Lauftagebuch

Geocaching even harder as can be

Erzählte ich noch großspurig, wie hart das Leben des Geocachers sein kann, wurden wir gestern Nacht eines besseren belehrt und nicht mal da glaub ich, dass das das Ende der Fahnenstange war, da geht noch was. Uff
Gestern um 20 Uhr hab ich den Martin in Kaufbeuren abgeholt und wir fuhren nach Kleinkemnat um den Nachtcache nochmal in Angriff zu nehmen, den wir nicht vollendet hatten.
Rucksack zusammen gepackt und dann doch wieder zurück nach Kaufbeuren gefahren. Martin hatte sein GPS vergessen. Und ohne GPS geocachen ist blöd, gell?
Also zurück, GPS eingepackt, wieder nach Kleinkemnat. Wir haben ja Zeit.
Nun peilten wir uns ein und suchten uns den Weg an die Stelle, an der wir letzte Woche aufgeben mussten.
Es dauerte nicht lange, da fanden wir die verpasste Station, lasen den Hinweis von der achten Station und freuten uns, dass es uns so leicht fiel. Schön auch, dass es diesmal keine -7° hatte, sondern 'nur' -1°. Leicht frostig war der Boden, aber das war nicht unbedingt ein Nachteil. Ansonsten wär der Boden doch recht matschig gewesen.
Achja, hatte ich schon erwähnt, dass ich jetzt mit Brille unterwegs bin? Unglaublich, ich seh jetzt nicht nur Schemen beim Auto fahren und vor allem seh ich Reflektoren im Wald, die ich mit der Taschenlampe anleuchte.
So fand ich schnell die Station 9 und richtig schnell auch die 10. Mönsch, das lief aber heute wie geschmiert. Wir hatten richtig gute Laune. Nach der 11. Station sollten wir uns umsehen und sahen zwei Reflektoren. Freude durchstrahlte uns, denn es hieß, sollte man zwei Reflektoren gleichzeitig finden, dann hat man das Ziel erreicht und damit den Cache.
Super.
Dort an dem Baum war ein Hinweis: Oben wirst du nichts finden, also denk nach'
Wir befanden uns an einem Hang an einem Bach und ich glaubte nicht, dass wir da runter müssten, das wär zu offensichtlich. Und der Hinweis 'Denk nach' sagte mir, dass der Cache hier an der Stelle am Boden sein muss. Wir suchten die beiden Bäume ringsherum ab, gruben ein bisschen, wir klopften und suchten. Dann kehrte ich mit den Händen eine Stelle frei und fand ein Holzbrett. Ja ist klar, Holzbretter kommen nicht so einfach in den Wald. Ich zerrte an dem Brett, das fest gefroren war und darunter lag der Cache. Ich rief Martin zu mir und gemeinsam leuchteten wir voller Ehrfurcht in das Cache Versteck. Wir hatten es geschafft und hoben die Kiste aus ihrem Verließ.
Freudig machten wir die Box auf und guckten was drin ist.
Wir machten unser Tauschgeschäft mit dem Cache und verewigten uns im Logbuch. Danach mussten wir das aber auch standesgemäß begießen. Martin hatte zwei Bier mitgebracht. Wir setzten uns auf den Boden und tranken grinsend vor uns hin, stolz auf unser Werk.
So, was nun? Die Nacht war noch jung und das ging ja schneller als gedacht. So entschlossen wir uns, den nächsten Nachtcache in Angriff zu nehmen. Diesen konnte man aber nur machen, wenn man den ersten Cache geschafft hat, weil darin ein Code eingetragen war, den man für den zweiten Cache benötigte.
Wir notierten den Code und liefen zum Auto zurück um zum nächsten Startpunkt zu fahren.
Rrrrrein in den nächsten Wald und schon fanden wir auch den ersten Reflektor. Die Hinweise notiert und weiter gings.
Hier befanden wir uns in einem Schießgebiet. Überall standen Scheiben herum. Kann sein, dass hier die Jägerlehrlinge das Ballern lernen. Einmal hab ich mich ganz schön erschreckt, als ich 3 Meter vor meiner Nase plötzlich einen Hirsch anleuchtete.
Aber der Hirsch war nicht echt, er war aus Kunststoff und diente den Jungjägern als Zielscheibe. Auch ein kleiner Dachs war total durchlöchert.
Nun wurden wir nach unten geschickt. Vorsichtig dackelten wir den Abhang hinunter bis wir unseren Peilpunkt erreichten. Dort leuchteten wir mit den Lampen durch den Wald und logisch, wir fluchten auf Martin (Der Owner des Caches) er hatte den Reflektor dort oben angebracht, wo wir gerade vom Berg herunter kamen. Ganz schön fies, oder? Also wieder den Berg hoch gegrattelt und den Hinweis gefunden. Martin rechnete die Koordinaten aus und schon gings weiter. Natürlich mussten wir wieder den Berg hinab und das war echt steil. Nach einer Weile erreichten wir den nächsten Punkt und nun leuchteten wir die Bäume an. Aber wir fanden nix, wir fanden nix und wir fanden nix. Eine Stunde haben wir die Bäume abgeklappert und haben doch nix gefunden. Verdammt. Der Hinweis im Internet hieß, dass, wenn man keinen Reflektor findet, solle man einen weiteren Reflektor suchen, wenn man keinen Reflektor findet, soll man die Lampe ausschalten und sich auf andere Sinne verlassen. Das machten wir auch und ich hörte einen Bach rauschen. Hmmm, wenn wir richtig kombinieren, dann müssen wir uns wohl auf die Ohren verlassen und zum Bach gehen. Das machten wir auch, dazu mussten wir uns wieder einen Berg runter wuchten. Der Boden war stellenweise recht eisig, was die Gleichgewichtssinne schulte. Oft musste ich mich wild rudernd auf den Beinen halten.
Wir kamen am Bach an und leuchteten in alle Himmelsrichtungen. Guck mal da vorne, da leuchtet etwas. Also bin ich dort hingetapert, über Stock und über Stein und Wurzeln, Pfützen und umgestürzte Bäume. Doch an der Stelle angekommen, war hier nur ein Schießstand, der zufällig reflektierte. Also wieder zurück und weiter überlegt. Irgendwann kam Martin auf die Idee die Koordinaten nochmal zu kontrollieren und tatsächlich, er hatte sich verrechnet. Das gibts ja nicht. Woraufhin er mir zur Entschuldigung ein weiteres Bier versprach. Macht nix. In der Ferne hörten wir eine Kirchturmuhr Mitternacht läuten.
Nun hatten wir die richtigen Koordinaten, keilten uns wieder den Berg hoch und fanden neue Bäume, neues Glück. Aber klar, auch hier fanden wir nix. Die Verzweiflung war groß. Doch nun standen wir wenigstens an einem Weg. Ich erinnerte mich an den Hinweis, dass, wenn man keinen Reflektor findet, einfach den nächsten suchen soll. Und was liegt näher, als dem Weg nachzugehen? Das machte ich und nach 200 Meter strahlte ich direkt auf einen Reflektor. Ich rief Martin her und es gab Schulterklopfer. Super.
Den Hinweis gelesen, Koordinaten eingeben und schnell auch den nächsten Reflektor gefunden. Doch hier war kein Hinweisschild.
Wir standen im dichter werdenden Wald und nun hieß es, dass man den direkten Weg nehmen sollte. 109 Meter in fast nördlicher Richtung.
Wir leuchteten in die Richtung und schauten uns an. Öhm, wie jetzt, wir sollen uns da durchs Gehölz keilen? Die Bäume standen dicht an dicht, da sollen wir durch? Naja, nützt ja nix. Befehl ist Befehl. Also haben wir das Gesicht geschützt, dass uns nicht die Äste aufs Antlitz schnalzen. Wir waren dem Punkt ganz nah, den wir erreichen wollten und mit etwas Gewalt, drückte ich mich durch noch ein paar Bäume.
Wir suchten, suchten eine ganze Weile und Martin fand dann auf einer Wurzel stehend in 150 Metern, unten an einem Abhang einen Reflektor. Also sollten wir wohl den Abhang da runter?!
Ich ging voraus........ aber nicht lange, denn mir zog es schon beim ersten Schritt die Füße weg, ich setzte mich auf den Hintern und dann gings HUUUUIIIIIIII auf dem Hintern den Abhang hinunter. Ich war nur noch Passagier und wartete, bis ich unten angekommen bin. Irgendwann war ich unten und fand halt und rief hoch, dass Martin besser aufpasst, wenn er hier runter will. Aber andererseits war ich auch um einiges schneller auf meine Art.
So, nun standen wir da. Grübelnd. Kopf kratzend. Hier war definitiv kein Durchkommen, beim besten Willen nicht.
Martin sah auf sein GPS und besah sich die Karte und meinte, wenn wir wieder hoch gehen, dann kämen wir mit ein bisschen guten Willen auf einen Weg, der uns vielleicht zu den Bäumen führen würde. Ich sah ihn an und meinte: 'Dann hab ich mich ja ganz umsonst auf den Arsch gelegt'
Tja. *Schultern zuck*
Gut, also wieder den Abhang hoch. An Bäumen zog ich mich hoch und schon standen wir wieder im Dickicht.
Zurück wurde gekeilt und tatsächlich fanden wir einen Weg, der einigermaßen als solcher einzustufen war.
Wir erreichten den Baum und erblickten sogar 3 Reflektoren. Jedoch fehlte uns jetzt ein Hinweis. Wir wussten nicht, was wir hier machen sollten. An den Bäumen waren keine Schilder. Wir rätselten und überlegten, aber wir kamen auf keinen grünen Zweig. Noch 20 Minuten haben wir gesucht und überlegt. Dann fanden wir jedoch noch ein paar Bäume, die jeweils einen Minireflektor hatten. Doch was sollten wir damit? Das war ein klares Zeichen, aber wir kamen nicht dahinter.
So beschlossen wir, dass wir an der Stelle abbrachen. Schließlich wars auch schon fast 2 Uhr in der Früh.
So suchten wir uns einen Weg durch den Wald und erreichten irgenwann das Auto.
Etwas gerädert ließen wir uns fallen und überlegten uns einen Termin für ein erneutes Angreifen des Nachtcaches. Wir geben doch bei sowas nicht auf, soweit kommts noch.
So fuhren wir schließlich nach Hause und jeder machte seine Notiz im Internet um der Welt zu verkünden, dass wir wenigstens den ersten Nachtcache geschafft haben.

9 Kommentare 12.1.08 13:39, kommentieren

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Geocaching as hard as it can

Ich geh ja seit ein paar Monaten dem Hobby des Geocachens nach. Infos gibts hier, wie das funktioniert.

Klickerdiklick

Es ist ja interessant, dass man entweder Geocachingfetischist wird, oder damit überhaupt nix am Hut hat.
Ich gehör zu Ersterem, Hase zur anderen Clientel. Sie ist eher gelangweilt davon, findet es aber toll, dass mir das so Spaß macht. Und Spaß macht es, auch wenns manchmal ganz schön happig ist.

So auch am Mittwoch Abend.
Ein Cachekollege kommt von mir im Ort. Ich kannte ihn auch schon vom Sehen her, weil er ein spezielles Geschäft in Biessenhofen führt.
Wir hatten schon ein paar E Mail Kontakte und haben uns schließlich für einen Cache verabredet, den man lieber nicht alleine angeht.
Das Teil ist ein Nachtcache und kann unmöglich bei Tageslicht gemacht werden. Ich erklär gleich warum.
Wir verabredeten uns für 19 Uhr und es sollte auch ganz schön kalt werden. Schon beim Hinfahren nach Kaufbeuren hatte es läppische Minus 10°. Aber das war zum Glück auch der Tiefpunkt. Der Cache heisst 'Highway to hell' und es heisst, dass man für diesen Cache etwa 3 Stunden einplanen sollte.

Da stehts drin

In Kaufbeuren holte ich Martin an einer Tankstelle ab und dann gings mit Rucksack, Schaufel und drei Taschenlampen hinüber nach Bickenried. Das ist ein Kaff hinter Irsee, bestehend aus einem Gutshof und...... nix mehr. Also voll die Pampa.
Nun schön die Mütze auf die Birne und hinaus in die Kälte.
Wir peilten den ersten Punkt an und marschierten auf einem Pilgerweg, der sich D'Höll oder so nennt. Daher stammt auch der Name des Caches.
Nach ein paar hundert Metern erreichten wir den ersten Punkt und leuchteten nun mitten im Wald in der Gegend herum. Irgendwo muss ein Reflektor befestigt sein. Wir suchten und suchten und dann sahen wir in 50 Metern Entfernung die Reflektion. Freudig stapften wir durchs Gehölz und erreichten den Baum, an dem ein kleiner Reflektor angeschraubt war. Aha, so sieht das also aus. Unten an dem Baum war ein Zettel mit einer Schnur befestigt, worauf ein Buchstabe, eine Zahl und eine Rechnung drauf stand. Das muss man nun ausrechnen und hat damit die nächsten Koordinaten.
Wir stellten unser GPS ein und latschten weiter über Stock und Stein den direktesten Weg zum nächsten Punkt. Der Schnee und das Eis macht es nicht unbedingt leichter und trotz der Kälte wurde es uns recht warm.
Wir fanden wieder den Reflektor, sollten uns umsehen und fanden auch schon den nächsten. Wieder das gleiche Spiel. Buchstabe und Zahl von dem Kärtchen ablesen, Kärtchen wieder verstecken, Rechnung ausführen, Koordinaten eingeben und den nächsten Punkt ansteuern. Zunächst kamen wir recht gut voran. Manchmal staunten wir auch über die Dreistigkeit des Cacheowners. (Owner ist Derjenige, der den Cache ausgetüftelt hat) Einen Reflektor hat er direkt hinter einen Jägerstand angebracht. Der Jäger müsste sich am Tag nur umdrehen und fände den Reflektor und würde rätseln, was das denn wohl zu bedeuten habe. Aber die Reflektoren sind nicht sehr groß und der Jäger hat keinen Grund sich umzudrehen.
Wir suchten den nächsten Punkt auf und standen nun mindestens 20 Minuten mitten auf einer schneebedeckten Wiese und suchten den nächsten Reflektor. Wir waren schon recht verzweifelt, weil wir ihn nicht fanden. Martin ist dann auf einen weiteren Jägerstand gestiegen und hat in der Gegend rumgeleuchtet und tatsächlich, etwa 100 Meter entfernt leuchtete uns der Reflektor entgegen. Aber dieser war auch schwer zu finden, weil der Owner den Reflektor noch verkleinert hat. Boah, das wird ja immer schwerer.
Durch das lange Suchen bekam ich dann doch ganz schön kalte Füße und das Reden fiel auch schwer, weil das Gesicht langsam einzufrieren drohte, aber wir hatten die nächste Rechnung geschafft.
Auf zur siebten Station. Wieder wurde von uns geleuchtet. Aber jetzt konnten wir kein Leuchten erkennen. Ewig leuchteten wir die Bäume an, doch nix war zu finden. Wir gingen um die Lichtung herum, leuchteten alles aus, aber ne. Nix zu finden. Die siebte Station blieb uns verwehrt.
Zufällig trafen wir dann aber auf einen andern Reflektor, der die achte Station war. Dort fanden wir wieder eine Rechnung, allerdings fehlte uns jetzt der Buchstabe der vorigen Station.
Was tun? Wir versuchten ein paar Optionen auszurechnen. Der vorige Buchstabe konnte nur 0, 1 oder 2 sein und damit rechneten wir auch. Wir steuerten alle ausgerechneten Punkte an und leuchteten wieder durch den Wald. Doch trotz intensiver Suche konnten wir keinen weiteren Reflektor finden. Wars das? Sollen wir echt aufgeben? Wir waren jetzt schon 2 1/2 Stunden unterwegs, uns fehlte eine Station, uns war kalt und wir wussten nicht mal, ob wir an den richtigen Stellen sind. So beschlossen wir dann auch wirklich, dass wir zurück gehen. Vielleicht finden wir durch Zufall noch Reflektoren, dann könnte es weiter gehen. Doch obwohl wir auf dem Rückweg alles ausgeleuchtet haben, konnten wir nichts mehr leuchten sehen. So kamen wir am Auto an und merkten erst jetzt, dass es wirklich lausig kalt da draussen ist. Ein bisschen enttäuscht waren wir natürlich. Wir suchten uns so einen schweren Cache aus und sind gescheitert. Aber wir werden nicht aufgeben und ein andermal wieder versuchen das Geheimnis des Caches zu entlocken.
Aber zur Belohnung fuhren wir nach Kaufbeuren zurück und machten noch gemeinsam einen weiteren Cache, den der Martin aber schon geloggt hatte. Er hat mich also nur begleitet und nur einmal einen kleinen Hinweis gegeben, weil uns ein Teleskopspiegel fehlte. Und der wäre nötig gewesen.
Aber ich fand dann ganz schnell den Cache in einem Schild an der Wertach versteckt. Dort hab ich meinen Namen reingeschrieben und so kam ich dann doch noch zu einem Erfolgserlebnis an diesem Tag.
Dann fuhr ich den Martin nach Hause und mich anschließend auch, wo ich mir erstmal einen heißen Tee gönnte. Boah, war das kalt.

