Helau

Helau, Allaaf, mir egal

Lang nix mehr hören lassen, nicht wahr?
Was gibts zu sagen? Ich bin hier seit über einer Woche bei Hase in Frankreich und wir lassen es uns gut gehen. Dabei wird täglich über unsere Traningspläne gefachsimpelt.
Meinen Plan halte ich momentan wunderbar ein und es geht mir auch noch gut dabei. Noch bin ich nicht am Anschlag und soweit will ich es auch nicht kommen lassen.
Gut, die Wochen sind schon nicht soooo einfach mit dem langen Lauf, der gar nicht so langsam gelaufen werden soll, ich aber dennoch noch eine Spur schneller machen.
Dazu kommt noch eine heftige Intervalleinheit und noch ein Wettkampfspezifischer Lauf. Da freust du dich aber, wenn du mal einen lauffreien Tag hast und weisst es auch zu geniessen.
Letzte Woche zum Beispiel:
Ein langer Lauf über 21 km in 5:10 er Pace, hab ich in 5:03 gemacht. Ja mei, lief ja gut.
Dann am Freitag Intervalle am Armancon entlang. 10x800 Meter in 4:02er Pace. Hab ich aber nur im 4:04er Schnitt geschafft. Mir hats echt gereicht. Wahrscheinlich hätt ich die Vorgabe auch geschafft, wenn die Strecke wirklich flach gewesen wäre und nicht bergauf und bergab geführt und dazu der Belag noch besser gewesen wäre. Aber gejammert wird nicht.
Zwei Tage später gabs schon wieder Wettkampfspezifisches Tempo. 10km in 4:42 er Pace. Dafür lief ich die Allee entlang und ich dachte mir, dass das nicht unbedingt mein Tag ist. Es lief nicht wirklich gut. Dann gings nach Juilly rüber, dazu musste noch ein Hügel erklommen werden. Nach dem Hügel gings mir immer noch nicht so toll, aber so nach 4 km wurde es doch besser und von Kilometer zu Kilometer lief es besser. Die Vorgabe hab ich dann doch geschafft.
Am Dienstag hab ich wieder einen langen Lauf gemacht, der richtig schön war. Von Semur aus lief ich 'hintenrum' nach Montbard.
Schöne Straßen, wenig Verkehr, weil dieser 'vornerum' statt fand. Das war richtig schön zu laufen. Was mich auch überhaupt nicht stört ist, wenn eine Straße 3 km lang nur geradeaus geht. Keine Kurve, nur Hügel. Und dazu die Seitenstreifen die ich abspule. Die Aussicht wurde auch immer besser, so eine typisch schöne burgunder Aussicht auf kleine Bäche, große Hügel und mächtige weiße Stiere mit der ganzen Familie. Und noch dazu eine himmlische Ruhe, so dass ich ein Auto schon 2 Minuten vorher hören konnte.
Nach 25 km kam in Montbard an, das war erstens viel zu früh und die Strecke war auch zu kurz. Also lief ich noch am Kanal entlang und machte den 27. Kilometer zum Spaß noch in 4:46 Minuten. Dann umgedreht und nach 29 km kam ich bei Kerstin in der Arbeit an. Zusammen fuhren wir dann nach Hause.

Dann kommt noch das Geocachen dazu. Gestern machte ich eine Cachetour nach Montreal..... Was is? Wohin? Neeeiiiiinnn, nicht das in Kanada. Auch hier gibts ein Montreal.
Dort verstreut gibts 12 Caches, die ich eigentlich finden wollte. 9 davon haben das Thema 'Waschhaus' In jedem Dorf gibts so ein Waschhaus, mal in gutem, mal in schlechtem Zustand.
So klapperte ich ein paar Dörfer ab. Die ersten 2 fand ich einwandfrei, aber den Dritten nicht, ich hab eine halbe Stunde gesucht. Nix.
Dann eben der nächste Cache. Aber das gestaltete sich auch schwierig, weil ich Publikum hatte. Das war kurios. Da stand ein Wagen mit riesengroßen Fässern, darunter ein Feuer und vier Dorfbewohner, die bei der ganzen Sache involviert waren. Ich konnte mir da keinen Reim drauf machen. Sah irgendwie aus wie Schwarzbrennen im großen Stil. Es roch auch nach Alkohol, aber auch irgendwie undefnierbar. Zunächst nahmen die keine Notiz von mir, aber nachdem ich schon 20 Minuten lang eine Wand angestarrt hab, wurde immer öfter zu mir geschaut. Ich starrte weiter an die Wand. Gefunden hab ich aber nix. Bevor ich auch noch zuviel Aufmerksamkeit erregte und womöglich noch gedacht wird, ich bin ein Schwarzbrennpolizist, bin ich wieder verschwunden.
Dieses Waschhaus wurde übrigens im Jahre 2006 in Zusammenarbeit mit Hassfurt in den Hassbergen renoviert. Mal so erwähn.
Dann legte ich noch einen Cachezwischenstopp an einem Zeltplatz ein. Auch nix gefunden, weil ich an der falschen Stelle suchte. Pffff. Ich hab die Serie, oder?
Aber dann konnte ich doch noch zwei schnelle Caches finden. Dazu musste ich eben noch nach Montreal.
Schöne Ortschaft, die müssen wir uns mal genauer ansehen. Durch enge Gassen fuhr ich bis ganz nach oben und im Friedhof fand ich den Cache. Der wurde dort abgelegt, weil man eine Suuuperaussicht hatte. Hach isses schön im Burgund.
Nu bin ich aber schnell nach Hause, schließlich kommt Hase bald von der Arbeit und ich wollte ihr doch noch was schönes mit Fenchel und Möhren kochen.

31.1.08 11:20

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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Hase / Website (31.1.08 14:43)
Lass dich küssen, mein Helden-Schwarzbrennpolizist, der so schnell rennen kann


Michi (2.2.08 17:51)
Mit Eurem Training das läuft ja wie geschmiert.

Weiße Stiere? Könnt Ihr die mal ablichten? Die sehen bestimmt schön aus.

Die Sache mit dem Geocaching liest sich immer sehr spannend, so wie Abenteuerromane von früher. Mein Kollege macht das jetzt auch, wie letztens durch Zufall erfahren habe. Der ist auch total begeistert davon.


Charly / Website (2.2.08 18:32)
Ja, das ist echt spannend, wenn man sich fürs Geocachen begeistern kann.
Es ist immer wieder schön wir kreativ die Leute sind, die Caches legen und welche Stellen man entdeckt, die ohne Geocachen verborgen blieben

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