich nach Ebenhofen und machte den ersten KM in 5:08. Dann den nächsten knapp unter 5 Minuten, schließlich verlor ich total die Kontrolle über mich. Der Wind juckte mich nicht, das miese Wetter juckte mich nicht, ich lief einfach wie doof vor mich hin. Den dritten Kilometer machte ich in 4:44 und nach und nach zeigte mir meine Uhr an, dass ich immer schneller werde. Was ich aber nicht so recht glauben wollte. Wahrscheinlich ist wegen den Wolken und dem Wind der GPS Empfang so schlecht, dass mir die Uhr eine Pace von 4:25 anzeigte. Ab und zu sogar 4:18. Ich gab gar nix drauf und lief weiter schnell vor mich hin. Ich achtete auf meine Atmung, zwei Schritte einatmen, zwei Schritte ausatmen, so isses prima, da simma zügig unterwegs. Nachdem ich mich nicht auf mein GPS verlassen konnte, hab ich mich eben nach Atmung orientiert, wird wohl weiter so um die 4:50 sein pro Minute. Fühlte sich gut an. Also genoß ich einfach mal den Lauf, dass ich auch mal wieder so zügig laufen konnte, ohne abzukacken. Jetzt kommt ja auch wieder mein Laufwetter. Den ganzen Sommer über fühlte ich mich beim Laufen eher schlapp als geil und wollte immer wieder mal eine Gehpause einlegen. Jetzt gehts schon viel besser seit ein paar Tagen. Ich wollte eigentlich nur 7 km machen, aber nachdem es doch so gut lief, dachte ich mir, dann lauf ich doch 10 km und guck, wie lang ich brauche. Aber erst musste ich noch gucken, wie schnell ich wirklich war. Ich kannte ja meine Laufstrecken und wusste auch, dass ein bestimmter Bereich genau 2 km lang ist. Den erreichte ich auch nach genau 8 km und stoppte von hier die Zeit ab und siehe da und staune, ich war tatsächlich so schnell, wie es mir die Uhr anzeigte. Ich machte die Kilometer von 8 - 10 in 8:50, also 4:25 pro Kilometer. Ja spinn ich? So schnell kann ich doch gar nicht mehr laufen in meinem Trainingszustand, aber es war einfach so. Dann, nach 10 km sah ich wieder auf die Uhr und hatte die Strecke in 47:07 Minuten geschafft. Dabei waren doch die ersten 2 oder 3 Kilometer noch recht moderat. Ja, das war doch mal ein Lauf, davon träumt man doch. Also merken, vor dem nächsten 10er Wettkampf ein spannendes Fußballspiel des Lieblingsvereins angucken und losbrettern.