Ich staune immer wieder, wie kreativ die Leute sind, mit ihren gelegten Caches. Die Aufgaben, die gestellt werden, sind oft so unglaublich durchdacht, da merkt man, dass die Leute sich wahrscheinlich wochenlang Gedanken darüber machen, was sie den Geocachern für Aufgaben stellen sollen.
Auf meinen Cache in Ebenhofen
Den da

bin ich auch ganz schön stolz, das war auch ein bisschen Arbeit, bis er gelegt war und die Aufgaben ausgetüftelt. Aber der Lohn der Arbeit ist, dass schon 6 Leute meinen Cache in dem Dorf gefunden haben.
Lustig fand ich auch. Als Kerstin und ich bei meinen Eltern waren, sagte mein Vater, dass da einer am ehemaligen Wasserschloß war und da rumwerkelte, mit Block und Stift bewaffnet und sich was notierte. Das war wahrscheinlich der 'Oskar zu Fuß' der meinen Cache im dritten Anlauf gefunden hat. Na, meiner ist wohl auch nicht allzuleicht.

22 Kommentare 4.1.08 09:14, kommentieren

Allez allez

Es geht voran mit der Fitness
Mein Plan macht richtig gute Laune.
Ich fühl mich nicht überfordert und kann die Vorgaben auch ziemlich gut einhalten. Gut, die Prognosen für die Läufe sind meiner Meinung nach a bissal utopisch. Einmal sagte er mir für den Marathon 3:24 voraus. Dann hab ich eben ein bisschen das Training länger gemacht und schon gehts wieder runter auf 3:25. Schon eine Minute weniger utopisch, siehste?
Wir werden sehen.
Gestern sollte ich 18 km laufen in einer 5:18er Pace. Hm, flott.
Das Wetter ist aber momentan aber auch zu geil, oder? Kalt in der Nacht, kalt am Tag, aber die Sonne scheint. Ich find das superscharf. Auch der Ostwind ist schon viel schwächer geworden.
Deshalb drauf auf die Nase mit der Sonnenbrille, nach Juilly gefahren und von dort bin ich losgelaufen.
Zunächst gings nach Souhay, dann leicht den Berg hoch und auf einmal über 1,5 km bergab. Bergauf war ich natürlich unter der gefordeten Pace, aber bergab gabs dann kein halten mehr. Mei war das geil den Berg ohne Anstrengung in 4:30er Pace runter zu heizen. Der Berg hatte die richtige Steigung dafür. Wärs zu steil, müsste man bremsen und das geht auf die Knie, aber das war gestern nicht nötig.
Also runter gebreeeeeezzztttt und gegrinst. Dann kam ich in Pouillenay an, dort ist auch der gute alte Canal de Bourgogne.
In der Ferne sah ich auch mein Alisea und seit ich weiß, was sich vor über 2000 Jahren dort für ein Drama um Vercingetorix abgespielt hat, schau ich da immer mit Ehrfurcht zu dem Berg mit dem Dorf Alisea rüber.
Ich lief am Canal entlang und ließ die Schleusenhäuschen hinter mir, die hier im Abstand von ein paar hundert Metern stehen. Schleuse 36 und 37 stünden frei und sind in guter Verfassung. Da isses auch schön ruhig. Als Hauptberuflicher Schleusenwärter bekommt man den staatlichen Mindestlohn und kann in dem Häuschen mietfrei wohnen.
Ich hatte immer noch eine Pace von 5:07 - 5:15 drauf, hab also alle Kilometer jetzt eigentlich zu schnell gemacht, aber was solls, es lief so richtig gut, also wieso künstlich bremsen?
Ich musste den Canal wieder verlassen und lief nach Chassey rein.
Ich find die Dörfer immer putzig, da ist die Welt noch in Ordnung. Da kümmert man sich nur am Rande darum, mit wem der Präsi gerade ein Techtelmechtel hat. Hauptsache das Hausdach hat ne gute Folie zu Weihnachten bekommen. Denn für nen neuen Dachstuhl gibt man doch kein Geld aus, geschweige denn Dachplatten?
Nett diese Dörfer.
Ich lief aus dieser Weltstadt hinaus und kam an die Straße in Richtung St. Euphrone. Aber nicht lange, ich bog nach Magny la Ville ein. Auch so eine französische Metropole. Nach etwa 3 Minuten war ich auch schon wieder durch und weiter gings nach Souhay. Ein Traktor kam mir mitten auf der Straße entgegen, das war auch schon alles an Verkehr, was unterwegs war. Auch sonst, die ganze Strecke konnte ich auf dem Mittelstreifen laufen, weil einfach keine Autos unterwegs waren. Nett.
Auf dem Traktor saß noch so ein richtiges französisches Original. Uralter Traktor, verrunzeltes Gesicht (Nein nicht der Traktor hat ein verrunzeltes Gesicht), magere Gestalt und Baskenmütze auf dem Kopf.
Schon war auch dieses Dorf durchquert. Ich hatte nicht mehr viel zu laufen und weil es so richtig gut lief, hab ich das Tempo noch ein Stück angezogen und lief die letzten 2 km in je 4:49 Minuten und haargenau bei 18 km kam ich wieder beim Auto an.
Das war so ein richtiger Traumlauf bei so einem herrlichen Winterwetter.
Die 18 km bin ich in recht zügigen 1:32 Stunden gelaufen.

1 Kommentar 20.12.07 11:28, kommentieren

Voll das Training

Sooo, schöne Grüße aus Frankreich.
Das Wetter ist schön, es ist kalt aber die Sonne scheint und das Essen ist gut. Kunststück, wir kochen ja selber. Muss ja gut sein haha.
Bald ist Weihnachten und bald ist Silvesterlauf in Kempten. Und darauf wird jetzt noch tüchtig hintrainiert. Denn so dreckig wie in Immenstadt muss es mir nicht mehr gehen. Brauch ich nicht nochmal.
Also reingekniet ins Training.
Hase macht jetzt auch gerade eine Testphase von Vicsystem mit. Das geht über 2 Wochen und ich denk mir, ihr gefällt das sehr gut mit dem Laufen nach Plan.
Jetzt muss ich ständig Intervalle und Tempoläufe machen. Aber ich find das nicht ganz so schlimm, ich komm gut klar damit. Ich bin jetzt das zweite mal einen Tempolauf im Wettkampfspezifischen Tempo gelaufen über 3800 Meter. Vorgabe war eine 4:22 er Pace. Beim ersten mal musste ich ja eine Gehpause einlegen, so fertig war ich und dabei schaffte ich nicht mal das vorgegebene Tempo, ich schaffte die 3800 Meter gerade mal in einer 4:37 er Pace. *Kopfschüttel* Tja, da rächt es sich, dass man das ganze Jahr nur fröhlich vor sich hingebummelt ist und man nix für die Laktattoleranz gemacht hat.
Jetzt bin ich wieder die 3800 Meter gelaufen, konnte diesmal durchlaufen aber auf den letzten 300 Metern wurde es brutal, ich wollte gehen, ich konnte nicht mehr, ich war im Eimer und schleppte mich noch die letzten Meter bis zum Ende der Semurer Allee. Diesmal kann ich sogar eine Pace von 4:29 vorweisen. Immerhin, oder? Hochgerechnet auf 10 km käm ich trotzdem nur auf eine Zeit um die 45 Minuten. Ich frag mich dann immer wieder, wie ich es fertig gebracht habe vor zwei Jahren 43:20 zu laufen und letztes Jahr ohne großartiges Training 44:30 oder so. Ich würde es jetzt ums verrecken nicht unter 45 Minuten schaffen. Naja, ich bleib dran am Training.
Ich muss auch immer wieder Intervalltraining machen. 3x2400 Meter oder mal 3x1600 Meter und dann mal so Prügelintervalle mit 200 Metern in 3:22 Pace. Das ist ja fast schon Sprint und das auch noch 24 mal hintereinander. Welcome Kotzgrenze.
Obwohl, das mit den 3:22 stimmt ja auch schon nicht mehr, weil sich mein Plan angepasst hat und er mir sagt, dass ich solche Intervalle in 3:20 laufen soll. Meine Prognose für den 10 km Lauf wurde auch runter gesetzt. Ich soll angeblich in Kempten 43:45 laufen können, davor sagte mir der Plan noch 44:20 voraus. Scho recht.
Ich weiß auch nicht warum mir der Plan sagt, dass die Prognosen besser werden, schließlich halt ich den Plan so gut wie möglich ein und bin aber bei manchen Prügeltraininings ein bisschen langsamer. Naja, wir werden sehen, ich lass mich aber nicht verführen zu dieser Zeit. Schaff ich nicht.
Gestern sind Hase und ich zusammen gelaufen. Zunächst bin ich selber 6 km gelaufen anschließend hieß es für Kerstin Intervalltraining. 5x1000 Meter in 5:15er Pace.
Die ersten 1000 Meter waren wir zu langsam. Dann eben bei den zweiten 1000 Metern das Tempo anziehen.
Wir liefen die Allee wieder hoch und trafen das Tempo ganz gut mit 5:16. Das Pech war, dass wir jetzt an einer Horde Schüler vorbei mussten, aber nicht in 5:16er Pace, sondern in der Laufpause mit 8:30 er Pace. Das sieht natürlich total affig aus in dem Geschlurfe. Die Schüler wissen ja nicht, was wir machen und denken sich, dass wir einfach nicht schneller können. Ja klar kommen dann blöde Sprüche, wie das nunmal einfach sein muss. Da war so ne kleine Zicke, die gemeint hat 'Allez, allez und jetzt gehts zum Marathon nach New York' Ja nerv nicht Pürzel. Wir schlappten dann zum Ende der Allee und drehten wieder um und dann war zum Glück die Trabpause vorbei und wir konnten es der Göre zeigen, dass wir auch a bissal schneller laufen können. Gegrinst wurde natürlich trotzdem
Übrigens hatten die Schüler gerade Schulschluß und wie spät isses? Genau, 18 Uhr und die Schüler haben Feierabend. Wenn ich da so hör wie die deutschen Schüler meckern, wenn sie einmal oder uuuiiiiii 2x die Woche am Nachmittag Schule haben und das bis halb vier, dann ist das doch recht albern. Nebenbei müssen die Franzosen aber auch trotzdem noch Hausaufgaben machen. Ganz schön straff das Ganze.
Natürlich haben sie nicht jeden Tag so lange Schule, aber Mittags Heim? Ne, das ist eher die Ausnahme.
Achso, wir sind ja am Intervall laufen.
Den dritten Kilometer machten wir in 5:15, dann wieder traben, nochmal in 5:14 und beim letzten Kilometer hörte Kerstin natürlich wieder nicht auf ihren Trainer und lief viel, viel schneller. Ich rannte hinterher in einer 5:02 Pace. Naja, dann soll sie machen, dachte ich mir. So lief sie vor mir her und nach 850 Metern wollte ich aufholen und zu ihr aufschließen, um ihr zu sagen, dass sie es nu geschafft hat, aber als ich näher kam, gab Kerstin nochmal Gas, ich auch. Die 1000 Meter hatten wir schon, aber Kerstin rannte noch schneller. Na warte, dich krieg ich noch. Ich lief neben ihr her und dachte mir jetzt, tja Hase, ich bin gespannt, wann du abkackst, lang hältst du das nicht durch Und siehe da, nach weiteren 200 Metern war es vorbei mit dem Charlyabhängenlauf und ich rief ihr noch zu 'IST DAS ALLES? LOS AUF GEHTS DA GEHT NOCH WAS, ICH WILL DICH KOTZEN SEHN' ein paar Fußgänger sahen uns verdattert an, worauf wir lachend erstmal stehen blieben und uns in den Arm nahmen.
Puh, am Schluß hatte Kerstin noch eine Pace von 4:10 drauf, das hat ihr noch gut getan.
Nun liefen wir langsam Heim und breit grinsend machten wir uns über die Dusche her und über unsere Nudeln.

