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Kollaps

Wer vielleicht noch über meine Nostradamusvorhersagung müde gegrinst hat, wird jetzt wohl selbst schon etwas unruhig.
Die Finanzkrise lässt jetzt mit Sicherheit niemanden mehr kalt.
Die USA haben ihr Hilfspaket ja gebacken bekommen. Ja zum Glück, möchte man sagen. Denn wie würde es sonst aussehen? Letzte Woche war es noch ein Rekordverlust am Dow Jones mit 700 Punkten. Schnee von gestern. Gestern warens nämlich 800 Punkte Verlust und jetzt ist der Dow unter 10.000 Punkte gerutscht. In Japan der Index übrigens auch. Und die Angie bürgt für die deutschen Sparbücher. Na also. Sollte es jetzt aber wirklich soweit kommen, dass das Angesparte in die Grütze geht, dann kann die Bundesregierung kaum 1,4 Billion Euro unters Volk hauen. Woher soll das Geld bitte kommen?
Es bleibt zu hoffen, dass die Normalsparer nicht ihr Sparbuch plündern und ihre Kohle unters Kopfkissen stülpen. Denn dann ist endgültig Feierabend. Dann sind alle Banken Pleite.
Und warum der ganze Kack? Weil die Amerikaner so ein beknacktes System haben und den Zockern so ziemlich alle Möglichkeiten bekommen haben um ihren Reichtum anzuhäufen. Die Zocker haben auf dem Papier immer noch mehr und noch mehr verdient. Auf der einen Seite Aktien gekauft, um am Kurs zu verdienen. Auf der andern Seite Leerkäufe um am sinkenden Kurs zu verdienen. Aber wo kommt denn das Geld her? Es gibt ja keinen Dukatenesel, der die Kohlen scheisst, hab ich mal gehört.
Naja, nun ist die Blase geplatzt und jetzt haben wir den Salat. Wir dürfen den Schlamassel von einer gierigen Minderheit ausbaden und wie weit wir dann im Schlamassel stecken, das ist noch überhaupt nicht abzusehen. Das könnte einen weltweiten Kollaps bedeuten. Und dabei kann man jetzt nichtmal mehr der CSU die Schuld geben.
Vielleicht sollten wir schon mal mit den restlichen Kohlen einen Flug in den brasilianischen Regenwald buchen und dort ein neues Leben anfangen, mit Feuersteinen und Bambusblasrohr.
Achja, der DAX ist mal wieder im Minus heute.
Der Dow wird heute leicht nach oben gehen, vielleicht 200 Punkte. Und wer ist so mutig? Die Zocker!!! Es wird auch diesmal nix gelernt.
Und weils grad spannend ist, steht Island vor dem Staatsbankrott.
Fortsetzung wird folgen.