5 Kommentare 14.9.08 10:36, kommentieren

Beckstein, Huber, Glos

Immer wenn ich einen von den Gestalten sehe, bin ich selbst überrascht, was ich für eine Wut bekomme. Abgesehen davon, dass keiner von denen noch einen Schönheitspreis gewinnen wird, weil Schweinsäugleingegucke einfach megaout ist, wirds auch noch recht peinlich, wenn einer von denen das Maul aufmacht.
Heut im Bundestag wurde der Hubeeeer aufgerufen.
Das war sehr interessant, weil schon Gelächter laut wurde, als nur sein Name genannt wurde. Und als er auch noch bemüht hochdeutsch redeeen wollteeeee, war der Ofen total aus. Der Huberbua durfte nicht mal mehr ausreden, lag wohl auch daran, dass er nur Sülzeeee von sich gab. Regierung doof, Bayeeern toll, so toll wie Bayeeern isses nirgends, auch nicht in Beeerlin. Ausserdem die Keeernkraft, ganz toll. Müssma weiter laufen lassen. Ole ole Superkernkraft. Saubere Energie, billiger Strom, das übliche Gesabber eben. Blender vor dem Herrn, Lügner vor dem Wähler. Der Atomstrom ist weder sauber, weder sicher, weder billig, sondern einfach nur gefährlicher, hochsubventionierter Dreck, der die Taschen der Konzerne füllt und die Subventionen aus dem Steuerzahler zieht, der sich brav weiter ausnehmen lässt und den Strompreis zahlt. Glaubt denn wirklich einer ernsthaft, dass der Strom auch nur um einen Cent fallen würde, wenn die Laufzeiten verlängert würden? Dieser Glaube ist wohl mehr als Naiv. Und dann noch diese Panikmache, dass wir ein Stromdefizit hätten, wenn man keine Atomkraftwerke mehr hätte, ich kanns nicht mehr hören Michi Glosi. Mach einfach mal den Kopf zu, wenn nur Blödsinn raus kommt. Es ist einfach gelogen. Noch so eine schwarze Lüge. Wird schon hin und wieder ein 'Dankeschön' rüber kommen von den Konzernen, wenn sich die Schwarzen so vehement für die Atomscheiße einsetzen. Schließlich könnten so 85 Milliarden!!!! mehr an Gewinn in die Konzernkassen rein gespült werden.
Das Stromdefizit gibts nicht, im Gegenteil, wir verkaufen Unmengen an Strom ins Ausland. Das wird sich auch nicht ändern, wenn die Atombomben in Lauerstellung abgeschalten werden. Ausserdem würde man eine Riesenchance verpassen, wenn man die Atomdinger länger laufen lässt, dann wird das Forcieren der erneuerbaren Energien abgeschwächt werden, pressiert ja net.
Deutschland produziert jetzt schon mehr Strom durch Wind und Solar, als durch Atomstrom. Wir sind mit Riesenabstand Weltmeister in alternativer Energie, gefolgt von USA und Japan. Und mit dem Know How das sich Deutschland aneignet kann in der Zukunft eine gigantische Nachfrage nach deutschen Alternativenergielösungen entstehen. Aber sowas will Michi Glos nicht hören. Vielleicht ist ihm das auch zu hoch.
Da wäre ja noch mein Oberschatzi, der Beckstein. Den sieht man ja nur noch auf Bildern jovial mit dem Maßkrug wedeln. Ist ja bald Wahl, nicht wahr? UND Oktoberfest. Da muss man sich schon volksnah und völlig verblödet zeigen. Wie sonst ist die Aussage zu verstehen, dass man mit 2 Maß Bier noch Auto fahren kann? Wie er den Satz jetzt gemeint hat, ist ja scheißegal. So was geht einfach nicht. Jetzt zieht das Volk fröhlich ins Wiesnzelt, haut sich 2 Maß Bier ins Hirn und fährt grinsend in die Polizeikontrolle. Aber der Beckstein hat doch gesagt?!?!?! Die Verwirrung ist groß. Na, ich bin ja gespannt auf die Wahl. Ich wünsche mir ja so, dass die CSU unter 50% kommt. Vielleicht gibts ja dann erstmals in Bayern auch ne Demokratie? Aber ich befürchte, die schaffen es wieder. Wo die Gründe liegen, ist mir eigentlich klar.
Es wird CSU in Bayern gewählt
1. Weil Papi auch schon immer CSU gewählt hat
2. Papi den Hof nicht überschreibt, wenn der Bub nicht CSU wählt
3. Weil man einfach keine Ahnung hat und CSU als erstes aufm Wahlzettel steht
4. Weil Beckstein so schön den Maßkrug halten kann
5. Weil auf der Wiesn geraucht werden darf
6. Weil Atomstrom sooooo billig und soooo sicher ist
7. Weil der CSU Wähler lieber nix hinterfragt
8. Weil der CSU Wähler sich gern anlügen lässt
9. Lieber Kreuze als Moscheen haben will

Naja, es gibt viele Gründe, aber keiner ist nachvollziehbar.