Ich hab jetzt in Ebenhofen auch einen Multicache gelegt.
Wer will, kann ihn ja mal suchen. Einmal wurde er schon entdeckt. Und den kenn ich sogar. Kommt aus Biessenhofen und ich weiß auch wo er arbeitet.
Mal den Link von meinem Cache einstellen. Das war fei net einfach. Über 2 Wochen hab ich daran rumgemacht. Die ganzen Rätsel in Ebenhofen zusammen suchen, einige Rechnungen auspfriemeln, die zu lösen sind, immer wieder gucken, ob alles stimmt und ein geeignetes Versteck suchen.
Dann das alles in HTML auf die Seite einfügen und dann vom Administrator gesagt bekommen, dass es nicht erlaubt ist, eine Etappe näher als 45 Meter zu einem Gleis zu legen. Tja, so musste der Pestfriedhof von Ebenhofen dran glauben und ich musste mir was anderes ausdenken. Das Blöde ist, dass ich damit auch fast alle Rechnungen neu berechnen musste. DAS ist Arbeit sag ich euch. Aber nu bin ich stolz auf meinen Cache.
Meine 3 Caches, die ich hier in Frankreich gelegt habe, hab ich auch besucht. 2 wurden gefunden, der Dritte noch nicht. Tja, gut versteckt, nicht wahr?

Hier gehts zu meinem Cache in Ebenhofen
--->CACHE---<
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18 Kommentare 14.12.07 10:25, kommentieren

Laufplanerei

Am Sonntag ist in Immenstadt ein 10 km Lauf. Da werd ich mitmachen, aber nur als Funlauf.
Mein Trainingsplan sagt mir, dass ich den in 51 Minuten laufen soll. Hmm. Soll ich wirklich so langsam laufen?
Mein Trainingsplan ist eh so ein Böser Junge. Der ist ganz schön intolerant.
Eigentlich sagte er mir eine Zeit von 50:40 voraus.
Gestern sollte ich dann einen 15 km Lauf im 6:30 er Tempo machen. Aber tut mir leid, ich konnte nicht so langsam laufen. Also lief ich etwa in 6:15 er Pace. Was hab ich nu davon? Er revidiert seine Prognose für Sonntag und sagt, ich lauf nur noch in 51:10 Minuten. Ätsch, läufste zu schnell, läufste zuviel, gibts eben eine schlechtere Prognose, also halt dich gefälligst an meinen Plan Charly, will mir der Plan erzählen.
Kleinlaut sag ich nun Okäääh.
Für Silvester hab ich noch den 10 km Lauf in Kempten ausgeguckt. Mein Plan sagt, ich lauf da in 44:07 Minuten.
Wär gar nicht schlecht, wär meine zweitbeste 10er Zeit.
Erwähnte ich schon mal, dass ich die kurzen Wettkämpfe nicht mag? Ich mag die kurzen Wettkämpfe nicht. Da lauf ich lieber einen Marathon unter 4 Stunden, das ist angenehmer.
Aber was solls, ich will irgendwann auch mal wieder meine 10er Zeit knacken. Nächstes Jahr. Mir schwebt da ganz deutlich eine 42 vor. Aber nun wird erstmal auf den Marathon unter 3:30 hintrainiert. Das ist schon fies genug. Aber ich denk, das krieg ich hin.
Übrigens will ich nächstes Jahr in den Knast.
Wasislos? Charly? Hallo? Alles klar da oben?
Ja, ich will in den Knast. Aber nur zu Besuch, wie es so schön beim Monopoly heisst. In Darmstadt ist nämlich im Mai der Knastmarathon. Dort wird auf dem JVA Gelände mit Knackis, JVA Beamten und Gästen wie mir ein Marathon durchgeführt. Das ist eine Strecke von 1,7 km und muss so 25 mal durchlaufen werden. Das Startgeld beträgt 10 €, dafür bekommt man ne Medaille, Urkunde und Verpflegung. Natürlich wird man vorher durchsucht, ob man illegale Powergels dabei hat oder so. Ich find das interessant, so eine Erfahrung mit Gefängnisinsassen und für die ist das bestimmt auch eine prima Abwechslung. Und mit maximal 100 Teilnehmern auch schön überschaubar. Ja, ich glaub das mach ich.

9 Kommentare 29.11.07 23:03, kommentieren

Nochn Training

Nach langer, langer Zeit bin ich mal wieder schnell gelaufen und das mehr als nen Kilometer.
Mein nigelnagelneuer Traningsplan (Könnt ihr euch an die Sendung: Der Preis ist heiß erinnern? Und hier ist er, ihr nigelnagelneuer Trainingsplaaaaaaan)
Er sagte mir, nur im Falle, dass ich mich von dem harten Lauf von gestern erholt hab dass ich nach 3000 Metern in 6:28 er Pace (Schnarch) 7,2 km in 4:46 er Pace laufen soll. (Nix mehr schnarch) Das kam mir in Anbetracht meines Trainingszustandes dann doch ein bisschen heavy vor. Naja, mach ich halt, wie es geht.
Also 3000 Meter dahin getrottet und dann auf der Hauptstraße nach Ruderatshofen losgebreezt. Es war leichter Gegenwind, saukalt wars auch, aber die Sonne kam schon raus und nach Hruatisloava, wie die alten Römer sagten, gehts ein bisschen bergauf.
Den ersten Kilometer hab ich nur in 4:49 gemacht, den nächsten in vorgegebenen 4:46, der Rest war schneller. Bis runter zu 4:31 auf nen Kilometer. Das hat mich ein bisschen überrascht, dass es mir bei dem Tempo noch so richtig gut ging und genoss auch den Lauf. Ich fand das schön, wie der Mittelstreifen so an mir vorbei zog, immer im gleichen Rhytmus. Strich 5 Schritte, dazwischen 5 Schritte, wieder mit Strich. Dabei ging der Atem gleich rhytmisch, das Wetter war herrlich mit Winterwonderland. Pulverschnee, blauer Himmel, kalt, Sonnenbrille, Atemschwaden und mir gings gut.
Nach den schnellen 7,2 km lief ich noch so 15 Minuten aus und grinste heimwärts.
Jetzt hab ich morgen Trainingsfrei, Dienstag gibts nen ruhigen 10 km Lauf, am Mittwoch 27 km.
Schön

Achja und ich hatte jetzt auch den ersten Besucher bei meinem ersten versteckten Cache.
Der Cache in Montbard wurde gefunden und er hat nen Geocoin dazu getan. Keine Ahnung wo der hingelegt wurde. Schließlich ist der Cache ziemlich klein. Nur ein Röhrchen 12 cm lang und 2 cm Durchmesser.
Da stehts

5 Kommentare 18.11.07 15:52, kommentieren

Winter

Schon isser da der Winter.
Da hab ich aber nochmal Glück gehabt mit dem Heim Fahren.
Am Dienstag fuhr ich bei gutem Wetter von meinem Hasen weg (Heul) und am Mittwoch hatte es schon eine gepflegte 15 cm Schicht Schnee.
Öhm, ich hatte ja noch Sommerreifen drauf. Gut die sind immer noch drauf, aber ich muss ja jetzt nicht unbedingt Auto fahren. Geh ich halt zu Fuß
Saukalt ist es für Mitte November. Bis Minus 15° hatte es hier schon. Unter Tags gibts kein Grad Plus. Wir leben im Permafrost
Aber das Laufen ist schön. Lieber so, als Schmuddelwetter. Gut auch, wenn kein Wind geht, dann ist das Wetter echt erträglich.
Golf spielen und Caches suchen kann ich momentan auch sein lassen. Wobei ich ja noch 3 Caches selber gelegt hab im Burgund. Zwei normale, kleine Caches und eine Tupperschachtel mit Zeuch zum Wechseln darin. Also ihr Geocacher, stürzt euch auf meine Caches. Die Anleitung im Internet haben wir sogar in drei Sprachen geschrieben.
Jetzt werd ich auch bald mal hier im Allgäu ein paar Caches verstecken. Die werden auch ratzfatz angegangen. Viele warten schon auf neue Caches. In Frankreich ist das überhaupt nicht so. Deshalb wurde auch noch kein Cache von mir gesucht.

Ja, jetzt isser also da der Winter. Kann von mir aus trotzdem schon wieder verschwunden sein.
Ich hab mir jetzt einen Trainingsplan gegönnt von Victor Röthlin. Werissndas???? Röthlin ist der schnellste deutschsprachige Marathonläufer und ist aus der Schweiz und absolute Weltklasse. Bei den Weltmeisterschaften in Osaka hat er die Bronzemedaille gewonnen und hat schon drei mal den Zürich Marathon gewonnen. So ein Trainingsplan kostet 90 € im Jahr und was mir gut gefällt ist, dass sich der Plan immer dem Training anpasst. Ich bekomm meine Vorgaben, wenn ich die einhalte, kann ich sehen, wie sich meine prognostizierten Zeiten für Halbmarathon und Marathon verändern. Klar, lass ich das Training schleifen, wird sich auch die Prognose ändern. Mach ich zuviel, geht die Zeit auch in den Keller. Ich bin gespannt wie sich das auswirkt.
Es sieht momentan so aus, dass ich im April den Marathon in 3:28:25 Stunden laufen könnte. Wenn ich das schaffen würde, wäre das 10 Minuten schneller als meine Zeit. Aber ich will nächstes Jahr ja eh meine Zeiten angreifen. Dieses Jahr war ja nicht so von schnellen Wettkämpfen geprägt. Wir werden sehen.
Es läuft momentan ganz gut. Vor 3 Tagen lief ich mal spontan 10,3 km in 52:30, obwohl ich nur nach Wohlfühltempo gelaufen bin.
Gestern hab ich dann noch einen halbschnellen Lauf gemacht, das waren 13,3 km in 1:08 Stunden und dabei gabs noch zwei recht flotte Kilometer in je 4:35 Minuten. Die Kälte macht mir dabei gar nix aus. Ne, die trockene Kälte ist einfach nur prima. Da kann man auch bei -7° auf den Straßen brettern.
Natürlich guckten mich die Leute auf der Straße verduzt an, weil ich mich im Winter irgendwie der langen Hose verweigere und nur in 3/4 Hose laufe. Fühlt sich auch nicht kalt an an den Haxen. Ich freu mich immer über die komischen Gesichter und die lustigen Kommentare. So wie ein kleines Mädchen gestern zu ihrer Mutti sagte: 'Schauuuu maaaaal, wie der Maaaannnn da läuft, bei deeeer Kääälte' Sie guckte mir verdattert hinterher und wollte mir bestimmt sagen, dass das nicht gesund sein kann.
Heute war dann eigentlich der erste Tag von meinem Trainingsplan, gestern hätte ich Intervalle laufen sollen, na gut, passt ja. Meine Vorgabe für heute war 10 km im 6:44 er Tempo zu laufen. Puh fast 7 Minuten pro km, das wird hart und um es vorweg zu nehmen, ich habs auch nicht geschafft. Das höchste der Gefühle war ein Kilometer in 6:33. Aber ich hab mich echt zusammen genommen und bin immer so zwischen 6:25 und eben den 6:33 gelaufen. Langsamer konnte ich einfach nicht. Ausserdem ist das auch gar nicht so leicht, weil man bei der Kälte sogar während dem Laufen friert, wenn man so langsam läuft, da wollte ich immer schneller laufen, damit es mir warm wird, aber ich war brav.
Morgen muss ich dann 3000 Meter in 6:28er Pace laufen und anschließend 7200 Meter in 4:46er Pace. Klingt schon schneller :D

6 Kommentare 17.11.07 15:46, kommentieren

Servus

So, jetzt bin ich wieder in Frankreich bei meinem Schatz seit ein paar Tagen. Einen Tag lang hatte ich Fieber, als ich hergefahren bin.
Was solln das?
Naja, is ja nu wieder weg.
2 Tage Laufpause und gut is.
Gestern sind wir zwei nach Dijon gefahren, haben die Inliner raus geholt und sind am Canal de Bourgogne auf einer schönen asphaltierten Strecke bis knapp zur Stadt gefahren. 17 km mussten wir gegen den Wind fahren, aber die Belohnung gabs dann auf der Rückfahrt. 17 km Rückenwind auf den Inlinern. Da geht was, da schnurren die Rollen auf dem Asphalt und die Kilometer fliegen nur so dahin.
Für die erste Hälfte brauchten wir 1:07 Stunden, für den Rückweg 1 Stunde ohne Anstrengung. Schön wars
Man könnt nicht meinen, dass Hase gerade erst angefangen hat mit Inliner fahren, so sicher fährt sie durch die Gegend.

So, dann sagen wir doch mal servus für die nächsten Tage. Wir fahren nämlich jetzt nach Saint Louis, dann mal Basel angucken, am Sonntag ist ja auch irgendso ein besonderer Tag. Hmmm, was issn da? Achja, Marathon. Im Elsaß aber in der Nähe von Basel.
Dann geht die Reise weiter direkt nach Freiburg. Dort geht es Abends schön zum Essen. Es soll was zu feiern geben.
Am nächsten Tag treiben wir uns im schönen Freiburg herum und dann gehts auch schon wieder zurück in den Hasenstall.
Also machts bis dahin gut.