2 Kommentare 7.10.08 13:23, kommentieren



Ein Jahr

Heute vor einem Jahr hab ich meinen ersten Cache gefunden. Scho so lang her wieder.
Und der war auch so verdammt weit weg. So knapp 300 Meter von mir Daheim. Da konnte man noch gemütlich hinwandern, auch wenns recht steil über die Kuhwiese ging.
Mittlerweile bin ich ja ein altgedienter Geocacher mit 462 gefundenen Dosen.
Hat der Typ eigentlich nix anderes zu tun, als doof Tupper- Film- oder sonstige Dosen zu finden?
Aber wenns doch Spaß macht.
Viele können das ja überhaupt nicht nachvollziehen mit der Sucherei. Wieso geht man jetzt ausgerechnet zu der Stelle, sucht sich einen Wolf, schreibt sich ins Logbuch ein und geht wieder?
Klar kann man das fragen, wenn mans selber noch nicht probiert hat.
Wenn ich aber denke, wieviele interessante Stellen und was für schöne Läufe, Wanderungen, Radtouren und Rätsel ich gemacht habe, dann versteh ich im Gegenzug die Leute nicht, die KEINE Dosen suchen gehn.
Wieviele Orte hätte ich niemals besucht und hätt nie in Erfahrung bekommen, dass es diese Orte überhaupt gibt. Da sind Burgen mitten im Wald, an die nur noch ein Gedenkstein erinnert. Völlig vergessen, aber ein Geocacher kannte diesen Ort und lockt seine Kollegen an den Ort.
Einige Ortschaften und Städte hab ich genauer kennen gelernt, abseits von den typischen Touristenattraktionen. Einheimische Geocacher zeigen, was wirklich interessant ist und nicht im Reiseführer drin steht.
Wenn ich daran denke, wie ich im tiefsten Winter, in der Nacht, im Schneematsch und Eisregen durch den glitschigen, vereisten Wald latsche, ständig auf den Arsch falle, mit einer Taschenlampe, dass du meinst, die Sonne geht auf und dabei Aufgaben löst, die Dose trotzdem nicht gefunden wird und man in der Früh um 4 völlig durchfroren Heim kommt. das ist noch ein Hauch von Abenteuer.
Wenn man in Frankreich ins Wormsatal gelockt wird und ich über riesige Felsblöcke klettere und verwunschene Bergweiher sehe, ach das ist doch herrlich. Oder die Runde in Jungholz. Ein schöner 16 km langer Weg, bergauf, bergab und immer wieder Pause um eine Dose zu suchen.
Natürlich machen mich manche Dosen auch wahnsinnig. Ich sag mir zwar immer wieder, dass ich höchstens 15 Minuten nach einer Dose suche, aber wie oft hab ich mich schon erwischt, dass ich 45 Minuten gesucht habe und nix gefunden habe. Oder wenn ich die gleiche Stelle 5x durchsucht habe und beim sechsten Mal ist die Dose plötzlich in meiner Hand, da kommt schon mal ein Kopfschüttler vor. Allerdings ist das Glücksgefühl dann auch größer. Kann man sich so ungefähr vorstellen, wie wenn man im Lottoladen Lose kauft. Man rollt das Los auf und bekommt zu sehen, dass man 50 Euro gewonnen hat. So ähnlich fühlt es sich dann an. Gerade auch bei Multicaches, die aus mehreren Aufgaben bestehen und man nicht so recht weiß, ob alles richtig gerechnet wurde. Ich sondiere das Final und such und such und zweifel ob alles richtig ist und auf einmal blitzt der Deckel der Tupperdose hervor. Schon oft ist mir dabei ein quiekender Ton entfleucht. Heureka oder sonstwas. Manche Dose nannte ich aber auch schon liebevoll 'Miststück'. Manchen Dosenverstecker nannte ich auch schon 'Du Sack', wenn er sich ein extrafieses Versteck ausgedacht hat. Aber das ist natürlich nicht böse gemeint und sollte eigentlich den Respekt zollen.
Schön sind auch die Themenrunden, wie das in Cacherkreisen berühmte Frankenmemory in der Nähe von Stadtlauringen, also bei meinen 'Schwiegereltern'. Durch das Buch von Bernhard Hoecker, Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers, ist das Frankenmemory ein Highlight eines Cacherdaseins. 16 Dosen gilt es im Wald zu finden. Schön im Quadrat angeordnet und ohne Rücksicht aufs Terrain. Manche schaffen es in 8 Stunden. Ich brauch mindestens 8 Monate dafür. 4 Dosen fehlen mir noch. Aber es gibt mittlerweile eine Kopie, das Schwabenmemory bei Memmingen. 16 Dosen und 10 Zecken Rekord.
Nun gibt es in meiner Gegend so gut wie keinen Cache mehr, den ich machen könnte und planen ist angesagt. So muss ich mir immer eine Gegend aussuchen und diese unsicher machen. Wegen einem doofen Cache muss ich keine 40 km fahren.... Obwohl...... Wenns eine neue Dose ist, kanns schon mal sein, dass die Jagd auf den 'First to find' eröffnet ist und sich die Cacherkarawane in Bewegung setzt um der Erste im Logbuch zu sein. So kanns schon mal vorkommen, dass sich drei oder mehr Leute vor Ort finden und ein Kampf um den ersten Log entbrennt. Einer grinst dann natürlich am Breitesten.
So, dann schauen wir mal, was das zweite Cacherjahr bringt. Es gibt noch viel zu suchen, schließlich gibts weltweit mittlerweile über 668.000 Geocaches. Packen wirs an

10 Kommentare 15.10.08 07:01, kommentieren

Schnauze voll

Ich zieh mit meinem Tagebuch um nach

Hierher

So viel Störungen, das ist mir zu blöd.
Also man sieht sich hier Hierher

20.10.08 23:05, kommentieren