6 Kommentare 17.9.08 22:15, kommentieren

Tegernsee

Sodale, mal wieder einen Wettkampfbericht schreiben. Na zumindest zum Teil. Denn wenn der Charly eine Reise tut, dann hat er was zu suchen In der Früh gings los, auf freien Straßen gings mit Hurra nach Peißenberg. Dort zwei Brezen gekauft und nen Kaffee zum mitnehmen. Weiter gings nach Peißenberg. Öhm. Ja, auf dem Kreisverkehr war die Lorelei. Ne, es war nur eine Kohlenlore. Denn in Peißenberg gabs ja viele Jahre Steinkohleabbau. Gut, dass es so früh war, dann waren net so viel Autos unterwegs. Man kommt sich halt blöd vor auf einer Verkehrsinsel. Die Dose ward gefunden und als ich diese mit dem Magnet wieder hinmachen wollte, war ich ganz schön erstaunt, dass Steine am Magnet hängen blieben. So viel Eisen ist in den Steinen.

Ohne weitere Erlebnisse kam ich in Gmund am Tegernsee an. Schlau wie ich war, hab ich mein Fahrrad mitgenommen und bin zur Nachmeldung geradelt. Dass Nachmelden sinnvoll war, sah ich, als ich die Schlangen an den Voranmeldungen sah. An der Nachmeldung war kaum ein Mensch. Ätsch.

Als ich meine Startnummer hatte, musste ich erstmal einen Berg hoch. Naja, Cache suchen. Von dort oben konnte ich schön über den Tegernsee blicken und das Gewusel beim Startbereich.
5 Minuten vor dem Start war ich auch schon im Startblock und wartete auf den Start. Der Herr Wessinghage war da. Ihr wisst schon, der Europameister über 5000 Meter im Jahre 1982.
Dann war Start und los gings.
Ich hatte keine Zeitvorstellungen und lief halt mal so vor mich hin. Ich hatte eigentlich immer das Gefühl, dass es bergab ging. Vielleicht wars ja auch so. Kalt wars aber mit 10°. Der Wind hat sein Übriges dazu getan.
Wir liefen nach Tegernsee. So stellt man sich Oberbayern vor. Lederhosen, Dirndl und eine Art Rübezahl, der von einem Wahlplaket grinste.


Alle paar Kilometer gabs Iso und Wasser. Nach etwa 10 km auf der komplett gesperrten Bundesstraße gings auf der andern Seite des Sees zurück. Aber hier war nix mehr mit flach oder Straße. In Rottach Egern gings noch. Aber dann kam schon die eine oder andere Steigung.
Nach 16 km musste man noch über einen Kilometer bergauf laufen. Nach weiteren Hügeln war das aber überstanden. Dafür wurde man am Schluß mit einem Spurt bergab belohnt. Über einen Kilometer gings bergab und die letzten 1100 Meter lief ich noch in knapp 4:30 und so schaffte ich es doch noch unter 1:50 Stunden.
Ich ging direkt zu den Beweiseisen, die man seperat kaufen musste und bewaffnete mich mit zwei Wurstsemmeln und schon war ich wieder verschwunden. Keine Lust auf Zielgeplänkel. War auch zu kalt im Laufhääs.
Also zurück zum Auto und umgezogen. Dann gings zum Soldatenfriedhof von Gmund. Warum? Klar, weil da ein Cache liegen sollte. Aber denkste, es war nur ein Loch in der Wand. Dose geklaut. Aber ich hab ja meist eine Reservedose dabei und hab die dort deponiert. Der Besitzer der Dose hat sich auch schon bedankt via Mail.
Dann fuhr ich nach Bad Tölz. Dort steht eine alte Dampfwalze. Ich stellte bergan mein Auto ab und ging zu der Walze. Die Dose war schnell gefunden. Deckel runter und dann hör ich Tuck tuck tuck tuck, das langsam näher kam. Irgendwann sah ich hoch und sah einen blauen Corolla auf mich zurollen. Lustig was man innerhalb von einer Sekunde alles denken kann.