Grüße von Kerstin und Charly

4 Kommentare 2.11.07 12:17, kommentieren

Veni vidi Golfi

Gestern war also die Platzreifeprüfung
Es ist wohl doch etwas dran, wenn man die Generalprobe verhagelt, dann klappt das mit der Premiere.
Um 13 Uhr klingelte der Wecker......
.... Falscher Text, sorry.
Also um 14 Uhr fuhr ich zum Golfplatz und wurde schon vom Golflehrer erwartet. Heute gibts Platzreife, Charly bist fit?
Hm, ja. Mir tut nur alles weh von den 300 Bällen, die ich gestern raus gedroschen hab.
Ja, das ist schön, also packen wir es an.
Erstmal ein paar Bälle Klonkwuschig von der Driving Range weg geballert, dann rüber zur Bahn 1 und den Ball begrüßt angesprochen. Na, wie gehts Ball? Heut gibts wieder Prügel.
Charly bleib locker. Charly schwingt und haut den Ball auf den Fairway. Waren zwar nur 80 Meter, aber das passt schon. Da war ich aber heilfroh, dass gleich mal der erste Schlag gut gesessen hat. Mein Lehrer plauderte mit mir recht angenehm, wenn wir zum Ball liefen und er stellte mir immer Fragen zu Spielsituationen. Was darfst du machen, wenn der Ball im Aus ist, was machste, wenn der Ball im Bunker liegt, an einem unbeweglichen Hemmnis usw.
Ich weiß es Herr Lehrer
Dann am Ball angekommen, einen relativ guten Pitch gemacht, knapp vor das Grün, einen Chipp und noch 2x für den Putt. 5 Schläge bei einem Par 3 Loch, das sind 3 Stapleford Punkte. 12 brauch ich ja, gell?
Siehste Charly, nu hast du schon 3 Punkte, gar nicht so schlimm oder?.
Er fragte mich dann noch ein bisschen schön aus über die Regeln, ich antwortete meist richtig.
Es lief eigentlich gar nicht schlecht.
Wir kamen an die nächste Bahn, aber nicht Bahn 2. Wir spielten erst die Schwereren, wenn nötig, können wir dann noch die leichten Bahnen nehmen.
Häh? Na gut. Also an ein Par 4 Loch.
Holz raus und Ball losgeschickt. Ich dacht, mir bleibt das Herz stehen. Fliegt der Ball doch tatsächlich in Richtung seitliches Wasserhindernis auf die Bäume zu, aber ole, ole, er blieb 2 Meter vom Wasserhindernis entfernt liegen. Dann brauchte ich noch einen Schlag mit dem 7er Eisen, noch 2x Pitcher, 1x Chippen und noch 2 Putts. Verd..... Sch.....
Ich hab ab da nicht mehr mitgezählt. Aber im Nachhinein ist mir ja klar geworden, dass ich ja 7 Schläge gebraucht habe. Passt doch, wieder 2 Punkte. Aber das fiel mir wie gesagt erst viel später wieder ein. Ich hatte das Gefühl es läuft schlecht.
Dann kam das Dramaloch vom Vortag, wo ich etwa 10 Schläge gebraucht habe. So um den Dreh rum.
Rrrrraus mit dem Holz und rrrrein in den Wald. Vom Abschlag aus gehts theoretisch geradeaus. Das Grün ist etwa 20 Meter höher auf einem großen Hügel zu entdecken. In 80 Metern Entfernung nur eine Schneise von 15 Metern. Links alles voller Bäume, rechts auch.
Also Holz geschwungen und Huuiiiiii ging der Ball Klockerdiklock in die Bäume hinein.
DANKE!!!! Hmpf.
So stellte ich mich auf das Schlimmste ein, aber guckeda, der Ball schaffte es hinter den Bäumen noch 10 Meter weiter. Hei super. Dann noch mal mit dem 7er Eisen drauf gedroschen, recht gut erwischt, aber viiieeeel zu kurz. Nochmal 7er Eisen, 2x Pitchen. Aber dazu kam ja noch der Hügel auf den ich hoch musste. Nicht aufs Grün geschafft, nochmal Chippen, 2x Putten, danke schön. Mal zusammen zählen. 8 Schläge, also gabs nur einen Punkt dafür.
Dann gings wirklich in den Wald hinein. Erstmal den Abschlag erklimmen, der ziemlich hoch lag. Das Loch lag unten, 30 Meter tiefer und 150 Meter weit weg. Da wenn du drauf hämmerst, ist der Ball im Aus. Spielst du zu leicht, liegt der Ball im 2 Meter hohen Farn. Aber ich traf ganz gut, Ball flog 90 Meter. Passt scho. Vorallem, weil links noch ein Teich lag, rechts das Aus lauerte. Ich schaffte es mit 2 weiteren Schlägen aufs grün und hatte noch 3 Schläge übrig zum Putten. Die brauchte ich auch. Das Grün war aber auch saufies, nirgends war es eben und es hatte wirklich noch einen Hügel. Spiel ich bergab, geht der Ball am Loch vorbei und rollt noch 10 Meter. Spiel ich nach oben, wird der Ball bestimmt viel zu kurz. Dann kommt auch noch die Gefahr dazu, dass der Ball direkt wieder zurück gerollt kommt. Aber gut, ich habs mit 3 Putts geschafft, insgesamt 6 Schläge, zwei Pünktchen dazu.
Dann kam noch ein Par4 Loch dazu, an das ich mich gar nicht so recht erinnere, schließlich das Loch 9. Ein Par 4 Loch. Ziemlich lang. Mit Holz und Eisen und Pitch und Chip und Putts hab ich das Loch dann auch schön geschafft. Schwierig war, weil der Fairway zum Ziel hin immer schmaler wurde, deshalb hab ich doch recht kurze Schläge gemacht.
Nach diesem Loch, wir haben 7 Löcher gespielt streckt mir der Wilfried, mein Lehrer die Hand entgegen und gratuliert mir recht herzlich zur bestandenen Platzreifeprüfung.
Wie jetzt? Jetzt schon? Aber da fehlen doch noch 2 Bahnen?
Brauch ma net, ich hab schon die 12 Punkte.
Achsoooo?!?! Das ist ja geil. Na gut, dann danke schön.
Und Theorie? Ja, die hab ich auch geschafft, er hat sich durch die ständige Fragerei ein Bild von meinen theoretischen Kenntnissen verschafft, das waren genauso Fragen aus dem Multiple Choice Test und das hab ich ja hervorragend gewusst.
Aha.
Nebenbei hat er mich auch noch über die Etikette ausgefragt. Hab ich auch gewusst.
Aha.
Dann war das eigentlich recht stressfrei und so nebenbei mitgemacht.
Ich bekam dann einen offiziellen Zettel mit Stempel und so, dass ich jetzt die DGV Platzreife und Handicap 54 hab.
Freuhüpf
Mein Lehrer verabschiedete sich dann in den wohlverdienten Urlaub, der nur 5 Monate dauert. Aha
Ich ging danach nochmal an die Driving Range und haute noch etliche Bälle raus und weil ich ja jetzt die Platzreife hab, ging ich nochmal auf die Bahn 1, ich darf das nämlich

So, jetzt muss ich mich mal nach Schlägern umgucken.
Hm, keinen Dunst hab, was man da nimmt. Komplettset? Halbsatz?
Ich habs, ich hol mir gleich das Superduperkomplettset von Callaway für 2500€
Hm, ähm, lieber doch nicht.
Ich weiß es nicht, ich hab schon stundenlang recherchiert.
Und dann kann es los gehn mit der Jagd auf das niedrige Handicap.

7 Kommentare 28.10.07 21:05, kommentieren

Ich beiß gleich in den Schläger

Ja Klock Wuuusscccchhh
Hätt ich gern.
Aber ich bin wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet.
Meine Fresse, morgen ist Platzreifeprüfung und heute war Generalprobe.
Ich sag nur
AUWEIA!!!
Gestern war ich noch sehr optimistisch, dass ich die Prüfung mit Glanz und Gloria schaffe. Jetzt bin ich eher der Meinung, dass der Glanz ein bisschen matter ausfallen wird. Das Gloria sparen wir uns ganz.
Zunächst war ja alles wunderbar, ich hab eine Stunde lang auf der Driving Range und am Putting Green geübt wie blöd.
Ich spielte alle Bälle über den Bunker mit dem Pitching Wedge. Die Abschläge waren vom Feinsten, immer schön KLONK WUUUSCH, das Chippen hat einigermaßen funktioniert.
Dann gings auf den Platz.
Bahn1: Probeschwung neben dem Abschlag, wunderbar.
Ball ansprechen (Hallo Ball, ich bins, der Charly, ich hau dich jetzt da vor zur Fahne, wenns recht ist) Neeeiiin ansprechen heisst es, wenn man seinen Stand einnimmt und den Ball anvisiert.
Also raus mit der Knolle. Passt, schönes Klonk Wuusch. Ha, wär doch gelacht.
Dann weiter gespielt und das Par3 Loch mit 5 Schlägen erledigt. Super, das wären 3 Stapleford Punkte und für die Prüfung brauch ich 12 Punkte. So kanns weiter gehn.
Aber schon auf der nächsten Bahn ging das Drama los.
Der Kopf war kaputt. Ich setzte mich so unter mentalen Druck, dass ich den größten Bockmist veranstaltete. Da haute ich den Ball nach vorne, traf dann natürlich den einzigen Bunker weit und breit. Super. Und weils im Bunker so nett ist, hab ich den nächsten Schlag um sagenhafte 2 Meter weiter geschafft. Ball lag immer noch im Bunker. Hurra. Dann hab ich den Ball irgendwann aufs Grün bekommen und hab dort noch 3 Putts gebraucht. Ein Wahnsinn. Ab da war eh Hopfen und Malz verloren. Ich spielte mal einen Abschlag direkt in ein seitliches Wasserhindernis. Dann spielte ich mal statt aufs Grün ins Aus und fand den Ball zudem nicht mehr.
Bei dem Dogleg, wo mein Lehrer noch so begeistert den Schläger von sich warf am letzten Dienstag, war heut der Hund verreckt. Der erste Schlag ging noch, den zweiten klatschte ich in die Bäume. Zum Glück fiel er nur ins Rough. Dann wieder schön gezielt und den Ball voll getoppt. Ball rutscht 2 Meter von mir weg. Aber jetzt. Jawohl. Ball fliegt 5 Meter. Es geht voran. Dann hat doch mal ein Schlag geklappt, aber dann musste ich noch 3x putten. Meine Güte.
Zum Schluß hin gings dann aber wieder einigermaßen. Ich war einfach die ganze Zeit viel zu verkrampft. Der Probeschwung war gemäß Lehrer vom Feinsten. Einer besser als der Andere. Aber sobald ich auf den Ball zielte, zog ich die Schultern hoch und lehnte mich zurück. Klar, dass man so den Ball nicht ordentlich treffen kann. Zum Mäuse melken, sag ich euch.
Irgendwann waren die Löcher gespielt und ich hab mich wieder auf die Driving Range begeben. Diesmal mit dem Holz Bälle dreschen. Und siehe da?! Die Bälle flogen, dass es eine wahre Freude war. 150 Meter, 175 Meter, soweit weg, dass ich den Ball aus den Augen verlor. Auch mit dem 7er Eisen fliegen wieder die Bälle 125 Meter weit.
Später beim Pitchen, die meisten Schläge passten einigermaßen. Solange ich nicht auf dem Platz bin.
Naja, machen wir uns doch nicht verrückt deswegen. Ich versuch da morgen möglichst locker hinzugehen. Schaffen werd ich die Prüfung eh. Is doch wurscht ob mit 12 oder mit 20 Punkten.
Ich bin trotzdem gespannt wie es ausgeht.
Ihr dürft mir gern die Daumen drücken

4 Kommentare 26.10.07 20:31, kommentieren

Sportstress

Oh, was hab ich für einen Stress.
Der Sportstress ist ausgebrochen. Aber das macht nix.
Was is los?
Tja, ich hab vor 3 Wochen mal die Golfclubs in unserer Gegend kontaktiert, damit ich nächstes Jahr die Platzreife machen kann. Aber ups, jetzt rief mich letzte Woche ein Herr an, der mir sagte, dass er mit mir evtl. noch die Platzreife machen kann.
Wasislos? So schnell? Wie jetzt?
Ja, ich kenn mich doch scho a bissal aus, ich könnte ja vorbei kommen, dann sieht er wie ich mich so anstelle, dann könnte das ja vielleicht noch klappen. Nach dieser Woche ist der Golfplatz definitiv Winterfest gemacht.
Ja, öhm, klar. Ich komm mal schnell vorbei.
Also bin ich am vergangenen Samstag im Schneeschauer zum Golfplatz an der Hammerschmiede gefahren und da traf ich mich mit dem Golflehrer, dem Wilfried.
Ja, dann schau ma mal, ob ich was kann.
Der Lehrer hat mir dann zugeguckt, wie ich so putte.
Legte mir ein paar Bälle vor die Löcher, erklärte die Technik und ich solle versuchen die Bälle zu lochen.
Klonk, klonk, klonk, klonk, klonk, klonk. Alle versenkt. Und nu?
Er legt mir die Bälle immer weiter vom Loch weg, ich solle versuchen zu putten, oder bei Bällen die weiter weg sind einen Annäherungsputt machen.
Klonk, klonk, klonk, klonk, Annäher, klonk.
Einen hab ich knapp neben das Loch gelegt.
Und jetzt?
Öhm, super, das klappt ja prima, gemma Pitchen und Chippen.
Beim Chippen klappte das nicht so recht, beim Pitchen schon eher. Aber es gibt 100 Sachen zu beachten an der Technik, ist klar, dass ich das erst mit einiger Erfahrung hinkrieg.
Ich tat mir ziemlich schwer mit der Gewichtsverlagerung. Chippen und dabei das Gewicht auf den linken Fuß. Schwer.
Dann noch ein bisschen Pitchen und versuchen wenigstens den Ball einigermaßen zu treffen. Heidanei, da flogen die Bälle aber wild durch die Gegend. Mir erklärter Technik hab ich in der überdachten Driving Range erstmal dem Wilfried zwei Bälle neben die Ohren geschossen. Mit lautem Knall rein in die Bretterwand, Wilfried zuckte nicht mal zusammen. Und um noch FORE zu rufen, war die Entfernung etwas kurz.
Nach den 2 Stunden hab ich dann selbst noch ein bisschen gepitcht, gechippt und geputtet. Ohne Lehrerdruck kann ich dann selber auf meine Technik achten.

Am nächsten Tag wurde wieder an der Technik geübt und dann versuchten wir auch mal die Bahn 1.
Totaler mentaler Stress. Jetzt kommts drauf an, der Ball muss da vor. Schwing, schwing und raus das Ding.
Naja, ging so. Das Par 3 Loch hab ich mit 5 Schlägen gespielt. Das Putten ist ein bisschen fies, weil jetzt doch noch Schnee stellenweise rumlag (Welcher Irre macht auch die Platzreifeprüfung im Schnee???) Das Puttinggreen auch net im besten Zustand war, aber der Lehrer lobte mich.
Danach noch ein paar Bälle gedroschen und immer öfter dieses befriedigende
KLOCK, WUUUSCH, PFFFT, PFFFT, PFFFT gehört. Man spürt und hört und sieht es, wenn der Schlag geil war. Natürlich noch ein bisschen Chippen üben und kurze Distanzen Pitchen. Es geht schon besser.
Nach mir hatte der Wilfried noch Vater und Sohn zu Belernen.
Papi war der Typ Neureich, kam natürlich aus München daher und hatte bei seiner zweiten Stunde mit Sohnemann die absolute Topausrüstung am Mann. Voller Schlägersatz, Topgekleidet, incl. Golfschuhen, Golfmütze und alles was das Herz begehrt, 9- Jähriger Sohnemann das Gleiche in klein.
Ich bekam es zwangsläufig mit, wie die zwei auf der Driving Range die Bälle kloppten. Bei Papa Neureich flog kein Ball. Jeder Ball wurde entweder verfehlt, oder wurde nur am Nordpol getroffen (Sagt mein Lehrer immer, wenn man ihn oben trifft, du musst Südafrika treffen)
Das Ergebnis war dann, dass der Ball mit Karacho am Boden entlang schleifte, ohne dass er auch nur einen Meter in die Luft stieg. Lustigerweise hat der Sohn öfters mal nen Ball getroffen.

Gestern war der dritte Tag.
Wir übten erst wieder ein bisschen Pitchen aus verschiedenen Distanzen und auch das Pitchen aus dem Bunker. Putten kann ich ja Meine Güte ist das schwer. Musst ja praktisch das Sandkissen mitsamt dem Ball aus dem Bunker kriegen.
Auch mental erklärt mir der Wilfried einiges. Als er mir sagte, ich solle vom Gras über den Bunker spielen. Ich soll den Bunker vergessen, der ist nicht da. Denn sobald du Bunker denkst, spielst du auch in den Bunker rein.
Ich werde es aber nicht vermeiden können und werde hier jetzt ein paar mal in den Bunker spielen. Das ist einfach so.
Ich nahm Ziel und spielte erstmal die ersten 7 Bälle sauber über den Bunker aufs Green, bis ich einen Ball endlich mal in den Bunker segeln ließ. Der Wilfried war schon ganz verzweifelt, weil ich so gut drüber gespielt hab.
Aber ich soll doch den Bunker ausblenden und nur die Fahne im Blick haben. Hab ich auch total umgesetzt und ich hab auch gemerkt, bei dem Ball den ich in den Bunker gespielt habe, hab ich wirklich an den Bunker gedacht und plumps war er drin.
So, nu gings aber wieder auf den Platz, wir spielten verschiedene Löcher und machten noch ein bisschen Regelkunde. Golf besteht ja einfach aus der Regel 'Spiel den Ball so wie er liegt und spiel den Platz, wie du ihn vorfindest' Ganz einfach. Bloß blöd, dass es etwa 500000 Ausnahmeregelungen gibt und die sollte man eigentlich wissen.
Ein Loch spielten wir, da stand vor mir ein Netz, das die Leute von einem andern Abschlag schützt vor meinem Abschlag. Wilfried meint, ich müsste eigentlich über das Netz spielen, danach geht es nach einer Biege nach links weiter.
Aber das Netz???? Da könnt ich doch rein hauen?
Aha, schon wieder vergessen, dass man das Hindernis einfach ausblendet. Denk ich Netz, treff ich Netz. Also ausblenden, Schwung holen und super über das Netz gespielt. Ball liegt auf dem Fairway, Lehrer lobt mich.
Dann sollte ich weiter in Richtung Fahne spielen, am besten vor den Graben da vorne.
Ich sach, der Graben ist doch gar nicht da?! So rein mental mein ich.
Ich hau den Ball mit einem herrlichen KLONK, WUUUSCH zwischen das Baumspalier, Ball fliegt über den Graben und bleibt wunderbar dahinter auf dem Fairway liegen. Mein Lehrer schmeisst seinen Schläger von sich und klatscht begeistert.
Er hat sich gar nicht mehr eingekriegt und mich mit Lob überschüttet. Meine Güte, ich komm gar nicht mehr raus aus dem Rot werden.
Dann noch zwei Schläge bis ich auf dem Grün war und das wars.
Es lief echt prima an dem Tag. Nach den Stunden hab ich dann noch sehr viel gepitcht und die Bälle vom Feld der Driving Range in Richtung Pitching Green gespielt. Normal ist das ja total verboten dort rumzulungern, aber ich hatte die Erlaubnis, weil wirklich niemand auf der Driving Range war und auch nicht kommen würde. Ist ja Winter
Die Technik beim Pitchen hab ich jetzt auch ziemlich gut verinnerlicht. Dann noch an den Abschlag der Driving Range und noch etliche Bälle hinaus gedroschen.
Super war das.
Klock, Wuusch, klock, wuusch, klock, wuusch. Einer nach dem andern mit der richtigen Richtung hinaus damit.
Jetzt hab ich am Freitag noch eine Doppelstunde und am Samstag mach ich dann auch schon die Platzreifeprüfung.
Das geht doch zackig, oder?

Nebenbei geh ich ja auch noch laufen und geocachen.
Ich hab schon 9 Caches gefunden. In Kaufbeuren sind ein paar versteckt, in Marktoberdorf auch. Es gibt schon noch einige in der Gegend. Aber dann heisst es irgendwann, dass ich mit dem Auto irgendwohin fahren muss um Caches zu suchen. Ist ja auch ok, dann lauf ich eben in einer andern Gegend herum, als auf meinen üblichen Laufstrecken.
Es ist immer wieder spannend einen Cache zu suchen und dann auch zu finden, die Logeinträge zu lesen, selbst den Servus rein schreiben und wieder verstecken.
In Kaufbeuren gibts noch einen lustigen Cache.
Der ist vielleicht so 1,5 cm³ groß. Darin ist nur ein winziger zusammen gerollter Zettel, auf dem man sich einträgt. Der Cache ist mitten in der Fußgängerzone und jeder könnte ihn eigentlich sehen, aber die Muggels sehen in einfach nicht. Witzig.
Ich hab ihn auch gleich entdeckt. Das Problem ist, dass man sich ja völlig unauffällig verhalten muss, um den Cache zu bergen, zu öffnen, rein zu schreiben und an seinen Platz zurück zu bringen. Aber ich bekam es gut hin.
Auch im Kaufbeurer Park kniete ich mich im Matsch hin um einen Cache zu suchen. Ich fand ihn dann auch und genau als ich ihn wieder zurück legte, kamen zwei Muggels daher und schauten mich komisch an, wie ich da wieder zum Vorschein kam. Bestimmt ein Drogendealer oder sowas. Die haben mich schon sehr skeptisch angeguckt. Man, sowas sollte nicht vorkommen. Aber auch wenn die sich vornehmen würden was zu suchen, was ich da gemacht habe, sie würden den Cache nicht entdecken, ätsch. Genauso wie beim Gleis 9 3/4 in Harry Potter. Das finden die Muggels auch nicht.

Ups, ganz schön lang geworden. Ich wollte doch noch schreiben, dass Männer immer noch Jäger sind und sich nicht jagen lassen wollen. Aber das erzähl ich das Nächstemal

9 Kommentare 24.10.07 14:34, kommentieren

Geocachingkarriere

Das Geocaching mach süchtig.
Da hab ich ja wieder was angefangen. Schlimm.
Am Samstag hab ich im Internet einen Cache gesehen, der nur 300 Meter von mir Daheim weg war. Also schnell Heim und suchen.
Aber es geht dazu einmal supersteil nach oben. Ich bin über eine besetzte Viehweide gelatscht, über den Elektrozaun gestiegen und hab gehofft, dass ich nicht einen Schlag, öhm, im Schritt bekomme. Aber nix passiert. Weiter nach oben gekrabbelt und durch den Wald gestolpert, über einen Stacheldraht gestiegen und wieder gehofft, dass nix passiert.
Oben angekommen hatte ich eine Superaussicht in die weit entfernten Berge. Schön.
Nu aber suchen. Eine Bank stand rum, ich guckte die ganze Zeit auf meine Uhr und dann müsste ich eigentlich an der Stelle sein. Ich suchte um mich herum und dann entdeckte ich am Fuß eines Baumes meinen ersten gehobenen Cache. Eine kleine Schachtel mit einer Größe von 15x10x8 cm. Das war ja echt ein Kick für mich. Ich machte die Schachtel auf, nahm ein Püppi raus und legte Batterien rein, für die ich selber keine Verwendung hab. Dann schrieb ich noch einen Servus in das beigefügte Logbuch rein und machte die Schachtel wieder zu. Rein wieder in den kleinen Hohlraum und schön mit Moos wieder bedeckt. Das war mal so richtig aufregend. Zurück lief ich dann aussenrum. Statt 300 Meter waren es aber 2,5 km.
Als ich Daheim war, stellte ich fest, dass ich den Kuli aus dem Cache mitgenommen hatte. Mannnn.
Also bin ich am nächsten Tag nochmal rauf, wieder quer am grasenden Vieh vorbei und den Kuli zurück gebracht.
Stolz wie nochwas war ich auf mich.
Gleich wieder ins Internet geguckt, wo es noch einen Cache gibt.
Aha, am Bachtelsee. Die Strecke kennen wir aus den Charlyeinträgen auch als Hasenrunde. Ich kenn mich aus.
Also bin ich bei meinem nächsten Lauf zur Wertach und hab das Rätsel gelöst, das aus 5 Teilen bestand. Ne, gelöst ist so nicht ganz richtig, ich bin nämlich in eine Rätselfalle getappt und wenn man da rein tappt, findet man den Cache in 100 Jahren nicht.
Die Leute schauen schon seltsam, wenn man mit Stift und Zettel durch die Gegend rennt, ab und zu stehen bleibt, etwas auf den Zettel schreibt, auf die Uhr guckt, sich einpeilt und weiter läuft.
Bis zum Bärensee lief ich, löste das letzte Rätsel und konnte die Koordinaten eingeben, wo der Cache liegt. Aber wie gesagt, ich hab ja eine Aufgabe falsch gemacht. Auf jeden Fall fand ich mich mitten auf einer Wiese wieder. Ein Westernclub auf Pferden lief an mir vorbei und überlegte kollektiv, was ich für ein gottverdammtes Problem habe, weil ich mitten auf einer Wiese stand, den Kopf schüttelte und auf die Uhr starrte.
Irgendwas stimmt da nicht. Enttäuscht lief ich Heim. Zuhause las ich mir die Aufgaben nochmal durch und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Haaaaaaaa, reingelegt. Ich besserte den Fehler aus und lief am nächsten Tag wieder am Bachtelsee vorbei. Ich hab die Koordinaaaten, ich hab die Koordinaaaaten. Ich hebe diesen Cache, ich hebe diesen Cache, Trallalaaaa, dudeldum.
Ich kam an der Stelle an und musste 15 Meter in eine Wiese. Aber das sieht doch schon ganz anders aus, überall Bäume und Wurzeln wo man einen Cache verstecken kann.
Ich suchte
und suchte
und suchte
und suchte
und suchte
und suchte
und suchte
NIX
Ich lief weiter zum Bärensee, vielleicht hab ich da einen Fehler gemacht. Ich grübelte und lief und grübelte und lief und dann
ICH TROTTEL
Ich hatte vergessen in der Rechnung 45 abzuziehen. Abrupt bremste ich auf dem Kies, dass es staubte, gab sofort die Koordinaten ein und lief sofort zurück.
Ich lief an der vorigen Stelle vorbei und noch etwa 200 Meter weiter. Aber jetzt stimmt alles, JETZT STIMMT ALLES, IST DAS KLAR?
Ich kam in einem Wäldchen an, suchte und schaute auf die Uhr und suchte wieder ein bisschen und dann blitzte in einer Wurzel etwas rotes auf. Ich nahm das Moos und die Wurzeln zur Seite und HAAAAAAAAA da lag der Cache, schön eingepackt in einer Tüte. Ich breitets den Inhalt vor mir aus, nahm ein Püppchen raus und legte eine Tonvase rein.
Dann wieder meinen Servus ins Logbuch, alles wieder eingetütet und zurück gelegt. Mein zweiter Cache. Das musste ich natürlich sofort meinem Schatz berichten.
Dann kam der gestrige Montag. Der Cache hieß 'Die vergessene Burg'
Hinter dem Bachtelsee irgendwo liegt der Cache an einem Gedenkstein versteckt. Ich hatte schon eine Ahnung, welchen Weg ich nehmen musste. Man kennt sich als Läufer ja aus. Es war eine Gegend, in der ich mich schon mal mit Kerstin aufs Gründlichste verfranst hab. Damals keilten wir uns durch den Wald nach unten, diesmal keilte ich mich durch den Wald nach oben. Ziemlich steil gehts hier nach oben, ich kletterte die Anhöhe nach oben und stand dann direkt an dem Gedenkstein. Meine Güte, ist es zu fassen, was man alles entdeckt, was man sonst niemals im Leben auch nur vermuten würde? Hier wurde im Jahre 930 eine Burg gebaut, aber nicht fertig gestellt. Es handelt sich um eine sogenannte Fluchtburg vom Fürst von Freyberg zu Hirschzell. Noch im Jahr 1780 nannte man die Stelle Freiberg. Allerdings ist die Stelle jetzt nahezu vergessen. Dank Geocaching hab ich diese unglaubliche Stelle gefunden.
Aber es musste ja noch der Cache gefunden werden. In der Nähe des Steins, wieder unter einer Wurzel fand ich den Cache auch. Es war ein Röhrchen von 15cm Länge und 3 cm Durchmesser. Darin lag eine kleine Pergamentrolle und ein Bleistift, in der man sich eintragen konnte. Natürlich machte ich das auch und las auch noch die Einträge von meinen Vorgängern. Wieder so ein aufregender Fund.
Dann suchte ich den Weg durch den Wald, der mich weiter nach Hinten in Richtung Mooshütte bringen würde. (Achja, in der Nähe der Mooshütte gibts auch einen Cache, der wird demnächst gesucht)
Nach einer ausgiebigen Umgehung der Stelle kam ich dann nach 10 km wieder Zuhause an.

Wer Lust hat bei der Sache mitzumachen, ist herzlich eingeladen.
Unter Geocaching.com oder Opencaching.de kann man sich selbst kostenlos anmelden und der Cachesucherei fröhnen.
Das ist natürlich nicht nur für Läufer was, sondern für Wanderer und die ganze Familie.

5 Kommentare 16.10.07 14:14, kommentieren

@Richard

Hallo Richard
Ich hab deine Mailadresse nicht
Der Immenstadtlauf mit den 10 km ist eigentlich so gut wie flach. Es geht nur 2x den Illerdamm nach oben. Insgesamt werdens wohl höchstens 10 Höhenmeter sein.
Aaaaaber: Als ich den gelaufen bin, hatte er nur 9,6 km.