So ein Auto hab ich auch
Das IST mein Auto

Wieso kommt jetzt mein Auto auf mich zu? Und wieso macht es Tuck, tuck, tuck? Wie auch immer, ich machte einen Satz auf das Auto zu, riss die Tür auf und zog die Handbremse.
Ich hab statt dem ersten Gang den dritten oder fünften genommen. So passierte es, dass das Getriebe das Auto nicht halten konnte und mir der
Corolla plötzlich entgegen kam.
Obwohl ich mich ganz schön erschrocken hab, musste ich dann doch lachen. Das Auto hätt ja auch in Bad Tölz landen können oder in der Isar. Das wär doch ein Klassiker gewesen, wenn ich hinter meinem Auto herrenn, das sich rückwärts vom Acker macht.

Nach ein paar weiteren Dosen auf dem Heimweg war ich wieder pünktlich Zuhause um den verdienten Sieg von Hoffenheim gegen Dortmund anzusehen.

 

11 Kommentare 21.9.08 20:17, kommentieren

Debakel

Meine Güte, ich dachte gestern um 18:05 ich seh schlecht, als ich die erste Hochrechnung sah. Ich hab ja fast gebetet, aber nur fast, dass die CSU unter 50 Prozent kommt, aber dass die Stotter Edes Erben so ein Desaster abbekommen, das hätt ich nicht zu träumen gewagt.
Gerademal 43,4% gabs für die CSU.
Ist das jetzt eigentlich ein schwarzer Tag gewesen? Schwer zu sagen, oder?
Es ist auf jeden Fall herrlich, dass wir zum ersten mal eine Demokratie erleben dürfen in Bayern.
Und morgen, wenn ich aufstehe, sehe ich auf den Videotext und werde lesen, dass Huber als Parteivorsitzender zurück tritt. Dazu noch die Generalsekräterin Haderthauer, die hat ihren Job auch die längste Zeit gehabt. Der Günthi hat nur einmal beim Oktoberfest das erste Faß anstechen dürfen. Nächstes Jahr wird das der Seehofer machen. Das kleinste Übel in der CSU und das als Ehebrecher. So weit isses schon in der 'Großen bayrischen Partei'. Schade, dass das der FJS nicht mehr erlebt, er wird sich auch so schon als Ventilator verdingen, wenn er sich so schnell im Grab umdreht.
Ach ist das eine schöne Wahl gewesen.
Und wenn die bayrische Bevölkerung sieht, dass ihr Land auch mit einer Koalition hervorragend, bzw. besser funktioniert, wird auch in Zukunft die 50% für den arroganten schwarzen Haufen in weiter Ferne bleiben.
Schon lustig, dass die SPD mit einem Dauergrinsen durch die Gegend läuft, obwohl sie das schlechteste Ergebnis in der bayrischen Geschichte hat. Hauptsache die CSU ist nicht mehr alleine an der Macht, sagen sie.
Nein, die SPD hab ich auch nicht gewählt. Wenig überraschend, nicht wahr?

So und nachdem ich mich schon mal als Nostradamus hinstell, sei noch gesagt, dass sich bald die Welt nach dem Jahr 1923 zurück sehnt.
Heute hat die USA das Hilfspaket von 700 Millarden gekippt. Tja, ist Wahlkampf. Allerdings wird es ohne Regierungshilfe der USA in der Finanzwelt sehr düster aussehen. Ob am Donnerstag ein neuer Plan kommt? Es darf gehofft werden.
Das Finanzsystem steht vor dem Kollaps, das führt zu einer Weltwirtschaftskrise, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat.
Der Dow Jones hat sich schon mal warm gemacht und ist innerhalb kürzester Zeit um 700 Punkte abgestürzt. So ein Punktemäßiger Kurssturz war noch nie da. Nichtmal am 11.9.2001
Man darf gespannt sein. Wir werden erschüttert sein.
Also horten wir schon mal Nudeln, Konserven und Zigaretten um etwas zu tauschen zu haben.

7 Kommentare 30.9.08 00:36, kommentieren