3 Kommentare 15.10.07 20:32, kommentieren

Geocaching

Um 13 Uhr klingelte der Wecker....
Ich hab heute was für mich Neues ausprobiert.
Als wir bei den Haseneltern waren, hat die Dr. Julia Treiber von einem Spiel erzählt, das sie mit ihrer Familie gemacht hat. Das nennt sich Geocaching.
Ich hab brav zugehorcht und mir das Prinzip gemerkt und dann jetzt Daheim ein bisschen mehr Infos darüber geholt.
Das Spiel gibts eigentlich schon länger. Wundert mich eigentlich, dass es nicht schon viel populärer ist, weil es echt spannend ist.
Worum gehts denn?
Man such sich die Webseite mit Geocaching.de und erfährt, wie das funktioniert.
In ganz Deutschland (Eigentlich kann man auch weltweit sagen) verstecken Leute wie du und ich Kisten irgendwo. In der Kiste sind Gegenstände. Man nimmt einen Gegenstand raus und tut einen neuen hinein. Schließlich aktualisiert man im Internet die Kiste.
Im Internet wird verschlüsselt gesagt, wo sich die Kiste befindet. Es gibt leicht zu findende und schwerere. Alle möglichen Spielarten gibts da. Die Position muss man mit GPS finden. Ich hab ja den Forerunner, mit dem kann ich ja auch Punkte angeben und ansteuern.
Also hab ich mir ein Rätsel im Schwesternwald ausgesucht.
Das war nicht ganz so einfach für den Anfang.
Zunächst lief ich nach Kaufbeuren zum Startpunkt, von hier gings los.
Ich kopier mal die komplette Aufgabe hier rein.

DREI SCHWESTERN WALD

Wie in alten Sagen nachzulesen ist, gab es hier einst eine Burg, in der drei Schwestern lebten. Eine von ihnen war blind.
Als es an der Zeit war das Erbe aufzuteilen, kamen die zwei sehenden Schwestern überein, die Blinde zu hintergehen. Sie füllten sich je einen Blecheimer gestrichen voll mit Gold und ließen die Schwester fühlen. Dann drehten sie den Eimer um und häuften Gold auf den Boden des Eimers. Sie ließen die blinde Schwester wieder fühlen und erklärten ihr, sie bekäme den Eimer gehäuft gefüllt, da sie ja bedürftig sei. So teilten sie das Gold unter sich auf.
Die Blinde verließ die Märzenburg um ihr Glück zu machen. Im Glauben sie hätte eine große Menge Gold zur Verfügung , ließ sie es sich wohl ergehen.
Als sie den Schwindel bemerkte und arm wie eine Kirchenmaus war, verfluchte sie die beiden Betrügerinnen.
Daraufhin versank die Burg mit den Reichtümern und den bösen Schwestern im Erdboden. Seit der Zeit sagt man sich es spukt in der Gegend. Viele haben das Gold gesucht – manche sind nicht zurückgekehrt. Doch gefunden hat es bis zum heutigen Tag niemand.
Wir haben in Archiven gestöbert und sind der alten Geschichte nachgegangen.


Die Strecke beträgt ca. 5,5 Kilometer - ist in 2,5 bis 3 Stunden zu bewältigen.


START ist bei den Koordinaten

N 47° 51.715
E 10° 37.810

Dort besteht die Möglichkeit zu parken. Allerdings ist die Abfahrt von der Hauptstraße leicht zu verpassen – langsam fahren.

Hier gibt es ein Begrenzungsschild, welches sich auf die maximale Höhe bezieht. Die Zahl vor dem Komma = A

Nächstes Ziel

N 47° 51. A*300-176
E 10° 37. 200*A+142

Begegne dem roten Helfer und frage ihn nach der Telefonnummer seines Arbeitgebers.
Bilde daraus die Quersumme = B

weiter gehts

N 47° 51. (A+B)*13-12
E 10° 37. A*200+18+B

An der Weggabelung lädt eine Bank zum Ausruhen ein – vielleicht ein wenig zu früh ? Also zählt die Bretter = C

Ein Strommast verrät gleich noch eine Zahl, auf weißem Untergrund = D

Cacher gebt acht : ihr betretet das Reich der verfluchten Schwestern.

N 47° 51. C A (D-1)
E 10° 37. 167,5*C+B

Haltet Ausschau nach der Futterkrippe . An wie vielen Bäumen ist sie befestigt ?
= E


Schon geht es weiter

N 47° 51. (925/B)*A+D*E+A+E
E 10° 37. (28+B)*D

Hier angekommen findet ihr eine Eingangstür. Die Anzahl der Längsbretter, aus denen sie besteht = F

Am Punkt

N 47° 51. (22,5+E)*C+3*D+C+A
E 10° 37. (108+F*7)*C

geht es in verschiedene Richtungen, wie viele sind es ? = G

Diese ist Eure

N 47° 51. 0 (B+D+F+C+G+E)
E 10° 37. (C*F+234+B)*A

Hier kann man sich wirklich eine kleine Pause gönnen und sich erfrischen ) .
Auf einem Schild ist ein Tier zu erreimen – wie viele Buchstaben hat das Wort ?
= H

und nun zu

N 47° 50. (C+291)*A+H
E 10° 37. (222+111)*C-212*E

Die Anzahl der Buchstaben des zweiten Wortes auf dem Schild am Baum = J

Bei

N 47° 50. 2*A , F-1 , A+E
E 10° 37. H , C , C

dem Schild mit dem “ N “ folgen, nach ca. 20 m links abbiegen.
N 47° 50. C*F*D+B*C+E+D*F+E/2
E 10° 37. J , D/E , A*A

Hier führen Sprossen nach oben : Anzahl = K

Am nächsten Ziel

N 47° 50. (A*H+E)*B
E 10° 38. 0 , E*D+F+D+A

heißt es : Augen auf und suchen ! Eine gemeißelte Inschrift beschreibt den Ort, an dem ihr euch befindet . Bildet die Quersumme aus der Jahreszahl = L



Und hier ist der Cache :

N 47° 50. (65,5+B)*J+L+B
E 10° 37. B*A-E*K , L/E



V I E L G L Ü C K ! ! !


DreiSchwesternWald – Cache Startinhalt :

- Knicklichter
- Dinosaurier Ausgrabungskit
- Burgfräulein (Playmobil)
- Hundeball
- Clownfigur
- Würfel
- Taschenrechner
- Schlüsselband

Logbuch, Bleistifte, Anspitzer - bitte im Cache lassen



Vom Ziel aus Richtung Start-Koordinaten gehen. Nach ca. 380 Metern trifft man auf eine Teerstraße, die direkt zurückführt.


Ich hab mich ganz gut gemacht. Es ging hinein in den Wald, ich konnte die Rechnungen herausfinden und fand Punkt für Punkt.
Zweimal hab ich mich aber doch verrechnet, aber als ich mitten im Wald stand, dacht ich mir schon, dass das wohl eher nicht stimmt. Also nochmal rechnen und neues Ergebnis ins GPS eingegeben. Dann fand ich auch einen schmalen Pfad. Unten war eine Bank.
Hätt ich ja nie gedacht, was in dem Wald alles rumsteht, dabei dacht ich immer, ich kenn den einigermaßen von meinen Läufen.
Weiter gings und es wurde langsam kalt.
Einmal wars auch lustig. Ich lief mit Zettel und Bleistift in der Hand vor mich hin, vor mir war ein Paar mit 4 Hunden. Klar dass die ihre Hunde zur Seite gebeten haben, aber ich überholte nicht, ich guckte immer auf meine Uhr, machte ein paar Laufschritte, blieb wieder stehen, grüßte die Leute, blieb stehen. Der doofe Punkt musste doch irgendwo sein? Na Ätsch. Ich war 400 Meter daneben. Lustigerweise bin ich an dem eigentlichen Punkt direkt vorbei gelaufen.
Dann lief aber alles glatt, bis zur letzten Aufgabe. Da stand ich auf einer kleinen Lichtung und der Weg war zu Ende. In der Aufgabe hieß es ja, Augen auf. Irgendwo muss ein Stein stehen, wo was eingemeißelt war. Ich fand und fand ihn einfach nicht. Er war nur 5 Meter von mir weg, nix zu sehen. Dann keilte ich mich durch die Büsche und da stand er.
Mir entfuhr ein komisches quietschendes Geräusch, so überrascht war ich, dass der Stein da stand.
Ich las was drauf stand und notierte die Zahl. Es war ein Gedenkstein über die hintere Märzenburg in den Tälern der Wertach und Geltnach, oder so ähnlich.
Nun musste ich die letzte richtige Position eingeben und dort sollte die Kiste stehen. 500 Meter lief ich, dann kam ich an die Stelle.
Das war ja aufregend. Ich guckte in die Büsche, schaute immer wieder auf die Uhr, ob ich näher ran komm, oder ob ich weiter weg bin, ich suchte und suchte und es war schon recht duster. Aber ich fand die Kiste einfach nicht. Nach 20 Minuten ließ ich es bleiben. Vielleicht hab ich mich doch verhauen mit der Rechnung. Aber beim Nachrechnen Zuhause stimmte alles. Ich war am richtigen Platz. Schade, dann werd ich morgen nochmal hinlaufen und die Kiste nochmal suchen. Es war nämlich mittlerweile saukalt und es wurde immer dunkler. Also musste ich Heim.
Ich habs mir ja schon leichter vorgestellt. Aber ich mags lieber kniffelig. Da war das schon echt super. Ich war auch über 3 Stunden unterwegs und das für 12,4 km.

14 Kommentare 10.10.07 23:25, kommentieren

Urlaub

So, jetzt ist er schon wieder vorbei unser 2-wöchiger Urlaub. So schnell kannst gar nicht gucken, wie die Zeit vergeht.
Aber wir haben viel erlebt und haben nebenbei halb Deutschland leer gekauft.
Überall wo man eine Stadt hingebaut hat, waren Hase und ich beim Shoppen. *übertreib*
Aber zunächst begann der Urlaub damit, dass wir zu einem Familientreffen nach Lauda gefahren sind. Weil Lauda in Baden Württemberg liegt, haben wir mit leuchtenden Augen fest gestellt, dass man da ja in den Gaststätten nicht mehr rauchen darf. Das ist echt super. Wir haben das so richtig genossen, dass keine Rauchschwade durch den Saal zog.
Und die Raucher akzeptieren es auch mehr oder weniger und gehen ohne viel murren an die frische Luft zum Rauchen (Klingt schon kurios, gell?)
Nett wars mit der erweiterten Hasenfamilie in einem schönen Hotel in den tauberfränkischen Weinbergen bei tollem Sonnenschein.

Am Sonntag war Markt in Stadtlauringen. Der Bürgermeister sah meine 'Schwiegermutti' und steuerte schon mit ausgestreckter Hand auf uns zu. Renate ist ja jetzt berühmt in der Heimatstadt, als erfolgreiche Romanautorin. Es wird wohl kaum noch jemand geben, der nicht von ihrem Buch gehört hat, bzw. gelesen hat. Hier in der Schweinfurter Gegend verkauft sich das Buch echt super. Auch in einigen Buchläden konnten wir das Buch immer wieder finden.
In Stadtlauringen kostet die Bratwurst mit Semmel 1,50€

Unter der Woche waren wir in Würzburg: Shoppen.
Wir klapperten die verdächtigen Läden ab und natürlich Buchläden. Buchläden müssen immer angesteuert werden, auch wenn man Daheim noch 25 Bücher hat, die man noch nicht gelesen hat. Ausserdem suchen wir immer das Mutterbuch und freuen uns, wenn wir es entdecken und heimlich ins Bestsellerregal stellen. Ich hab auch mal auf ein Buch Aufkleber drauf gepappt mit 'Unbedingt lesen'.
Tja, muss man ja auch unbedingt lesen, nicht wahr?
Eine Jeans konnte ich noch erstehen vom zahngebleichten, sonnenbankgebräunten Wolfgang Joop. Der Typ ist mir zwar zuwider, aber die Hose ist geil Was sie gekostet hat, sag ich nicht.
Die Bratwurst in Würzburg kostet 1,70€

Am Freitag gings zu unserem Marathonwochenende nach Berlin, aber darüber hab ich ja schon ausführlich geschrieben.
Die lange Thüringer Bratwurst kostet in Berlin 1,70€
Und in der Bahn kosten übrigens 6 Nürnberger Rostbratwürste mit Kartoffelsalat 7,20€

Ich war mit Siegfried, also 'Schwiegerpapi' ein paar mal auf dem Golfplatz. Aber natürlich nicht auf dem großen Platz sondern nur auf dem Kurzplatz. Da darf ich auch drauf. Da kann man schon mal einen Eindruck vom Golfspielen bekommen.
Auf der ersten Runde auf dem 6 Loch Platz liefs nicht so dolle und schon bald hab ich das Zählen aufgehört. Siegfried hat auf einer Bahn einen Birdie gespielt, worauf ich natürlich Beifall spendete.
Aber schon bald bekam ich auch langsam den Dreh raus, wie das so funktionieren könnte. Ich schaffte sogar am fünften Loch ein Par mit 3 Schlägen. Super, oder? Fast hätt ich sogar noch ein zweites Par geschafft. Das war kurios. Ich spielte ausserhalb des Grüns einen Putt und nach 8 Metern schrammte der Ball an der Fahne des Lochs vorbei. Schade.
Insgesamt spielte ich auf der Runde 4 Double Bogeys, 1 Bogey und 1 Par. Das heisst, 4x war ich 2 Schläge über der Lochvorgabe, einmal einen Schlag drüber und einmal eben schaffte ich die Lochvorgabe. Würde man das hochrechnen, hätte ich ein Handicap von 27 gehabt. Is scho recht Charly.
Aber eins hab ich ganz schnell gemerkt auf dem Kurzplatz: Golfspielen ist erstens nicht einfach, zweitens spannend und drittens auch noch anstrengend. Wer meint, das wär bloß ein Altherrensport, für Leute, die keinen mehr hoch kriegen, der hat einfach keine Ahnung.
Auf jeden Fall brauch ich jetzt unbedingt die Platzreife, damit ich auch mal auf die große Golfrunde kann.
Obs dort Bratwürste gibt, weiß ich jetzt gar nicht. Glaubs aber eher nicht.

Am vergangenen Dienstag haben wir noch den Geburtstag von Siegfried nachgefeiert in einem sehr guten Lokal in Schweinfurt.
Bratwurst gabs keine.

Am Donnerstag schlug unsere Stimmung schon in Traurigkeit um, denn bald müssen wir uns schon wieder trennen. Immer diese doofe Trennerei, fürchterlich ist das. Schlimm. Grausam.
Aber an dem Tag haben wir noch einen schönen Ausflug nach Coburg gemacht. Coburg ist auch so eine wunderschöne Stadt. Hat was von Bamberg, aber nicht so ganz. Ausserdem sind da nicht so viel Touristen.
Es schüttete wie aus Kübeln, als wir nach Coburg fuhren. Auf dem Weg ins Parkhaus mussten wir die Scheibenwischer auf ganz schnell stellen. Na toll. Regenschirme mitnehmen, Regenjacken mitnehmen und raus aus dem Parkhaus. Öhm. Es regnete nicht mehr. Kurios. Auch den Rest des Tages regnete es nicht mehr. Das haben wir doch prima gemacht, oder?
Wir gingen in die Fußgängerzone: Shoppen. Buchladen aufsuchen, Mutterbücher finden und leicht findbar drapieren.
Dann hatten wir aber schon wieder Hunger. Ach sieh an, ein Bratwurststand. Eine Omi verkaufte aus einem Wagen auf Holzkohle gebratene Bratwürste. Auch Coburger Bratwürste sind richtig gut. Kostet übrigens 1,50€ Wir entschieden uns für ein Doppelbrötchen und zahlten 10 Cent Aufschlag. Na die haben aber Preise.
Dann nahmen wir das Projekt Feste Coburg unter die Beine. Wenns bergauf geht, kanns net falsch sein, dachten wir und latschten den Berg hoch. Irgendwann fragten wir dann doch mal, ob wir da richtig sind zur Feste. Der Herr meinte: Klar, sie können auch über München zur Feste gehn (Gute Idee, aber was wohl ne Bratwurst auf dem Oktoberfest kostet?) Die lag nämlich in der komplett anderen Richtung. Ups. Naja, dann eben umdrehen und weiter suchen. Dann sahen wir sie auch schon im Dunst. Hmmm, weit weg das Teil. Vielleicht hätten wir noch eine Bratwurst als Wegzehrung mitnehmen sollen.
Nun liefen wir also irgendwann durch den Hofgarten. Da sahen wir auch überall laufende Männchen auf dem Boden gemalt und Schilder mit 'Marathonstrecke' Ahaaaaa. Is da wohl hin und wieder Marathon?! Bei späteren Recherchen hab ich gefunden, dass Coburg eine permanente Marathonstrecke hat, die genau ausgemessen ist und die man laufen kann, wann man eben Lust hat. Einfach ist der auch nicht, weil man da bis zur Feste hochlaufen muss. Aber schööööön ist die Strecke.
Wir kamen oben irgendwann an der Feste an und bildeten uns kulturell und geschichtlich. Genossen die Aussicht und gingen wieder runter nach Coburg. Da kam uns ein amerikanisches Pärchen entgegen, der Herr grinste uns breit an und sagte Gwüßs Gott. Da mussten wir lachen. Hase hat mit Hällou geantwortet, ich aber auch mit Grüß Gott.
Unten angekommen gings in einen Teeladen, daneben war ein Restaurant das uns ansprach, dort wollten wir später noch hin.
Aber erst mal wieder: Shopping. Rein in den Laden und in der Sportabteilung umgeguckt.
Ich sagte zu Hase, da hinten sind Inliner, kannst anziehen und durch den Laden brettern. Fand sie gut. Also Inliner angezogen und dann ist Kerstin etwas hölzern durch den Laden gesaust. Aus der spontanen Anziehaktion wurde nach über einer Stunde probieren ein Schnäppchenkauf. Statt 180 € gabs Inliner für 60 €. Ja das hat sie nicht gedacht, dass sie mit Inlinern aus dem Laden geht.
Grinsend trugen wir die Inliner ins Auto und gingen in das Restaurant, das uns so gefallen hat. Und es war wirklich nett dort. Ausserdem herrschte da Rauchverbot, obwohl Coburg zu Bayern gehört. Aber der Wirt hat den Trend erkannt. Das Restaurant war ziemlich voll.
Irgendwann kamen noch 4 Personen, setzten sich, schauten sich um. Wohl nach einem Aschenbecher. Standen auf und gingen wieder. Die Bedienung strahlte die vier an und verabschiedete die Leute mit einem zuckersüßen 'Tschüss'
Hase fragte aber trotzdem noch vorsichtshalber, ob das wirklich ein Nichtraucherrestaurant ist. Die Bedienung strahlte hier auch und meinte, ist das nicht schööööön? Ja isses. Da waren wir uns einig. Das Essen war auch vom Allerfeinsten.
Und das ohne Bratwürste.
Anschließend fuhren wir zurück in den Hasenelternstall.

Freitag mussten wir natürlich gleich in aller Früh die Inliner anziehen. In weiser Voraussicht hab ich meine ja auch dabei gehabt. Also runter auf den Radweg und Kerstin machte ihre ersten richtigen Schritte auf Inlinern. Zunächst sehr vorsichtig, aber Hase hat ganz schnell gelernt wie das geht. Und schon bald hatte sie 12 km/h drauf.
Wir gingen zum Mittagessen Heim und danach wollte Hase gleich wieder auf die Inliner. Also wieder runter an den Radweg und noch ein paar Runden gedreht. Und jetzt fuhr Hase auch locker mal mit 15 km/h durchs Gelände. Und richtig Spaß hat es ihr auch gemacht.
Ich bin mit meinem jugendlichen Leichtsinn noch einen 2 km langen Berg hoch gefahren und bin oben wieder umgedreht. Allerdings hab ich die Steigung ganz schön unterschätzt. Ich bekam einen richtigen Zahn drauf und bretterte mit knapp 40 Sachen den Berg runter. Hin und wieder legte ich mich voll in den Bremsklotz, weil es mir gar nicht mehr wohl war mit dem Tempo. Das lag zum Einen daran, dass auf der Straße ein paar Dreckklumpen lagen, zum andern daran, dass ich lieber nicht daran denken wollte, dass ich nur spärlich mit Protektoren geschützt war. Wenns mich da auf die Fresse legt, dann seh ich toll aus. Aber es ging alles gut und kam mit äusserst angespannten Beinen unten wieder an. Puh.
Ich zog dann meine Inliner aus und lief noch 5 km. Hase fuhr mit Inlinern neben mir her.
Dann hatten wir aber beide genug. Hase ist schließlich am ersten Tag mit Inlinern direkt 25 km gefahren.

Am gestrigen Samstag war dann wieder Abschied. Blöd, blöd, blöd.
Aber die 2 Wochen waren einfach nur schön mit meinem Schatz.

7 Kommentare 7.10.07 14:04, kommentieren

Lange Läufe

Mittlerweile hab ich ja schon wieder zwei lange Läufe gemacht. Die kurzen schenken wir uns, nicht wahr?
Ich hab auch kaum noch Zwetschgen geklaut. Ehrlich.
Letzte Woche hab ich mal eine Route gemacht, die mir eigentlich schon länger in der Art vorgeschwebt ist.
Von Biessenhofen gings nach Ebenhofen, den Holdersberg hoch nach Apfeltrang, aus Apfeltrang raus. Dort steht ein Wasserhahn, bei dem das Wasser die ganze Zeit rausläuft. Ein Schild wieß darauf hin, dass es Apfeltranger Trinkwasser ist. Ich kannste die Leitung ja schon. Ich hatte auch in weiser Voraussicht eine leere Flasche dabei. Die konnte ich mir hinten in die Hose rein packen und störte nicht. Also machte ich hier ein Päuschen. War auch net schlecht, weil es bis hierhin schon recht zünftig nach oben ging.
Nach einer Weile hoppelte ich den Rest des Berges hoch und kaum oben, gings auf der anderen Seite runter nach Wenglingen. Schön lief die Straße durch den Wald bergab und unten angekommen war ich dann auch in Wenglingen. Wohin nu? Links führt der Weg direkt nach Aitrang. Aber das wär mir zu kurz gewesen, also lief ich die Strecke geradeaus weiter nach Huttenwang. Huttenwang hat auch so ein Weltstadtniveau, hört man auch scho am Namen, nicht wahr? Von Huttenwang führt wieder eine Straße nach Aitrang. (Alle Wege führen nach Aitrang?) Aber das war mir immer noch zu Früh. So lief ich nach Rechts zu ein paar Häusern und zur Metropole Münzenried. Quote: 17 Kühe, ein Landwirt, ein Hund, der mich anbellte. Aber nur so halbmotiviert. Er hat auch gleich zu bellen aufgehört, nachdem ich ihm Prügel angedroht habe Er hat auch gleich zu bellen aufgehört, nachdem ich ihm die Hand hingehalten habe und 'guter Hund, jaaaa, keiner tut dir was, guuuter Hund' gesagt hab. Und weiter ging der wilde Lauf. Ich lief wieder bergab. Dann kam eine Kreuzung die mir sagte, hier gehts nach Obergünzburg. Achnöööö, DAS wär dann wieder a bissal zu weit. Also nach links und wo führt die Straße hin?? Richtig, Aitrang. Aber erst muss man Görwangs bewältigen. Wieder ein Dorf mit grünem Ortsschild. Meine Eltern haben mal einen roten Opel Kadett hierher verkauft für 1200 Mark. Ist schon ne Weile her, so 1978 müsste das gewesen sein. Das Kennzeichen war KF-WL 96. Hmmmmmm, wieso weiß ich das eigentlich alles? Hmmmm, der Käfer davor hatte KF-UU 72. Jetzt reichts aber Charly. Erzähl vom Laufen. (Der Nachfolger, ein beiger Opel Rekord 1900 hatte die Autonummer MOD-AD 24, bevor wir das erste OAL Kennzeichen bekamen, an einen Opel Rekord 2000 mit OAL-L 972) Ok, Schluß, ich halt die Klappe.
Wo war ich stehen geblieben? Ich meine, wo lief ich weiter? Ja, von Görwangs die Straße runter nach Rom Aitrang. Hier war wieder ein Brunnen, mit Publikum davor. Zwei junge Handwerker kamen gerade vom Spar und machten Brotzeit. Provokant machten sie ihr Bier mit dem Feuerzeug auf, prosteten sich zu und hauten sich die halbe Flasche in den Hals, mich dabei mit grinsenden Augen beobachtend. Ich bin ja bloooß der blöde Charly, der nur Wasser kriegt.
Nach kurzer Pause lief ich raus aus Aitrang, an einer Uuuralten Linde vorbei, die unter Naturschutz steht und mitten auf der Straße steht.
Nun gehts auf den Weg zum Elbsee, aber nicht ohne vorher noch einen Abstecher zur Seealpe zu machen. Eine Ausflugswirtschaft hinterm Elbsee. Dabei überholte ich Touristen und grüßte mit 'Grüüüüß Gott' Die Leute schauten mich an, als hätt ich was verbotenes gesagt, dann schauten sie sich gegenseitig an und konnten es nicht fassen, was ich zu ihnen sage. Sind wohl nicht so oft in Bayern. Man sollte doch meinen, den Ausdruck kennt man von diversen Volksmusikgedönssendungen mit Maria Helwig oder so.
Was fällt mir auch ein die Leute zu duzen und zu befehlen, sie sollen Gott grüßen. Aber mal ehrlich, der Gruß ist doch im Prinzip echt blöd, oder? Grüß Gott. 'Servus' ist aber auch doof. Kommt ja aus dem Lateinischen und heisst so viel wie 'Ich bin dein Sklave, oder Diener'.
Ich lief also zur Seealpe und zurück, dann kam ich endlich am Elbsee an. Das Elbseerestaurant hat mal gebrannt, da ging alles schief. Klappte mit der Wasserversorgung nicht beim Löschen. Hmmm. der See war 3 Meter weg. Komisch? Wieso?
So, nachdem ich den Elbsee bewundert hatte, lief ich den Weg nach Immenhofen, von Immenhofen aus waren es noch so 6 km. 25 km hatte ich schon, aber ich hatte eigentlich schon genug von der Sache. Naja, nützt ja nix, der Weg muss erledigt werden, bevor es mich erledigt. Und ausserdem will ich auch mal Feierabend. Also rein nach Ebenhofen, rüber nach Biessenhofen und gut wars. 31 km waren das, war gar nicht so einfach. Klar, waren ja auch ein paar Berge dabei. Da darf man ruhig ein bisschen kaputt sein.
Heute hingegen lief ich 24 km, das flutschte mal so richtig. Obwohl da auch ein paar Hügel dabei waren war ich doch richtig gut drauf. Das Wetter war auch optimal zu laufen. 13°, etwas bedeckt und kaum Wind. Wenn so ein Wetter in Berlin ist, dann klappts auch bestimmt mit dem Weltrekord. Was? Neeee, ich doch nicht. Der Haile Gebrselassie will Weltrekord laufen. Ich bin gespannt, ob wir ihn richtig gut vor uns herjagen können, damit das klappt.
Also dann, habe die Ehre (Auch so eine doofe Begrüßung/Verabschiedung)

8 Kommentare 19.9.07 23:44, kommentieren

Fußball

Nein, ich hab nicht Fußball gespielt. Ich war schon immer so eine Flasche, wenn es ums Fußball ging.
Ich bin heut so durch die Gegend gelaufen und dann nach 11 km bin ich zum Sportplatz. Barfuß laufen.
Und da war dann auch die E-Jugend da. Aha, ist wohl gleich ein Spiel.
Ich zog die Schuhe aus und hoppelte um den Sportplatz. Nach einer Runde erkannte ich meinen großen Bruder. Ich lief vorbei und sagte: 'Hallo Cheftrainer' Ah servus, schallte es zurück.
Mein Bruder trainiert die E-Jugend vom FSV-Marktoberdorf. Mein Neffe Dennis spielt da auch. Mal als Torwart, mal als Verteidiger, mal im Mittelfeld. Wobei das doch noch recht chaotisch ist, was die so spielen, aber schön anzusehen, wie die Regeln gedehnt werden. Abseits? Gibts net. Rückgaberegel zum Torwart? Ich hab nix gesehn.
Bis es zum Spiel kam, lief ich noch ein paar Runden. Und von Runde zu Runde wurde ich auch schneller, als ich das gemerkt hab, wollte ich es dann doch ein bisschen wissen und lief dann einen km in 4:48. Öha. Schnell auf Gras ohne Schuhe. Wusst ich gar nicht, dass das geht.
Ich wurde von Dennis angehalten und gefragt, ob der Onkel Charly denn nicht zugucken will?! Ja klar schau ich da zu. Ich lief nur noch schnell Heim und zog was wärmeres an, dann gings wieder auf den Sportplatz. Als ich ankam fiel auch schon das 1:1. Das geht ja zackig. Mein Neffe hat wohl einen Fehler im Tor gemacht und hüpfte nicht hoch. Drama. Mein Bruder schnauzte aufs Spielfeld, ob er Pattex an den Füßen hat, oder warum er nicht hochspringt. Morgen im Training wissen wir ja dann, was wir trainieren. Du bist Torwart, du darfst auch mal nach einem Ball springen und nicht einfach nur die Arme heben und den Ball reinlassen. Vielleicht hat man dich auch mit Haken am Boden fest gemacht?!
Kurz darauf führte dann auch schon wieder der FSV Marktoberdorf gegen den TSV Biessenhofen.
Interessant war es meinem Bruder zuzuhören. Der legt sich da aber auch ins Zeug. Es gibt keine 3 Sekunden, ohne dass seine Stimme über den Platz hallte. Was er alles zu erzählen hatte, das verwirrte die komplette Mannschaft.
Geh nach hinten, geh nach vorne, pass auf die 11 auf, das war keine Ecke, lauf vor, geh durch, Torwart spielt mit, jetzt raus, jetzt rein, jetzt zurück, jetzt durch. Jetzt spiel halt nach innen. Geh durch, mach es selber, Kopf, schön, komm raus, nach hinten, nach vorne....... Und alles in einer lieblichen Stimmlage. Der gegnerische Trainer stand auf der gegenüberliegenden Linie und gab hin und wieder eine Anweisung und ließ die Kinder alleine spielen.
Es war nicht zu übersehen, dass die Marktoberdorfer einfach spielerisch besser waren und schon zur Pause stand es 4:1.
In der Pause wurde ordentlich die ganze Mannschaft kritisiert und auch ein klein bisschen gelobt. Dann gings in die zweite Hälfte und jeder spielte nun eine andere Position.
Mein Neffe spielte jetzt im Mittelfeld und hängte sich ordentlich rein. Mein Bruder holte auch diesmal kaum Luft und plärrte aufs Spielfeld.
Was mir schon in der ersten Hälfte auffiel, der Dennis hielt jeden Ball und blickte dann immer unsicher zu Papi rüber, obs denn diesmal einigermaßen richtig war, was er gemacht hat.
Das war auch in der zweiten Hälfte so, als er dann im Mittelfeld spielte. Er wusste was er tun sollte, dann plärrte Papi aufs Spielfeld und dann wusste er eben nicht mehr, was er tun soll und war total verunsichert.
Er spielte gar nicht schlecht, besser als ich damals auf jeden Fall Ich hab mir gewünscht, dass er wenigstens ein Tor schießt, aber ein paar mal scheiterte er am Torwart. Schade. Es war auch nicht mehr lange zu spielen und ich sah ihm an, wie es in ihm nagte, dass er eben kein Tor geschossen hat. Er sah nach einem Fasttor auch mal wieder zu mir her und ich grinste und zeigte ihm den erhobenen Daumen. Passt doch, bloß nicht den Mut verlieren. Mittlerweile stand es auch 7:2 und nur noch ein Angriff konnte gespielt werden und tatsächlich, mit dem letzten Ballkontakt des Spieles schoß mein Neffe noch ein Tor zum Endstand von 8:2. Das freute mich für ihn und auch er flog mit ausgebreiteten Armen einmal quer über den Fußballplatz und freute sich.
Dann kam er mit seinen Kameraden an den Spielfeldrand und ich beglückwünschte ihn zum Tor. Geht doch, super. Da strahlte dann aber einer.
Anschließend musste ich aber schnell Heim und kochen, weil ich schon bald in die Arbeit musste.

9 Kommentare 7.9.07 22:11, kommentieren

Ich schon wieder

Schon wieder ein Eintrag? Das nimmt ja inflationäre Züge an.
Aber wenn ich doch jetzt den Längsten hab, muss ich das doch erzählen.
Bekanntlich ist bald der Berlin Marathon. Am 30.9. isser.
Und dafür braucht man Training. Ich hab auch ein klein bisschen Rückstand. Surprise, Surprise. Deshalb muss noch ein langer Lauf her, besser noch 3 davon.
Das Wetter ist so herrlich kuschelig momentan. Es hatte 9°, es war Wind und es drohte immer wieder wie aus Eimern zu giessen, aber oh Glück, ich hab keinen Tropfen abbekommen.
Wo lief ich denn hin? Von Marktoberdorf gings in Richtung Rieder und dann in Deutschlands geheime Hauptstadt Sulzschneid.
Sulzschneid thront über Marktoberdorf und ist wohl das höchste Kaff Dorf der Gemeinde.
Nett isses hier eigentlich schon, man sieht den Auerberg, man sieht die Alpen, man sieht Oberbayern. Ich drehte einen Kreis durch die Stadt und erfreute mich an dem Anblick von verfallenden Häusern. Ein Bauernhof sah großartig aus. Ich glaub, seit die Urgroßmutti von dem Hof gestorben ist, wurde da nix mehr gemacht, irgendwann kippt das Haus einfach um, schätz ich mal. Das ist ja fast wie in Frankreich, nur die blaue Plane für das Dach fehlt. Aber noch ist das Dach ja nicht eingestürzt.
Auch einen Brunnen gabs dort. Kein Schild, dass es kein Trinkwasser wäre, also rein mit der Rübe in das kühle saukalte Nass. Ein bisschen vom Allgäuer, lupenreinen Wasser getrunken und schließlich weiter gelaufen. Raus gings aus Sulzschneid, wo d' Sonn scheint gscheit (Zungenbrecher) und dann hab ich meinen ehemaligen Fahrlehrer erwischt, wie er in die Büsche pinkelte. Er war wohl auf dem Weg einen Fahrschüler abzuholen, denn nach ein paar Minuten überholte er mich, mit Fahrschüler.
Runter gings nun durch einen Wald nach Kohlhunden. Ne, das heisst nicht so, weil da lauter verbrannte oder schwarze Hunde rumlaufen. Dort sah ich dann ein Schild 'Römerbad'. Ach, da hab ich ja mal was gelesen in der Zeitung, mal hinhoppeln. Dort, genau neben dem Kuhstallweiher, in dem im Jahre 1930 Josef, ein Jüngling von 16 Jahren in nächster Nähe ertrank (Stand so in etwa auf einem Kreuz) wurde im Jahr 2002 ein Römerbad entdeckt, als die Umgehungsstraße gefunden wurde.
Ich habs noch nie erwähnt, aber ich fahr ja total auf die Geschichte der Römer im Allgäu ab.
Dort steht jetzt ein Haus, das sie über das Bad gebaut haben, das kann man jetzt besichtigen. Also hielt ich an und begrüsste den Empfangschef, der mit einer Thermoskanne vor dem Haus saß und auf Kundschaft hoffte.
Ich las interessiert die Tafeln und guckte mir auch noch das Bad an. Wusstet ihr, dass die Römer schon Heizung hatten? Eine total schräge Konstruktion wurde gebaut, damit man von einem Feuer aus warmes Wasser hatte und Fußbodenheizung. Die waren drauf, nicht wahr? Die Römer haben es sich richtig gut gehen lassen bei uns im damaligen Raetien, das von der nördlichen Donaugrenze bis weit in die heutige Schweiz reichte. Die Hauptstädte waren übrigens Augusta (Augsburg) und Chur. So um die Jesuszeit herum bauten die Römer wie wild im Allgäu herum, zentral steht der Auerberg, von dem man ja einen unglaublichen Weitblick hat. Aber das hab ich ja schon mal erzählt. Die Via Claudia wurde gebaut, eine Kaiserstraße die von Augsburg über das Allgäu, rüber nach Österreich und nach Italien führt. Das war Arbeit, würd ich sagen.
Ich glaub, jetzt mach ich mal einen Punkt, oder? Ich hör schon die ersten gähnen. Ich lief dann vom Kuhstallweiher rüber zum Ettwieser Weiher, dann über Ettwiesen nach Marktoberdorf.
Ich bin nix mehr gewohnt und deshalb hats mir echt schon gereicht, als ich 22 km hatte. Solche Strecken machte ich dieses Jahr schon zu jeder Brotzeit. Hätte da einer gesagt, lauf mal schnell 22 km, dann hätt ich schnell den Semmel weggelegt und wär gelaufen und jetzt reichts mir schon nach den paar Metern? Kurios.
Ich hatte noch ein paar Kilometer vor mir und so lief ich eben schwerfällig die restliche Strecke nach Hause, wo ich nach 26,6 km ankam. Auf die Sekunde war ich 2:30 Stunden unterwegs.
So, jetzt werd ich noch 2 Läufe machen, beide so um die 30 km, dann wird das schon reichen für einen Marathon, den ich ja nicht auf Zeit laufe.

9 Kommentare 5.9.07 23:17, kommentieren

Bonjour alle mitanand

Griaß Enkch.
So, das waren dann vier Sprachen in 5 Wörtern.
Nun aber zum Ernst des Lebens.
Ich hab Schimpfe bekommen. Ganz feste wurde ich geschimpft, ja. Schlimm war das für mich. Und warum? Weil ich kriminell bin. Ich habe gesündigt, ich habe gestohlen, in den Kerker mit mir und den Schlüssel weg geworfen.
Ich seh mich schon in 30 Jahren an beiden Handgelenken in einem feuchten Keller hängend. Die Fetzen hängen mir vom Leib und ein grauer Bart verhüllt meine hagere, ausgemergelte Gestalt.
Was war passiert? Mit Unschuldsmiene lief ich durch unsere Gemeinde. Schön wars. So 14 km waren es. Ich lief durch unsere Dörfer und da sah ich ihn dann wieder..... Mein Baum.
Stolz stand er da in einem Garten eines Landwirtschaftsbetriebes. Mit hocherhobenen Blättern wankten seine Äste im Wind und diese Äste waren voll von der süßen verbotenen Frucht. Zwetschgen, lila, prall und glänzend. Ich konnte schon vor 2 Tagen nicht widerstehen und auch diesmal trieb es mich wie automatisch zu dem Baum hin. Ich wehrte mich gegen meinen inneren Zwang, doch es half nichts. Ich stand unter dem Baum und die reifen Zwetschgen riefen mir zu: 'Nimm mich, nimm mich jetzt' Meine Kräfte waren am Ende und ich gab dem Zwang nach. Ganz ehrlich, ich wollte diesmal keine Zwetschgen stehlen, wie kann ich das beweisen? Wenn ich sage, dass ich zuuufällig einen Plastikbeutel dabei hatte, dann könnte man mir womöglich Vorsatz unterstellen?! Aber ich lauf doch immer mit Plastikbeutel durch die Gegend, oder? Naja, wie auch immer. Mein Arm streckte sich von ganz allein zu den Früchten und zupf zupf zupf, hatte ich schon ein paar Zwetschgen in der Hand. Dann hörte ich sie, die holde Maid, die Grazie von Altdorf. Mit ihrer lieblichen Stimme schallte es aus dem Kuhstall zu ihrem Göttergatten:
'Sag amol, kommt jetzt der Kerla jeden Dag daher und klaut eiser Obscht?'
Hat sie mich gemeint? Oh dürfte ich noch einmal ihre Stimme hören, ich würde ihr einen Korb Zwetschgen schenken. Horch, sie spricht nochmal, diesmal zu mir: 'Sonscht gohts guat, oder?'
Schüchtern fragte ich: 'Grüß Gott, stört es sie, wenn ich ein paar von den wohlschmeckenden Zwetschgen mitnehme, damit sie meinen Gaumen erfreuen?'
Die Schönheit vom Lande sprach: 'Doch, eigentla schtört mi des scho, i gang ja oh it in andera Leits Garta und klau deanas Zuig weg.'
'Ich nehm ja nur ein paar'
Ich hab übrigens in der ganzen Zeit weiter gepflückt, während die Frau geschimpft hat.
'Dia koofta schmeckat it so guat, oder?'
'Ne, lang nicht so gut, wie die hier, die sind schon extrem gut'
Mit einem beherzten Schwung hat die Grazie im Stallhääs die Tür zugeworfen.
Mit schlechtem Gewissen hab ich noch ein paar Zwetschgen vom Baum geholt und bin dann total bedröppelt von Dannen gezogen. Am Sportplatz in Biessenhofen angekommen, hab ich erstmal meine Schuhe ausgezogen und ein paar Zwetschgen gefuttert, bevor ich barfuß ein paar Runden gelaufen bin.
Ja, der Anschiß hat gewirkt, ich hab heute Zwetschgen von einem andern Baum geklaut. Deren Angehörige waren gerade in ihrem Garten beschäftigt und störten mich nicht beim Zwetschgen pflücken. Andere Mütter haben schließlich auch schöne Zwetschgen, heisst doch das Sprichwort?!

21 Kommentare 4.9.07 16:07, kommentieren

Das ist das Haus vom Nikolaus

Liebe Leser, ich begrüße euch aus dem spätherbstlichen Allgäu.
Ja, is den scho wieder November?
Man könnts fast meinen, gell?
Heute hatte es gerade mal noch 14°. Der Sommer war ja dann wohl eher was zum vergessen. Naja, ein paar Tage Hoffnung haben wir ja noch.
Ich bin wieder voll auf Laufdroge. Es macht wieder so richtig Spaß. Und die Distanzen passen auch wieder ganz gut.
Diesen Montag hab ich schon wieder 22 km gemacht. Und weil ich jetzt nicht mehr jeden Tag lauf, fallen auch die anderen Lauftage ein bisschen länger aus. Statt geplanter 10 km werdens dann immer wieder mal 13 km oder mehr.
Schuld daran ist auch, dass ich ständig barfuß auf dem Sportplatz laufe. Ich hab mich schon ganz schön daran gewöhnt. Ich lauf sogar ein bisschen auf dem bösen, harten Asphalt. Und solange keine spitzen Steine rumliegen, platscht es sich ganz gut auf den Straßen. Die Leute sind das aber nicht gewohnt, einen Barfußläufer zu sehen. Die gucken dann komisch und hin und wieder kommt dann der Spruch 'Hamms dir dir Schuhe geklaut'?
Ja, den wenn ich erwische.
Weil das barfuß Laufen so wahnsinnig spannend ist auf dem Sportplatz, hatte ich eine Superidee. Ich dacht mir, ich mal jetzt ein Bild. Häh? Wie jetzt?
Ja, ein Barfuß GPS Bild. Ich hab mich an eine Sportplatzlinie gestellt und bin losgesaust. Kreuz und quer lief ich über den Sportplatz, bis ich das Bild fertig hatte, dann speicherte ich den Lauf. Als ich Daheim war, hab ich die Daten von der GPS Uhr auf den PC gespielt und das Ergebnis begutachtet. Das fand ich ja total geil und wär fast vom Stuhl gefallen vor lachen. Ich fands witzig. Mal sehn, ob ich das Ergebnis hier einstellen kann.
So, jetzt nehm ich mir vor immer wieder mal ein neues Bild auf dem Sportplatz zu malen. Das könnte witzig werden
Ne, geht nicht mit Einfügen. Aber ihr kennt bestimmt das Strichhaus vom Nikolaus
Hab ich gut hingekriegt

15 Kommentare 30.8.07 21:05, kommentieren